Archived entries for Studio

P2 Ström

p2strom
Ich sag ja Musikkollaboration sind die Zukunft und jetzt tritt mal wieder eine iPhone App den Beweis an. P2 Ström lässt sich als Combo App nutzen, bei der sich bis zu 5 iPhones miteinander verbinden lassen und sich jeder sein Instrument raussucht, gleichzeitig fungiert die App als 6 Kanal Mixer und die Ergebnisse lassen sich aus der App auf Soundcloud hochladen.
Basiern tut die App auf der P2 Strom Sendung im Schwedischen Radio in der Artists wie Andreas Tilliander, Hakan Lidbo, Mats Almegard and Hanna Osterberg live mit der App spielen. Die jetzige Saison beschäftigt sich mit “The Music From The Future” und die nächste Folge kommt bereits am 17. März

Links:
P2 Ström Radiosendung
Strömblog
Hakan Lidbo

Kurztest Melodyne editor

Melodyneeditor
Seit einer Woche ist Melodyne editor, nach fast einem Jahr Verspätung also erhaltlich. Schon im Vorfeld rankten sich die Legenden um diese Software, von der ich mal behaupte, das sie die Musik in Zukunft so verändern könnte, wie es der Sampler getan hat oder man es von der Granularsynthese erhofft hätte. Die einzige Hexerei die das neue Melodyne verursacht ist, polyphone Samples wie Akkorde in ihre Einzelnoten zu zerlegen und die Spannung wie gut es das erledigt war hoch. Jetzt kann man sagen das die Erwartungen nicht zu hoch geschraubt wurden. Seit Freitag spiele ich mit der Demo herum und bin zwar schon an die Grenzen gestoßen, aber die sind weit gesteckt. Zwar kann man mit der Demo nur zehnsekündige Schnipsel ausprobieren, aber das reicht durchaus um die Fähigkeiten des Programms auszuloten. Akkorde und Melodien kann Melodyne auf erstaunliche Weise in Einzeltöne trennen, bei schwierigem Material gibt es zwar desöfteren Artefakte, was aber nicht unbedingt schlecht sein muß, vielleicht nicht so intendiert, aber daraus läßt sich schönes Sounddesign basteln, ich mag ja auch das Alienising von Samplern ganz gerne. Schwierig wird es wenn Instrument und Stimme auf der gleichen Note liegen, da ist man dann bei den Grenzen angelangt, eine saubere Trennung habe ich da noch nicht erlebt. Anders allerdings wenn Instrument und Stimme einigermaßen getrennt vorliegen, da erstaunt die genau Trennung des Klangmaterials schon wieder. Es bleibt also nach wie vor beim Gebot, bei Sampes möglichst saubere Stellen ohne Überlagerung zu wählen, wer hätte auch wirklich anderes gedacht? Mit einigermaßen sauberem Ausgangsmaterial lassen sich dann wirklich hervorragend Tonhöhe verbiegen oder Akkorde völlig neu zusammensetzen. Als weiteres Feld ergibt sich daraus auch die Analyse von Klangmaterial, Akkorde entschlüsseln und solche Sachen, aber auch z.B. die Extraktion von Einzelsounds. Jedenfalls einiges was vorher so noch nicht möglich war und was man vor noch nicht allzulanger Zeit als Science Fiction erachtet hätte.
Der Preis von 349 Euro für das Gebotene mag einige abschrecken, ist aber für das Gebotene und den Durchbruch durchaus angemessen

TC Electronic M30 Reverb for free!

m30_reverb
Das ist doch mal nett, wer sich beeilt kann sich gerade das wirklich feine M30 Reverb von TC Electronic kostenlos ziehen. Ein einfach zu bedienendes Reverb mit wirklich gutem Klang, das regulär 79 € kosten würde.

NI Traktor Kontrol X1

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Nun also ist das Geheimnis um den neuen Traktor Controller Traktor Kontrol X1, den man mit einem Richie Hawtin Video so schön angeteast hatte, gelüftet. Der schwarzbunte Ziegel ist also tatsächlich ein vollwertiger Controller und nicht nur für Effekte zuständig, wie ich ursprünglich vermutete. Vollwertig im Sinne von man kann damit in den Playlists browsen, hat Transport Controls und kann Loops und Effekte steuern. Die schicke Lösung, verzichtet auf die zunehmend überflüssig werdenden Jogwheels, das Fehlen von Fadern setzt allerdings voraus das man zum Mixen einen regulären Mixer einsetzt und nicht wie bei VCI und Konsorten alles über den Controller steuert. Für 4 Deck Kontrolle braucht es 2 Traktor X1, dann hat man allerdings auch Zugriff auf alle 4 Effektunits, nur frage ich mich, wie das mit Macbooks und zusätzlicher Audio 8 für alle 4 Decks gehen soll, da bräuchte es schliesslich schon 3 USB Anschlüsse, es sei denn die Kontrol X1 wären über USB kaskadierbar.
Gerüchte besagen das man sogar daran gedacht hat auf der Rückseite ein Loch zu lassen, so das der Traktor Kontrol X1 perfekt auf dem Plattenteller des 1210ers Platz hat, der somit zur luxuriösen Unterlage degradiert wird. Ein Feature das wahrscheinlich der Vinylfraktion die Tränen in die Augen treibt.

Korg’s DarthSampler

Gut, eigentlich heißt er microSampler, aber aussehen tut er wie aus Darth Vaders Arsenal. Hätte ja nicht gedacht das das Konzept Hardwaresampler zudem mit Tastatur nochmal aufgelegt wird, aber wer weiß, vielleicht entwickelt er sich zu einem würdigen Nachfolger der Casio SK Reihe, dem Emulator oder dem Ensoniq ASR-10. Heute gehört dazu natürlich eine iPod Ansteckmöglicchkeit und, wie bei der micro Serie von Korg üblich, ein Mikrofon mit Schwanenhals.

Diese Flut von Soft- und irritierenderweise auch Hardware in den letzten Tagen, ist das jetzt schon das Audiopendant zu Lebkuchen und Spekulatus in den Supermarktregalen?

Artillery unter Feuer: Native Instruments The Finger

Native Instruments Lauf hört nicht auf, das neueste Machwerk hört auf den Namen The Finger und setzt auch damit die Reihe seltsamer Namen für virtuelle Geräte aus dem Hause fort. Basieren tut das ganze auf dem Reaktorensemble von Tim Exile und verschaltet per Tastendruck auf’s Midikeyboard diverse kleine virtuelle Effektmodule zu einem großen Effekt, was sich besonders im Liveeinsatz bewähren soll, aber natürlich auch im Studiosetting sehr inspirierend wirken kann.

Die ersten mit der Idee sind sie allerdings nicht, etwas ähnliches bieten die ebenfalls in Berlin ansässigen Sugar Bytes schon seit geraumer Zeit unter dem Namen Artillery an.
Und hier zeigt noch Tim Exile himself was damit möglich ist:

Revenge of the CDPlayer: Pioneer CDJ2000

Heute wurde dann also der Schleier um das wochenlang viral gesteuerte Geheimnis um Pioneer’s Antwort auf die Traktoren und Seratos dieser Welt gelüftet. Der CDJ2000 macht auch so ziemlich alles richtig und eigentlich ist das CD im Titel auch nur noch ein Relikt, denn natürlich schluckt das Gerät so ziemlich jedes Medium und lässt sich sogar via Ethernet zu einem Vierercluster zusammenstecken, die sich alle die Files von einem Medium teilen. Auch toll gelöst die Needledropfunktion um im Track zu skippen
Die beiden Videos zeigen die Features und Möglichkeiten des neuen Flagschiffboliden:

Nachdem man das hat auf sich wirken hat lassen schaut man auf’s Preisschild welches bei ca. 1800 € liegen soll – für einen. Ob das jetzt das Laptop im Club ablöst erscheint mir daher fraglich, ein Macbook mit Traktor und Controller liegt etwa in der gleichen Preisregion, nur hat man dann eben schon 4 Decks. Und ob Clubs jetzt flächendeckend umrüsten und diesen als neuen Standard etablieren erscheint mir jetzt auch nicht so wahrscheinlich.
Klar gibt es dann auch noch den kleinen Bruder den CDJ-900, aber eben ohne Bells und Whistles und dakann man dann auch gleich beim CDJ-1000 bleiben, der sich als Standard durchgesetzt hat.

Eat this MI: CD als Musikinstrument

Der Moldover hat sein erstes Album fertig und begnügt sich als Controllerist natürlich nicht damit einfach eine silberne Schreibe auf den Markt zu werfen, Controllerism bis zum Endprodukt und so liefert er seine CD als Musikinstrument aus:

Hätte nicht gedacht nochmal über den Kauf einer CD nachzudenken

2 neue iPhone Musikapps: Hexatone und Star6

Die Welle der Musikapps die von Musikern oder DJs präsentiert werden reisst nicht ab, neueste Zugänge:
JR HexatonePro wird vom Dream Theater Keyboarder Jordan Rudess präsentiert. Es handelt sich dabei um eine Art Achtecksequenzer, der, wie das beim iPhone mittlerweile zum guten Ton gehört, die Bewegungssensoren mit einbezieht und anscheinend trotz der genrefremden Herkunft (Dream Theater!), auch für Minimalisten recht brauchbare Ergebnisse zeitigt, wie man im Video hören kann:

Star6 präsentiert der mittlerweile in Berlin ansässige NuRaver Jason Forrest aka Donna Summer und entsprechend eher djorientiert kommt die daher. Mittels der Bewegungssensoren lassen sich Samples verbiegen und zerhacken, dazu gibt’s noch ein paar Effekte.

Star6 Introduction from Star6 on Vimeo.

Schön bei beiden ist, das sich mittlerweile durchzusetzen scheint das man sowohl eigene Samples zuladen kann, als auch das sich die Ergebnisse abspeichern, bzw. als Wavfile ausgeben lassen kann

Fingerbeat für das iPhone


Ich hatte es gestern schon in Twitter gepostet, aber die App macht einfach soviel Spaß, das sie hier rein gehört. Fingerbeat(iTMS Link) sieht auf den ersten Blick recht simpel aus, aber mittels Pianoroll, editierbaren Drumkits, der Möglichkeit Sounds mit dem eingebauten Mikrophon zu sampeln und einzubinden, dazu noch die ganzen Kleinigkeiten wie der Multitouchmixer oder Pitchchange machen das Ganze zu einer runden Sache. Ideal zum Beatmachen unterwegs und dann einfach per Kopfhörerausgang z.B. in Ableton zu Weiterverarbeitung laden.
Wenn wir schon den Kram in Ableton laden, dann empfehle ich gleich noch Bebot(iTMS LINK). Ich habe zwar noch kein Video gefunden das dessen Möglichkeiten als Basslinewobbler würdigt, aber nehmt’s mal einfach so hin, das Programm, lädt förmlich zum Bassbegleiten per Fingerzeig ein



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