Record of the day: Skinny Puppy – VIVIsectVI (1988)

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Läuft hier gerade und dabei fällt mir auf wie gut die eigentlich wieder paßt. Für mich in Sachen Collagierung und Sounddesign bis heute eigentlich unerreicht, aber auch in Sachen Konsequenz und Radikalität fehlt mir sowas gerade heute. Wohlgemerkt das war 1988! Und neben Acid hörte ich eben sowas, ging bestens zusammen. Will sagen, mein Techno kommt eher von da als von Disco :D Auch wenn das in der Geschichtsschreibung wohl unter EBM laufen wird, hatten sich für mein Empfinden Skinny Puppy spätestens ab diesem Album davon verabschiedet, bzw. weiterentwickelt. Wirklich tanzbar war das nicht und wollte es wohl auch gar nicht sein, dafür aber ein sehr prophetisches Ausloten was mit der Elektronik so möglich ist, das den Test of time bis heute besteht,wie eben bei Acid und Techno zur gleichen Zeit auch, nur eben auf einer anderen Ebene, aber mit ähnlichen Mitteln. Interessant wie unterschiedlich die Ergebnisse aussahen, aber als Soundtrack zu Cyberpunk taugten beide gleichermaßen.
Ich hatte seinerzeit das Glück einige Konzerte in ihrer damaligen Gore Hochphase, also etwa zur Zeit dieses Albums, miterleben zu können und das war optisch mindestens ebenso konsequent umgesetzt wie das Audio, da flogen im wahrsten Sinne des Wortes die Fetzen, blutig und dreckig, das wo sich Trent Reznor und Marilyn Manson später, nicht nur in Sachen Mummenschanz, wohl inspiriert haben lassen. Der Wahnsinn sah live so aus:

Das Album hatte ebenso wie die Liveshow eine Geschichte zu erzählen, gegen die die heutigen LED Wände einfach mal schlapp wirken.

Hier das ganze Album in all seiner Pracht zum komplett durchhören

Releasefest: Luke Vibert Presents UK Garave Vol. 1, Leftfield – Leftism 22, 4 To The Floor Presents Fourth Floor Records

Wenn der Frühling schon nicht so richtig aus’m Mustopp kommen will, machen wir ihn uns halt selber. Alles etwas retro, aber zumindest scheint mir bei diesem Output die Sonne aus’m Arsch.
Fangen wir an mit dem alten Kumpel von Aphex Twin, Luke Vibert. Der hat hat gerade seine UK Garage Rave Zeiten musikalisch verarbeitet und bietet sie unter Luke Vibert Presents UK Garave Vol.1 an. Wobei mich das Vol.1 hoffen läßt das da noch mehr kommt

Weiter geht’s mit der remasterten Jubiläumsausgabe von Leftfield’s Leftism, was anno 95 für mich ein ähnlicher Meilenstein war wie Underworld’s Dubnobasswithmyheadman ein Jahr zuvor, paradoxerweise aber dubbiger. Heute nach wie vor sehr gut hörbar. Kommt mit massig Remixen u.a. von Ben Sims, Adrian Sherwood, die aber natürlich alle nicht an die zeitlosen Originale heranreichen.

Und zu guter Letzt haben es Fourth Floor Records endlich hingekriegt viele ihrer besten ollen Kamellen auf eine Compilation packen zu lassen. 4Th Floor war damals auf gleicher Augenhöhe mit Labels wie z.B. NuGroove, Breakin Records, Apexton oder City Limits. Auf 4 To The Floor Presents Fourth Floor Records gibt’s ein Wiederhören mit so prägenden Tracks wie: Fallout – The Morning After (The Aftermath), Masters At Work – Alright Alright, Black Riot – A Day In The Life, The Break Boys – My House Is Your House And Your House Is Mine (Miami Beach Break mix) und vielen anderen, die seinerzeit House und Garage geprägt und als Blaupause gedient haben. Natürlich auch wieder mit den unvermeidlichen neuen Remixen, die m.E. den Tracks nichts wesentliches hinzufügen und ebenso gut weggelassen hätten werden können, oh well…

Album of the day: PZG & Dubsknit – We Rob Rave 2


Es ist noch gar nicht lange her das ich die polnischen Footworker PZG & Dubsknit mit ihrem ersten Album entdeckt habe und schon folgt, BÄM!, der zweite Streich. “We Rob Rave 2″ klaut genau da weiter, wo “We Rob Rave” aufgehört hatte und geht vielleicht noch etwas furioser zur Sache, läuft auf jeden Fall sehr flüssig hintereinander und bringt UK Hardcore in ein sehr zeitgemäßes Gewand, bei dem der ihm eigene Humor gut gewahrt, wenn nicht gar verstärkt wird. Erscheint diesmal auf Cockrock Disco und ist bei Bandcamp auch wieder für den Pay what you want Preis zu haben.

Album of the day: Fjaak – Fjaak

Fjaak

Endlich mal wieder Techno Content in der “of the day” Kategorie! Techno und Alben sind ja zumeist ein eher schwieriges, weil oft unnötiges Thema, aber hierauf hatte ich mich schon gefreut. Fjaak verstehen Techno so wie ich es auch mag, kein 4totheFloor Diktat und trotzdem klar Techno von den Sounds her, grundschwere Beats austariert von fast fliegender Instrumentierung. Jetzt schon eins der Alben 2017 für mich

Album of the day: PZG & Dubsknit – We Rob Rave LP

PZG & Dubsknit - We Rob Rave LP - cover
Footwork ist ja eigentlich nicht so meine Sache, wenn er allerdings aus Polen kommt und UK Hardcore Klassiker völlig frech durch den Jukewolf dreht und zerhackstückelt sieht das gleich ganz anders aus. Der Albumtitel ist auf jeden Fall Programm. Tatsächlich klingen die ganzen Hooks, Pianolines und Vocals in diesem Rahmen erfrischend aktuell, also ich feiere das gerade.

und Part 2 steht schon in den Startlöchern!

(via bazedjunkii)

Album of the Day: Homemade Weapons – Negative Space

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Of the Day? Was sag ich! Für mich eins der Alben des Jahres, wenn nicht das Album des Jahres. Seit Monaten wie ein kleines Kind drauf gefreut, heute ist es endlich draußen. Und welch passende Ergänzung zum heutigen Adventskalender, was für ein Timing :)
Homemade Weapons, aka Andre Delgado aus den USA, ist für mich der Hauptprotagonist dieser bislang noch namenlosen Spielart von Drum & Bass, die sehr reduziert und düster daher kommt. Das lässt Räume entstehen, die man zuletzt im Dubstep der frühen Hyperdub und Tempa Schule aufgemacht hat. Negative Space ist das erste Album von Homemade Weapons, die Größe des Albums hat sich aber durchaus schon in den letzten Releases angekündigt. Hier ist es:

Classic of the day: Foul Play – Stepper Remix

Ein Track der mich seit 1995 immer wieder kriegt, als ich ihn zum ersten Mal auf dem nicht minder großen Album Suspected gehört habe. So auch die Tage wieder als ich ihn in meiner sommerlichen Drum & Bass Laune wieder entdeckte. Aus der Zeit als sich Jungle zu Drum & Bass verwandelte und hier ist die 50/50 Mischung sehr deutlich rauszuhören. Kling immer noch frisch und ist spätestens ab Minute 3 bis heute ein Blueprint wie man Rhythmik nach oben schrauben kann

EP of the day: Clarity – Fog / Blue Ruin

Läuft bei mir seit ein paar Tagen in Dauerrotation und ich bleibe immer wieder drauf hängen, gehört wohl zu Drum & Bass gefiled, würde sich m.E. auch gut in einem Technoset machen, dieser böse dräuende Minimalismus gefällt mir sehr gut, kann gerne mehr von kommen.