Telekompakt: The End of the Internet as we know it

Mist ich habe jetzt leider nicht die Zeit das so ausführlich zu behandeln wie es dem Thema anstände, von daher begnüge ich mich mal ausnahmsweise mit Linkschmeisserei, aber das Thema ist zu wichtig um es auszulassen:

Worum geht’s?
Das Telekom-Paket wird bisher weitgehend unbemerkt von der Öffentlichkeit diskutiert und steht kurz vor der Abstimmung. Wie das immer so ist, haben einflussreiche Lobbyisten über nahe Abgeordnete einige gefährliche Änderungseinträge eingebracht, die vor allem die Freiheit und Offenheit des Internets gefährden (Netzneutralität) und gefährliche Ideen wie Internetsperrungen und mehr Überwachung des Internets über die Hintertür einbauen.
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Kommt das Telekompaket mit den Zusätzen der “medienindustriefreundlichen” Abgeordneten durch, werden die Provider dazu verpflichtet, den Verkehr im Internet permanent abzulauschen und zu kontrollieren – um nicht von der Medienindustrie systematisch geklagt zu werden.
Dabei geht es nicht einfach um Filesharer, die nicht lizenzierte Mediendateien tauschen. Der gesamte Datenverkehr im Netz soll systematisch und vollautomatisch überwacht werden. Das hat auch unmittelbare Auswirkungen auf die Datenübermittlung von Firmen, auf den E-Commerce und E-Government. Einem total überwachten Netz ist nicht mehr zu trauen.
Es wurde sogar vorgeschlagen, die Definition von Spyware dahingehend zu ändern, dass sie nicht mehr auf Programme zuträfe, die “illegitime” Aktionen des Nutzers aufzeichnen. Solche von der Medienindustrie eingesetzte Spyware solle demnach “keinen gravierenden Eingriff in die Privatsphäre” mehr darstellen. Damit wären, so die Initiative, auch Programme wie das berüchtigte Sony-Rootkit mit einem Streich in der ganzen EU legal.
Ferner sollen alle Aktionen der Nutzer im Netz automatisiert überwacht und gefiltert werden, sei es mit Hardware- oder Software-Maßnahmen.
Mehr dazu bei Futurezone.orf

Dort gibt es auch ein sehr lesenswertes Interview mit Kommunikationsforscherin und Politologin Monica Horten

Kommentare (3) Schreibe einen Kommentar

  1. Naja, heftig… die Frage ist nur inwiefern das mit dem Grundrechten vereinbar ist… Ich denke, da wird sich bestimmt die ein oder anderere Klage vor dem europäischen Gerichtshof einfinden.
    Und dann ist die Frage ob sowas nicht auch ein Fall fürs bundesverfassungsgericht wäre…
    Europarecht sticht zwar Bundesrecht, allerdings mute – sofern das BVerfG die rechtmäßigkeit anzweifelt – der Bund von seinem Vetorecht gebrauch machen – soweit die theorie

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  2. Pingback: flashfonic.de

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