The Sound Of Belgium gerade in der Arte Mediathek


Die Doku über die Entstehungsgeschichte des Sounds of Belgium kann man gerade in der Arte Mediathek ansehen. Ich war ja als Paneldiskutant auf der Deutschlandpremiere eingeladen und kann von daher behaupten: lohnt sich! In den Endachtzigern und frühen Neunzigern war Belgien mit Detroit, Chicago und London wirklich auf einer Stufe was Produktionen angeht und die 3 Tage wach Ära fing bei denen auch schon früher an. Man läßt sich die Geschichte von Front 242 über Boccacio bis R&S von CJ Bolland, Renaat von R&S, Laurent Garnier und anderen hier kurzweilig und gut gemacht gerne erzählen.

Monika Dietel’s Acid Flashbacks

Ich weiß es gibt ja genug Leute da draußen die Moni’s Stimme gerne wieder im Radio hören würden. Nun, als kleine Abhilfe gehen vielleicht die Folgen von Monika Dietel’s Acid Flashbacks durch. In den bisherigen 14 Teilen erzählt sie ihre Version von Acid zu Techno und stellt dazu die entsprechenden Tracks vor. Ich weiß auch nicht ob da jetzt noch mehr kommt, aber die bisherigen Teile, bitteschön, hier:

Monika Dietl “Acid Flashbacks” Part 1 + 2 by Monika Dietl on Mixcloud

Monika Dietl “Acid Flashbacks” Part 3 + 4 by Monika Dietl on Mixcloud

Monika Dietl “Acid Flashbacks” Part 5 + 6 by Monika Dietl on Mixcloud

Monika Dietl “Acid Flashbacks” Part 7 + 8 by Monika Dietl on Mixcloud

Monika Dietl “Acid Flashbacks” Part 9 + 10 by Monika Dietl on Mixcloud

Monika Dietl “Acid Flashbacks” Part 11 + 12 by Monika Dietl on Mixcloud

Monika Dietl “Acid Flashbacks” Part 13 + 14 by Monika Dietl on Mixcloud

(Via Andre Langenfeld)

Mix of the Day: Jeff Mills @ Rave Satelite 1995


Tja, es war nicht alles schlecht bei Marusha könnte man jetzt sagen :D Der Mix machte jedenfalls damals nach der Ausstrahlung schwer die Runde und hat bis heute nichts von seinem Charme verloren. Jeff Mills noch in seiner ruppigen Phase, bevor er das toolige fand, aber schon auf dem Weg dahin:

(Via Alexander Kowalski)

Spotify & Co: Letting Off Stream


In den letzten Wochen bin ich vermehrt wieder über das Thema Streaming gestolpert, nicht weil Taylor Swift ihren Katalog aus Spotify entfernen ließ, oder Trent Reznor meinte das das Bezahlen von Musik einer vergangenen Ära angehört, sondern im Gespräch mit Musikern und Autoren und habe da z.B. mit mit der Aussage das es mir persönlich lieber ist wenn die Kids die Musik klauen, anstatt sie zu streamen, weil so wenigstens keiner reich wird anstatt die falschen, zugegebenermaßen etwas provoziert und polarisiert.
Aber kommen wir erstmal zu den Zahlen, der größte Dienst ist Spotify und hat ca. 50 Millionen User, von denen zahlen ca. 12,5 Millionen den Obulus von 10 €, seit der Dienst an den Start ging wurden 2 Milliarden Dollar an die LABELS gezahlt, sagt Spotify. Ich weiß nicht wieviel davon bei den Künstlern direkt ankam, aber wenn einer behaupten kann „My Song Was Played 168 Million Times on Pandora. I Received $4,000“ (Respekt an dieser Stelle übrigens für den ehrlichen und weitsichtigen Namen Pandora!) ist das eine verdammt mickrige Karotte die einem mit „Umso mehr Leute den Dienst nutzen, desto höher die Ausschüttung, ihr müßt nur durchhalten“ vor die Nase gehalten wird. Und mag ja sein das es nicht an Spotify selber liegt, sondern an den Deals zwischen Spotify, Label und Artist, zumindest berichten mir Labels durchaus, das Streaming in ihrer Kalkulation mittlerweile sehr wohl eine Rolle spielt, was ich mir gut vorstellen kann, wenn man sieht das die Majors allesamt Anteilseigner bei Spotify sind und wie die Deals somit aussehen könnten.
Das Kleinklein der Abrechnungen finde ich dabei auch gar nicht so interessant, ich sehe nur das offensichtlich mal wieder alle ihren Schnitt machen, bis auf die Ersteller dessen was da verhökert wird, too bad das es da keine GDL gibt, möchte man meinen.
Da frage mich schon, wo und wann mal die Schmerzgrenze der musizierenden Zunft überschritten ist.
Dabei kann ich wirklich gut nachvollziehen warum der Normaluser auf Streaming umsteigt. Musikkäufe sind mittels Streaming und Youtube für diesen, also für ca. 95% der Hörer, komplett überflüssig geworden. Die letzten die Musik noch kaufen, werden wahrscheinlich irgendwann die DJs sein, weil man sich auf das Wlan im Club lieber nicht verlassen möchte. Hinzu kommt, das mittels Spotify und Co wertvoller, weil knapper Platz auf Smartphone erhalten bleibt. Da kann man noch so sehr argumentieren, das Speicherplatz billig geworden wäre, wenn einem 200 Songs das Smartphone oder Tablet voll machen, ist das genauso wie vor 15 Jahren, als man mit dem iPod vor dem Plattenschrank stand und feststellen mußte, das all das und mehr was dort drin war, nun in dieses kleine Gerätchen paßte.
Man hat sich mittlerweile daran gewöhnt das man digitale Dinge nicht mehr besitzt und in den meisten Fällen hat das für den User so viele Vorteile, das er die kaum spürbaren Nachteile gern in Kauf nimmt. Ein Unrechtsbewußtsein bei der nachfolgenden Generation kann man da nicht verlangen, ich würde es sogar nachvollziehen können das die nicht versteht, wieso sie für etwas das sie bezahlen auch noch Speicherplatz opfern sollen, während die kostenlose Streamingversion ihnen den Speicher läßt und soziale Möglichkeiten wie Tagging, Playlisten Erstellung und Weiterreichung gibt, welche sie mit erworbenen Files nicht haben und dürfen. Gekaufte Musik wird sich für nachfolgende Generationen so clumsy und bräsig anfühlen, wie Tonträger vs. Files zu Zeiten als der iPod aufkam.
Streaming wird also wohl oder übel die Zukunft sein, von daher wäre es vielleicht für Contentersteller, vulgo Musiker, exakt jetzt an der Zeit die Notbremse zu ziehen um den Zug, bei dem man gar nicht groß gefragt wurde ob man mitfahren will, um im GDL-Bild zu bleiben, mal kurz anzuhalten, denn je mehr Fahrt dieser aufnimmt, desto schwieriger wird es werden ihn zu stoppen, bzw. darauf Aufmerksam zu machen, das da ein paar Weichen falsch geschaltet sind. Wenn es nicht eh schon zu spät ist, die ersten Musikverlage machen via Spotify schon mehr Geld als mit iTunes
Solange sich da nicht etwas zum Besseren für die Urheber ändert sollte man auch nicht den letzten verbliebenen Hebel, die Verweigerung, aus der Hand geben, Bewilligungskultur hin oder her

25 Jahre Mauerfall = 25 Jahre Techno


Ich selbst hab von den Feierlichkeiten gestern nur wenig mitbekommen, da ich ja in Kattowicz auf der Mayday in Polen war und erst gegen Abend zurück kam. Immerhin, dadurch das die Böse Brücke an der Bornholmer gesperrt war (was ja auch irgendwie paradox ist, das die Stelle die zuerst aufging am Jahrestag gesperrt ist) hatte ich die unfreiwillige Gelegenheit parallel dazu am Mauerpark entlang die Lichterballons abzufahren. Ganz nebenbei fuhr ich deshalb auch noch an den beiden Häusern vorbei, in denen ich im Prenzlberg seit 1995 bis Anfang 2013 wohnte, auch das wäre ohne Mauerfall nicht möglich gewesen. Dimitri sagte gestern irgendwo “Ohne Gorbi kein Tresor” und ohne Wiedervereinigung kein Techno wie wir ihn heute kennen, möchte ich noch hinzufügen.
Natürlich fand sich darüber auch einiges in den Medien, zwei Artikel möchte ich verlinken. Erstens Felix Denk’s “Das kurze Glück der Anarchie”, welches auch dieses Set von mir aus dem Tresor’91 enthält

Zum zweiten habe ich dazu dem Bayrischen Rundfunk ein Interview gegeben, daraus entstand dieser Artikel (mit dem Malus das ich als Organisator von Tekknozid bezeichnet werde, dem ist bekanntlich nicht so):
130 bpm deutsche Einheit

Das Bild oben habe ich aus dem Artikel, ist direkt von meinem Loveparade Panzer geschossen worden, wie man am ragenden Rohr erkennt, kannte ich noch nicht :D

    Update:

hier noch der Artikel von NPR, quasi der Deutschen Welle er USA “In Berlin, A Beat That Bloomed From Rubble”

Yabahar, analog-akustischer Synthesizer

Yabahar
Ich finde das ja schon mindestens seit den Einstürzenden Neubauten toll, wenn es Instumente gibt, auf denen man noch so richtig rumkloppen oder per Hand bedienen kann und das dann nicht klingt wie schon tausendmal gehört. Neuestes Beispiel aus der Türkei und ich genieße das nicht nur wegen der Aussicht
The Yabahar can be played in a variety of different ways using mallets or with a bow, relying on a combination of two drum-like membranes, long springs, and a tall fretted neck to create music. Like any instrument, it’s capable of producing sounds that run the gamut from “beautiful music” to “noise.”

(Via Nuzzel)

Billiger Stoff für Aphex Twin Junkies

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Wer darauf erpicht ist von Aphex Twin, alles, aber auch wirklich alles zu haben, der sollte sich mal auf seinem Soundcloud Account umsehen. Mr. Richard James hat doch nämlich vor ein paar Stunden unreleaste Tracks, Sounds und sonstige Soundspielereien hoch geladen, größtenteils zum freien Download

(Via Richard Devine)

Tim Exile zerlegt ravend die TEDx

timexileTedx
Ich mag ja Tim Exile viel lieber live improvisierend als auf Tonträger, ein begnadeter Entertainer der elektronischen Musik, bei dem das Wort Liveact auch definitiv zutrifft. Nichts anderes sieht man hier in diesem Mitschnitt seiner TEDx Präsentation, wo er den Laden, mittels teilweise sehr oldschooligem Techno und seiner Flow Machine, komplett zerlegt und so auf einer ansonsten relativ stocknüchternen Konferenz Boilerroom Atmosphäre schafft

(via DJTechools)

8. November: Book Release in englisch: Der Klang der Famile – Berlin, Techno and the Fall of the Wall

Nächste Woche Samstag gibt’s in der Berghainkantine den Release der englischen Version des Buchs “Der Klang der Familie”.
Ich bin ein bisschen traurig das ich nicht dabei sein kann, weil ich in Polen auf der Mayday versuchen werde die Tracks von damals zu vermitteln. Aber ihr solltet da hin gehen, es haben sich auch viele von den Protagonisten des Buchs und der Doku angesagt, die im Anschluß mit englischen Subtiteln gezeigt wird.
Und hier nochmal die ganze Doku zum schmackhaft machen