Neues NI Traktor Audioformat: Stems


Native Instruments hat heute ein neues Audioformat vorgestellt, das im wahrsten Sinne des Wortes in sich hat, Stems. Stems kennt jeder Remixer, das sind die isolierten Einzelspuren, die man zum verwursten bekommt und logischerweise funktionieren Traktor Stems ähnlich. Der Clou bei der Sache ist, das die Files im mp4 Format vorliegen und von jeder Software abgespielt werden als wären es normale mp3s, das einzig auffällige dürfte sein, das die Files etwas größer ausfallen als normale komprimierte mp4. Wirft man diese Files jedoch in ein Programm das diese versteht, lassen sich die Einzelspuren Mixen oder gar ganz wegschalten, so das z.B. nur der Bass, die Drums oder das Acapella übrig bleibt. So weit so großartig und eigentlich der konsequente Weg weiter von den Remixdecks, ganz zu schweigen davon das es der langersehnte feuchte Traum eines jeden Liveremixers ist. Was das für die zukünftige Entwicklung des Digital Djings angeht ist noch nicht abzuschätzen. Native Instruments macht den Quellcode und die Software jedenfalls Open Source, so das sich jeder bedienen kann der mag, so das dem Weg in andere Apps der Weg zumindest theoretisch offen stünde.
Wie immer dürfte das Neue zwei Seiten haben, einerseits natürlich großartig und läßt sowohl Wav als auch Vinyl und CDJs dagegen noch älter aussehen, andererseits graut mir auch schon vor völlig derangierten Versionen von Tracks, in denen die Stimme viel zu weit im Vordergrund ist, der Bass sinnlos pumpt und die Drums bis zur Schmerzgrenze hochgezogen werden.
Wir werden sehen.

Mehr dazu bei CDR und DJ Techtools, die natürlich auch gleich ein Erklärbärvideo dazu gemacht haben:

NI’s “halbe S8″, der neue D2 Controller

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Ich klaube mir gerade alle möglichen Infos über Native Instrument’s neuen Controller, der vermutlich D2 benannt sein wird, zusammen. Die meisten Indfos beziehen sich auf dieses Uner Set zur WMC, das ich unten noch dranhänge und aus dem auch ich obigen Sceenshots habe.
Interessant ist der vor allem, für alle denen die S8 ob ihrer Größe zu unpraktikabel ist, aber gern den Screen im Controller hätten. Also Leuten wie mir, die davon ausgehen das Digital alles handlicher macht, nicht klobiger.
Der D2 sieht aus wie die abgeschnittene Deck Control Sektion der S8 und scheint zwischen zwei Decks switchen zu können, um 4 Decks zu bedienen bräuchte es also zwei D2s, die man allerdings per Link so verkabeln kann, das nur ein USB Port benötigt wird. Wie das mit der offensichtlich eingebauten Soundcard zusammen geht, bleibt noch abzuwarten.
Update: Hat offensichtlich keine eingebaute Soundcard, wie Marinelli in Erfahrung brachte


(Bild via DJ Techtools)

Screen und Buttons machen das Gerät natürlich trotzdem etwas voluminöser als die bisherige X1 Lösung, aber zusammen mit dem Z1 Mixer könnte das eine angenehm schmale Lösung für den sowieso immer beengten Platz in der Praxis bedeuten.

Jetzt isses passiert: Pioneer XDJ-RX All In One Controller, No Laptop needed


Es war ja nur eine Frage der Zeit und das Pendel schwang schon eine Weile Richtung Pioneer. Jetzt haben sie es also mit dem XDJ-RX wahr gemacht und einen Controller auf die Welt gebracht, der tatsächlich ohne zusätzliches Laptop auskommt. Die ganze Vorarbeit wird logischerweise in Rekordbox erledigt, der USB STick an den XDJ-RX angestöpselt und es kann losgehen.
Für ca. 1500 € bekommt man dann zwei Decks plus Mischpult mit Phono und Mic Eingängen, auf das man auch externe Quellen einbinden kann.
Es gibt nur ein Display, das die Wellenformen, ähnlich wie bei Serato, parallel anzeigt und in den Browsermode wechseln kann.
2 USB Ports ermöglichen eine sehr große Library oder eben auch den fliegenden Wechsel zweier DJS.
Eingebaute Effekte wie Beat FX (Delay, Echo, Spiral, Reverb, Trans, Flanger, Pitch, and Roll) Color FX (Noise, Gate/Comp, Crush, and Filter) und natürlich einen Sync Button.
Angeblich soll sich das Teil sogar via Midi als Traktor Controller nutzen lassen.
Kommt im Februar und sieht dann so aus:

(Via DJ Techtools

Algoriddim djay Pro DJ App mit Spotify Anbindung


Algoriddim’S djay kenne ich schon sehr lange, es war eine der ersten DJ Apps die ich überhaupt testete, aber für kleine Spielereien am Rechner für durchaus tauglich befand, für den professionellen Einsatz aber eher nicht, es gab keine Controlleranbindung, keine dezidierte Hardware, das GUI war mit seinen drehenden Plattenspielern zwar putzig, aber die Platzverschwendung für dieses Gimmick machte es eben mehr oder minbder zu einem Gimmick. Seitdem ist viel passiert, es gibt eine iPad App und jetzt eben auch eine Pro Version, die gar nicht mal so verkehrt aussieht.
Hausieren geht man nun mit einer Spotify Anbindung, was sicherlich irgendwann mal die Zukunft sein mag, in Pro würde ich das allerdings im Moment noch nicht verortet wissen wollen. Nicht wegen meiner Vorbehalte was Streaming angeht, das auch, aber ich möchte nicht die Überraschung erleben wenn man sich im Club auf das dortige Wlan verlassen muß. Desweiteren sehe ich noch nicht das so essentielle Dinge wie Cuepoints Beatgrids, und Loops mit dem Streamingformat in Einklang zu bringen sind, lasse mich da aber gern vom Gegenteil überzeugen.
Interessant in diesem Zusammenhang ist die Meldung das Beatport ab nächstes Jahr einen werbefinanzierten Streamingdienst anbietet und die Filekäufe auf Beatport Pro ausgelagert werden. Ich schätze mal es wird nicht viele Umstände machen diesen ebenfalls zu integrieren, nur das mit den Werbepausen könnte etwas stören.

(Via CDM)

Pioneers XDJ-1000, der CD-lose CDJ in der Praxis

XDJ1000

Allein schon interessant um mal zu sehen wie die Praxis mit den großen Touchpads aussieht. Sieht jetzt auf den ersten Blick für mich nicht zu klein geraten aus, hätte trotzdem nichts gegen größer

(Via KFMW)

Pioneer XDJ-1000 Digital Player ohne CD


Jetzt isses passiert, war ja nur eine Frage der Zeit, nun ist er raus, sieht aus wie ein CDJ2000, heißt aber XDJ-1000, verzichtet auf das zunehmend obsolete CD Laufwerk und frisst nur noch USB, also Sticks und Rekordbox via Rechner. Das schlägt sich auch im Preis nieder, 999 $ soll er kosten, dafür wird allerdings auch auf Hardware Buttons für Cuepoints und den Cuestrip verzichtet, das übernimmt hier der der Touchscreen, welcher auch endlich ein Keyboard beinhaltet um Tracks zu suchen, wie man in unten stehendem Video sehen kann, yay!

Jetzt noch zwei Player in einem Gerät and we’re talking.

(Via DJTechtools)

Traktor Kontrol S8 News

NI_Traktor_Kontrol_S8_Foto_Front

Nun denn, ich bin mir immer noch nicht sicher ob ich die Features der S8 wirklich brauche, aber es ist schon beeindruckend was mit der Kiste geht, wenn man sich das neueste Video anschaut. Sicherlich keiner braucht davon wirklich alle Features, aber bei welcher Soft/Hardware ist das schon so? Trotzdem finde ich es großartig welcher Weg da beschritten wird und welche Mixingmöglichkeiten da für die Zukunft geschaffen werden. Natürlich werden die Hater hier auch wieder genug zum haten finden, ich persönlich finde den Weg weg von Jogwheels und hin dazu, den Platz anders zu nutzen nur folgerichtig, wenn man sich die anderen Controller wie x-1 oder z-1 von Native Instruments anschaut und dazu noch die Wellenformen auf der Konsole, was für sich genommen schon ein Träumchen ist.Für knapp 1200 € inklusive der natürlich perfekt angepaßten Software ist das mit Sicherheit kein Schnäppchen, verglichen damit was ein CDJ Setup oder andere Controller in dieser Region plus Software bieten und kosten,durchaus gerechtfertigt. Bleibt halt die Frage ob es einem das wert ist. Zumal der Laptop halt doch immer noch mit muß.

und noch Ian Golden der die Features etwas ausführlicher vorstellt

Nachtrag: Wie man im Video sieht ist die S8 doch noch um einiges voluminöser als sie S4 und das könnte zumindest beim Transport für Probleme sorgen, angefangen von der passenden Transportmöglichkeit, mir ist keine Tasche oder Gigbag bekannt die da passen würde und ob diese Gehwegplatte noch als Handgepäck bei Flügen durchgeht ist auch eher fraglich

Rekord Buddy, ein Synctool für Rekordbox und Traktor

Rekord Buddy
Letztens berichtete ich ja, das eine wacklige Verbindung zwischen externer Festplatte und Rechner fast mein Set zerfetzt hätte. Zum Glück war ein USB-Stick mit der aktuellen Playlist vorhanden, so das sich der Schaden in einer einmimütigen Grenze hielt. Daraufhin machte ich mich aber mal auf die Suche ob es da nicht Mittel und Wege gäbe meine Traktorplaylists ohne doppelte Arbeit in die Rekordbox zu kriegen, so das man auf beiden Systemen mit den gleichen Playlistabfolgen und vielleicht sogar idealerweise auch Cuepoints spielen kann. Nach kurzer Recherche stand fest: gibt es!
Das Tool heißt Rekord Buddy und konvertiert die Datenbank nicht nur von Traktor zu Rekordbox, sondern auch umgekehrt, also Rekordbox zu Traktor. Es gibt nur eine Einschränkung, Rekordbox bzw. die Pioneer CDJs erlauben nur 3 Cuepunkte, sogenannte Hotcues, also werden nur die ersten 3 mitgenommen. Ich kann damit leben, mehr als 4 sind’s beim Traktor für gewöhnlich ja auch nicht. Ansonsten ergab mein Test zur Freude, das tatsächlich alles klappt wie versprochen, die CDJs erkennen das Format und auch die Cuepoints sind sichtbar und lassen sich anwählen.
Dazu muß man in Rekord Buddy sowohl die Library.nml von Traktor, als auch das .xml File von Rekordbox angeben, auf die der Buddy zugreifen soll. Danach synct man Playlisten die man rüberschieben will und erkennt den Erfolg an den Cue Icons links am Rand der Tracks. Damit ist die Arbeit von Rekord Buddy eigentlich schon erledigt.
Weiter geht’s in der Rekordbox, hier gibt man in den Preferences unter Bridge die Recordbox XML an, mit der man in Rekord Buddy gearbeitet hat, et voila, da sind alle Traktorplaylisten:
playlists

nun braucht man nur noch die entsprechenden importieren, Rekordbox analysiert die Files und im Idealfall sollten die Tracks danach identisch mit den Traktorfiles getaggt sein, so wie hier:
inrecordbox

Jetzt nur noch die Playlist auf den Stick kopieren und man hat den gleichen Content auf beiden Systemen, so das man einem neuerlichen Ausfall ganz entspannt entgegen sehen kann.
Taugt natürlich auch für CDJ Nutzer, die vielleicht in die Möglichkeiten einer S8 reinschnuppern wollen, ohne sich die doppelte Mühe zu machen.
Die App gibt es leider nur für Mac ab OSX10.7 und ist nur im Mac Appstore für 8,99 € zu haben

Native Instruments Traktor Kontrol S8

kontrols8
Nun ist der Klopper also aus dem Sack, nachdem in den letzten Woche immer mal wieder ein geleaktes Foto davon umging. Die S8 also, der Nachvolger meiner trusty S4. Was ich an dem Ding gut und konsequent finde ist der Verzicht auf die Jogwheels, ich kann an einer Hand abzählen wie oft ich die gebraucht habe und dafür nehmen sie einfach zuviel Platz weg, der anderweitig besser genutzt wäre. Von daher finde ich das Layout der neuen S8 durchaus gelungen, soweit ich das auf dem Foto nachvollziehen kann, auch wenn ich nicht der exzessive Nutzer der Remix Decks bin. Ribbon statt Jogwheel und der Freezemodus integriert, der vom iPad schon bekannt ist, finde ich gut.
Was ich nicht ganz verstehe ist, warum man nicht gleich die ganzen whole 9 Yards geht, wenn man schon die Monitore in die Konsole baut, und auf den Computer gänzlich verzichtet. Eine taugliche Rechnereinheit samt SD Karten oder SATA Einschub dürfte in Zeiten von Raspberry Pi und Konsorten eigentlich kein Thema mehr sein und trägt auch nicht auf. Ich sage das aus der Erfahrung des Wochenendes, wo meine externe Festplatte am Laptop ständig den Kontakt zu selbigem verlor und ich es vorzog das Set mit den vor Ort stehenden CDJs fortzusetzen. Solange man diesen fast ausfallsicheren Standard nicht erreicht wird die Konsole nie gegen den Quasistandard antreten können. Da muß ich wohl noch auf die S16 warten.
Ach ja, aufgrund des für mich eher verkaufsabtörnenden Videos ( Ibiza, Poolparty, Wohoo!) hoffe ich darauf das die Monitore touchsensitiv sind, würde aber nicht drauf wetten wollen.