Alle die sich mit dem Gedanken tragen ihrem Aussehen plastisch und chirurgisch nachzuhelfen, bitte hierlang

Kennt jemand den Witz: Ein Bettler wird des nachts von einer Fee befragt, was sein größter Wunsch sei und dieser antwortet “ich wäre gern meinen Buckel los”. Schwups ist der Buckel weg. Am nächsten Tag trifft er seinen besten Kumpel, der ganz erstaunt ist und fragt, wie das denn geschehen sei. Der Bettler erklärt alles und am Abend lauert sein Kumpel an ebendieser Stelle. Die Fee erscheint und fragt auch diesen, was sein größter Wunsch sei, “Mein Buckel da, der soll weg” ist die Antwort. Die Fee aber hat einen schlechten Tag und meint “Ach was, ich hab hier noch einen von gestern, jetzt haste zwei”

Stromausfall in Nordamerika

Ei weh, die Nation wird ja gebeutelt wie die Feinde die sie sich machen und dafür braucht’s nichtmal Terroristen oder Würmer. Schon klar das man dort sofort panisch an den 11.9 denkt, der hat schliesslich traumatisiert und wird in Zukunft sicher so ins kollektive Unterbewußtsein verankert sein, wie die Hiroshimabombe in Japan bis heute die Mangafantasien beflügelt.
Aber so wie es aussieht ist der Terror mal wieder hausgemacht, die auch hier so hochgelobte Privatisierung des Strombizz hat das Stromnetz so veralten lassen, das es der 3. Welt gleichkommt. Geldmacherei ging auf Kosten der Instandhaltung und Erneuerung , das sind zumindest die Fakten die bis jetzt auf dem Tisch liegen.
Von Plünderungen war bislang nicht die Rede, was die ganzen Überwachungskameras, die ja auch nicht funktioniert haben dürften, dann doch ein wenig ad absurdum führt.

Zitat des Tages

Seltsam eigentlich, dass CDs im ersten Halbjahr wieder 2 Euro teurer
geworden sind. Wie blauaeugig muss man eigentlich sein, um zu glauben,
dass normale Menschen 40 Mark fuer eine CD mit 10 Titeln ausgeben…

Immer weniger Leute, wie man sieht. Offenbar merken immer mehr Kunden,
dass das warme Gefuehl beim CD-Kauf keine Nestwaerme ist, sondern die
Reibungshitze ist, die beim ueber-den-Tisch-gezogen-werden entsteht.

Gefunden bei argh

Aus aktuellem Anlaß nochmal: das Wetter

Während man letztens noch hörte man solle die Bälle flach halten, wegen des diesjährigen Sommers und Klimaphänomene nicht in Menschenzeitaltern bewerten, kommt jetzt die Meldung das wir hierzulande bald mit oklahomische Verhältnissen zu rechnen haben, also staubtrockene Sommer und milde Winter. Auch wenn das jetzt blasphemisch und very un P.C. klingen mag, gegen solcherne Resultate hätte ich partout nix einzuwenden, insbesondere wenn man sich die grausamen Berliner Winter in Erinnerung ruft. Auch gegen meine momentane Bräune hab ich a b s o l u t nix einzuwenden :D

Mobblogging

Es geht Schlag auf Schlag, vor ein paar Wochen waren Audioblogs noch das neue Thema in Sachen Blogging nun ist’s Mobblogging, also mobiles Blogging, das den ganzen Multimediahandys endlich eine Lebensberechtigung schenken würde. Wie üblich kommt die neue Technologie mit großem Juchei daher, es gibt bereits Kongresse zum Thema und nachdem Japan mal wieder den Vorreiter macht, was bei deren iModeaffinität und Lebensraumumständen nicht verwundert. Nun bin ich mal gespannt wann und wo die ersten Angebote hierzulande oder auch nur hier auf dem Kontinent erscheinen. Bislang ist Blogging ja ein recht kostengünstiger Spaß, das Trafficvolumen hält sich in Grenzen, die Geräte dafür sind eh zur Hand. Mit Mobblogging und Audioblogging hält also Multimedia einzug in Blogging, was Aufwand, Volumen und Grundausstattung nicht unerheblich beeinflußt. Könnte trotzdem interessant werden, wenn die Richtigen es anwenden, die Osterfahrt zu Oma der Familie gefilmt will ich mir nicht antun!

Da werden jetzt nicht nur tausende entnervter Plattenverkäufer aufatmen

Wer kennt sie nicht, die Kunden mit ihren Technoacapellas: “ich such so’n Stück, da kommt zuerst so’ne Acidline, die macht huiuiuiui, dann geht’s utz, utz, utz und ne Frau singt was mit feeling good”. Genau für solcherne gibt’s jetzt die erste Melodiesuchmaschine. Wär mal interessant die Gesangsversuche der Suchenden anhören zu können. Via Heise

Flashmobs prosperieren

Die Sache gewinnt erstaunliche Dynamik, nach dem Spiegelartikel gestern hat sich wohl die Aufmerksamkeit potenziert. Groups und Blogs schiessen wie Pilze aus dem Boden und unvermeidliche Diskussionen kommen in Gang.

Das reicht von Regeln aufstellen wie:

Regeln zum Flash Mob
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Zu jeder Flash-Mob-Aktion gibt es einen genauen Plan mit Uhrzeit, Ort und Tätigkeiten. Davon unabhängig sollten die folgenden Grundregeln immer beachtet werden.

[i]1. Folge den Regeln Wort für Wort. Stelle keine Fragen. Solltest Du damit nicht einverstanden sein oder sie nicht befolgen wollen, nimm nicht am Flash Mob teil.

2. Jeder ist willkommen, der sich an die Regeln hält.

3. Petze nicht der Polizei/Behörden.

4. Nicht vor der vereinbarten Zeit am Treffpunkt versammeln.

7. Nach der Aktion sofort verschwinden und nicht einfach in der Gegend stehen bleiben.

8. Keine Fotos oder Videoaufnahmen. Wer es sehen will muß hinkommen.[/i]

bis zu Debatten wann und wie oft in einer Stadt ein Flashmob stattzufinden darf und ob ein Zuviel die Sache totlaufen läßt.
Was mich dabei stört ist der offensichtliche Versuch die Sache typisch deutsch zu regeln und zu reglementieren. Was spricht dagegen, wenn in einer Stadt wie Berlin täglich irgendwelche Flashmobs stattfinden und am Ende ein, hoffentlich freundlicher, Wettkampf um die aufsehenerregenste Aktion, die ausgefallenste Örtlichkeit, die abstruseste Idee, die unmöglichste Zeit entbrennt. Muß es denn immer nur um die Größe der Ansammlung gehen. Mich deucht, da wollen irgendwelche das Heft in die Hand nehmen und das bisschen Aufmerksamkeit, das es dabei zu verdienen gibt, auf sich lenken, Weltenlenker im Kleinformat. Mir geht dabei das spaßige, guerillahafte, dadaistische verloren. Ich fände es viel erbaulicher, wenn das Phänomen dezentraler gehalten würde. Wenn z.B. innerhalb eines Tages 20 oder 30 Flashmobs vom Alex bis zum Kudamm passieren würden. Und natürlich läuft sich die Sache irgendwann tot, aber muß denn gerade sowas für die Ewigkeit bestimmt sein? Viel interessanter ist doch, was passiert aus der Sache, was für Variationen entstehen.
Gerade aktuell z.B. ist der aufkeimende Streit um den ersten Berliner Flashmob, der zum 1. August geplant war, nun hat wohl ein anderer die Losung ausgegeben, das am 31.7 schon einer ist und jene, die den 1.8. ausbaldowert hatten, schreien auf, das das Blödsinn wäre, man hätte jetzt den 1.8. ausgemacht, basta. Man hat anscheinend Angst darum, das man nicht mehr “erster Berliner Flashmob” drunterschreiben kann. Ich denke die Sache soll sinnlos sein, wenn’s dann aber schon wieder um den Titel Erster geht, dann kann das mit der Sinnlosigkeit wohl nicht so ganz hinhauen.
Überhaupt ist Berlin reichlich spät dran, in Linz z.B. war’s heute soweit und eine [url=http://conspir.antville.org/stories/464427/]Videodokumentation[/url] ist auch schon im Netz. Wenn’s nach den oben genannten Regeln geht, also schonmal Verrat. Scheint eine nette, wenn auch kleine Sache gewesen zu sein, aber hey, die Loveparade hat auch mal klein angefangen! ;-)
Schön passend finde ich übrigens die Untermalung mit Vanguard’s Flashversion.

Um so mehr ich über die eigentlichen Flashmobs allerdings nachdenke, desto besser gefällt mir die Idee, weil sie so zeitgemäß ist, gibt es nicht hierzulande fast 5 Millionen Arbeitslose, die gut Zeit für solche Späße haben? Die Kostenlosmentalität kommt auch voll zum Zuge und ich stelle mir die Gesichter hinter den allgegenwärtigen Überwachungskameras vor, wenn plötzlich ein Flashmob an brisanter Stelle zusammen kommt, aber schon wieder weg ist, wenn die Polizei eintrifft. Gerade dieser Aspekt spricht doch für Dezentralismus. Meine Herrn, wie man die damit scheuchen kann! Aber gerade die Sinnlosigkeit dieses Unterfangens macht mir die Sache am meisten sympathisch, in Zeiten wo alles auf seinen Sinn, die Zweckmäßigkeit und seinen Wert hin abgeklopft wird, ist so eine Sache nur aus Spaß an der Freud erfrischend.
Natürlich sind auch gleich wieder die Mäkler am Start und so kann man bereits lesen, das einige jetzt schon davon abgenervt sind, weil Hype. Hype ist per se bäh, steht man drüber und verachtet, so rein reflexmäßig schonmal. Kenne ich aus der Musik, kaum hat’s ein anderer entdeckt, oder schlimmer noch andere, dann heißt es sich abwenden, ist nämlich nicht mehr avantgarde, sondern pöbel, also Mob. [i]Hm, tja, paßt also[/i]. Mit solchernen ist aber wirklich kein Staat zu machen, ist das nicht nur fettärschige Bequemlichkeit, wenn man Sachen gestern noch interssant gefunden hätte, aber heute wo es Butter bei die Fische heißt negiert, weil das andere auch schon entdeckt haben? Spaßbremsen.
Ich kann leider nicht beim offiziellen ersten Flashmob Berlin’s dabei sein, da ich in die Schweiz muß, aber beim nächsten werde ich hoffentlich anwesend sein können um mir ein Bild von der Sache zu machen.