Thema der Woche 123: Hard Wax – Nur Record Store oder der wahre Techno Spirit von Berlin?

Ob Hardwax nun den wahren Techno Spirit von Berlin darstellt, kann und will ich nicht schußendlich bewerten, denn den Spirit von Berlin macht ja gerade aus das er nicht zu fassen und vielfältig ist. Aber man kann wohl mit Fug und Recht behaupten das kein Plattenladen Berlin bis heute so geprägt hat, wie diese Institution am Paul-Linke Ufer. Das fängt schon mit dem Personal an, nicht nur durch Veteranen wie Pete, Rene, Thorsten und Besitzer Mark Enestus, sondern Hardwax diente seit Anbeginn auch als Durchlauferhitzer für Talente. Angefangen von Rok und Hell, die hier schon hinter der Theke standen, bis zu Marcel Dettmann und Ben Klock oder den Modeselektoren, die das zum Teil heute noch tun oder zumindest mit einem Bein hinter der Theke stehen. Ein Plattenladen ist auch immer Kommunikationszentrale und auch wenn ich schon lange nicht mehr dort war, weil ich nunmal weg vom Vinyl bin, denke ich, es ist immer noch mehr oder minder so wie früher, als Rok hinter der Theke stand und wir anderen DJs davor und uns sämtliche neuen Releases gemeinsam anhörten. Falls mal weniger Platten von einem Release da waren, als das die Nachfrage befriedigt werden konnte, wurde mit Streichhölzern ausgelost, wer ein verfügbares Exemplar abbekommen würde (ich hatte diesbezüglich, zum Verdruß meiner Kollegen, meist Glück, hehe).

Das war allerdings zu Zeiten, als Hardwax noch in der Reichenberger Straße residierte. Damals war es gar keine Frage ob der Laden den Technospirit von Berlin darstellte, es gab ja kaum andere Läden. Vorher mußte jede Woche Pinky Records in Steglitz und die beiden WOM Filialen abgegrast werden, bis dann eben Hardwax zur richtigen Zeit kam und wir unseren ersten dezidierten Technospezialisten hatten, der sich auch vom Ambiente angenehm von den restlichen Plattenläden unterschied, das fing bei den understatementmäßigen Preisschildchen an und hörte bei den kahl belassenen Betonwänden nicht auf. Dieses Ambiente fand natürlich in der Fabriketage am Paul-Linke Ufer erst seine Perfektion. Der Erdgeschoßaden im Wohnhaus wurde einfach zu klein, zumal da schon das spätere Basic Channel Studio mit untergebracht war und als dann auch noch Dubplate&Mastering hinzu kam mußten einfach größere Räumlichkeiten her. Mittlerweile ist noch ein ganzes Labelkonglomerat der Mitarbeiter hinzugekommen. Schon in der Reichenberger war Hardwax ein wichtiger Teil des Zustandekommens der Berlin-Detroit Achse, in dem sie die Platten von dort direkt importierten und nicht, wie die meisten anderen, bei Discomania in Frankfurt bestellten. Die dadurch entstandenen Kontakte spielten dann im Tresor und produzierten vielleicht noch was im Basic Channel Studio.
Mit dem dann aufkommenden Erfolg mußte man dann wohl auch geschmäcklerischer werden, die einsetzende Plattenflut wollte und konnte man gar nicht mehr im Laden aufnehmen und so entwickelte man sich auch zur Geschmacksinstanz. Nicht nur einmal kam es vor, das jemand nichtsahnend nach der falschen, meistens Trance, Platte fragte, daraufhin die gesammelten vernichtenden Blicke der versammelten DJ-Crowd auf sich zog und sichtlich am liebsten im Boden versunken wäre. Diese typische Plattenladenmentalitätsschrulligkeit hat man dort sehr kultiviert. Trotzdem habe ich hier noch so einige Scheiben, bei denen man heute nicht denken würde, das es die im Hardwax gab, aber das typische Preisschild zeugt eindeutig davon. Bonzai z.B. oder auch jede Menge Gabber, was wohl daran lag, das Rok diese Phase noch immer nicht hinter sich hatte, als die meisten schon genug davon hatten. Zum anderen ist es bis heute so, das man dort Platten findet, die man woanders nie kriegen würde oder besser noch, von deren Existenz man gar nicht wüßte.
Dabei muß man erwähnen, das Hardwax nie nur ein Technoladen war, seit Anbeginn gab es dort auch eine unter Experten sehr geschätze Reggae und Dub Abteilung und ebenso hat sich Hardwax seit dem Aufkommen von Dubstep mit am ambitioniertesten in Deutschland um dieses Genre gekümmert und wahrscheinlich hat es deshalb auch so einen prädestinierten Stand in der Stadt, bzw. eine Vermählung mit Techno erfahren, die man aus anderen Städten ja leider bis heute nicht kennt. Heute passiert das eben im Berghain anstatt im Tresor und der Blick über den Tellerrand reicht eben nicht mehr nur nach Detroit sondern die Achse bezieht auch die neue Schule aus UK mit ein. Was mir ja eine späte Genugtuung ist, da ich irgendwann nicht mehr zu Hardwax ging, weil meine Vorliebe für UK Sounds dort nicht mehr befriedigt wurde. Umso mehr freut es mich da wir heute anscheinend wieder auf einer Linie liegen, auch wenn’s mir nix mehr bringt, da ich ja, wie gesagt, weg vom Vinyl bin.
So besehen ist Hardwax immer noch eine Institution für Geschmack und Qualität in Berlin, nur hat sich Techno nunmal auch oder gerade hier diversifiziert, Berlin steht eben auch für Minimal und Konsorten, das bieten andere Läden nunmal auch. Es gibt nicht mehr den wahren Technosound von Berlin, sondern verschiedene Stränge und Parallelfeiergesellschaften, für viele ist das Hardwax nach wie vor die erste Adresse für den Soundnachschub, ich kenne aber auch genügend Leute, die andere Läden in der Stadt präferieren und wir haben hier ja das Glück das es noch einige zur Auswahl gibt. Ich glaube aber, wenn es irgendwann nur noch einen Plattenladen in Berlin geben sollte, dann hat Hardwax die besten Chancen dieser zu sein.

Kommentare (43) Schreibe einen Kommentar

  1. du hast susanne (electric indigo) und ganzwichtig boris (den heutigen resident ausm berghain) vergessen.
    dazu kommt noch die verquickung von plattenladen und mastering (dubplates) und die wahre story hinter der detroit-berlin connection.

    überhaupt gilt das hardwax als einer der hautpschuldigen des ganzen detroit-chicago-berlin-krams.

    unendliche weiten. aber keine zeit grad. :(

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  2. Komme selber aus München und selbst für mich ist es der beste Plattenladen den es gibt. Habe dort immer die Platten bekommen die in München in weiter ferne waren.

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  3. ach ja, ins alte Hardwax bin ich auch durch Zufall, durch einen Tip, am 10.11.89 (das ist ja fast auf den Tag 21 Jahre her, bin ich echt schon so alt :( ) , dem ersten Tag nach dem Mauerfall gekommen. Das war wirklich der Hammer, alle möglichen Platten von denen man immer geträumt hatte und von denen man meistens ja nicht mal wußte wie die richtig geschrieben werden. Hab da echt nen großen Teil meines sogenannten Begrüßungsgelds verballert.
    Du hast noch vergessen das in der Anfangszeit auch noch ne große Menge Hip Hop und Rare Grooves da verkauft wurden. Ich hab an dem oben besagten Tag unter anderem auch die De La Soul 3 Feet High And Rising und die Critical Beatdown der Ultramagnetic MC’s erworben.

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  4. neulich stand ich vor einem leeren metroplex-fach. da ist schon was gestorben bei mir und der großen liebe hardwax :)

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  5. seitdem ich auch auf digitale files und hardware umgestiegen bin ist für mich ist das hardwax und die anderen vinylläden auch so eine art ‘schnee von gestern’ ,denn ca. 90% meiner derzeitigen libary bekomm ich ja garnicht auf vinyl zu kaufen und schon deshalb kann man hier vom wahren techno spirit & berlin schon garnicht mehr sprechen :-P

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  6. UNd als ich diesen Winter das letzte Mal da war, hab ich auch ne gute Discosammlung dort entdeckt, wo ich gleich mal etwas gestöbert habe und prompt fündig wurde. ;)

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  7. Ich muß gestehen noch dort gewesen zu sein. Aber vor 15 Jahren war man noch jung und 50km für eine Strecke um in den besagten Plattenladen zu kommen, war mir zu umständlich. Trotzdem habe auch ich dort von 96 an ab und zu meine Platten bezogen. Damals gab es jede Woche so ein A6 Heft oder war es nur ein Blatt? Indem die Neuerscheinungen aufgelistet waren. Auf jeden Fall gab es die nur in schwarz/weiß gedruckt auf z.B gelben, blauen usw Papier. Dort habe ich mir dann immer einiges raus gesucht und war jedes mal gespannt wenn die Platten angekommen sind. Denn so einfach vorhören im Internet, wie heute, gab es ja damals nicht.

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  8. Zitat: “…Ein Plattenladen ist auch immer Kommunikationszentrale und auch wenn ich schon lange nicht mehr dort war, weil ich nunmal weg vom Vinyl bin…”

    Ist das nicht eigentlich schade?

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  9. wer vinylsammlungen lobt, soll mal damit umziehen. stückzahlen ab 1.000 pro teilnehmendem helfer haben erfahrungsgemäß eine alternierende wirkung auf eben diese wahrnehmung.

    toll sieht sowas natürlich trotzdem aus.

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  10. @lame. das wäre schonmal ein Grund

    andere Gründe wären:
    die bessere Verfügbarkeit von Files. Nicht nur das man sich nachts kurz vor dem Gig noch ein paar Tracks einkaufen kann, sondern auch das ich z.B. auf Reisen im Zug oder Flugzeug noch an meinen Crates arbeiten kann, sogar per iPod und anschliessendem Sync via iTunes.

    ich finde Tracks schneller und sie sind schneller sortiert, dazu noch ein Hoch auf intelligente Playlisten und Filetagging.

    ich muß nicht mehr irgendwelche Tracks mitkaufen weil das Label den Mix toll fand.

    Ich muß kein überteuertes einseitig gepresstes Vinyl mehr kaufen

    Ich kann Tracks editieren

    Ohne Frage ich möchte einiges was ich auf Vinyl habe nicht missen und würde es auch nie verkaufen, aber die Zeit ist vorbei, es gibt m.E. kaum noch Releases die den Vinylfaktor haben wie z.B. frühe Erstauflagen von Detroitscheiben.
    Ich hab mittlerweile auch mehr als genug Vinyl gekauft, geschleppt und gehortet und bin dabei das auf ein Minimum einzugrenzen, die Größe sagt nichts über die Qualität einer Sammlung aus, egal ob digital oder analog

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  11. “Diese typische Plattenladenmentalitätsschrulligkeit hat man dort sehr kultiviert.” genau. trotzdem hab ich dort neben platten auch die ein oder andere nette bekanntschaft gemacht – dann hat man sich eben nach ein paar stunden hardwax noch ein bisschen xberg reingezogen und ist irgendwann mit den frischen scheiben zum warmup in der turbine aufgekreuzt..

    “Bonzai z.B. oder auch jede Menge Gabber, was wohl daran lag, das Rok diese Phase noch immer nicht hinter sich hatte, als die meisten schon genug davon hatten.” … ja und. ich fand das nicht verkehrt. und die gabba-nation-leute / bunker-umfeld bestimmt auch nicht. irgendwie war ja auch ein markt dafür in berlin…

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  12. Also, ich finde solch eine Diskussion total überflüssig.
    Es ist nicht wichtig mit welcher Art von Technik, oder eben keiner Technik man Musik präsentiert. Für mich bestannt die Kunst noch nie darin Platten anzugleichen. Das bekommt jedes Kind mit einem halbwegs vernüftigen Rythmusgefühl irgendwann hin. Uns wurde ja schließlich schon im Kindergarten beigebracht die Hände im Takt zu klatschen. Um mal kurz das Thema Traktor und Co. aufzugreifen. Die schlimme “Sync” Taste dort. Nicht jeder, der die besagte Taste bedienen kann, ist gleich ein toller DJ. Denn es ist immer noch ein Unterschied nur zwei Bassdrums in Einklang zu bringen oder ein ganzes Soundgerüst. Darin besteht für mich die wahre Kunst! Denn nicht jeder hat das Gehör bzw Gefühl bei aktuell laufenden Track genau zu wissen, welcher nächste Track dort genau aufbauen kann. Das wiederum kann eben nicht jeder.

    Zum Thema Technik kann ich nur sagen. Früher wollten alle so Hip und modern wie möglich, mit dieser damals noch neuen Art von Musik sein. Und heute wollen sich viele vor der neuen Technik verschließen. Sagte jemand nicht mal: STILLSTAND IST RÜCKSCHRITT? Beim Produzieren sagt doch auch niemand. Ne lasse mich mal mit den ganzen neuen Geräten in Ruhe, mir reicht meine TB303 total aus. Das wäre dann auch Stillstand. Und man würde es dazu noch hören. Die Technik ist soweit. Ob wir es wollen oder nicht. Wer sich vor dem neuen verschließt, der wird über kurz oder lang auf der Strecke bleiben. Ich glaube kein DJ kann es sich heute noch erlauben nur auf Vinyl aufzulegen.

    Das ist meine Meinung

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  13. ach ja hard wax das waren zeiten ….
    obwohl nie selber aufgelegt aber immer ein paar scheiben dort gekauft …

    @ toni :-)

    na ja einige schön schau dir väth an

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  14. Ach, na schau mal an. Bist du der Sven den ich vermute, wenn du mich schon mit meinem Vornamen ansprichst? Wie klein das www doch ist :-)

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  15. ja genau der kunde ;-) ist das … du hier das wundert mich aber auch …
    du mußst bald mal wieder bei uns machen :-) machen ja jetzt immer auf 2 floor´´ s :-)

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  16. väth und karotte sind noch vinyl freaks…und viele kaufen die vinyls nach wie vor für zuhause… kommt ins archiv :-) mein plattenhändler wollde mir auch irgendwie erzählen das momentan total viel verkauft wird…

    und ma neben bei das mit dem sync… stell dich doch mal hin und lass die ganzen laptop leude ma mit 2 platten auflegen… viel spass dabei ;-)

    da war das selektieren durch technik und tonnen an platten doch einfacher um sich viel mist vom leibe zuhalten…

    einer von taniths lieblingen der westbam hatte sich ma mit den paul( v dyk) drüber unterhalten das da auch das handwerk verloren geht bei 2000 tracks + (?!) auf dem laptop ist es keine kunst was passendes zufinden als wenn du dein plattenkoffer packst und nur ne bestimmte auswahl hast

    naja ich denke einfach ma das ding is auch ne generations sache…bzw das alter… ich bin jung und hab vinyl erst seit jahren für mich enddeckt…
    und sammle und suche und will se einfach original haben…so ne ödel mp3 lässt mich kalt und is fasst uninteressant… hilfreich zur track suche…is einer geil muss der auf vinyl in den schrank ;-)

    die gruftigs die seit jahrzehnten auflegen haben dann halt mal die nase voll davon ;-) und wahrscheinlich auch die schränke…

    wieviele platten habt ihr eigentlich inne schränke ? :-P

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  17. @maximilian:

    zitat:
    und ma neben bei das mit dem sync… stell dich doch mal hin und lass die ganzen laptop leude ma mit 2 platten auflegen… viel spass dabei ;-)

    -deswegen sage ich ja, das angleichen zweier platten ist für mich nicht die wahre kunst. warum, habe ich oben schon geschrieben.

    zitat:

    auf dem laptop ist es keine kunst was passendes zufinden als wenn du dein plattenkoffer packst und nur ne bestimmte auswahl hast

    - es ist vielleicht noch keine kunst etwas passendes zu finden…aber es ist kunst aus dem was man gefunden hat einen vernüftigen übergang zu kreieren. ausserdem ist es für das puplikum doch viel besser eine große auswahl zu haben und für jede stimmung den richtigen track als deine eingeschränkte auswahl deines koffers. wenn man etwas nicht hat, dann hat man es nicht. da hilft auch kein suchen in der plattenkiste ;-)

    zitat:

    is einer geil muss der auf vinyl in den schrank ;-) (track)

    - das ist ja das problem. viele kleine junge labels können sich eine vinylpressung überhaupt nicht mehr leisten. digital geht das schon eher. heißt: dir bleiben viele tolle tracks verborgen da sie niemals auf vinyl erscheinen werden.
    wo wir wieder bei deiner “eingeschränkten auswahl” deines plattenkoffers wären

    ;-)

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  18. mal ne zwischenfrage…: gibts denn eigentlich ein mp3-dj-system, bei dem man nicht auf nen monitor glotzen muss? d.h. man keinen laptop braucht? und nicht sinnlos cd brennen brauch?
    bin immer noch pro vinyl, weil ich eben beim auflegen nicht auch noch auf nen monitor starren will wie bei allen anderen sachen inzwischen…

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  19. Da die ganze Vinyl vs Laptop-Diskussion angeheizt durch
    http://www.raveline.de/blog/novys-welt/novys-welt-resi-i-hol-di-mit-meim-traktor-ab%E2%80%A6/
    schon letztens unter Facebook rauf und runter lief, hier die Kopie meiner Meinung dazu:

    Das mit dem “Display-Gestiere” ist für mich noch ein Hauptargument gegen viele Laptop-DJ’s. Es ist schade, weil dadurch der Kontakt zum Publikum verloren geht und gerade dieser “Entertainment”-Aspekt sollte bei guten DJ’s vorhanden sein. Klar, das technische Können ist die Basis und das musikalische Improvisationsvermögen Pflicht (keine vordefinierten Sets, da braucht man dann auch keinen DJ mehr) aber darüber hinaus sollte der Kontakt zum Publikum vorhanden sein. Und das geht mir bei den meisten DJ’s zunehmend verloren.. die wirken da wie in ihrer eigenen Kapsel, ziemlich abgeschottet.
    ich glaube allerdings, wenn man diese problematische außenwirkung als laptop-dj verinnerlicht, daß es dann geht.. es ist eine frage des stils, wie viel zeit man damit verbringt ,auf den bildschirm zu starren. . eigentlich würde doch inzwischen auch ein gutes netbook seitlich unten ausreichen , oder? aber dieses “mein tolles mac-book auf den höchsten podest im raum pflanzen” ist einfach nur nervig und auch peinlich.. ist das denn inzwischen einfach nur ne grosse apple-marketing-veranstaltung geworden, oder was?? das wäre ja ein coup vom mr. apple oberboss steve jobs!

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  20. welcome to the world of techno: it’s all about bla bla bla.
    einfachen machen, wie man es selbst für richtig hält.

    . (<- Punkt)

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  21. ich frage mich ja immer, wo jetzt der Unterschied zum Tracks selecten auf dem Monitor vs. Rücken zum Publikum drehen wg. Plattensuche liegen soll?
    Bei ersterem habe ich immerhin noch ein Auge beim Publikum.
    Und schlechte DJs gab’s schon immer, das hängt nicht vom Medium ab.
    Wer Djing auf Beatmatching reduziert tut der Sache nix Gutes.
    Wer meint durch Plattenkäufe seine Authentizität als DJ oder Musikconnaisseur zu unterstreichen soll sich gerne weiter selbst belügen, die Welt dreht sich trotzdem weiter.
    Über was wird sich derjenige, der sich über Laptop DJs mockiert und mittlerweile selbst mit CDs auflegt in ein paar Jahren aufregen?

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  22. diese Diskussion Vinyl vs CD vs Laptop geht am Kern der Sache vorbei. Meine Erfahrung im Club ist, dass viele DJs einfach nicht in der Lage sind zu realisieren, das ein Mehr an Möglichkeiten zur Beeinflussung & Manipulation des Sound, die z.B. CD-Player und/ oder Laptop (Traktor etc.), nicht automatisch die inflationäre Ausschöpfung dieser Möglichkeiten bedeuten sollte. Das jedoch ist nicht das Problem des Medium, sondern die des Agierenden. Ein guter DJ spielt mit jedem Medium guten Sound & schickt sein Publikum, wenn er sich mit der Funktionsweise vertraut gemacht hat. Allerdings halte ich es schon auch für sinnvoll, dass ein DJ in der Lage ist, die Beats ohne optische, computergestützte Unterstützung zu synchronisieren, einfach schon deshalb, um ein Gefühl für Musik, Rhythmus, Melodien zu entwickeln. Grundlegendes Handwerkszeug ist nun mal nicht die schlechteste Grundlage, auch wenn man Technologien zur Verfügung hat, die diese Prozesse erleichtern.

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  23. Ich muss schon den ganzen Tag auf Arbeit immer auf den Klapperkasten gucken. UNd wenn ich hier beim Tanith was lesen will, schon wieder. Also will ich, wenn ich im Club auflege, was anderes sehen.

    Ausserdem hätte ich Angst, nach 5 Bier, die Datei nicht mehr zu treffen. Da such ich lieber inner Kiste.

    ;)

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  24. @Elektrosandy: Genau DAS ist der grund warum ich mir nen analogen synthy angeschafft habe ;-) auch wenn das unzeitgemäß, uneffektiver, umständlicher, etc ist.
    aber wenn ich ein DJ wäre, dann würde ich auch zu traktor & co greifen, weil die vorteile ganz klar die nachteile überwiegen.
    ich habe echte anerkennung vor guten DJ’s weil diese viele Fähigkeiten aufweisen müssen und deswegen ist deren Zahl auch so überschaubar.
    als “produzent” freue ich mich -wie oben schon leighjohnson beschrieben hat – über die digitale revolution, weil das kostenspielige und riskante vinyl-pressen und den damit zwangsläufigen abhängigkeiten zu zwischenhändlern endlich der vergangenheit angehört!
    natürlich kommen durch diese neue freiheit auch mehr tracks ans tageslicht und die DJ’s haben mehr aussortierarbeit, aber so wars ja eigentlich schon immer.. ob jetzt im plattenladen oder im netz…

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  25. frage an die alten ufo/planet hasen ;o)
    ..hab hier ein altes tape gefunden ohne beschriftung und das einzigste was ich weiss ist,dass es definitiy aus berlin kommt ,nur wer hat das gemixt ?! tippe irgendwie auf rok oder tanith’s herzallerliebste mumie, der motte.kann jemand helfen?
    http://i.mixcloud.com/CGGuz

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  26. In den letzten Jahren habe ich KEINEN Dj
    mit Laptop gesehen der ein wirklich überzeugendes Set gespielt hat.

    Warum auch immer.

    Ausserdem ist die ganze Laptop vs Vinyl Diskussion überholt, da es momentan eher nach VInyl vs CDr aussieht.

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