Der verlorene, spröde Funk von Ubik, Hi Ryze und Autonation, aka David Campbell


So zwischen 1990 und 1993 gab es mal einen Seitenstrang von Techno, den ich gerne den Bleeps zugehörig zurechnen möchte und der quasi von einem Mann alleine geschaffen und beackert wurde. Die Tracks waren nicht unbedingt Dancefloorfiller und das Genre so klein das es nichtmal einen Namen hatte und trotzdem war ich ein Riesenfan dieses verspielten Maschinenfunks. Was heißt war? Diesen Winter habe ich das für mich wiederentdeckt, was der Mann mit dem Allerweltsnamen David Campbell da unter verschiedenen Pseudonymen angestellt hat.
Am bekanntesten wird vielleicht Hi Ryze‘s Cyberia sein, das damals gerne im Zusammenhang von A Place Called Bliss gespielt wurde

Aber unter Ubik ging’s dann so richtig ab, vertrackt, irgendwo zwischen Detroit, Bleeps undf Rave verortet

Autonation schaffte in früher Inkarnation sogar mal den Sprung auf R&S, siedelte aber erst mit der Cyborg Society EP zwischen Hi Ryze und Ubik an

Ich finde diesen Funk gerade wieder sehr wegweisend. Wieder eins von diesen losen Enden das gerne wieder aufgenommen und aktualisiert werden könnte

Großes Modstep Giveaway!


Gestern hatte ich meine Begeisterung über die Evolutionssprünge der Musikproduktion auf dem iPad und dort insbesondere über Modstep kundgetan. Damit andere das nun nachvollziehen können, haben mir die Modstepper 5 Codes überlassen, mit denen ihr euch die App aus dem iTunes Store kostenlos holen könnt. Ich verzichte mal auf blöde Gewinnspielfragen und poste die Codes einfach hier als ersten Comment. First come, first served!
Den Gewinnern wünsche ich viel Spaß und sagt schonmal alles andere für’s Wochenende ab.

Komplette Musikproduktion mit dem iPad? Doch, geht! Presenting: Modstep und Ableton Link

Musikapps für iOS gibt es schon so lange wie es iOS gibt und spätestens seit Audiobus sprechen die auch miteinander, aber was da in den letzen Wochen passiert ist kommt einem Evolutionssprung gleich. Zum einen wäre da Ableton Link, mit dem sich nicht nur Apps mit Ableton synchronisieren lassen, sondern auch Apps untereinander, egal ob auf dem gleichen IOS Gerät oder verteilt auf mehrere, kabellos via Wifi. Dieser neue Standard greift schnell um sich und mittlerweile gibt es schon etliche Apps die sich damit syncen lassen.
Desweiteren haben die Macher von Touchable und Studiomux gerade mit Modstep nichts weniger als einen kompletten Sequenzer samt Sampler und Synthesizer rausgebracht, der in der Tat einem kleinen Ableton gleicht und Dank Ableton Link nun nichtmal mehr Kabel benötigt um andere Geräte anzusteuern. Braucht man diese jedoch tut’s eben Studiomux aus dem gleichen Hause.
Musik machen auf dem iPad, oder auch mit angeschlossenem Rechner oder iPhone hat damit für mich mit Modstep und Ableton Link jedenfalls eine neue Stufe erklommen, von der man vor kurzem nichtmal geträumt hätte und die es tatsächlich möglich macht komplette Produktionen auf dem iPad zu organisieren und einen überlegen lässt ob nicht ein weiteres iPad der nächsten Hardware Anschaffung vorzuziehen ist. Mir macht Musik anfassen noch mehr Spaß als Knöppe anfassen.

Bonus: eine gute Übersicht über Musikapps für das iPad

E-Dampfen, ihr hattet eure Chance

bunkerbase

E-Dampfen, ihr hattet eure Chance

Obiges Bild zeigt meine Liquidvorrat für die nächsten 6-8 Jahre, sogenannte Bunkerbase, 20 x 100 ml mit 48 mg Nikotin ergeben bei mir irgendwas zwischen 8 und 10 Litern runtergemischtes Liquid mit 9 oder 12 mg Nikotin. Vielleicht gehe ich auch noch auf 6mg oder niedriger runter, dann halten die 2 gebunkerten Liter sogar noch länger.
Nötig wird das alles durch die von der EU beschlossene „EU Tabacco Directive“, kurz TPD2. In dieser ist u.a.folgendes verbindlich geregelt:

*die Nikotinkonzentration wird auf 2% reduziert werden, es werden also maximal 20mg pro 1ml Liquid zugelassen sein.
*frei verkaufte Liquid-Fläschchen dürfen nicht mehr als maximal 10ml Flüssigkeit beinhalten.
*direkt in E-Zigaretten einsetzbare Einwegkartuschen/ Patronen und nachfüllbare Tanks mit nikotinhaltigem Liquid dürfen maximal 2ml Liquid Fassungsvermögen aufweisen.
*Vitaminzusätze, Stimulanzien und Farbstoffe werden als Inhaltsstoffe verboten.
*ein Drittel jeder Verpackungsoberfläche wird mit Warnhinweisen zur Gefährlichkeit von Nikotin bedruckt oder beklebt sein (gemäß Artikel 12 Absatz 2 zur Warnung auf Tabakerzeugnissen).
*alle Verpackungen und Verschlüsse müssen kinder- und manipulationssicher sowie bruch- und auslaufsicher sein.
*E-Zigaretten-Werbung im öffentlichen Raum ist weitestgehend verboten.
*jedes Produkt muss einen Beipackzettel mit einer Reihe festgelegter Informationen beinhalten.
*neue Produkte müssen den zuständigen Behörden sechs Monate vor Markteintritt angezeigt werden.

Heißt, es wird mit Sicherheit teurer und wahrscheinlich auch schwieriger sich auszustatten. Abgesehen von dem, nicht nur ökologischen, Wahnsinn nur noch 10 ml Flaschen zuzulassen (ich als Selbstmischer bestelle gewöhnlich in Litern) wird es wohl zukünftig auch schwieriger werden Fertigliquids mit der Aromenvielfalt von heute zu bekommen, da auch viele Aromen im Zuge dieser Direktive als Zusätze wegfallen werden. Das kann man mit Hinweis auf Diacetyl in einigen wenigen nachvollziehen, bleibt jedoch der Hirnknoten das die Menge desselben Stoffs in Zigaretten weitaus höher ist.

Auch mit der Beschaffung der Hardware wird es wohl schwieriger werden, was insbesondere schade ist, da somit dem wahrlich imposanten Innovationstempo der letzten Jahre der Garaus gemacht werden wird. Wenn ich bedenke mit was für Geräten ich vor 4 Jahren das Dampfen begonnen hatte und welche Qualität die Geräte heute haben, das wird wohl nun zugunsten des Einstiegs der Tabakindustrie in den Markt geopfert, auf das man auch schön wieder bei Marlboro und Co landen muß. Deren Vorstellung vom Dampfen beschränkt sich jedoch auf Cigalikes, also zigarettenähnlichen Geräten mit kleinem Nachfüllreservoir und nicht auf Geräte mit 5 ml Tanks die einen Tag lang reichen, mit wechselbarem Akku oder gar Subohmbereich, wie es der Dampfer von heute in vielen Fällen gewohnt ist. Auch hier habe ich mich mittlerweile bevorratet und werde das auch sicherlich noch bis Mai, dann soll diese Direktive umgesetzt sein, weiter tun.
Reines PG und VG ohne Nikotinzusatz werde ich wohl auch weiterhin bekommen, das gibt es ja sogar bei Spinrad in der Kosmetikabteilung. Wenn meine Fertigköpfe für die Verdampfer aufgebraucht sind, stelle ich eben wieder um auf Selbstwickeln, Heizdraht wird es auch weiterhin geben und da meine Akkuträger sämtlich auf Hochleistungs Taschenlampen Batterien fungieren, sehe ich da auch keinen Versorgungsengpass.

Wer in den letzten Jahren beobachtet hat, wie diese Entscheidungen sich durchgesetzt hatten, der verliert jeglichen Glauben an das Gute in der Politik und es tun sich durchaus Ähnlichkeiten zu TTIP und anderem Geschacher auf, bei dem man sich nicht gerade gut vertreten fühlt.

Zwar hat es letztens noch eine Petition zur Abwendung von TDP2 auf über 50.000 geschafft, so das sie im Parlament verhandelt werden muß, aber wir wissen ja wie das Trauerspiel in solchen Dingen zumeist verläuft.

Wieso die weitaus ungiftigere Alternative nun stärker reguliert wird als die herkömliche Zigarette, die es vom Automaten bis zur Supermarktkasse weiterhin so geben darf und während Vaporizer und Bongs ebenso unkontrolliert in Läden stehen, entzieht sich meiner Logik. In meiner hätte man die E-Zigarette nämlich eher supporten sollen, während man die veraltete Zigarette den Weg der Dinosaurier hätte gehen lassen können.
Nun denn, es hätte so schön sein können, eine Welt ohne Passivrauch, ohne Kippenreste auf dem Boden (und die nerven wirklich, insbesondere wenn man Kleinkinder hat) und letztlich auch ohne Lungenkrebstote, aber die Politik will so etwas offensichtlich gar nicht. Danke EU, für nichts.

Gerahmte Mitsubishis


Ein Denkmal für die weißen und rosanen Instant Gude Laune Drops der 90er wäre eh mal fällig, der geneigte Altraver kann sich diese Devotionale nun zumindest anstatt irgendwelcher Medallien, Urkunden oder sonstigen Trophäen in die Vitrine stellen. Mehr “Ich war dabei” geht ja kaum.
Leider gerade Out of Stock

Looks tempting: Korg nanoKEY Studio und nanoKONTROL Studio

ich bin ja schön länger auf der Suche nach kompakten Controllern die sowohl für Rechner, als auch iPad taugen, am liebsten ohne Kabelage. Genau das scheint Korg gerade in seiner Nanoserie auf den Markt zu werfen. Beide mit genau der richtigen Größe für Laptops und Tablets unterwegs oder auf begrenztem Platz. Die hintergrundbeleuchteten Keys des nanoKey Studios zeigen dabei mittels Farben die passenden Akkorde zur gerade gedrückten Taste an, nice! Dazu Touchpad und jeweils 8 Triggerpads und Regler.



nanoKONTROL Studio bietet 8 Potis, 8 Fader sowie 32 Tasten und eine Transportsektion mit einem Jograd und weiteren beleuchteten Tastern. Fertig ist die Hardware für das Schreibtischstudio und das beste: braucht nichtmal Kabel, läßt sich, natürlich neben USB, auch via Bluetooth verbinden.
Soll pro Gerät ca. 178 € kosten.
Ach ja, ein Packen Korg Software, wie z.B. das ziemlich geile Gadget gibt zu dem Preis obendrauf.

Pioneer CDJ-Tour1 und DJM-Tour1 endlich mit zeitgemäßen Displays

So ziemlich das einzige was mich davon abhält mit CDJs zu mixen sind diese mickrigen Displays, auf denen man nicht die Möglichkeit hat mal schnell eine Playlist durchzusehen, sondern sich einen Wolf scrollen muß. Ich hatte ja gehofft das man dazu übergeht die ganze Oberseite, oder zumindest einen Teil davon, komplett als Touchdisplay zu konstruieren, aber als zusätzliches Klappdisplay geht natürlich auch. Zumal es so scheint das Rekordbox gleich mit drin ist und gar 4 Decks angezeigt werden. Wenn dafür tätsächlich kein zusätzlicher Rechner mehr gebraucht würde. wäre mal ein bold move in die richtige Richtung,

Mit dem Mixer sieht es ähnlich aus Levelmeter in großer Pracht:

Noch sind es Prototypen ohne Preisnennung, aber das sieht alles schon recht fertig aus :)

(via DJ Techtools)

Eine Acidmaschine im Browser in Javascript erstellt


Acidmachine gibt es, glaube ich, schön länger, habe ich mich aber gerade etwas drin verloren. Ziemlich überzeugend, zwei mal 303 und eine Drumbox, alles im Browser und in Javascript erstellt. Für Offline Use gibt es sogar eine Chrome App
Wem das irgendwann zu wenig sein sollte, dem sei wieder mal Audio Tool empfohlen, was mittlerweile einem kleinem Reason im Browser gleich kommt

Neuer Mix: Tanith @ Double Impact, Suicide Circus 15.01.2016

Doubleimpact2016_1

Das erste Mal Double Impact im neuen Jahr. Diesmal war ich nach langer Zeit mal wieder dran den Anfang zu gestalten und hatte mir dafür extra ein paar Sachen zurecht gelegt, konnte aber die Theorie schon nach ein paar Tracks über den Haufen schmeissen, denn ungewöhnlicherweise war bereits um 0:30 alles auf Tanz und Abfahrt getrimmt, dem kam ich natürlich gerne nach.
Diesmal gibt es auch nur das erste Set online, beim zweiten habe ich zuerst vergessen auf Aufnahme zu drücken und aufmerksamen Hörern würde auch auffallen, das seit den letzten Sets nicht so viel neue Tracks hinzu kamen, Januar halt.

Soundcloud:

Mixcloud:

DoubleImpact 2016 – 01 – 15 Pt1 by Tanith on Mixcloud

und natürlich auch auf Hearthis

Ergänzende Interviews zur Doku ” Berlin 90 – Der Sound der Wende”

Letztens lief doch diese neuerliche Doku mit vielen bekannten Protagonisten (ich berichtete). Nun gibt es noch ein paar ergänzende Interviews dazu, die allesamt recht unterhaltsam sind und in denen z.B Wolle seinen Tanzflächenkommunismus erklärt, Danielle de Picciotto den Erfolg von Techno in Berlin mit beiderseitiger Schnörkellosigkeit begründet und auch das Stimmungsbild das Ulrich Gutmair vom damaligen Berlin zeichnet finde ich recht gelungen