Wieder ausgegraben: dt64 Dancehall 23.02.1991 Berlin Special Vol. 1 (Tanith – Dick – Rokki – Marcos López)

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López hat da ein schönes Zeitdokument ausgegraben und wird das am Montag in kompletter Länge auf seinem Mixcloud Kanal online stellen. Neben viel zeittypischer Musik gibt es dann Interviews von Marusha mit ihm, DJ Dick, DJ Rok, damals noch Rokki (hihi) und meinereiner, welches ich hier exklusiv vorab bringen darf

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GEMA Tarif VR-Ö


Ich weiß ja nicht wer in dieser Musikburschenschaft sich diesen Tarif ausgedacht hat und das was im Vorfeld darüber schon ans Licht kam hatte schon schwer groteske Züge, jetzt ist das Undingaus’m Sack und man muß als Mensch aus dem Hier und Jetzt aufpassen wie oft man die Hände über’m Kopp zusammenschlägt, damit das nicht als Beifall missinterpretiert wird. Der De:Bug ist der Versuch hoch anzurechnen sich in diesen Mindfuckeinzutrauen und daraus verwertbare Hinweise zu generieren.
Man fragt sich bei diesem Konstrukt, wer, außer der GEMA und ihren Spezis, davon was haben soll. Das Geld verschwindet, wie immer, in den schwarzen Löchern der GEMA und geradezu hysterisch lachen mußte ich bei dem Hinweis das man sich seine komplette Trackkollektion von vor dem 1.4, also dem Tag ab dem dieser Tarif gilt , egal welcher Herkunft, egal welcher Menge für 125 € nachlizensieren kann. Welches Signal sendet sowas aus, außer “I shut up, as long as I can take your money”? Signale für ein Rechtsempfinden für z.B. ehrliche Käufer von Tracks quasi nichtexistent. Ein 890 Millionen € Verein ist weder willens noch in der Lage auf Anfrage mitzuteilen welche der angeeigneten Tracks überhaupt Vergütungspflichtig sind und ruht sich auf der GEMA Vermutung aus. Dazu noch dieses himmelschreiende Nichtkapieren des Konzepts Kopie im Digitalen Zeitalter macht’s dann komplett, das z.B. die Files, die ein Remixdeck von Traktor auf die Festplatte generiert schon als Kopie gewertet wird, das ein kopiertes File im Gegensatz zum Original (welches Original eigentlich? Ist nicht schon das gekaufte File eine Kopie des Originals vom Server?) lizensierungspflichtig ist, sogar Kopien eigener Tracks für Gemamitglieder lizensierungspflichtig sind, ja tut denn da keiner was? Mit sowas kommt man 2013 durch? Ich fass es nicht!
Mittlerweile wird auch schon die Auslandspresse auf Posse aufmerksam und man darf sich vielleicht noch bei der GEMA bedanken das sie nie etwas für diese Musik getan hat, eher im Gegenteil (Stichwort Pro Verfahren) und durch ihre Verteilungspolitik mit dazugehörigem Abfluß des eigentlich zustehenden Geldes dazu beigetragen hat das diese Szenen heute so prekär dastehen. Man muß schon sagen das man es TROTZ GEMA durch langjährige, ach was sag ich, jahrzehntelange! Aufbauarbeit geschafft hat international nicht nur gut wahrgenommen, sondern sogar weltweit als Nation für Elektronische Tanzmusik respektiert zu werden und dann kommt dieser Verein (es ist ein fucking Verein, das muß man sich immer wieder vor Augen führen!) und mit solch einem quasi mit sich selbst ausgemauschelten Gespött um die Ecke. Ok, natürlich kann man süffisant damit argumentieren das die GEMA es nie schaffen wird sowas wirklich wasserfest zu kontrollieren, aber da sind wir wieder bei den Signalen, was ist mit dem Wirtschaftsstandort Deutschland? Was mit gesundem Menschenverstand? Was mit Fairness und Rechtsempfinden? Das kann doch alles nicht wahr sein! Das nimmt doch keiner ernst!

Adventskalender 2012-14

Wenn man schon was über frühen Bass in Elektronischer Tanzmusik postet, dann darf natürlich der Name Robert Gordon nicht fehlen, der Mann war quasi der Mastering Engineer der gesamten frühen Warp Palette und hat auch bei vielen anderen Projekten im Hintergrund mitgewirkt, sein eigenes Projekt hieß XON und kam auf Network raus. Ebenso wie diese Nummer, deren freistehenden Bass hier ab Minute 1:40 wir auf der Tekknozid auf dem dortigen Numark Mixer mit eingebautem Sampler gerne geloopt am Anfang laufen liessen, weil das den Raum so schon in Eigenschwingung versetzte und genau das richtige zum Reinkommen war

Rhythmatic – Take Me Back (Robert Gordon Edit)

Adventskalender 2012-5

Bass im Acid, aber satt! Einer der wenigen Tracks die so minimal daherkommen und sich ganz auf den Bass verlassen. 1988 von dem Mann gezimmert der zur gleichen Zeit für “Love can’t turn around” verantwortlich war.

Farley Jackmaster Funk – The Acid Life

Adventskalender 2012-1

Der diesjährige Adventskalender steht ganz im Zeichen von BASS. Die aufregendste Entwicklung für mich war nämlich dieses Jahr das der Bass wirklich überall reingesickert ist. Deswegen möchte ich einfach mal anhand von Beispielen aufzeigen wie der sich in Ecken von Genres sowieso immer durchgemendelt hat, the history of BASS Continuum sozusagen und einsteigen möchte ich mit: M-Dubs – For Real

Album of the week: Jon Convex – Idoru

Ich hatte im Sommermix Pt.1 ja schon zwei Vorabtracks aus diesem wundervollen Album, jetzt ist es komplett draußen und enttäuscht in keiner Weise. Jon Convex ist ja sonst eher als Teil von Instra:Mental und somit eher für Drum & Bass der anspruchsvolleren Variante bekannt und hier wird mein Faible, für Leute die sich aus anderen Genres Techno nähern, wieder mal voll bedient, wie es sein Partner Boddika ja seit geraumer Zeit auch schon tut.
Mein Favourite ist Fade, gerade weil es sonst so gar nicht mein Fall wäre, nur die Umsetzung so gelungen ist das es jetzt schon für mich in einer Reihe mit Joy Division steht

Thema der Woche Facebook Update

Es passiert mir ja selten das ich zu einem Thema der Woche nochmal einen neuen Artikel aufmache, aber hier sieht man einfach zu schön, wie die Schere zwischen Like und Dislike auseinander geht.
Als ich heute morgen etwas auf meiner Fanpage posten wollte ploppte dieser Reiter auf:

Facebook bietet Fanseiten nun an das man dafür zahlt das auch wirklich alle Fans (ich hasse dieses Wort) den Eintrag zu sehen bekommen, 5$ für 2000 Fans und alle sehen es für 10$, wer über einer gewissen Menge an Fans verfügt zahlt dann auch entsprechend mehr, z.B. 15$. Wahrscheinlich die Folgen des Bö(r)sengangs und vielleicht erste Anzeichen das der Zenit überschritten ist, wer in sozialen Netzen damit anfängt mit Selbstverständlichkeiten rumzuschachern, und das ist nunmal das alle Interessierten das zu lesen bekommen was man postet, den hat das physikalische Gesetz der Entropie voll im Griff, würd ich mal salop behaupten.
Am anderen Ende der Schere steht das heute der Arturia Minimoog für Lau, oder besser für ein Like rausgehauen wird und zwar nur heute.
Ich hab ihn mir gesichert, ich werde aber den Teufel tun und zukünftig für Posts zahlen bei denen es selbstverständlich sein sollte das jeder der sich vorher die Mühe machte die Seite zu liken, diese sehen kann. Deal with it Facebook