Kostenloses iZotope DDLY Dynamic Delay

Delays kann man eigentlich nie genug haben, zumal welche mit nem Twist und dann auch noch kostenlos.
Das DDLY Dynamic Delay von iZotope kommt nämlich nicht wie ein weiteres gewöhnliches Delay Plugin daher, sondern bietet nach eigenen Angaben

Two delays in one: DDLY analyzes your audio based on an adjustable threshold to determine what to send to the top delay and what to send to the bottom delay. Adjust the Intensity to affect how strongly the signal is split between the two—great for a punchy delay on the harder, transient crack of your drums and a shuffling delay on the main beat elements.

Customize your delay: Both delays have two modes to choose from: Analog or Grain. Analog produces warm lo-fi delays with smearing and nostalgic degradation. Grain produces melodic, symphonic, and futuristic sounds for truly new soundscapes.

Responsive Interface: The interface of DDLY reacts to the material it’s applied to for unique real-time visual feedback. As the knobs come to life, your sound gets cooler. Go ahead, get ‘em all going!

Automatable: DDLY can be set up with automation in your audio host, to engage the dynamic delay on your mix when you want it to and back off when you need the raw material to shine.

Ich hatte jetzt noch nicht viel Zeit das auszuprobieren, macht aber schon Spaß und Lust auf mehr.

Gibt’s bei iZotope bis 10. März gegen Registrierung kostenlos, danach 49$

Moog Pinball Machine

Das beste aus beiden analogen Welten:

Großes Modstep Giveaway!


Gestern hatte ich meine Begeisterung über die Evolutionssprünge der Musikproduktion auf dem iPad und dort insbesondere über Modstep kundgetan. Damit andere das nun nachvollziehen können, haben mir die Modstepper 5 Codes überlassen, mit denen ihr euch die App aus dem iTunes Store kostenlos holen könnt. Ich verzichte mal auf blöde Gewinnspielfragen und poste die Codes einfach hier als ersten Comment. First come, first served!
Den Gewinnern wünsche ich viel Spaß und sagt schonmal alles andere für’s Wochenende ab.

Komplette Musikproduktion mit dem iPad? Doch, geht! Presenting: Modstep und Ableton Link

Musikapps für iOS gibt es schon so lange wie es iOS gibt und spätestens seit Audiobus sprechen die auch miteinander, aber was da in den letzen Wochen passiert ist kommt einem Evolutionssprung gleich. Zum einen wäre da Ableton Link, mit dem sich nicht nur Apps mit Ableton synchronisieren lassen, sondern auch Apps untereinander, egal ob auf dem gleichen IOS Gerät oder verteilt auf mehrere, kabellos via Wifi. Dieser neue Standard greift schnell um sich und mittlerweile gibt es schon etliche Apps die sich damit syncen lassen.
Desweiteren haben die Macher von Touchable und Studiomux gerade mit Modstep nichts weniger als einen kompletten Sequenzer samt Sampler und Synthesizer rausgebracht, der in der Tat einem kleinen Ableton gleicht und Dank Ableton Link nun nichtmal mehr Kabel benötigt um andere Geräte anzusteuern. Braucht man diese jedoch tut’s eben Studiomux aus dem gleichen Hause.
Musik machen auf dem iPad, oder auch mit angeschlossenem Rechner oder iPhone hat damit für mich mit Modstep und Ableton Link jedenfalls eine neue Stufe erklommen, von der man vor kurzem nichtmal geträumt hätte und die es tatsächlich möglich macht komplette Produktionen auf dem iPad zu organisieren und einen überlegen lässt ob nicht ein weiteres iPad der nächsten Hardware Anschaffung vorzuziehen ist. Mir macht Musik anfassen noch mehr Spaß als Knöppe anfassen.

Bonus: eine gute Übersicht über Musikapps für das iPad

Looks tempting: Korg nanoKEY Studio und nanoKONTROL Studio

ich bin ja schön länger auf der Suche nach kompakten Controllern die sowohl für Rechner, als auch iPad taugen, am liebsten ohne Kabelage. Genau das scheint Korg gerade in seiner Nanoserie auf den Markt zu werfen. Beide mit genau der richtigen Größe für Laptops und Tablets unterwegs oder auf begrenztem Platz. Die hintergrundbeleuchteten Keys des nanoKey Studios zeigen dabei mittels Farben die passenden Akkorde zur gerade gedrückten Taste an, nice! Dazu Touchpad und jeweils 8 Triggerpads und Regler.



nanoKONTROL Studio bietet 8 Potis, 8 Fader sowie 32 Tasten und eine Transportsektion mit einem Jograd und weiteren beleuchteten Tastern. Fertig ist die Hardware für das Schreibtischstudio und das beste: braucht nichtmal Kabel, läßt sich, natürlich neben USB, auch via Bluetooth verbinden.
Soll pro Gerät ca. 178 € kosten.
Ach ja, ein Packen Korg Software, wie z.B. das ziemlich geile Gadget gibt zu dem Preis obendrauf.

Pioneer CDJ-Tour1 und DJM-Tour1 endlich mit zeitgemäßen Displays

So ziemlich das einzige was mich davon abhält mit CDJs zu mixen sind diese mickrigen Displays, auf denen man nicht die Möglichkeit hat mal schnell eine Playlist durchzusehen, sondern sich einen Wolf scrollen muß. Ich hatte ja gehofft das man dazu übergeht die ganze Oberseite, oder zumindest einen Teil davon, komplett als Touchdisplay zu konstruieren, aber als zusätzliches Klappdisplay geht natürlich auch. Zumal es so scheint das Rekordbox gleich mit drin ist und gar 4 Decks angezeigt werden. Wenn dafür tätsächlich kein zusätzlicher Rechner mehr gebraucht würde. wäre mal ein bold move in die richtige Richtung,

Mit dem Mixer sieht es ähnlich aus Levelmeter in großer Pracht:

Noch sind es Prototypen ohne Preisnennung, aber das sieht alles schon recht fertig aus :)

(via DJ Techtools)

Eine Acidmaschine im Browser in Javascript erstellt


Acidmachine gibt es, glaube ich, schön länger, habe ich mich aber gerade etwas drin verloren. Ziemlich überzeugend, zwei mal 303 und eine Drumbox, alles im Browser und in Javascript erstellt. Für Offline Use gibt es sogar eine Chrome App
Wem das irgendwann zu wenig sein sollte, dem sei wieder mal Audio Tool empfohlen, was mittlerweile einem kleinem Reason im Browser gleich kommt

Native Instruments Kontrol S5 Review (für S4 Umsteiger)

S5
Als die S5 raus kam, wußte ich das wird der Nachfolger für meine trusty old S4, die nun auch schon immerhin fast 5 Jahre treu ihren Dienst tut. Die S8 hingegen kam für mich aufgrund ihrer handgepäckuntauglichen Größe nie in Betracht, ich müßte zudem noch eine neue Extratasche für den Transport besorgen. Die S5 stellt sich für mich daher als idealer Kompromiss dar. Nun habe ich das Gerät seit fast einem Monat und bei den letzten Gigs im Einsatz, so das ich mehr darüber berichten kann als einen ersten Eindruck.
Auch wenn es die S4 nach wie vor noch tut, sind bei Traktor doch mittlerweile einige Features wie die Freeze- und Fluxmodes, die ich schon in der iPad Version von Traktor zu schätzen gelernt hatte, oder jetzt eben die hinzugekommenen Stems und die möchte man ja auch nutzen können. Das alles geht eben mit der S4 so nicht. Außerdem Displays statt Jogwheels! Das ist eine Sache die ich mir schon lange gewünscht hatte und die man nach kürzester Zeit auch nicht mehr missen will, zumal diese kalibieranfälligen Jogwheels bei mir eh ein sehr tristes Dasein fristeten. Ich brauchte die Dinger fast nie und auch vom ästhetischen sieht das eher aus wie 2 dicke Warzen auf einem Controller. Stattdessen gibt es nun einen Touchstrip, der das gleiche erledigen soll. Tut er nicht wirklich, also Scratchen schon mal gar nicht und Nachpitchen, nun, da müssen wir beide uns auch erst noch aneinander gewöhnen, aber um im Track rumzuspringen oder Stellen zu suchen, dafür ist dieser definitiv besser geeignet bis ideal. Für die kleine Nachjustage taugt er auch, aber so Vinylripschwankungen damit auszugleichen, das bleibt wohl die Domäne der drehbaren Räder. Da dieser Fall bei mir aber zunehmend seltener eintritt ist das zu verschmerzen, Hauptsache Display auf dem Controller!
Ich befürchtete bei der Größe der Displays ja, das damit auch die Zeit der Lesebrille beim DJing gekommen sei, dem ist aber erfreulicherweise nicht so, die Schrift ist groß und kontrastreich genug, das die weiterhin nicht benötigt wird und in der Tat schaue ich nun um einiges weniger auf den Laptopmonitor, weil so direkt vor der Nase ist schon praktischer, weil die Wege kürzer. Tatsächlich finde ich es auch um einiges angenehmer die Dosierung von Effekten direkt unter den Finger zu sehen, anstatt rüber zum Rechner schauen zu müssen, kurze Wege und so.
bleuwaveWas etwas schade ist, ist das bislang lediglich die blaue Hüllkurve des Tracks zu sehen ist, die sogenannte Spektralhüllkurve, bei der man an den Farben auch die Lautstärke und somit Breaks und Drops erkennen kann, ist laut Aussage zwar geplant aber eben noch nicht möglich.

s5BrowserEbenso sind die Trackinformationen im Display noch nicht modifizierbar, sie sind festgelegt auf Artist, Titel, BpM und Keys. Letzteres ist z.B. für mich völlig redundant, ich bräuchte da eher Comment, Genre oder Rating. Wären diese beiden Dinge möglich bräuchte das Laptopdisplay in der Tat kaum noch, höchstens um einen Titel in der Playlist per Namenseingabe zu suchen.

s5StemsDas mit den Stems finde ich persönlich ausreichend gelöst, im Gegensatz zur S8 gibt es ja für diese keine Extrafader, sondern die oberen Pads dienen als Ein/Aus Schalter und die darunter als Aktivatoren um mit dem Browsebutton die Gewichtungen zu regeln. Ein Klick auf diesen stellt alle auf 100% zurück und mit dem Loopbutton rechts stellt man den Filter ein.
S4 Benutzer müssen sich beim Browser etwas umstellen müssen, nicht nur weil er zweimal da ist und somit pro Seite bedient wird, sondern auch weil diese Einbuttonpraxis des Browsebuttons für Scrollen und Preview nun auf zwei Buttons verlagert ist, Browsen und Auswählen mit dem Browserbutton, Prelistening mit dem Loopbutton. Auch der Return of the Shiftbutton will erstmal memoriert sein, während man in der S4 ja z.B. für Looplänge und Loopposition jeweils einen Drehregler hatte erledigt das hier einer, für die Loopposition kommt dann der Shiftbutton ins Spiel.
Die Pads, nicht nur das die endlich eine Drunkmode Größe haben, die auch das Spielen der Segmente im Freezemode zum großen Spaß machen, daher sind es auch gleich 8 für 2 Takte, heißt auch man kann jetzt bis zu 8 Cuepunkte mit Direktzugriff mappen!
Hardwareseitig hat man aber nicht nur mit den Displays und Pads aufgerüstet, neben einem lauteren Kofhörersignal und 2 Kopfhörerausgängen, einer mit normaler Klinke und einer mit Miniklinke, gibt es nun auch, im Gegensatz zur S4, einen Boothausgang, so das man die Kiste auch ohne Mixer dazwischen direkt an die PA hängen kann. Abgerüstet wurde dafür an anderer Stelle, es gibt nur noch einen Aux Kanal, um eine externe Quelle einzuspeisen, also wer mit Timecodes mixen will sollte da lieber zur S8 greifen.
Für meine Zwecke völlig ausreichend, your milege may vary.
Die ganze Kiste fühlt sich, trotz der gleichen Maße wie die S4, um einiges wertiger an, was nicht zuletzt den Metalloberflächen geschuldet ist und natürlich dem Verzicht auf Plastik Jogwheels zugunsten größerer Pads und Displays, die auch nicht so hoch auftragen, deshalb wirkt sie dünner.
Alles in allem bin ich mit der S5 bislang sehr zufrieden, sie ist auf jeden Fall ein großer Schritt weg von der S4, auch wenn ich beileibe noch nicht alle Features ausgiebig nutze, sind so Sachen wie Stems per Knopfdruck zu Instrumentals zu machen, mittels Fluxmode und Loop Risers an den passenden Stellen zu droppen oder einzelne Drumparts oder Stellen im Freezemode zu variieren schon eine schöne Bereicherung für den Spaß am Set.

Hier nochmal die Plus und Minuspunkte komprimiert:

+Displays
+2 Kopfhöerausgänge
+lauterers Kopfhörersignal
+wertigere Oberfläche
+Stemsfähig
+Fluxus und Freezemode
+bessere, und größere Pads

-einfarbige Hüllkurve
-nicht editierbare Displayanzeige
-Umgewöhnung des Browsermodes wegen mehr Knöppe

Letzteres ist designbedingt, bei den ersten beiden Punkten hoffe ich, das ein Update das noch behebt.

Ableton Link

ableton-link

Wegen solcher Sachen bin ich nach wie vor froh ein iPad und iOS zu haben. Ableton Link ermöglicht es iOS Geräten im Takt mit Ableton auf dem Rechner zu bleiben, indem es über W-Lan synct, alle iOS Geräte quasi als Außenborder von Ableton, nice! Wer die Auswahl an wirklich guten Audio Apps für iOS kennt wird das wirklich zu schätzen wissen. Dabei braucht’s nichtmal Ableton, Link funktioniert auch unter iOS Geräten und es gibt schon eine Menge die das unterstützen. Am Ende des Links findet man eine Liste derer die es schon integriert haben. 2 meiner Favoriten, Korg Gadget und Electribe sind dabei, Samplr leider noch nicht.
Wenn dann irgendwann noch die Audiokabel so einer Überttragung zum Opfer fielen, ich hätte nichts dagegen

Neue Musiksoftware: Odesi und Auxy

Ah, Winterzeit, die Zeit in der man sich mit bestem Gewissen in die Bude verziehen kann um sich so richtig ins Frickeln zu verlieren. Genau dazu gibt es gerade wieder zwei Neuzugänge, die es einem auch noch die Ergebnisse einfacher denn je machen.
Zum einen wäre da Odesi, von den Machern von Mixed in Key, die hier ihre ganze Chord und Key Expertise in ein Programm einfließen lassen, das es auch Musiktheorie Analphabeten wie mir sehr einfach macht Chord Progressions und stimmige Melodien einzuspielen, wie man an diesem Beispiel erklärt bekommt:

Die drei Ebenen von Melodie, Bassline und Drums lassen sich dann als Midifile exportieren und in der DAW der Wahl mit den Instrumenten der Wahl spielen.

Ähnlich, aber nicht ganz so komplex mit den Akkorden tut das Auxy auf dem iPhone. Die iPad Version gibt’s schon länger, aber zum Musikdaddeln unterwegs hat man ja zumindest sein Phone immer dabei.
Die Soundauswahl ist noch recht beschränkt, aber zumindest bei Bässen und Drums schonmal recht fett, als Audionotizblock für Beats reicht es allemal. Die Touchherangehensweise ist dabei nicht ganz unbekannt, aber hier sehr praktikabel umgesetzt. Man hat 4 Spuren und kann für jede ein Drumset oder Sound einsetzen, die mitgelieferten Effekte sind nicht von schlechten Eltern und man hat im Nu kleine Ideen beisammen, die sich dann als Midifile auf den Rechner laden lassen:

oder in ausführlicher hier: