Algoriddim djay Pro DJ App mit Spotify Anbindung


Algoriddim’S djay kenne ich schon sehr lange, es war eine der ersten DJ Apps die ich überhaupt testete, aber für kleine Spielereien am Rechner für durchaus tauglich befand, für den professionellen Einsatz aber eher nicht, es gab keine Controlleranbindung, keine dezidierte Hardware, das GUI war mit seinen drehenden Plattenspielern zwar putzig, aber die Platzverschwendung für dieses Gimmick machte es eben mehr oder minbder zu einem Gimmick. Seitdem ist viel passiert, es gibt eine iPad App und jetzt eben auch eine Pro Version, die gar nicht mal so verkehrt aussieht.
Hausieren geht man nun mit einer Spotify Anbindung, was sicherlich irgendwann mal die Zukunft sein mag, in Pro würde ich das allerdings im Moment noch nicht verortet wissen wollen. Nicht wegen meiner Vorbehalte was Streaming angeht, das auch, aber ich möchte nicht die Überraschung erleben wenn man sich im Club auf das dortige Wlan verlassen muß. Desweiteren sehe ich noch nicht das so essentielle Dinge wie Cuepoints Beatgrids, und Loops mit dem Streamingformat in Einklang zu bringen sind, lasse mich da aber gern vom Gegenteil überzeugen.
Interessant in diesem Zusammenhang ist die Meldung das Beatport ab nächstes Jahr einen werbefinanzierten Streamingdienst anbietet und die Filekäufe auf Beatport Pro ausgelagert werden. Ich schätze mal es wird nicht viele Umstände machen diesen ebenfalls zu integrieren, nur das mit den Werbepausen könnte etwas stören.

(Via CDM)

Vorsprung durch Techno oder das das transatlantische Epochen-Dreieck aus Apple-Design, Techno und Berliner Republik


Eine weitere soziologische/popkulturelle Betrachtung von Techno im Zuge des Techno Symposiums der UDK, die trotz ihres Unterhaltungswerts dennoch aufzeigt, das gewisse Thesen nur durch Weglassen und Oberfläche zu generieren sind. Immerhin, einige davon machen schon Spaß:

Die Wiener Soziologin Rosa Reitsamer hat 2013 die Karrieren von 40 Techno-DJs untersucht und dabei festgestellt, dass für eine erfolgreiche DJ-Karriere Eigenschaften unerlässlich sind, die der Arbeitskultur des Mittelstands entspringen: Disziplin, Hartnäckigkeit, Selbstorganisation und eine große Affinität zu Technologie. Die Tatsache, dass Techno nur produziert und aufgeführt werden kann, wenn man eine gewisse Freude daran hat, Tag und Nacht an Knöpfen zu drehen, verschwindet für gewöhnlich hinter der öffentlichen Star-Persona des DJs. In Wahrheit sind Techno-Produzenten jedoch die VW-Ingenieure unter den Musikern und werden vom Publikum aus denselben Gründen geschätzt: Sie sind präzise, technikverliebt und berechenbar.

Deutschlands Puls in BPM

Und als wortgewaltigen Gegenpart aus der Praxis noch Airen dazu:
Der Geruch von Trockennebel
Jetzt untersuchen Experten schon die Ästhetik des Techno. Viel Spaß!

Wenn der Mythos Techno von den Tanzflächen der Clubs im Raum 102 der Hardenbergstraße 33 angekommen ist, um nach allen Regeln des Popdiskurses seziert zu werden, teilt er das Schicksal eines jeden Autopsieobjekts: die Totenstarre…
Sicher, man kann versuchen, Techno zu beschreiben wie jedes andere kulturelle Phänomen: in seinen soziokulturellen Auswirkungen, seiner musikhistorischen Genese, seinen medialen Konsequenzen und seinem klangtheoretischen Aufbau. Man kann aber auch einem Blinden eine Menge über Farben erzählen…
Tanzen statt Theorie! Feiern statt Formeln! Die beste Techno-Uni bleibt der Club

Tagebuch schreiben automatisiert mit Day One und GiftttDy

dayoneIch habe mir das Tagebuch schreiben damals mit dem Newton angewöhnt und mit ein paar Pausen ziehe ich das bis heute durch, dabei hat das über die Jahre natürlich einige Wandlungen durchgemacht und ehrlich gesagt schaue ich auch so gut wie nie in alte Einträge, aber allein die Gewissheit, ich könnte es, ist irgendwie beruhigend zu wissen.
Seit einiger Zeit mache ich das mit Day One und da das gerade im Angebot ist, nehme ich das mal zum Anlaß, dieses nicht nur simple und elegante, sondern auch mächtige Tool zu empfehlen.
Auf den ersten Blick tut Day One auch nicht viel als früher vielleicht mal MacJournal, wer das das noch kennt, aber mittels Dropbox, Ifttt, Hazel und einem kleinen Script namens Gifftdy wird daraus ein Lifestream, der automatisch alles loggt was man so täglich tut, seien es Tweets, Facebook Posts, Instagram Bilder oder auch das was man liked und bei mir sogar abgekhakte To Do Items aus Todoist in den täglichen Post aufzunehmen. Die Möglichkeiten sind endlos, ich könnte auch jeden Track den ich via iTunes höre oder Artikel die ich in Pocket gelesen habe tracken. Muß jeder selbst wissen was ihm zuviel wird. Jedenfalls lässt sich so ein schönes Tagebuch erstellen, ohne das man viel dafür tun müßte, zumindest was das Onlineleben angeht. Bis ich diese Möglichkeit entdeckt hatte nutzte ich Momento dafür, aber das hat keine Mac App und lediglich auf dem iPhone und dazu noch ohne Markup Formatierung, leider etwas öde und zwei Apps für einen Zweck, nämlich schreiben und loggen, ist dann auch etwas umständlich und blöd.
Die Zutaten für die Automatisierung klingen erstmal kompliziert, aber im Grunde braucht es nur einen Dropbox Account, hier passiert die ganze Magie, einen Ifttt Account um die Kanäle fließen zu lassen, Hazel um das Apple Script Voodoo von GiftttDy auszuführen und sich nicht selber drum kümmern zu müssen und fertig. Den ganzen Setup und Installations Zauber kann man hier nachlesen, das schöne daran: es funktioniert sofort. Vorausgesetzt man hat die entsprechenden Ifttt Känale abonniert, hier mal ein paar von meinen zur Auswahl:

Foursquare nach Day One
IFTTT Recipe: GiftttDy 2 - Single - Foursquare Checkin w/Map (Download) to Day One #giftttdy #giftttdy-single connects foursquare to dropbox

Tweets nach Day One
IFTTT Recipe: GiftttDy 2.0 - Tweets to Day One #giftttdy #giftttdy-single connects twitter to dropbox

Instagram Fotos nach Day One
IFTTT Recipe: GiftttDy 2.0 - Instagram photos to Day One #giftttdy connects instagram to dropbox

Pocket nach Day One
IFTTT Recipe: GiftttDy 2.0 - Digest Mode - Pocketed Articles to Day One. #giftttdy #giftttdy-digest connects pocket to dropbox

Und schon füllt sich das Tagebuch von allein.
Day One gibt es gerade im Appstore für 6,99 für den Mac und 99 Cent für die iOS Version, die nun auch ein Today Widget für das Notification Center hat (sollen aber gerüchteweise über die Feiertage billiger sein).
Beide Apps syncen wahlweise via iCloud oder Dropbox.

Pioneers XDJ-1000, der CD-lose CDJ in der Praxis

XDJ1000

Allein schon interessant um mal zu sehen wie die Praxis mit den großen Touchpads aussieht. Sieht jetzt auf den ersten Blick für mich nicht zu klein geraten aus, hätte trotzdem nichts gegen größer

(Via KFMW)

Track of the day: Zinc – Vampires


Ich freue mich ja immer noch auf jedes neue Release von olle DJ Zinc, das ist schon so seit Super Sharp Shooter und 138 Trak. Nicht jeder Track sagt mir zu, aber eins bis zwei finden sich meistens auf dem Release. So auch auf seinem neuesten “Structures 2″, wo mir nur Backup und eben Vampire taugen. Vampire hat’s dafür aber auch richtig in sich, letztens las ich das Prodigy nächstes Jahr ein neues Album rausbringen, nun hiermit hat Zinc die Messlatte im Vorfeld schonmal ziemlich hoch gehängt, würde ich sagen.
Weiß auch nicht was das ist, das in letzter Zeit breaksbasierte Tracks wieder so einen Lauf haben

Beatport wird Streamingdienst


Klingt jetzt erstmal dramatischer als es ist, denn der Downloadstore für Wavs und Mp3s bleibt erhalten, inwieweit man da von vorerst sprechen muß wird sich noch zeigen.
Dadurch lassen sich dann alle Songs in ganzer Länge anhören, wenn auch mit den obligatorischen Werbeunterbrechungen. Inwieweit sich das auf Apps wie Beatport Pro auf dem Mac oder die Charts niederschlägt kann wohl auch noch keiner sagen. Mich würde vor allem interessieren was Labels dazu sagen, ob dies im Vorfeld kommuniziert wurde und wie die Vergütungen aussehen?

Die Oral History des Münchner Ultraschall jetzt auch in Deutsch

Ultraschall virtuell

Wir hatten das ja hier schonmal in Englisch, Das Filter bringt es nun in Deutsch

Und auch hier nochmal das Fundstück, das in ein noch zu gründendes Netzmuseum gehört: die virtuelle Besichtigung des Clubs von Christian Seiler und Patrick Gruban, die bereits seit 1995 im Netz ist und von dem auch das Bild oben ist

Track of the Day: Radio Slave – Children Of The E

[RB013]

Interessantes Release da auf Running Back, das ich so von dem Label nicht erwartet hätte. Die typische Strictly Undergound Records Ästhetik zeigt schon wohin die Reise geht, Breaks wie anno dunnemals, aber in epischer Radio Slave Länge.
Die North London Seite kommt mit einem Mashup klassischer Stabs des Genres daher, während die South London Seite eher rollt wie Holy Ghost Inc. damals.
Ich kann mich gar nicht entscheiden welche Seite ich besser finde

KiNK Boiler Room Moscow Live Set

kink
Kink taucht seit Jahren oft und gerne in meinen Sets auf, letztens las ich ein Interview, das ich leider nicht mehr finde, in dem er seine Geschichte erzählte und wenn einer Musik atmet dann er. Aufgewachsen in Bulgarien und da immer noch lebend, hat er sich alles selbst drauf gebracht und mit minimalsten Mitteln angefangen, um dann heute sowas abzuliefern wie dieses Liveset, das so ziemlich alles vereint, Vinyl, Analog und Digital, House, Techno, Acid Whatever, es morpht und verschmilzt alles und hat dabei immer diese verspielte Kinkfreude, die ich auch bei seinen Tracks raushöre. An der Vorfreude auf dieses Liveset hat er einen dann auch auf seiner Facebook Seite teilhaben lassen, auf der er die Vorbereitungen und Überlegungen gerne mal mit einem kurzen Video dokumentierte, ich hab’s dann trotzdem verpaßt, zum Glück gibt’s die Aufzeichnung.
Ich geb ja nicht viel auf die Resident Advisor Charts, aber der 3. Platz als Liveact ist wohlverdient, hätte meinetwegen auch der erste sein können.

KiNK Boiler Room Moscow Live Set von brtvofficial

Neuer Mix: Krachgarten 4

Krachgarten4
Gestern auf Fnoob.com gesendet, heute zum Nachhören und wie versprochen eine kleine Weihnachtsüberraschung drin versteckt. Wer sie finden will muß sich allerdings bis ziemlich zum Ende hin durchhören ;)

Mixcloud mit Playlist

Krachgarten4 by Tanith on Mixcloud