NI Traktor Kontrol X1

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Nun also ist das Geheimnis um den neuen Traktor Controller Traktor Kontrol X1, den man mit einem Richie Hawtin Video so schön angeteast hatte, gelüftet. Der schwarzbunte Ziegel ist also tatsächlich ein vollwertiger Controller und nicht nur für Effekte zuständig, wie ich ursprünglich vermutete. Vollwertig im Sinne von man kann damit in den Playlists browsen, hat Transport Controls und kann Loops und Effekte steuern. Die schicke Lösung, verzichtet auf die zunehmend überflüssig werdenden Jogwheels, das Fehlen von Fadern setzt allerdings voraus das man zum Mixen einen regulären Mixer einsetzt und nicht wie bei VCI und Konsorten alles über den Controller steuert. Für 4 Deck Kontrolle braucht es 2 Traktor X1, dann hat man allerdings auch Zugriff auf alle 4 Effektunits, nur frage ich mich, wie das mit Macbooks und zusätzlicher Audio 8 für alle 4 Decks gehen soll, da bräuchte es schliesslich schon 3 USB Anschlüsse, es sei denn die Kontrol X1 wären über USB kaskadierbar.
Gerüchte besagen das man sogar daran gedacht hat auf der Rückseite ein Loch zu lassen, so das der Traktor Kontrol X1 perfekt auf dem Plattenteller des 1210ers Platz hat, der somit zur luxuriösen Unterlage degradiert wird. Ein Feature das wahrscheinlich der Vinylfraktion die Tränen in die Augen treibt.

Revenge of the CDPlayer: Pioneer CDJ2000

Heute wurde dann also der Schleier um das wochenlang viral gesteuerte Geheimnis um Pioneer’s Antwort auf die Traktoren und Seratos dieser Welt gelüftet. Der CDJ2000 macht auch so ziemlich alles richtig und eigentlich ist das CD im Titel auch nur noch ein Relikt, denn natürlich schluckt das Gerät so ziemlich jedes Medium und lässt sich sogar via Ethernet zu einem Vierercluster zusammenstecken, die sich alle die Files von einem Medium teilen. Auch toll gelöst die Needledropfunktion um im Track zu skippen
Die beiden Videos zeigen die Features und Möglichkeiten des neuen Flagschiffboliden:

Nachdem man das hat auf sich wirken hat lassen schaut man auf’s Preisschild welches bei ca. 1800 € liegen soll – für einen. Ob das jetzt das Laptop im Club ablöst erscheint mir daher fraglich, ein Macbook mit Traktor und Controller liegt etwa in der gleichen Preisregion, nur hat man dann eben schon 4 Decks. Und ob Clubs jetzt flächendeckend umrüsten und diesen als neuen Standard etablieren erscheint mir jetzt auch nicht so wahrscheinlich.
Klar gibt es dann auch noch den kleinen Bruder den CDJ-900, aber eben ohne Bells und Whistles und dakann man dann auch gleich beim CDJ-1000 bleiben, der sich als Standard durchgesetzt hat.

Twitter DJ App

Heute erschien ein Artikel in der Futurezone.Orf in dem unter anderem ich zur gerade von Richie Hawtin promoteten Twitter DJ App für Traktor Pro befragt wurde. Ursprünglich war ich ja von der Idee dieser App ziemlich begeistert, nun, nach einigem Überlegen hat sich die Euphorie ein wenig abgekühlt, gerade in Bezug auf die ihr innewohnende angebliche Gema Playlist Funktionalität. Trotzdem eine coole Sache um Playlisten während des Sets zu generieren, aber lest selbst: Gezwitscherte Playlists aus den Clubs

Thema der Woche 64: Serato vs. Traktor

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So gleich der Einsatzzweck, so unterschiedlich sind dennoch die Ansätze und Herangehensweisen der beiden Platzhirsche, was digitales Auflegen angeht. Beiden gemein ist, das man Timecodevinyl zum Beatmatching einsetzten kann, bzw. im Falle von Serato bislang sogar muß, einen Autosync, wie bei Traktor, gibt es da noch nicht. Der Unterschied fällt einem aber auch schon auf den ersten Blick an den unterschiedlichen GUIs auf, während Traktor die für meinen Geschmack etwas veraltete Philosophie des Hardwareemulierens durch nachgebildete CDPlayer und Knöpfe mit 3D Effekten und Schattierung weiterverfolgt, nimmt das minimaler gehaltene Serato eine andere Route und beschränkt sich, ähnlich im Look wie Ableton, auf die Darstellung der Funktionen und wirkt dadurch aufgeräumter. Die Aufgeräumtheit resultiert aber auch daher, das Serato weder virtuellen Mixer noch eingebaute Effekte kennt. Sowas spart natürlich Platz, während Traktor mit all seinen Funktionen und Menüs allmählich schon an das Auflegependant zu Microsoft Word erinnert. Bei der neuen Version, Traktor Pro, ist man dann auch mal mit der Axt rangegangen und hat viel aufgeräumt und Altlasten rausgeschmissen, seitdem ist der Traktor für mich auch zum ersten Mal im Club einsatzfähig, denn vorher war mir das alles zu überladen und die Wege zu weit. Trotzdem klaffen da noch Welten zwischen Serato und Traktor, jedes System hat seine Vor und Nachteile, ich liste einfach mal auf:
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iTM DJ


iTouchMidi tun sich seit ein paar Apps damit hervor, das iPhone zum Lemurersatz mutieren zu lassen. Das neueste Ergebnis heißt iTM DJ und, der Name läßt es erahnen, stellt eine Remote für Traktor und Serato dar, die sich per Midi über W-Lan mit dem Rechner verbindet, wobei die Synctaste für Serato natürlich etwas unsinnig ist, hat ja keinen Autosync.
Und wenn man schon auf deren Site ist, sollte man sich auch gleich mal die anderen Apps anschauen, vom iPhone Midikeyboard bis zu Fernbedienung für DAWs gibt’s da einiges und als nächstes ist was mit Modular angekündigt, hmmm…

Setup komplett!

Heute kam dann noch das letzte fehlende Detail zum Digital Djing Setup: der Stanton Überstand (sorry, den Namen hab ich mir nicht ausgesucht! ;))
Im Bild jetzt also das komplette Setup: Im Vordergrund die Vestax VCI-100. darüber, auf dem Stanton Überstand,die Echo Audiofire 4, und darüber das Macbook mit Traktor Pro.

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Jetzt bin ich mal gespannt wie sich der Aufbau im realen Einsatz bewährt!

Nachbetrachtung: Das erste mal mit Traktor Pro und VCI-100

So, mal Rekapitulieren:
Mein Setup bestand aus Traktor Pro, VCI-100 mit dem Djtechtools Layout und als Audiokarte die Echo Audiofire 4. Ich habe intern gemixt und da ich die Tracks penibel Beatgridde und mit Cuepoints versehe auch kaum manuell gepitcht. Der Vorteile des Layouts von Ean Golden sind gar viele und habe mir auch sein Overlay zugelegt, dessen mattes Finish die VCI in meinen Augen sogar optisch veredelt. Dadurch das die Tracks gegriddet sind ist das mit en kurzen Pitchfadern eigentlich kein Problem, sind dann ja nur marginale Steps zu pitchen.
was noch fehlt:
Ein Shortcut um die Jogwhels zum scrollen durch die Playlist nutzen zu können, das Gesteppe mit den Tasten ist nicht optimal.

Ein Laptopständer, weil Controller und Macbook optimal übereinander aufgebaut die Orientierung ungemein vereinfacht

Vielleicht ein Kopfhörerverstärker, weil sich der Kopfhörerausgang der Audiofire eventuell in lauteren Umgebungen als zu schwachbrüstig herausstellen könnte.

Insgesamt natürlich eine ganz andere Methode aufzulegen als bislang, da war ja immer noch Vinyl im Spiel. Um das auszugleichen ist halt viel mehr Vorarbeit nötig, die aber zunehmend flotter von der Hand geht.
Dann sind allerdings lange Übergänge möglich, die man sich auch per Loopfunktionen nach Belieben verlängern kann und noch mit den Effekten und ihren Kombinationen arbeiten kann. Beherzte Cutattacken, geht man auch leichtherziger an, weil der Sync einen das eben bedenkenlos machen lässt. Mit den Cuepoints kann ich Passagen überspringen, Übergänge einleiten Einspielungen einstreuen und helfen gleichzeitig als Orientierung im Track.
Also vom Handling her noch lange nicht mit dem Ease of Use von Vinyl vergleichbar, dafür aber unendlich viel Möglichkeiten das Set zu personalisieren und nach über 20 Jahren Platten ineinander Beatmatchen auf jeden Fall eine große Inspiration und schöne Motivation.

Thema der Woche 55: Wie sieht Set- Vorbereitung bei Tanith aus?

Tja, Setvorbereitung, früher war das einmal die Woche in den Plattenladen laufen und dann vor dem Gig die Platten nochmal durchhören, nach Intuition in den Plattenkoffer zwischen das, was schon drin ist, stecken und gleichzeitig Inventur machen, welche Scheiben mittlerweile durch sind oder nicht mehr ins Set passen, um diese auszusortieren und damit Platz für das Neue zu schaffen. Heute reist man zwar mit leichterem Gepäck, dafür ist die Vorarbeit schwerer. In Zeiten des Digitalen Auflegens ist es, für viele vielleicht erstaunlich, mit einfachem Files in die Liste hauen noch lange nicht getan! Weiterlesen

Serato Autoloop

Wat hab ich mich gefreut, als ich am Wochenende das anscheinend schon länger versteckte Easter Egg in Serato zum laufen gebracht habe! Das einzige auf was ich bislang noch neidisch bei Traktor oder Final Scratch linste war die Autoloopfunktion, die ist zwar bei Serato für Version 1.8 angekündigt, logischewrweise eben wenn Midi implementiert wird, aber es geht mit einem Kniff auch jetzt schon:

1. SSL starten und warten bis Library gebildet ist

2. Dann [Alt] + [Leertaste] so das der linke Tap Button aufleuchtet

3. Die Tasten wieder loslassen und jetzt die Leertaste gedrückt halten

4. Im unteren Bereich des Bildschirms (links) erscheint nach kurzer Zeit in englisch “Tab, tab, tickety tab”

5. Weiter gedrückt halten bis dort “Concratulations!!” steht

6. jetzt ist AUTOLOOP freigeschaltet

7. Dieser Vorgang muss bis zum erscheinen von SL 1.8.0 bei jedem Programmstart wiederholt werden.

8. Nach Freischaltung der versteckten Funktion sind folgende Tataturbefehle für die Autoloopfunktion erforderlich:
Linkes Deck:
[Alt] + [1] bis [5] für loop 1 bis 5 Taktlänge
Rechtes Deck:
[Alt] + [6] bis [9] für loop 1 bis 5 Taktlänge

jetzt kommt der Hammer:

Linkes Deck:
[Alt] + [Shift] + t

Rechtes Deck:

[Alt] + [Shift] + g

Kürzt den Loop pro Durchgang auf die Hälfte, bis nur noch granularer Lärm zu hören ist, Fatboy Slim eat your heart out!

Wichtig: Diese Funktionen funzt erst nach Freischaltung und nur im Relative Mode und auch nur wenn der gewählte Track schon einen BPMwert hat.