Pimp your Ramen


Ich liebe Ramen, nicht immer, aber es gibt so zwei bis drei Phasen im Jahr wo täglich mindestens eine auf dem Tisch steht. Natürlich nicht so wie sie aus der Tüte kommt, sondern aufgepimpt und tiefergelegt mit frischen Zutaten oder Ei oder Fleisch, auch gerne mal alles zusammen. Gerade ist mir da folgende Illustration in die Hände gefallen, die sehr anschaulich und inspirierend aufzeigt was man alles in dieses schmackhafte billig und schnell Gericht reinschnippeln kanmn um daraus eine fast vollwertige Mahlzeit zu machen. Geht natürlich auch mit anderen Marken als den dargestellten:

(via Reddit

Zig Shortcuts die man immer gebrauchen kann und der Shortcut zu den Shortcuts: Cheat Sheet

Ok, die offensichtlichsten kennt man schon, aber diverse brauchbare Unbekannte sind auch dabei:




(Via Ultralinx)

Bonus: Wer das alles für OSX für jedes Programm haben will, dem sei die App CheatSheet ans Herz gelegt. Kost nüscht und zeigt bei längerem drückern der CMD-Taste sämtliche Shortcuts des gerade aufgerufenen Programms

Todoist: die Todolisten App to rule them all

Y9mnhYd5_400x400Todolisten und ich, das ist eine lange und spröde Geschichte, schließlich sind Todolisten im Grunde nichts anderes als runtergebrochene Excellisten und genauso sexy. Aber man braucht sie eben, gerademal als Selbstständiger, Homeworker und nicht zuletzt Familienvater, also ich zumindest, sonst geht’s drunter und drüber und trotzdem bleibt die Hälfte (meist das unangenehme) liegen wegen Vergessen.

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Ich habe mich in meinem Leben schon durch ganze Dschungel an Apps und Behelfen durchgeschlagen, von Papier und Stift, welches die unpraktikabelste Lösung war, über das für seine Zeit damals fantastische iGTD, über Wunderlist bis zu Clear und Konsorten, bis ich letztes Jahr bei Any.do gelandet war und sie die schöne Lösung mit einer Chrome App vermasselt hatten, die lediglich die Webansicht in ein Appfenster holte, die viel zu viel Platz auf dem Monitor benötigte um damit arbeiten zu können. Mittlerweile gibt es sogar eine native Mac App, aber zu spät. Denn zwischenzeitlich hatte ich bei der Suche nach Alternativen Todoist entdeckt und kurz darauf gab es sogar via App Sumo ein halbes Jahr Premium für die App kostenlos. Zur gleichen Zeit schickte sich Todoist an seine API für IFTTT zu öffnen und das änderte alles, zum positiven. Seitdem ist Todoist für mich die Zentrale für so ziemlich alles, Texte die ich erst später lesen will landen via Pocket in der Leseliste „Zu lesen“, ebenso landen neue Kalendereinträge automatisch als Aufgabe im Eingang von Todoist, abends landet ein Digest mit allen erledigten Todos in meinem Journal Day One, das sich so auf magische Weise selbst füllt, dort landen via IFTTT auch sämtliche Tweets, Foursquare Checkins, Blogeinträge, Instagrammbeiträge etc automatisch, aber das ist nochmal eine andere Geschichte.

todoist2Die minimalistische Aufmachung, sowohl der Desktop App, als auch der iPhone App (Todoist gibt’s für so ziemlich jede Plattform) gefällt mir in ihrem Understatement, welches gar nicht so in den Vordergrund schiebt welch mächtiges Werkzeug man da in der Hand hält. Projekte können Unterprojekte beinhalten, die mittels Ettiketten an den GTD Standard angepasst werden können, man kann diese filtern, man hat Übersichten für den Eingang, Heute und was die nächsten 7 Tage anliegt. Verschieben der Einzelpunkte klappt via Drag & Drop und Erinnerungen an Termine klappen via Mail und Push Benachrichtigung auf’s Smartphone, weshalb ich mittlerweile für Termine mehr Todoist als den Kalender nutze.
Aprospos Kalender, Todoist synct auch bestens mit Sunrise Kalender (einen Kalender den ich Menschen aus meiner Branche nur empfehlen kann da er zugesagte Facebook Events automatisch integriert), so das die Tasks und Zeiten, wie DueDates, auch dort angezeigt werden.

todoist4All diese Dinge machen es schon schwer das irgend ein anderes Tool für mich hier konkurrieren könnte, aber dann kommt noch dieses Karmatool hinzu, was für den ein oder anderen vielleicht unötig gimmickige Spielerei ist, für mich aber, als Sucker für alles was mit Fortschrittsbalken und Piecharts zu tun hat definitiv der Punkt ist mit dem keine mir bekannte App mithalten kann. Das Karmatool zeigt die Menge der erledigten Todos pro Tag und Woche in farblicher Unterscheidung an, man kann einstellen wieviele man täglich und wöchentlich erledigen möchte und bekommt dies in Form einer Balkengrafik und einer Kurve, dem sogenannten Karmatrend zu sehen. Punkte gibt es für rechtzeitig erledigte Todos, Todos hinzufügen und Benutzung von Features wie Etiketten, Unterprojekten oder Erinnerungen. Die Kurve kann aber natürlich auch nach unten zeigen, wenn man z.B. seine eigenen Vorgaben nicht erfüllt. Ebenso lassen sich Tage einstellen an denen das Karmatool nicht zählt und die Punkte erhalten bleiben, Wochenenden oder Urlaub z.B. Ich habe mich mittlerweile vom Anfänger über Neuling, über, Fortgeschrittener bis zum Meister mit über 10.000 Punkten aufgeschwungen, zum Großmeister fehlen mir noch 9630 Punkte, danach wartet nur noch Erleuchtet auf mich. Wem das zu klickibunti ist, kann dieses Feature aber auch komplett abstellen.

Es gibt sicher noch viel mehr Punkte die zu erwähnen wären, z.B. die Kollaboration und Delegierung mit anderen an Projekten, die ich aber nicht nutze und von daher nur wenig dazu sagen kann.
Todoist ist jetzt bei mir seit über einem halben Jahr in täglicher Benutzung und ich möchte es nicht mehr missen. Der einzige Kritikpunkt der mir bleibt ist die fehlende Integration von zu beantwortenden Mails via Apple Mail, klar da gäbe es Workarounds, dennoch wäre mir eine Lösung in Todoist lieber. Für Gmail gibt es immerhin schon ein Plugin. Trotzdem eine der wenigen Apps für die ich die jährliche Premiumgebühr gerne zahle, die beträgt ca. 23€ und erlaubt mehr Farben, Erinnerungen, automatische Backups, mehr Projekte und Unterprojekte, Suche, Notizen und Anhänge zu Aufgaben, Standort Erinnerungen und diverses mehr, das es mir die knapp 2€ pro Monat definitiv wert ist.
Aber auch die freie Version kann schon viel und wird den meisten wahrscheinlich ausreichen, zumindest zum austesten ob das was für einen ist allemal.

Über 300 freie Tools für alles nur denkbare

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Ich liebe Listen und Listen für kostenlose Dinge liebe ich noch mehr, wenn die Dinge auch noch brauchbar sind, was ist nochmal die Steigerung von Liebe?
In dieser Liste gibt es davon mehr als genug, für alle Lebenslagen vom Rechnungschreiben bis Bildbearbeitung, von Social Media bis Icons, also so ziemlich alles was man im täglichen Onlineleben gebrauchen kann. Einige kannte ich schon, einige hatte ich bereits wieder vergessen, aber die meisten kannte ich noch gar nicht:

300 Awesome Free Things, A Massive List of Free Stuff Made by Awesome People

(Pic: Hero)

Evernote Client Alternote

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Klingt ja auf den ersten Blick bescheuert, sich für Evernote auch noch eine NotizApp zu besorgen, allerdings eben nur auf den ersten Blick, denn mit der Zeit hat ist die Evernote App doch schon sehr aufgebläht, schwerfällig und überladen geworden. Mit Alternote fällt einem das aber erst so richtig auf, die App ist nicht nur flott sondern auch sehr hübsch minimal gestaltet. Dazu gibt es noch einen Vollbildmodus, eine dunkle Night Color Theme, die es bei Evernote sonst nur in der Premiumvariante gibt, farbige Tags, Word Count und diverses mehr was das Schreiben angenehmer macht.
Hier noch das Video von derebn Website um das zu veranschaulichen:

Evernote bleibt weiterhin die Webschublade für alles was man so auf den Wegen einsammelt, aber als Schreibapp und zum sichten macht Alternote wirklich eine gute Figur.
Gibt’s momentan als kostenlose Beta, bis sie irgendwann als Bezahlversion in den Appstore kommt

Rescue Time, ein Zeit und Gewohnheiten Tracker

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The quantified self continued, letztens der Fitnesstracker, nun der Zeit oder Prokrastinationstracker. Jeder Freiberufler und Computerarbeiter kennt das, man sitzt den ganzen Tag vor der Kiste und irgendwann verschwimmt ob das nun wirklich zur Arbeit gehört oder Ablenkung ist. Während des Uploads mal Twitter checken, zum Ohren auf Null stellen mal gucken was auf Facebook passiert ist, auf eine Antwortmail warten und oh gucke, der Reader zeigt ja auch schon wieder 900 ungelesene Artikel an und am Ende des Tages quält einen das schlechte Gewissen, weil man meint so viel Zeit mehr oder weniger sinnlos verdaddelt zu haben. Wäre ja mal interessant wie sich die Tätigkeiten, die man so über den Tag am Rechner macht, verteilen.
Nun ist mir ein ein Tool über den Weg gelaufen das tatsächlich alles trackt was man so am Rechner tut, hört auf den Namen Rescue Time und kriegt wirklich jede App und jede Webseite mit, auf der man ist. Natürlich kann man auch damit nur Annäherungswerte erhalten, das aber sehr gut, denn dankenswerterweise läßt sich auch einstellen, welche Seiten und Programme man zur Produktivität und welche zur Ablenkung zählt. Denn was für einen Journalisten Ablenkung sein mag, wie z.B. iTunes oder die Beatport Pro App, ist für andere, wie mich, durchaus mit Arbeit verbunden, also Produktivtool, während das Umhersurfen auf Newsseiten durchaus prokrastinative Züge annehmen kann, wenn es sich nicht gerade um z.B. Create Digital Musik oder DJ Techtools handelt. Wie so oft in meinem Beruf könnte das, was für andere als Entertainment durchgeht, also durchaus mit Arbeit verbunden sein, und das kann ich in Rescue Time auch so einstellen und tracken lassen.
Das Ergebnis wird dann grafisch hübsch aufbereitet und sieht folgendermaßen aus, wobei Blau für Produktiv, Rot für Ablenkung und Violett für Neutral, weil es das eine wie das andere bedeuten kann, steht:

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Sieht jetzt auch von den Proportionen her, was Arbeit und Daddelei betrifft, gar nicht mal so schlecht aus, also besser als es sich vorher anfühlte. Und dass ist jetzt nur die Kostenlosvariante, für 9$ im Monat könnte man sich jetzt noch einen Fokustimer freischalten oder, wer’s ganz hardcore mag, auch einen Websiteblocker für Prokrastinationseiten einrichten, auf die man dann erst wieder Zugriff erhält wenn man die eingestellte Produktivzeit hinter sich hat. Dazu gibt’s noch Benachrichtigungen wenn man Ziele wie 5 Stunden produktive Zeit geschafft hat, natürlich noch detailliertere Auswertungen und Reports und so weiter, aber was die kostenlose Version bietet reicht mir eigentlich schon für Zwecke wie Analyse des eigenen Computerverhaltens und Motivation die Ablenkung klein zu halten.
Creepy ist natürlich das man damit sein komplettes Onlineverhalten an einen unbekannten Server irgendwo in Amiland übermittelt, Rescue Time hat zwar eine ausgeprägte Privacy Erklärung und der Dienst besteht schon seit ein paar Jahren, trotzdem hat meine Recherche nicht ergeben das mit den Daten bislang irgendwas passiert wäre, aber für Ängstliche ist das sicher nichts. Für solche gäbe es dann z.B. Toggl, aber da muß man wirklich jeden Wechsel, wie der Name schon sagt, per Eingabe abticken, was man dann am Ende doch nicht tut, wäre ja auch unproduktiv.
Ich werde das mal noch eine Weile testen, aber auch hier bin ich , wie beim Fitnesstracker, anders überrascht als erwartet, nämlich das das Verhältnis zwischen produktiver und anderer Zeit am Rechner gar nicht so unausgewogen ist wie ursprünglich befürchtet, mal sehen ob das hält.
Jedenfalls nach Todoist für die täglichen Aufgaben und dem Mi-Band für die täglichen Schritte und Schlaf ein weiteres Eigenvermessungsprogramm, das einem sein tägliches Tun in hübsche Torten und Balken zerlegt, ich mag sowas ja. Mal sehen wie lange es noch auf sich warten läßt, bis all diese Apps APIs haben, auf das man all die Kreise wieder in einer App zusammenführen kann, aber da könnte einem in Sachen Privacy erst Recht Angst und Bange werden.

Speedreading in digital und einfach: Spritz

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Ich habe mich ja schon oft gefragt inwieweit sich das Lesen durch digitale Geräte verändern wird. Momentan sind wir bei den E-Book Readern noch in der Phase der möglichst orignalgetreuen Wiedergabe des analogen Lesevergnügens, wie man das bei jeder Digitalisierung, seien es virtuelle Platten die man zum Vorhören in OnlineShops noch bis heute bestaunen darf, oder Studioumgebung, die auch noch nicht völlig frei davon ist Klassiker in digital nachzustellen, von Reason bis Ableton war’s ein langer Weg. Dabei erscheint mir das beim Lesen viel dringlicher zu sein die analogen Techniken mal zu überdenken, denn was man heute an Text so über den Tag aufnimmt, hat es wohl vorher so noch nicht gegeben, neue Medien wie Smartphones und Tablets könnten da langfristig zu ganz neuen Lesetechniken führen. Klar, Speedreading gibt es da schon länger, aber das war eher eine Konditionierung auf der Analogebene bei der, meiner Erfahrung nach, der Lesespaß auf der Strecke blieb. Spritz will das ändern (auf dem Link kann man es auch gleich testen), auch wenn es hier wieder nicht um den Lesespaß an sich geht, sondern um das Steigern der Words per Minute, vielleicht damit mehr Zeit für Lesespaß bleibt. Ich bin bei sowas aufgrund vergangener Erfahrungen eher skeptisch, aber das Beispiel bei Spritz ergab bei mir in einer Leichtigeit 400 Wörter pro Minute, was ca. doppelte Lesegeschwindigkeit bedeuten soll (bei meinen Speedreading Versuchen vor Ewigkeiten kam ich auf einen Wert von ca. 180 wpm bevor es mich genervt hat). Bleibt natürlich die Frage inwieweit man das Tempo bei längeren Texten oder auf längere Zeit durchhält, aber interessant finde ich das Ergebnis durchaus
Drauf gestoßen wurde ich durch diesen Artikel