Das Update: 2 Jahre Bodyweight Training

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Ich hatte ja letztes Jahr versprochen jetzt jedes Jahr einmal ein Update zu den Fortschritten in Sachen meines Trainings abzuliefern und jetzt ist das schon wieder soweit. Vor genau einem Jahr war ich bei 92 kg angelangt und fand das schon erstaunlich, für diesen Sommer hatte ich locker die 85 kg angepeilt und habe die ohne größere Anstrengung mit einer Punktlandung in der Geburtstagswoche erreicht. IMG_0834
An meinem Training hat sich eigentlich, außer den Progressionen nur wenig geändert. Gut, ich habe das Training gesplittet, an einem Tag hauptsächlich Oberkörper, also Pushups, Pullups, Dips, Handstandtraining etc. und am nächsten Tag mehr Rücken und Bauch mit Bauchroller, Legraises, L-Sits, Hollow Holds und solchen Sachen, danach 5 km Laufen.
IMG_0833Das Studio im Wintergarten hat dabei eher abgespeckt anstatt zugenommen, da ich alle Sachen am Boden, der Klimmzugstange oder den Ringen erledigen kann. Manchmal nehme ich noch die Gewichte oder Kettlebell dazu, aber Geräte wie Dipmaschine hab ich alle wieder abgeschafft, weniger ist auch hier, wie so oft, mehr.
Überhaupt kann ich die Anschaffung eines ordentlichen Paars Ringen nur empfehlen, nicht nur das es einem zig Geräte und damit Platz erspart, sondern eben auch ganz andere Anforderungen an die Koordination stellt, je schwieriger desto besser! Stattdessen setze ich mehr auf die Progressionen, anstatt Rudern an den Ringen halt Tuck Front Levers oder Pushup Variationen wie Handstand Pushups, Pushups an Ringen oder Pushups auf Yogablöcken um tiefer zu kommen.
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Ergänzt wird das Ganze natürlich nach wie vor mit den täglichen Hunderunden, dem schon erwähnten Laufen (ohne Rekordambitionen!) und jetzt im Sommer noch Schwimmen und Standup Paddling, dazu habe ich mir noch zunehmend angewöhnt Strecken bis ca. 20 km möglichst mit dem Rad anstatt dem Auto zu fahren, ist in der Stadt auch nicht viel langsamer und in vielen Fällen sogar schneller.
Ernährung habe ich natürlich auch umgestellt, das ergibt sich aber von allein, bzw. der Körper gibt einem da schon die entsprechenden Signale. Heißt also Weizenbrot und Brötchen auf ein Minimum herunter gefahren, vielleicht 70-100 Gramm pro Tag, an manchen auch gar nicht, dafür Eiweissbrötchen und viele Eier zum Frühstück, zwischen 3 und 5 pendelt das bei mir, reicht dann aber auch bis in den Nachmittag. Süßes so gut wie gar nicht mehr, stattdessen Studentenfutter und abends versuche ich mindestens 3 Mal die Woche nur Salat mit Hähnchenbrust zu essen. Wenn die Frau aber Burger oder Pizza macht, kann ich natürlich nicht Nein sagen. Alkohol ist bei mir ja von jeher weniger das Problem, weil damit hatte ich ja nie angefangen.
Ich muß sagen, das die zu Weihnachten mir selbst gegönnte Apple Watch beim Erreichen der Ziele sehr hilfreich ist, da sie eben nicht die 10.000 Schritte als das Maß der Dinge misst, sondern die verbrauchten Aktivkalorien, was m.E. viel mehr Sinn macht. Angefangen hatte ich mit täglichen 500 Aktivkalorien und bin mittlerweile bei 700 angelangt, setze aber je nach Bedarf die Hürde mal für eine Woche auch wieder niedriger an, wenn der Körper Signale gibt, das das anliegt. Sehr praktisch finde ich dabei, das man seine Workouts mit dezidierten Apps auf der Watch aufzeichnen kann, ich benutze da Gymaholic, kann aber auch Strong sehr empfehlen. Beide tun das gleiche, aber eben ein bisschen anders, mir gefällt das Design und die Stats von Gymaholic besser.
Insgesamt sehe ich mich nach 2 Jahren immer noch sehr am Anfang der Reise und bin gespannt wo das noch hinführt, an weiteren Progressionen mangelt es ja nicht und mit 55 dauert es halt auch ein bisschen länger bis man die nächste erreicht, aber bis nächstes Jahr hoffe ich z.B. zumindest eine erkleckliche Anzahl an einarmigen Pushups und Pullups hinzukriegen, Frontlever wären schön, Muscleups an Ringen ebenso, aber da muß man eben auch darauf hören was der Körper dazu sagt, wenn’s länger dauert ist auch nicht schlimm, der Weg ist das Ziel.
Für wen es interessant ist, das hier ist so in etwa die Routine an die ich mich halte:
RR Cheat Sheet

Review: Der erste Monat mit der Nike+ Apple Watch

AppleWatch

Der 24. Dezember ist sehr oft ein Tag für mich, an dem sich ein paar Parameter ändern. Vor 5 Jahren war es die erste E-Zigarette, diesmal war es die Apple Watch und das kam so:
Seit dem Sommer lief ich mit einer Garmin Vivoactive HR rum, meine erste Smartwatch, wenn man sie so nennen will, aber eigentlich mehr eine Sportuhr mit etwas Smartgedöhns dran, Push Nachrichten vom iPhone lassen sich darauf z.B. anzeigen und alles was man so sportlich tut wird in der dazugehörigen App gespeichert als auch zuverlässig an Apple Health weitergegeben. Zudem lassen sich Services wie MyFitnessPal und ähnliche mit der dazugehörigen App verbinden, so das man zusätzlich einen ganz guten Überblick über seine Kalorien Ins und Outs hat. Reicht auch eigentlich vollkommen aus und der Akku muß trotz all dieser Aktivitäten bei moderatem Gebrauch von GPS nur ca. einmal pro Woche aufgeladen werden. Was auch einer meiner Vorbehalte gegen die Apple Watch von Anfang an war, täglich aufladen? Bäh! Zudem nicht wasserdicht, also was soll ich damit im Sommer? Meine Garmin konnte also so einiges mehr was für mich wichtig war. Dann kam die Apple Watch Series 2 und konnte plötzlich all das auch und natürlich einiges mehr, was sie vorher schon konnte, mir aber nicht so wichtig war. Den Rest besorgte dann die Nike+ Version der Apple Watch mit ihrem Design. Also seit Oktober schielte ich schon immer mal mit einem Auge darauf, wollte mir aber meinem Grundsatz treu bleiben, die ersten Iteration eines Apple Produkts abzuwarten und gucken wohin sich das entwickelt. Hat mit dem iPhone auch nur so mittelgut geklappt, da war ich auch schon bei Version 2 dabei.
Ausschlag gebend war dann, als die Garmin am 24.12 sich partout nicht mehr mit dem iPhone verbinden lassen wollte, das war mir Grund genug, ausgerechnet an diesem Tag trotzig an den Kudamm zum Apple Store zu fahren und die 450 € dafür auf den Tisch zu legen. Das auf dem Weg dorthin dann die Vivoactive plötzlich wieder mit dem iPhone redete, geschenkt, jetzt war ich auf einer Mission. Knapp vor Schliessung und als einer der letzten Kunden im Laden hatte ich dann also das Designerstück der Begierde in den Händen. Weihnachten war, zumindest für mich, gerettet.
Was nun folgte war eine Menge customizing.
Der erste große Unterschied zu meinen Vorgängern ist die Multitasking Fähigkeit, es können mehrere Apps gleichzeitig laufen, und im Betrieb geswitcht werden, das hat mich nämlich immer genervt, das man sich für eine Anwendung entscheiden muß und diese dann im Vordergrund ist. Die Apple Watch bietet zuallerst mal natürlich eine viel größere Auswahl an Apps für alle möglichen Anwendungsszenarien an und bietet Zugriff auf diese durch das Dock und die Komplikationen auf dem Watch Face ,vulgo Ziffernblatt, was hier allerdings begrifflich nicht wirklich paßt.
watchfaceKomplikationen sind am ehesten mit Widgets vergleichbar, die man in das Uhrgesicht einsetzen kann, die aktuelle Daten anzeigen und bei Berührung die entsprechende App öffnet, sozusagen ein Shortcut zur App. Vorzugsweise natürlich Sachen die man gerne ständig im Auge hat. Bei meinem mitgelieferten Favoriten sind das 3 Felder die sich so bestücken lassen, es gibt aber auch Watch Faces die man mit bis zu 5 solcher Komplikationen vollpacken kann und einem somit fast das Dock ersparen. Das gibt es nämlich, ähnlich wie bei OSX und iOS, auch für jene Apps, die man am häufigsten nutzt. Konfigurieren lässt sich das alles über die Watch App auf dem iPhone.
Wie bei Apple Produkten üblich, ist zwar schon so ziemlich alles an Bord was man so braucht und die Apps auf dem iPhone schmissen begierig auch noch ihre Komplikationen und Apps auf die Uhr, aber da tut sich trotzdem nochmal ein großes Feld der Personalisierung auf. Das empfinde, zumindest ich, als großen Vorteil gegenüber der Tracker und Smartwatches, die ich vorher besessen hatte, dort mußte man quasi mit dem Vorlieb nehmen, was der Hersteller sich so an Zusatznutzen vorgestellt hatte, bzw. müssen Entwickler mit dem engen Rahmen Vorlieb nehmen was dort herstellersetig vorgesehen ist und das lässt zumeist nicht viel Spielraum.Activity
Bedeutet aber auch erstmal eine ziemliche Umgewöhnung und die fängt schon mit dem Activity Tracker an. Bislang war ich Balken gewöhnt, die die Erreichung von Tageszielen und Fortschritten aufzeigten, nun also 3 Kreise, die Stehstunden (Blau), Trainingsminuten (Grün) und Kalorienverbrauch (Rot) anzeigen. Die täglichen 10.000 Schritte, sonst bei jedem Fitness Tracker obligatorisch, helfen hier zwar zum Ziel hin, sind aber nicht so prominent, bzw. sind kein Ziel an sich, was sich für mich auch logischer anfühlt. Schließlich war das oft frustrierend, wenn man anderthalb Stunden trainiert hatte, aber die Erreichung des Tageserfolgs scheitert, weil man dadurch nur 7000 Schritte gemacht hatte. Überhaupt diese Fokussierung auf Gehen und Laufen im Sport, als wenn es nichts anderes gäbe was gesund hält. Kurzum, ich hatte mich sehr schnell an das Activity Konzept gewöhnt und muß sagen es motiviert mich mehr als lediglich 10.000 Schritte runter zu reissen, die als Hundebesitzer und Vater eh keine große Herausforderung darstellen. Aber eben customizing, natürlich lassen sich auch Schritte als Ziel installieren, ich nutze dafür StepsApp und das sieht schöner aus als je zuvor:
Steps

Was ich vermisste war ein Schlaftracker, da habe ich mich seit dem Mi-Band sehr dran gewöhnt und finde es nach wie vor erstaunlich wie viel mehr man sich um seinen Schlaf kümmert, wenn man ihn so vor Augen hat, schließlich ist das ein nicht zu verachtender Faktor wenn es um Sport geht, zu wenig Schlaf macht nicht nur müde, sondern auch die Bemühungen in Sachen Fortschritte beschwerlich bis kaputt. Auch hier war schnell Abhilfe geschaffen, die Auswahl an Schlaftrackern ist mittlerweile fast unüberschaubar, ich habe mich zuerst für Pillow entschieden, hat aber den Nachteil das man die App vor dem Schlafengehen starten muß, auf das sie trackt. Dann kam Autosleep heraus und tut das, wie der Name schon andeutet, von selbst und zwar indem sie die Sensoren der Apple Watch nutzt. Das tut sie so ausgezeichnet, das sie die erste App ist, die auch meine Powernaps oder unregelmäßigen Schlafzeiten an Wochenenden zuverlässig mitschneidet, an denen ich manchmal erst ins Bett komme, wo ich mich sonst aus ihm raus schäle. Besonderheit eins ist hier, das es dazu keine App auf der Watch braucht, lediglich die Daten kommen von dieser, die Auswertung und Anzeige erfolgt auf dem iPhone. Besonderheit zwei wäre, auch hier wieder die Kreisanordnung. Hat mich zuerst auch irritiert, war ich doch hier ebenfalls Balken gewohnt, erschließt sich aber schnell als logisch.
Autosleep

Was ich zudem sehr begrüße ist, das beim Schlaf keine oberlehrerhaften „Sie schlafen sehr unregelmäßig“, „Du hast wieder keine 8 Stunden geschlafen!“ oder „Regelmäßige Schlafzeiten sind schwierig, aber gesund!“ Hinweise mehr kommen, die haben mich bei allen bisherigen Trackern genervt. Wie kommen Schichtarbeiter mit sowas klar? Und wenn ich 8 Stunden schlafe bin ich unausgeglichen, ich kenne mich da glaube ich besser als so’ne App.
Am besten funktioniert Autosleep übrigens im Verbund mit Heart Watch, das, man sollte sich als Apple Watch User daran gewöhnen, ebenfalls im Kreisformat daher kommt und Herzdaten Auswertungen auswirft, das einem, naja, das Herz aufgeht. Lustige Beobachtung dabei am Rande: mit diesen Herzdaten kann man schon im Vorfeld sehen wenn eine Erkältung oder Grippe im Anmarsch ist, die sich erhöhende durchschnittliche Pulszahl ist ein guter Indikator dafür und auch das Abklingen kann man schön beobachten:
heartwatch
Ich wünsche mir für eine der nächsten Versionen schonmal einen Körpertemperatur Sensor dazu.
Gemein ist diesen Apps, das sie alle auf die selben Daten, gespeichert in der Health App auf dem iPhone, zugreifen. Nicht wie früher, als jeder Schrittzähler seinem eigenen Algorhythmus folgte und folglich völlig unterschiedliche Summen zusammen kamen. Somit hat man in jeder App eine andere Visualisierung und Aufarbeitung der Daten, seien es Schritte, Strecke, verbrauchte oder aufgenommene Kalorien, Puls etc. aber die gleichen Summen und Zahlen, was die Vergleiche viel angenehmer macht.
Und das war jetzt nur der Sport- und Gesundheitsteil. Man lernt mit der Zeit aber auch die anderen Vorzüge zu schätzen, seien es Einkaufs oder Todo Listen, die sich auf der Watch abhaken lassen oder ein schneller Blick auf den Kalender was als nächstes anliegt. Man zieht sein Phone auf jeden Fall seltener aus der Tasche, allein schon weil man mit einem Blick auf’s Handgelenk sieht, ob die gerade eingegangene Message es überhaupt wert ist, dies zu tun. Das sind natürlich Petitessen, derentwegen man solch eine Uhr nicht unbedingt braucht, geschweige denn den Preis dafür rechtfertigen würde. Aber in ihrer Gesamtheit mehr als die Summe ihrer Teile bedeuten und insbesondere natürlich Freunde des Quantified Self’s bzw. Selftrackings begeistern. Dinge die ich nicht nutze aber ebenfalls sehr bequem von der Uhr aus gehen und Sinn machen wären z.B. sich an Wasseraufnahme erinnern lassen und tracken, Timetracking für Freelancer, Pomodoro Timer etc.
Für die eigene Appauswahl, bzw für Entwickler tun sich da natürlich ganz neue Herausforderungen auf, Apps ohne Watch Companion spielen plötzlich in einer ganz anderen Liga und im Zweifelsfalle greift man dann eben doch zu der, die zumindest eine Watch App oder eben gleich eine Komplikation mitliefert.
Welch ein Fortschritt gegenüber meiner ersten Ironman Uhr aus den frühen Nullerjahren mit Brustgurt zur Herzmessung und einer GPS Warze am Arm, die allein schon größer und dicker als ein iPhone, deren Daten man noch via Infrarot auf den Rechner schaufeln mußte und dort auf das zugehörige Programm angewiesen war. Heute braucht man nichts als diese kleine Uhr und hat nicht nur die, sondern alle Daten überall und sofort parat.

Insgesamt fällt mein Resümee über den ersten Monat mit der Apple Watch daher positiver aus als ich selbst erwartet hatte. Ursprünglich mehr so als Sportuhr und Tracker erworben macht die nahtlose Integration mit iOS mehr Sinn als gedacht. Vom Design her bislang sowieso das beste was ich jemals am Arm hatte, aber das dürfte Geschmacksache sein. Mit der Akkulaufzeit komme ich persönlich gut klar, ca. anderthalb bis 2 Tage, je nachdem wie lange das GPS an ist. Wäre ich Marathonläufer wüßte ich zwar nicht ob das reichen würde, aber das wird in dem Leben eh nicht mehr passieren. Für meine sportiven Zwecke jedoch völlig ausreichend. Lediglich das man die Workouts selbst benennen kann würde ich mir da noch wünschen, bislang muß man da auf die ca. 60 Vorgaben zurückgreifen.

Weitere Apps, die es bei mir ins Dock geschafft haben:

Just Press Record: Audio Aufnahmen direkt von der Watch aus mit Transkription in Textfiles

Streaks: Motivationshilfe und Gewohnheitstrainer, der auf die Health App zugreift, bzw. bei Erledigung der Aufgabe den Streak direkt von der Wtc abticken.

Bring: Einkaufslisten direkt auf der Uhr abarbeiten

2017, gute Vorsätze und so: /r/bodyweightfitness Recommended Routine by Antranik

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Das Jahr ist noch jung und die Vorsätze vielleicht noch nicht ganz über Bord geworfen. Ich freue mich jedenfalls das das Standard Programm dem ich folge nun auch mal in Videoform einfach und verständlich vorhanden ist, sowas zu erklären ist ja meist etwas abstrakt. Kein geringerer, als auch prädestinierterer als Antranik selbst, von dessen Videos ich einiges gelernt habe und einer der Mods von /r/bodyweightfitness, hat sich mal die Mühe gemacht die sogenannte Recommended Routine verständlich aufzudröseln.

Wer es dann noch in schriflicher Form braucht, oder die Progressionen, wie es von da aus weiter gehen kann, einsehen will, dem empfehle ich das ebenfalls gerade erschienene kostenlose Ebook “The Bodyweight Warrior Program”
. Mehr dazu von Tom Merrick selbst.
Keine Gründe mehr also die Vorsätze sausen zu lassen ;)

Dushun Wang: Inspiration und never give up!

dushun-wangDer Knabe hier heißt Dushun Wang und hat ein bewegtes Leben hinter sich und hat auch erst mit über 50 richtig mit dem Training angefangen. Jetzt ist er mit 80 Jahren seinen ersten Catwalk gelaufen und hat immer noch Ziele. So stell ich mir das vor. Also nicht das mit dem Catwalk, aber mit den Zielen :D Chapeau!
Einbetten geht leider nicht, aber der Clip lohnt den extra Klick

(Via Ronny Krieger)

Random Abs, tägliches WOD für Bauch und Rumpf

Jetzt wo der Sommer zur Neige geht, ist das Sixpack wahrscheinlich für die meisten auch nicht mehr so wichtig. Andererseits verlottert man in der kälteren Jahreszeit gerade in dem Bereich, da die Outdoorbetätigungen doch arg eingeschränkt sind.
Ich bin letztens über Random Abs gestolpert. Täglich ein anderes Workout nur für die Körpermitte zum Abhaken, in schön minimalistischem Design, mit Youtube Beispielen und Kalender, auf dem man verfolgen kann wie lange der eigene Streak anhält.
Ich habe mir das gleich mal auf den Homescreen gesichert, funktioniert so wie eine App. Tolles Konzept, kost nüscht außer Disziplin, und wäre noch auf andere Körperregionen ausbaubar.

randomabs

Zwischen diesen Bildern liegt genau ein Jahr

Transformation 2015:2016

und eine Menge Schweiß :D Ich weiß, Selfies, peinlich und so, aber in Sachen Sport macht das durchaus Sinn, um Fortschritte über die Zeit zu verfolgen. Seit dem 21.08.2015 mache ich wöchentlich ein Bld und jedesmal denkt man, ist doch nix passiert, aber im Verlauf wird das dann doch schon sehr deutlich, was regelmäßiges Training mit einhergehender Ernährungsumstellung bewirken.
Angefangen hatte ich unter anderem aus der Erkenntnis, das in diesem Leben kein großer Läufer mehr aus mir wird, alles andere hatte ich ja schon hier beschrieben

Review: Ein Monat mit dem Garmin Vivoactive HR Tracker

Vivosmart HR

Meine Trackergeschichte ist mittlerweile schon etwas länger, es fing mit dem Xiaomi Mi-Band für 24€ an, das sich wacker bis vor ein paar Monaten hielt, als ich dann auf das Withings Go umstieg. Das gefiel mir auch ursprünglich ganz gut, bis auf die doch sehr überstrenge Schrittzählung, die täglich mindestens 1/3 unter dem lag, was andere Tracker so trackten. Zudem kommt einem auf die Dauer das e-Ink Display doch etwas verschenkt vor, mit seiner lediglichen Anzeige von getanen Schritten als Striche und der fehlenden Möglichkeit die Uhr als Hauptanzeige zu nutzen. Die automatische Erkennung von Schwimmen ist zwar nett, aber was nützt’s wenn lediglich die Dauer gemessen wird, aber nicht die Strecke? Gut, ich will nicht meckern, für 69 € ist das schon ordentlich, reichte mir aber langfristig dann doch nicht, auch weil mir bei allen Trackern bislang eine kontinuierliche Herzfrequenzmessung fehlte und die will man schon irgendwann um zu wissen ob man noch im aeroben Bereich trainiert.
Und dann betritt dieser Garmin Vivoactive HR die Bühne. Ein kleiner Tausendsassa, der für immerhin 269 € und dank des eingebauten GPS Empfängers natürlich einiges mehr tracken kann als seine Vorgänger. Von Standards wie Schritten, Schlaf und Laufen über nicht so alltägliches wie Schwimmen, Rudern (auch Indoor!) oder Stand Up Paddling und Radfahren, bis zu Krafttraining und Indoor Läufen reichen die mitgelieferten Möglichkeiten, dazu noch Spezialitäten wie Golf, Skifahren und dabei auch noch sehr wandelbar ist. Wem das nicht reicht oder mitgelieferte Uhrendisplay nicht mag kann sich im Shop (wo keine App was kostet) z.B. sowas installieren:
VivoPunish

Ich bleibe in den meisten Fällen jedoch beim mitgelieferten Aussehen, da sich dieser rote Streifen an der linken Seite mit der Zeit weiß färbt, was bedeutet, das man zu lange bewegungslos rumgesessen hat, für mich dann immer eine Aufforderung ein paar Schritte zu machen und dabei eine Übung in meinem Wintergarten zu absolvieren. Ansonsten gibt es noch Apps für Triathlon, Crossfit, Gym und was das Sportlerherz halt sonst so begehrt.
Wermutstropfen: Outdoor Schwimmen wird nicht wirklich unterstützt, das mit GPS unter Wasser scheint wohl noch eine Wissenschaft für sich zu sein, die nur spezielle Tracker für noch deutlich mehr Geld beherrschen. Allerdings funktioniert die Einstellung für Schwimmbad, also ohne GPS, auch draußen bei mir recht zuverlässig. Ich habe da eine Strecke von 250 Metern ziemlich genau abgemessen und in 9 von 10 Fällen zeigt mir die Uhr hin und zurück genau 500 Meter. Ansonsten gäbe es wohl noch die Möglichkeit die Uhr beim Schwimmen am Kopf zu tragen und die Aktivität als Lauf zu starten und später in der App umzutragen, aber da wird’s dann auch ein bisschen überambitioniert.
Überhaupt GPS im Tracker, ist natürlich toll, weil man theoretisch das iPhone zuhause lassen könnte. Ich sagte theoretisch, weil praktisch will ich immer noch nicht auf meine iSmooth Run App verzichten, mit der ich bislang jeden Lauf aufgezeichnet habe. Die Aufzeichnungsdaten dieser App sind auch bis heute unerreicht.
Die Aufzeichnung des Vivosmart muß man, im Gegensatz zu anderen Trackern, immer manuell auslösen, was bei GPS und seinem Akkuverbrauch natürlich Sinn macht. Zwar hat er eine sogenannte Aktivitätserkennung namens MoveIQ, die beängstigend gut funktioniert, allerdings tauchen diese Daten nicht im Aktivitätsfeed und der Datenanalyse auf, lassen sich aber später bei Bedarf manuell in der App nachtragen.
Smartwatch Funktionen sind zwar vorhanden, aber da sollte man nicht zu viel erwarten, beim Kopplung mit dem iPhone sind es lediglich die Pushnachrichten aus den Apps die vibrierend angezeigt werden. Mir nur recht, denn lesen auf dem für diese Fälle doch zu kleinen Display, braucht es für mich nicht und so beschränkt sich das darauf mit einem Blick auf den Tracker zu entscheiden, ob es nun die Sache wert ist das Phone aus der Tasche zu holen. In Bluetooth Verbindung mit dem Smartphone seiner Wahl hat man dann auch noch das Wetter und die Termine am Handgelenk bereit. Ein klarer Fall von nimmt man gerne mit, ist jetzt aber nicht wirklich essentiell für eine Kaufentscheidung. Will man sowas funktionell ist man sicher mit einer richtigen Smartwatch besser bedient, hier geht’s ja um Sport. Mir war da viel wichtiger das die Vivactive, im Gegensatz zur Apple Watch, garantiert wasserdicht ist.
Die Akkulaufzeit ist dabei erfreulich hoch, ich komme so auf ca. 7 Tage ohne aufladen, your mileage may vary, kommt natürlich immer darauf an, wie oft das GPS eingeschaltet ist.

GarminConnect

Wie ich schon beim Withings Go erwähnte, steht und fällt so ein Tracker natürlich mit seiner angebundenen App und da hat mir die von Withings eigentlich sehr gut gefallen, sehr aufgeräumt und trotzdem alle Infos auf einen Blick parat, die App zu verlassen war eigentlich trauriger als den Tracker liegen zu lassen. Garmin Connect ist da etwas nüchterner, zeigt aber auch mehr an, so das es erstmal ein bisschen braucht, bis man weiß, wo man alles findet. Auch hier besteht die Möglichkeit sein Myfitnesspal Konto zu verbinden, allerdings habe ich die Kalorienzählungsmethode von Garmin bis heute noch nicht wirklich kapiert, ginge es nach denen, müßte ich fressen als gäbe es nichts anderes mehr. Ansonsten sind die Kerndaten schon recht übersichtlich angeordnet, für tiefere Inspektion muß man eben auf „Mehr“ gehen, da verbergen sich die Statistiken und Durchschnitte für 7 Tage, 4 Wochen und 12 Monate. Meldet man sich bei Garmin Connect an kann man die Daten auch im Browser sehen und sich frei konfigurierbare Seiten zusammenstellen. Auch die sind m.E. optisch nicht ganz so gelungen wie bei Withings, bieten dafür ebenfalls tiefere Einsicht in die Daten und natürlich kann man alles auch in Apple Health importieren lassen.

Obligatorisch heute, der Social Faktor, man kann sich mit anderen verbinden und so um die Wette Schritte machen, Läufe und Schwimmen vergleichen, dazu gibt es auch noch eine gut funktionierende Verbindung mit der Strava API. Wer sich mit mir messen will, nur zu! Die Verbindung gibt es auf Nachfrage, oder sollte ich wem folgen? Sagt’s mir in den Kommentaren.

Ein Jahr Body Weight Training

Mein Studio
Heute vor einem Jahr kam meine Klimmzugstange an, die hatte ich mir selbst zum Geburtstag geschenkt, weil ich neben dem Laufen und der Rudermaschine Lust auf mehr Bewegung hatte. IMG_8528
Ich habe den Vorteil einen Wintergarten zu haben, der über 2 Stockwerke geht und somit eine Deckenhöhe von über 5 Metern hat, da liegt so eine Klimmzugstange bei meiner Größe natürlich näher als bei einer Deckenhöhe von 2,50 Meter, wo man entweder den Kopf einziehen muss oder Beine beim Klimmzug blöde anwinkeln muss. Praktischerweise bekam ich von meinem Bruder auch noch eine Yogamatte im überformat von 2 Metern Länge geschenkt, so das Planks, Liegestützen und anderen Basics des körpergewichtseigenen Trainings gleich mit drin waren.

Eigentlich sollte das schon ausreichen, so war der Plan, aber wie das so ist wenn man sich mit Sachen etwas intensiver beschäftigt, kommt dann doch eins zum anderen. Keine 4 Wochen später hatte ich ein komplett ausgedehnteres Trainingsprogramm und dafür fehlten Ringe, die alsbald auch noch von der Klimmzugstange baumelten, z.B.für Dips, Rings Support Holds oder Ring Rows. Zur Abwechslung will man die aber auch mal am Barren machen, dafür gibt es für zuhause die platzsparendere und billigerte Lösung der High Paralettes oder auch Lebert Equalizers genannt, zum Glück gibt’s die auch in billig und so standen auch die schon ab Herbst im Wintergarten, erweitert um Balken am Fußende, damit meine Knie nicht immer am Boden landen.
So hätte ich eigentlich gut über den Winter kommen können, aber die Squats ohne zusätzliches Gewicht forderten bald nicht mehr wie gewünscht, deshalb war ich auf der Suche nach einer Langhantel mit etwas Gewicht, die ich gleichzeitig auch über die High Paralettes legen könnte um dort die Inverted Rows machen zu können. Sowas kauft man nach Neujahr natürlich nicht neu, wo die ganzen guten Vorsätze auf auf Ebay Kleinanzeigen wieder verkauft werden und ich hatte für 100 € eine Bank plus 2 Langhanteln plus 4 Kurzhanteln mit ca, 100 kg Gewichten, Schnäppchen! Die Bank war zwar nicht nötig, nimmt man aber gerne mit und in Zukunft sollten sich die Dipbarren daran als ziemlich brauchbar erweisen.
Bis zum Frühjahr hielt ich mit dieser Kombi gut durch, dann gab’s im Urlaub Ärger mit der Schulter Rotatorenmanschette, mit plötzlichem Trainingsstop kam die Schulter irgendwie nicht so klar. Mit mehr Glück als Verstand fand ich hier in Karow einen Physiotherapeuten, der sich mit dem Problem bestens auskannte und mir in Folge noch quasi 6 Stunden Personal Training in Sachen Form und Progression meiner Übungen angedeihen liess. In Folge holte ich mir noch diverse Widerstandsbänder, hauptsächlich für Warmup Übungen für den Schulterbereich, aber auch sonst kann ich die Dinger nur wärmstens empfehlen, die taugen wirklich für fast alles, gerade auch für unterwegs, wenn man seine Klimmzugtechnik und Form mit weniger Gewicht verbessern will, oder die Liegestütz zu einfach werden (aber da gibt es bessere Techniken)
Da ich nun mittlerweile 10 kg abgenommen hatte, die Übungen aber nicht leichter werden sollten, kam ich irgendwann um Zusatzgewicht nicht drumrum, also noch einen Dipbelt zugelegt, wie gut das bei der Hantelbank bereits 100 kg Gewichte dabei waren!
Die vorerst letzte Anschaffung, zum diesjährigen Geburtstag, war ein 5 Meter langes Seil, früher im Schulsport meine Nemesis, jetzt freue ich mich darauf irgendwann die 5 Meter bis zur Decke hochzukommen und diese abzuklatschen.
Mal sehen wo ich nächstes Jahr stehe, noch sehe ich mich da ja sehr am Anfang und außer mit mir stehe ich da ja in keiner Competition, trotzdem ist der Wintergarten schon sehr voll, so wie auf dem Bild oben ist das eigentlich nie aufgebaut, sondern alles wird nur nach Bedarf rausgeholt.
Ursprünglich war noch geplant für den Sommer eine Klimmzugstange mit Dipbarren im Garten zu bauen, das ist aber erstmal auf nächstes Jahr vertagt, bei dem diesjährigen Sommer bin ich da nicht traurig drum. Lediglich auf der Datsche habe ich mir da so ein Provisorium installiert um auch dort nix ausfallen lassen zu müssenIMG_9366

In anderen Ländern sehe ich immer wieder ganze Outdoorparks mit Geräten die solchen Sport für jeden möglich machen, in ganz Berlin gibt es meines Wissens gerade mal 3 mehr oder weniger rudimentäre, keine Ahnung warum das hierzulande nur so stiefmüttlerlich behandelt wird. Ich würde mir da wirklich mehr wünschen, weil z.B. so Traveling Rings würde ich schon gern mal ausprobieren, da hörts aber mit eigenem Provisorium auf.

Wer da aber auch mal lediglich mit einer Klimmzugstange und einer Yogamatte anfangen oder testen will, dem sei hiermit und hiermit(iOS) bzw. hiermit (Android) geholfen. Die dazugehörige Gruppe Bodyweightfitness auf Reddit war mir in dem einen Jahr bislang eine große Inspiration und Lernhilfe.
In dem Sinne: Sport frei! :D

Review: Eine Woche mit dem Withings Go Tracker

withings Go
Die Gründe warum ich mir nach dem Mi-Band ausgerechnet diesen Tracker ausgesucht habe, habe ich ja schon bereits hier beschrieben. Nochmal in kurz: Die Uhr ist mit drin, bleibt also ein Handgelenk frei, trackt auch Schwimmen und die zugehörige App Health Mate ist um einiges detaillierter als die, im Vergleich doch etwas rudimentäre, Mi Fit App. Aber hält der Tracker auch was versprochen wurde?
Die Installation mit der App ging wirklich idiotensicher vonstatten, App öffnen, Go anmelden, bing, das Teil funktioniert. Nun trackt es Schritte, Läufe, Schlaf und Schwimmen, anstandslos.

(oben Go, unten links Mi-Band, unten rechts iPhone)

(oben Go, unten links Mi-Band, unten rechts iPhone)

Allerdings, hier schon die erste Überraschung, während es mit dem im iPhone eingebauten Pedometer, als auch mit dem Mi-Band, als Vater und Hundebesitzer täglich ein Leichtes war die 10.000 Schritte voll zu machen, ist der Go da schon etwas strenger, will heißen er misst offenbar nur richtige, echte Schritte und das macht sich in den Zahlen bemerkbar, hier mal ein Bild, wie sich die gemessenen Schrittzahlen unterscheiden, dabei waren Mi-Band und Go über den ganzen Tag am gleichen Handgelenk und das iPhone natürlich in der Hosentasche. Zweite Überraschung: Schwimmen hat kein eigenes Widget auf der Dashboardseite der App, sondern wird nur per Dauer und Kalorienverbrauch auf der Aktivitätsseite oder Tagebuch vermerkt. Schade auch, daß das E-Ink Display lediglich dauerhaft die Schritte anzeigt und nicht den Modus wechselt wenn man z.B. schwimmt. Ebenso kann man ihn nicht so einstellen, das dauerhaft die Uhr eingestellt bleibt, angeblich weil das die Batterie so belastet, die ja nun schließlich 8 Monate halten soll. Einmal drücken auf das Display wechselt in den Uhrmodus, der nach ca. 15 Sekunden zurück auf das Männchen mit den Schritten umschaltet. Hat man die 10.000 Schritte voll wechselt es von Männchen auf Stern und die Striche umrunden erneut das Display. Da hätte man schon mehr aus dem Display machen können.
withings1So ein Tracker steht und fällt aber auch mit seiner zugehörigen App und da fängt der Spaß dann auch an, denn die hat es in sich. Schnell sind die Runkeeper und Myfitnesspal Accounts damit verbunden und dann kann das Spiel um Aktivitäten und Kalorienverbrauch losgehen. Dazu muß man dann lediglich sein Ziel eingeben und die App berechnet wieviele Kalorien man mit Training oder Aktivität auf sein Konto lädt um dieses zu erreichen. Will man z.B. seine 2000 Kalorien pro Tag, gibt’s erstmal 1600, die erst mit den Schritten auf die 2000 anwachsen, Training führt dann dazu das man auch über die 2000er Grenze kommen kann, ohne schlechtes Gewissen zu haben, oder halt ein Plus macht, wenn man bei den 2000 bleibt. Mag für viele albern klingen, aber ich mag solche Gamifizierungen täglicher Bereiche. withings3Dazu dienen dann auch diese wohl unvermeidlichen Badges, die man sich erwirbt wenn man insgesamt 42 oder 100 km schafft hat, oder an einem Tag 10.000 Schritte, 12.000 oder 15.000 usw. Wer’s braucht. Dann schon lieber wie gut man sich in den Bereichen, Gewicht, Aktivität, Schlaf und Herz anstellt. withings2Das zeigt einem dann dieser Schmetterling am oberen linken Rand, der sich entsprechend der eigenen Vorgaben mit Farbe füllt. Wobei ich es etwas schade finde, das man beim Schlaf keine eigenen Werte eingeben kann, wie das bei den Schritten auch möglich ist, denn die default eingestellten und nicht änderbaren 8 Stunden sind für mich definitiv zuviel, da wache ich aus freien Stücken schon vorher auf.
Die Pulsmessung fällt etwas rudimentär aus, ist aber für mich auch nicht so wichtig. Ähnlich wie beim Mi-Band in der neuen Version taugt das nur manuell zur Ruhepulsmessung und passiert hier über die App, indem man den Zeigefinger auf die Kamera legt, wobei dieser dann von der Blitz LED durchleuchtet wird und der Blutstrom als Indikator dient. Für medizinische Belange reicht das sicher nicht, aber natürlich gibt es, wie für das Gewicht, zusätzliche Withings Geräte, die das übernehmen würden. Schön die Option zu haben, aber ich glaube für mich dann eher nicht. Obwohl, diese Bluetooth Waage hat schon was. Und natürlich gibt es eine Apple Health Integration, so das der Trackerwechsel nicht zugleich auch Datenverlust bedeutet.
Nochmal zurück zum eigentlichen, dem Go Tracker, der kommt mit Armband und Clip, lässt sich aber auch einfach ohne irgendwas in der Hosentasche tragen, falls einem die in 5 Farben erhältlichen Tragemöglichkeiten nicht zusagen. Um den Schlaf zu tracken muß dieser aber am Arm getragen werden, dasselbe gilt natürlich für’s Schwimmen. Beides macht er sehr gut, während das Mi-Band über einige Firmware Updates beim Schlaf m.E. nachgelassen hat bzw. überempfindlich wurde. Und Schwimmaufzeichnung geht dort halt gar nicht, was für mich ja der Hauptausschlagsgrund zum Umstieg, gerade im Sommer, war.
Insgesamt bin ich mit der Anschaffung zufrieden und hoffe das an der ein oder anderen Stelle noch etwas geschraubt wird. Das Display könnte mehr Funktionen haben, dafür gebe ich auch gern 1/3 der Batterielaufzeit von 8 Monaten her. Die Strenge bei den Schritten empfinde ich als Herausforderung, andere könnte das demotivieren. Die App könnte noch einige Features wie Monatsübersicht oder frei wählbare Schlafdauer erhalten, ist aber ansonsten schon sehr ausgestattet mit Dingen wie Push Up Erinnerungen, Ranglisten für Battles mit Freunden, die ich nicht brauche. Dafür ist die Integration von Myfitnesspal und Runkeeper ein Gameify Segen, der es ermöglicht alles in einer App zu sehen.
Sicherlich ist der Withings Go noch nicht des Trackerweisheit letzter Schluß, aber wenn man sich ansieht was man da heute für 69,95 € bekommt, so ist das schon erstaunlich, wenn man das mit vor ein paar Jahren vergleicht oder gar mit den ersten Garmin Watches, die für teures Geld noch ein GPS Modul am Arm benötigten um weniger zu tracken.

Endlich erhältlich: Withings Go. Fitnesstracker mit E-Ink Display der auch als Uhr fungiert und Schwimmen misst

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Seit Januar warte ich jetzt auf das Dingen, heute endlich die Nachricht das er endlich verfügbar ist. Bislang trackte ich Schlaf, und gelaufene Schritte ja immer noch mit dem Mi-Band von Xiamomi, was den Nachteil hat, das man ja immer noch eine Uhr hat und somit 2 Armbänder trägt.
Withings Go soll dem ein Ende bereiten, weil da die Uhr schon mit drin ist, das E-Ink Display wechselt auf Druck seine Anzeigen und misst dazu auch noch, neben dem obligatorischem Schlaf und Schritten, Schwimmen, ist also auch wasserfest. Ein Punkt den beileibe nicht alle Tracker erfüllen, und wenn sie wasserfest sind heißt das noch lange nicht das sie Schwimmen tracken können. Könnte also passender kaum erscheinen, jetzt wo angebadet ist und die Schwimmsaison losgeht.
Withings verspricht, Dank erwähntem E-Ink Display, eine Laufzeit von ca. 8 Monaten pro Batterie.
Withings verlangt dafür 69,95 und wer bis 31.5 bestellt spart die Versandkosten. Ich hab’s mir natürlich in Schwarz bestellt gibt’s aber auch in bunt, wer’s mag. Und wer will kann es auch in der Hosentasche, Schlüsselbund oder sonstwo tragen, dazu wird dieser Clip mitgeliefert:
Withings-Go
Jetzt bin ich noch gespannt inwieweit das GO den Schlaf auch außerhalb der üblichen Zeiten trackt. Das ist nämlich der Schwachpunkt des Mi-Bands, DJ Tagschlaf Zeiten, also die Nacht zum Tag gemacht, quittiert dieses mit nicht geschlafen.
Sobald es da ist werde ich berichten

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