Archived entries for Technohistory

In Memoriam Paul Shurey

Letztens, also so um den 25.4 rum, ist Paul Shurey in Goa an den Folgen einer Kopfverletzung in Folge eines Unfalls verstorben. Paul war der erste Promoter der mich 1993 auf einen riesigen Rave, Tribal Gathering, in UK buchte und wie man im Englischen sagt “a good bloke”. Es folgten weitere Tribal Gatherings in UK und München und Bookings in seinem Club UK in London.
Ich wußte bislang nicht was ich dazu schreiben soll, weil ich diese lobhudelnden Todesanzeigen im Blog nicht mag. Jetzt ist ein Video aufgetaucht, das Paul’s Tun und das was die englische Raveszene in den 90ern durchmachte besser beschreibt als ich es mit Worten könnte.
Er war einer von den Guten, was in der Branche nicht selbstverständlich ist.

Videofootage: Loveparade 1991

Ist doch erstaunlich wie immer wieder neues Material auch von so weit zurückliegenden Sachen aufploppt. Die Loveparade 1991 war ja eine ganz besondere, vielleicht die wichtigste überhaupt, weil da zum ersten Mal die ganzen Stämme aufeinander stießen und das Ganze eine Dimension annahm, die vorher keiner vermutet hätte. Schön daher, das davon auch mal was zu sehen ist. Man beachte auch wie divers die musikalischen Stile zu der Zeit noch waren.
Die meiste Zeit direkt vom Planet Wagen gefilmt, mit Blick auf den XDP Wagen :D

(via Zeitmaschine)

UPDATE:
Ein Video von der Abschlußveranstaltung in der Halle Weißensee kam jetzt noch dazu, da dürften sich einige Berliner Nasen wiederfinden :D Und überhaupt lohnt sich der Kanal von Endlich Fertig, weil da gibt’s auch noch Material von den Bunkerparties, Tekknozid usw O_O

Public Tranceport, 300 Jahre Akademie der Bildenden Künste mit UR, ZEV, Pure, Electric Indigo, Clemens Neufeld und mir

Jesses, auch schon 21 Jahre her! Ist die erste Aufnahme die ich davon sehe, hat Clemens Neufeld ausgegraben. Ich kann mich noch gut an den Event erinnern, hatte eine gute Zeit mit den UR Jungs, damals noch mit Jeff Mills. Das Ganze fand im Innenhof der Akademie unter freiem Himmel statt und in die Fenster hatte Konrad Becker so Zielscheiben mit menschlicher Figur aufgehängt. Auf der einen Seite war das alles sehr Akademie, mit intellektuellem Überbau und auf der anderen Seite eben total brachiales 92. Schöner Event, geradezu würdig den Muff von 300 Jahren unter den Talaren wegzubassen und mit Trance hatte das nur im Namen zu tun :D

Kompakt in eigenen und anderen Worten


Man kann ja zu dem Label,-Vertrieb- Laden- Konglomerat Kompakt aus Köln stehen wie man will, aber 20 Jahre sind dann in diesem Bizz doch schon eine Menge Holz aus der es viel zu erzählen gibt. Resident Advisor hat das gemacht und zwar in der besten Form wie das möglich ist, als Oral History mit Beteiligten und Umfeld

Happy Birthday Kompakt!

Sven Väth live aus dem Dorian Gray 1987

ich wollt’s ja zuerst gar nicht hier reinnehmen, nachdem ich’s aber auf anderen Kanälen verlinkt hatte und gerade lustige Diskussionen darüber passieren also auch hier: Sven Väth in the Mix 1987, damals noch die Popschlampe.
Solche Mischungen waren damals allgegenwärtig, egal ob Frankfurt Dorian Gray oder Berlin Dschungel, mir kam das alles so wahl- und lustlos vor, das ich kurz mal den Spaß am Ausgehen verloren hatte, was sich erst wieder mit Acid änderte. Es hört sich an als hätte man damals schon den heutigen Hipsterhumor vorweggenommen. Hört ihr Hipster? Nicht mal eure Ironie ist originär!
Was mich allerdings wundert ist das fehlen von z.B. Skinny Puppy und anderem EBM in seinem Set, das war ja die Hochzeit in FFM dafür

Tresor Doku, die drölfzigste

Ich habe nicht mitgezählt wieviele Dokus über den Tresor es mittlerweile gibt, aber da er gerade wieder Geburtstag feiert paßt das ja ganz gut. Ich kann mich noch gut an die Interviews erinnern, hab ich, glaube ich, aber noch nie gepostet

(via kukidenta

Zeitmaschine


Mein Camorad Tilman hat’s endlich geschafft die Zeitmaschine auf eine eigene URL zu wuppen, war ja bislang nur auf Facebook. Auf EyeEm gibt’s dazu noch ein kurzes Interview. Hier war das ja auch schon öfter Thema, ach was sag ich, sogar Thema der Woche

Doku: Loveparade 1995

die 1995er Loveparade war in vielerlei Hinsicht einzigartig, die Naivität war noch fast ungebrochen, der Größenwahn fast auf seinem Höhepunkt und die Techno Sinnkrise noch ca. ein Jahr entfernt, wie man an folgendem Zeitdokument schön ersehen kann. Es war aber auch die erste Loveparade die so richtig behördenmäßig eingeschnürt würde, so konnte mein Wagen z.B. wegen 10 cm Überbreite nicht mitfahren.
Diese Doku von K7 kannte ich noch gar nicht, jede Menge Freunde und Bekannte jedenfalls und natürlich geb ich auch noch meinen Schmonzes ab, bei Ellen Allien im Kiss FM Studio und Westbam hat eins meiner Shirts an, pahaha.
Danke an Rave Strikes Back für’s finden

Auch schon wieder 6 Jahre her: Zitty zu Tanzen unterm Tarnnetz – Erinnerungen an die Anfangstage des Berliner Techno

Ich glaube ich konnte es damals nicht verlinken, weil es nicht online war, oder sowas. Jetuzt ist es mir doch noch übr den Weg gelaufen und ich hole es nach:
Berlin – Techno: Tanzen unterm Tarnnetz – Erinnerungen an die Anfangstage des Berliner Techno

Facebook killed the Flyerstar

love-parade_1995-dubmission_halle-weissensee

Wie hat man eigentlich vor Facebook seine Parties promotet? Richtig, man rannte durch die gesamte Stadt und plakatierte alles voll um am Ende der Runde schon drei neue Schichten Überklebungen vorzufinden und eben Flyer. Die Kleinvariante des Plakats fand man in unermesslicher Menge überall, von Bars bis Clubs, von Boutiquen bis Plattenläden. DTP war noch im Erwachsenwerden und die Menge an Material, schließlich mußten für zig Clubs pro Wochenende mindestens 2 Entwürfe gemacht werden, ließ dann auch im Nachhinein die Qualität ganz schön leiden.
Im Moment bahnt sich sowas wie ein Revival des Flyers an, nicht im Sinne der Verteilung, aber sonderbar ist das schon, das gleich zwei Quellen die Designverbrechen der 90er wieder aufleben lassen. Einmal wäre da der Flickrstream vom Kraftfuttermischwerk Ronny und zum anderen die Flyersammlung vom dmurygin Blog.
Beim Durchklicken finden sich immer wieder interessante temporäre Locations es schon lange nicht mehr gibt, an die auch die Erinnerung mittlerweile verblasst und zum anderen diese vielen DJ Namen von denen man auch nie wieder etwas hörte



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