Neuer Mix: Tanith @ Walfisch Revival Party 10.6.2016

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Walfisch im Juni 1992, per Ravepass und Abstempelung konnte man einmalig einen wahren Walfisch Marathon hinlegen: 4 Tage durchgehend, mit 2-3 Veranstaltungen pro Tag und wer am Ende alle Stempel hatte konnte was gewinnen, ich weiß aber nicht mehr was, noch ob das tatsächlich wer geschafft hat, im Bereich des Vorstellbaren ist es durchaus.
Jedenfalls fast punktgenau zu diesem 24 jährigen Jubiläum gab es wieder mal eine Walfisch Revival Party in immer noch ebenjenem Gemäuer das schon damals den Walfisch beherbergte und heute der Kitkat Club ist. Und es ist immer wieder erstaunlich wie viele Gesichter von damals sich hier immer noch einfinden und wie gut die sich gehalten haben, fallen fast gar nicht aus dem Rahmen zwischen den jüngeren Hüppern, die sich auch zunehmend einfinden um diese Musik im original Setting zu erleben, naja fast ;)
Ich habe extra noch einmal in meinen Archiven gewühlt um, neben typischen Tracks, die eifach gespielt werden müssen, noch ein paar zu finden, die etwas vergessen wurden und diese eingestreut.
Es war mir, wie immer, eine große Freude.

Mixcloud:

Und hier noch der Original Flyer zum damaligen Ravepass:

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Neue Mixe: Tanith @ Double Impact 20.05.2016 Pt.1 & 2

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Da war er wieder, der Double Impact mit Wolle und mir und man ahnt ja gar nicht was so an neuen Tracks sich innerhalb von 2 Monaten ansammelt, ich habe trotz 2 zweistündigen Sets nichtmal die Hälfte davon verbraten können!
Ich habe den Anfang gemacht deshalb beginnt Part 1 schön sommerlich fluffig, in Part 2 geht’s dann da weiter wo Part 1 aufhörte

Part1

Mixcloud:

Part 2

Mixcloud:

(coverpic by Martin Boehm Photography)

Kleine Vorschau auf Juni: Walfisch Revival Party Trailer

am 10.Juni gibt’s mal wieder eine Walfisch Revival Party und dazu auch einen recht gelungenen Trailer mit dem was da zu erwarten ist:

Ich freu mich auf das Wiedersehen mit Alt und dem immer wieder erstaunlichen auftauchen von viel Jung.
Wer das Abfeiern von alten Hits mal in kleinerem Rahmen haben will, das wäre die Chance und es ist immer sehr freundlich da

Ich war dann mal weg

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Urlaub, so einmal im Jahr verreisen, ohne das es etwas mit dem Beruf zu tut hat, sollte schon sein. Diesmal war es Teneriffa, das dritte Mal in 15 Jahren, ich liebe die Kanaren, zu jeder Jahreszeit, vielleicht weil die dort keine haben, es ist immer warm und freundlich und wenn das Wetter mal schlecht sein sollte fährt man einfach auf die andere Seite der Insel und hat vielleicht das Glück das es dort anders ist.
War ich sonst immer im kargen Süden einquartiert, den kein Teneriffe freiwillig besucht, es sei denn er arbeitet dort, so hatten wir uns diesmal für den durchschnittlich 1° kälteren Norden entschieden. Was die paar km ausmachen erkennt man schon an der Vegetation, vom Flughafen kommend ändert sich da Richtung Süden wenig, es bleibt karstig karg. Richtung Norden hingegen nimmt gefühlt pro km die Palmendichte zu und in Puerto de la Cruz hat man dann auch noch das Wahrzeichen, den höchsten Berg Spaniens, den schneebedeckten Teide ständig direkt vor der Nase, was einen schönen Kontrast abgibt, so vom Strand auf Schnee schauend.
Wie immer haben wir uns gleich zu Anfang einen Mietwagen gegönnt, damit man das Eiland auch zur Genüge exploren kann, allerdings ist die Ecke um Puerto de la Cruz dermaßen ergiebig, das wir uns den hätten gut sparen können, außer 2-3 Mal hätte es den nicht gebraucht und auch das hätte man locker mit dem gut ausgebauten öffentlichen Verkehrsmitteln erledigen können. Namentlich hatten wir damit einmal die 30 km entfernte Hauptstadt Santa Cruz besucht, da finde ich das gran canarische Pendant Las Palmas allerdings schöner, auch wenn es weniger zu bieten hat. Zum anderen muß man als Besucher natürlich auch mal in den Süden fahren, wenn man schon nicht das wohnt, das war diesmal El Medano, das im Vorbeifahren erstmal nicht sonderlich einladend wirkt, ich konnte mich aus vorherigen Besuchen aber noch an den pitoresken Strand mitten im Ort erinnern, den ich bislang nur abends gesehen hatte. Diesmal also tagsüber und im Hellen erstreckt der sich viel weiter als gedacht. Trotzdem kam er nicht an unseren diesmaligen Lieblingsstrand Playa de la Jardin in Puerto de la Cruz ran, nicht nur weil der gerademal 300 Meter vom sympathisch old schooligen Hotel Don Manolito lag, sondern z.B. auch weil das dortige Strandrestaurant erfreulich untouristische Preise bot, z.B. die typischen kanarischen Runzelkartoffeln mit Mojo in sattmachender Portion für 3 € oder der ebenso typische Caffee Leche y Leche für sage und schreibe 1 €. Beiden Stränden war gemein, das trotz Touristenhochburg, dennoch spanisch als Sprache überwog. Aber egal welche Sprache, was habe ich diesmal wieder diese Drängelrentner hassen gelernt, die sich überall vorschieben, wo es etewas zum Vorschieben gibt, das ist ein wahrlich internationales Phänomen und wenn die Verrohung der Sitten von Jugendlichen thematisiert, sollte man das dies ebenso tun. Besonders auffällig war das am Playa de Martinez am anderen Ende von Puerto de la Cruz, an den zig Buden anschliessen, bei denen man sich erstmal fragt wo dieser ganze rohstoffverbrauchende Tinnef eigentlich erfunden und fabriziert wird und wer das dann alles kaufen soll, bis man dann merkt das das genau der Markt für diese Drängelrentner ist, die auch noch jeden Scheiß mit Ellbogeneinsatz kaufen und seinen es Flaschenöffner in Pimmelform, crazy!
Das dortige Seebad wurde mir ebenfalls zum Besuch empfohlen, aber eine flüchtige Drübersicht zeigte mir eine typisch spanische Betonwüste mit Pools drin, was soll ich damit, zumal mit Eintritt, wenn ich Strand gleich nebenan habe?
Ach ja, auch wenn ich pro Tag vielleicht einmal die üblichen News durchgegangen bin, so bin ich doch auf fast 2Gb Datenvolumen gekommen, hätte ich so nicht gedacht, machte aber nüscht, da mein Vertrag 3 Gb pro Monat beinhaltet und ich das gegen einen einmaligen Monatsbeitrag auch im Ausland verbrauchen kann. Das ist eh interessant zu beobachten, wie sich die Internetnutzung in diesen 15 Jahren, seit denen ich regelmäßig die Kanaren besuche, verändert hat, Anfang der 2000er war das noch überhaupt kein Thema, Ausland bedeutete Internet Cafe oder eben gar kein Internet. 5 Jahre später achtete man schon darauf das das Hotel zumindest eine Internet Corner hatte, die man, zur Not gegen Geld, sowas wie 1 € für 10 Minuten oder 5 für eine Stunde, nutzen konnte. 5 Jahre später ging das schon los mit der Rennerei mit der spanischen Sim für das eigene Phone, weil Datenroaming utopische Preise für Kleinstdatenmengen erforderte und heute halt Inklusivvolumen auch im Ausland nutzen. Würde ich meinen Vertrag heute machen, wäre das sogar inklusive, irgendwie geht’s doch voran.
Natürlich nutzt man solche Tage nicht nur zur Erholung mit der Familie, obwohl das natürlich der Hauptgrund ist, und so kam der Filius z.B. in den Genuß mit Einheimischen Fußball im Stadion zu spielen. Ich nutzte die Tage auch um mir z.B. mal wieder Gedanken über dieses Blog zu machen. So wie es in den letzten Monaten lief mochte ich nicht mehr, bzw. finde ich das Gros der Blogs hierzulande etwas eingefahren in Duktus und Content, dieses Newswiedergekäue, das dann zu 70% das gleiche bringt, nur das eben jeder es nochmal in seiner Facon bringt, ist dann auch nicht so unterschiedlich zu Facebook, das keiner mehr mag, weil sich dort die gleiche Redundanz findet und man hofft das irgendwann ein Algorhythmus einsetzt, der einem diese Dopplung bis Vervielfachung der gleichen Meldung irgendwann mal ausblendet, wenn man die schonmal von jemand vorgesetzt bekam. Ich bin zu dem Entschluß gekommen wieder mehr schreibend, denn verlinkend hier zu posten, das macht zwar mehr Arbeit und wir haben beide, also ihr (lesen) und ich (schreiben) mehr zu tun, passiert vielleicht auch nicht jeden Tag, aber am Ende finde ich das befriedigender und mehr unique. Auch Rubriken will ich wieder einführen die wöchentlich stattfinden, aber da bin ich noch nicht an der Weisheit letzter Schluß, eine Neuauflage vom Thema der Woche soll es nicht werden, damit sind wir durch.

Neue Mixe: Tanith @ Double Impact, Suicide Club, 18.03.2016 Pt.1 & Pt.2

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Endlich mal wieder neue Tracks spielen, nachdem die letzten Wochen ja eher retrogefärbt daher kamen. Aber bei unserem zweimonatlichen Suicide Stelldichein bleibt eben auch alles beim Alten: alles neu!
Diesmal wieder mit dem Vatersohn Projekt Luettringhouse im Vorspann, dann 2x icke uns 2x Wolle.
Meine beiden Sets klangen so:

Pt.1

Pt.2

(Coverpic by Felix Luettringhaus)

Neuer Mix: Tanith @ TEKKNOZID 12.03.2016

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Was war das denn? Ich bemerke ja schon längere Zeit das es durchaus wieder ein Interesse daran gibt woher das, was wir heute Techno nennen, eigentlich kommt, aber das was ich da am frühen Sonntagmorgen erlebte hatte ich so nicht erwartet. Schon als ich gegen 1:30 ankam wartete draußen eine ziemlich lange Schlange auf Einlaß, während es drinnen bereits richtig zur Sache ging. Zudem staunte ich nicht schlecht das die Veteranen im Getümmel fast untergingen, da waren viele die zur Zeit als die Tracks gemacht wurden, bestenfalls in den Windeln! Nichtsdestotrotz wußten die sehr genau über die Tracks Bescheid. Ich bin begeistert!
Als ich kam fand gerade der Wechsel von Wolle auf Slipmatt statt, der verwunderte mich erst ob seiner Selection, ich hatte durchgehendes Breakbeat Geballer erwartet, aber er baute sein Set sehr behutsam dahingehend auf, unerwartet aber auch nicht schlecht. Zudem einer der wenigen, die ihre Classicsets mittlerweile auch per Traktor und Controller bestreiten, ist ja eher selten, aber besser werden die alten Scheiben ja auch nicht durch das ständige abspielen, macht schon Sinn.
Durch Slipmatt’s Vorarbeit konnte ich dann auch mal wieder abseits von den üblichen Klassikern fischen und so gibt es in diesem Set auch wieder völlig andere Sachen zu hören als bei der letzten Tekknozid oder als bei Raves Strikes Back von letzter Woche.

Soundcloud:

Mixcloud:

Neuer Mix: Rave Strikes Back @ Jena, Kassablanca 05.03.2016

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Das war mal eine wirklich wundervolle Nacht, bei der man nicht gedacht hätte das fast 24 Jahre zwischen den Begegnungen lagen. Das letzte mal war ich nämlich anno 92 im Kassablanca, damals noch an anderer Stelle.
Der Abend fing schon gut damit an, das man die alten Gesichter gleich wieder erkannte und es war einer der seltenen Gigs, wo man vorher nichtmal ins Hotel kam, weil man sich oben im Turm des Kassablanca Geschichten erzählte und Meinungen austauschte. Die Zeit verging im Flug und der Gig auch, die 3 Stunden Set hätten noch ewig weitergehen können. Volles Haus und beste Stimmung, Danke Kassablanca!

Soundcloud:

Mixcloud

und natürlich auch auf hearthis

Rave Strikes Back Interview

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UPDATE: sogar der Flyer von damals ist jetzt noch aufgetaucht:
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24 Jahre ist das nun auch schon wieder her das ich in der Stadt aufgelegt mit dem wohl verheißungsvollsten Bahnhofsnamen, Paradies, aufgelegt habe. Morgen ist es dann wieder soweit und ich spiele in Jena’s Kassablanca zu Rave Strikes Back. Zum fast 25 jährigen Jubiläum gibt’s dann auch noch ein Interview, das liest sich so:

Tanith, woher kam schon früh bei dir das Interesse für Cyberspace und die damit verbundene elektronische Musik. Gab es da ein “Aha-Erlebnis“?

Das Interesse für Elektronische Musik fing bei mir schon Ende der 70er/Anfang der 80er mit so Sachen wie Throbbing Gristle, Cabaret Voltaire, Skinny Puppy an. Dann kam Cyberpunk in Form von Literatur Mitte der 80er Jahre dazu. Also so ein richtiges “Aha Erlebnis” kann ich da nicht bieten, das morphte halt alles so zusammen und spätestens ab Acid war das dann auch richtig rund, also Cyberpunk lesen und per Walkman neueste Acidtapes hören, das war so Zukunft und Cyberspace wie ich mir das immer gewünscht hatte.

Angefangen im Berliner UFO, wo es noch ziemlich eng, klein, neblig und verraucht zur Sache ging. Vermisst du heute diese speziellen Momente von damals? Auch in bezug natürlich auf deine Vorliebe für Rauch?

Eigentlich nein, denn diese Momente gibt’s glücklicherweise immer noch mal wieder. Wenn man jetzt nicht nur von Bookingagenturen in die poshesten Clubs gebucht wird, sondern sich auch selbst darum kümmert, kommt man auch noch in solche Locations und wenn man da freundlich anfragt nebelt und strobt’s auch noch ordentlich.

Tekknozid und Tekkno im allgemeinen mit “Doppel-kk”. Woher kam das, wieso die Mutation des Wortes Techno und wer dachte es sich aus?

Das ist auf Wolle XDPs Mist gewachsen und wird häufig als Härtegrad missverstanden, so war’s aber nicht gemeint. Das sollte damals unterscheiden zwischen unserer Definition von Techno zu der, die z.B. in Frankfurt mit späten EBM und Indianer Einflüssen oder auf den Detroiter Techno Samplern definiert wurde.

In der früheren Zeit konnte man besonders deine Liebe zum Camouflage-Look und vorallem Militärutensilien wie Armyhosen und Panzer sehen (man erinnere an deinen Sowjetpanzer auf der Loveparade). Woher resultierte das, war es eine Art Rebellion gegen “vorherrschende Strukturen“?

Ich bin damals, also schon vor Techno, immer so rumgelaufen, weil die Klamotten billig und praktisch waren. Die vielen Taschen z.B. um Flyer mitzunehmen und zu verteilen. Zudem hat mich fasziniert, wie die eigentliche Tarnung in nicht so vorgesehenem Areal wie Stadt zu Warnung wurde, also sich ins Gegenteil verkehrte. Da kommt dann eins zum anderen und man kriegt plötzlich einen Panzer angeboten, der natürlich einen schönen Kontrastpunkt zu dem ganzen Friede, Freude, Eierkuchen Heitidei seinerzeit abgab. Somit ging das dann los.

Im Jahre 1990 orderte man dich über die Frontpage zum Interviewtermin mit Underground Resistance. Wie hast du dich darauf vorbereitet, wie hast du dich gefühlt und gab es im Laufe des Interviews überraschende Momente?

Ich brauchte mich da gar nicht groß vorzubereiten, weil ich war ja absoluter Fan ihrer Platten. Das Interview fand via Fax statt, da fühlt man wenig, höchstens wenn dann tatsächlich Antworten auf Thermopapier auf dem heimischen Multifunktionsgerät rauskamen. Persönlich kennen gelernt haben wir uns dann erst kurz später, als die, nicht nur aufgrund des Interviews natürlich, endlich im Tresor spielten.

Berlin, du lebst mittlerweile seit fast 30 Jahren dort, was bedeudet diese Stadt für dich persönlich und deinen musikalischen Kosmos?

Auch wenn ich nicht mehr mittendrin, sondern ganz am Rand lebe, Berlin ist Heimat, hier fühl ich mich wohl, die Stadt war immer gut zu mir :D Wenn man die Veränderungen der letzten 30 Jahre so mit erlebt hat, dann bleibt einem wohl auch gar nichts anderes übrig als damit verbunden zu sein. Immerhin, als ich hier ankam stand ja die Mauer noch!
Auch musikalisch bin ich hier nach wie vor gut aufgehoben, die Bandbreite an Clubs und Musikern in der Stadt gibt immer wieder neue Impulse die man verarbeiten oder motivieren können. Ich glaube auch das Klima hier paßt sehr gut zu dem was ich musikalisch mache.

Musikauswahl, du siehst dich besonders nicht als ein Verfechter nur einer Richtung an, sondern eher als Selektor, der auch immer wieder gerne neue Genres ausgräbt. Würdest du das heutztage noch genauso unterschreiben und was ist für dich gerade der “heiße” Scheiß?

Ja, es muß ja schließlich interessant bleiben und dazu muß man sehen was links und rechts vom eigenen Tellerrand passiert, wenn’s paßt nehme ich das gerne in die eigenen Sets mit auf oder kreiere neue Alter Egos wie Tanith BRX für die Breaks damals oder Desastronaut für mehr UK Garage angehauchte Bassline House Sachen. Für mich ist da ein roter Faden drin, den wahrscheinlich nicht alle nachvollziehen können, deswegen trenne ich das gern von den Tanith Sets, obwohl es da, wenn es geht, auch mal Schnittmengen gibt.
DEN neuen heißen Scheiß finde ich momentan nicht, aber es gibt genügend Fäden die gerade weitergesponnen werden, auf ganz unterschiedlichen Gebieten, Special Request, Joe Farr, Dax J, Chambray, Luca Lozano, oder das was Low Stepper teilweise auf seinen Simma Labels rausbringt, oder das Night Bass Label, oder.. oder.. also an heißem Scheiß mangelt es definitiv nicht, nur besonders neu klingt der meist nicht, sondern spinnt halt nur Fäden weiter, das aber oft sehr zu meiner Beglückung.

Du erhieltest auch mal eine Remixanfrage von Rammstein, wie bist du damit umgegangen und was ist daraus geworden?

Ich hab mich einfach mit ein paar versierten Leuten in ein Studio verkrochen und drauf los gemacht. Am Ende wurde er dann doch nicht released, weil irgend wer was dagegen hatte, Majors halt.

Silvester sah ich mir ein Konzert der Einstürzenden Neubauten im mittlerweilen schicken Radialsystem zu Berlin an. Alles pikfein, kein Dreck, geordneter Bühnenaufbau, kein Ausflippen der Künstler. Die Zeit hat sich gewandelt. Hörst du dir auch heute noch alte Einflüße aus Industrial und Independent privat an und sieht man dich auch mal auf Konzerten?

Naja, mit den Neubauten war es eigentlich auch schon vorbei als sie mit dem Speed und Koks aufgehört und das gegen Literatur und Schönklang eingetauscht haben, irgendwo im Sinne der Lebenserhaltung verständlich, aber seitdem interessiert mich das nicht mehr sonderlich.
Industrial und artverwandtes höre ich auch heute noch gerne, würde sogar sagen davon ist viel in den Techno aufgegangen, wie ich ihn verstehe. Auf Konzerten sieht man mich hingeghen eher selten, wer Skinny Puppy von 83 bis 88 live erlebt hat oder auch Throbbing Gristle, SPK und andere, dagegen ist heute eher alles weich gespült, was natürlich nicht zuletzt auch an den Auflagen liegen mag. Jedenfalls ist man damals aus solchen Konzerten anders rausgegangen als man reingegangen ist und das habe ich eigentlich seit Mitte der 90er bei Konzerten nicht mehr erlebt, von daher ist das eher selten geworden.

Wir freuen uns besonders auf dein Set im Kassablanca, was kann der Gast an diesen Abend von dir erwarten?

Abfahrt und Katharsis :D

Danke für deine Zeit & see ya in the Dancefloor*

Auf der Rave Strikes Back Seite gibt’s dann auch noch mehr Bilder vom damaligen Gig

Neuer Mix: Tanith @ Magdeburg – 3 Jahre We Call It Techno


Ich war ja letztens in Magdeburg bei dieser großartigen Veranstaltung, die allerdings nichts mit der gleichnamigen Doku zu tun hat, soviel vorweg.
Ich muß sagen, so lustvoll geknüppelt habe ich schon lange nicht mehr :D Aprospos lange: 4 volle Stunden am Stück.
Diesmal habe nicht ich aufgenommen, sondern die Veranstalter selber, welche es dann auch gepostet haben.
Bitteschön:

Neue Mixe: ACID @ Lost In Time, Griessmühle 02.01.2016

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Herrlich wenn ein Jahr so startet. Lost In Time war ja eher eine Jungleveranstaltung, u.a. mit Nicky Blackmarket, Bleed, Uta DJ Geil, auf der Wolle und ich den kleinen Nebenfloor mit Acid versorgen sollten. Das hat wunderbar funktioniert, beide Floors voll und unserer fast zu klein für den Ansturm. Wir wechselten uns die Nacht über ab, so das ich das Ende bestreiten sollte. Nachdem aber um 9:00 immer noch kein Ende abzusehen war hat Wittes dann nochmal übernommen. Ich war nach 7 Stunden, davon ca. 5 Stunden Set, in der Enge und Hitze auch mal froh frische Luft schnappen zu können. Denn während ich nicht selbst auflegte war ich oben auf dem Junglefloor und genoss es, das der Sound auch mal wieder in Berlin zu hören war. Ich persönlich fände es ja super wenn solche Kombis öfter passieren würden, würde Berlin als offener Stadt für Elektronische Musik sicher nicht schaden, sondern eher gut stehen.
Die beiden Parts unterscheiden sich ein wenig voneinander, der erste Teil ist mehr so klassischer Acid von damals, während der zweite Teil hauptsächlich Acid aus den 90ern bis heute featured.
Verzeiht wenn der ein oder andere Übergang etwas holpert, aber ich übe noch mit den Touchstrips der S5, was bei Vinylrips immer eine Herausforderung darstellt, mit Touchstrips aber (noch?) insbesondere.

Part 1:

Mixcloud

Acid @ Griessmühle 2016 – 01 – 02 Pt.1 by Tanith on Mixcloud

Part 2:

Mixcloud

Acid @ Lost in Time, Griessmühle 2016 – 01 – 02 Pt.2 by Tanith on Mixcloud