Ein Heimstudio bauen (in richtig)

heimwerkerking
Man kennt diese Youtube Videos, in denen Studios in Nullkommanix zu professionellen Designhöllen werden, wer sich selbst daran schonmal versucht hat zweifelt danach an sich oder der Glaubhaftigkeit des Videos. Heimwerkerking Fynn Kliemann’s Tutorial dagegen ist erfrischend ehrlich, er selbst schreibt dazu:
Wie baut man sich ein halbwegs vernünftiges Tonstudio in seine Bude? Es ist ja überall das gleich Problem. Es hallt wie Arsch, es fehlt immer ein Kabel und irgendwo flattern UFO-Frequenzen durch die Tonspur. Nun hatte ich die Schnauze voll und hab mir selbst zu Weihnachten ein neues Studio geschenkt. Eben mit Messmikrofon durchgemessen und Absorber + Basstraps geplant um den Kack in Griff zu bekommen. Außerdem endlich nen vernünftigen Studiotisch mit ausziehbarem Masterkeyboard (M-Audio Oxygen 88) gebaut. Dazu dann die Studio-Monitore (ADAM-A7) entkoppelt, vernünftige Abhörposition definiert, neue Soundkarte (Presonus FireStudio Project) mit n paar Eingängen mehr, nen Kopfhörerverstärker (ART Headamp 6 Pro), damit man endlich mit mehreren Leuten zusammen hören kann und noch n bisschen Kleinzeug gekauft.

Jetzt ist es nicht nur sexy, sondern die Nachhallzeit im Studio ist auf unter 200ms runter. Jetzt kann man endlich kontrollieren ob man Hall drauf will, oder nicht :)

Da hier ein bisschen technischer Quatsch erklärt werden musste und ich immer neue Instrumente gefunden habe, nimmt das Video erst nach 2 min Fahrt auf. Ich hoffe so lange haltet ihr durch. Aber wer keine Knete hat und trotzdem n bisschen Mukke machen möchte, kann hier vllt irgendwo ne nützliche Info finden.

Die restlichen Videos werde ich mir als Gartenbesitzer auch bald mal zu Gemüte führen, denn sein Kanal ist voll davon.
Wer mehr über den Heimwerkerking wissen will sollte bei wirres.net vorbeischauen, der hat mich auf ihn aufmerksam gemacht

Metal Riff Generator

metal
Was’n heute los? Ist heute internationaler Wir-machen-Musiker-obsolet-Tag? Das nimmt ja Ausmaße an! Zum Instant Bach Arpeggiator von vorhin, nun auch noch ein Metal Riff Generator. Die Hölle bricht los wenn man die in zwei Browserfenstern gleichzeitig laufen lässt

(via Nerdcore)

Instant Bach: Musical Chord Progression Arpeggiator

MCPA

Arpeggiator kennt man ja, diese Akkordarbeiter nehmen einem das mühselige Melodieren ab, jeder halbwegs taugliche Synthesizer und jede DAW, die sich in den letzten 100 Jahren so nennen durften, bringen sowas von Haus aus mit, bzw. gibt es ganze Armadas dezidierter Geräte, die sich der Tonfolgeautomation widmen.
Der Musical Chord Progression Arpeggiator von Jake Albaugh ist ein bisschen anders, mit seinen Chord Progessions und Modes. Bach wäre wohl ein selbiger aus seiner Hose gelaufen, hätte er das noch erleben dürfen.
Wenn das Ding jetzt noch Midi könnte

(via _phis)

Pioneer CDJ-Tour1 und DJM-Tour1

tour1-set-front.png
Pioneer scheint jetzt ernst zu machen mit dem Konzept der großen Displays, was für mich ja bislang das größte Manko am CDJ Konzept darstellte. Das Tour Konzept beinhaltet nun diese, neben anderen kleinen und größeren Änderungen, Die Dinger wirken recht monströs, was der wertigeren Herstellung mit seitlichen Bumpern geschuldet sein mag, für Tourstress halt, während sich die Bedienoberfläche aber weiterhin dem bewährten Konzept der 2000er CDJs und DJMs gleicht, lediglich beim DJM-Tour gibt’s noch eine erweiterte Send/Return Sektion und eine weitere Kopfhörerbuchse. Das Lan Kabel macht Platz für eine etwas robustere Variante, die nicht so leicht aus der Buchse rutscht.
Die riesigen klappbaren Touchscreens können anscheinend 4 Decks anzeigen, senkrecht oder waagrecht! Dazu ist Rekordbox eingebaut und läßt sich per Touch bedienen. Für mich spräche dann, bis auf den vermutete hohen Preis (über den sich, wie über die Verfügbarkeit, noch nichts verlautbart wurde) nichts mehr gegen ein solches System. Die Annäherung von CDJ und Laptopsystemen wäre damit fast vollzogen. Mal sehen mit was die andere Seite dann wieder aufwartet.

Mehr zu den Spezifikationen:

CDJ TOUR1
DJM TOUR1

Großes Lob an die Modstep Tutorials

modsteptuts

Das ich recht begeistert von Modstep als Sequencer auf dem iPad bin konnte man ja durch Beiträge und Verlosung schon ersehen. Das sich das nicht jedem erschließt ist mir dabei schon klar, umso besser das die da ein ums andere Tutorial raushauen, was das Programm kann und wie das geht und das in einer Weise, die ich anderen Firmen sehr ans Herz legen würde, da müssen ja immer erst die User kommen und das selber machen, dabei ist das beste Werbung für die App. Die Grandesse der Tutorials liegt nicht zuletzt auch an Jakob Haq’s Präsentation.

Hier die Playlist mit allen bisherigen Folgen:

Moog Model 15, modularer Synth für iOS

model 15
moogmodel15

Neben all dem Buhei um das Model 1, also Richie Hawtin’s neuen Teuermixer, ist das Model 15 einer anderen bekannten Größe, nämlich Moog, leider etwas zu kurz gekommen. Ich weiß, modular oder gar Strippen ziehen und das auf dem iPad oder gar iPhone (wo es zugegebenermaßen etwas fricklig wirkt) klingt jetzt erstmal nicht so wie eine gute Idee. Haben sie m.E. aber ganz gut hingekriegt, wie man in folgendem Preview sehen kann:

Es handelt sich dabei um eine virtuelle Wiedergeburt des originalen Moog 15 von 1973. Wenn man bedenkt das das Original 10.000 Dollar kostete, sind die 29,90€ die man dafür hinblättern muß fast geschenkt und man nimmt die Beeinträchtigung der Haptik doch gerne in Kauf, zumal man dann auf mehreren Geräten ja gleich mehrere Instanzen hat

Wer schon immer mal einen Roland JX-8P haben wollte


Ist schon etwas älter, aber ich kam erst jetzt dazu den mal ausgiebiger zu testen. Jedenfalls gibt’s hier die jeweils neueste Version der recht gelungenen Emulation für Mac und Windows für umsonst, liest sogar die Sysex Daten vom Original ein, falls daran Bedarf besteht.
Den zugehörigen Thread auf KVR mit Baumeister Martin Lüders findet man hier

Tag der iOS Grooveboxen: Novation Blocs Wave & Liine Skram

SkramBlocs

Die Zukunft der Grooveboxen liegt wohl im Tablet, das hatte sich schon mit dem Weiterleben der Korg Electribe auf dem iPad angedeutet und mit Gadget der gleichen Firma fortgesetzt.
Jetzt kommen gleich zwei neue Vertreter der Gattung gleichzeitig auf den Markt. Blocs Wave erinnert mich sehr an Samplr, nur simplr (pun intended). Man kann die Hüllkurven anfassen und schieben, hat 8 Slots für Tracks, dazu gibt es mitgelieferte und erwerbbare Packs, man kann aber auch Sounds aus anderen Apps importieren, eine Möglichkeit Sounds via Dropbox oder ähnlichem zu importierten habe ich, trotz einiger Tutorials noch nicht gefunden. Dafür ist Audio In und Out unterstützt, so das man rein und raussampeln kann, wie sich das für einen Sampler halt gehört.

Skram hingegen, von den Machern des Lemur, wendet sich eher an die User von Synths und Drumboxen und wirkt auf den ersten Blick eher wie ein kleines Reason. Es basiert auf einem System aus Devices für Klang und Widgets, mit denen man sequenced. Geliefert wird momentan eine Sammlung aus 4 Devices die sich an klassischer 303 909 und Synths orientieren und 3 Widgets, einem Arpeggiator, Drumsequencer und Pitch Sequencer, da soll aber demnächst noch mehr kommen.

Natürlich gibt’s auch Teaser für die Sachen:

Blocs:

Skram:

Ganz guter Vergleich von DJ Music Stores


Wahrscheinlich sind wir DJs bald die letzten die überhaupt noch Musik kaufen, während der Rest streamed.
DJ Techtools hat jetzt mal wieder einen längst überfälligen Vergleich zwischen den größeren Stores gemacht, der sich nicht nur auf die Preise, sondern auch auf Erhältlichkeit erstreckt. Die Ergebnisse sind nicht sonderlich überraschend, können dem ein oder anderen jedoch vielleicht bei der Orientierung behilflich sein