Track of the day: Jonny L – Hurt You So ( The L Mix) [1992]

Es gibt so Tracks die an einigen Tagen irgendwie ganz besonders passen,so wie bei mir heute dieser etwas unbekanntere Mix des Jonny L Klassikers, mit großartigen Pianos, Stabs und Stimmungswechseln. Klingt immer noch quicklebendig und hat einen Drive der seinesgleichen sucht

Der Sony Vertrag mit Spotify, oder wo das Geld bleibt (Hint: nicht beim Künstler)

sonify
The Verge veröffentliche vor 2 Tagen einen Vertrag zwischen Sony und Spotify (der mittlerweile wg. Copyright offline genommen wurde) der zwischen 2011 und 2014 galt, also die Anfangszeit bis zu der Zeit als der Streamingdienst Fahrt aufnahm, dessen einzelne Paragraphen für mich als Laien allein schon wirkten wie bestes Mafiamaterial, so Klauseln wie, wenn ein anderer Partner mehr bekommt erhöht sich die eigene Vorauszahlungssumme um das selbige. Kann sein, das sowas durchaus branchenüblich ist, aber das allein wirft aber ein bezeichnendes Bild auf die Branche. Die Summen um die es da geht belaufen sich auf Vorauszahlungen von 42,5 Mio $, der Witz an der Sache ist das diese nie an Künstler ausgezahlt werden mußten, das gilt nämlich lediglich für Tantiemen.
Dazu kommen noch Gratiswerbung im Wert von 9 Mio. zum günstigsten Preis und die Hälfte der nicht verkauften Werbeplätze zur freien Verfügung.
Das weitere Vettragskauderwelsch ist mir böhmische Dörfer, aber Heise fasst zusammen:

Label Fees
Als eigentliche Tantiemen musste Spotify mindestens 60 Prozent seines Bruttoumsatzes an die Label ausschütten. Davon bekam Sony dann seinen “Marktanteil”. Doch Sony konnte auf einer alternativen Berechnung bestehen, falls diese mehr Geld einbrachte.

Dabei wurden 0,225 bis 0,25 Dollar-Cent je werbefinanziertem Stream, plus drei Dollar pro Monat und normalem Abonnenten, plus sechs Dollar und Monat je Premium-Abonnenten veranschlagt. Diese Sätze galten auch dann, wenn ein Abonnent Spotify in einem Monat überhaupt nicht genutzt hatte. Für länger im Voraus bezahlte Abos gibt es maximal 15 Prozent Rabatt.

Top-Up Fees
Spotify verpflichtete sich dazu, mindestens eine Million zahlender Abonnenten in Nordamerika zu gewinnen. Gleichzeitig mussten mindestens zehn Prozent aller User zahlende Abonnenten sein. Indirekte Abonnenten, die etwa über einen Mobilfunkvertrag zu Spotify kamen, wurden nur teilweise angerechnet. In jedem Monat, in dem Spotify diese Ziele nicht erreicht hat, wurden “Top-Up Fees” fällig. Sie waren zusätzlich zu den Vorauszahlungen und Tantiemen zu entrichten.

Richtig lustig werden die Summen wenn man bedenkt das Sony, wie alle anderen Majors, Teilhaber von Spotify ist und für diese Anteile damals 2935 € gezahlt hat. Nun sucht man schon länger einen Käufer, angepeilt ist ein Preis von 10 Milliarden Dollar, womit aus dem Verkauf für Sony eine halbe Milliarde raussprängen, während der vermutlich zu ihren Gunsten mittlerweile geupdatete Vertrag weiter läuft.
Und ihr fragt euch wo das Geld für die Künstler beim Zukunftsmodell Streaming bleibt?

We Are Your Friends, der erste EDM Film kommt

weareyourfriends
Ok, wir hatten Berlin Calling, in Ami EDM heißt das jetzt “All you need is a laptop, some talent and one song”, EDM hat seinen ersten Film. Interessant ist da ja eigentlich wie sich sowas in 10 bis 20 Jahren ansieht. Ab August im Kino:

Embrace The Contradictions, die Geschichte von KLF als Mixumentary

Mixumentary meint hier einen Mix aus Hörspiel und, nun ja, Mix eben. Eine passende Weise um die Geschichte von KLF nachzuerzählen von United States of Audio, die auch schon einen meiner anderen Favourites aus Pretechno Zeiten gefeatured haben, Tackhead

Via KFMW

Label of the day: Switched On Records


Es fällt ja zunehmend schwer Labels in ihrer Gänze empfehlen zu können, aber Switched On Records haben da schon einen sehr guten Schnitt. Very british im Sounddesign, erinnert vieles an frühe Bleepzeiten oder Labels wie Catt Records, ohne jedoch Copycats eines alten Stils zu sein. Vor kurzem erst entdeckt ist die Releaseliste doch schon lang und dankenswerterweise gibt’s auch eine Playlist mit kostenlosen Appetithäppchen zum Vorkosten:

Die wahren Perlen verstecken sich natürlich in den Kaufreleases, lohnt sich da mal durchzuhören.

Lilly, die Selfie Drohne


Drohnen sind schon einen beeindruckenden Weg gegangen, wenn ich das mit den klapprigen Gestellen von vor ein paar Jahren vergleiche. Diese hier hat einen ständig im Fokus und bügelt auch gleich die Malässen der ersten Generationen, wie den Startvorgang aus, das nennt sich dann throw and shoot. Das klappt bislang für 20 Minuten, dann ist der Saft wohl alle und kostet 499 €, geliefert wird allerdings blöderweise erst im Februar, also wenn man hier kaum vor die Tür will, da reichen die 20 Minuten dann allerdings auch wieder.
Naja, ist ja bald Geburtstag * Hint *

(Via Design You Can Trust)

Programmtip 16. Mai 2015: Doku The Sound of Belgium, Second Screening in Berlin @ Renate


Letztes Jahr hatte ich ja selbst das Vergnügen beim ersten Screening der Doku anwesend zu sein und danach u.a. mit Peter van Hoesen zu einer Podiumsdiskussion beizutragen, diesmal schaffe ich das leider nicht, da ich gar nicht in der Stadt bin. Nichtsdestotrotz sollte jeder interessierte dort hin rennen, nicht weil der Eintritt frei ist, sondern weil man diesen Underdog Pfeiler neben Chikago und Detroit im frühen Techno gar nicht genug Wert beimessen kann. Zudem ist die Doku durchaus unterhaltsam und hat mehr als ein paar lustige und selbstironische Momente, lohnt sich auf jeden Fall.
Das Ganze findet diesmal in der Renate statt und bei der anschließenden Podiumsdiskussion sind diesmal Eric Powa B und – Achtung: Sven Van Hees dabei!
Danach gibt’s noch Party mit den beiden Belgiern ebendort, die kost allerdings Eintritt, sollte aber auch keinen wundern.
Hier die Infos zur Party auf Resident Advisor

Totenkopf Spiegeleier


Solche Küchenaccessoires kann man ja nie genug haben, man denke nur an den nächsten Kindergeburtstag, oder wenn man mal unerwartet schnell die bucklige Verwandtschaft bekochen muß und dabei mehr auf den Effekt als auf’s Können zielen muß. Das man für ein solches Totenkopf Spiegelei gleich zwei Eier braucht kommt zudem meinem natürlichen Appetit sehr entgegen, eins reicht nie.

Die Form dazu gibt’s unter anderem für relativ kleines Geld bei Amazon

(Via Tilman)