The Sound Of Belgium gerade in der Arte Mediathek


Die Doku über die Entstehungsgeschichte des Sounds of Belgium kann man gerade in der Arte Mediathek ansehen. Ich war ja als Paneldiskutant auf der Deutschlandpremiere eingeladen und kann von daher behaupten: lohnt sich! In den Endachtzigern und frühen Neunzigern war Belgien mit Detroit, Chicago und London wirklich auf einer Stufe was Produktionen angeht und die 3 Tage wach Ära fing bei denen auch schon früher an. Man läßt sich die Geschichte von Front 242 über Boccacio bis R&S von CJ Bolland, Renaat von R&S, Laurent Garnier und anderen hier kurzweilig und gut gemacht gerne erzählen.

Mein Walfisch Set vom 14.11.2014

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Sorry das es so lange gedauert hat, aber irgendwie hat mein Traktor diesmal nicht aufgenommen bzw, das File war nur 480 kb groß und so mußte ich warten bis die Aufnahme vom DeeRedRadio hier ankam, die die ganze Nacht gestreamed hatten.
Es war eine rauschende Nacht und wohl die best besuchteste Walfisch Revival Party bislang. Was vielleicht auch daran lag, das diesmal nur Original Walfisch DJs auflegten, wobei mich besonders freute das Roland mit von der Partie war, der zwar kaum noch auflegt, es aber trotzdem noch richtig drauf hat.
Hier also meine 2 Stunden:

Mixcloud samt Playlist:

Tanith @ Walfisch Revival 2014-11-14 by Tanith on Mixcloud

Update: Jetzt auch noch, wie von einigen gewünscht, die Sets von Würfler und Roland dazu

Roland 138 BPM Live-DJ-Set@WALFISCH Revival Party (14.11.2014) by Felix Fx on Mixcloud

DER WÜRFLER Live-DJ-Set@WALFISCH Revival Party (14.11.2014) by Felix Fx on Mixcloud

Monika Dietel’s Acid Flashbacks

Ich weiß es gibt ja genug Leute da draußen die Moni’s Stimme gerne wieder im Radio hören würden. Nun, als kleine Abhilfe gehen vielleicht die Folgen von Monika Dietel’s Acid Flashbacks durch. In den bisherigen 14 Teilen erzählt sie ihre Version von Acid zu Techno und stellt dazu die entsprechenden Tracks vor. Ich weiß auch nicht ob da jetzt noch mehr kommt, aber die bisherigen Teile, bitteschön, hier:

Monika Dietl “Acid Flashbacks” Part 1 + 2 by Monika Dietl on Mixcloud

Monika Dietl “Acid Flashbacks” Part 3 + 4 by Monika Dietl on Mixcloud

Monika Dietl “Acid Flashbacks” Part 5 + 6 by Monika Dietl on Mixcloud

Monika Dietl “Acid Flashbacks” Part 7 + 8 by Monika Dietl on Mixcloud

Monika Dietl “Acid Flashbacks” Part 9 + 10 by Monika Dietl on Mixcloud

Monika Dietl “Acid Flashbacks” Part 11 + 12 by Monika Dietl on Mixcloud

Monika Dietl “Acid Flashbacks” Part 13 + 14 by Monika Dietl on Mixcloud

(Via Andre Langenfeld)

Mix of the Day: Jeff Mills @ Rave Satelite 1995


Tja, es war nicht alles schlecht bei Marusha könnte man jetzt sagen :D Der Mix machte jedenfalls damals nach der Ausstrahlung schwer die Runde und hat bis heute nichts von seinem Charme verloren. Jeff Mills noch in seiner ruppigen Phase, bevor er das toolige fand, aber schon auf dem Weg dahin:

(Via Alexander Kowalski)

Spotify & Co: Letting Off Stream


In den letzten Wochen bin ich vermehrt wieder über das Thema Streaming gestolpert, nicht weil Taylor Swift ihren Katalog aus Spotify entfernen ließ, oder Trent Reznor meinte das das Bezahlen von Musik einer vergangenen Ära angehört, sondern im Gespräch mit Musikern und Autoren und habe da z.B. mit mit der Aussage das es mir persönlich lieber ist wenn die Kids die Musik klauen, anstatt sie zu streamen, weil so wenigstens keiner reich wird anstatt die falschen, zugegebenermaßen etwas provoziert und polarisiert.
Aber kommen wir erstmal zu den Zahlen, der größte Dienst ist Spotify und hat ca. 50 Millionen User, von denen zahlen ca. 12,5 Millionen den Obulus von 10 €, seit der Dienst an den Start ging wurden 2 Milliarden Dollar an die LABELS gezahlt, sagt Spotify. Ich weiß nicht wieviel davon bei den Künstlern direkt ankam, aber wenn einer behaupten kann „My Song Was Played 168 Million Times on Pandora. I Received $4,000“ (Respekt an dieser Stelle übrigens für den ehrlichen und weitsichtigen Namen Pandora!) ist das eine verdammt mickrige Karotte die einem mit „Umso mehr Leute den Dienst nutzen, desto höher die Ausschüttung, ihr müßt nur durchhalten“ vor die Nase gehalten wird. Und mag ja sein das es nicht an Spotify selber liegt, sondern an den Deals zwischen Spotify, Label und Artist, zumindest berichten mir Labels durchaus, das Streaming in ihrer Kalkulation mittlerweile sehr wohl eine Rolle spielt, was ich mir gut vorstellen kann, wenn man sieht das die Majors allesamt Anteilseigner bei Spotify sind und wie die Deals somit aussehen könnten.
Das Kleinklein der Abrechnungen finde ich dabei auch gar nicht so interessant, ich sehe nur das offensichtlich mal wieder alle ihren Schnitt machen, bis auf die Ersteller dessen was da verhökert wird, too bad das es da keine GDL gibt, möchte man meinen.
Da frage mich schon, wo und wann mal die Schmerzgrenze der musizierenden Zunft überschritten ist.
Dabei kann ich wirklich gut nachvollziehen warum der Normaluser auf Streaming umsteigt. Musikkäufe sind mittels Streaming und Youtube für diesen, also für ca. 95% der Hörer, komplett überflüssig geworden. Die letzten die Musik noch kaufen, werden wahrscheinlich irgendwann die DJs sein, weil man sich auf das Wlan im Club lieber nicht verlassen möchte. Hinzu kommt, das mittels Spotify und Co wertvoller, weil knapper Platz auf Smartphone erhalten bleibt. Da kann man noch so sehr argumentieren, das Speicherplatz billig geworden wäre, wenn einem 200 Songs das Smartphone oder Tablet voll machen, ist das genauso wie vor 15 Jahren, als man mit dem iPod vor dem Plattenschrank stand und feststellen mußte, das all das und mehr was dort drin war, nun in dieses kleine Gerätchen paßte.
Man hat sich mittlerweile daran gewöhnt das man digitale Dinge nicht mehr besitzt und in den meisten Fällen hat das für den User so viele Vorteile, das er die kaum spürbaren Nachteile gern in Kauf nimmt. Ein Unrechtsbewußtsein bei der nachfolgenden Generation kann man da nicht verlangen, ich würde es sogar nachvollziehen können das die nicht versteht, wieso sie für etwas das sie bezahlen auch noch Speicherplatz opfern sollen, während die kostenlose Streamingversion ihnen den Speicher läßt und soziale Möglichkeiten wie Tagging, Playlisten Erstellung und Weiterreichung gibt, welche sie mit erworbenen Files nicht haben und dürfen. Gekaufte Musik wird sich für nachfolgende Generationen so clumsy und bräsig anfühlen, wie Tonträger vs. Files zu Zeiten als der iPod aufkam.
Streaming wird also wohl oder übel die Zukunft sein, von daher wäre es vielleicht für Contentersteller, vulgo Musiker, exakt jetzt an der Zeit die Notbremse zu ziehen um den Zug, bei dem man gar nicht groß gefragt wurde ob man mitfahren will, um im GDL-Bild zu bleiben, mal kurz anzuhalten, denn je mehr Fahrt dieser aufnimmt, desto schwieriger wird es werden ihn zu stoppen, bzw. darauf Aufmerksam zu machen, das da ein paar Weichen falsch geschaltet sind. Wenn es nicht eh schon zu spät ist, die ersten Musikverlage machen via Spotify schon mehr Geld als mit iTunes
Solange sich da nicht etwas zum Besseren für die Urheber ändert sollte man auch nicht den letzten verbliebenen Hebel, die Verweigerung, aus der Hand geben, Bewilligungskultur hin oder her

Video Art, you’ve come a long way baby!


Ich kann mich noch gut erinnern wie geflasht ich damals war, als ich das erste Mal das Stakker Humanoid Video gesehen hatte, später diese K7 Mix Videos fand ich eher so naja, gut genug für die Afterhour, aber von der Kunst her eher grobschlächtig, dann doch eher wieder die FSOL Videos. Aber was da heute so drin ist ist schon nochmal ne andere Liga, fiel mir nur gerade bei diesem Video auf

Via Sploid)

Tourbericht: Mayday Polen

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Aufgrund einiger Anfragen möchte ich die alte Rubrik Tourtagebuch einmalig reaktivieren, die älteren unter uns werden sich erinnern, das ich zu Anfangszeiten dieses Blogs so ziemlich jeden Gig in einem Review rekapitulierte, genau das möchte ich jetzt mit meinem Auftritt bei der Mayday Polen wiederholen.
Schon im Vorfeld hatte ich mich lieber für die Flugoption entschieden, weil der Blick in den Bahnfahrplan eröffnete, das die knapp 550 km nach Kattowicz mindestens neun bis zehn Stunden brauchen würden. Also Flugzeug, was zwar auf anderer Ebene ebenfalls der absolute Wahnwitz ist, es gibt keine Direktflüge von Berlin, als hin über Frankfurt und weiter nach Krakau, dabei nochmal runter auf Berlin winken, das man vor kurzem erst verlassen hatte. Zurück über München, ökologisch ist das nicht. Aber auch aus anderem Grunde war ich froh nicht die Zugkarte gezogen zu haben, denn der GDL Streik hätte das ziemlich unmöglich gemacht, konnte man aber zur Zeit der Buchung nicht ahnen, Glück gehabt.

Nun hieß es also erstmal nach Tegel kommen, normalerweise nehme ich die S2 bis Gesundbrunnen und fahre bis Beusselstr mit der Ringbahn weiter um dann mit dem Airport Express die letzten Meter zu nehmen, ging aber nicht wegen des Streiks. Also doch mit dem Auto, zumindest bis zur Haltestelle des Airport Express, wo keine Parkgebühr anfällt. Pustekuchen, denn die Idee hatten ca. Tausend andere auch, nach zwei Runden von jeweils ca. 2 km Länge gab ich auf und biss in den sauren Apfel den Flughafen Parkplatz zu nehmen, mit der Gewissheit das allein das Abstellen dort mit ca. 60 € zu Buche schlagen würde.
Flug war nicht der Rede wert, normal wie immer, früher hatte ich mal ausgerechnet das ich mehr geflogen als U-Bahn gefahren bin, das ist einige Zeit her und dürfte sich mittlerweile wieder zugunsten der BVG verschoben haben. Ich saß bei Raphael Dincsoy, aka Rapha und seiner Bande und die knappe Stunde Flug verging wie in selbigem.

Angekommen in Krakau spuckte der Lufthansa Jet auch noch Talla und Taucher aus, die hatte ich beim Einsteigen gar nicht bemerkt. Bei unserem Shuttlebus sammelten sich dann noch ATB, Tommy Fourseven und irgendwelche mir nicht bekannten schlechtgelaunten, wahrscheinlich Trancehanseln, aus. Ca. eine Stunde braucht’s von Krakau nach Kattowicz, was leider im Dunklen passierte, so das man nur wenig vom Land mitkriegte, also unterhielt man sich. Erste Feststellung: so ziemlich jeder alternde DJ hat sich mehr oder weniger auf’s Land oder den Stadtrand zurück gezogen.

Untergekommen waren alle Artists im Best Western Hotel, guter Standard also und das Abendessen ging auf Maydaykosten, yay! So traf man sich im Restaurant wieder, Talla, ATB, Taucher und ich an einem Tisch, hat man auch nicht alle Tage. So wie andere bei Tisch nicht über Politik reden, ließen wir Gespräche über musikalische Vorlieben lieber außen vor, dann geht das schon. Stattdessen ging’s eher um Landleben und Musik in meta, also Business, bzw. wie anders alles geworden ist, da durfte natürlich Streaming nicht fehlen und ich düpierte die Runde, glaube ich, ein wenig mit der Aussage das es mir persönlich lieber ist wenn die Kids die Musik klauen, anstatt sie zu streamen, weil so wenigstens keiner reich wird anstatt die falschen. Beim Blick auf die Abrechnungen kam dann aber doch mehr oder weniger Zustimmung auf, aber dazu schreib ich nochmal gesondert was.
Danach verabschiedeten sich alle entweder zur Abfahrt zum Gig oder ins Bett, ich in letzteres, denn ich sollte mal wieder das Ende des Classic Floors bestreiten.
Für mich war das spannend, man sollte ja meinen Classics, das sind eh nur Hits, das geht immer, aber weit gefehlt. Mittlerweile sind schon einige Generationen durch Techno gegangen und jene die Anfang oder Mitte der 2000er erst reingekommen sind kennen viele der frühen Sachen gar nicht und stehen dann da wie der Ochs vor’m Berg, so richtige Veteranen finden alles nach 93 oder vielleicht 96 zu neu und werden mäkelig. Hier kam noch die Prämisse Polen dazu, was kennen die da? Wann wurden die musikalisch sozialisiert und wie alt ist der Durchschnitt da? Als ich kam war gerade ATB dran und die Leute schmissen sich bei dem Trancekram mächtig ins Zeug. Ich übernahm dann ab 5:30 und zog mehr ins Technofach rüber, klappte gut um nicht zu sagen super, keine Massenabwanderung whatsoever. Kein Unterschied zu den Classics hier, außer das man vielleicht nicht so sehr in die Nischen rein konnte, aber das ist bei anderthalb Stunden auch kaum möglich, ohne das man dann in einer Nische hängen bleibt und das Licht angeht bevor man wieder raus ist.

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Das Licht ging um 7:00 an und ich mußte nach Standing Ovations noch für die unvermeindlichen Fotos mit Ravern bereit stehen. Hatte ich so nicht erwartet, weil wer bin ich schon in Polen? Aber viele kannten mich tatsächlich, erzählten mir wie oft sie in Berlin waren, im Tresor oder auch im Suicide. Eigentlich auch nicht verwunderlich, sind schließlich nur 550 km, das ist näher als München oder Frankfurt. Die Bilderarie gestaltete sich auch gar nicht unangenehm oder aufdringlich, das lief alles sehr freundlich und ungezwungen ab, aber dauerte. Am Ende war schon fast alles wieder abgebaut und kein Verantwortlicher mehr zu sehen. Die Suche nach dem Büro gestaltete sich dann etwas unübersichtlich, obwohl das Gebäude rund war, aber eben auch riesig, auch hier gab es mindestens vier Floors. Dann zurück ins Hotel, nun war es schon etwas heller und Kattowicz sah aus wie eine schnuckliges ostdeutsches Städtchen vor 10 Jahren, alt schmiegt sich an neu und es ist noch viel Patina vorhanden, die hierzulande längst übertüncht wurde.

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Jetzt hatte ich noch ca. zwei Stunden um meine 4 Stunden Schlaf auf 6 upzugraden, bevor der einstündige Rückweg nach Krakau anstand. Mit mir im Shuttle wieder die schlechtgelaunten, vermutlichen Trancer, nichtmal ein Verabschieden am Flughafen, stattdessen wortloses auseinander stieben, wahrscheinlich sieht man sich eh nie mehr im Leben, die zwei Mal haben wir ja jetzt hinter uns gebracht.

Rückflug also über München und zurück in Berlin fuhren die Bahnen zwar wieder, brachte mir aber nix, Auto wartete ja am Flughafen. Die Rückfahrt ins beschauliche Karow gestaltete sich dann aufgrund der 25 Jahre Mauerfall Feierlichkeiten natürlich etwas komplexer als gewohnt. Zum Beispiel war deshalb ausgerechnet die Böse Brücke an der Bornholmer Straße gesperrt, was eigentlich paradox ist, war doch das die erste Stelle die damals AUF ging. Nun ja. So kam ich in den unfreiwilligen Genuß Teile der Ballonmauer abzufahren, die zu den Festivitäten nochmal den Verlauf aufzeigen sollte. MENSCHENMASSEN! Es war tatsächlich so als würde die Mauer erneut aufgemacht werden. Gut das ich mich auskenne und Schleichwege nehmen konnte, die, wie es der Zufall so will, genau an den beiden Häusern vorbei führte in denen ich seit 95 im Prenzlberg wohnte, kein Kilometer von der Stelle entfernt wo damals der Schlagbaum zuerst aufging und wo heute ein Lidl mit lächerlichen Eigentumswohnungen drauf steht, was dem Ort so gar nicht gerecht wird, oder vielleicht doch, wenn man es als Symbol sieht. So dauerte die Strecke Tegel Karow satte anderthalb Stunden, ca. das dreifache was man sonst so braucht, aber sei’s drum, das Mitkriegen der Feierlichkeiten war’s dann doch wert.
Und hier noch der Mitschnitt:

Soundcloud:

Mixcloud mit Playlist:

Tanith @ Mayday Poland by Tanith on Mixcloud

Und ein kurzer Einblick ins Geschehen:

UPDATE: Mehr Bilder von Michal Nowotniak

(Bilder 1 und 2 via ?ukasz Mariusz F. SyntheticVision 3 via Wikipedia )

Pioneer XDJ-1000 Digital Player ohne CD


Jetzt isses passiert, war ja nur eine Frage der Zeit, nun ist er raus, sieht aus wie ein CDJ2000, heißt aber XDJ-1000, verzichtet auf das zunehmend obsolete CD Laufwerk und frisst nur noch USB, also Sticks und Rekordbox via Rechner. Das schlägt sich auch im Preis nieder, 999 $ soll er kosten, dafür wird allerdings auch auf Hardware Buttons für Cuepoints und den Cuestrip verzichtet, das übernimmt hier der der Touchscreen, welcher auch endlich ein Keyboard beinhaltet um Tracks zu suchen, wie man in unten stehendem Video sehen kann, yay!

Jetzt noch zwei Player in einem Gerät and we’re talking.

(Via DJTechtools)