Im Innern des Kitkat Clubs

Kitkat

Ich hab freies Wochenende weil ein Gig gecancelt wurde (bei vollem Lohnausgleich, Verträge sind manchmal doch ne coole Sache), aber nächste Woche bin ich mal wieder im Kitkat Club, diesem mystischen Ort um den sich so viele Gerüchte ranken. Einige kennen ja den dortigen Dragon Floor von den Walfisch Revival Parties, die auch nur dort stattfinden konnten, weil es eben die Original Location des damaligen Walfisch’s war. Aber wie es sonst so im Kitkat aussieht dürfte für die meisten eher unbekannt sein, dabei hat der durchaus einiges zu bieten was nicht mit gynäkolischem Inventar oder sonstigem Kinky Stuff zu tun hat, zum Beispiel einen Pool und zwei Keller (von denen nur einer gezeigt wird und fälschlicherweise als der damalige Walfisch bezeichnet wird, nur soviel am Rande). Electronic Beats hat ein Video gefunden, das Geheimnis zu lüften.

B-Boys Breaking, Nigeria, 1959

bboynigeria

It began in Africa, natürlich, was kommt im Original schon aus Amerika?

Doku “The Sound Of Belgium” nun auf Boiler Room zum Nachgucken

The-Sound-of-Belgium-2

Über die Doku TSOB hatten wir es hier schon öfter und bei der Deutschland Premiere hatte ich ja die Ehre bei dazu gehörigen Podiumsdiskussion mitzuzwirken. Nun tut es mir zwar Leid für alle die teuer die DVD erstanden haben, andererseits, Information wants to be free und so freue ich mich das dieses Zeitdokument über New Beat, eine wichtige Epoche im Werdegang zu Techno, für alle verfügbar ist. Einbetten ist leider nicht, da müßt ihr schon zum Broiler Room rüberklicken:

TSOB
The Sound of Belgium explores the rich but untold story of Belgian dance music. From the dance halls with Decap organs to the golden days of Popcorn; from EBM and New Beat to Belgian house and techno.

At the end of the 80s, Belgium was taken by surprise by the New Beat, a once immensely popular, almost surreal type of dance music. Its unexpected but short lived success didn’t only leave a mark on a new generation of musicians in Belgium in the years to come; its eclectic mix of sounds and styles actually had its seeds in earlier decades.

A story that has been widely ignored by ‘serious’ music critics and the mainstream media in general, ‘The Sound of Belgium’ goes in search of the spirit of a nation and the people that danced to it.

Harold & Phyllis Instagram Locked Grooves

Ich kann mich noch gut an meinen ersten Locked Groove erinnern, es war auf einer Heaven 17 Platte und die Nadel lief nicht aus, sondern das Ende loopte “For a very long time”, blöd nur das ich das erst Stunden später merkte, als mit Kopfhörer auf wieder aufwachte. Seitdem hat der in Vinyl geritze Locked Groove immer wieder mal für Aufsehen gesorgt, Detroit war da eine ganze Weile sehr hinter her.
In die heutige Zeit retten das Harold & Phyllis auf eine Weise die meinetwegen gern Beispiel machen dürfte, indem sie Gifs aus dem Internet mit selbstgemachten Locked Grooves unterlegen. Auch wenn Instagram seit Abschaffung der chronologischen Timeline für mich kaputt ist, könnte das ein ideales Tool dafür darstelle.Obige Beispiele sind nur zwei von einer immer länger werdenden Liste.

Animierte elektronische Musik: Anatomy Of A Track

anatomyofatrack

Na das paßt doch auf einen Sonntag. Der Youtube Channel Anatomy Of A Track zerlegt Tracks in seine optisch animierten Einzelteile. Bislang sind dort 12 Tracks aus der mehr oder weniger elektronischen Ecke zu finden, jeder in einem anderen passenden Style, aber so bearbeitet das die aktuellen Trackbestandteile auf der laufenden Timeline hervorgehoben werden.
Hier mal meine 3 favorisierten Beispiele, ich hoffe da kommt noch mehr.
Wir sind schon einen weiten Weg gegangen, seit den X-Mix Videos damals.

Mix des Tages: R&S MIX016 – Luke McMillan AKA The DJ Producer

producermix

Mit Luke McMillan AKA The DJ Producer verbindet mich viel, seidem wir damals zusammen auf der Universe in UK auflegten und das Tape davon über die Jahre Geschichte schrieb, ich werde auf dieses bis heute noch gelegentlich angeschrieben und gebucht. Nun haben wir beiden uns auf Facebook wieder gefunden und zeitgleich haut der einen Mix für R&S Records raus der es aber sowas von gehörig in sich hat, das ich den liebend gerne Teile, alt trifft auf neu, wie es halt nur einer versteht, der seit damals auch am Puls ist. Kein Stück verweichlicht über all die Jahre, aber eben auch nicht stehen geblieben, ich mag das.

Tracklist:

  1. TELOMERE – VISITATION
  2. FREDRIK ASTERVALL – BEAN
  3. OUTRAGE – TOO MUCH ENERGY
  4. FRANKIE BONES – CALL IT TECHNO (RATIO REMIX)
  5. B.F.C. – GALAXY (EXCERPT)
  6. RRKS – FUNCTIONING (DELAYED MIX) – (EXCERPT)
  7. METROCAT – TERRA INCOGNITA (JAY ZONEY REMIX)
  8. NIGHTMARES ON WAX – AFTERMATH (SPECIAL REQUEST REDUX)
  9. AXONES – HUMAN PREDATOR
  10. TRONIK HOUSE – THE SAVAGE & BEYOND
  11. NINNA V – CATHARSIS (C – SYSTEM MIX)
  12. QUADRANT – INFINITION (EXCERPT)
  13. JAM & SPOON – KEEP ON MOVIN’
  14. GHOST IN THE MACHINE – PSKDT (WHAT DOES IT MEAN)
  15. MELLA D – HELTER SKELTER
  16. AYARCANA – BEEN DOWN SO LONG IT LOOKS LIKE UP TO ME
  17. MIKE HUMPHRIES – JUPE
  18. DALOSSO – BROKEN
  19. SPECIAL REQUEST – BRAINSTORM
  20. RETSOF – SUNS (ORIGINAL MIX)
  21. MUNDO MUZIQUE – ACID PANDEMONIUM (EXCERPT)
  22. ANOTHER ALIAS – GHASTLY ESCAPADES
  23. TRIPPED – CONTROL
  24. APHEX TWIN – POLYOMIA C (EXCERPT)
  25. BOGLIN – INDOCTRINATE
  26. GHOST IN THE MACHINE – HOLD MY DRINK
  27. D.H.S. – HOUSE OF GOD (RADIO) – (EXCERPT)
  28. TRIPPED – Y THO

Ab heute: UR Wear bei Carhartt

URCarhartt
Ich mußte mir gestern, als ich die Meldung sah, tatsächlich erstmal die Augen reiben und zweimal hinschauen. Ich kenne jetzt nicht die Hintergründe und bin mir durchaus bewußt das heute solche Kooperationen das Mittel der Wahl sind um im Labelbereich Dinge zu wuppen, ich hoffe inständig das sie einen guten Schnitt damit machen und damit neue Projekte stemmen können, die Releasetaktung ging in den letzten Jahren ja auch deutlich zurück.
Aber!
Ich hätte mir da schon erklärende Worte gewünscht, stattdessen sehe ich da aber nur etwas von Carhartt und eine haarsträubende Modestecke bei I-D (huch die gibt’s ja auch noch!), aber nichts von denjenigen, die Underground im Namen tragen und einst für “Fuck The Majors” standen wie sonst vielleicht kaum einer, und das kommt dann schon etwas verschämt rüber. Vielleicht kommt ja noch was, bis dahin behandele ich das wie einen kleinen Tod.