Thema der Woche 91: Paul van Dyk

Jaja, der Paule, fast hätte ich ihm gleich ganz am Anfang die Karriere versaut, da stellte Dimitri ihn zu Rok und mir in den Tresorkeller und meinte, das das ein junges Talent sei und wir uns den mal anhören sollten. Er machte dann das Warmup, wir beide fanden das aber nicht sonderlich tresortauglich und berichteten das Dimi auch so. Hat er mir aber nicht übel genommen, zu der Zeit lernte er noch Tischler in Schöneberg, wo ich zu der Zeit wohnte und wir liefen uns desöfteren über den Weg und plauschten, musikalisch lagen auch da schon Welten zwischen uns, er schwärmte von den Smiths, ich von Skinny Puppy.
Gut, im Tresor hat seine Zukunft also nicht gelegen, dafür hat er aber offensichtlich trotzdem seinen Weg gemacht. Wolle hat sich dann seiner angenommen und ihn nach dem Tekknozidfrust auf seinen Events im damaligen Quartier Latin spielen lassen und schwört heute noch Stein und Bein das er damals “Intelligent Techno” gespielt hätte, kann ich aber weder bestätigen noch verneinen, ich war woanders auflegen.

So richtig in Fahrt kam PvD aber erst zusammen mit Kid Paul, als die beiden das Aushängeschild der frühen Dubmission waren und dann natürlich durch seine Tracks, die er mit Cosmic Baby komponierte, oder komponieren ließ, ab da war er wohl auf das Trancefach festgelegt und blieb auch stur dabei. Ich kann mich noch an Gigs Mitte der 90er erinnern, als der Trancehype gerade vorbei war und wir ab und an auf dem gleichen Event gebucht waren, da tat er mir manchmal richtig leid, wie er die Trancefahne noch hochhielt und das keiner mehr hören wollte. Nun, er hat’s durchgezogen und für sich wohl recht behalten. Wer hätte damals gedacht, das er die Hymne zum 20 jährigen des Mauerfalls schreiben würde? Auch wenn ich das Ding grottenschlecht finde und als Anbiederung für einen Pur Remix verstehe.
Ich jedenfalls hatte ihn dann bald aus den Augen verloren, die Wege kreuzten sich immer weniger und irgendwann hörte ich nur noch Geschichten über ihn. Irgendwann rief mich mal Westbam an und meinte aus unserem damaligen Timingbüro kämen Gerüchte die ihn und Paul beträfen, was mich nicht nur verdatterte, weil Westbam mich noch nie angerufen hatte, sondern weil ich von solchen Gerüchten auch noch nie gehört hatte und das hätte ich ja müssen, wäre da was dran gewesen, so sagte ich es ihm und kam dann auch nie wieder was. Allerdings scheint bei Paul eine Zeit lang was hängen geblieben zu sein, denn als ich ihn später ein paar mal auf Flughäfen traf war er doch sehr schmallippig und kurz angebunden. Vorletztes Jahr auf der Nature One hingegen war davon nichts mehr zu bemerken.
Immer wenn ich mal auf Reisen zu Gigs zufällig mal in seine Sendung auf Radio Fritz skippe, wundere ich mich, das seine Ecstasy-Mucke immer noch genauso klingt wie 94 und er es durchhält es immer noch so klingen zu lassen, obwohl er mit Sicherheit keine Pillen schluckt.
Ansonsten ist er mir so weit weg wie irgend ein sonstiger Promi, der bei bestimmten Anlässen durch die Medien gereicht wird, weil ales was ich heute noch von Paul mitkriege kommt über die Medien kommt, z.B. wenn er mal wieder die Berliner Clubszene als mittelmäßig befindet, wobei ich nicht weiß wie er das beurteilen will, gesehen wird er dort nie, oder gründet sich das Urteil darauf, das es nicht unbedingt seine Musik ist, die hier präferiert wird?

Kommentare (37) Schreibe einen Kommentar

  1. Tanith eins muss man Dir lassen: Ob nun Paule oder andere Protagonisten, egal ob hier oder auf anderen Kanälen, Du bist immer sehr beherrscht und ziehst nie wirklich vom Leder.
    Obwohl man es sich manchmal echt wünscht, dass Du Deine Diskretion ein wenig zurücksteckst und mal so richtig schön den Eastwood machst, aus dem Hüfthalter den Colt ziehst und drauf losballerst. :-)
    Deine Leser lechzen doch geradezu, fern von dem was man so weiss und teils mitbekam, nach dreckiger Wäsche und dass du mal übers Ziel hinausschiesst. ;-)

    Komm erzähl mal ein bisschen aus dem Nähkästchen!! Was für Gerüchte gab es denn z.B. damals betreffs Westbam und Paule?

    Und ich muss zugeben, wo die Pillen noch so rischtisch knallten und das Koks sich noch nicht der “Szene” bemächtigte oder umgekehrt, da bediente Paule seine Mucke genau das Gefühl, was ich und viele Andere in Berlin zu der Zeit hatten.
    Aber das ging auch ziemlich schnell, 1-2 Jahre, dann war es vorüber und auch das Publikum, welches er dann anlockte war ein anderes und nicht meins.
    Aber wundert mich auch, wie er es 15 Jahre später schafft um die Welt zu tingeln und jeden 3.-7. Tag immer noch die gleiche Mucke zu spielen ohne dabei aufs Pult zu kotzen.

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  2. Mit seiner Musik kann ich auch nicht mehr soviel anfangen , damals zu MFS Zeiten war das natürlich anders. Ich habe aber vorm Paul einen Höllenrespekt – er hat (wie Du richtig bemerkst) konsequent sein Ding durchgezogen und sich nicht Trendmäßig an irgendwelche Züge gehangen wie es so manch anderer Top DJ getan hat (und immer noch macht). Ich gönne ihm auch den Erfolg den er hat , er ist hart erarbeitet. Auch wenn er wie gesagt Musikalisch nicht meine Baustelle ist , Respekt habe ich vor ihm.

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  3. Hi,

    ich sach nur: “Advanced Electronic Music”.

    Ein herrliche Anmaßung, wenn bedenkt, dass “seine Ecstasy-Mucke immer noch genauso klingt wie 94″.

    PvD, Olè!

    Gruß,
    Jean Marie

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  4. Hmm… Was ist gegen “Extasy-mucke” einzuwenden? ’94 war ne geile zeit, und ja, ich oute mich als trancer =)
    Allerdings kann ich mit dem, was heutzutage alles als “Trance” verkauft wird, nicht mehr viel anfangen. Und das selbe gilt für mich auch bei PvD.
    In den 90ern war er eins meiner großen idole, gleich nach Talla, Taucher und Dag; aber das, was er mittlerweile produziert, empfinde ich persönlich einfach nur als Schrott (sorry, Paul – is aber so).
    Aber was solls. Er hat seinen Weg gemacht, kann ganz gut davon leben und die Fülle an Fan-Artikel (man denke da zb. an den tragbaren, sündhaft teuren und völlig überflüssigen “PvD-webradio-Player”) scheinen seinem Erfolg auch recht zu geben. Es sei ihm gegönnt und über musik lässt sich ja bekanntlich herrlich Streiten ;)
    Meins ist PvD aber absolut nicht mehr.

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  5. Ich denke der Höhepunkt von Trance war so 1993 mit Eye Q und Harthouse Sachen. War ne super super Zeit.

    Ich denke Paul Van Dyk ist Gagenmässig die Nr 1 in Deutschland und dürfte für Gigs ca 20’000€ absahnen. Angeblich hat er für seinen Millenium Gig in Sheffield 80’000£ bekommen, das waren damals ca. 150’000€….. Ist wohl mehr als alle Forums DJ’s hier zusammen in einem Jahr verdienen :-)

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  6. “Deine Leser lechzen doch geradezu, fern von dem was man so weiss und teils mitbekam, nach dreckiger Wäsche und dass du mal übers Ziel hinausschiesst”

    ich nehm mich da mal ausdrücklich aus. taniths briefe der woche les ich gerade deswegen gerne, weil’s im allgemeinen sachlich bleibt. und was bringt’s auch, irgendwelche wäsche von anno brot aufzuwaschen? gibt eh immer drei versionen von irgendeiner geschichte und inwiefern eine aufarbeitung jahre später im internet irgendeinem der (un)beteiligten was bringen soll, erschließt sich mir nicht. außer eben, um das von dir angesprochene “lechzen” zu bedienen. das tanith auf sowas verzichtet, macht die rubrik, wie gesagt, so lesenswert.

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  7. mein gott iss diese sch…hyme a la:
    we are one…nen kommerzschrott__was iss eintlich mit myk van dyk oder so…is der noch auf der rolle???

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  8. och, der Paule … musikalisch kann ich mir den schon seit 1995 nicht mehr geben. 1993 und 1994 in Koop mit Kid Paul habe ich einige schöne Sets erlebt, muss aber auch sagen, dass mir musikalisch Kid Paul um längen mehr zusagte als PvD.

    Das Brimborium, was heute um PvD veranstaltet wird, hat meist was Peinliches an sich. Auch kommt der Paule via Interviews leicht abgehoben rüber, wenn er im Neureichen-Jargon der Erfolgreichen über Hotels, güldene Kreditkarten oder Business-Class-Flüge schwadroniert. Ein weißer Anzug macht noch keinen Gentleman, sag´ ich mal …

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  9. der paul ist für mich zwar sowas wie der “adam ant” der “technoszene”, aber warum sollte man ihm seinen erfolg nicht gönnen ?

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  10. @Mimesis: ja sorry das ich hier nicht so vom leder ziehe wie gewünscht, huffington post für techno ist woanders, jedenfalls nicht hier. ich möchte mit paule nicht tauschen, aber er wird schon wissen was er tut. dieses gedisse das man öfter über einige protagonisten liest, rechne ich in den meisten fällen dem neid oder der enttäuschten liebe zu, das ein ehemaliges idol eben nicht so funktioniert wie es die projektionsfläche will. ich glaube um die richtigen pauleaussetzer zu erfahren müßte man eher hell oder hawtin fragen, soviel ich weiß haben die da eher abstruses zu berichten
    was paul macht ist für mich so weit weg wie meinetwegen ein schlagerbarde und da reg ich mich eben auch nicht drüber auf, weil es mich nicht tangiert. soll halt jeder glücklich werden wie er will.

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  11. pvd? huch, hä, bin ich hier auf der veranstaltungsseite des klubhauses königs wusterhausen gelandet?

    yo. soll ma jeder machen wie er kann, nä?!

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  12. PvD hat sich zu einer Marke im Bereich Pop entwickelt und ist von stilbildendem Techno genauso weit weg wie die Fantastischen Vier vom Hip-Hop. Trance als innovativer Ast der elektronisches Musikkultur ist eh schon seit den späten 90ern tot. Man erinnere nur an die leidliche Hardtrance Entwicklung.
    Wenn man sich aktuelle Mitschnitte auf youtube anschaut, hat es doch schon sehr was von The Dome oder Bravo Hits.

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  13. Der Song “Wir sind wir” war schon Anmaßung aber diese Mauerfall-Hymne ist unerträglicher Schmalz.

    Nichts gegen die tollen Smiths, nichts gegen hohe Gagen, nichts gegen aktuelle Trance Musik, es gibt da verdammt gute Produktionen, aber Paule erschafft da (möglicherweise unbewusst) seit ein paar Jahren eine Karikatur hinter seinem Rücken, die ihn eines Tages auslachen und ertreten wird. Eigentlich ein armer Kerl, rackert wie ein Irrer, um sich Anerkennung zu verschaffen. Allerdings, je mehr er sich erkämpft und je mehr er “aufsteigt”, desto belangloser wird es. Seine frühen Produktionen waren wirklich schöne Nummern aber these days möchte ich ihm einfach nur noch sagen: “Paule, lass gut sein, das ist nicht so toll”.

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  14. So meine 1210er werden behalten…habe si e mir vor 2 jahren wieder gekauft, nachdem ich andere im Overground-Hype 1995 aus wut verkauft hatte…..

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  15. Also ich finde es ist ein Unterschied ob man auf jeden Hypezug aufspringt oder sich weiterentwickelt.

    Wenn sich jemand wie Paul dafuer entscheidet einfach auf der Stelle zu stehen dann bekommt er von mir keinen Respekt. Es zeugt nur von der Angst einen Fehler zu machen.

    Das ist nicht nur bei Techno so, sondern auch beim Pop/Rock. Die Bands welche sich nicht veraendern koennen spaeter nahtlos durch Tribute Bands ersetzt werden. Die sich bewegen verlieren immer wieder alte Fans, bekommen aber auch neue und begeistern Musikliebhaber die auch nicht still stehen moechten.

    “Forward forever, backwards never” hiess es doch damals :-) Fuer mich ist es ein gelungenes Set, wenn ich keinen Track kenne und trotzdem total begeistert bin.

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  16. hmm, ich war damals mit paul bei seinem ersten ‘großen’ gig bei wolle’s ‘the brain’ und zuvor hatte er sich auch noch ganz fest vorgenommen, un-ravigen ambienttrance zu spielen, aber nach drei platten hat er auf den unmut der gäste reagiert und ein großartiges rave-set geliefert das mit bomben wie tech noise und fire on high, etc. nun wahrlich gar nix mit ‘intelligent techno’ zu tun hatte :)

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  17. hm ich bin/war nen ziemlicher bewunderer von paul, von seiner musik begeister gewesen und vorallem von seiner art…
    ich dachte halt immer der macht sein ding und is komplett bodenständig und bla

    seine produktionen wurden ja nun immer popiger und seine interview eintöniger…
    guck ich meine plattensammlung durch denk ich nur man was der mal frü bretter raus gebracht hat oder bestimmte remixe
    zud er damaligen zeit selber kann ich leider nich viel zu sagen da ich noch etwas jung bin :-)

    am interessantesten fand ich mal in der arte doku über ihn sein satz über alanis morissete, das er angst hätte sie kennen zulernen und er sie vielleicht persönhlich blöde findet und darunter auch seine beurteilung über ihre musik leiden könnte… schwerer satz ich denke ihr wisst was ich meine…
    das selbe hab ich beim paul und umso mehr ich lese (gedisse hin oder her) desto unsympatischer wird er mir…

    tanith hat das hier ja wirklich sehr fair ausgedrückt… nur nunja… google is euer freund :-D

    zu der visions of shiva geschichte hat cosmic ja was aufa homepage geschrieben und paul sich in nem alten partisan zu geäussert… schon komisch alles…

    naja vielleicht kommt ja bald mal n buch raus über die schmutzigsten wahrheiten der techno szeane :-D

    nebenbei, tanith du hast mit cosmic zusammen hinter der bar gearbeitet ?

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  18. naja. ich schwöre nicht nur, dass es so war, ich kann es beweisen. ich habe sowohl das ur-mix-tape mit dem er sich 1991 bei mir beworben hat, als auch einige mitschnitte von the brain im original. :)

    kennengelernt habe ich ihn nebenbei genau eine woche nach seinem schiffbruch im tresor. roland bpm hatte zum auflegen keine kopfhörer dabei und da bot sich paul an, ihm seine zu leihen. also fuhr ich mit ihm in seine damalige butze nach tempelhof. auf dem weg dahin unterhielten wir uns über das konzept von “the brain” und wie unglücklich ich darüber war, dass kidpaul bei der premiere daraus so einen 0815-technorave gemacht hatte. in der gleichen nacht hat sich der paul hingesetzt und mir einen mix entsprechend meines konzeptes hingezaubert. gezaubert trifft es, weil er damals nur einen pitchbaren plattenspieler mit riemenantrieb hatte. der andere war nicht mal pitchbar…

    man stelle sich das mal vor: dieser jungspund wurde dann von der bank weg einer der beiden headliner für meine party mit damals sensationellen 2.500 besuchern! 2 völlig unbekannte djs für eine nacht und trotzdem voll. was stefan oben schrieb, stimmt nicht so ganz. denn weil sich paul an das konzept hielt, verloren wir tatsächlich nahezu ein drittel unserer besucher. erst nach etwa der vierten party fand sich ein neues publikum, welches den neuen sound der partys wirklich hören wollte und wir hatten wieder steigende besucherzahlen. ein halbes jahr später wurde trance dann plötzlich der neue hype und veränderte sich dadurch zu diesem kitschigen eyeq-dingens…

    paul hatte damals nahezu null kohle. um sich überhaupt neue platten zu kaufen, habe ich ihm bereits vor der ersten gemeinsamen party seine gage nahezu komplett vorgeschossen und ihm dann auch gleich noch seine seine beiden decks vorfinanziert…. er war ein wirklich netter und unsere zusammenarbeit basierte auf echter freundschaft. durch mich lernte paul sowohl cosmic baby als auch marc reeder (mfs) kennen. die partys hatten deutschlandweite popularität. er kam ins fernsehen usw usw…

    warum er dieses kapitel mit zunehmenden erfolg aus seiner biografie löschte, kann sich jeder selbst ausmalen. denn wer den fortgang seiner karriere kennt weiß, dass ich mir darüber bestimmt keine persönlichen fragen stellen muss. ich gebe zu, dass ich es tat, aber sein späteres verhalten gegenüber allen seinen weggefährten, förderern und freunden stellt natürlich die frage, ob dieses der unvermeidliche charakterzug ist, den man auf dem steilen weg einer solchen popkarriere benötigt?*

    (*kommt mir bitte jetzt keiner mit irgendeiner neid-unterstellungsscheisse. ich werde hier keine schlammkübel auskippen, um mich gegen solche absurden vorwürfe zu verteidigen. danke)

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  19. Der Erfolg von Paul ist ganz einfach zu erklären, auch ist er nicht stehen geblieben, wie Tanith schreibt. Nein. Er ist sich einfach nur selbst treu geblieben und macht die Musik, die exakt auf ihn selbst und seine Persönlichkeit abgestimmt ist. Darin liegt das Geheimnis des Erfolgs und nicht indem man mit den aktuellen Entwicklungen Schritt hält. Erfolg ist eine Frage der Ausstrahlung und des eigenen Charismas. Und das macht den entscheidenden Unterschied aus. Ein klares Konzept, ein starker Wille und die Fähigkeit konsequent seinem eigenen Weg treu zu bleiben.Darüber lohnt es sich nachzudenken…

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  20. zufällig hier gelandet, kann ich was beitragen. ebenso zufällig (während eines berlinbesuches) landete ich im winter 91 (oder war es ein jahr später) in einem laden namens turbine apollo o.ä. und da legte pvd tatsächlich sowas wie intelligent techno auf. damals schon hatte er schöne augen. was dahinter war/ist, kann vielleicht beurteilt werden, wenn man sich anschaut, wohin sich dieser mensch entwickelte. meine vermutung: er hat selber nie wirklich mitgemacht im nachtleben und daher den eigentlichen vibe nicht mitgekriegt. er hat spitzgekriegt, dass er bei bestimmter klientel gut ankommt und die gelegenheit ergriffen, geld zu verdienen. wer weiß, was der mensch für interessen hat, er lebt von dem kitsch-as-can. dj als beruf und mit dem rest nichts zu tun. es muss auch leute geben, die für die ohne geschmack spielen. das sind zahlenmäßig genug.

    also lassen wir ihm als verdienst, eigentlich guter dj gewesen zu sein und sich selbst verkauft zu haben, um den wirklich guten leuten die bahn für verdientes publikum frei zu halten. die mit dem schlechten geschmack besuchen andere veranstaltungen, für die pvd die entsprechenden hymnen bereithält.

    respekt dafür, dass du nicht vom leder ziehst, tanith. und die westbam-geschichte würde mich auch interessieren :-)

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  21. die frage ist obs schlechter geschmack ist wenn du es nicht magst…
    paul van dyk kann auch recht interessante sets abliefern die findest du nur halt nich im fernsehn sondern eher in bestimmten club, wobei aktuell ich ihn nich mehr so richtig verfolge ich find dieses ableton live musik machen nicht besonder spannend eher langweilig mit vinyl hat er schon derbe sets gebracht…

    achso und mich interessiert die hawtin geschichte ich hab nix im netz gefunden… immer nur das gezanke der trance diven van dyk und atb :-D

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  22. @anke

    doch, paul hat früher auch selbst ‘mitgemacht’. er kam dann extra aus hamburg von seiner mutter und ist dann wie jeder damals zum tekknozid gefahren.

    @wolle

    ja, was da auf dem erwähnten ‘the brain’ für musik GEPLANT war, weiß ich ja, das wird sich meinetwegen auch auf dem bewerbungstape wiedergefunden haben, wie auch auf deinen tapemitschnitten späterer brains (die dann gemäß dem konzept leider öfters auch sehr dröge/einschläfernd werden konnten). aber auf der tatsächlichen party über die wir hier reden, hat paul den vorgegebenen style eben nicht lange durchgehalten und dann eben gebrettert. wir haben dann die front der bühne erobert und von dem weißen stoffgedöns befreit und da die ganze nacht abgeravt. alles auf e-erichs video nachzusehen :)

    aber egal, weiter im programm

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  23. nenene stefan, da mußt du dich täuschen, weil der wolle kann sich ja an jede noch so kleine begebenheit erinnern, von daher allein ist schon seine erinnerung richtig ;)

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  24. alex morph hat es tatsächlich geschafft. 10 jahre werden heut fett gefeiert. hoffe nur,die tür ist nicht zu streng!

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  25. tach zusammen, gibt et noch ne chance auf soo´n mitschnitt von the brain??? war damals im quartier und würd echt gern mal wieder reinhören. meine tapes sind mittlerweile wech (zu viel umzüge …). wär klasse wenn et noch ne meldung gäbe. na danke

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  26. Also wenn ich Bock auf die Musik habe dann, sind es die Sets von Paul die mir da immer noch am meisten geben. Album-Technisch: nun ja meines Erachtens, sein bestes war immer noch OtaB aber gut letzt endlich ist es eh alles Geschmackssache. Doch zwei Sachen kann man Herrn Van Dyk nicht vorwerfen, erstens er hätte sich sowohl Musikalisch in seinem Genre und Mixtechnisch nicht weiterentwickelt und zweites, er hat sich in seinem beruflichen Werdegang komplett unmenschlich verhalten(!?)… das was Tanith da anspricht kann doch maximal nur mit den Konflikten oder den Problemen “unseres gleichen” verglichen werden… beste Grüße an die MKII-Ecke

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  27. Also wenn ich Kommerz und dergleichen als höre bekomme ich ein Anfall. Ich muss sagen ich bin seit jeher ein trancer und finde es immer noch geil. Aber einer es schon andeutete jeden das seine. Ich finde dass kein Dj ohne Kommerzialisierung auskommt. Der wo nicht nur sagen wir mal eine geringe Zahl an Schallplatten produziert Betonung auf Schallplatten der geht der kommerzielle Weg. Und deshalb kann ich so ein Wort nie verstehen. Ich finde Kritik ist gut und bringt jeden weiter, aber alle Kirchen im Dorf lassen ist auch gut. Ich nenne es mal so. Ein Tischler baut ein Tisch mit einer extrem komischen Form. Der Tisch lässt sich nicht verkaufen bzw.er ist der einzige Mann dem der Tisch gefällt. Nun baut er ihn ein wenig um und der Tisch wird der Renner schlechthin. Was war nun daran falsch. Er geht sein Weg und schaut nicht nach rechts und links. Im Moment gibt es andere Kandidaten die ich mal gerne etwas sagen würde weil sie sich so abwenden von ihrer ursprünglichen Musik wo ich dann sagen muss. “Hey ist dem ein Hammer auf den Kopf gefallen.” Dies hat nun nichts mehr mit dem Stil zu tun was du sonst gemacht hast. Sowas verstehe ich dann nicht als Weiterentwicklung sondern einfach dem Sog hinterherschwimmen

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  28. huch, wie taucht der artikel denn nach 10 jahren auf einmal wieder in kommentarsektion auf?

    PvD kann ich wenig zu sagen, verfolg ich seit urzeiten nicht und bis auf zwei vinylpromos die vor x jahren mal irgendwann von ihm eingeflattert kamen, geht das auch alles völlig an in mir vorbei. wobei mich allerdings gewundert hat, das es auf der b-seite des “the other side” whitelabels damals einen breaks-mix gab, der an sich gar nicht so schlecht war und auch zu der zeit gerne bei mir in der kiste gelandet ist, wenn’s darum ging breaks zu spielen. natürlich sehr episch und kitschig und mit vielen vocals, aber manchmal geht ja auch das ganz gut.

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