Im Innern des Kitkat Clubs

Kitkat

Ich hab freies Wochenende weil ein Gig gecancelt wurde (bei vollem Lohnausgleich, Verträge sind manchmal doch ne coole Sache), aber nächste Woche bin ich mal wieder im Kitkat Club, diesem mystischen Ort um den sich so viele Gerüchte ranken. Einige kennen ja den dortigen Dragon Floor von den Walfisch Revival Parties, die auch nur dort stattfinden konnten, weil es eben die Original Location des damaligen Walfisch’s war. Aber wie es sonst so im Kitkat aussieht dürfte für die meisten eher unbekannt sein, dabei hat der durchaus einiges zu bieten was nicht mit gynäkolischem Inventar oder sonstigem Kinky Stuff zu tun hat, zum Beispiel einen Pool und zwei Keller (von denen nur einer gezeigt wird und fälschlicherweise als der damalige Walfisch bezeichnet wird, nur soviel am Rande). Electronic Beats hat ein Video gefunden, das Geheimnis zu lüften.

Doku “The Sound Of Belgium” nun auf Boiler Room zum Nachgucken

The-Sound-of-Belgium-2

Über die Doku TSOB hatten wir es hier schon öfter und bei der Deutschland Premiere hatte ich ja die Ehre bei dazu gehörigen Podiumsdiskussion mitzuzwirken. Nun tut es mir zwar Leid für alle die teuer die DVD erstanden haben, andererseits, Information wants to be free und so freue ich mich das dieses Zeitdokument über New Beat, eine wichtige Epoche im Werdegang zu Techno, für alle verfügbar ist. Einbetten ist leider nicht, da müßt ihr schon zum Broiler Room rüberklicken:

TSOB
The Sound of Belgium explores the rich but untold story of Belgian dance music. From the dance halls with Decap organs to the golden days of Popcorn; from EBM and New Beat to Belgian house and techno.

At the end of the 80s, Belgium was taken by surprise by the New Beat, a once immensely popular, almost surreal type of dance music. Its unexpected but short lived success didn’t only leave a mark on a new generation of musicians in Belgium in the years to come; its eclectic mix of sounds and styles actually had its seeds in earlier decades.

A story that has been widely ignored by ‘serious’ music critics and the mainstream media in general, ‘The Sound of Belgium’ goes in search of the spirit of a nation and the people that danced to it.

Arte Tracks: Nachtleben, Berlin 1997

Berlin1997

1997, damals, als der alte Tresor noch neben dem noch nicht fertigen Potsdamer Platz lag und im Matrix an der Warschauer noch Techno lief und keiner die Computer Zapfanlagen mochte. Als die letzten Ausläufer der anarchistischen 90er zwar noch da waren, aber jeder wußte das das jetzt schneller als einem lieb ist, zuende ging. Das Jahr in dem es die Frontage schon nicht mehr gab und das E-Werk schloß. Die Konfusion war jetzt nicht mehr außerhalb der Szene sondern in ihr und manche versuchten das mit Glamour aufzufangen, zurück zum Koks oder so. Die anderen wollten genau das nicht, kannte man ja noch aus den 80ern.
Kurze, aber im Nachhinein aussagekräftige Doku von Arte Tracks damals

(via Zeitmaschine)

Rave! Halle! 1992!

Halle92

So war das damals, icke, voll in Tarn :-D , mit u.a. Rec De Weirl, Marusha und ihrem damaligen Freund DJ Dick in Halle an der Saale anno 1992.
Schön das es gleich mit Aphex Twin losgeht, ab Minute 49 sieht man mich nochmal. Taugt auch gut zum Homeraven

(Via Toci)

“We Call It Techno” Doku nun frei auf Vimeo zugänglich

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Über “We Call It Techno” hatten wir es hier schon öfter, die Doku war der Beginn eines ganzen Reigens, der versucht hat die Anfänge Von Techno in Deutschland zu erörtern. Die Liste der Protagonisten der ersten Stunde, die zum Thema befragt wurden ist lang (ja auch icke) und es kommt Bildmaterial zum Zuge, das so vorher noch nie das Licht der Öffentlichkeit gesehen hatte.
War bislang nur käuflich, in Zeitfenstern von Mediatheken oder über halblegale Wege zu sehen, nun frei für alle auf Vimeo:

6 Jahre Boiler Room, das Interview


Boiler Room, einige lieben ihn, einige hassen ihn. Ich weiß noch, als die Berliner Ausgabe noch relativ neu war und wir uns auf Facebook zum lästern verabredeten. Natürlich ist so ein Format immer voyeuristisch, aber ich verdanke ihm auch nicht wenige grandiose Sets und nicht zuletzt auch einen eigenen Auftritt dort und weiß das die Leute die dort arbeiten dies mit sehr viel Herzblut tun. Ich finde es großartig auch in andere musikalische Szenen von zuhause eintauchen zu können und den state of Dubstep oder Drum & Bass via VDSL auch am Rand von Berlin checken kann. Klar ist das ein zweischneidiges Schwert, was die Entwicklungsphasen von Szenen angehen kann und es gab auch Ausgaben die ziemlich in die Hose gingen (Richie Hawtin mit Grimes anyone?), aber grundsätzlich finde ich persönlich das der Boiler Room das Internet noch ein bisschen geiler gemacht hat.
Hier ist das Interview zu 6 Jahren Boiler Room mit Gründer Blaise Belville dazu