Elastic Drums V. 2.0

Elastic Drums

Eine meiner, wenn nicht gar DIE Lieblings App, zum musizieren auf dem iPad hat gerade ein kostenloses Update auf die Version 2 erhalten und jetzt mag ich sie noch mehr. Durch Funktionsweise und Soundcontent baue ich immer wieder fantastische Grooves, auf die ich in anderen Apps oder gar DAWs gar nicht gekommen wäre. Dabei verlässt sich Elastic Drums eben nicht auf Samples, sondern auf Synth Engines zur Soundkreation und ich finde das hört man. Seit Version 1.9 kann man auch noch einen Sampler freischalten lassen und zusammen mit Modstep ergeben die beiden ein wundervolles Team, bei dem man sich nur noch wünscht, 2 iPads zu haben, eins pro App, die man dann per dem implementierten Ableton Link Seite an Seite bedient Das steht einer DAW am Rechner in kaum noch etwas nach, zumindest für meine Bedürfnisse. Trotzdem natürlich großartig, das man seit der Version 2.0 seine Ergüsse als Ableton Sets exportieren kann, die man dann in Ableton öffnen kann. Ein wirklich naheliegendes Feature, das Elastic Drums nun, meines Wissens nach, als erste realisiert haben.
Aber der V.2. Spaß hört da nicht auf, auch der eh schon recht komfortable Import eigener Samples wurde nochmals verbessert und ein nicht so ganz für mich passendes Sample Kit läßt sich erstmals In App kaufen, aber das läßt auf die Zukunft hoffen, wenn man bedenkt wer da bislang schon alles exklusiv Sounds beigesteuert hat.
Rundherum wieder ein wirklich großes Update. Läuft als Universal App auf iPhone und iPad, aber ehrlich, hätte ich nicht bereits ein iPad, ich würde es mir glatt allein für Elastic Drums gönnen.

Hier noch die Videos zu den neuen Features:

Ableton Live Set Export:

Sample Import IAP:

Und der Trailer zur Version 2, mit Sounds aus dem DJ Elephant Sample Kit, das auch die App gut zeigt

DayOne jetzt mit IFTTT Channel

Ich finde ja jeder sollte Tagebuch schreiben, vielleicht schämt man sich später mal darüber was man mal dort so abgelassen hat, vielleicht haut man es irgendwann sogar in die Tonne, so wie ich es mal gemacht habe, weil mir das alles zu sehr eine falsche, negative Routine wurde und heute könnte ich mich doch dafür ohrfeigen das ich das getan habe, nur damals war es halt genau das richtige und eine Befreiung. Aber dann kann man irgendwann wieder damit anfangen, wenn man aus den Fehlern gelernt hat. Für mich sind Dinge erst verarbeitet, wenn ich mich mittels Schrift mit ihnen beschäftigt habe, dann sind sie fertig und aus dem Kopf. Ist irgendwie wie bloggen, nur halt für einen selber.
Das ich das mittlerweile mit DayOne mache hatte ich ja schon geschrieben, auch die neue Version hatte ich schon vorgestellt. Nun habe ich mich ein paar Wochen eingearbeitet und muß sagen, die Investition hat sich, trotz des frechen Preises, der damals noch zur Hälfte des heutigen aufgerufenen betrug, gelohnt. Die Möglichkeit und Vorteile mehrere Journale zu führen hatte ich ja auch schon ins Feld geführt, aber seit neuestem gibt es nun auch bei IFTTT tatsächlich den versprochenen DayOne Kanal, so das die automatische Befüllung mit eigenen Tweets,
IFTTT Recipe: Post your tweets to Day One connects twitter to day-one

Facebookeinträgen
IFTTT Recipe: Save your Facebook status updates to Day One connects facebook to day-one

Instagramm Bildern

IFTTT Recipe: Post your Instagram photos to Day One connects instagram to day-one

oder auch Likes und diversen anderen Plattformen und Apps ins Tagebuch ohne krude Umwege tatsächlich funktioniert.
Sogar so Sachen wie gesavte Tracks in Spotify samt Player nach DayOne zu holen klappt
IFTTT Recipe: Add new saved tracks to journal entry connects spotify to day-one
Auch mein Zentraltool Todoist liefert alle erledigten Dinge eines Tages zuverlässig in das zugehörige Journal
IFTTT Recipe: Todoist completed task to Day One work journal connects todoist to day-one
Sehr schön übrigens auch, das man in den Recipes gleich einstellen kann, welches Journal jeweils damit automatisch bestückt werden soll.
Bis auf die immer noch versprochene, aber nach wie vor fehlende Verschlüsselung, bleiben bei mir eigentlich nun keine Wünsche mehr offen. Ich war ja anfangs skeptisch ob da wirklich so schnell geliefert wird, aber was seit dem Release der V.2 und jetzt eben mit der IFTTT Integration passiert ist, hebt diese App in eine ganz eigene Liga, an die andere Journaling Apps, und derer gibt es ja nun zuhauf, in keinster Weise heran reichen.
Von daher erklärt sich dann auch der sehr selbstbewußte Preis, wer diese Möglichkeiten schätzt kommt momentan an DayOne nicht vorbei.

Serato Pyro, der private Hosentaschen DJ

Serato Pyro

Ich komme oft nicht dazu anderer Leute Mixe zu hören, weil ich schon gut damit beschäftigt bin die eigene Musik durchzuhören. Ich mache das gerne auf einem alten iPhone, das mir als iPod dient. Dabei nervt es immer ein bisschen das die Sachen so abrupt stoppen und der nächste Track unvermittelt nach einem kurzen Moment Stille loslegt. Wäre doch nett wenn die, wie in einem Mix, zumindest halbwegs ineinander übergehen. Genau das geht jetzt mittels dieser kostenlosen Pyro App von Serato und das auch mit Spotify Tracks, wie man verspricht. Ich kann das nicht verifizieren, ich habe kein Spotify, geschweige denn Premium, das es dafür bräuchte. Aber wenn das mit den Spotify Tracks, oder gar gemischt, eigene Files mit Spotify Tracks in einer Playlist so erschütternd gut funktioniert wie mit meinen Files aus der iTunes Mediathek, dann Chapeu!
Bei aufeinanderfolgenden Tracks mit etwa gleichen Bpms ist tatsächlich oft der Übergang kaum zu hören, der ist fließend. Dazu analysiert Pyro die Files auf dem iPhone und blendet, Algorhythmus gesteuert, über, bei zu großen BpM Sprüngen macht das dann (noch?) ein verschämter Echoeffekt, der die Übergänge eher verschmiert als überblendet. Sehr schön auch gemacht, wie sich beim Übergang die Cover übereinander schieben und der Playbutton Feuer fängt. Allerdings sind wir hier gerade mal bei Version 1.1, ich bin gespannt wohin sich das entwickelt. Klar die Übergänge haben jetzt nicht epische DJ Länge, das handelt sich eher um die letzten 10-15 Sekunden, aber die Nahtlosigkeit bei einigen fand ich schon erstaunlich.
Playlisten lassen sich auch ordnen, Tracks löschen und umstellen, das eignet sich bei diesem System allerdings vornehmlich für kürzere spezialisierte Playlists, längere damit zu editieren artet schon in arge Rödelei aus.
Trotzdem, für die einstündige Jogging Playlist oder die Musikeinkäufe der Woche durchzuhören taugt diese Abspiel App auf alle Fälle, gerade auch wegen diesem Überblendungsfeature.
Ich find’s super, damit wir uns da nicht falsch verstehen, weil das auch wieder die Frage aufwirft, wieviel Prozent Beatmatching die zukünftige Definition des DJs ausmachen wird und welche neuen Räume mittels sowas aufgemacht werden. Die Algorhythmen mögen da noch sehr am Anfang sein, aber das werden sie nicht bleiben. Umso erstaunlicher das so eine App dann ausgerechnet von Serato kommt. Erwähnte ich schon das ich es super finde?

Ein Video von Serato das ein bisschen das Voodoo hinter der GUI erklärt gibt’s natürlich, das aber auch ganz gut die Funktion derselben aufzeigt:

Review: Journaling mit Day One Version 2

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Über DayOne hatte ich hier ja schonmal berichtet. Ich glaube wer Journaling betreibt wird kaum etwas besseres finden als diese App. Nun ist die Version 2 rausgekommen und hat mich ob des Preises erstmal abgeschreckt, so das ich das erstmal sinken lassen mußte, bevor ich dann doch zuschlug, 19,99 € für die Mac Version und 4,99 für die iOS Version. Ab morgen, nach der Einführungswoche, sollen dann beide gar doppelt soviel kosten, verrückt!
Nun gibt es halt ein zeitgemäßeres Design, ein Photoview, einen Mapview, der Orte anzeigt wo man schon etwas geschrieben hat und einige schon lange gewünschte Neuerungen, wie mehrere Fotos pro Eintrag. Sehr schön auch das man bis zu 10 Journale anlegen kann, das habe ich dann auch gleich mal für die unterschiedlichen Einträge wie Weekly Review, Sport, Texte und Social Media Posts gemacht, was ein sehr schön aufgeräumtes Dayone ergibt, hätte nicht gedacht das man sich gleich so dran gewöhnt. DayOneEmbed
Auch sehr schön, man kann nun Iframes direkt einbetten, also YouTube Videos oder Soundcloud sind via Embed Links direkt im Beitrag abspielbar, ohne das ein Browser extra aufgeht, fetzt!
Dafür fehlt Dropbox und iCloud Sync und man geht den momentan sehr beliebten weg der haueigenen Datenwolke, hier DayOne Sync genannt, mittels dem die Apps zukünftig ausschließlich syncen werden können. Datenschützer werden die Hände über dem Kopf zusammen schlagen. dayonesetup
Der Sync klappt zuverlässig und schnell, auch alle Einträge vom alten auf das neue DayOne wurden tadellos übernommen, diesbezüglich kein Grund zur Klage. Trotzdem bleibt da ein schales Gefühl, dieser einen Möglichkeit auf Gedeih und Verderb ausgeliefert zu sein, zumal die bislang nichtmal verschlüsselt ist. Soll nachgeliefert werden, was allerdings in der alten Version auch über Jahre versprochen wurde. Bislang fehlt mir am schmerzlichsten die IFTTT Anbindung, die ich in der Classic Version mittels eines Workarounds mit Hazel und Dropbox hingekriegt hatte, so das RSS, Instagram, Soundcloud und Twitter Posts automatisch da rein liefen, ohne das ich groß was machen mußte. Soll auch noch nachgeliefert werden, bis dahin muß ich wohl die alte App noch drauflassen und das händisch erledigen, was eher ein pain in the ass ist.
Mit dem Kauf hat man also quasi einen ziemlichen Vorschuss geleistet für das was noch kommen soll und da wird einiges versprochen:

*Apple ID Login—Day One will use your device’s Apple ID for enabling Day One services, including Day One Sync, Publish, and more.
*IFTTT—We will support this popular platform for connecting various web-based services and web-enabled devices.
*Favorite Locations—GPS is only so accurate. We’ll make the location setting for entries more precise.
*Publish—Similar to what exists in Day One Classic, we will provide the ability to post selected entries to Day One-hosted webpages.
*Encryption—Day One Sync will include private-key encryption, the gold standard for data security.
*Localization—We will translate the Day One apps into several international languages.
*Activity Feed—Social media activity and other imported data.
*Book Printing—We will integrate with a physical book printing service.
*Android and Web Clients—We will commence work on these platforms.

Ich bin gespannt wann geliefert wird, aber alle anderen Alternativen sind leider keine wirklichen.
Bis die IFTT Erweiterung kommt hat im automatischen Sammeln lediglich Momento die Nase vorn, dafür gibt es aber auf dem Rechner keine App. Diaro macht einiges richtig, kommt aber weder vom Design, noch von den Funktionen wirklich ran, noch gibt es eine native Mac App, dort muß alles via Browser gepostet und angesehen werden.
Bleibt also: Wer mit dem irrsinnigen Preis und den Datenschutz Risiken leben kann wird mit der neuen Version wohl kaum eine schönere und bessere App finden, die nach wie vor auch Markdown Language beherrscht, um alles Geschriebene und Gepostete in einer App zu kumulieren.

Review: RJDJ

Über die Ankündigung von RJDJ hatte ich ja schon hier berichtet, nun ist das Programm seit ein par Tagen im Appstore erhältlich und ich bin begeistert! Nicht nur wegen der Funktion als Effektgerät für die eigene aurale Wahrnehmung, sondern auch das Konzept und Ausblick finde ich wegweisend.
Erstmal, RJDJ gibt es in zwei Versionen, die Freeversion beinhaltet nur einer der 6 Algorhythmen die mit der Kaufversion gebundelt sind. Folgemäßig heißt die kostenlose Variante Single und die Kaufversion Album, die Tracks heißen Scenes, die Algorhythmenbauer sind die Artists. Auf der Website sind bereits weitere Algorhythmen, bzw. Scenes für das Album angekündigt und so warte ich z.B auf Amen Shake, das die Motionsensoren des iPhones zum manipulieren und verändern der so entstehenden Musik anspricht. Aber auch die bereits mitgelieferten Effekte sind zum Teil schon sehr trippig, mit dem Echolon oder Loopinger die Schönhauser runter und Einkaufen wird da schon ein Erlebnis der Art, das man wünschte man hätte das schon zu Zeiten gehabt, als man noch bei Afterhours anwesend war, um dem Ganzen die Verpeilerkrone aufzusetzen. Besser als mit worten ist das mit einer Demonstration erklärt, einige der Alögorhythmen sind in der aktuellen Version von RJDJ bereits enthalten:

Praktischerweise läßt sich das erlebte Hörerlebnis auch gleich aufnehmen, nur der Export gestaltet sich noch etwas ungeschickt: per Audioout in Realtime auf den Rechner.
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Review: Yojimbo

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Ich war letzte Woche schon überrascht gerade von Bare Bones ein Produkt wie Yojimbo angekündigt zu bekommen, paßt irgendwie so gar nicht in das Portfolio des Anbieters von BBEdit. Da ich aber gerade auf der Suche nach einem schönen Informationsmanager bin, um meine gesammelten Notizen, den ganzen Krimskrams vom Desktop zu holen (der nun für iCalviewer sauber zu sein hat) in einem Programm unterzubringen und dafür gibt es auf dem Mac ja so einiges. Nachdem ich diverse Tools ausprobiert hatte kommt nun also Bare Bones daher und und kündigt Yojimbo an, mein Favorit bis dahin war Sticky Brain. In der Tat meint man auf den ersten Blick, das sich Bare Bones sich sehr von Sticky Brain hat “inspirieren” lassen, das ändert sich aber schnell, wenn man mal mit den beiden Kandidaten arbeitet, so ist es bei Yojimbo z.B. nicht möglich hierarchische Sammlungen, also mit Unterordnern, anzulegen. Die Philosophie von Yojimbo geht eher in die iTunesrichtung, also mit Metatags, Smart Folders, Spotlightunterstützung und flacher Struktur und Suchfeld. Das mag nun Geschmacks-oder Gewohnheitssache sein, ich gebe zu, zuerst hatte ich mit diesem Ansatz auch meine Probleme, nach ein paar Tagen Eingewöhnung allerdings ist das wirklich praktikabel und maclike, oder um ein Buzzword zu bemühen ganz web2.0mäßig, zumal die nächste Version auch Smartfolders erhalten soll, die man selbst anlegen kann. Bislang gibt es da nur vorgegebene für Notes, Passwörter, Seriennummern, Bookmarksdie man aktivieren kann. Ist aber auch erst Version 1.0 und dafür sieht die Software schon mal sehr gut aus, in Sachen Stabitlität hatte ich bislang auch noch keine Probleme.
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Was das Programm dann gegenüber den anderen jedoch auf jeden fall outstanding macht, ist die so noch nicht erlebte Einfachheit, die Datenbank mit Content zu füttern. dazu gibt es einige clever ausgedachte Möglichkeiten:
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Quickentryfield: man drücke die Funktionstaste F8, woraufhin sich unter der Menüleiste ein Quickentryfield auftut, das den Inhalt des Clipboards sogleich zuordnen läßt, als da wären: Note, Bookmark, Passwort, Seriennummer oder Webarchiv, also die Smartfolders.

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Dropdock: An einer selbst zu bestimmenden Monitorseite wird ein Karteireiter angebracht der sich per Klick öffnet und die Folder der eigenen Collections anzeigt, so lassen sich per Drag & Drop Notizen erstellen, Pdfs oder z.B. auch, Bookmarks einsortieren, sehr slick das!

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Pdf to Yojimbo: eine praktische Funktion die sich im Druckenmenü in der Taskleiste verbrirgt. Unter der üblichen Option PDF im Druckdialog befindet sich nun ein Eintrag mit Nanen “Save to Yojimbo” und genau das tut er! Ganze Webseiten und Dokumente mit einem Klick spotlightdurchsuchbar gesichert! Workflow galore!

Also schnellere Wege Items in eine Datenbank zu befördern sind mir bislang nicht untergekommen, erfreulich auch, das die Wege aus der Datenbank heraus ähnlich anwenderfreundlich gelungen sind, Drag & Drop sind auch hier Freund und bei Unmengen Files reicht es jene zu selektieren und in den gewünschten Ordner auf der Festplatte zu befördern.
Nett und einzigartig auch, die Möglichkeit einzelne Einträge zu verschlüsseln und nicht gleich ganze Ordner, dazu ist über den Einträgen ein gelber Balken(welcher unter “View -> Hide Encryption Bar” lobenswerter Weise auch zu deaktivieren ist:
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Der Ausschlaggebende Punkt aber, warum nun Yojimbo den Zuschlag erhält(neben dem Fakt das ich schon immer einen springendenNinja vor glutroter Sonne im Dock haben wollte, haha) ist die .mac-Synchronisierung. Meines Wissens ist Yojimbo die erste Nichtappleanwendung, die Apple’s Syncservices unterstützt und nutzt, also nicht nur Backups hin und herspielen, sondern echte Synchronisation wie aus den iApps bekannt. Für Leute wie mich, die bevorzugt an 2 Rechnern arbeiten, aber die Infos wie Notizen, Adressen, Kalender etc. auf beiden Rechnern (Desktop und Powerbook) synchron halten wollen ist .mac ein Segen. Leider kostet der Spaß eines .mac-Accounts 99 Euro pro Jahr, kommt also einer Applebequemlichkeitssteuer gleich. Wie schön, das es auch da kostengünstige Workarounds gibt: MySync[/url] gibt es bereits als Beta und wer auf iDisk und den anderen Schnickschnack von .mac getrost verzichten kann hat zudem den Vorteil, das MySync den Syncvorgang über Bonjour abwickelt, also das lokale Netzwerk, das automatisch eingerichtet wird, wenn man z.b. mit 2 Macs auf Airport zugreift.
Hört sich jetzt vielleicht technisch an, ist in Realität aber wirklich ein Klacks, um Konfiguration und ähnliche Horrorszenarien brauchte ich mich bei der Einrichtung nicht im geringsten zu kümmern, auf beide Rechneer MySync geladen, einen Rechner als Master, den anderen als Slave arbeiten lassen, paar Minuten warten und schon sind in der Tat auf beiden Rechnern in Yojimbo die gleichen Daten, samt den Icons auf den Foldern. Es kann einem eigentlich kaum einfacher gemacht werden.
BTW: Icons auf Folder: Dazu gibt es den Inspektor und jedes Bildchen ist ein mögliches Icon für eigene Sammlungen, der Grund warum ich so verwundert war, so etwas von Bare Bones zu sehen, wer sich BB Edit anschaut, der weiß das das seit OS 8 kaum ein Facelift erfahren hat.

Nun muß sich noch erweisen, ob die flache Hierarchie sich auf Dauer bewährt, ich denke wenn erstmal, wie angekündigt, selbsterstellte Smartfolders mit Regeln wie in iTunes kommen und die schon vorhandenen Labels alle Attribute erlangen, die möglich sind, wird man schnell vergessen, wie sehr man mal alles geordnet hat. Stattdessen nun also Drag&Drop&Forget und wenn man danach sucht kommen einem die Smartfolder zuhilfe, bzw. Spotlight und das Suchfeld tun ihre Dienste.
Wiegesagt, der Vorteil der schnellen Einverleibung von Daten und die Möglichkeit des Synchronisierens über .mac bzw. MySync gaben bei mir letztendlich den Ausschlag (+ das Dockicon).
Wer jedoch lieber mit hierarchischer Folderstruktur arbeitet, oder auf Palm und iPodsynchronisation wert legt, der sollte sich Sticky Brain mal anschauen, mir haben die Eingabemöglichkeiten dort nicht so gefallen, insbesondere im Vergleich zu Yojimbo. Zudem macht mir die dort verwenddetze Datenbank sorgen, zumal sich in den dortigen Foren einiges findet was meine Befürchtungen nährt.
Wer statt eines Sammelwerkzeugs lieber eine Organisationsdatenbank hätte, der sollte sich Platzhirsch Devon Think anschauen, mir schon fast zu mächtig für meine Belange und auch ein klarer Fall von Featuritis.
Process hat einen ähnlichen Ansatz, dient sich aber eher dem Bereich der Projektplanung an. Es gibt noch einiges weitere auf dem Gebiet, als minimalitischtes mir bekanntes sei da auf den Klassiker MacJournal verwiesen, der mir bis dato gute Dienste leistete und bis vor geraumer Zeit kostenlos war.