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Das Freitagshundebild

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Der Große wirkt kleiner, weil die Kleine im Vordergrund größer wirkt :evil:

Einfach nur Respekt

und das es gut ausgehen möge! Daumen gedrückt und sonst gar nicht viele Worte

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Foto von newleypurnell

Vertriebe: Anotherone bites the dust

Und der nächste Vertrieb gibt auf. Hausmusik, Vertrieb so rennomierter Labels wie Morr Music, Monika Enterprises, Staubgold, Basic Channel und sich in letzter Zeit insbesondere auch durch Dubstepimporte hervorgehoben hat streicht die Segel:

Der Hausmusik-Umsatz sei im ersten Quartal 2007 um 10 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum zurückgegangen, im zweiten Quartal um 20 Prozent, im Monat Juli um 30 Prozent, im August um 40, im September sei mit 70 Prozent zu rechnen gewesen

.

weitere erschütternde Zahlen:

Wir haben mit 300 verschiedenen Alben in ganz Österreich 145 Euro umgesetzt“, sagt Petters. Von einer Lieferung im Wert von 6600 Dollar nach Amerika sei nach einigen Monaten fast alles wieder zurückgekommen. „Ich habe eine Rechnung über 50 Dollar geschrieben.“

Scheint so als würde die fortschreitende Umstellung des Kunden und Djs auf Files schneller vorangehen als vermutet. Was aber nicht nur für klassische Vertriebe kein Grund zur Freude ist, denn auch von der anderen Seite droht Ungemach. Heute war es Amazon’s mp3-Shop Beta, der durch die Medien getrieben wurde. Einzelne Tracks kosten zwischen 89 und 99 Cent, Album-Downloads zwischen 5,99 und 8,99 Dollar und das alles freilich DRM-frei.
So erfreulich das einerseits klingen mag, so unerfreulich ist es zu sehen wie Musik mehr und mehr zu Ramschpreisen verschleudert wird. Amazon ist da beileibe nicht der billigste Anbieter, die Preise gehen runter bis auf 0,06 Cent, wenn man so mancher Googleanzeige trauen darf. Musikverschenkerei per Colaflaschendeckel wird mit Sicherheit auch nichts zur Wertschätzung von Musik hinzufügen und so müssen wir uns mit der Zeit wohl oder übel daran gewöhnen, das Musik in Zukunft eben nichts mehr Wert sein wird. Die Zeichen der Zeit scheinen bei solchen Zahlen ziemlich klar und die Krone setzt dem Ganzen Virgin Digital auf, welches seine Pforten schon wieder schliesst und den Kunden nun das rät, was vorher explizit verboten war: man verkauft verkrüppelte Musik, um zu verhindern, dass sie weitergegeben wird. Und nachdem der Shop schließt, rät man den Kunden, die Schutzmaßnahme zu umgehen, Audio-CDs zu brennen und diese nach Wunsch wieder in mp3 zu rippen…. endgültig schließen wird der Dienst dann am 19. Oktober – zu dieser Deadline werden auch alle Songs der Abonnenten nicht mehr abspielbar sein, sollten sie nicht anderweitig gesichert worden sein.
Wer Bezahlmusik unzuverlässiger als den illegalen Download macht oder sie zu Dumpingpreisen raushaut schadet der Musik und dem Wert von Musik in meinen Augen mehr, als der gemeine Downloader, der lediglich für Musik nicht zahlt.

Thema der Woche 2: Themenvorschläge bitte hier rein

Schon geht’s weiter, bis Mittwoch nehme ich gerne Vorschläge in den Kommentaren an, auch wenn jemand einem Thema der letzten Woche nochmal die Chance geben will, nur zu! Ab Mittwoch Nachmittag kann dann wieder bis Freitag gevotet werden, ich bin gespannt was auf mich zukommt :D

Thema der Woche 1: Clubtoiletten

Clubtoiletten sind in vielerlei Hinsicht die Keimzellen des jeweiligen Ladens. Hier wird nicht nur Notdurft verrichtet, hier wird gefickt, gekotzt, Drogen genommen und natürlich kommuniziert. Die unglaublichsten Geschichten und übelsten Verleumdungen finden hier ihren Ausgang. Nicht gerade verwunderlich daher, das seit Menschengedenken die Fauentoilette der kommunikativere Ort ist und einer Warenterminbörse des aktuellen Szenegeschehens gleicht. Unkontrollierbare Laberflashs und statusmanifestierende Mitteilsamkeit fallen in diesem humiden Klima auf fruchtbaren Boden und gedeihen wie Unkraut.
Auf den Herrentoiletten geht es ungleich sachlicher zu, was nicht zuletzt an der Ernsthaftigkeit des Stehpinklergeschäfts, quasi in der Öffentlichkeit, liegen mag: Ruhe, ich kann so nicht abschlagen!
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Die Popkomm war ja auch noch

allerdings habe ich davon kaum was bemerkt. Das Schaulaufen der dicken Egos habe ich mir dieses Jahr völlig gespart, wobei ich mit den dicken Egos in den seltensten Fällen die Musiker meine, die meisten davon sind mittlerweile gut geerdet, was bleibt einem auch übrig, wenn man gerade mal so über die Runden kommt, sondern den Rattenschwanz hintendran.
Im Tagesspiegel gab es dazu süffisante Artikel, die das Leiden und den Popanz einer letalen Branche sehr schön beleuchten. Der Artikel Die Wasserverkäufer könnte auch mit Schäuble’s Bonmot “Es ist keine Frage des Ob, sondern des Wann, wir sollten uns die Zeit bis dahin aber nicht verderben lassen” überschrieben sein, Smalltalk, Beats und Bisongras schlägt in die gleiche Kerbe. In der Taz ließ man mal einen Betroffenen zu Wort kommen, der Rapper Textor macht sich die Gedanken, die wohl jeder Musiker heute hat und beleuchtet die verzwickte Lage aus unterschiedlichen Blickwinkeln, eine Lösung kann auch er nicht bieten, wie auch?
Das nun die Bundesregierung sagenhafte eine Millionen für die Milliardenbranche Musik aus Deurschland lockermacht wird an Witz nur übertroffen, wenn man sich anschaut, wer für die Verteilung der Gelder vorgesehen ist: Zum Vorsitzenden des Aufsichtsrats der Initiative wurde Dieter Gorny gewählt, Vorstands-Vize des Bundesverbands der Phonografischen Wirtschaft. Im Aufsichtsrat sitzen zwölf Mitglieder, die eine Hälfte kommt aus der Politik, die andere aus der Wirtschaft UAAAHHH!!!!
Natürlich muß das Ganze noch ein wenig aufgejazzt werden und so geht es in der Hauptsache um Rock, Pop und Jazz. Techno und verwandte Nischen könnten also mit etwas Glück außen vor bleiben, möchte gar nicht wissen was für ein bürokratischer Vorbau da erstmal zu bewältigen und welche Verrenkungennötig wären, um an die im Endeffekt wahrscheinlich eh ziemlich läppischen Beträge zu kommen.

Das Freitagshundebild

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Ausgetobt

Ob er auch den Abschussbefehl erteilen würde, wenn die Kanzlerin an Bord wäre?

Legitime Frage! Ebenso ob Merkel eine grundsätzliche, schriftliche Weisung hinterlegt hat, dass im Fall ihrer Entführung auf Forderungen der Kidnapper nicht einzugehen sei. Dass mithin der Staat auch in diesem Fall nicht erpressbar ist.
Gestellt in einem Essay vom altehrwürdigen Graf Nayhauß in der Netzzeitung, angenehm unaufgeregt aber dennoch klar in der Ansage.
Stellvertretend gegen die Ungeheuerlichkeit, das ein Verteidigungsminister darüber rumprollt die Verfassung Verfassung sein zu lassen wenn es ihn dünkt.
Wobei es mich immer gleichzeitig amüsiert und gruselt, wenn solche Machoattitüden aus den Mündern von Männern ohne die passende Statur dazu kommen. Wirkt einerseits lächerlich, andererseits haben solche Allmachtsphantasien immer auch so einen Touch Wahn inne, welch besseres Denkmal kann ein Verteidigungsminister schon kriegen, als einen spektakulären Abschuss. Dann sollte man allerdings auch die Traute haben im rechten Moment diehardmäßig, knallhart zu entscheiden was das Richtige ist und nicht im Vorfeld hasenfüßig Worst Case Szenarios aufzubauen, um dann in deren Folge zur eigenen Absicherung Gesetze oder gar Grundgesetze zu ändern – wegen einer abstrakten Gefahr und keiner aktuellen Bedrohung.
Die lesen sich eigentlich wie aus dem Fragenkatalog meiner Gewissensbefagung zur Wehrdienstverweigerung damals, z.B. “Sie gehen mit ihrer Freundin im Wald spazieren, plötzlich springt ein Vergewaltiger aus dem Gebüsch, er vergeht sich und läßt dabei sein Messer fallen. Was würden Sie tun?”. Schönes Signal auch zum allgemeinen Rechtsempfinden, wenn ein Minister meint die Verfassung nicht achten zu müssen. Dann sollte man sich aber nicht wundern, oder Betroffenheit heucheln, wenn gewisse Teile der Bevölkerung meinen das sie das mit den Gesetzen ebenso händeln können, aber vielleicht war ja auch das mit “auf gleicher Augenhöhe” gemeint?
Wer mir vor ein paar Jahren gesagt hätte, das in einem Land wie Deutschland der Verteidigungsminister offen pro Verfassungsbruch redet und der Innenminister auf Stasispuren wandelt, den hätte ich wahlweise für bescheuert, paranoid, Comedian oder Möchtegerndrehbuchschreiber gehalten, aber die Realität stellt sich mal wieder als größte Soap dar.

14.09.07 – Berlin, Tresor

Da war sie auch schon, meine zweite Gelegenheit den neuen Tresor zu testen und diesmal als besondere Überraschung zeitgleich auch noch die neue Anlage zu testen, welche erst diese Woche eingebaut wurde und erstmals am Mittwoch gefahren wurde.
Das war die gute Überraschung, etwas schaler war die, das man mir ausgerechnet Holgi Star für den Abend an die Seite gestellt hatte. Wer um unsere gemeinsame Zeit weiß und wie das auseinander ging, der kann sich vorstellen das das keine so pralle Idee war. Well, man steht ja mittlerweile über den Dingen und die Zeit läßt einen Sachen milder sehen, aber ich denke Holgi ging es in dem Moment wo er von seinem Glück erfuhr, mit mir aufzulegen, genauso. Blöde, so nach Jahren wieder mal mit einander zu tun zu haben und die Situation möglichst angenehm hinter sich zu bringen.
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Whatpeopleplay

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Einen neuen Start hat der Vertrieb Wordandsound gerade mit Whatpeopleplay hingelegt. Deren neues Digitaloutlet finde ich mit 3Pane-Design, das ein wenig an typische Blogarchitektur erinnert, sehr gelungen. Neben Preordermöglichkeit und Selbstverständlichkeiten wie Neuerscheinungen nach Woche, Monat und Jahr zu durchsuchen gibt es nun auch die Möglichkeit nach Releasewochen zu stöbern. Es gibt Artist und Label Homepages um vielleicht noch unentdeckte Releases zu finden, dazu noch Ratings und Kommentarmöglichkeiten. Um das Mp3shopping endgültig in die Myspace- oder auch Web2.0welt rüberzuhieven ist angekündigt, das man in Kürze als Artist oder DJ dort auch seine Webpräsenz aufbauen kann.
Der Preis von 1,49 Euro für ein 320 kbps File ist im mittleren Bereich angesiedelt, für Dancemp3s kann man mittlerweile fast schon sagen im unteren mittleren Bereich. Als kleine Sensation, tädäää!, gibt’s die Tracks auch schon fertig gewarpt für den eiligen, faulen oder einfach warpunfähigen AbletonDj. Die dazu nötigen Asdfiles gibt’s umsonst dazu (und einen Großteil der bisher erhältlichen bzw. erstellten Asdfiles sind von mir gewarpt, call me Warpmaster ;) )
Ebenfalls in guter Webzweinullmanier steht auf der Site noch ein großes Beta und wenn man sich die weitere Roadmap anschaut, aus gutem Grund, denn da kommt noch mehr. Auch ist noch nicht aller Content vorhanden, die Ratings wollen erst erstellt werden und freilich müssen erstmal Kommentare von Usern erstellt werden, bevor man welche sieht. Bei Whatpeopleplay hat man somit gerade die Möglichkeit das Ganze wie ein neues Blog wachsen zu sehen, bin gespannt wie sich das entwickeln wird



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