Review: Der erste Monat mit der Nike+ Apple Watch

AppleWatch

Der 24. Dezember ist sehr oft ein Tag für mich, an dem sich ein paar Parameter ändern. Vor 5 Jahren war es die erste E-Zigarette, diesmal war es die Apple Watch und das kam so:
Seit dem Sommer lief ich mit einer Garmin Vivoactive HR rum, meine erste Smartwatch, wenn man sie so nennen will, aber eigentlich mehr eine Sportuhr mit etwas Smartgedöhns dran, Push Nachrichten vom iPhone lassen sich darauf z.B. anzeigen und alles was man so sportlich tut wird in der dazugehörigen App gespeichert als auch zuverlässig an Apple Health weitergegeben. Zudem lassen sich Services wie MyFitnessPal und ähnliche mit der dazugehörigen App verbinden, so das man zusätzlich einen ganz guten Überblick über seine Kalorien Ins und Outs hat. Reicht auch eigentlich vollkommen aus und der Akku muß trotz all dieser Aktivitäten bei moderatem Gebrauch von GPS nur ca. einmal pro Woche aufgeladen werden. Was auch einer meiner Vorbehalte gegen die Apple Watch von Anfang an war, täglich aufladen? Bäh! Zudem nicht wasserdicht, also was soll ich damit im Sommer? Meine Garmin konnte also so einiges mehr was für mich wichtig war. Dann kam die Apple Watch Series 2 und konnte plötzlich all das auch und natürlich einiges mehr, was sie vorher schon konnte, mir aber nicht so wichtig war. Den Rest besorgte dann die Nike+ Version der Apple Watch mit ihrem Design. Also seit Oktober schielte ich schon immer mal mit einem Auge darauf, wollte mir aber meinem Grundsatz treu bleiben, die ersten Iteration eines Apple Produkts abzuwarten und gucken wohin sich das entwickelt. Hat mit dem iPhone auch nur so mittelgut geklappt, da war ich auch schon bei Version 2 dabei.
Ausschlag gebend war dann, als die Garmin am 24.12 sich partout nicht mehr mit dem iPhone verbinden lassen wollte, das war mir Grund genug, ausgerechnet an diesem Tag trotzig an den Kudamm zum Apple Store zu fahren und die 450 € dafür auf den Tisch zu legen. Das auf dem Weg dorthin dann die Vivoactive plötzlich wieder mit dem iPhone redete, geschenkt, jetzt war ich auf einer Mission. Knapp vor Schliessung und als einer der letzten Kunden im Laden hatte ich dann also das Designerstück der Begierde in den Händen. Weihnachten war, zumindest für mich, gerettet.
Was nun folgte war eine Menge customizing.
Der erste große Unterschied zu meinen Vorgängern ist die Multitasking Fähigkeit, es können mehrere Apps gleichzeitig laufen, und im Betrieb geswitcht werden, das hat mich nämlich immer genervt, das man sich für eine Anwendung entscheiden muß und diese dann im Vordergrund ist. Die Apple Watch bietet zuallerst mal natürlich eine viel größere Auswahl an Apps für alle möglichen Anwendungsszenarien an und bietet Zugriff auf diese durch das Dock und die Komplikationen auf dem Watch Face ,vulgo Ziffernblatt, was hier allerdings begrifflich nicht wirklich paßt.
watchfaceKomplikationen sind am ehesten mit Widgets vergleichbar, die man in das Uhrgesicht einsetzen kann, die aktuelle Daten anzeigen und bei Berührung die entsprechende App öffnet, sozusagen ein Shortcut zur App. Vorzugsweise natürlich Sachen die man gerne ständig im Auge hat. Bei meinem mitgelieferten Favoriten sind das 3 Felder die sich so bestücken lassen, es gibt aber auch Watch Faces die man mit bis zu 5 solcher Komplikationen vollpacken kann und einem somit fast das Dock ersparen. Das gibt es nämlich, ähnlich wie bei OSX und iOS, auch für jene Apps, die man am häufigsten nutzt. Konfigurieren lässt sich das alles über die Watch App auf dem iPhone.
Wie bei Apple Produkten üblich, ist zwar schon so ziemlich alles an Bord was man so braucht und die Apps auf dem iPhone schmissen begierig auch noch ihre Komplikationen und Apps auf die Uhr, aber da tut sich trotzdem nochmal ein großes Feld der Personalisierung auf. Das empfinde, zumindest ich, als großen Vorteil gegenüber der Tracker und Smartwatches, die ich vorher besessen hatte, dort mußte man quasi mit dem Vorlieb nehmen, was der Hersteller sich so an Zusatznutzen vorgestellt hatte, bzw. müssen Entwickler mit dem engen Rahmen Vorlieb nehmen was dort herstellersetig vorgesehen ist und das lässt zumeist nicht viel Spielraum.Activity
Bedeutet aber auch erstmal eine ziemliche Umgewöhnung und die fängt schon mit dem Activity Tracker an. Bislang war ich Balken gewöhnt, die die Erreichung von Tageszielen und Fortschritten aufzeigten, nun also 3 Kreise, die Stehstunden (Blau), Trainingsminuten (Grün) und Kalorienverbrauch (Rot) anzeigen. Die täglichen 10.000 Schritte, sonst bei jedem Fitness Tracker obligatorisch, helfen hier zwar zum Ziel hin, sind aber nicht so prominent, bzw. sind kein Ziel an sich, was sich für mich auch logischer anfühlt. Schließlich war das oft frustrierend, wenn man anderthalb Stunden trainiert hatte, aber die Erreichung des Tageserfolgs scheitert, weil man dadurch nur 7000 Schritte gemacht hatte. Überhaupt diese Fokussierung auf Gehen und Laufen im Sport, als wenn es nichts anderes gäbe was gesund hält. Kurzum, ich hatte mich sehr schnell an das Activity Konzept gewöhnt und muß sagen es motiviert mich mehr als lediglich 10.000 Schritte runter zu reissen, die als Hundebesitzer und Vater eh keine große Herausforderung darstellen. Aber eben customizing, natürlich lassen sich auch Schritte als Ziel installieren, ich nutze dafür StepsApp und das sieht schöner aus als je zuvor:
Steps

Was ich vermisste war ein Schlaftracker, da habe ich mich seit dem Mi-Band sehr dran gewöhnt und finde es nach wie vor erstaunlich wie viel mehr man sich um seinen Schlaf kümmert, wenn man ihn so vor Augen hat, schließlich ist das ein nicht zu verachtender Faktor wenn es um Sport geht, zu wenig Schlaf macht nicht nur müde, sondern auch die Bemühungen in Sachen Fortschritte beschwerlich bis kaputt. Auch hier war schnell Abhilfe geschaffen, die Auswahl an Schlaftrackern ist mittlerweile fast unüberschaubar, ich habe mich zuerst für Pillow entschieden, hat aber den Nachteil das man die App vor dem Schlafengehen starten muß, auf das sie trackt. Dann kam Autosleep heraus und tut das, wie der Name schon andeutet, von selbst und zwar indem sie die Sensoren der Apple Watch nutzt. Das tut sie so ausgezeichnet, das sie die erste App ist, die auch meine Powernaps oder unregelmäßigen Schlafzeiten an Wochenenden zuverlässig mitschneidet, an denen ich manchmal erst ins Bett komme, wo ich mich sonst aus ihm raus schäle. Besonderheit eins ist hier, das es dazu keine App auf der Watch braucht, lediglich die Daten kommen von dieser, die Auswertung und Anzeige erfolgt auf dem iPhone. Besonderheit zwei wäre, auch hier wieder die Kreisanordnung. Hat mich zuerst auch irritiert, war ich doch hier ebenfalls Balken gewohnt, erschließt sich aber schnell als logisch.
Autosleep

Was ich zudem sehr begrüße ist, das beim Schlaf keine oberlehrerhaften „Sie schlafen sehr unregelmäßig“, „Du hast wieder keine 8 Stunden geschlafen!“ oder „Regelmäßige Schlafzeiten sind schwierig, aber gesund!“ Hinweise mehr kommen, die haben mich bei allen bisherigen Trackern genervt. Wie kommen Schichtarbeiter mit sowas klar? Und wenn ich 8 Stunden schlafe bin ich unausgeglichen, ich kenne mich da glaube ich besser als so’ne App.
Am besten funktioniert Autosleep übrigens im Verbund mit Heart Watch, das, man sollte sich als Apple Watch User daran gewöhnen, ebenfalls im Kreisformat daher kommt und Herzdaten Auswertungen auswirft, das einem, naja, das Herz aufgeht. Lustige Beobachtung dabei am Rande: mit diesen Herzdaten kann man schon im Vorfeld sehen wenn eine Erkältung oder Grippe im Anmarsch ist, die sich erhöhende durchschnittliche Pulszahl ist ein guter Indikator dafür und auch das Abklingen kann man schön beobachten:
heartwatch
Ich wünsche mir für eine der nächsten Versionen schonmal einen Körpertemperatur Sensor dazu.
Gemein ist diesen Apps, das sie alle auf die selben Daten, gespeichert in der Health App auf dem iPhone, zugreifen. Nicht wie früher, als jeder Schrittzähler seinem eigenen Algorhythmus folgte und folglich völlig unterschiedliche Summen zusammen kamen. Somit hat man in jeder App eine andere Visualisierung und Aufarbeitung der Daten, seien es Schritte, Strecke, verbrauchte oder aufgenommene Kalorien, Puls etc. aber die gleichen Summen und Zahlen, was die Vergleiche viel angenehmer macht.
Und das war jetzt nur der Sport- und Gesundheitsteil. Man lernt mit der Zeit aber auch die anderen Vorzüge zu schätzen, seien es Einkaufs oder Todo Listen, die sich auf der Watch abhaken lassen oder ein schneller Blick auf den Kalender was als nächstes anliegt. Man zieht sein Phone auf jeden Fall seltener aus der Tasche, allein schon weil man mit einem Blick auf’s Handgelenk sieht, ob die gerade eingegangene Message es überhaupt wert ist, dies zu tun. Das sind natürlich Petitessen, derentwegen man solch eine Uhr nicht unbedingt braucht, geschweige denn den Preis dafür rechtfertigen würde. Aber in ihrer Gesamtheit mehr als die Summe ihrer Teile bedeuten und insbesondere natürlich Freunde des Quantified Self’s bzw. Selftrackings begeistern. Dinge die ich nicht nutze aber ebenfalls sehr bequem von der Uhr aus gehen und Sinn machen wären z.B. sich an Wasseraufnahme erinnern lassen und tracken, Timetracking für Freelancer, Pomodoro Timer etc.
Für die eigene Appauswahl, bzw für Entwickler tun sich da natürlich ganz neue Herausforderungen auf, Apps ohne Watch Companion spielen plötzlich in einer ganz anderen Liga und im Zweifelsfalle greift man dann eben doch zu der, die zumindest eine Watch App oder eben gleich eine Komplikation mitliefert.
Welch ein Fortschritt gegenüber meiner ersten Ironman Uhr aus den frühen Nullerjahren mit Brustgurt zur Herzmessung und einer GPS Warze am Arm, die allein schon größer und dicker als ein iPhone, deren Daten man noch via Infrarot auf den Rechner schaufeln mußte und dort auf das zugehörige Programm angewiesen war. Heute braucht man nichts als diese kleine Uhr und hat nicht nur die, sondern alle Daten überall und sofort parat.

Insgesamt fällt mein Resümee über den ersten Monat mit der Apple Watch daher positiver aus als ich selbst erwartet hatte. Ursprünglich mehr so als Sportuhr und Tracker erworben macht die nahtlose Integration mit iOS mehr Sinn als gedacht. Vom Design her bislang sowieso das beste was ich jemals am Arm hatte, aber das dürfte Geschmacksache sein. Mit der Akkulaufzeit komme ich persönlich gut klar, ca. anderthalb bis 2 Tage, je nachdem wie lange das GPS an ist. Wäre ich Marathonläufer wüßte ich zwar nicht ob das reichen würde, aber das wird in dem Leben eh nicht mehr passieren. Für meine sportiven Zwecke jedoch völlig ausreichend. Lediglich das man die Workouts selbst benennen kann würde ich mir da noch wünschen, bislang muß man da auf die ca. 60 Vorgaben zurückgreifen.

Weitere Apps, die es bei mir ins Dock geschafft haben:

Just Press Record: Audio Aufnahmen direkt von der Watch aus mit Transkription in Textfiles

Streaks: Motivationshilfe und Gewohnheitstrainer, der auf die Health App zugreift, bzw. bei Erledigung der Aufgabe den Streak direkt von der Wtc abticken.

Bring: Einkaufslisten direkt auf der Uhr abarbeiten

Review: Ein Monat mit dem Garmin Vivoactive HR Tracker

Vivosmart HR

Meine Trackergeschichte ist mittlerweile schon etwas länger, es fing mit dem Xiaomi Mi-Band für 24€ an, das sich wacker bis vor ein paar Monaten hielt, als ich dann auf das Withings Go umstieg. Das gefiel mir auch ursprünglich ganz gut, bis auf die doch sehr überstrenge Schrittzählung, die täglich mindestens 1/3 unter dem lag, was andere Tracker so trackten. Zudem kommt einem auf die Dauer das e-Ink Display doch etwas verschenkt vor, mit seiner lediglichen Anzeige von getanen Schritten als Striche und der fehlenden Möglichkeit die Uhr als Hauptanzeige zu nutzen. Die automatische Erkennung von Schwimmen ist zwar nett, aber was nützt’s wenn lediglich die Dauer gemessen wird, aber nicht die Strecke? Gut, ich will nicht meckern, für 69 € ist das schon ordentlich, reichte mir aber langfristig dann doch nicht, auch weil mir bei allen Trackern bislang eine kontinuierliche Herzfrequenzmessung fehlte und die will man schon irgendwann um zu wissen ob man noch im aeroben Bereich trainiert.
Und dann betritt dieser Garmin Vivoactive HR die Bühne. Ein kleiner Tausendsassa, der für immerhin 269 € und dank des eingebauten GPS Empfängers natürlich einiges mehr tracken kann als seine Vorgänger. Von Standards wie Schritten, Schlaf und Laufen über nicht so alltägliches wie Schwimmen, Rudern (auch Indoor!) oder Stand Up Paddling und Radfahren, bis zu Krafttraining und Indoor Läufen reichen die mitgelieferten Möglichkeiten, dazu noch Spezialitäten wie Golf, Skifahren und dabei auch noch sehr wandelbar ist. Wem das nicht reicht oder mitgelieferte Uhrendisplay nicht mag kann sich im Shop (wo keine App was kostet) z.B. sowas installieren:
VivoPunish

Ich bleibe in den meisten Fällen jedoch beim mitgelieferten Aussehen, da sich dieser rote Streifen an der linken Seite mit der Zeit weiß färbt, was bedeutet, das man zu lange bewegungslos rumgesessen hat, für mich dann immer eine Aufforderung ein paar Schritte zu machen und dabei eine Übung in meinem Wintergarten zu absolvieren. Ansonsten gibt es noch Apps für Triathlon, Crossfit, Gym und was das Sportlerherz halt sonst so begehrt.
Wermutstropfen: Outdoor Schwimmen wird nicht wirklich unterstützt, das mit GPS unter Wasser scheint wohl noch eine Wissenschaft für sich zu sein, die nur spezielle Tracker für noch deutlich mehr Geld beherrschen. Allerdings funktioniert die Einstellung für Schwimmbad, also ohne GPS, auch draußen bei mir recht zuverlässig. Ich habe da eine Strecke von 250 Metern ziemlich genau abgemessen und in 9 von 10 Fällen zeigt mir die Uhr hin und zurück genau 500 Meter. Ansonsten gäbe es wohl noch die Möglichkeit die Uhr beim Schwimmen am Kopf zu tragen und die Aktivität als Lauf zu starten und später in der App umzutragen, aber da wird’s dann auch ein bisschen überambitioniert.
Überhaupt GPS im Tracker, ist natürlich toll, weil man theoretisch das iPhone zuhause lassen könnte. Ich sagte theoretisch, weil praktisch will ich immer noch nicht auf meine iSmooth Run App verzichten, mit der ich bislang jeden Lauf aufgezeichnet habe. Die Aufzeichnungsdaten dieser App sind auch bis heute unerreicht.
Die Aufzeichnung des Vivosmart muß man, im Gegensatz zu anderen Trackern, immer manuell auslösen, was bei GPS und seinem Akkuverbrauch natürlich Sinn macht. Zwar hat er eine sogenannte Aktivitätserkennung namens MoveIQ, die beängstigend gut funktioniert, allerdings tauchen diese Daten nicht im Aktivitätsfeed und der Datenanalyse auf, lassen sich aber später bei Bedarf manuell in der App nachtragen.
Smartwatch Funktionen sind zwar vorhanden, aber da sollte man nicht zu viel erwarten, beim Kopplung mit dem iPhone sind es lediglich die Pushnachrichten aus den Apps die vibrierend angezeigt werden. Mir nur recht, denn lesen auf dem für diese Fälle doch zu kleinen Display, braucht es für mich nicht und so beschränkt sich das darauf mit einem Blick auf den Tracker zu entscheiden, ob es nun die Sache wert ist das Phone aus der Tasche zu holen. In Bluetooth Verbindung mit dem Smartphone seiner Wahl hat man dann auch noch das Wetter und die Termine am Handgelenk bereit. Ein klarer Fall von nimmt man gerne mit, ist jetzt aber nicht wirklich essentiell für eine Kaufentscheidung. Will man sowas funktionell ist man sicher mit einer richtigen Smartwatch besser bedient, hier geht’s ja um Sport. Mir war da viel wichtiger das die Vivactive, im Gegensatz zur Apple Watch, garantiert wasserdicht ist.
Die Akkulaufzeit ist dabei erfreulich hoch, ich komme so auf ca. 7 Tage ohne aufladen, your mileage may vary, kommt natürlich immer darauf an, wie oft das GPS eingeschaltet ist.

GarminConnect

Wie ich schon beim Withings Go erwähnte, steht und fällt so ein Tracker natürlich mit seiner angebundenen App und da hat mir die von Withings eigentlich sehr gut gefallen, sehr aufgeräumt und trotzdem alle Infos auf einen Blick parat, die App zu verlassen war eigentlich trauriger als den Tracker liegen zu lassen. Garmin Connect ist da etwas nüchterner, zeigt aber auch mehr an, so das es erstmal ein bisschen braucht, bis man weiß, wo man alles findet. Auch hier besteht die Möglichkeit sein Myfitnesspal Konto zu verbinden, allerdings habe ich die Kalorienzählungsmethode von Garmin bis heute noch nicht wirklich kapiert, ginge es nach denen, müßte ich fressen als gäbe es nichts anderes mehr. Ansonsten sind die Kerndaten schon recht übersichtlich angeordnet, für tiefere Inspektion muß man eben auf „Mehr“ gehen, da verbergen sich die Statistiken und Durchschnitte für 7 Tage, 4 Wochen und 12 Monate. Meldet man sich bei Garmin Connect an kann man die Daten auch im Browser sehen und sich frei konfigurierbare Seiten zusammenstellen. Auch die sind m.E. optisch nicht ganz so gelungen wie bei Withings, bieten dafür ebenfalls tiefere Einsicht in die Daten und natürlich kann man alles auch in Apple Health importieren lassen.

Obligatorisch heute, der Social Faktor, man kann sich mit anderen verbinden und so um die Wette Schritte machen, Läufe und Schwimmen vergleichen, dazu gibt es auch noch eine gut funktionierende Verbindung mit der Strava API. Wer sich mit mir messen will, nur zu! Die Verbindung gibt es auf Nachfrage, oder sollte ich wem folgen? Sagt’s mir in den Kommentaren.

Etel Tuning is back!

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Etel Tuning, der Spezialist für Dinge des täglichen Gebrauchs, von denen man gar nicht wußte das man sie braucht, ist wieder online!
Endlich wieder

Laptop Selbstladekabel:

iPhone Startkabel:

Müllsäcke für Spannungsabfall:

Abgas auf Lüftung Adapter:

Da findet sich in den diversen Kategorien für jeden eine Lösung für Probleme, von denen man nicht mal wußte, das man die hat

Review: Eine Woche mit dem Withings Go Tracker

withings Go
Die Gründe warum ich mir nach dem Mi-Band ausgerechnet diesen Tracker ausgesucht habe, habe ich ja schon bereits hier beschrieben. Nochmal in kurz: Die Uhr ist mit drin, bleibt also ein Handgelenk frei, trackt auch Schwimmen und die zugehörige App Health Mate ist um einiges detaillierter als die, im Vergleich doch etwas rudimentäre, Mi Fit App. Aber hält der Tracker auch was versprochen wurde?
Die Installation mit der App ging wirklich idiotensicher vonstatten, App öffnen, Go anmelden, bing, das Teil funktioniert. Nun trackt es Schritte, Läufe, Schlaf und Schwimmen, anstandslos.

(oben Go, unten links Mi-Band, unten rechts iPhone)

(oben Go, unten links Mi-Band, unten rechts iPhone)

Allerdings, hier schon die erste Überraschung, während es mit dem im iPhone eingebauten Pedometer, als auch mit dem Mi-Band, als Vater und Hundebesitzer täglich ein Leichtes war die 10.000 Schritte voll zu machen, ist der Go da schon etwas strenger, will heißen er misst offenbar nur richtige, echte Schritte und das macht sich in den Zahlen bemerkbar, hier mal ein Bild, wie sich die gemessenen Schrittzahlen unterscheiden, dabei waren Mi-Band und Go über den ganzen Tag am gleichen Handgelenk und das iPhone natürlich in der Hosentasche. Zweite Überraschung: Schwimmen hat kein eigenes Widget auf der Dashboardseite der App, sondern wird nur per Dauer und Kalorienverbrauch auf der Aktivitätsseite oder Tagebuch vermerkt. Schade auch, daß das E-Ink Display lediglich dauerhaft die Schritte anzeigt und nicht den Modus wechselt wenn man z.B. schwimmt. Ebenso kann man ihn nicht so einstellen, das dauerhaft die Uhr eingestellt bleibt, angeblich weil das die Batterie so belastet, die ja nun schließlich 8 Monate halten soll. Einmal drücken auf das Display wechselt in den Uhrmodus, der nach ca. 15 Sekunden zurück auf das Männchen mit den Schritten umschaltet. Hat man die 10.000 Schritte voll wechselt es von Männchen auf Stern und die Striche umrunden erneut das Display. Da hätte man schon mehr aus dem Display machen können.
withings1So ein Tracker steht und fällt aber auch mit seiner zugehörigen App und da fängt der Spaß dann auch an, denn die hat es in sich. Schnell sind die Runkeeper und Myfitnesspal Accounts damit verbunden und dann kann das Spiel um Aktivitäten und Kalorienverbrauch losgehen. Dazu muß man dann lediglich sein Ziel eingeben und die App berechnet wieviele Kalorien man mit Training oder Aktivität auf sein Konto lädt um dieses zu erreichen. Will man z.B. seine 2000 Kalorien pro Tag, gibt’s erstmal 1600, die erst mit den Schritten auf die 2000 anwachsen, Training führt dann dazu das man auch über die 2000er Grenze kommen kann, ohne schlechtes Gewissen zu haben, oder halt ein Plus macht, wenn man bei den 2000 bleibt. Mag für viele albern klingen, aber ich mag solche Gamifizierungen täglicher Bereiche. withings3Dazu dienen dann auch diese wohl unvermeidlichen Badges, die man sich erwirbt wenn man insgesamt 42 oder 100 km schafft hat, oder an einem Tag 10.000 Schritte, 12.000 oder 15.000 usw. Wer’s braucht. Dann schon lieber wie gut man sich in den Bereichen, Gewicht, Aktivität, Schlaf und Herz anstellt. withings2Das zeigt einem dann dieser Schmetterling am oberen linken Rand, der sich entsprechend der eigenen Vorgaben mit Farbe füllt. Wobei ich es etwas schade finde, das man beim Schlaf keine eigenen Werte eingeben kann, wie das bei den Schritten auch möglich ist, denn die default eingestellten und nicht änderbaren 8 Stunden sind für mich definitiv zuviel, da wache ich aus freien Stücken schon vorher auf.
Die Pulsmessung fällt etwas rudimentär aus, ist aber für mich auch nicht so wichtig. Ähnlich wie beim Mi-Band in der neuen Version taugt das nur manuell zur Ruhepulsmessung und passiert hier über die App, indem man den Zeigefinger auf die Kamera legt, wobei dieser dann von der Blitz LED durchleuchtet wird und der Blutstrom als Indikator dient. Für medizinische Belange reicht das sicher nicht, aber natürlich gibt es, wie für das Gewicht, zusätzliche Withings Geräte, die das übernehmen würden. Schön die Option zu haben, aber ich glaube für mich dann eher nicht. Obwohl, diese Bluetooth Waage hat schon was. Und natürlich gibt es eine Apple Health Integration, so das der Trackerwechsel nicht zugleich auch Datenverlust bedeutet.
Nochmal zurück zum eigentlichen, dem Go Tracker, der kommt mit Armband und Clip, lässt sich aber auch einfach ohne irgendwas in der Hosentasche tragen, falls einem die in 5 Farben erhältlichen Tragemöglichkeiten nicht zusagen. Um den Schlaf zu tracken muß dieser aber am Arm getragen werden, dasselbe gilt natürlich für’s Schwimmen. Beides macht er sehr gut, während das Mi-Band über einige Firmware Updates beim Schlaf m.E. nachgelassen hat bzw. überempfindlich wurde. Und Schwimmaufzeichnung geht dort halt gar nicht, was für mich ja der Hauptausschlagsgrund zum Umstieg, gerade im Sommer, war.
Insgesamt bin ich mit der Anschaffung zufrieden und hoffe das an der ein oder anderen Stelle noch etwas geschraubt wird. Das Display könnte mehr Funktionen haben, dafür gebe ich auch gern 1/3 der Batterielaufzeit von 8 Monaten her. Die Strenge bei den Schritten empfinde ich als Herausforderung, andere könnte das demotivieren. Die App könnte noch einige Features wie Monatsübersicht oder frei wählbare Schlafdauer erhalten, ist aber ansonsten schon sehr ausgestattet mit Dingen wie Push Up Erinnerungen, Ranglisten für Battles mit Freunden, die ich nicht brauche. Dafür ist die Integration von Myfitnesspal und Runkeeper ein Gameify Segen, der es ermöglicht alles in einer App zu sehen.
Sicherlich ist der Withings Go noch nicht des Trackerweisheit letzter Schluß, aber wenn man sich ansieht was man da heute für 69,95 € bekommt, so ist das schon erstaunlich, wenn man das mit vor ein paar Jahren vergleicht oder gar mit den ersten Garmin Watches, die für teures Geld noch ein GPS Modul am Arm benötigten um weniger zu tracken.

Die Akkutasse zum morgendlichen Charging


Muß ich haben! Bin zwar kein Kaffeetrinker, aber ohne ne Tasse siedend heißen Tee geht auch bei mir der Tag nicht los, was hiermit bestens illustriert wird. Der Akkustand ändert sich mit Befüllung des heißen Gesöffs.
Gibt’s bei Amazon aus Hongkong (dauert also, meh!)

(Via Peter Ochsenkühn)

Drohnen die Hängebrücken bauen


Sieht aus wie Zukunft, funktioniert aber jetzt schon. Quadrocopter, die computergesteuert ganze Brücken aus Seil stricken, auf denen ein Mensch dann später laufen kann. Steckt natürlich noch in den Kinderschuhen, aber das mal 20 Jahre nach vorne gedacht ist schon ziemlich mindblowing. Vor 20 Jahren konnte mein Handy gerade mal SMS.

(Via Inverse)

Tinnitracks, App gegen Tinnitus und Wearables auf Krankenkassenkosten


Über Tinnitus hatten wir es ja hier schon öfter, bzw wurde in den Kommentaren klar, das nicht jeder damit so klar kommt wie ich, der sich damit seit langem arrangiert hat. Nun hat sich seitdem wohl einiges geändert und via Apps scheint zumindest sowas wie eine Linderung, wenn nicht gar Heilung gegeben zu sein. Sag noch einer was gegen Digitalisierung von Musik! Tinnitracks ist so eine App, die mir vor kurzem schon mal aufgefallen ist, die ich aber aufgrund des Abopreises wieder aus den Augen verloren hatte, schließlich bin ich mit meinem Tinnitus kommod. Jetzt lese ich das es die App gegen Rezept gibt, zumindest bei der TK, bei der ich zufällig bin und bin nun schwer am überlegen ob ich das nicht doch mal testen will, alleine um zu sehen ob das so funktioniert, passiert also quasi mit dem täglichen Hörgenuss, anstatt, wie früher, das speziell präparierte Musiuk über einen gewissden Zeitraum gehört werden muß:
Tinnitracks ist eine Filtersoftware, mit der Tinnitus-Patienten ihre Lieblingsmusik so aufbereiten können, dass sie zur sogenannten neuroakustischen Tinnitus-Therapie eingesetzt werden kann. Dabei stellt der Arzt oder Akustiker zunächst fest, auf welcher Frequenz der Tinnitus eines Patienten liegt. Diese Frequenz filtert Tinnitracks aus der Musik des Patienten heraus. Hört der Patient die so aufbereitete Version seiner Lieblingsmusik, soll dabei gezielt der auditorische Kortex im Gehirn stimuliert werden. Dadurch soll die dem Symptom zugrunde liegende Überaktivität des Gehirns gelindert und die Lautstärke des Tinnitus somit verringert werden.
Vielleicht eine Hoffnung für jene die an ihrem Tinnitus schier verzweifeln, davon scheint es ja nicht wenige zu geben.
Was in dem obig angegebenen Artikel aber ebenso erstaunlich ist, ist der Hinweis darauf, das Wearables und Fitnesstracker, also so Geräte wie mein Mi Band oder gar die Apple Watch, von der Krankenkasse bezuschußt werden, ohne das man dafür die Daten daraus an diese herausgeben muß, finde ich gut, wenn nicht gar super!

Review: Philips BT6000 Bluetooth Speaker

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Ich war schon länger „in the market“, wie man so schön sagt, um endlich mal die Musik vom iPod (eigentlich ein aufgebrauchtes iPhone 4, das diesen Zweck übernimmt) überall und zwar komplett kabellos geniessen zu können. Gerade im Sommer gibt es ja mannigfache Möglichkeiten die draußen zu genießen. Meine bisherigen Suchen waren allerdings nicht von Erfolg gekrönt, entweder klanglich zu schwach auf der Brust oder zu teuer oder designtechnisch völlig daneben, gern auch in Kombination und dachte mir daher, laß das Thema noch ein bisschen ruhen, wird schon noch. Als das Thema dann quasi völlig in Vergessenheit geraten war stieß ich mehr aus Zufall als aus Absicht auf diese Philips BT6000 Speaker, deren Design mich sofort ansprach und preislich mit 99 € ebenfalls in einer Kategorie spielen wo man sich sagt, joah, wenn der Rest stimmt. Bluetooth Speaker, die man für draußen nutzen will, drinnen testen ist ja immer so eine Sache und sowieso immer subjektiv. Im direkten Vergleich kamen mir die JBL Charge 2 und die Bose Soundlink vielleicht etwas kräftiger im Bass vor, wenn man bei der Baugröße überhaupt von Bass sprechen mag, in Sachen Klarheit lag für mich jedoch der Philips vorne und vom Design her sowieso. Nicht nur das diese 360° Brüllpille komplett aus Alu gefertigt ist, auch das das Format so gewählt wurde das in jeden Getränkehalter paßt, hat draußen durchaus seine Vorteile.FullSizeRender

Clever finde ich diese Schlaufe oben, die gleichzeitig den großen silbernen Lautstärkeregler schützt und es ermöglicht den Speaker auch aufzuhängen, ob der vertikal oder horizontal betrieben wird bleibt sich ja gleich. Dazu ist der BT 6000 noch spritzwassergeschützt, kann man also auch mal bei kleinerem Regen noch draußen nutzen oder mal vergessen, daß hebt ihn für mich positiv vom Charge 2 ab, diese offen daliegenden Membranen schrecken mich zumindest als Vater eines kleinen Sohnes gehörig ab. Die Bauform ist sicherlich insbesondere an Beats Pill angelegt, kostet aber gerade mal die Hälfte. Letzteren konnte ich leider nicht mit in den Hörvergleich nehmen, da nicht vorrätig gewesen.
Die Bluetooth Verbindung klappt tadellos bis auf über 10 Meter, NFR konnte ich mangels Gerät dafür nicht testen. Der eingebaute Akku reicht laut Angaben für 8 Stunden, da bin ich nun aber schon bisschen drüber. Natürlich kann man seine Geräte auch über Miniklinke damit verbinden, spart im Gegensatz zu Bluetooth auch ordentlich Strom und ein Netzteil um diesen dort wieder rein zu bringen liegt ebenfalls bei.
Andere Geräte bieten zugleich eine Aufladefunktion für über USB angeschlossene Geräte, das ist hier nicht gegeben, auch auf eine Kopplungsfunktion mit weiteren Boxen muß man verzichten. Was jedoch Standard ist, ist eine Freisprechfunktion für das angeschlossene Smartphone, so das die Musik abschaltet und man über das eingebaute Mikrofon sprechen kann.

Für mich ist diese Balance aus Featureset und Preis ausreichend, bzw. ideal, your mileage may vary. Jedenfalls um die Hütte, oder besser Datsche, komplett kabellos zu rocken reicht es allemal.

Ach ja, im Moment läuft noch eine Aktion, bei der man sich eine Tasche für den BT6000 selbst designen kann, die dann von Philips kostenlos hergestellt und geliefert wird. Das Procerere ist etwas kompliziert und umständlich und ich warte noch auf meine, aber halte auf dem laufenden was da kommen wird.

Herzlichsten 20sten .mp3!

happy Birthday mp3

Es ist ja immer etwas schwierig bei solchen Dingen wie Formaten oder Software von Geburt zu sprechen, aber der heutige Tag gilt nunmal als der 20. Geburtstag von .mp3. Hoch soll es leben, (mp)3 mal hoch! Mp3 ist also schon erwachsen und man kann sagen, we’ve come a long way, Baby! Als ich das Format so um 1997 zum ersten Mal mitkriegte gab es kaum Software für meinen Mac um damit umzugehen, ich registrierte es, ließ aber erstmal links liegen. Trotzdem war es natürlich schon Thema, zumindest bei den Verhandlungen um mein Album bei Motor zu der Zeit. Also Thema für mich, für die Industrie, in der Person von Tim Renner damals noch nicht. Als ich bei den Vertragsverhandlungen fragte wie es denn um die Internetrechte bestellt wäre, kriegte ich so ein typisches spöttisches Rennerlächeln, Internetrechte? Was man denn damit soll, als ob das ein Zukunftsmodell sei, seine Musik künftig per ISDN zu holen und auf dem Rechner zu hören. Dann kam allerdings ziemlich schnell DSL und Napster und von derselben Industrie, die mir zum Albumsvertrag noch ein generöses „Internetrechte? Die schenk ich dir!“ schmetterte, wechselte jetzt auf das Logo „Copy Kills Music“. Mein Einstieg zu mp3 hätte nicht aufschlußreicher verlaufen können.
Mit Napster und Tauschbörsen bin ich trotzdem nie warm geworden, das war mir alles zu mainstream, die Qualität damals mit 128 kb Files zu grottig, das Prozedere zu langwierig und auf dem Mac auch von den Programmen her zu eingeschränkt bis nicht möglich. Das änderte sich erst viel später kurzzeitig mal mit Soulseek, da waren die Musiknerds unterwegs und man fand tatsächlich sehr gut gerippte Files von denen man nie gedacht hätte das sich jemals jemand die Mühe machen würde diese zu rippen und hochzuladen. Dabei ging es weniger um aktuelle Sachen, sondern eher darum, verpaßte Industrialsachen oder seltene UK Hardcore Sachen ausfindig zu machen. Woraus sich auch gleich eine soziale Komponente ergab, denn meist waren die Downloadraten begrenzt, so das man per Chat darum bitten mußte den Kanal für einen persönlich aufzudrehen, man bot seinen eigenen Fundus an und da man es mit geschmacklich gleichgesinnten zu tun hatte, entwickelte sich daraus so etwas wie das erste Social Media Erlebnis vor Myspace.
Wenn man diese Tracks heute anhört stellt man auch fest, das die mp3 Endoder ebenfalls einen weiten Weg gegangen sind um bei heutiger Qualität anzukommen.
Mit iTunes und iPod fing ich an akribisch meine Plattensammlung zu digitalisieren. Zuerst nur für den iPod Gebrauch, aber als dann mit Final Scatch auch noch die erste Auflegesoftware auf dem Markt erschien, war klar wohin die Reise gehen wird und die Motivation mit der Digitalisierung voran zu kommen nahm zeitweise manische Züge an. Jeden Tag mindestens 10 Platten war mein eigenes Benchmark um da voran zu kommen und Neuerwerbe wurden ebenfalls sofort digitalisiert.
Mit Final Scratch konnte ich mich noch nicht anfreunden, das war mir alles noch zu rudimentär und jedesmal wenn mir einer demonstrierte wie cool das ist ging irgendwas schief. Sowas auf großer Bühne wollte ich lieber nicht erleben.
Das änderte sich erst als mir jemand vor genau 10 Jahren Serato Scratch demonstrierte. Das Teil war von nichts aus der Ruhe zu bringen und lief superstabil, plötzlich machten all die Jahre Digitalisierung der Plattenbestände auch noch Sinn! Ich hab’s natürlich sofort gekauft.
Die Nachteile des Systems sollten sich erst mit der Zeit herausstellen, Hotplugging von zig Kabeln im laufenden Abend und eine Brückentechnologie die immer noch auf Vinylsimulation setzt mag am Anfang als Einstieg seine Berechtigung haben, aber auf Dauer doch eher nervig und fehleranfällig. Da kam aber auch schon Traktor und insbesondere die Verbindung mit dem Vestax VCI 100 Controller um die Ecke. Nix mehr Vinyl, komplett digital, mit all seinen Vorteilen. Und seit Anbeginn natürlich hochemotional geführte Vinyl vs. mp3 Diskussionen, die bis heute immer noch ganz gerne mal aufflammen, wobei die glühendsten Vinylverfechter von einst mittlerweile mehr oder weniger leise die Fronten gewechselt haben und gar nicht gerne an die Argumente von einst erinnert werden. Wobei es lustig zu beobachten war, wie das einstige Nogo CD Player durch den neuen Rivalen zwischenzeitlich sanktioniert wurde, der Computer auf der Bühne war dann die Unterschicht. Heute kräht fast kein Hahn mehr danach, wer was benutzt um Musik zu präsentieren, lediglich ein paar Fundis, die zu faul sind etwas neues zu lernen und die eigene Präferenz für alle durchdrücken wollen, gibt’s wie überall noch, der Rest lebt glücklich mit Formatvielfalt.
Was mich in dieser turbulenten Zeit nie verlassen hat ist der iPod, der immer an meiner Seite war, angefangen vom ersten mit 5 Gb bis zum letzten Modell mit 160 Gb, der mir beim Umzug leider verlustig ging.
Zur Feier des Geburtstages ziehe ich gleich los und lasse mein betagtes, ungenutztes iPhone 4 reparieren um es zum Ersatz iPod mit immerhin 32 Gb umzuwidmen. Da läuft dann auch Rekordbox drauf und man kann ihn als Speichermedium an die Nexus CDJs anschließen.
Mp3 und ich, die Geschichte ist noch nicht zuende und ich bin zuversichtlich das es nicht der letzte Geburtstag ist, den wir zusammen feiern

Tinder meaten mit Tender


Ich bin ja schon lange aus dem Markt raus, aber wenn ich den Singles in meinem Umfeld trauen kann ist Tinder gerade der heiße Scheiß auf dem Fleischmarkt. Nun, das wird einem jetzt noch viel einfacher gemacht, mittels einer Universal Dockingstation für Smartphones und eingebautem Swiper. Nicht vegan, aber effektiv

(Via Death And Taxes)