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Meine 2 Cent zum iPad

Ok, meine 2 Cent kommen etwas spät, aber nach der Keynote ar ich etwas frappiert, ich weiß immer noch nicht genau was ich vom iPad eigentlich halten soll. Mir ist schon klar das nicht die Hardware, sondern die Software das Gerät bestimmt und da macht dem iPad im Moment kein Konkurrent was vor, auch nicht beim Preis.
Viel wurde geschrieben über das für und wider der fehlenden Anschlüsse, das liest sich für mich allerdings ähnlich kurzsichtig wie damals beim iMac das Entsetzen über fehlendes Diskettenlaufwerk und SCSI, schliesslich gibt es mittlereile WiFi mit dem man alles mögliche anstellen kann und Files kriegt man auch per Dropbox rüber.
Auch der Vorwurf, das dies ein reines Gerät zum konsumieren ist kann man aufgrund von Brush und der Worksuite nicht ganz so stehen lassen, zudem ist der Appstore voll mit Apps die kreatives Austoben ermöglichen, alleine auf dem Musiksektor, wo ich mich auskenne, strotzt das Angebot nur so von innovativen Programmen die Dinge ermöglichen, die kein anderes System bislang ermöglichen und ganz deutlich zeigen, wie wir in Zukunft Musik machen werden Man kann jetzt schon davon ausgehen, das das iPad die einige Weltenumkrempeln wird, sei es der der Printbranche, der eBookbranche, aber auch die der Midicontroller, es wird nicht lange dauern bis der Lemur einen schweren Stand haben wird, OSC macht’s möglich und zeigt auf dem iPhone jetzt schon was da geht.
Trotzdem werde ich wahrscheinlich bis zur 2. Generation warten, das habe ich beim iPhone auch so gemacht und nicht bereut, außerdem schrecken mich maximale 64 GB einfach ab.
Allerdings kann sich das auch ganz plötzlich ändern, wenn z.B. jemand den Knoten zum platzen bringt und beispielsweise eine App zaubert mit der man auflegen könnte und dabei auf die iPod Playlisten zurückgreifen könnte.

Thema der Woche 96: Techno und Trance – warum geht das nicht zusammen?

Da stellt sich natürlich erstmal die Frage, geht das wirklich nicht zusammen? Also so in der Zeit von 90-95 ging das ja teilweise sehr gut zusammen, wenn man sich z.B mal einen Release wie z.B. Revelation – Synth-It / First Power anhört und auch als Trance so ab 93 als Stil Eigenerenrgie entwickelte gab es da durchaus Perlen die sehr gut mit Techno gingen, Klassiker wie Sil – Windows oder auch Gat Decor’s Passion waren neben einigen Produkten aus dem Hause Eye Q oder Harthouse durchaus auch in Technosets zu finden und unabdingbar für die Afterhours seinerzeit. Die Pein fing eigentlich erst an, als die Formal gefunden war und fortan das Digididigidi Trance ausmachte, was schnell nervt und dazu führt mal zu hinterfragen was der Stil überhaupt mit dem Begriff zu tun hat. Irgendwann war dann der Punkt erreicht, als Trance nur noch Musik für Sender wie Sunshine Live war oder für Mädchen die gerade der Pferdeposterphase entschlüpft waren und die Jungs kamen dann zu den Veranstaltungen wegen der jungen Dinger. Diesem Synomym von Trance zum Kuschelrock entsprachen dann auch nicht wenige der diesen Stil vertretenden DJs, angefangen von welchen, die vorher härtesten EBM präferierten und dann mit über 30 ihre erste E klinkten und in Folge mit dicken Klüsen beim Auflegen ihren nackten Schwabbelbauch zum Besten gaben und meinten diese Zumutung zum Markenzeichen erheben zu können, weil ebenso verschallerte Minderjährige natürlich auf den DJhype abgingen und die Verblendung auf beiden Seiten auch in der Tat funktionierte. Andere surfen bis heute auf ihrem Süßfaktor und süß ist wohl auch der Knackpunkt, Trance ist die musikalische Überzuckerung, könnte Musik Diabetes auslösen, müßten die Plattencover voll mit Warnhinweisen sein, eine Nacht mit Trance ist wie ein Bad in klebriger Zuckerwatte oder eingebacken in so einer Zuckergusstorte. Das ging solange gut, wie das Ecstasy wirkte, aber irgendwann ist’s auch mit dem Zeitgeist der schönsten Droge mal vorbei und dann steht man da mit verklebten Ohren. Einige hörten den Schuß, sei es als die Sache den Bach runter ging oder weil das Verkleben noch nicht bei den Synapsen angekommen war, andere gucken noch bis heute verklärt bei jedem Digididigidi. Hängenbleiber gibt’s überall, da nimmt sich auch der Detroitpurist nix, der bis heute nichts anderes gelten lässt.
Techno hatte ja auch so seine Phasen, aber immerhin hört man einem Technotrack bei geübtem Ohr zumindest an wann er etwa entstanden ist, bei Trance habe ich entweder keine geübten Ohren oder da ist seit 95 nix mehr passiert, es dominieren Heile Welt Titel, gerne mit mystischer Verklärung und die Musik klingt genauso, überfrachtet, kitschig und wird wohl vornehmlich zur Realitätsflucht für Diddlmäuse oder Hello Kittys produziert, die die Pferdeposter aus dem Kinderzimmer wahrscheinlich mittlerweile mit Uli Stein Karikaturen ausgewechselt haben und den Arbeitsplatz mit lustigen Kalendersprüchen garnieren. Dazu passt auch das der Vorzeige DJ des Genres letztens in einem Interview preisgab, das Pur’s Abenteuerland das deutsche Lied ist dem er am meisten Bewunderung entgegenbringt.
Es gab und gibt ja durchaus immer wieder mal Versuche die beiden Antipoden Trance und Techno zusammenzuspleissen, angefangen von Nathan Fake bis zu Sascha Funke, mal mit mehr, mal mit nur temporärem Erfolg und meist mit der Erkenntnis das das musikalisch vielleicht sogar seine Momente haben kann, das Publikum sich aber dazu nicht homogenisieren lässt und auch regional komplett unterschiedlich aufgenommen wird. So treibt’s die einen Produzenten zum nächsten Genre mit hanebüchener Bezeichnung, Progressive, andere versuchen sich dann vielleicht wieder in Techno um ihre Trancewuzeln immer dann wieder vorzukramen wenn mal wieder ein Trancerevival angedroht wird und auch hier gibt’s freilich die üblichen Hängenbleiber, die so geflasht von ihrem ersten Erfolg diesen gerne bis ins unendliche ausdehnen wollenwas zu wahrlich unwürdigen Bildern führen kann
Ob Techno und Trance also mal wieder so richtig zusammenfinden, während bei Techno in reich-ranitzkischer Manier auf das Reinheitsgebot geachtet wird und Trance ja immer nur Digididigidi macht, ist fraglich, aber erfahrungsgemäß nicht unmöglich.

Thema der Woche 97 Themen bitte hier rein

3 vor 100! Bis Mittwoch bitte Themenvorschläge in die Kommentare abgeben, dann kommt Poll und ab Freitagabend ist, wie üblich, das Thema mit den meisten Stimmen in meiner Mangel

Mix of the Day: TFC MIX SERIES VOL 9 – GEORGE FITZGERALD

George Fitzgerald :: Tfc Mix Series Vol 9 by Take Flight Club on Mixcloud

Dieser eklektizistische Stil zwischen Dubstep und House gefällt mir ja zunehmend besser und hier ist mal wieder ein sehr schönes Beispiel dafür, das mir heute den Tag versüßt hat. George Fitzpatrick ist das erste Signing auf Joy Orbison’s Label Doldrums, alles weitere zum Mix erfährt man hier
Drauf gestoßen hat mich Julian Neumann

München Pulverturm High Noon

Tja, auch andernorts wußte man früher schon zu afterhouern, ich war zwar nicht oft im Pulverturm, aber die beiden Male gehören mit zu dem Besten was von München in Erinnerung geblieben ist. Tolles Zeitdokument und wen man alles wiedererkennt, herrje waren wir noch jung und naiv damals – genauso wie die Musik

Pulverturm High Noon from Gyani, Wolfgang Quast on Vimeo.

Gefunden hat’s Zeitmaschine Tilman

Club Transmediale Compilation 2010


De.Bug und Zero-Inch haben sich im Zuge der nahenden Club Transmediale zusammengetan und geben die Compilation CTM.10 die man im obigen Player vorhören kann, bis zum 7.Februar kostenlos ab, lediglich die Registrierung bei Zero-Inch ist dafür nötig. Dafür bekommt man aber nicht etwa einen weiteren Mix, sondern die einzelnen Tracks, also auch gut geeignet um sie in eigene Sets zu integrieren.
Das mit dem Mixen wäre bei der Unterschiedlichkeit der Tracks auch sicher schwierig bis unmöglich geworden, die Artistliste umfasst
Patric Catani
Etienne Jaumet
Scuba
Glass Candy
Guido Möbius
Hildur Gudnadottir
Mount Kimbie
Oni Ayhun
Drop the Lime
Funckarma
Joris Voorn
Desire
Aoki Takamasa
ist also state of the art und eigentlich für jeden was dabei. Der Download umfasst natürlich auch unvermeindlicherweise mit dem”Making Contact Trailer” ein Stück Hawtinhype, aber was soll’s, für geschenkt…geschenkt

Fast 15 Stunden Omen closing 1998

Geht vielleicht als längster Mix ever auf Soundcloud ein, die letzten 15 Stunden Omen FFM, including Väth, Marco Carola und Hell. Dieses Stück Technogeschichte läßt sich dankenswerterweise auch downloaden

Marco Carola, Sven Väth & DJ Hell Live @ Omen Closing Party, Frankfurt – 18-10-1998 by R_co

Thema der Woche 96 Themen bitte hier rein

Sooooo, weiter geht’s, nach ausgedehnter Pause und Urlaub bin ich bereit die 100 voll zu machen. Ihr gebt vor mit was, indem ihr Themen in die Kommentare schreibt, der Poll mit allen Themen startet dann am Mittwoch und Freitag steht wie immer der Sieger fest, den ich über’s Wochenende bearbeite

Dank an meine Leser für Platz 5 in den Blogcharts des De:Bug Leserpolls

55112053

Danke, hat mich sehr gefreut auch dieses mal wieder dabei sein zu dürfen, obwohl meine Blogfrequenz im letzten Jahr wegen der Zerfaserung in Blog, Twitter, Formspring, Foursquare, Facebook und wie sie alle heißen, etwas gelitten hat.
Nach dem Urlaub geht’s dann hier auch wieder richtig los!

MacBook gepimpt

Ich bin ja sonst kein Freund von Aufkleberverziererei auf Macbooks aber nach einem Tweet von Peter Glaser habe ich mir sogleich den Aufkleber bestellt und so sieht das jetzt aus, hach!
macpimp



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