E-Zigaretten, lEgal, IllEgal, scheißEgal

Ich muß mal Dampf ablassen (pun intended) Gestern wurde im Umweltausschuß des EU Parlaments die neue Tabakrichtlinie beschlossen und wem es schon absurd vorkam, das die Dampfe etwas drin zu suchen hätte, wurde, was das betrifft belehrt, das einen draufsetzen immer noch geht. Denn nach dieser Tabakrichtlinie werden nikotinhaltige Liquids zukünftig unter das Arzneimittelrecht fallen, was mit hohen Zulassungshürden verbunden ist, die die vielen klein- und mittelständischen Unternehmen die in dem Bereich entstanden sind, gar nicht stemmen werden können. Damit ging das Gremium sogar noch über den ursprünglichen Ansatz hinaus, alles über 4mg in dieses Arzneimittelrecht zu packen und somit nur in Apotheken erhältlich zu machen. Unlustigerweise wird das gerade versucht als tollen Kompromiss abzufeiern, was wohl in dem Satz begründet liegen soll, “dass der Zugang zu E-Zigaretten möglichst breit sein sollte und nicht nur in der Apotheke” was aber den Knackpunkt mit der Zulassungspflicht nicht im mindesten berührt.
Nun haben wir die perverse Situation, das der übliche Glimmstengel weiterhin normal an der Supermarktkasse erhältlich sein wird, während die weitaus weniger schädliche Alternative ohne Passivrauch und ohne Verbrennung, also nicht karzinogen, quasi ins Aus oder die Illegalität getrieben wird.
3 mal darf man raten wessen Interessen hier wieder 1:1 umgesetzt wurden und wer jetzt mit den Hufen scharrt um sich den jungen Markt unter die Nägel zu reissen. Ach was, einmal reicht.
Zeitgleich warnt ausgerechnet die WHO vor E-Zigaretten in ihrer jetzigen Form, da sie explodieren könne, bzw, weil die übliche Zigarette sicherer sei, “weil die einen Filter habe”. Es lohnt sich auch sonst zu lesen was diese WHO ansonsten an Twittermeldungen zu E-Zigaretten rausgibt und zu welchem Zeitpunkt.
Promt gesellt sich heute auch noch die Bildzeitung mit der Meldung hinzu, das die E-Zigarette quasi eine Einstiegsdroge darstellt, in der auch Viagra und Hasch verdampft werden

Die Aufsteller dieser Thesen, hingegen müssen Lack gesoffen haben. Wer bei diesem Schlamassel noch daran glaubt das es auch nur irgendwie um Gesundheit der Bevölkerung geht, der glaubt auch unser Kabarett Kabinett nichts von den NSA Tätigkeiten wußte oder das das forcierte auftauchen dieser absonderlichen Aussagen irgendwas mit Zufall zu tun hätte. Ich wünsche dem Empfängern viel Spaß mit dem Geld und Misbildungen in der Familie bis in die dritte Generation.
Werde ich nun mit der Dampferei aufhören?

Ich werde bunkern was das Zeug hält!

Weiterführende Links:

Sämtliche EZigaretten werden zum Arzneimittel reguliert

E-Zigarette: EU-Umweltausschuss „erfindet“ das nicht arzneiliche Arzneimittel

Update:
Phil Good fasst zusammen was da passiert ist

E-Dampf: Innokin iClear 30 Verdampfer


In meinem never ending Quest, die perfekte Dampfe für unterwegs zu finden, also eine die in Sachen Dampf und Geschmack mit meinen Selbstwicklern wie z.B. BT-XL mithalten kann, bin ich jetzt auf diesen Fertigwickler gestoßen. Zwei Coils mit 16 Glasfasersträngen, lustig und praktisch beweglichem Mundstück mit 3 ml Tank. Die braucht’s aber auch denn oben genannten Spezifikationen machen zwar einenen Dampf der einem Selbstwickler nicht weit hinterher steht, fordern aber natürlich auch ihren Liquid Tribut, was ich sonst an einem Tag verbrauche geht hier in ein paar Stunden locker in Dampf auf.
Trotzdem meine Empfehlung für all jene, die nicht schwach auf der Brust sind.
Ich betreibe ihn auf einem L-Rider Robust Akkuträger und fühle mich damit als Unterwegsdampfe erstmal angekommen
Kostenpunkt: irgendwas zwischen 9 und 14 € und Ersatz Verdampferköpfe ca. 2,50 €

Mein Beitrag zur re:publica 13: E-Zigarette, der Genuß der aus dem Internet kam

Ok, dieses lehrerhafte von oben nach unten Lehren ist nicht wirklich mein Ding, andere Formen der Konferenz liegen mir mehr. Mir ist aber auch keine andere Form eingefallen wie man das anders hätte vermitteln können, ich hab mich trotzdem mal radebrechend versucht

Ok, nach diversen Anfragen, hier mal das Keynote File für alle republica E-Zigarette.key

Me @ #rp13: E-Zigarette, der Genuß der aus dem Internet kam

re:publica 13
Nun hat sie also angefangen, die mittlerweile 7. re:publica und nachdem ich letztes Jahr bereits bei einem Panel mitgemacht hatte, mache ich dieses Jahr die Whole 9 Yards mit einem eigenen Vortrag am Mittwoch von 16:15 – 16:45 auf der Stage 3 voll. Der lautet E-Zigarette, der Genuß der aus dem Internet kam, ein Thema also das auch auf diesen Seiten hier schon desöfteren behandelt wurde, wobei es mich einem gewissen Stolz erfüllt das diese Beiträge geholfen haben,den ein oder anderen auf diese wechseln zu lassen. Ich möchte nicht so weit gehen, zu behaupten das hätte Leben gerettet, aber ein Mehr an Wohlbefinden und Gesundheit und ein Weniger an Sucht ist doch auch schon was.
Würde mich natürlich sehr freuen den ein oder anderen dort anzutreffen und stehe nach dem Vortrag gerne auch noch für vertiefendes Fachsimpeln zur Verfügung.
Überhaupt hoffe ich in den nächsten 3 Tagen auf neue Einsichten, Bereicherung, Big Talk vs. Small Talk und Gesichter zu Avataren ordnen zu können

Rauchen 2.0 das Update


Es ist jetzt ziemlich genau 10 Monate her das ich meine letzte Zigarette geraucht habe, die Anfänge habe ich hier beschrieben und da fand ich es an der Zeit mal ein Update zu geben. Nicht nur weil gerade wieder Verbotsszenarien durchsickern, sondern auch weil seit dem Zeitpunkt der Niederschrift der Version 2.0 einiges passiert ist.


Schon kurz nachdem der Artikel online war hat mich doch der berüchtigte HWV (Haben Wollen Virus oder auch Hardware Virus genannt) erfasst und eine Lavatube wurde bestellt, der Vorteil dieser für Zigarettenverhältnisse doch monströsen Gerätschaft sind größere Akkus und variable Voltzahl von 3-6 Volt, so das unterschiedliche Verdampfer mit ihrer idealen Voltzahl gedampft werden können. Die ursprünglichen Cartomizer wurden dann sehr schnell durch sogenannte Clearomizer ersetzt, nicht nur weil die besser schmecken und länger halten, sondern auch weil sie sich reinigen lasssen. Dazu hält man diese einfach unter fliessendes Wasser und macht bei Bedarf danach noch einen Dryburn, also ein Befeuern ohne Liquid, so das Belag und Rückstände verbrannt werden und Heizdraht und Glasfaser fast wieder wie neu dampfen und schmecken.


Je nach Fabrikat hat man dann bis zu einem Monat an einem Clearo für irgendwas zwischen 2 und 3 Euro, ein nicht zu verachtender Vorteil gegenüber Cartomizern die bei mir oft schon nach 5 Tagen dicht waren und jeglichem Versuch der Reinigung stand hielten. Clearomizer bestehen lediglich aus einer Glasfaserschnur deren Kapilareffekt das Liquid zum darum gewickelten Heizdraht befördert. Diese gibt’s dann in den unterschiedlichsten Darreichungsformen, den Anfang machte der CE4+, ein Komplettpaket mit kurzen Glasfaserstummeln den man immer schwenken mußte damit auch genug Liquid zur Verdampfung dran war. Der Nachfolger CE4+ V2 hatte dann schon lange Glasfaserschnüre und mittlerweile gibt es das Ding auch schon mit wechselbaren Verdampferköpfen in unterschiedlichen Ohmzahlen für unterschiedliche Akkustärken. Mit 1,6 ml Füllung macht der sich auch hervorragend auf Akkus im eGo Format, aber auf einer Lavatube ist das schon ein bisschen verschenkt, also noch einen richtigen Tank dazu bestellt, mit 2,5 ml Inhalt für zuhause und für Gigs, wo man nicht ständig nachfüllen will.


Bei mir war’s der The Vapor, der sowohl mit Cartomizern und Cleaomizern betrieben werden kann, wobei ich den Carto nie benutze. Mittlerweile gibt es weitere ähnliche Tanks auch unter anderen Namen wie Stoomer oder auch in größer mit bis zu 6 ml, wie den Megatank von der gleichen Firma Just Vapor. Beide nutze ich bis heute und möchte die auch nicht mehr missen. Allerdings sitzt seit kurzem der sogenannte Vivi Nova Tank dicht auf den Fersen, den gibt es auch von 2 bis 3,5 ml Volumen für vergleichsweise kleines Geld, mit 3 Verdampfern für ca. 10-14 € und hält ebenfalls ewig. Die Vivi Novas sind verschraubt, während die üblichen Tanks lediglich auf Gummi O-Ringe gesteckt werden, so in der Hosentasche unterwegs ist das schon von Vorteil, denn Unachtsamkeit kann da durchaus mal wortwörtlich in die Hose gehen indem sich der Tank öffnet und der Inhalt ausläuft, ein eher unschönes Bild und ärgerlich dazu wenn man kein weiteres Liquid parat hat.


Nächster Schritt war dann die Liquids selber herzustellen, wovor ich anfangs ziemlichen Respekt hatte, im Internet gibt es Gruppen die darum ein höllisches Buhei darum machen. Es gibt Liquidrechner und Rezeptdatenbanken die einem alles bis auf den µMeter ausrechnen. Ich bin’s dann eher pragmatisch angegangen und habe mir fertige Nikotinbasis im gewünschten PG/VG Mischungsverhältnis geordert, dazu Aromen und diese erstmal mit 5% zur Basis angesetzt um dann bei Bedarf jeweils noch ein Prozent zuzumischen. Klappt hervorragend und mittlerweile versuche ich mich in Aromakombinationen wie Virginiatabak mit Zimt, Erdbeer/Menthol oder auch mal irgendwas mit Anis, Mandel, Vanille etc. Dazu setze ich die Liquids erstmal in 10 ml Mengen an, mische die dann im Tank um die Idealmischung zu finden und die dann komplett anzusetzen, wobei ich feststellen muß das diese dann doch von Verdampfer unterschiedlich ist und oft weiterhin separat mische um weitherhin zusammenzupanschen. So ein Clearomizer ist ja auch schnell ausgewaschen und nach 2-3 Zügen kommt das neue Aroma durch.
Die Erfahrung das so Verdampfer unterschiedlich schmecken können verleitet natürlich auch wieder zu diesem HWV und man besorgt sich neue, einfach um zu sehen wie die eigenen Aromen darüber schmecken. So kam dann z.B. gleich mal eine komplette neue E-Zigarette wie die Esco 2 ins Haus, einfach weil der Verdampfer in Verbindung mit dem Akku so verdammt stylisch daher kommen.

Ein Ende der Fahnenstange ist da nicht abzusehen, die großen VVs werden von kleineren ergänzt, denn neben dem eGo Twist gibt’s die Esco 2 gibt’s mttlerweile auch als Variable Volt Version in 1300 Milliampere mit einer Vivi Nova drauf und auch Verdampfer wie der CE+irgendwas werden ständig weiterentwickelt, größer, besser, wechselbar, ebenso wie die Akkus und Akkuträger. Mein nächster Schritt wäre dann Selbstwickeln, also keine fertige Verdampfereinheit, sondern eine die man per Glasfaser, Edelstahlsieb oder Slikatschnur und Heizdraht selber wickelt, was bei VV Akkuträgern und dem erneut drohenden Verbot natürlich Sinn macht, falls die Geräte dann irgendwann mal tatsächlich schwieriger zu erhalten sein sollten. Bis dahin sollte aber noch einiges Wasser die Spree runterlaufen und ich hoffe inständig das es erst gar nicht soweit kommt, denn es wäre völliger Humbug, der nur mit Enthüllungen wie dieser zu erklären wäre. Schließlich geht es nicht nur um die gesündere und zeitgemäßere Alternative für Raucher, sondern z.B.auch um die Vermeidung von Passivrauchen.
Wenn Pharma- und Tabakindustrie ein Monopol auf Nikotin zugesprochen bekämen hätte man einmal mehr den Bock zum Gärtner gemacht, meiner Beobachtung nach ist reines Nikotin bei weitem nicht so suchterzeugend wie das was uns als Tabak oder Zigarette verkauft wird. Zu meinen Raucherzeiten habe ich es keine Stunde ohne Zigarette ausgehalten, heute macht es mir nichts aus das Dampfgerät auf der Hunderunde mal vergessen zu haben und auch so, wie z.B. beim Schreiben dieses Artikels, vergesse ich einfach mal unter Konzentration an der Dampfe zu nuckeln, während ich in früher eher mal das Schreiben unterbrochen habe um der Sucht nachzugeben. In dem Moment wo die Tabakindustrie ihren Willen kriegt sind mit Sicherheit auch diese zugesetzten Suchtstoffe wieder drin und darüber freut sich natürlich die Pharmaindustrie, die weiterhin exklusiv nutzlose Pflaster und Kaugummis überteuert verkaufen kann.

Wie die E-Zigarette fast illegal wurde, ein Trauerspiel der Fehlinformationin zig Akten von Politik und Journalismus

Hint: Das Deutsche Krebsforschungszentrum verdient eine Menge mit Raucherentwöhnungskursen ;-)
Hier hat sich jemand mal die Mühe gemacht und den Verlauf der mehr oder weniger geschickt manipulierten Fehlinformationen und wie die Sache dann ihren Lauf nahm zusammen getragen. Das Dokument tauchte zuerst in einem der beiden großen Foren für E-Dampfer Dampfertreff auf, wurde von der Erstellerin auf Facebook gepostet und liegt nun bei der Interessengemeinschaft E_Dampfen als PDF vor.
Ich kopiere es der Bequemlichkeit halber mal hier her:

Das grün geleitete MGEPA NRW hat im Rahmen der 9. Deutschen Konferenz für Tabakkontrolle, die am 31.11 und 1.12.2011 in Heidelberg stattfand, manipulierte Informationen erhalten. Auf dieser Konferenz wurde behauptet, dass E-Zigaretten Arzneimittel seien. Auf dieser Konferenz wurde Hysterie verbreitet und ein Handlungsbedarf (“muss aus dem Verkehr gezogen werden”) suggeriert, der überhaupt nicht bestand.
Anschließend klopfte das MGEPA NRW mithilfe der Fachanwältin für Medizinrecht Prütting die bestehenden Gesetze ab und kam zu einer fragwürdigen Rechtsauffassung, die in einem Erlass resultierte, der am 16.12. an die Bezirksregierungen Arnsberg, Detmold, Düsseldorf, Köln und Münster erging.

Dabei ignorierte Prütting die Tatsache, dass sich das BfArM bereits völlig anders lautend über E-Zigaretten ausgesprochen hatte, und es wurde auch permanent ignoriert, dass die Risikobewertung des BfR nur verzerrt und unvollständig zitiert wird. Einen Monat später landete der Erlass – deutlich überarbeitet – bei der CDU. Hier wurde nurmehr sehr deutlich gemacht, dass es sich um eine bloße RechtsAUFFASSUNG handelt und nicht – wie in dem Erlass behauptet wurde – um GELTENDES RECHT.

Die Bezirksregierungen und zum Beispiel auch diverse Amtsapotheker wurden von E-Zigarettennutzern per E-Mail aufgeklärt und reagierten entsprechend klug, indem sie es unterließen, den Erlass in die Tat umzusetzen und sich dadurch von Steffens den Schwarzen Peter zuspielen zu lassen, wenn die Händler ihre Drohung in die Tat umsetzen und Schadenersatz fordern würden. Die, die von den E-Zigarettennutzern nicht erreicht werden konnten, nahmen die Meinung von Frau Steffens für bare Münze, ordneten Hausdurchsuchungen und ähnliches an, man drohte den Händlern mit Geld- und sogar Gefängnisstrafen. Existenzen wurden zerstört, Arbeitsplätze vernichtet.

Uns ist bekannt, dass sogar ein Rundschreiben an die Apotheken herausging, in dem diesen untersagt wurde, die für jedermann frei verkäuflichen Substanzen Propylenglykol und Glycerin an Kunden zu verkaufen, die damit Liquids mischen wollen. Die Apotheken wurden also angewiesen, Kunden, die diese Produkte erwerben möchten, nach dem Verwendungszweck zu befragen und das Produkt bei der falschen Antwort nicht zu verkaufen.
Wohlgemerkt geht es hier um Liquids, die in keiner Weise illegal sind, und die sogar, wenn nur auf diesen Zutaten basierend, also nikotinfrei, noch nicht mal vom MGEPA kritisiert wurden.
Uns sind Fälle bekannt, in denen Leuten, die mit “Liquid-Misch-Absicht” PG und VG kaufen wollten, vom Apotheken-Fachpersonal erzählt wurde, dies sei illegal, auch der Verkäufer – also die Apotheke – mache sich mit der Abgabe strafbar und E-Zigaretten seien außerdem schädlicher als herkömmliche Tabakzigaretten, das könne man nicht verantworten.
Kunden, die sagten, sie wollen damit ihre eigenen Kosmetika herstellen, bekamen die Substanzen problemlos verkauft.

Frau Steffens, die spätestens jetzt auch darüber informiert war, dass die Rechtslage – anders als vom DKFZ suggeriert – gar nicht so eindeutig ist, ruderte nach Kräften zurück. Einen Erlass gar habe es nie gegeben, sie habe lediglich Empfehlungen ausgesprochen.
Das Dokument, das es nie gegeben hat, ist aber noch auf einer Behördenhomepage verfügbar:

http://www.kreis-unna.de/fileadmin/user_upload/Kreishaus/53/pdf/Erlass_E-Zigarette_2011-12-16.pdf

Frau Steffens als “militante Ex-Raucherin” hat sich vor den Karren der Tabakkontrolle spannen lassen. Ihr wurden manipulierte Unterlagen präsentiert (“Aus der Wissenschaft für die Politik”) und im Lauf der Zeit wurden diese Unterlagen auch an die BzgA und sogar das BMG weiter verteilt.
Die Antworten aus den Kleinen Anfragen sowohl an den Abgeordneten Gregor Golland als auch an die Fraktion DIE LINKE basieren maßgeblich auf diesen manipulierten Unterlagen. Das erkennt man an bestimmten sich wiederholenden Formulierungen und Teilsätzen, auch ohne dass die entsprechende Quelle genannt wird.
So wird in diesen Dokumenten beständig der Versuch unternommen, die harmlose Nikotin vernebelnde E-Zigarette mit der Tabak erhitzenden E-Zigarette in einen Topf zu werfen, um Laien zu täuschen. Wir erfahren z.B. von “Formaldehyd”, das freigesetzt wurde, aber wir erfahren nicht, dass das bei der Tabak erhitzenden E-Zigarette geschah und NICHT bei der Nikotin vernebelnden Variante. Die Tabak erhitzende E-Zigarette spielt bei der aktuellen Debatte nicht die geringste Rolle. Sie trotzdem immer wieder in die Diskussion zu schmuggeln kann also nur als Absicht interpretiert werden.

Das ist mitnichten die einzige Täuschung, die von Dr. Pötschke-Langer ins Leben gerufen und von MGEPA NRW und auch von der BzgA weitergetragen wurde bis hinauf ins BMG. Dr. Pötschke-Langer zeichnet noch für zahlreichere weitere kleinere und größere Manipulationen von wissenschaftlichen Unterlagen des DKFZ zum Thema E-Zigaretten verantwortlich, bis hin zum interdisziplinären Standardwerk “Alkohol und Tabak”, das bereits 2010 im Thieme-Verlag publiziert wurde.

QUELLEN:

Die Original-BfR-Untersuchung. Das BfR grenzt klar die Tabak erhitzende und die Nikotin vernebelnde E-Zigarette voneinander ab. Das DKFZ beruft sich zwar auf das BfR, nimmt diese Abgrenzung aber nicht vor. Dadurch wird die Tabak erhitzende mit der Nikotin vernebelnden E-Zigarette in einen Topf geworfen. Dadurch kann man beispielsweise öffentlich behaupten, in E-Zigaretten sei Formaldehyd gefunden worden. Allerdings in einer Variante von E-Zigaretten, die in der gegenwärtigen Diskussion völlig irrelevant sein sollten, nämlich den Tabak erhitzenden. Das DKFZ zitiert das BfR grundsätzlich unter Auslassung bestimmter, wichtiger und für die Nikotin vernebelnde E-Zigarette eindeutig positive Passagen.

http://www.bfr.bund.de/cm/343/bfr_raet_zur_vorsicht_im_umgang_mit_elektronischen_zigaretten.pdf

Das BfArM zu E-Zigaretten, und zur Einstufung “EINER” E-Zigarette – nämlich der Nicorette Inhaler:

http://www.bfarm.de/cae/servlet/contentblob/1021386/publicationFile/79639/anlage1.pdf

Das BfArM speziell zu Nikotin:

http://www.smok-e.de/BfArm-Stellungnahme-2009-05.pdf

Der Erlass-Text in der für die CDU umgefärbten Variante:

http://www.dampfertreff.de/t33946f209-Antwort-auf-meine-Email-an-die-CDU.html

Der manipulative, ein Bedrohungsszenario vorgaukelnde Vortrag über E-Zigaretten von der 9. Deutschen Konferenz für Tabakkontrolle, worin klar und unter der Quellangabe “BfArM” behauptet wird, E-Zigaretten sind Arzneimittel und es besteht Handlungsbedarf:

http://www.dkfz.de/de/tabakkontrolle/download/Deutsche_Konferenzen_fuer_Tabakkontrolle/9_Deutsche_Konferenz_fuer_Tabakkontrolle/Katrin_Schaller_2011.pdf

Ein Besucherbericht von eben dieser Konferenz. Hierin wird die tatsächliche Motivation aufgezeigt, warum Pötschke-Langer und Co. so aggressiv gegen E-Zigaretten vorgehen. Nebenbei wird daraus auch deutlich, welche enge Verbindung es zwischen DKFZ und MGEPA NRW gibt, und welchen Grund es gab, ausgerechnet jetzt aktiv zu werden.
Anders als die IG-ED vermutet, war nicht die veröffentlichte E-Zigaretten-Konsumentenzahl der Auslöser, sondern eindeutig die geplanten Änderungen am NRSG in NRW.

http://www.loq.de/multiplikatoren/aktuelles/Tabakkontrolle_2011.htm

Der DKFZ Newsletter zur Nikotinentwöhntherapie
Das DKFZ listet hier u.a. die Inhaltsstoffe von E-Zigaretten auf, die nur ein halbes Jahr später “völlig unbekannt” waren.

http://www.dkfz.de/de/tabakkontrolle/download/Publikationen/Newsletter/Newsletter2011/Newsletter_Juli_2011.pdf

Die Befragung von Etter und Bullen, die im DKFZ-Newsletter veröffentlicht wurde, kann man hier im Original ansehen und braucht nichts weiter tun, als sie mit der DKFZ-Version zu vergleichen, um zu erkennen, welche gravierenden Änderungen Pötschke-Langer vorgenommen hat – und welche positiven Eigenschaften Etter und Bullen dem Produkt tatsächlich zuerkennen.

http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1111/j.1360-0443.2011.03505.x/abstract

Auf Seite 4 der nachfolgend verlinkten “Faktensammlung” wird Politikern erklärt, wie sie E-Zigaretten auch ohne echte Rechtsgrundlage aus dem Verkehr ziehen können, indem sie sie zum Beispiel als Arzneimittel bezeichnen. Auch die Möglichkeit, es mit einer Einstufung als Tabakprodukt oder mithilfe des Tabakwarennachahmungsgesetzes zu versuchen, wird eingeräumt – jedoch werden die Aussichten auf Erfolg dabei als geringer eingeschätzt. Ist das noch “Krebsforschung”?
Außerdem wird in dieser Broschüre “Aus der Wissenschaft – für die Politik” der Eindruck vermittelt, es handele sich bei E-Zigaretten um Betrug, bei E-Zigarettenhändlern entsprechend um Betrüger und somit bei E-Zigarettenkonsumenten um…richtig…Opfer.

http://www.dkfz.de/de/tabakkontrolle/download/Publikationen/AdWfP/AdWfP_Elektrische_Zigaretten.pdf

Bis hin in das wichtigste interdisziplinäre Standardwerk zu Alkohol und Tabak in der Gegenwart ziehen sich Pötschke-Langers Manipulationen. Auch hier wird auf S. 98 systematisch die Abgrenzung zwischen Tabak erhitzender und Nikotin vernebelnder E-Zigarette unterlassen. Das ermöglicht eine Zuordnung in die Gruppe der “Smokeless Tobacco Products”, obwohl in E-Zigaretten kein Tabak enthalten ist. Für Medizin- nicht aber Zigarettenfachleute, die ihr Wissen bei der wichtigsten deutschen Zigarettenforscherin der Gegenwart auf den neuesten Stand bringen, wird somit der Eindruck erweckt, auf E-Zigaretten lasse sich eine beigefügte Argumentationstabelle anwenden, die eigentlich für “Snus” gedacht ist. Dass E-Zigaretten nicht “etwas weniger schädlich als Tabakzigaretten” sind wie eben Snus, sondern um Dimensionen weniger schädlich bis hin zur fast völligen Unschädlichkeit, wird ja gezielt verschleiert. Somit wird das radikale Vorgehen gegen Nikotin vernebelnde E-Zigaretten für die Zigarettenbekämpfer als ethisch und moralisch vertretbar suggeriert, ja sogar als “Pflicht”.

http://www.thieme.de/detailseiten/musterseiten/pdf/9783131466716_090_100.pdf

Dass diese Produktvermischungstaktik systematisch angewendet wird, erkennt man gut an Antwort auf die Kleine Anfrage des CDU-Abgeordneten Gregor Golland. Wer die zuvor vorgestellten Quellen aufmerksam gelesen hat, und nun auch diese Antwort aufmerksam liest, erkennt auf den ersten Blick, welche Quellen zur Verwendung kamen, und dass wieder der Trick angewendet wird, “E-Zigaretten mit Tabakerhitzung” ins Spiel zu bringen, obwohl diese für die aktuelle Diskussion vollkommen irrelevant sind.

http://www.gregor-golland.de/media/Anfragen-Antworten/12_02_02_antwort_e-rauchen_MMD15-3949.pdf

Es geht ja bekanntlich immer noch eine Nummer größer. Aus der Art der Antworten des BMG auf die Kleine Anfrage der LINKEN ergibt sich eindeutig, wen das BMG für die Beantwortung der umfangreichen Anfrage zu Rate gezogen hat. Es spielt keine Rolle, ob MGEPA, BzgA oder DKFZ oder alle drei – die Informationen, die das BMG erhalten hat, sind ja sowieso immer die gleichen, auf das DKFZ zurückgehenden.

http://www.2download.de/download-9aeade7beada35c83d3b344fbafe43b0.php.E-Cigarette%20bundesregierung.pdfE-Cigarette%20bundesregierung.pdf

Die Hetzkampagne nahm ihren Ursprung in der RNZ. Dort ist der Artikel inzwischen nicht mehr verfügbar, aber hier war er mal zu finden:

http://www.rnz.de/rnzWissenschaftRegional/00_20111201100645_Die_E_Zigarette_ist_brennend_interessant_.html

und hier ist er in Kopie erhalten geblieben. Der Artikel ist absolut lesenswert, denn er ist der Beweis, dass es Pötschke-Langer höchstpersönlich war, die die Hetzkampagne startete.

http://blog.elektrische-zigarrette.de/2011/12/die-e-zigarette-ist-brennend-interessant-rhein/

Ingeborg Salomon von der RNZ berichtet übrigens ziemlich häufig über das DKFZ. Die RNZ ist ja wie das DKFZ in Heidelberg ansässig. Man kann Salomon durchaus als “Hofberichterstatterin” des DKFZ bezeichnen.

Pötschke-Langer brauchte Salomon nur ein bisschen Unsinn erzählen und sich anschließend neben das Telefon setzen, und auf Interviewanfragen zu warten, die nach dem Artikel in der RNZ bei ihr eintrudeln würden. So geschah es ja auch.

In diesen Interviews warf sie dann mit den Hysterie erzeugenden Schlagwörtern wie eben Frostschutzmittel und Reizgas um sich, die wiederum eine Serie von Sensationsberichten nach sich zogen. Pflichtbewusste Journalisten, die sich auch bei anderen “seriösen” Einrichtungen erkundigten, erhielten nur die Auskünfte, die diese vorher vom DKFZ erhalten hatten. Dies reichte den Medien als Überprüfung aus; zum Lesen der Originalunterlagen hatte entweder keiner Zeit oder Lust, oder man sah – trotz unzähliger Hinweise aus der Bevölkerung – dazu keinen Anlass.

So war das

Rauchen 2.0


Es geschah so ab Mitte des letzten Jahres das mir immer wieder mal das Thema E-Zigarette unter kam, entweder in Form von Berichten oder gleich in physikalischer Form mit der Aufforderung “probier doch mal”. Irgendwie interessierte mich das aber nicht, ich hatte im Kopf das Setting eigentlich solltest du mit dem Unfug aufhören, anstatt umzudisponieren. Zigaretten nervten mich eigentlich schon länger und gerade jetzt im Winter hat das ständige draußen stehen aus so rein gar nichts mit Genuß zu tun, jede Zigarette macht einen darauf aufmerksam das es sich um eine dämliche Sucht handelt und trotzdem kann ich den Nikotinflash gut geniessen, wenn er im richtigen Setting möglich ist, während ich die hier schreibe nuckele ich z.B. ganz gerne mein Nervengift. Dann blieb ich doch bei einigen Berichten ausführlicher hängen und es erschlossen sich mir diverse Vorteile: Man qualmt nicht mehr, sondern dampft lediglich eine Flüsigkeit aus veränderlichen Anteilen von Propylenglycol, Glycerin, Aromastoffen und bei Bedarf eben Nikotin. Die ganzen stinkenden und eigentlich gefährlichen Stoffe einer herkömmlichen Tabakzigarette bleibnen außen vor, keine stinkenden Klamotten mehr, kein Aufdrücken des Rauchs an die Umwelt mehr, ich könnte quasi wieder z.B. in meinem Arbeitszimmer meinem Nikotinflash nachgehen, ohne andere damit zu belästigen! Außerdem ergab meine Nachrechnung das ich, damit im Endeffekt auch noch billiger fahre, meine Kosten für Tabak beliefen sich wöchentlich auf ca. 20 €, eine 10 ml Flasche Liquid, also die Flüssigkeit die man zum E-Dampfen benötigt liegt irgendwas zwischen 4 und 7 €, eine Flasche entspricht ca. einer Stange Zigaretten, also ca. der Menge die ich an Drehtabak wöchentlich inhalierte, mit Fertigen ist die Ersparnis also nochmal höher und die nächste Tabaksteuererhöhung kommt ja auch schon bald. So ein Einsteigerset, fand ich heraus, kommt so um die 60 bis 70 €, eine Investition die man mal machen kann um zu testen und wenn es was taugen würde, würde es sich ja schnell amotisieren. Ein bisschen Rumfragen ergab das man nicht unter einer eGo-T anfangen sollte und das ein guter Freund mittlerweile bei einer Firma im Lager arbeitet die genau diese Dinger vertreibt, also auch noch Prozente und eine Top Beratung per Telefon!
Pünktlich zu Heiligabend kam dann das Geschenk das ich mir selbst machte und pünktlich zur Bescherung waren die Akkus meiner eGo aufgeladen. Nicht nur ich war gespannt wie das jetzt werden würde, die halbe Verwandtschaft war da und beäugte kritisch was ich da anstellte.
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