Review Traktor Pro 3 und Traktor Kontrol S4 MK III

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Review Native Instruments S4 MK III, Traktor 3

Gleich zwei neue Inkarnationen und man kann die eine nicht von der anderen trennen. Fangen wir mal mit dem Traktor an. Der ist augenscheinlich flacher geworden, ein langer Weg, wenn man bedenkt wie er mal als skeumorphisches Pendant zu CD Wechslern angefangen hatte, in Brauntönen mit gelber Hüllkurve der Tracks. Nun in ganz flach und schwarz. Auf den ersten Blick hat sich allerdings zur Version 2 nur wenig verändert, klar es ist wieder eine Runde aufgeräumter und klarer geworden, aber die meisten Knöpfe haben ihre Stellung behalten. Die Änderungen befinden sich nicht so auf der Oberfläche, ein neuer Pitchalgorhythmus werkelt im Hintergrund und eine neue Effektsektion erwartet einen im Mixer, die sich mit dem Filterknopf des jeweiligen Kanals zuschalten lassen. Diese sind aber eben bislang nur der neuen S4 in der direkten Zuweisung vorbehalten. Viele, so auch ich, hatten sich vom Versionssprung eigentlich mehr erwartet, so z.B. modulareren Aufbau oder senkrecht schaltbare Decks. Dem ist nicht so, da sind andere schon weiter.

Traktor3

Aber kommen wir mal zur neuen S4. Die MK I war mein erster Controller von Native Instruments und ich habe ihn geliebt, bis ich vor ca. 3 Jahren auf die S5 umgestiegen bin. Jogwheels fand ich für meine Art des Auflegens eher vernachlässigbar und endlich gab es Screens auf dem Controller! Etwas das ich mir schon lange gewünscht hatte, aber die S8 war mir dafür einfach zu groß geraten. Weder mein Bag, noch die Handgepäck Bestimmungen von Fluggesellschaften ließen diese zu. Die S5 war der ideale Kompromiss. Leider stellten sich mit der Zeit die Touchstrips anstatt Jogwheels doch nicht als so ideal dar um z.B. vom vorigen Dj zu übernehmen. Auch die Screens erhielten über die Jahre nicht das versprochene Update auf farbige Hüllkurven und der Unterschied der Hüllkurven die mein Laptop zeigte versus . denen auf den S5 Screens war so enorm, das man am Ende doch wieder auf’s Laptop schaute. Zum browsen hingegen fand ich die immer top.
Nun steht also seit ein paar Wochen wieder eine S4 hier und die versucht das beste aus den S4 und S5 Welten in sich zu vereinigen. Zwischen der von der S5 übernommenen Loopsektion sitzt nun, pro Deck ein kleiner Screen, dieser zeigen den Tracknamen, eine Miniaturansicht der Hüllkurve mit Cues und Loops an, dazu die eingestellte Looplänge, BpM Zahl, Träcklänge inklusive rotem Blinken wenn der Track gefährlich ans Ende kommt und den Key an. Zuerst fand ich das etwas gadgethaft und die Winzigkeit der Screens ist auch nicht wirklich lesebrillenaugenfreundlich, aber mit der Zeit habe ich ihn tatsächlich schätzen gelernt, die wichtigsten Infos sind so jederzeit abrufbereit. Darunter sitzen die 8 Pads, die nun je nach Deckmodi unterschiedliche Funktionen haben, neben den Hotcues wären das beim Stemdeck die einnelnen Stems ein und aus zu schalten und bei Remixdeck kann mauf denen herrlich rumtrommeln und das mittels des kleinen Buttons zwischen Hotcue und Samples aufnehmen. Die 4 oberen Pads dienen dann als ein und aus Schalter, die darunter eröffnen im Screen die Volume und Filteranzeige, die dann mit den Loop Controls gesteuert werden. Schon pfiffig gemacht, so machen die erstmalig auch Spaß.

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Die zweite große Neuerung sind natürlich die neuen Jogwheels, diese sind motorisiert , heißt also sie können sich drehen, müssen aber nicht und das Haptic meint das z.B. Transienten und Cuepoints durch einen spürbar stärkeren Widerstand spürbar sind. Apple Watch 4 Besitzer kennen das von ihrer Crown. Das ist zuerst gewöhnungsbedürftig, wird aber schnell zu einer natürlichen Sache und möchte man dann kaum noch missen. Man spürt den Track förmlich unter seinen Fingern und die Entwicklung ist da auch noch nicht zuende, soweit ich weiß soll man langfristig auch leise und laute Stelle in Tracks damit erspüren können. Bleibt jedenfalls interesant wohin sich das noch entwickeln könnte, vielleicht kann man ja das Rad nicht neu erfinden, für das Jogwheel sieht das aber gerade so aus. Diese lassen sich in 3 Modes betreiben, einmal wäre dies der gängige Jogmode, bei dem sich nichts dreht und eben wie bei den üblichen Jogwheels der Track nachjustieren lässt. Dann der Turntable Mode, bei dem sich die Teller wie beim Plattenspieler drehen und sich so eben auch anschieben und abbremsen lassen. Klingt erstmal richtig cool, sieht auch gut aus und der Widerstand ist auch gut, aber bislang habe ich dafür dann trotz anfänglicher Begeisterung keinen Einsatz gefunden. Tatsächlich fühlt sich das für mich wie ein Rückschritt an, warum sollte ich digitales analog kopieren? Also für mich ist es nett das zu haben und wahrscheinlich werden andere das ganz anders sehen, ich für meinen Teil sehe nicht das ich das verwende. Dann gibt es da noch den Gridmode, in diesem kann man mittels des Jogwheels die Grids verschieben. Bislang funktioniert das nur ohne haptisches Feedback, soll wohl aber noch nachgeliefert werden. Aber auch so macht das schon mehr Spaß als in der Vorarbeit mit der Computermaus die Grids zu veschieben, es geht auch flotter von der Hand. Alles in allem sind die neuen Jogwheels sehr gut gelungen, sowohl von den Modes her als auch von der Haptik, sie sind schwer und laufen sehr flüssig, eher wie die von den neuen Denon CDJs als die von den Pioneers, erstere liebe ich, letztere mag ich eher nicht so.

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Auf der gleichen Seite der Decks aber oben finden sich noch 2 Buttons mit der Aufschrift FLX und REV was natürlich Fluxmode und Reverse bedeutet. Der Fluxmode bedeutet man kann rumscatchen, stoppen oder was auch immer und wenn man losläßt ist der Track an der Stelle, bis wohin er in dieser Zeit ansonsten gelaufen wäre. Rev bedeutet natürlich Reverse und läßt den Track rückwärts laufen. Was ich vermisse ist der Freezemode, der erstmalig in der iPad Version von Traktor auftauchte und den ich eigentlich sehr mochte, hier kommt er leider immer noch nicht vor.
Was mich jetzt nicht so stört, was aber andere mir schon vorgejammert haben ist, das sich die neue S4 nun mehr am CDJ Aufbau orientiert, also z.B. beide Pitchregler auf der rechten Seite und die Cue und Play Button, wie bei den CDJs als größte unten auf der linken Seite. Da ich auch mit CDJs arbeite war die Umgewöhnung für mich nicht groß, wenn man von der alten S4 umsteigt mag das anders aussehen. Dafür hat man nun auch eine eigene Browse Sektion pro Deck, bei der originalen war das ja noch ein Button in der Mitte und laden tat man dann per Button pro Deck. Die Browsesektion finde ich auch eigentlich gut gelungen, sie läßt sich einhändig bedienen, samt Browser auf und zuklappen, Favoriten Knopf und Preview Button. Dieser ist für ich hier aber auch das einzige Manko, erstens ist der zu klein geraten, auch wenn er beleuchtet ist und, ganz fatal: man muß ihn gedrückt halten, damit der vorgehörte Track läuft. Das ist die bislang unkomfortabelste Lösung die ich überhaupt je gesehen habe. Bei allen anderen NI Controllern war das besser gelöst, war man einmal im Vorhör Modus konnte man schnell die Tracks durchskippen und dabei hören. Jetzt muß ich dafür den Browsebutton drehen, dann den Vorhörbutton, will ich im Track skippen muß ich dazu noch den Browsebutton wieder drehen, lasse ich den Vorhörbutton aber los ist auch nix mehr mit Vorhören, dazu auch noch mit diesem kleinen Button, das ist unnötiges Fingerballett und ich hoffe das da noch nachgebessert wird, z.b. das ein Doppelklick einen im Vorhörmodus bleiben läßt oder ähnliches.

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Kommen wir mal zur Mixersektion, hier hat sich auch einiges getan. Zuerst sei gesagt das die neuen Fader wie Butter laufen, viel wertiger als in jedem Vorgänger. Über den Kanalfadern befindet sich die nächste große Neuerung. Die Filter sind nicht mehr nur Filter, sondern beherbergen eine neue Effeksektion, die sich pro Kanal individuell hinzuschalten lässt, dafür sitzen gleich dabeben 4 farbige Buttons, die man per einfachem Klick allen Kanälen zuweisen kann, oder durch Klick auf den Effektbutton und danach den zugehörigen unter dem Filterpoti, einzelnen Kanälen zuweist. Das essentielle für den guten Übergang ist dort bereits abgedeckt, Reverb, Delays, Gater, Noise, Flanger, alles da und man will es nach kürzester Zeit nicht mehr missen, wirklich eine Bereicherung im neuen Traktor, die so direkt angesprochen bislang der neuen S4 vorbehalen bleibt, dem Rest bleibt bislang nur mappen. Die altbekannte Effektsektion ist dadurch nicht tangiert, die bleibt genauso erhalten wie sie es auch schon in Traktor 2 war.
Der Mixer der S4 MK III soll übrigens standalonefähig werden, bislang ist das zwar noch nicht realisiert, aber soll kommen, heißt er läßt sich auch ohne Computer dran nutzen. Dazu sind neben den Gain Reglern diese kleinen EXT Buttons und die haben es bislang noch in sich! Mit diesen schaltet man auf die externen Eingänge, also Mikro, Plattenspieler, CDJ, was man eben so ranhängen will. Tut man das aber im laufeneden Betrieb ist der Track des gerade laufenden Kanals weg! Da die aber exakt auf 9:00 neben den Gain Reglern liegen, kann es ziemlich leicht passieren, das man dort versehentlich rankommt und dann ist Ruhe, der Track ist weg und auch erneutes betätigen des EXT Buttons zurück auf intern, bringt diesen nicht zurück. Kann ein ziemlicher Show Stopper sein. Soll auch noch in einem der nächsten Updates behoben werden, aber wer sich das jetzt zulegt sollte das bis dahin im Hinterkopf behalten und die Gain Regler im Betrieb nur mit ganz spitzen Fingern anfassen.
Ansonsten hat man jetzt glücklicherweise auf herausstehende Buttons verzichtet, es gibt dort gr0ße und kleine Klinke für den Kopfhörer, Mikrofonanschluß und Crossfader Switches für jedes Deck und die Kurve des Crossfaders.
Hinten gibt es pro Mixer Kanal einen Anschluß 2X für Phono/Line und 2X Line, Dazu einen Booth Ausgang in Klinke, und Main Outs in Klinke und XL und noch einmal Mic. Desweiteren befindet sich dort noch ein USB Eingang mit Namen Hub, dessen Funktion ich bislang noch nicht eruieren konnte, könnte auch noch was spannendes sein.
Die S4 MK III ist nicht nur von Namen und Austattung her der große Bruder der ursprünglichen S4, leider auch in den Ausmaßen, die da wären 54 x 33 x 4, was nicht nur ein sowieso fälliges Update für mein Bag nötig macht, sondern auch für die Handgepäck Bestimmungen der meisten Airlines sehr knapp werden dürfte.

Disclaimer: Ich gebe zu bedenken das dieser Artikel mit der heißen Nadel gestrickt wurde, bis zum Release am 1. November kann da noch viel passieren, bzw. nachgereicht werden, was bislang noch fehlt. Als auch wollte ich das hier noch fertig haben, bevor ich mich kurz in den Urlaub verabschiede und kann daher nur über das berichten was ich bislang entdeckt und ausprobiert habe, denke aber so ca. 90-95% der Neuerungen dürften abgedeckt sein.

Meine Apple Homepods

Homepod

Icke, wie so oft, gern gegen den Strom. Der Homepod von Apple wurde ja seit erscheinen eher verwundert bis irritiert kommentiert. Ein 350 € Wlan Lautsprecher mit der, im Gegensatz zu Alexa und Co, doch eher dummen Siri drin und zudem nur für Apple Music ausgelegt. Klar habe ich für’s Studio seit 25 Jahren meine Genelecs, aber die sind linear, also nicht für den Spaß, sondern darauf geeicht möglichst klar zu klingen. Für den richtigen Wumms Spaß braucht’s da schon was anderes und so wirklich transportabel sind die auch nicht, sondern fest montiert. Apple selbst bewirbt die Box in erster Linie als gut klingende Box für Apple Music plus Siri und genau in dieser Reihenfolge sehe ich sie auch. Mit Geräten quatschen will ich eh nicht, höchstens ein „Hey Siri, lauter“ oder „Hey Siri leiser“ rutscht mir mittlerweile mal raus, das lässt sich aber auch auf dem Touchpad oben regeln, das ebenso anzeigt ob Siri gerade zuhört. In erster Linie ist der Homepod für mich eine wortwörtlich brutal gut klingende Box, die so rein gar nichts mit den sonstigen smarten Bluetooth Boxen gemein hat, die die Konkurrenz so anbietet. Die sind ja in erster Linie eher smart und Musik kommt erst an zweiter Stelle. Das fängt mit der Kompression via Bluetooth an und hört bei der mittigen Basssimulation nicht auf. Ich habe wirklich einiges an Boxen durch, aber so bassbrachial wie der Homepod war noch keine und das mit großem Abstand. Ich habe jedenfalls noch keine Box erlebt, die mir dieses Funktion One Feeling in die heimische Bude bringt, die wackelt ungelogen bei Einsatz der Homepods.

Größenvergleich zum 13' Macbook Pro

Größenvergleich zum 13′ Macbook Pro

Ja, richtig gelesen, Mehrzahl! Ich habe mir nämlich nach kurzer Zeit gleich noch testweise einen zweiten geholt, weil ich nach dem Mono Sounderlebnis wissen wollte wie das nun in Stereo kommt und ihn gleich behalten, weil Ohrgasmus. Und das obwohl ich neben iTunes als Musikmediathek weiterhin lieber Spotify nutze und der Homepod hauptsächlich an einem Macbook betrieben wird, der von Apple dafür offensichtlich gar nicht vorgesehen ist. Mono Multiroom ja, aber als Stereopaar sind die bei mir, außer auf den iOS Geräten und in iTunes auf dem iMac mit High Sierra, eigentlich gar nicht zu betreiben. Für das Musiklaptop mit älterem OS mußte ich erstmal einen Umweg finden um das trotzdem zu realisieren.

Airfoil Workaround

Airfoil Workaround

Dieser war, die Airfoil App von Rogue Amoebia zu installieren, und in 2facher Ausführung zu starten, eine für den rechten, die andere für den linken Kanal, für je einen Homepod. So läuft das aber recht stabil und super. Hat zudem den Vorteil, das man mit dieser Lösung sowohl Lautstärke als auch EQ pro Kanal hat, das ist bei Apple bislang noch gar nicht vorgesehen, ebenso lassen sich so auch Systemsounds oder eben alles was sonst über den Kopfhörerausgang raus ginge über die Homepods hören. Klingt nach einem dämlichen Workaround dafür, was eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein sollte, isses auch. Aber der Klang! Wirklich, von Klassik bis Techno, alles klingt bombastisch aus diesen vergleichsweise winzigen Dingern. Gerade dieser neue Techno mit diesen riesigen Kicks mit Hallfahne dran kommt darüber als wären sie genau dafür geschaffen worden, oder dieser minimalistische Drum & Bass a la Homemade Weapons, da geht neben den Räumen auch noch das Herz ganz weit auf.

so sieht's drinnen aus

so sieht’s drinnen aus

Hinzu kommt das die Homepods mit so ziemlich jeder Aufstellsituation klar kommen, dazu sind rundum 6 Mikrofone eingebaut, die den Raumklang ausmessen und die Homepods je nach Situation für die 7 Tweeter und den oben angebrachten Woofer automatisch neu auspegeln. Dazu bedarf es im Gegensatz zu z.B. den Sonos keine App, die beim Umstellen der Boxen jedesmal neu einmessen muß, das regelt die Hompod Software autark. Ob die Teile nun in einer Ecke oder mitten im Raum stehen macht fast keinen Unterschied, ich hab’s in verschiedenen Aufstellungen in der Wohnung probiert, eine reflektierende Wand oder ein Holztisch als Unterlage machen vielleicht noch ein bisschen mehr Wumms, aber der beeindruckende Bass und Räumlichkeit sind überall gegeben und mit beeindruckend meine ich tatsächlich das man ihn auch spürt anstatt ihn nur zu hören, das hören kriegen ja auch noch manche dieser Bluetooth Boxen mit ihrer Psychoakustik hin. Aber das eine Techno Bassdrum tatsächlich physisch drückt und die Räumlichkeit der Musik trotzdem noch durchkommt, habe ich bislang bei keiner Box und erst recht nicht mit solch einem Format erlebt. Und sie sind laut und je lauter man sie aufdreht, desto besser klingen sie.
Ich will auch die Minuspunkte nicht verschweigen: Für Videos und Games sind die Homepods eher ungeeignet, da die Wlan Übertragung zu einem ca. 2 sekündigen Lag tendiert, so das Videoton nicht synchron mit der Bildspur läuft. Auch bis der Puffer des Homepods vollgeladen ist vergehen diese 2 Sekunden, so das man nach Anklicken eines Musiktitels mal eben warten muß und ebenso lange bis der Track dann nicht mehr zu hören ist, nachdem man die Stoptaste gedrückt hat. Als DJ Monitor z.B. also auch völlig ungeeignet.
Höhen, Mitten, Bässe und Räumlichkeit geben, wie gesagt, keinen Grund zur Klage, aber Vocals in Musik kommen m.E. nicht richtig durch, bzw. bleiben etwas im Hintergrund. Damit kann ich persönlich allerdings gut leben, da ich Vocals in Musik bekanntlich eh kaum mag. Hört man hingegen Stimmen allein, wie z.B. in Podcasts oder Audiobooks gegeben, kommen sie so glasklar, das man denkt die Personen sitzen im Raum.
Alleine für die Einrichtung braucht es ein iPad oder ein iPhone, damit ist die Sache dann aber auch wirklich so simpel wie man das von Apple mal gewohnt war und beileibe nicht mehr immer so ist. iPhone an den Homepod halten, der wird sofort erkannt und innerhalb einer Minute startklar. Das Einrichten des Stereopaars geht ebenso simpel von der Hand. Sind beide erkannt fragt die Home App an ob man diese zu selbigem verbinden möchte. Trennen und wieder zusammenfügen geht dann zukünftig ebenso simpel.
Die Homepods sind also mit Sicherheit keine Smart Boxen für jeden Use Case, für meinen jedoch, also rein für Musikgenuß und Spaß am Bass, definitiv die richtige Entscheidung. Aber auch nur weil ich mich eh nach wie vor im Apple Universum zuhause fühle. Ist man da eher hybrid unterwegs würde der Homepod schon wegfallen, oder man mußte weitere umständliche Workarounds basteln, was ja nicht Sinn der Sache sein kann.

Jahresrückblick 2017

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Und wieder ist ein Jahr rum, was bedeutet das da eine nachträgliche Betrachtung möglich ist. Gleich vorweg was mich am meisten genervt hat: Amateurpolitik. Nicht nur von denen die es eigentlich professionell machen sollten, sondern auch dieses wahlweise weinerliche bis ängstliche oder auch immer wieder gern inflationär zum Skandal hochstilisierte Mutmaßen. Was früher mal eine Domäne der Stammtisch Experten von nach Bier und kaltem Rausch geschwängerter Lokalitäten war, brüllt einen heute aus jeder Ecke an und verdirbt einem schon am frühen Morgen den Tag. Ich verstehe diese Polithysterie nicht. Mir ist einer, der Lebenszeit dafür draufgehen läßt, das Deutschland so bleibt wie er es vermeindlich in Erinnerung hat, obwohl er gerademal in seinen Mittzwanzigern ist, genauso suspekt wie einer, der den ganzen Tag in der Politjauche wühlt um irgendeine Bestätigung seiner Vermutungen zu finden, die er anschließend mit Likes und Followern vergolden kann. Warum verplempert man sein Leben mit sowas? Natürlich gibt es unzählige Misstände im großen wie im kleinen auf der Welt und man sollte achtsam und mit offenen Augen und gutem Seismograpfen durch die Welt gehen, aber diese Fixierung auf politisches, gerne auch einhergehend mit Verrohung der Sprache, kann man denn wirklich nur über negatives von anderen mit der Welt kommunizieren? Ich kann dem nix abgewinnen und habe diesbezüglich auch dieses Jahr ordentlich in meiner Timeline aufgeräumt.

Das soll’s auch schon gewesen sein mit dem Gerante, was nicht heißen soll das bei mir alles eitel Sonnenschein war, gerade gegen Ende hat das Jahr nochmal so richtig gezeigt was ne Harke ist und der Tod unseres Hundes Sy ist auch heute noch nicht so richtig fertig verdaut. Dann kommste von den Weihnachtsbesuchen wieder nachhause und die ganze Bude stinkt, hat der Kühlschrank noch auf den letzten Metern des Jahres beschlossen den Geist aufzugeben und nu finde mal einen zwischen den Jahren! Ist zwar gelungen, aber was für eine Hetzerei! Der Anfang des Jahres war davon geprägt, die eigene Mutter im Altersheim zu haben und dafür zu sorgen das das alles läuft, mit Rechnungen bezahlen und dem ganzen Papierkram der so dazu gehört. Im Sommer ist uns dann hier auch noch nach einem Regen der Keller vollgelaufen und das was sich Hausverwaltung nennt zeigte sich, wie man das vom Klischee her kennt, von seiner schlechtesten Seite. Trotzdem würde ich sagen überwiegen die positiven Aspekte deutlich.
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Ich hörte z.B. oft davon das der Sommer ein schlechter gewesen sei, was ich von meiner Seite aus überhaupt nicht behaupten kann. Was natürlich auch daran liegen mag das ich das Stand Up Paddling für mich entdeckt habe und sowieso oft mit Wasser zu tun hatte. Oder auch daran das ich das Biken wieder mehr in den Alltag und darüber hinaus integriert habe. Dazu hatte ich mir ja im August noch ein Vanmoof Smartbike gegönnt, was das bei der Sache bleiben um einiges erleichtert bzw. versüßt. Im Spätsommer kam dann Aaron in die Schule und auch dafür läßt sich das gut nutzen. Heißt für mich nun allerdings jeden Tag noch ne Stunde früher aufzustehen, was mit meinem Nachteulen Biorhythmus nur schwer in Einklang zu bringen ist, aber muß ja.

Ansonsten hab ich, außer eben dem Paddling Board und dem Bike, für Sport nix ausgeben müssen, mein kleiner Bodyweight Wintergarten ist perfekt so wie er ist und die Apple Watch sorgt mit ihren Ringen dafür das man auch schön am Ball bleibt, das Resultat sieht dann so aus:
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Das ganze Jahr durch gab es, neben meinen Residencies bei Double Impact im Suicide oder Tekknozid wieder viele tolle Gigs und ich genieße das nach wie vor, sei es hier in Berlin oder unterwegs und das damit einhergehende Jagen nach neuen Tracks für die Sets oder für meine TNT Sendung. Ich feiere dieses Jahr 30 Jahre Techno und kann nicht behaupten das es langweilig würde. Dieses Menschen treffen mit Musik bedeutet mir eine Freiheit die ich sehr wertschätze, womit ich auch wieder meine Altraver Crew ganz herzlich grüßen möchte, ihr seid der Hammer! :D
Auffällig fand ich das mich, im Gegensatz zu den anderen Jahren, kein Seitengenre zum Ausgleich so richtig begeistern konnte. Sonst gibt’s ja immer sowas wie Dubstep, 2Step, Drum & Bass, das ich so zum Ausgleich verfolge, aber da hat mich dieses Jahr nichts so richtig gekickt, es blieb ein reines Technojahr.
Bleiben wir noch ein bisschen beim Audio, (ich pack das jetzt extra hier unten hin, weil Nichtproduziernerds können das wahrscheinlich getrost überlesen, mir ist das aber ziemlich wichtig) nach vielem Hin und Her habe ich mir dann tatsächlich mal die Push 2 für Ableton gegönnt und es nicht bereut. Eher im Gegenteil, so das ich mich frage warum ich das eigentlich nicht schon früher gemacht habe. Wenn die DAW zum Instrument wird öffnet das noch mal eine ganz andere Ebene und ich habe das Gefühl ich habe da bislang gerade mal die Oberfläche gekratzt, jedenfalls macht so alles noch viel mehr Sinn und Spaß. Gekauft habe ich sonst eigentlich nichts und freue mich schonmal auf das Update auf Live 10 vor. Ein paar Freeware Sachen gibt es aber schon noch, die ich gerne empfehlen möchte und die es geschafft haben dauerhafter auf meiner Festplatte zu verweilen, als da wären:

screenshotVCV Rack ein Modularsystem für den Rechner, so richtig mit virtuellem Strippenziehen, für das in ziemlich kurzer Zeit immer mehr Module, auch von Drittherstellern, angeboten werden. Soll wohl bald auch als Plugin verfügbar sein.

DRUMR
Drumr ist praktisch um Drums via Push im Mix einfach auszutauschen und nach Belieben zu Formen. Geht mit den mitgelieferten Samples, aber auch mit den eigenen Sample Foldern.

OneKnobsOne Knobs Ebenfalls wie der Drumr von Elphnt, eine Racksammlung von 24 Ableton Racks, die, wie der Name ja schon verrät, mittels eines Knopfs zu bedienen sind und gerade in Kombination mit Push herrlich zur Entfaltung kommen.

abletunesoneknobsABLETUNES KNOBS Ähnlich wie obige One Knobs, 3 einzelne Plugins die lediglich einen Button zur Bedienung mitbringen, einer für Attack, einer für Drive und einer für Space, aber in Kombination ziemlich wirkmächtig sind

bd808Synsonic’s BD-909 und BD-808 Die beiden können nix weiter als die bekannten Bassdrums der jeweiligen Rolandmaschinen emulieren und shapen, lassen sich allerdings eben auch chromatisch spielen und geben somit auch schöne Basssynthsizer mit viel Bauch ab

Wie immer zum Schluß, das Jahr runtergebrochen auf reine Kennzahlen:

13 Jahre Beziehung
9 Jahre verheiratet
7 Jahre Vater
6 Jahre rauchfrei
5 Jahre Karow
10.265 Schritte pro Tag im Jahresdurchschnitt
Gewicht 1.1.2017: 89,5 kg
Gewicht 1.1 2018: 85,1 kg

Und zu Guter Letzt noch die Playlists mit allen Mixen aus 2017

Und die TNT Playlist mit allen Sendungen:

Jetzt bin ich mal gespannt was 2018 bringen wird und freue mich schonmal auf unseren bald kommenden Doberdor Welpen der Pankow heißen wird :D

David Meiser – Dark Legacy Album

Für mich bislang das Album dieses Herbstes. David Meidser kennt man schon geraume Zeit von Releases auf Nachtstrom, AFU Limited oder Reaktor. Dabei ist seine Soundcharakteriktik immer sehr klar zu erkennen, die für mich sehr von frühen Underground Resistance beeinflußt zu sein scheint, ohne diese jeoch zu kopieren. Dark Legacy ist ein facettenreiches Album wirklich ohne Füller geworden, das es zudem noch als, wie oben gezeigten, schicken USB Stick zu erwerben gibt.

Vanmoofing, oder zurück zum Bike

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Radfahren und ich, das hat eine lange Geschichte, die in den letzten Jahren etwas zum erliegen kam. Man kennt das, man zieht raus, ist meist mit der Familie unterwegs und das Rad bleibt immer öfter stehen, weil man der bequemen Karre den Vorzug gibt. Dabei hatte ich sie alle, Bonanzarad, Rennrad, GT Mountainbike, Cannondale Fully und dann zu guter letzt eben nur noch die pragmatische Stadtschlampe (Tecnobike) für 290 € von Stadler, gekauft um den Kindersitz drauf zu befestigen, damit ich den Bengel in die Kita bringen kann. Nicht das dieser Gaul schlecht gewesen wäre und ich habe auch damit Touren um die 30 km geritten, ohne das er gemurrt hätte, aber Spaß und Pragmatismus gehen nunmal selten Hand in Hand. Das das mit der alten Liebe nicht so weitergehen kann, war mir schon länger klar und dieser neu gewachsene Markt der Ebikes oder Pedelecs schienen mir ursprünglich der Weg um diese neu zu entfachen. Dabei war mir von Anfang an klar, nicht diese Normalobikes mit angeflanschten Motor- und Akkuwarzen, auf denen man oft Rentner beim Ausritt an der Ostsee sieht. Das Interesse flackerte erst auf, als Firmen wie Stromer, Coboc und eben Vanmoof mit Modellen um die Ecke kamen, bei denen der Akku integriert ist. Der Vanmoof Rahmen, mit seinem durchgehenden Oberrohr mit eingebauten Lampen fiel mir dabei schon vor Jahren mal auf, dem schenkte ich in der Pragmatismusphase allerdings weniger Beachtung, lediglich ein „Da muß das Rad erst 200 Jahre alt werden, damit einer auf die naheliegende Idee kommt?“ Aufmerken war da. Für mich teilte sich der Radmarkt bislang in retro (von Rennrad bis Hollandrad), schneller, weiter, häßlicher (Carbon bis Federgabel,) und eben seit geraumer Zeit Pedelecs auf. Die Unterschiede machten lediglich die Schlimmheit der Design und bei näherem Hinsehen noch die Komponenten aus, aber ansonsten sahen alle wie vom gleichen Hersteller, lediglich unterschiedlich gebrandet, aus. Kein Wunder das sich da Pragmatismus breit macht. Vanmoof war da die einzige Ausnahme. Dann kamen die mit dem Electrified und, wie es der Name schon vorgibt, ich war elekritisiert von der Idee dieses Minimalismus, der sich in seiner höchsten Ausbaustufe zwar am guten alten Hollandrad orientiert, aber mit einem Futurismus, den man ja heute überall vermisst. SEit diesem Rahmen waren für mich alles andere nur Fahrräder.
Berlin hat das Glück eins der wenigen Oulets dieser holländischen Firma zu beherbergen und der ca. 8 km weite Weg in die Schliemannstraße war auch mit dem Stadler Esel gut zu bewältigen, ich wollte sowohl das 8 Gang Smartbike, als auch dieses Electrified S zum Vergleich testen, obwohl ersteres eigentlich wohl nur als Alibi gelten sollte, letzteres besser zu finden, es sollte anders kommen.
Natürlich rollt sich so ein Electrified mit halblegalen bis zu 32 km/h und den dicken Ballonreifen dazu wie die Königsklasse. Bike Messenger beim Ampelstart mit Boostbutton spielend hinter sich lassen, den Berg am Weinbergsweg aufrecht und ohne Wiegetritt mit 28 km/h raufzuhuschen, doller Spaß! Aber, und jetzt kommt das große aber: für mich unbefriedigend. So geil ich die Idee von Ebikes finde, ich will nach 30 km Tour meine Beine pumpen spüren! Und genau das passiert eben nicht. Da kann ich mir auch gleich einen E-Roller für die Hälfte des Geldes kaufen. Wobei ich mich da gerade frage, wieso gescheite Ebikes preislich da anfangen, wo die Roller eher aufhören, also so bei 3000 €?
Wie auch immer, nach zweimaligem Testfahren beider Optionen hatte ich mich dann für das Vanmoof Smartbike entschieden, das hat zwar keinen Motor, sondern lediglich eine Alfine 8 Gang Schaltung, die im flachen Berlin/Brandenburg natürlich vollauf genügt, aber trotzdem den coolen Technokram wie GPS und Schloß, das direkt in den Rahmen geht und mittels App oder kleinem Sender am Schlüsselbund geöffnet wird. Dazu hat man auch noch immer die km/h auf dem Touchpad im Blick, ein Feature das mir allein schon den kleinen Aufpreis zum Standardbike ohne Technogedöhns von ca. 200 € wert war.
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Natürlich muß da noch ein wenig customized werden, die billigen Plastikpedale wurden gegen Motos mit Griptape für die nasse Jahreszeit getauscht.
Langfristig kommt noch ein Brooks Cambium Sattel und die passenden Lenkergriffe dran. Ich sagte ja das der Pragmatismus ein Ende hat. Auch schön, wenn auch ich Bikes grundsätzlich nur selten unbewacht draußen stehen lasse. die Komponenten sind recht diebstahlsicher angebracht, da zum lösen spezielles, mitgeliefertes Werkzeug nötig ist.
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Einer der pressierendsten Gründe für die eigene Muskelkraft war, das ich meine Fahrten per Applewatch gerne auf Strava tracke und was würde das noch für einen Sinn haben, wenn die Hauptarbeit der Motor erledigt? Mag sein das das in 10 Jahren vielleicht anders aussieht, wenn ich dann mit meinem Sohn Touren mache und der voll im Saft steht, während ich halbtot hinterher hechele, aber noch ist das nicht soweit. Im Gegenteil, habe ich mir die Prämisse gesetzt Strecken bis ca. 15 km, die ich allein zu bewältigen habe wieder per Bike zu erledigen, dazu gehören auch Gigs innerhalb von Berlin. Und bis dahin macht die Ebike Technik noch solche Sprünge, macht sie ja heute schon in atemberaubendem Tempo, das man sich ärgern würde heute ein Modell gekauft zu haben.
Anyway, ich möchte nochmal zu der Rumnerderei mit Strava kommen, die für mich untrennbar mit der Bikerei zusammen hängt. Ich kann jedem nur empfehlen diese kostenlose App zu installieren, natürlich kann man dort, wie heute üblich, auch kostenpflichtige Premium Features freischalten, aber was die App schon im Free Modus zulässt ist beachtlich und geht weit über die Konkurrenz hinaus, das fängt an mit Segmenten und was sich da herauslesen läßt an und hört bei den ganzen Zusatz Apps der Drittanbieter nicht auf, die sich erstaunlicherweise auch ohne Premiumkauf nutzen lassen.

Insbesondere sei da Relive erwähnt, das gefahrene Touren zu kleinen Filmen umwandelt die man mit auf der Tour geschossenen Bildern bestücken und teilen kann:

als auch Stravistix das mit diversen Zusatzfeatures wie Jahres Fortschritte aufwartet.
Wer es nicht ganz so aufwändig braucht dem sei seit neuestem Smartmoof empfohlen, womit Vanmoof vielleicht das erste Bike mit Drittanbieter Software ist. Smartmoof wurde von einem enthusiastischen Vanmooffahrer entwickelt, nachdem die Vanmoofsoftware bislang eine Featureversprechen nicht nachgeliefert hat. Mit dieser sind dann Einblicke wie Gesamtkilometer, Tripkilometer, Durchschnittsgeschwindigkeit, Topspeed, Batteriestand usw. einsehbar und soll unter anderem wohl dahingehend weiterentwickelt werden, das man das Bike auch per AppleWatch entsperren kann.
Die App sagt mir das ich bislang in 3 Wochen über 200 km gefahren bin und ich könnte mir gut vorstellen, das nächstes Jahr noch ein Gravel- oder Roadbike für die ganz langen Touren dazu kommt. Stahlrahmen hin, Alurahmen her, alte Liebe rostet nicht.

Review: Jason Timothy -Music Habits, The Mental Game Of Electronic Music Production

Mental Game

Jason Timothy kennt man als als Tutor von Ableton Tutorials auf www.MusicSoftwareTraining.com, lustigerweise rät er von deren extensivem Gebrauch in seinem Buch eher ab. Was paradox klingt macht aber durchaus Sinn und so geht es in diesem, man möchte fast sagen, Ratgeber öfter zu. So ist das halt mit kreativen Prozessen.
Schon das Inhaltsverzeichnis verrät einen gesunden Pragmatismus und richtet sich in erster Linie an die ewigen Probleme von Musikproduktion wie Prokastination, wie kriegt man einen Track fertig und die neuen, z.B. Ablenkung durch Social Media.
Eingeführt wird mittels 10 goldener Regeln, die da wären:

  1. Your first attempts at making music won’t be great, and that’s the way it should be
  2. Nobody creates in a constant peak state
  3. Most of what you think you ned to know, doesn’t matter
  4. Most of the tools you think you need, you don’t
  5. Your habits count more than your knowledge
  6. Everything you want comes through people
  7. You don’t have to be miserable to make good music
  8. Musicianship is optional
  9. Time is the only difference from you and those who are now sucessful
  10. Everybody steals

Dermaßen geerdet werden dann viele Themen abgeklappert, die einem bei der täglichen Arbeit, nicht nur bei Musikproduktion, so oder in ähnlicher Form begegnen, Sampling vs. Sounddesign vs. Workflow und dabei immer die so wichtige Gewohnheitsbildung im Blick, die die „Ich habe keine Zeit“ Entschuldigung in der Luft zerreisst und darauf drängt einen Track nach dem anderen fertig zu stellen, anstatt sich in zig Projekten oder angefangenen Loopschichtungen zu verlieren, oder ob man das begehrte neue Stück Equipment wirklich braucht, oder ob das nicht nur auch wieder eine Ersatzbefriedigung ist.
Erfreulich das dabei grundsätzlich Elektronische Musik wie Techno, bzw. Clubtracks stets im Vordergrund stehen.
Im Letzten Drittel geht’s dann von der Lebensberatung in die Praxis. Die Essential Tricks beinhalten durchaus brauchbare Pi mal Daumen Hilfen in Sachen Compressor, EQ und Arrangementtips, die vieles erstmal auf simpel herunterbrechen um später erfahrungsgemäß dann doch wieder in der Praxis gebrochen zu werden, aber an Anhaltshilfe durchaus brauchbar. Wie bei so Youtube Tutorials, nur zum lesen und gleich umsetzen, geht zudem viel schneller!

Abgesehen von der down to earth Attitüde und den wirklich brauchbaren Anstößen hat mir das Buch vor allem durch seinen Verzicht auf jegliches Audio Voodoo und Kunst Blabla gefallen.
Gibt’s bei KindleUnlimited für kostenlos, ansonsten sind 8,92 für die Kindle Version fällig und zur Abwechslung gibt es Print mal nicht.
Der Blick ins recht lange Inhaltsverzeichnis lohnt sich falls irgendwelche Fragen offen geblieben sind:

Music Habits – The Mental Game of Electronic Music Production: Finish Songs Fast, Beat Procrastination and Find Your Creative Flow (English Edition)

Elastic Drums V. 2.0

Elastic Drums

Eine meiner, wenn nicht gar DIE Lieblings App, zum musizieren auf dem iPad hat gerade ein kostenloses Update auf die Version 2 erhalten und jetzt mag ich sie noch mehr. Durch Funktionsweise und Soundcontent baue ich immer wieder fantastische Grooves, auf die ich in anderen Apps oder gar DAWs gar nicht gekommen wäre. Dabei verlässt sich Elastic Drums eben nicht auf Samples, sondern auf Synth Engines zur Soundkreation und ich finde das hört man. Seit Version 1.9 kann man auch noch einen Sampler freischalten lassen und zusammen mit Modstep ergeben die beiden ein wundervolles Team, bei dem man sich nur noch wünscht, 2 iPads zu haben, eins pro App, die man dann per dem implementierten Ableton Link Seite an Seite bedient Das steht einer DAW am Rechner in kaum noch etwas nach, zumindest für meine Bedürfnisse. Trotzdem natürlich großartig, das man seit der Version 2.0 seine Ergüsse als Ableton Sets exportieren kann, die man dann in Ableton öffnen kann. Ein wirklich naheliegendes Feature, das Elastic Drums nun, meines Wissens nach, als erste realisiert haben.
Aber der V.2. Spaß hört da nicht auf, auch der eh schon recht komfortable Import eigener Samples wurde nochmals verbessert und ein nicht so ganz für mich passendes Sample Kit läßt sich erstmals In App kaufen, aber das läßt auf die Zukunft hoffen, wenn man bedenkt wer da bislang schon alles exklusiv Sounds beigesteuert hat.
Rundherum wieder ein wirklich großes Update. Läuft als Universal App auf iPhone und iPad, aber ehrlich, hätte ich nicht bereits ein iPad, ich würde es mir glatt allein für Elastic Drums gönnen.

Hier noch die Videos zu den neuen Features:

Ableton Live Set Export:

Sample Import IAP:

Und der Trailer zur Version 2, mit Sounds aus dem DJ Elephant Sample Kit, das auch die App gut zeigt

Review 2016

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Es hat sich bislang immer als schwierig und somit falsch angefühlt das Review vor dem letzten Tag des alten Jahres zu schreiben und deshalb kommt es auch diesmal erst im neuen. Das andere das können bewundere ich oft, aber bei den ganzen Rückblicken, die schon Anfang Dezember genau das tun, dann auch eher die Chuzpe. Hat man ja gesehen wie sich der sterbende Drache 2016 da nochmal erhoben und wild um sich geschlagen hat.

Ich sagte es bereits letztes Jahr und dieses Jahr ist es nicht anders: mein Leben läuft antizyklisch, umso beschissener es auf der Welt aussieht, desto besser läuft’s bei mir. Well, vielleicht nicht ganz, während ich das vergangene Jahr fast ebenso positiv wie das davor bewerten möchte, hat sich die Welt im vergangenen Jahr ja nochmal eindeutig verschlechtert, was gesellschaftliche Tendenzen betrifft. So gesehen hätte mein Jahr eigentlich noch eine Steigerung erfahren müssen, so weit zu gehen das zu behaupten möchte ich jedoch nicht gehen, ich will mal spoilern und behaupten es ging sich ziemlich gleich geil an.
Ich möchte jetzt auch gar nicht groß auf die gesellschaftlichen Faktoren eingehen, die hatten wir ja schon an anderer Stelle über das Jahr genügend durchgekaut, sei es AfD, Trump, Brexit, you name it und all das sind keine schönen Vorzeichen für eine bessere Welt im folgenden Jahr. Ich behandele das mittlerweile auch nur selten hier im Blog, weil ich erstens befürchte das man damit nur Gesocks anzieht, mit dem man, das gehört schon zu Zweitens, solche Tendenzen nur weiter manifestiert. Das ist übrigens auch schon die erste Bitte an euch da draußen: Verbreitet den Schwachfug von den Deppen nicht auch noch weiter, was mich 2016 nämlich am meisten nervte war, das jedes Stöckchen von denen bereitwillig aufgenommen wurde um sich entrüstet davon abzuwenden und somit gleich die eigene gute Gesinnung zur Schau zu stellen. So hat am Ende jeder diesen Quatsch weiter gehyped, da wird es dann auch inkonsequent sich über Talkshows aufzuregen, die deren Sprachröhren eine Bühne bieten. Also lasst euch 2017 nicht mehr von denen die Agenda setten.

Komm ich mal zu mir, und ich erwähnte es ja bereits am Rande, da gibt es eigentlich keinen Grund zur Klage, der Gigs waren viele und es war wieder keiner dabei den ich im Nachhinein bereut hätte. Dabei ist es egal ob das nun drinnen oder draußen stattgefunden hat, der Sommer mit seinen vielen Festivals war super, wobei ich da, neben alten Bekannten wie Fusion, Simsalaboom und Hexenwerk, wieder einige neue entdecken durfte, aber die Drinnensachen brauchen sich dagegen auch nicht zu verstecken, die Club The Rest Sache im Tresor, Tekknozid, meine Suicide Residency, aber auch außerhalb von Berlin gab es viele schöne und außergewöhnliche Sachen. Insbesondere möchte ich da meiner Altraver Crew danken, die dieses Jahr bei so vielen Gigs dabei war und so manches Mal noch den jungen gezeigt hat wie das geht mit dem Raven und diese damit angesteckt hat, auf das die Party explodiert. Danke, Danke, Danke, für die Motivation und den Spaß ihr wisst wer ihr seid!
Der Sommer macht ja immer vieles anders und in diesem hatte ich meine alte Liebe zu Drum & Bass wieder entdeckt, was auch mit meinem Sohn zusammen hängt der mich im Auto immer darum bittet, ob ich nicht wieder „die krasse Musik“ anmachen könnte. Mach ich natürlich gerne und zum Autofahren ist das ja auch ideal. So kam es zu den Mixen die ich dann auch mal veröffentlichte. Die Initalzündung kam da natürlich durch die Hauen vs. Dresche Competition, die mir so viel Spaß machte, das ich schon überlege, wie die nächste aussehen könnte.
Im Herbst kam dann noch überraschend und aus heiterem Himmel, aber sehr willkommen, meine regelmäßige Sendung TNT auf FluxMusic dazu, bei der ich mich musikalisch austoben kann. Ich bin gespannt wohin sich das noch entwickeln wird, ich sehe mich da noch sehr am Anfang dessen was man damit anfangen kann.

locynEs war ein an Techniknerdereien eher volles Jahr, für das Studio kam Die Maschine Jam dazu, die sich als wahrer Tausendsassa von Controller herausgestellt hat, neben Maschine lässt die sich nämlich auch perfekt für Ableton und Bitwig nutzen, welche natürlich zu meinem Arsenal gehören.
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Aber die wahre Nerderei ging eigentlich eher in den Sportbereich. War ich noch bis März mit dem einfachen Mi-Band zufrieden, das lediglich Schritte und Schlaf trackt, änderte sich das mit dem Withings Go, welches, im Hinblick auf den Sommer, versprach auch automatisch Schwimmen zu tracken. Tat es auch, das sogar recht zuverlässig, dafür war es in der Schrittzählung allerdings eher eine Katastrophe und die anfängliche Begeisterung für das E-Ink Display, das gleichzeitig als Uhr fungiert wurde ein wenig dadurch getrübt, das man die Uhrfunktion nicht standardmäßig als Hauptdisplay einstellen kann. img_9438Bühne auf für die Garmin Vivoactive HR, die ich mir im Juli zulegte, weil mittlerweile zusätzlich das Begehr entstanden war, meine täglichen Sportsessions zu tracken und dafür ist so eine Sportuhr natürlich prädestiniert. Läufe, Schwimmrunden, Trainings und Workouts wurden seitdem akribisch auf Dauer und Herzdaten gemessen und die rudimentären Smartfunktionen, wie Messages des iPhones auf dem Display sehen zu können, nahm man gerne mit, ohne das ich das als essentiell angesehen hätte. Als großen Vorteil, zu der zum iPhone eigentlich logischen Verbindung Apple Watch, sah ich da noch Wasserfestigkeit und somit auch Schwimmapps und die relativ seltene Aufladeratio von ca. 1 mal pro Woche. img_9938Dann kam allerdings die Apple Watch 2 raus, ebenfalls wasserdicht und halt viel besser in iOS eingebunden als alles andere, zudem noch in der Nikeversion mit Watchface das auch für Lesebrillenträger eindeutig ohne Augenkneifen abzulesen ist. Gab’s zu Weihnachten geschenkt, daher erst seit knapp 2 Wochen, dazu dann später an anderer Stelle mehr.

Transformation 2015:2016
Ansonsten ist mein NerdFokus eher in den Sport Wintergarten gewandert, der sich halt auch immer wieder weiter optimieren lässt. img_9590Ob nun 6 Meter Seil von der Decke, Dipstation oder zweite Stange, damit man die Ringe separat aufhängen kann und derer kleinen Dinge mehr, auf das man auf kleinstem Platz die größte Effizienz für die eigenen Belange erlangt. Ich gebe zu, das kann von außen etwas spleenig wirken, aber welches Generde tut das schon nicht? Dann am besten da wo’s weh tut und auch noch nützt.img_9538
img_9745 Wenn wir schon beim Sport sind, schönstes Ergebnis diesbezüglich sind knappe 11 verlorene kg auf der Waage. War früher wiegen eine eher nicht so schöne Sache zu der man sich höchstens einmal die Woche traute, hat sich das mit dem aktuellen Gewicht und der Withings Waage, die ich mir dazu gegönnt habe radikal geändert. Die ist an das Wlan angebunden und schreibt Werte wie Gewicht, Muskelmasse, Wassermasse, Fettmasse, sowie BMI automatisch in die App, von wo aus sie in Health importiert wird und von dort aus allen anderen Apps zur Verfügung steht. Interesting times to live in! Das erste was ich morgens mache ist mich auf die Waage zu stellen und zu schauen wie die Pfunde weiter purzeln. Das geht natürlich mit einer veränderten Ernährung einher. Eier anstatt Weißbrot zum Frühstück z.b.. Mindestens 2-3 mal nur Salat mit Hühnerbrust zum Abendbrot etc. Es sind oft nur kleine Stellschrauben die man stellen muß um langfristig Erfolge zu feiern wie ein knappes Kilo Gewicht pro Monat zu verlieren.

Zum Schluß noch die Kennzahlen des letzen Jahres upgedated:

12 Jahre Beziehung
8 Jahre verheiratet
6 Jahre Vater
5 Jahre rauchfrei
4 Jahre Karow
10.085 Schritte pro Tag im Jahresdurchschnitt
Gewicht Januar 2016: 100,5 kg
Gewicht 31.12 2016: 89,5 kg

Meine beiden Platten des Jahres habe ich bei Rave Strikes Back schon bejubelt.

Hier nochmal alle 31 Mixe des Jahres in einer Playlist:

So, und jetzt fahr ich erstmal in den Urlaub :D

DayOne jetzt mit IFTTT Channel

Ich finde ja jeder sollte Tagebuch schreiben, vielleicht schämt man sich später mal darüber was man mal dort so abgelassen hat, vielleicht haut man es irgendwann sogar in die Tonne, so wie ich es mal gemacht habe, weil mir das alles zu sehr eine falsche, negative Routine wurde und heute könnte ich mich doch dafür ohrfeigen das ich das getan habe, nur damals war es halt genau das richtige und eine Befreiung. Aber dann kann man irgendwann wieder damit anfangen, wenn man aus den Fehlern gelernt hat. Für mich sind Dinge erst verarbeitet, wenn ich mich mittels Schrift mit ihnen beschäftigt habe, dann sind sie fertig und aus dem Kopf. Ist irgendwie wie bloggen, nur halt für einen selber.
Das ich das mittlerweile mit DayOne mache hatte ich ja schon geschrieben, auch die neue Version hatte ich schon vorgestellt. Nun habe ich mich ein paar Wochen eingearbeitet und muß sagen, die Investition hat sich, trotz des frechen Preises, der damals noch zur Hälfte des heutigen aufgerufenen betrug, gelohnt. Die Möglichkeit und Vorteile mehrere Journale zu führen hatte ich ja auch schon ins Feld geführt, aber seit neuestem gibt es nun auch bei IFTTT tatsächlich den versprochenen DayOne Kanal, so das die automatische Befüllung mit eigenen Tweets,
IFTTT Recipe: Post your tweets to Day One connects twitter to day-one

Facebookeinträgen
IFTTT Recipe: Save your Facebook status updates to Day One connects facebook to day-one

Instagramm Bildern

IFTTT Recipe: Post your Instagram photos to Day One connects instagram to day-one

oder auch Likes und diversen anderen Plattformen und Apps ins Tagebuch ohne krude Umwege tatsächlich funktioniert.
Sogar so Sachen wie gesavte Tracks in Spotify samt Player nach DayOne zu holen klappt
IFTTT Recipe: Add new saved tracks to journal entry connects spotify to day-one
Auch mein Zentraltool Todoist liefert alle erledigten Dinge eines Tages zuverlässig in das zugehörige Journal
IFTTT Recipe: Todoist completed task to Day One work journal connects todoist to day-one
Sehr schön übrigens auch, das man in den Recipes gleich einstellen kann, welches Journal jeweils damit automatisch bestückt werden soll.
Bis auf die immer noch versprochene, aber nach wie vor fehlende Verschlüsselung, bleiben bei mir eigentlich nun keine Wünsche mehr offen. Ich war ja anfangs skeptisch ob da wirklich so schnell geliefert wird, aber was seit dem Release der V.2 und jetzt eben mit der IFTTT Integration passiert ist, hebt diese App in eine ganz eigene Liga, an die andere Journaling Apps, und derer gibt es ja nun zuhauf, in keinster Weise heran reichen.
Von daher erklärt sich dann auch der sehr selbstbewußte Preis, wer diese Möglichkeiten schätzt kommt momentan an DayOne nicht vorbei.

Review: Karl Ove Knausgård – Träumen

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Ich habe den norwegischen Schriftsteller Knausgård eigentlich relativ spät entdeckt, nämlich erst bei Band 5 „Träumen“ seines autobiografischen Romanzyklus, der, verständlicherweise außer im deutschen, mit „Mein Kampf“ betitelt ist. Die anderen Bände heißen Sterben, Lieben, Spielen und Leben, die habe ich noch nicht gelesen, es läßt sich aber auch gut bei Band 5 einsteigen, soviel sei vorweg gesagt.
Knausgård wird, insbesondere in seiner Heimat, als literarische Sensation und Faszinosum wahrgenommen, er schildert Alltagsdinge und Banalitäten in einer skandinavisch, knorrigen Tagebuchgenauigkeit, die aber erst diesen Fluß ergibt, auf den man sich halt einlassen muß um durch die immerhin ca. 800 Seiten zu kommen und, ich weiß nicht ob es am Alter liegt und der gleichen durchlebten Epoche, man findet sich gerade dadurch, oft darin wieder.
Träumen behandelt die Zeit von den frühen 80ern bis ca. 9/11, die Zeit als Knausgård mit 19 auf einer Schreibakademie verzweifelt, Schriftsteller werden will und nichts gelingt, sich als Krankenpfleger über Wasser hält und die Einsicht der fehlenden Fantasie für die Berufung und das Eingeständnis des Scheiterns im Suff und auf Parties ertränkt. Wobei Alkohol ihm definitiv nicht gut tut, daran zerbrechen nicht nur zwei Beziehungen. Er ist einer dieser Typen, die jeder kennt, kaum ist Alk im Spiel wird es maßlos und zuweilen aggressiv. Ob da eine Präposition von seinem Vater, der Alkoholiker war und daran in Buch stirbt, vorliegt, weiß man nicht, man ahnt es aber. Geraucht wird auch viel in dem Buch, quasi auf jeder Seite, aber so war das nunmal seinerzeit, als auch noch Raucherabteile in Flugzeugen und Bahnen gab.
Später dann gelingt ihm dann, nach den üblichen Literaturzeitschriftbeitrag Geplänkel tatsächlich ein Roman, aber glücklicher macht ihn das auch nicht, Selbstzweifel und ewiges Nichtgelingen eines Nachfolgers lassen das nicht zu. Als das dann doch endlich gelingt, geht darüber die Ehe kaputt. Man möchte danach das Los der Einsamkeit eines Schriftstellers nicht unbedingt teilen.
Das Buch ist fast brutal in seiner Genauigkeit, Reflexion und Offenheit der inneren Vorgänge des Protagonisten. Je tiefer man in der Geschichte drin ist, desto empathischer wird man für ihn, der sich hier erbarmungslos für die Icherzählform entschieden hat und gerade Menschen, die sich nicht unbedingt den üblichen Karriereweg entschieden haben dürften einige Facetten von sich darin wieder erkennen.
Ich bin jedenfalls nach diesem Band schon sehr auf die anderen gespannt, die keineswegs kürzer ausfallen.