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Thema der Woche 74: Der NEUE Tresor – was ist übrig?

Als ich Dimitri an einem Abend der Verabschiedungswochen des alten Tresors traf, erzählte er mir das er das ganze Interieur des Tresors noch rausholen lassen und den Tresor an anderer Stelle wiederauferstehen lassen wollte. Wir disktutierten dann eine Weile herum, ob das wohl ginge, ausgerechnet den Tresor, der ja so von seiner Location lebte, einfach umsetzen zu können. Sein ursprünglicher Plan war ja sogar den Raum komplett ausbuddeln und umsetzen zu lassen, wie dieses Restaurant am Potsdamer Platz. Das waren aber lediglich ein paar Meter und den kompletten Tresor durch die halbe Stadt zu bugsieren hätte wahrscheinlich jeden finanziellen Rahmen gesprengt.
Ich war während der Diskussion auf dem Standpunkt, das man den Tresor nicht würde transferieren können und Dimitri eifrig darum bemüht, mich von dem Irrglauben abzubringen.
Ca. 2 Jahre später dann machte der neue Tresor auf und ich war überzeugt, der Tresor 2.0 war möglich. Wer hätte auch jemals gedacht, das dafür ein so passende Immobilie wie das riesige ehemalige Umspannwerk in der Köpenicker Straße zur Verfügung stehen würde?
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Thema der Woche 75: Vorschläge bitte hier rein

Once again die Frage nach Themen, die man doch bitteschön hier in den Kommentaren hinterlässt, damit ich die am Mittwoch kompakt in einen Poll packen kann, der dann bis Freitag zur Abstimmung darüber behilflich ist, welchem der Themen ich meine Aufmerksamkeit in schreiberischer Weise widme. Dankeschön! :)

Willkommen auf der absolut unbedenklichen tanith.org

Puh, nochmal Glück gehabt ;)
unbedenklichkeitssiegel.gif
via zenzizenzizenzic

Autotune the News

Wie geil ist das denn? Es schreit nach einer Zensursulaversion

PvD DJ iPhone App

Ich poste das jetzt wirklich völlig neutral!

und nein, bislang noch nicht im Appstore aufgetaucht

Den heutigen Tag sollte man sich merken, als Aufbruch in finstere Zeiten

Heute wird dieses unsägliche Internetsperrengesetz verabschiedet und wenn das nicht schon schlimm genug wäre, muß man feststellen, das, wie befürchtet, der ganze Kinderpornozinnober nur der Vorwand war um ein richtiggehendes Zensursystem einzuführen, denn im Gegensatz zur ursprünglichen Entwurf wurde die Zweckbindung nun auch noch gekippt und ebenso im Gegensatz zur ursprünglichen Version dürfen IP Adressen und andere Identifizierungsdaten geloggt werden
Man kann sich ausmalen was für ein instrument das in Zusammenhang mit der Vorratsdatenspeicherung ergibt!
Der Spreeblick hat dazu eine schöne Aktion gestartet, bei der ich bitte mitzumachen

Weitere wichtige Artikel dazu:
c’t: Verschleierungstaktik
Heise Online: Kinderporno-Sperren: „Frontalangriff auf die freie Kommunikation“ befürchtet
Spiegel Online: BKA filtert das Web

Review: SubBerlin – Unterground United

Da ist er also, der bereits zweite Versuch das Phänomen Tresor in einer Doku zu fassen. Nach Mike Andawis The Vault And The Electronic Frontier nun also SubBerlin – Underground United. Natürlich gelingt das weder dem ersten, noch dem zweiten Film, davon sollte man vielleicht auch gar nicht ausgehen, dazu hat jeder der dabei war einfach seine speziellen Erinnerungen an den Laden, bzw. seine prägenden Momente, die seinen Tresor ausmachten und die so flüchtig sind, das keine Kamera dieser Welt sie aufgenommen hat. Unter dieser Prämisse ist ein schönes Dokument Zeitgeschichte entstanden, dessen Material Timann Künzel hauptsächlich in den zwei Wochen Schliessungszeit des Tresors unermüdlich aufgenommen hat und mit historischen Aufnahmen aus dem Tresor verbindet. Typische und eher untypische Vertreter des Tresors sind zu sehen und dazu hört man einige Tracks, die those who know für immer mit diesem Loch von Technohölle verbinden werden. Der Beginn zeigt bereits das Ende, wie der Bagger den ehemaligen Eingang einreisst. Da vom Beginn des Tresors nur wenig auf Video dokumentiert wurde müssen wir uns wohl mit der Dokumentation des Endes begnügen, man sieht wie Stevie bei der letzten Platte weint, die Schlangen der letzten Tage und wie die letzten das Gebäude verlassen. Dazwischen erzählen so unterschiedliche Menschen wie Rok, Jeff Mills, Blake Baxter,Chris Liebing, Marc Reeder, Marusha, Motte, Sven Väth, Paul van Dyk, Johnny Stiehler, der Schreiber dieser Zeilen und natürlich Dimitri Hegemann mit glänzenden Augen Anekdoten von ihren persönlichen Tresorerfahrungen. Vieles davon ist sicherlich nicht zum ersten Mal zu hören, trotzdem war es mir ein Vergnügen all das mal gebündelt und fokussiert in Spielfilmlänge zu sehen. Klar, das in diesen 90 Minuten nicht alle aus 15 Jahren TresorgeschIchte befragt und erst recht nicht jeder Aspekt beleuchtet werden konnte, dennoch reicht es zu einem melancholisch, schönen Dokument über einen Club und sein Ende durch Investoren, die an dieser Stelle Bürogebäude, die bis heute leer stehen, als wertvolleres Gut und bessere Alternative sahen. Einer der Höhepunkte ist daher das Interview mit dem Münchner Investor, der mit seinen Aussagen als Münchner, der in seiner Jugend ja auch mal im P1 gefeiert habe, so dem Klischee der ignoranten Brutalität eines BWLers entspricht, das es einem ob der Kluft schon graust. Diese Aussagen aus dem Jahr 2005 sind auch gerade in aktueller Hinsicht interessant, denn der Tresor ist ja nicht der einzige kulturelle Ort, der im Investitionsfieber unterging, das E-Werk verSAPt, da wo die architektonische Schönheit Ahornblatt/Exit stand steht heute ein langweiliges Novotel das unsere Stadt nicht gerade schöner macht und die Liste liesse sich bis zum heutigen Mediaspree weiter fortsetzen. Von daher hat die Dokumentation vielleicht nicht nur für die damals dabei gewesenen oder Tresorinteressierte einen Wert, sondern dokumentiert auch, wie in dieser Zeit das zarte Pflänzchen (Sub)Kultur immer wieder unter der tumben Regentschaft der Anzugträger verdrängt wurde, ohne das diese Finanzarroganz, die von Kunst und Kultur entdeckten Räume auch nur im mindesten integriert, würdigt oder wenigstens respektiert und sich damit mindestens so ignorant zeigt wie die Mächte des Systems, das vorher an selber Stelle wirkte.
Ach ja, SubBerlin – Underground United soll es dann gegen Ende des Jahres auf DVD geben.

Thema der Woche 73: Mit 1500 Euro in Berlin starten

Eigentlich gibt’s da nicht viel zu schreiben, mit 1500 Euro in Berlin, oder egal welcher Stadt, starten? Na, ob das klappt, da bin ich doch sehr skeptisch, wenn man nicht unbedingt unter Brücken schlafen oder seinen Arsch verkaufen will. Als ich damals hier ankam hatte ich 6000 DM und die reichten keine 3 Monate. Wenn man hier komplett bei Null anfangen will sind 1500 Euro nicht viel, auch wenn es immer heißt das die Lebenshaltungskosten so niedrig seien. Allein schon für die fällige Kaution für die Wohnung, auch wenn sie billig und eigentlich nur für blinde Eskimos tauglich ist, wird ein Großteil dafür draufgehen. Sicherlich ok wenn man hier ankommt und schon einen Job in der Tasche hat, ohne kann das schnell deprimierend enden. Ist ja nun auch nicht so, das die Arbeit hier nur auf einen wartet, man wartet eher lange bis man welche findet. Die Stadt hat zwar den Ruf absolut easygoing zu sein und alles wäre billiger als sonstwo, stimmt aber nur bedingt und oft auch nur, wenn man sich in den entsprechenden Netzwerken bewegt, die allerdings schnell zu finden sind, das gute alte Seilschaftsding hat hier nunmal eine pragmatische Tradition.
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Thema der Woche 74: Vorschläge bitte hier rein

Neuerliche Bitte um Befüllung des Komentarbereichs mit Themen, die dann ab Mittwoch im Poll zum bewerten bereitstehen. Am Freitag schlägt dann die Stunde der Wahrheit, welches davon das Rennen macht und von mir bearbeitet wird

Tresor- Der Film

Link: SubBerlin Trailer - nbfa

Ich hatte ja schon gar nicht mehr damit gerechnet, aber nach dem ersten Versuch von Mike Andrawis gibt es jetzt tatsächlich doch noch den Film über die Entstehungsgeschichte des Tresors mit Originalbildern. Ich habe ihn selber noch nicht gesehen, mir wurde nur berichtet ich soll eine tragende Rolle darin spielen und eine Menge erzählen, weiß aber gar nicht mehr was ich da 2005, beim Interviréw zur Schliessung so gesagt habe :D
Wie auch immer, SubBerlin – Underground United läuft jetzt am Wochenende unter anderem im Babylon:
Freitag, 17.04.09, 22:30 Uhr, Babylon 1
Samstag, 18.04.09, 22:00 Uhr, Babylon 3
Sonntag, 19.04.09, 22:15 Uhr, Passage 1
Ich hoffe ich schaffe es zur Samstagsvorstellung



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