Track of the day: Holy Ghost Inc. – The Dub

Ein fast vergessener hit aus 1989, damals als auch sowas auch unter Acid lief, die Zeit als eben noch nichts durchformuliert war, auch nicht beim Coverdesign wie man sieht.
Die andere Seite der Maxi “The Word” lief oft bei Moni Dietl, ich hingegen spielte meist diese Version. Eigentlich wär’s sowieso mal an der Zeit für eine Holy Ghost Inc. Retrospektive, zumindest für die Jahre 89-93

Rescue Time, ein Zeit und Gewohnheiten Tracker

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The quantified self continued, letztens der Fitnesstracker, nun der Zeit oder Prokrastinationstracker. Jeder Freiberufler und Computerarbeiter kennt das, man sitzt den ganzen Tag vor der Kiste und irgendwann verschwimmt ob das nun wirklich zur Arbeit gehört oder Ablenkung ist. Während des Uploads mal Twitter checken, zum Ohren auf Null stellen mal gucken was auf Facebook passiert ist, auf eine Antwortmail warten und oh gucke, der Reader zeigt ja auch schon wieder 900 ungelesene Artikel an und am Ende des Tages quält einen das schlechte Gewissen, weil man meint so viel Zeit mehr oder weniger sinnlos verdaddelt zu haben. Wäre ja mal interessant wie sich die Tätigkeiten, die man so über den Tag am Rechner macht, verteilen.
Nun ist mir ein ein Tool über den Weg gelaufen das tatsächlich alles trackt was man so am Rechner tut, hört auf den Namen Rescue Time und kriegt wirklich jede App und jede Webseite mit, auf der man ist. Natürlich kann man auch damit nur Annäherungswerte erhalten, das aber sehr gut, denn dankenswerterweise läßt sich auch einstellen, welche Seiten und Programme man zur Produktivität und welche zur Ablenkung zählt. Denn was für einen Journalisten Ablenkung sein mag, wie z.B. iTunes oder die Beatport Pro App, ist für andere, wie mich, durchaus mit Arbeit verbunden, also Produktivtool, während das Umhersurfen auf Newsseiten durchaus prokrastinative Züge annehmen kann, wenn es sich nicht gerade um z.B. Create Digital Musik oder DJ Techtools handelt. Wie so oft in meinem Beruf könnte das, was für andere als Entertainment durchgeht, also durchaus mit Arbeit verbunden sein, und das kann ich in Rescue Time auch so einstellen und tracken lassen.
Das Ergebnis wird dann grafisch hübsch aufbereitet und sieht folgendermaßen aus, wobei Blau für Produktiv, Rot für Ablenkung und Violett für Neutral, weil es das eine wie das andere bedeuten kann, steht:

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Sieht jetzt auch von den Proportionen her, was Arbeit und Daddelei betrifft, gar nicht mal so schlecht aus, also besser als es sich vorher anfühlte. Und dass ist jetzt nur die Kostenlosvariante, für 9$ im Monat könnte man sich jetzt noch einen Fokustimer freischalten oder, wer’s ganz hardcore mag, auch einen Websiteblocker für Prokrastinationseiten einrichten, auf die man dann erst wieder Zugriff erhält wenn man die eingestellte Produktivzeit hinter sich hat. Dazu gibt’s noch Benachrichtigungen wenn man Ziele wie 5 Stunden produktive Zeit geschafft hat, natürlich noch detailliertere Auswertungen und Reports und so weiter, aber was die kostenlose Version bietet reicht mir eigentlich schon für Zwecke wie Analyse des eigenen Computerverhaltens und Motivation die Ablenkung klein zu halten.
Creepy ist natürlich das man damit sein komplettes Onlineverhalten an einen unbekannten Server irgendwo in Amiland übermittelt, Rescue Time hat zwar eine ausgeprägte Privacy Erklärung und der Dienst besteht schon seit ein paar Jahren, trotzdem hat meine Recherche nicht ergeben das mit den Daten bislang irgendwas passiert wäre, aber für Ängstliche ist das sicher nichts. Für solche gäbe es dann z.B. Toggl, aber da muß man wirklich jeden Wechsel, wie der Name schon sagt, per Eingabe abticken, was man dann am Ende doch nicht tut, wäre ja auch unproduktiv.
Ich werde das mal noch eine Weile testen, aber auch hier bin ich , wie beim Fitnesstracker, anders überrascht als erwartet, nämlich das das Verhältnis zwischen produktiver und anderer Zeit am Rechner gar nicht so unausgewogen ist wie ursprünglich befürchtet, mal sehen ob das hält.
Jedenfalls nach Todoist für die täglichen Aufgaben und dem Mi-Band für die täglichen Schritte und Schlaf ein weiteres Eigenvermessungsprogramm, das einem sein tägliches Tun in hübsche Torten und Balken zerlegt, ich mag sowas ja. Mal sehen wie lange es noch auf sich warten läßt, bis all diese Apps APIs haben, auf das man all die Kreise wieder in einer App zusammenführen kann, aber da könnte einem in Sachen Privacy erst Recht Angst und Bange werden.

Butter bei die Fische: Wie das Vinyl Comeback wirklich aussieht

Nur um das mal in die richtigen Relationen zu rücken und deckt sich so ziemlich mit dem, wie sich dieses Comeback bei mir so anfühlt. Das ist dann doch recht überschaubar und zeigt vielleicht auch auf, wieso die Plattenspielerproduktion nicht unbedingt mutwillig zurück gefahren wurde:

(Via Blogrebellen)

Jetzt isses passiert: Pioneer XDJ-RX All In One Controller, No Laptop needed


Es war ja nur eine Frage der Zeit und das Pendel schwang schon eine Weile Richtung Pioneer. Jetzt haben sie es also mit dem XDJ-RX wahr gemacht und einen Controller auf die Welt gebracht, der tatsächlich ohne zusätzliches Laptop auskommt. Die ganze Vorarbeit wird logischerweise in Rekordbox erledigt, der USB STick an den XDJ-RX angestöpselt und es kann losgehen.
Für ca. 1500 € bekommt man dann zwei Decks plus Mischpult mit Phono und Mic Eingängen, auf das man auch externe Quellen einbinden kann.
Es gibt nur ein Display, das die Wellenformen, ähnlich wie bei Serato, parallel anzeigt und in den Browsermode wechseln kann.
2 USB Ports ermöglichen eine sehr große Library oder eben auch den fliegenden Wechsel zweier DJS.
Eingebaute Effekte wie Beat FX (Delay, Echo, Spiral, Reverb, Trans, Flanger, Pitch, and Roll) Color FX (Noise, Gate/Comp, Crush, and Filter) und natürlich einen Sync Button.
Angeblich soll sich das Teil sogar via Midi als Traktor Controller nutzen lassen.
Kommt im Februar und sieht dann so aus:

(Via DJ Techtools

Review: Eine Woche mit dem Mi Fitnessband

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Wearables, der heiße Scheiß gerade, jeder bringt mindestens einen raus, irgendwas wird davon schon an der Wand kleben bleiben. Problem dabei: meistens sind die Preise dafür, zumindest für mich, zu hoch, als das ich bezahlender Beteatester und am Ende auf einem teuren nicht weiter supportetem Stück Plastik mit transistoralem Innenleben sitzen bleiben möchte.
So um die Weihnachtszeit kam dann die Meldung das man sich in Asien das Mi Band vom ewigen Apple Plagiator Xiaomi für schlappe 15€ inklusive Versand kommen lassen kann. Ich bin Bestellungen aus Fernost durch meine Dampferei schon gewohnt und kann bislang noch keine schlechten Erfahrungen vorweisen. Entgegen den Gerüchten läuft das dort sehr professionell ab und bei Missgeschicken kann man das Fehlteil meist behalten und bekommt umgehend etwas neues zugeschickt, in deutschen Onlinestores mußte ich bislang immer auf meine Kosten zurück schicken und warten bis der Ersatz ankam. Das ist dann auch nicht viel schneller als der Versand aus Asien, der schonmal 2-4 Wochen dauern kann. Wer’s also eilig hat bestellt besser für paar Euro mehr bei Amazon oder ähnlichen.
Mir war es jetzt nicht so eilig, sparte dadurch ca. 20 € und nach ca. 2 Wochen traf das Mi Band ohne weiteres Zollgedöhns ein.

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Bekommen tut man dann ein weder besonders schickes, noch besonders häßliches Armband, das neben Schritten und Läufen auch Schlaf in tief und nicht so tief oder gar wach unterscheiden kann. Anstatt eines Displays gibt es 3 nicht dauerbeleuchtete Status LEDs, die einem in Blau den Fortschritt des Tagesziels anzeigen und sich in Rot bemerkbar machen falls die Akkuladung zur Neige geht. Auslesen kann man die Daten dann per App auf dem Smartphone, wobei es egal ist ob iOS oder Android, die Andoid App ist aber schon etwas ausgefeilter und bietet mit den Xiaomi Phones noch einige Features mehr, wie z.B. Entsperren per Band im Bluetoothbereich oder Vibrieren bei Anruf, das wecken mittels Vibration und Smartwecker hingegen, wenn das Band eine leichte Schlafphase erkennt, klappt auf beiden Plattformen. Die App für iOS liegt mittlerweile auch in Englisch vor, was gegenüber chinesisch hierzulande schon gewisse Vorteile hat.
Das Syncen von App mit Band geht natürlich auch per Bluetooth vonstatten und gebiert sich schnell und zuverlässig. Danach sieht man dann anhand eines Kreises und seiner Ausfüllung wie weit man dem Ziel seiner täglichen Wunschschrittlänge schon gekommen ist und in Balken sind die stündlichen,täglichen, wöchentlichen, monatlichen Unterschiede der Anzahl oder wie sich der Schlaf in der Nacht gestaltet hat zu sehen.
Das Schlaffeature hat sich dabei als mein geheimer Favorit entpuppt, den eigenen Schlaf zu tracken und vor allem ohne Eigenbeschiss zu sehen wie lang oder kurz der eigentlich ist, ist, zumindest für mich, ein Novum das sich als sehr interessant heraus gestellt hat und dafür sorgt das man seine Mindestschlafzeit besser einhalten will. Die Schritt und Laufzählung kannte ich ja schon durch Apps wie Moves, nur das diese den iPhone Akku natürlich über den Tag ordentlich leer saugen.
Das Mi Band ist diesbezüglich übrigens äußerst genügsam, kam hier mit 64% Akkuladung an, die 3 Wochen zuvor stattfand, also kurz vor Abschickung, und ist nun, nach einer Woche Benutzung und 31 Tage nach der Erstladung, bei 55% angelangt. Zum Aufladen liegt ein spezielles USB Kabel bei in das man den Tracker, nachdem man ihn aus dem Armband geploppt hat, steckt.
Lobend zu erwähnen wäre noch, das sich die Mi Band App auch mit dem iOS Health Kit gut versteht, also die Daten in dieses eingelesen werden können.
Natürlich bleiben bei dem Preis auch ein paar Nachteile zum höherpreisigen Segment, die Einträge sind nicht veränderbar, schnelles Gehen, das als Laufen registriert wird läßt sich im Nachhinein nicht mehr verändern. Die Unterscheidung in Laufen, Gehen und Schlaf ist etwas rudimentär, zumindest Fahrradfahren und Rudern würde ich gern noch sehen, größtes Manko für mich ist aber, Powernaps am Tage werden nicht getrackt. Der Verzicht auf eiun Display zugunsten von 3 Status LEDs hingegen ist Geschmacksache, ich kann gut damit leben, zumal es offensichtlich für lange Akkulaufzeiten sorgt, your mileage may vary.
Trotz dieser mehr oder minder kleinen Shortcommings finde ich das was man da für 15 € geboten bekommt doch durchaus brauchbar. Ich weiß jetzt nicht was davon noch per Update veränderbar ist oder wie sich das im Vergleich zu bis zu 10 mal so teueren Geräten wie Jawbone oder Fitbit verhält, aber als Einstieg in die Welt der Fitnesstracker finde ich das schon sehr gelungen. Ob man sowas braucht muß jeder für sich entscheiden, ich finde es als zusätzliche Motivation ganz brauchbar und bin überrascht das der eigentliche Zweck, das Schritttracking, vom favorisieren des Schlaftrackings in den Schatten gestellt wird.

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Tschüsskarten

Es soll ja so Leute geben, die die leisen Töne nicht so mitkriegen, dann muß man eben deutlicher werden. Idealerweise gibt es jetzt die passenden Grußkarten für Typen die man nicht mehr sehen will. Ugly Notes macht’s möglich. Echte Misanthropen können gleich ganze Sets kaufen

(via Mashable

Juju, der E-Joint kommt


Ich bin da zwar längst raus, werde aber oft gefragt ob man in so einer Dampfe nicht auch Dope gesundheitlich besser zu sich nehmen könnte als mit dem herkömmlichen Joint mit Tabak. Meine Antwort war bislang, nein geht nicht, weil THC auf Öl basiert und das den Verdampfer sehr schnell zusetzen würde. Es gab zwar schon länger schräge Methoden das doch irgendwie hinzukriegen und in Kalifornien wurden sogar schonmal E-Joints an Patienten abgegeben, wie meine Recherche mal ergab, aber so richtig offiziell wurden die nie. Das scheint sich geändert zu haben, jedenfalls berichtet die NY Times vom zunehmenden Erfolg der Juju Joints, die zudem den Behörden Kopfzerbrechen bereiten, weil sie neben der Ähnlichkeit mit herkömmlichen E-Dampfen weder Dampf noch den symptomatischen Geruch verbreiten, so das die Dinger überall unbemerkt genossen werden können und da wären natürlich noch die üblichen Vorbehalte vonwegen perfekter Einstieg für Jugendliche, obwohl die Hauptkonsumenten als Frauen und Leute zwischen 40 und 60 angegeben werden.
Ganz billig ist so ein Juju Joint allerdings nicht, zwischen 65 und 100 $ zahlt man für 150 Züge und bis das hierzulande legal wird dürften noch einige Jahresproduktionen Gras im Görli verkauft werden.
Die Werbung unterscheidet sich übrigens kaum vom Einerlei sonstigen Lifestylegedöhns:

Sinnlos aber geil, der 2015 Macintosh von Curved Labs


Ich wüßte nicht wie ich den hier gebrauchen könnte, sieht aber schon schmuck aus, der 2015er Macintosh von Curved Labs. Basierend auf einem umgebauten Macbook Air, mit 11″ Touchscreen und SD Card statt Diskette. Ob das Teil je gebaut wird weiß man nix, ebenso wenig über den Preis