Review: RJDJ

Über die Ankündigung von RJDJ hatte ich ja schon hier berichtet, nun ist das Programm seit ein par Tagen im Appstore erhältlich und ich bin begeistert! Nicht nur wegen der Funktion als Effektgerät für die eigene aurale Wahrnehmung, sondern auch das Konzept und Ausblick finde ich wegweisend.
Erstmal, RJDJ gibt es in zwei Versionen, die Freeversion beinhaltet nur einer der 6 Algorhythmen die mit der Kaufversion gebundelt sind. Folgemäßig heißt die kostenlose Variante Single und die Kaufversion Album, die Tracks heißen Scenes, die Algorhythmenbauer sind die Artists. Auf der Website sind bereits weitere Algorhythmen, bzw. Scenes für das Album angekündigt und so warte ich z.B auf Amen Shake, das die Motionsensoren des iPhones zum manipulieren und verändern der so entstehenden Musik anspricht. Aber auch die bereits mitgelieferten Effekte sind zum Teil schon sehr trippig, mit dem Echolon oder Loopinger die Schönhauser runter und Einkaufen wird da schon ein Erlebnis der Art, das man wünschte man hätte das schon zu Zeiten gehabt, als man noch bei Afterhours anwesend war, um dem Ganzen die Verpeilerkrone aufzusetzen. Besser als mit worten ist das mit einer Demonstration erklärt, einige der Alögorhythmen sind in der aktuellen Version von RJDJ bereits enthalten:

Praktischerweise läßt sich das erlebte Hörerlebnis auch gleich aufnehmen, nur der Export gestaltet sich noch etwas ungeschickt: per Audioout in Realtime auf den Rechner.

Noch mehr flasht mich allerdings bei RJDJ der Ausblick auf das was daraus einmal werden könnte, Tschüss fertiger Track, war schön dich kennen gelernt zu haben Musiker, darf ich vorstellen hier kommt der Musikgenerator, der sich ganz auf den persönlichen Musikgeschmack einstellen läßt. Der Algorhythmus Gridwalker z.B. zeigt schon solche Anfänge ein IDMmäßier Track ändert sich je nachdem wie laut die Umgebung es hergibt, laut bedeutet komplexere Abfolgen und bei Stille beruhigt sich der Gridwalker. Wie gesagt, sind nur Anfänge, aber mit zunehmender Rechenkapazität ist auch durchaus denkbar das Algorhythmen miteinander kombinierbar werden oder gar, das man Rhythmus, Sequenzen oder auch Ton und weitere Parameter durch Algorhythmen steuerbar macht oder sich das Programm mit der Zeit aufgrund der Eingaben immer besser an den Geschmack des Users anpasst. Mir platzt der Schädel, wenn ich an die Möglichkeiten und Folgen denke! Sicherlich noch cyberpunkige Zukunftsmusik, würde mich aber nicht wundern wenn iPhone und RJDJ irgendwann mal als Grundstein dessen gelten wüden.

Kommentar (1) Schreibe einen Kommentar

Hinterlasse eine Antwort

Pflichtfelder sind mit * markiert.