Mix des Tages: R&S MIX016 – Luke McMillan AKA The DJ Producer

producermix

Mit Luke McMillan AKA The DJ Producer verbindet mich viel, seidem wir damals zusammen auf der Universe in UK auflegten und das Tape davon über die Jahre Geschichte schrieb, ich werde auf dieses bis heute noch gelegentlich angeschrieben und gebucht. Nun haben wir beiden uns auf Facebook wieder gefunden und zeitgleich haut der einen Mix für R&S Records raus der es aber sowas von gehörig in sich hat, das ich den liebend gerne Teile, alt trifft auf neu, wie es halt nur einer versteht, der seit damals auch am Puls ist. Kein Stück verweichlicht über all die Jahre, aber eben auch nicht stehen geblieben, ich mag das.

Tracklist:

  1. TELOMERE – VISITATION
  2. FREDRIK ASTERVALL – BEAN
  3. OUTRAGE – TOO MUCH ENERGY
  4. FRANKIE BONES – CALL IT TECHNO (RATIO REMIX)
  5. B.F.C. – GALAXY (EXCERPT)
  6. RRKS – FUNCTIONING (DELAYED MIX) – (EXCERPT)
  7. METROCAT – TERRA INCOGNITA (JAY ZONEY REMIX)
  8. NIGHTMARES ON WAX – AFTERMATH (SPECIAL REQUEST REDUX)
  9. AXONES – HUMAN PREDATOR
  10. TRONIK HOUSE – THE SAVAGE & BEYOND
  11. NINNA V – CATHARSIS (C – SYSTEM MIX)
  12. QUADRANT – INFINITION (EXCERPT)
  13. JAM & SPOON – KEEP ON MOVIN’
  14. GHOST IN THE MACHINE – PSKDT (WHAT DOES IT MEAN)
  15. MELLA D – HELTER SKELTER
  16. AYARCANA – BEEN DOWN SO LONG IT LOOKS LIKE UP TO ME
  17. MIKE HUMPHRIES – JUPE
  18. DALOSSO – BROKEN
  19. SPECIAL REQUEST – BRAINSTORM
  20. RETSOF – SUNS (ORIGINAL MIX)
  21. MUNDO MUZIQUE – ACID PANDEMONIUM (EXCERPT)
  22. ANOTHER ALIAS – GHASTLY ESCAPADES
  23. TRIPPED – CONTROL
  24. APHEX TWIN – POLYOMIA C (EXCERPT)
  25. BOGLIN – INDOCTRINATE
  26. GHOST IN THE MACHINE – HOLD MY DRINK
  27. D.H.S. – HOUSE OF GOD (RADIO) – (EXCERPT)
  28. TRIPPED – Y THO

Ab heute: UR Wear bei Carhartt

URCarhartt
Ich mußte mir gestern, als ich die Meldung sah, tatsächlich erstmal die Augen reiben und zweimal hinschauen. Ich kenne jetzt nicht die Hintergründe und bin mir durchaus bewußt das heute solche Kooperationen das Mittel der Wahl sind um im Labelbereich Dinge zu wuppen, ich hoffe inständig das sie einen guten Schnitt damit machen und damit neue Projekte stemmen können, die Releasetaktung ging in den letzten Jahren ja auch deutlich zurück.
Aber!
Ich hätte mir da schon erklärende Worte gewünscht, stattdessen sehe ich da aber nur etwas von Carhartt und eine haarsträubende Modestecke bei I-D (huch die gibt’s ja auch noch!), aber nichts von denjenigen, die Underground im Namen tragen und einst für “Fuck The Majors” standen wie sonst vielleicht kaum einer, und das kommt dann schon etwas verschämt rüber. Vielleicht kommt ja noch was, bis dahin behandele ich das wie einen kleinen Tod.

Mix of the day: Jerome Hill: Classic Bleep, Bass & Acid mix

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Bleeps kann man nie genug haben, schonmal gar nicht wenn sie von einem Meister seines Fachs, wie Jerome Hill, zusammen gemixt werden. So ziemlich alles aus der schönen Phase 90-91, keine Füller dabei, nur Anthems der Epoche.

Tracklist:

Panic – voices of energy 1 – ozone – 1990
Eon – Spice – vinyl Solution- 1990
Direct – Techno gone mad (remix) – R&S – 1990
Jungle Brothers – Houseapella – Idlers – 1988
Rhythmatic – Take me back (extra bass edit) – Network – 1990
Ital Rockers – Ital’s anthem – Bassic – 1990
Autonation – Inside your mind – R&S – 1991
Project 86 – Industrial bass – Nu Groove – 1990
LFO – Nurture – Warp – 1991
Mental Cube – Chile of the bass generation – Debut – 1990
Bleep – A byte of AMC – SSR – 1990
Unique 3 – The Theme (Unique re-edit) – Ten records – 1990
DJ Mink – Hey Hey Can you relate – Ozone – 1990
Homeboy Hippie & a Funky dredd – Total confusion (Heavenly mix) – Tam tam – 1990
Charles B – Lack of love – Desire – 1988
Autonation – Sit on the bass – R&S – 1991
*Hardnoise – Untitled (accapella) – Music of life – 1990
Bobby Konders – Nervous acid – Nu Groove – 1990
Asmo – Music Please – Tek – 1990
Forgemasters – Shall we – Warp – 1989
Lost Entity – Bring that back – Nu Groove – 1990
Looney Tunes – Just as long as i got you – XL – 1989
Bitin Back – She’s breakin up – Fokus – 1991
Little little – Tickle me – MG – 1989
Steve Poindexter/Mike Dunn – Computer Madness – Musique – 1989
The Party Boy – The Twighlight zone – Urban – 1988
Phuture – Your only friend – Trax – 1988/Fierce re-release

(Via Mark Archer)

Ein Rundgang durch den alten Tresor bei Putzlicht

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Ich wundere mich ja manchmal wieviele den alten Tresor heute als ihr ehemaliges Wohnzimmer bezeichnen, weil wenn dem so wäre, wäre der ja immer rappelvoll gewesen. Wie dem auch sei, hier mal die komplette Wohnung, bestehend aus Tresor, Globus und Bar, leider ohne Garten, bei Tages und Putzlicht, wie ihn wohl die wenigsten gekannt haben dürften.

Record of the day: Skinny Puppy – VIVIsectVI (1988)

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Läuft hier gerade und dabei fällt mir auf wie gut die eigentlich wieder paßt. Für mich in Sachen Collagierung und Sounddesign bis heute eigentlich unerreicht, aber auch in Sachen Konsequenz und Radikalität fehlt mir sowas gerade heute. Wohlgemerkt das war 1988! Und neben Acid hörte ich eben sowas, ging bestens zusammen. Will sagen, mein Techno kommt eher von da als von Disco :D Auch wenn das in der Geschichtsschreibung wohl unter EBM laufen wird, hatten sich für mein Empfinden Skinny Puppy spätestens ab diesem Album davon verabschiedet, bzw. weiterentwickelt. Wirklich tanzbar war das nicht und wollte es wohl auch gar nicht sein, dafür aber ein sehr prophetisches Ausloten was mit der Elektronik so möglich ist, das den Test of time bis heute besteht,wie eben bei Acid und Techno zur gleichen Zeit auch, nur eben auf einer anderen Ebene, aber mit ähnlichen Mitteln. Interessant wie unterschiedlich die Ergebnisse aussahen, aber als Soundtrack zu Cyberpunk taugten beide gleichermaßen.
Ich hatte seinerzeit das Glück einige Konzerte in ihrer damaligen Gore Hochphase, also etwa zur Zeit dieses Albums, miterleben zu können und das war optisch mindestens ebenso konsequent umgesetzt wie das Audio, da flogen im wahrsten Sinne des Wortes die Fetzen, blutig und dreckig, das wo sich Trent Reznor und Marilyn Manson später, nicht nur in Sachen Mummenschanz, wohl inspiriert haben lassen. Der Wahnsinn sah live so aus:

Das Album hatte ebenso wie die Liveshow eine Geschichte zu erzählen, gegen die die heutigen LED Wände einfach mal schlapp wirken.

Hier das ganze Album in all seiner Pracht zum komplett durchhören

Arte Tracks: Nachtleben, Berlin 1997

Berlin1997

1997, damals, als der alte Tresor noch neben dem noch nicht fertigen Potsdamer Platz lag und im Matrix an der Warschauer noch Techno lief und keiner die Computer Zapfanlagen mochte. Als die letzten Ausläufer der anarchistischen 90er zwar noch da waren, aber jeder wußte das das jetzt schneller als einem lieb ist, zuende ging. Das Jahr in dem es die Frontage schon nicht mehr gab und das E-Werk schloß. Die Konfusion war jetzt nicht mehr außerhalb der Szene sondern in ihr und manche versuchten das mit Glamour aufzufangen, zurück zum Koks oder so. Die anderen wollten genau das nicht, kannte man ja noch aus den 80ern.
Kurze, aber im Nachhinein aussagekräftige Doku von Arte Tracks damals

(via Zeitmaschine)

Releasefest: Luke Vibert Presents UK Garave Vol. 1, Leftfield – Leftism 22, 4 To The Floor Presents Fourth Floor Records

Wenn der Frühling schon nicht so richtig aus’m Mustopp kommen will, machen wir ihn uns halt selber. Alles etwas retro, aber zumindest scheint mir bei diesem Output die Sonne aus’m Arsch.
Fangen wir an mit dem alten Kumpel von Aphex Twin, Luke Vibert. Der hat hat gerade seine UK Garage Rave Zeiten musikalisch verarbeitet und bietet sie unter Luke Vibert Presents UK Garave Vol.1 an. Wobei mich das Vol.1 hoffen läßt das da noch mehr kommt

Weiter geht’s mit der remasterten Jubiläumsausgabe von Leftfield’s Leftism, was anno 95 für mich ein ähnlicher Meilenstein war wie Underworld’s Dubnobasswithmyheadman ein Jahr zuvor, paradoxerweise aber dubbiger. Heute nach wie vor sehr gut hörbar. Kommt mit massig Remixen u.a. von Ben Sims, Adrian Sherwood, die aber natürlich alle nicht an die zeitlosen Originale heranreichen.

Und zu guter Letzt haben es Fourth Floor Records endlich hingekriegt viele ihrer besten ollen Kamellen auf eine Compilation packen zu lassen. 4Th Floor war damals auf gleicher Augenhöhe mit Labels wie z.B. NuGroove, Breakin Records, Apexton oder City Limits. Auf 4 To The Floor Presents Fourth Floor Records gibt’s ein Wiederhören mit so prägenden Tracks wie: Fallout – The Morning After (The Aftermath), Masters At Work – Alright Alright, Black Riot – A Day In The Life, The Break Boys – My House Is Your House And Your House Is Mine (Miami Beach Break mix) und vielen anderen, die seinerzeit House und Garage geprägt und als Blaupause gedient haben. Natürlich auch wieder mit den unvermeidlichen neuen Remixen, die m.E. den Tracks nichts wesentliches hinzufügen und ebenso gut weggelassen hätten werden können, oh well…

Rave! Halle! 1992!

Halle92

So war das damals, icke, voll in Tarn :-D , mit u.a. Rec De Weirl, Marusha und ihrem damaligen Freund DJ Dick in Halle an der Saale anno 1992.
Schön das es gleich mit Aphex Twin losgeht, ab Minute 49 sieht man mich nochmal. Taugt auch gut zum Homeraven

(Via Toci)

Voltra: Neuer Desktop Musikplayer mit Shop, 100% für Labels und Artists

Voltra

Ich weiß, Streaming ist in Sachen Musik so ziemlich das Medium der Stunde. Menschen wie ich können sich allerdings nicht an den Gedanken gewöhnen, das von heute auf morgen, wegen irgendwelchen Lizenzgedöhns teile der eigenen Playlisten einfach weg sein können und deshalb lieber weiterhin Musik kaufen. Ganz zu schweigen von all dem Kram den man halt so über die Jahre gesammelt hat und der nie in irgendwelchen Spotifys auftauchen wird, man denke nur z.B. an Whitelabels aus den frühen 90ern.
Das Musik kaufen und besitzen nicht mehr der letzte Schrei ist merkt man auch daran, wie stiefmütterlich allerseits Musikplayer, angefangen von iTunes bis zum anfänglich euphorischen Start des Beatport Pro Players, heute so behandelt wird. Bei jedem Update hat man fast Angst darum, das die Fileabspiel Funktion diesem zum Opfer fällt.
Und genau in diesem Moment betritt ein neuer hübscher Client den Markt, der all das verspricht und zudem noch einen Shop eingebaut hat, in dem man tatsächlich Tracks kaufen kann und verspricht die Gewinne zu 100% an Künstler bzw. Label weiterzugeben. Finanzieren tut sich das über diverse Premium Funktionen, die für 10 € monatlich zu haben sind.
Wer Musik nach wie vor gerne kauft und nicht auf die XML Sync Fähigkeiten von iTunes zu Serato oder Traktor angewiesen ist sollte sich dort mal auf die Betaliste von Voltra setzen lassen, ich hab’s trotzdem schon getan und bin gespannt.