Releasefest: Luke Vibert Presents UK Garave Vol. 1, Leftfield – Leftism 22, 4 To The Floor Presents Fourth Floor Records

Wenn der Frühling schon nicht so richtig aus’m Mustopp kommen will, machen wir ihn uns halt selber. Alles etwas retro, aber zumindest scheint mir bei diesem Output die Sonne aus’m Arsch.
Fangen wir an mit dem alten Kumpel von Aphex Twin, Luke Vibert. Der hat hat gerade seine UK Garage Rave Zeiten musikalisch verarbeitet und bietet sie unter Luke Vibert Presents UK Garave Vol.1 an. Wobei mich das Vol.1 hoffen läßt das da noch mehr kommt

Weiter geht’s mit der remasterten Jubiläumsausgabe von Leftfield’s Leftism, was anno 95 für mich ein ähnlicher Meilenstein war wie Underworld’s Dubnobasswithmyheadman ein Jahr zuvor, paradoxerweise aber dubbiger. Heute nach wie vor sehr gut hörbar. Kommt mit massig Remixen u.a. von Ben Sims, Adrian Sherwood, die aber natürlich alle nicht an die zeitlosen Originale heranreichen.

Und zu guter Letzt haben es Fourth Floor Records endlich hingekriegt viele ihrer besten ollen Kamellen auf eine Compilation packen zu lassen. 4Th Floor war damals auf gleicher Augenhöhe mit Labels wie z.B. NuGroove, Breakin Records, Apexton oder City Limits. Auf 4 To The Floor Presents Fourth Floor Records gibt’s ein Wiederhören mit so prägenden Tracks wie: Fallout – The Morning After (The Aftermath), Masters At Work – Alright Alright, Black Riot – A Day In The Life, The Break Boys – My House Is Your House And Your House Is Mine (Miami Beach Break mix) und vielen anderen, die seinerzeit House und Garage geprägt und als Blaupause gedient haben. Natürlich auch wieder mit den unvermeidlichen neuen Remixen, die m.E. den Tracks nichts wesentliches hinzufügen und ebenso gut weggelassen hätten werden können, oh well…

Album of the day: PZG & Dubsknit – We Rob Rave 2


Es ist noch gar nicht lange her das ich die polnischen Footworker PZG & Dubsknit mit ihrem ersten Album entdeckt habe und schon folgt, BÄM!, der zweite Streich. “We Rob Rave 2″ klaut genau da weiter, wo “We Rob Rave” aufgehört hatte und geht vielleicht noch etwas furioser zur Sache, läuft auf jeden Fall sehr flüssig hintereinander und bringt UK Hardcore in ein sehr zeitgemäßes Gewand, bei dem der ihm eigene Humor gut gewahrt, wenn nicht gar verstärkt wird. Erscheint diesmal auf Cockrock Disco und ist bei Bandcamp auch wieder für den Pay what you want Preis zu haben.

Album of the day: Fjaak – Fjaak

Fjaak

Endlich mal wieder Techno Content in der “of the day” Kategorie! Techno und Alben sind ja zumeist ein eher schwieriges, weil oft unnötiges Thema, aber hierauf hatte ich mich schon gefreut. Fjaak verstehen Techno so wie ich es auch mag, kein 4totheFloor Diktat und trotzdem klar Techno von den Sounds her, grundschwere Beats austariert von fast fliegender Instrumentierung. Jetzt schon eins der Alben 2017 für mich

Album of the day: PZG & Dubsknit – We Rob Rave LP

PZG & Dubsknit - We Rob Rave LP - cover
Footwork ist ja eigentlich nicht so meine Sache, wenn er allerdings aus Polen kommt und UK Hardcore Klassiker völlig frech durch den Jukewolf dreht und zerhackstückelt sieht das gleich ganz anders aus. Der Albumtitel ist auf jeden Fall Programm. Tatsächlich klingen die ganzen Hooks, Pianolines und Vocals in diesem Rahmen erfrischend aktuell, also ich feiere das gerade.

und Part 2 steht schon in den Startlöchern!

(via bazedjunkii)

Album of the Day: Homemade Weapons – Negative Space

hmwnegsp

Of the Day? Was sag ich! Für mich eins der Alben des Jahres, wenn nicht das Album des Jahres. Seit Monaten wie ein kleines Kind drauf gefreut, heute ist es endlich draußen. Und welch passende Ergänzung zum heutigen Adventskalender, was für ein Timing :)
Homemade Weapons, aka Andre Delgado aus den USA, ist für mich der Hauptprotagonist dieser bislang noch namenlosen Spielart von Drum & Bass, die sehr reduziert und düster daher kommt. Das lässt Räume entstehen, die man zuletzt im Dubstep der frühen Hyperdub und Tempa Schule aufgemacht hat. Negative Space ist das erste Album von Homemade Weapons, die Größe des Albums hat sich aber durchaus schon in den letzten Releases angekündigt. Hier ist es:

Classic of the day: Foul Play – Stepper Remix

Ein Track der mich seit 1995 immer wieder kriegt, als ich ihn zum ersten Mal auf dem nicht minder großen Album Suspected gehört habe. So auch die Tage wieder als ich ihn in meiner sommerlichen Drum & Bass Laune wieder entdeckte. Aus der Zeit als sich Jungle zu Drum & Bass verwandelte und hier ist die 50/50 Mischung sehr deutlich rauszuhören. Kling immer noch frisch und ist spätestens ab Minute 3 bis heute ein Blueprint wie man Rhythmik nach oben schrauben kann

EP of the day: Clarity – Fog / Blue Ruin

Läuft bei mir seit ein paar Tagen in Dauerrotation und ich bleibe immer wieder drauf hängen, gehört wohl zu Drum & Bass gefiled, würde sich m.E. auch gut in einem Technoset machen, dieser böse dräuende Minimalismus gefällt mir sehr gut, kann gerne mehr von kommen.

EP of the day: Premium – Sour Diesel EP

PremiumSourDiesel
Ich bin so auf der Suche nach neuen Breaks, weil ich solche am Sonntag in Bern auflegen soll und stolpere über sowas und bleibe drauf hängen. Ist gefiled unter Drum & Bass, aber gibt es sowas wie Drum & Bass Minimal? Dann würde ich das so benennen wollen. Das ganze Sounddesigner Fleisch, was Drum & Bass sonst so ausmacht einfach mal weggelassen und stattdessen wirklich nur Trommel und Bass. Ich weiß das es diese Unterart zuweilen gibt, aber das hier bringt’s wirklich auf den Punkt. Gut, im Sommer bin ich für sowas sowieso immer sehr empfänglich

Track of the day: Tommy €A$h – Winaloto

tommycash
Erstmalig aufgefallen ist mir der aus Estland stammende Tommy €A$h vor ein paar Monaten, mit einem anderen Video und diesem Artikel. Das neue toppt dies aber nochmal um Längen, irgendwie die estnische Antwoord auf Romano, nicht nur Klaps auf’n Po und musikalisch.