Prisma, wirklich krasser next Level Fotofilter Shit

Fotofilter, wahrlich nix neues mehr und man meint auch wirklich alles gesehen zu haben, in zigfacher Ausführung. Mittlerweile nervt es eigentlich nur noch wenn diese immer wieder gleiche pseudoretro Digitalpinselei zu deutlich zu erkennen ist, oder der Kitsch kübelweise das so schon schlechte Foto weichzeichnerisch retten soll. Eigentlich schaue ich mir Apps die, oh so andere, Filter als Hauptverkaufsargument anpreisen schon gar nicht mehr an, bin aber froh bei Prisma eine Ausnahme gemacht zu haben. Klar gab es auch schon zu Anfang der iPhone Knipserei Apps, die versuchten aus Fotos Bilder zu machen, indem sie alles auf Bleistiftschraffierung oder Farbkleckse runterbrachen, die an den ein oder anderen Stil erinnern sollten, aber was Prisma aus Fotos macht ist wirklich mal next Level Shit. Bislang stehen 33 Stile zur Verfügung, die man in ihrer Intensität dosieren kann. Um die Magic wirken zu lassen werden die Bilder allerdings auf die Prismaserver geladen und zurück geschoben, das sollte man, nicht nur im Hinblick auf’s Datenvolumen, wissen, auch wenn kein Login oder Registrierung vonnöten ist.
Ich habe als Beispiel mal ein Foto von der Fusion Seebühne durch verschiedene Filter gejagt um etwas Anschaungsmaterial zu haben:

Das Original:
Seebühne Original

Die Filter:
Seebühne1

Seebühne2

Seebühne3

Seebühne4

Seebühne5

Seebühne6

Echte Ben de Biels



Seitdem ich Ben kenne, und das ist schon eine sehr lange Weile, rennt er mit der Kamera rum und fotografiert, meist in Schwarzweiß und zwar alles. Ich möchte gar nicht wissen wie groß sein Fundus mittlerweile ist, das dürfte locker an meine ehemalige Plattensammlung ranreichen. Kennengelernt haben wir uns, glaube ich, im Tacheles, seitdem sind wir uns im Nacht- und Tagleben immer wieder mal begegnet, seitdem er den Club Maria machte natürlich öfter, weil ich da ja auch sehr oft spielte. Mittlerweile kann ich seine ganzen Tätigkeiten kaum noch überschauen, aber er ist immer noch am Puls der Zeit und fotografiert was das Zeug hält und das wird in 20 Jahren sicher genauso ein vergangenes Berlin zeigen wie das was er heute aus den 90ern ausstellt.
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Meine iOS Foto App Top 10 plus Bonus

Seitdem ich die iPhone Fotografie, auch iPhoneography genannt, für mich entdeckt habe könnte ich locker solche Charts wie auch bei Tracks machen, fast täglich kommt etwas neues dazu, vieles wiederholt sich aber auch oder paßt nicht zu den eigenen Vorlieben, aber weil ich öfter mal gefragt werde welche Apps was taugen bzw. welche ich vorwiegend nutze, versuche ich mich hier mal an meinen aktuellen Top 10 für Fotobearbeitung mit iPhone und/oder iPad.


Camera+ hat für mich die native Kamerapp komplett abgelöst, nicht nur weil die Schnappschüsse zuerst mal in der App verbleiben, was für Ordnung sorgt, sondern alleine schon wegen des Clarity Filters, der aus zu dunklen Motiven noch erstaunliches rausholt seine paar Cent wert. Aber auch die anderen Filter gehören mit zum Besten was ich kenne.


Pro HDR HDR lohnt sich alleine schon wenn man nicht die idealen Lichtverhältnisse vorfindet. Pro HDR bietet zudem, im Gegensatz zu den meisten anderen aus diesem Bereich, die Möglichkeit die Bilder später noch aus der Library nachzubearbeiten


Snapseed Mit die beste Editierapp für iPhone und iPad, nicht nur wegen der superben Grungeeffekte, nicht nur weil sie die beste Tiltshift Funktion hat, sondern auch wegen der Möglichkeit selektiv Punkte für Sättigung, Kontrast und Helligkeit zu setzen und dem sehr gelungenen User Interface.


Photogene2 Was man mit Snapseed nicht erledigt bekommt, regelt man mit Photogene nach. Retouches mit Masken für Grayscale, Blur, Dodge und Burn in variabler Intensität, eine passable Rauschunterdrückung, Kurven und Histogramm und natürlich auch Standards wie Weißabgleich, Saturation, Helligkeit, Kontrast und ein Texttool sind dabei, ebenfalls mit sehr gelungenem Interface.


PhotoForge2 bietet auch ebenso die Standards, glänzt aber zusätzlich mit Layern und fantastischen Texturen, die sich sehr angenehm mischen lassen


Filterstorm die subtilste Editier App, hier lässt sich alles sehr detailiert mit Masken regeln


TouchRetouch wenn mal ein Element im Bild stört radiert es Retouch zuverlässig weg, solange es nicht zu komplex ist, ein nicht zu unterschätzender Motivretter.


Top Camera ein native Cam Ersatz der einem eine Menge anderer kleiner Progrämmchen erspart, mit HDR, Slow Shutter, Serienbild, Videomodus und vielem anderen mehr.


PhotoWizard noch so ein Schweizer Taschenmesser für’s Editieren, hier bestechen die Funktionen für Blur, Imageblending, Cloning, Denoise und Gradienten in Qualität und bedienerischer Einfachheit. ich habe es mir allerdings vor allem für das Masking mit Lasso oder Zauberstab für’s Collagieren gegönnt.


Photo Toaster einfach schon aus dem Grund weil mit der App für mich alles angefangen hat, es war neben Camera+ die erste mit der ich rumexperimentiert hatte und lag damit goldrichtig, der perfekte Allrounder. Die Filter und Funktionen sind für den Anfang ideal und lassen sich schön dosieren.

und als Bonus noch ein paar Apps die man sicherlich nicht t#äglich braucht, die man sich aber trotzdem mal angesehen haben sollte:


Decim8 eine App die lediglich auf mannigfaltige Art sehr digital Bilder zerstört und verglitcht, die dann aber als Layer im Hintergrund wahre Wunder bewirken können


Diptic eine App mit der man diverse Bilder in einem frei gestaltbaren Rahmen vereinen kann


Fluid FX macht genau das was der Name besagt, lässt Bilder per Fingerbewegung zerfliessen

Mein Tip wäre noch abzuwarten bis die eine oder andere App mal in einem Sale oder einer Aktion zu finden ist, die gibt’s dann für kurze Zeit billiger oder ganz für umsonst, so habe ich für den ganzen Kram sicher nicht mehr als 15€ berappt