Thema der Woche 147: ausführliche Analyse und Kommentare zu jedem einzelnen Track der Ilsa Gold Playlist und der Message im Ganzen

IlsaGold-Live-at-MAYDAY2011 by IlsaGold
Ich habe das Set jetzt insgesamt 3x durchgehört, einmal live und zweimal die Aufzeichnung, ich gestehe, es fehlt sicher ein Drittel der Tracks die verwendet wurden, aber hier soweit das Ergebnis dieses Erkennen sie die Mefodie, bzw. das Sample:
Sperminator – No Women allowed: Natürlich ein Must Klassiker in einem Ilsa Gold Set, nicht weiter verwunderlich das das als Opener nach dem beatlosen Opener kam.

Euromasters – Alles nar ee Klote: Ebenfalls ein Gabberklassiker, der so richtig schön reinbolzt

Meng Sydicate – Sonar System: der Brachialbeat des Jahres 91, hätte auch gern mit dem Navigator gemixt werden können, so mach ich das zumindest immer mal wieder.

Moby – Feel So Real: Ah, hier kommen wir in melodiösere Gefilde, die im Kontrast zu den Vorgängern natürlich erst richtig seine cheesigigen Momente entwickelt

Blur – Song 2: So klang das damals wenn brritische Milchbuben die Rotzigkeit von Nirvana erreichen wollten. Zwar noch nie zuvor im Technokontext erlebt, aber sicherlich ein Stück nicht wegzuleugnender 90er Reminiszenz.

Prodigy – Out Of Space: Darf natürlich nicht fehlen und taucht dann auch an verschiedenen Stellen im Mix wieder auf

Circuit Breaker – Trac-X: auch so ein vergessenes Pseudonym von Richie Hawtin, damals als er noch auf die Pauke haute. Zurecht im Mix, da seinerzeit unglaublich brutal im Beat.

808 State – Cubik: Ah dieses Synthiegitarrenriff, so durcvhdringend das es damals mit dem Anasthasiachor kurz um die Vorherrschaft des meistgesampelten Sounds konkurrierte. Darf natürlich im 90er Mashup nicht fehlen!

X101 – Sonic Destroyer: Vielleicht der Technoklassiker schlechthin und sicherlich auch prägend für Ilsa Gold, man höre nur die ersten beiden Petra Platten an.

Ace of Space – 9mm Is A Classic: Einer der wenigen Frankfurthits die den Konsens auch bis Berlin und Wien schafften, deshalb mit Fug und Recht hier vertreten

Liquid – Sweet Harmony: Zurück zum Cheese und wie sweet der mit der Härte harmoniert ! Damals als sowas noch zusammen ging.

Marusha – Mayday: Ilsa Gold stehen ja auch für den schmalen Grad zwischen Bloßstellung und Genius, diese Nummer in dieser Weise dann hier zu verbraten ist der eigentlich gar nicht mehr zu erbringende Beweis dafür.

Digital Boy – This is Motherfucker: Auch so ein Polarisierungsding, aus heutiger Sicht sicher Trash, damals aber in fast jedem Set zu hören gewesen, auch wenn’s heute keiner gewesen sein will, danke für’s Finger in die Wunde legen auch hierfür.

Underworld – Born Slippy: Darf natürlich nicht fehlen, die Schunkelhymne o sich spätestens bei “Lager Lager Lager” trotz E-Präferenz immer alle in den Armen lagen

Ilsa Gold – Süchtig: und gleich weiter im Reigen der Drogenproblematik und der dazugehörigen Bedenken, die Ilsa Gold selbst hiermit kongenial auf den Punkt brachten. Nur mit weißem Nasenkränzchen richtig ironisch mitgesungen.

Prodigy – Fire: ja klar, noch einer von Prodigy muss sein, hätte aber auf “No Good” getippt, aber das Intro hat wohl mehr gefetzt.

DAF- Tanz den Mussolini: Prätechno mit der Sorte Sarkasmus und Provokation die Techno heute leider völlig abgeht, deswegen auch völlig zurecht eingebracht.

Run DMC – It’s Like That: Wenn schon Hiphop hätte ich ja eher Public Enemy oder Hijack eingebracht, aber man kann ja auch nicht auf allen Gebieten den Überblick haben, was dann schnell in Mainstream übergeht. Q.E.D.

Shannon – Let The Music Play: ganz groß das auch noch in den Gesamtrückblick einzuweben, mit sowas zeigt man Herz!

Real to Real – I Like To Move It: Jahaha und gleich wieder mit der Trashkanone den Vogel abgeschossen, sehr schön! Wer 90er sagt muß auch die Schattenseiten erwähnen.

Ilsa Gold – Silke: für mich ja der Überhit der Ilsas, dieses La Boum mit dem Zappelbeat auf 160 BpM, Naivität und Sarkasmus in Reinform, ein echter Just.

Altern 8 – Frequency: als bekennender Altern 8 Fan hätte meinetwegen noch viel mehr von denen verwurstet werden können, Armageddon z.B., aber Frequency ist definitiv keine schlechte Wahl in diesem Komplettpaket.

LFO – LFO: um die Einzigartigkeit der Blepphase bis heute aufzuzeigen sicherlich der richtige Track, kratzt aber nur die Oberfläche, was in diesem Kontext sicher unvermeidlich ist.

NRG – I Need Your Lovin: Oder war’s Baby D? Egal, eins der meistbenutzten Accapellas seinerzeit, als man sich auf Tanzflächen auch solchen Gefühlen hingegeben hat ohne die Ironietaste zu drücken.

Ilsa Gold Up: und noch der dritte Ilsahit, muß ja, ist ja das eigene Set.

Messiah – 20.000 Hardcore Members: Yeah, die Ansage! schweißt natürlich auch heute noch zusammen, gerne auch mit “There is no law”
Shut Up & Dance – Green Man: damals als Techno noch nicht nur 4tothefloor bedeutete!

Altern 8 – Move My Body: Ach herrlich und bis heute unvergessen, gerne auch mit Evapor-8 gleich hintendran.

Faithless – Insomnia Hihi, der Trash der die Pizzicatostrings hoffähig machte, darf man ja auch nicht verdrängen woher viel Schund bis heute seine Inspiration her bezog.

Technotronic – Pump Up The Jam: Ein Beweis dafür das der Traah von damals durchaus mit der Zeit reifen kann und wenn man hört was danach noch so in der Richtung verbrochen wurde geht das heute durchaus als Klassiker durch, doch doch

GTO – Elevation. eine ziemlich alleinstehende Hymne, wie gemacht für rosa Mitsubishis, wenn’s da nicht knallte hatte man was falsch gemacht. Schöne Reminiszenz.

Nomad – Devotion: Noch so ein Schmachtfetzen, der schwul und hetero vereinte.

Chantal – The Realm: war natürlich eine geniale Idee das Accapella mit auf die Platte zu pressen, seitdem tauchten Fetzen davon in unzähligen Tracks auf. Das Original war sowas wie die Blaupause für späteren Trance

101- Rock To The Beat: Oder war’s Kevin Saunderson? In beiden Tracks taucht jedenfalls diese etwas ungelenke Stimme von Jade 4U auf und macht somit die Brücke von New Beat zu Detroit.

Hypnotist – House Is Mine: Yes, dieser Sägezahnacid samt Pianoeinlage war natürlich Pate für viele viele Tracks in denen solche Gegensätze in Zukunft verbraten wurden, wobei diese Lärmsynphonie nie wieder erreicht werden sollte, was schade ist, denn erst dadurch wirkte ja der Sonnenaufgangseffekt des Pianos so richtig und somit völlig zurecht im Set.

Tyree – Acid Crash: Wer war eigentlich zuerst da dieser Banger oder Lil Louis Video Clash, der noch um einiger roher daher kommt? Jedenfalls beides Rhythmikklassiker par exellance.

Shut Up & Dance Raving I’m Raving: Vielleicht der erste Copyrightfall der einem Kleinlabel das Genick gebrochen hatte und daher nur begrenzt verfügbar und noch seltener zu hören, deshalb umso besser das es hier integriert wurde,

Phuture – Rise: Auf den Text hat irgendwie auch keiner gehört, oder? Sonst hätte man sich viel Leid ersparen können.

DAF- Als wär’s das letzte mal: Statement? Bitte nicht! Aber ein “Weiter so” haben die meines Wissens nicht produziert

Kommen wir also zu Analyse und Message, mir erscheint die Intention dieselbe wie bei Ilsa Gold Tracks, also die Verwendung von Found Objects als Statement im Rahmen des Sounddesigns um sowohl Euphoriker und Zyniker im gleichen Moment zufrieden zu stellen und anzusprechen. Wobei allein schon die Diskussion um die Einteilung in was ist oder was war Trash und was wertvoller Beitrag hier eine schier endlose Grundlage findet und eine weitere Ilsa Gold Qualität unterstreicht, dieser Tanz auf der Messerspitze namens Genius zu deren Seiten sich die gähnenden Schlünder von Schund und Peinlichkeit auftun, die nur durch perfekte Ausgewogenheit und Tarierung in der Waage gehalten werden, wodurch das Ganze erst mehr als die Summe seiner Teile wird. Der Nebeneffekt besteht darin, das Puristen und Humorbefreite ob der vermeindlichen Geschmacklosigkeiten so vor den Kopf gestoßen werden, das sie sich der Exegese automatisch entziehen und sich so doppelt des Spaßes berauben.
Die Message des Ganzen lautet für mich also: Es ist nur ein kleiner Schritt von Trash zu Kunst und umgekehrt.
Paradoxerweise können sowohl dieTrashseite als auch die Conaisseurseite darin durchaus ihre Erbauung finden, während eine zu ernste Betrachtung des Interchargierens dieses Rückblicks diese versagt. Kurz: freuen zwei sich, kotzt hier der Dritte.

Kommentare (72) Schreibe einen Kommentar

  1. […]Der Nebeneffekt besteht darin, das Puristen und Humorbefreite ob der vermeindlichen Geschmacklosigkeiten so vor den Kopf gestoßen werden, das sie sich der Exegese automatisch entziehen und sich so doppelt des Spaßes berauben.[…]
    Sehe ich auch so. Nett geschrieben.

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  2. leider nicht live erlebt. jedoch nach kassettenrecorder der kid´s, kopfhoerer und grosser bunker-pa mit gefuehlten 1,5T durchaus respektabel. das maydayteil hatte ich irgendwie anders verortet und nicht marusha zugeschlagen. egal, wird wohl eh´ herr jankuhn gebaut haben. auf der doppelvinyl von damals bist ja auch noch mit drauf. lustig finde ich zumindest im bunker, das die aelteren da reichlich kopfkino von bekommen und die juengeren so garnichts mit anfangen konnten. von daher finde ich den letzten satz mehr als passend. RAVE ON!

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  3. Das macht Spaß. Ich mache mal. Nach nochmaligen Skippen hab ich noch folgende Tracks rausgehört.

    6.40: Sons of Ilsa: „Zipfelmütze in da house“
    Ilsas Alter Ego. Ein Portfolio der Fusion aus Rave, Wiener Schmäh und Gabber-Attitüde. Herrlich schräg, aber mit amtlich verzerrter Bassdrum.

    12.50 Ilsa Gold: Elastico
    Ruffneck artiger Hardcore. Klingt auch so, als sei der Track wirklich ernst gemeint.

    19.40: Einiger Versatzstücke auch Moby „Thousand“ und Marusha „Ravechannel“. Ersterer hats ja ins Guinnessbuch (schnellster Track) geschafft, „Ravechannel“ finde ich, ist einer von Marushas, pardon, Jankuhns besten Tracks.

    21.55: Prodigy „Fire“
    Ich sehe Keith Flint dazu in bunten Kostüm und Raver-Hut rumjumpen. Happy Vibes.

    23.00: Leathernecks: „At War“.
    Lenny Dee und Marc Acardipane mit dem Lyric: Low Spirit, suck my coooooock! Ich glaube, inspiriert vom Mayday 1993-Auftritt.

    23.00 PCP: „The Phuture”
    Einer meiner All-Time-Favs. Der Inbegriff des zeitgenössischen Doomcore. In der Live-Version gibt’s heute noch Gänsehaut.

    39.18 Program 1: „World’s Famous MF“
    Ebenfalls Marc Trauner aka Marc Acardipane. Nur der Sample „Motherfuck“ zu hören. Der dazugehörige Track ist sozusagen minimal FFM-Core.

    U96 „Das Boot“ spar ich mir mal.

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  4. HAHA – Hab sogar 2 Unlimited – No Limits ganz kurz raushören können.
    So ein Set hinzulegen, vor so einem Publikum ist einfach sehr mutig und gehört schon alleine deswegen beachtet. Wenigstens trauen die sich aus dem Einheitsbrei mal auszuscheeren.
    Warum sollte der Techno nicht auch wieder ein politisches oder gesellschaftliches Statement abgeben?!
    Und die Diskussion über diesen Auftritt finde ich mehr als gerechtfertigt.

    Nochmal zur Musik, wer derartige Mixings mag, sollte mal bei “Trevor Jackson” aka Playgroup vorbeischauen. Hatte mal ein Liveset, wo wirklich kein Titel länger als eine Minute gespielt wurde ohne dass es schlecht oder aufdringlich wirkt. Der Mensch muss das quasi körperlich verinnerlicht haben.

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  5. wo ich grade mutig lese…auf dem classic floor der nature one legt…………………………………………… Mark Oh’ auf :-D

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  6. Ist das mutig? Keine Ahnung – hab mich mental schon sehr lange von weiten Teilen der deutschen Techno-Szene verabschiedet.. ;) Zu verbiestert, zu humorlos.. Rund um uns rum sieht das alles schon viel entspannter aus.. (UK, BE, …)

    Nach meinem Verstaendniss ist das nicht mutig, sondern NOETIG! ;) SO macht Techno Spass! :) Wenn dazu Mut gehoert, so ein Set auf der Mayday zu spielen (die ja auch schon immer zu der jeweiligen Zeit Plattform fuer genau diese Lieder war!), ist das traurig..
    So oder so: Sehr sehr geil! \o/ Ich hab sie ALLE gehoert und ich schaeme mich fuer KEINES davon! :D

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  7. Rund um Minute 13 setzt auch nen Moment “Mysterious Art – Das Omen” ein.. Was hab ich das Teil geliebt! Und nein, auch DAFUER schaeme ich mich heute nicht mehr.. ;)

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  8. Och menno. Warum denn immer ich? Ich hab mich so darauf gefreut von Tanith den track ab 20:45min, quasi auf dem Silbertablett, serviert zu bekommen. Aber wieder nischt! :-(

    Kann einer den track ab 20:45min bis ca. 21:30min identifitzieren ?

    Dankeschön.

    Ergänzungen:

    17:15min: HIM – White Sports (Bash06) in Kombination mit
    Lenny Dee – Fuckin’ Hostile (IS017)

    20:04min: Marusha – Ravechannel

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  9. das intro ist doch ein song von …… aaaaah wie heisst der noch, irgendein komponist aus den usa. kann mir jemand weiterhelfen?

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  10. Jetzt fehlt nur noch Wolle XDP mit seinem Kommentar wie am 3.Mai im Mayday Bericht ………das Gefühl von fremdschämen ! ( immerwieder gut ,kurz und trocken volle druff )

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  11. Jau.
    Steve Reich zu vergessen geht nicht! Ist von der “Music for 18 Musicians” die einzige Klassik Scheibe die ich regelmäßig hoere!

    Ich hab noch einen Sample von der 2. RECOIL EP “Hydrologie” (Gain, Stone, The Sermon- mehr tracks waren da nicht drauf) gehört, natürlich hochgepitcht und wahrscheinlich unter anderem Namen verkauft. So wie das La Boom Thema- eben..

    Als was ist denn das Twin Peaks Thema veröffentlicht worden bzw. in welchen track aufgegangen? Hoerte sich für mich original an.

    Das “Born Slippy” im übrigen nicht! ich hoere da einen andere, bessere Version. Habe mich damals dem Hype zum Film verweigert, als Spencer Partys dazu veranstaltete, wo doch der Film in D noch garnicht angelaufen war, es aber den soundtrack schon zu kaufen gab..

    @stimpy
    Genau. Warum ist dieses Set eigentlich mutig? ich kann auch total ablachen und habs jeden 2. Tag gehört. Es ist pures Entertaining und Gute Laune. Es wird experimentiert (das Intro) und rausgeworfen, sobald man sich eingroovt bzw. an einen sound/beat gewöhnt. Es ist einfach unvorhersehbar.

    Das hat meines Erachtens nach, im profesionellen Auflegerkreisen stark nachgelassen. Klar jeder DJ ist eine Marke und wenn ich Milka buche soll´s nicht nach schwarzer Herrenschokolade schmecken.

    Das ist schade.. ich würd mich freuen in einem Berghain Set mal SPK oder CABARET VOLTAIRE zu hören ..

    @Tanith
    was sagst Du zum MUTE Festival am WE in London @ roundhouse? Ich bin untröstlich, wäre mein Festival 2011 gewesen, muss aber auch arbeiten..

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  12. hallo bjoern. danke für die erklärung des leathernecks-samples. hab ich seit 1993 nicht verstanden gehabt.

    bei discogs findet sich übrigens auch ein kommentar zum “video clash/crash”:

    “The first time I heard about “Video Clash” story was on an interview I made with Tyree where he said that he did his “Video Crash” classic because he had heard that Lil’ Louis released the original version of “Video Clash” which was produced by Marshall Jefferson, so he, Tyree Cooper, wanted to do one that was better than Lil’Louis one, so he did “Video Crash”. Mike Dunn did something similar based on the same concept of “Video Clash” and made “Magic Feet”. “

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  13. bei min 43 haben wir smash? mit konstablerwache (oder doch den tschabos mix – ja, ja, pajic ^^) – tribute 2 frankfurt.. unsere innenstadt ist ja erstmal stillgelegt..

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  14. ich nehme dann die bleep-nacht auf rosa mitsus ohne pizzicato zum frühstück…schöner report^^

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  15. hatten wir eigentlich schon ..
    freeeze – i.o.u & shannon – let the music play …zwei meiner jugend anthems ;)

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  16. Wieso ist Miss Kittin & Hacker “Franck Sinatra” nicht genannt? (ab 15:14) O.k. ist ne gigolo Platte.. Tortzdem toll!

    16:28 ist das nicht Leila K. “Open Sesamee”?

    ab 20:06 dann RECOIL sample hochgepicht!

    ab 25:40 dann “Rythm is a dancer” von wem auch immer..

    Nee. Twin Peaks ist original! Aber “I Need Your Lovin´” ist die Bombe! Kannte ich noch nicht. Geil!

    ab 34:19 original soundtrack “The Last Emperor” sprich “Der Letzte Kaiser” da hab ich niedergekniet! Geile Sache- Danke!

    35:15 wieder RECOIL Hydrologie Ep sample hochgepitched

    ab 40:00 ist doch schon FELIX “Don´t You want. me” oder?

    ab 41:12 dieses “something for your mind” Wer war das? geh zum Plattenregal- SPEEDY J! Muß ich hier alles selber machen?

    ab 42:17 breakbeat “dupdidu” WER IST DAS? Find ich toll, kenn ich nicht!

    ab 43:33 DAF “Verschwende Deine Jugend” runtergepitched?

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  17. 26:45 läuft noch “dreams are my reality” von Richard Sanderson – aus dem film “la boume – die fete” :D

    36:14 hört sich an wie wenn im hintergrund “Jeyenne – Kickin’” reingemixt wäre

    41:50 tricky disco – tricky disco gemixt mit RTS – poing :D

    42:58 das klavierdings ist walking in memphis – marc cohn

    43:50 meet her at the loveparade von da hool kurz angespielt

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  18. man findet immer wieder was:

    7:20 der text ist von Karell Gott – Fang das Licht *lach* “und wenn du einmal traurig bist, dann vergiss nicht dass irgendwo noch liebe ist” :D

    12:05 blur – whoo hoo …dachte immer “whoo hoo” wäre von den Foo Fighters, aber da lag ich scheinbar falsch *lach*

    kann mir jemand sagen wie das ding bei 42:20 bis 42:50 heisst? der 30 sekunden lange singsang von dieser lady der anfangs da noch zu tricky disco läuft? kommt mir so bekannt vor und weiss nicht wohin mit den lyrics !

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  19. Der Track der so ähnlich klingt wie “Born Slippy” ist von Ilsa Gold. Man findet ihn als Hidden-Track auf ihrem Best Of CD-Album.

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  20. Kleine Anmerkung: Ravechannel ist übrigens tatsächlich von Blake Baxter produziert, nicht Jankuhn – es sei denn sie haben den Weekend Mix verwendet, der ist dann Jankuhn/Lenz Brüder

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  21. das ist so ziemlich das beschissenste set das ich je gehört habe…wie soll man denn dazu tanzen und träumen? versteh absolut nicht warum ihr alle darum so einen aufriss macht. alte zeiten sind ja schön und gut aber das ist einfach nur totaler bockmist.vorwärts immer rückwärts nimmer

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  22. Immerhin… selten soviel Auseinandersetzung mit einem einzigen Megamix erlebt… Mission: Polarisierung? Hat funktioniert, Respekt @ IG – auch wenn ichs dank der miesen Lautstärke am Anfang des Abends vorne an der Bühne kaum hören konnte…

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  23. Auf der Mayday kam das Set leider aufgrund des miesen Sounds nicht richtig rüber, die Vermutung lag zu dem Zeitpunkt nahe, dass Ilsa Gold dieses absichtlich schlecht performen, weil ihr Verhalten auf der Bühne ebenfalls nicht sofort vom floor zu verstehen war, es hätte auch eine Demonstration gegen die Kommerzialisierung der Mayday sein können, wobei dieses Thema ein paar Jahre zu spät käme. Thanks an Tanith für die Aufklärung!

    Anbei ein paar Anmerkungen zum Set:

    6:45 Samples Sons of Ilsa

    8:52 Smash/Fast H Sample und Beat: Smash – we are smash

    14:00 Human Resource Dominator Mix mit Meet her at loveparade

    15:25 Program 1 – World’s Famous MF – louder than a bomb ep – pcp

    16:28 Mayday Mix mit 2 Unlimited, Sample by Rob Gee/Riot Squad -Nonshlen Tustokken

    32:30 Robert Armani

    37:50 Mover – O.K. Bassquake

    41:10 Nasty Django & Cirillo – Deal with beats

    Einige der damaligen musikalischen NoGos sind mittlerweile im Classix-Kontext hörbar geworden. ;)

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  24. @GEHTDICHGARNIXAN

    So ein Set zu kreieren, ist sicher nicht jeder dahergelaufene DJ dazu im Stande. Wenn hier tw. 3 oder 4 Platten ineinander gemixt werden und das ganze dann immernoch harmonisch klingt, dann ist das schon ein exquisiter Genuss für den Kenner. Solche Mixkünstler gibt es nicht allzuviele.
    Je öfter ich mir das Set anhöre, umso besser wird es eigentlich. Dass es nicht gerade tanzbar ist ist sicher richtig. Aber hier steht eindeutig das der künstlerische Aspekt im Vordergrund. Und wie schon angesprochen, ist der Grat zwischen Trash und Genialität sehr sehr schmal.
    Kurzum: Super Set, Ein würdiger Abriss der 2 Dekaden elektronischer Musik

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  25. “exquisiter Genuss für den Kenner”??? ich hoffe das mit dem genuss war nicht ernst gemeint. Abriss trifft es dann schon eher.

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  26. @El-Mujo

    Glaubst du wirklich, dass sind 3-4 ineinander gemixte PLATTEN? Schätze ich mal weniger, eher digital, und für solche Fälle gibts Sync-Buttons! Eine Frage des Kodex, den ausser Acht zu lassen, ansonsten könnte das wirklich jeder “dahergelaufene” Mp3-Jockey, you know? Zu den DJs, die mehr als 2 Plattenspieler bedienen können, zähle ich Ironbase und Carl Cox. Danach wirds mau.

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  27. Nach wiederholten Hören komme ich auch zu der Erkenntniss, dass kann nur am PC gemischt worden sein. Und wenn das jeder könnte, wieso machts nicht jeder? Viele behaupten auch, wenn sie Kunst sehen, dass könnten sie auch. Dabei ist es nicht die Umsetzung, die die Kunst ausmacht, sondern die Idee. Und sich Ideen einfallen zu lassen können die wenigsten.
    Trotzdem bleib ich dabei, das Mixing ist extravagant, als auch die Trackauswahl und gerade diese Mischung setzt das Set deutlich ab.
    Jeff Mills kann sogar richtige Live-Musik am Drumcomputer machen, der kommt dann ganz ohne Platten aus.

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  28. Mal ne Frage an die Wissenden:

    Ich gehe mal davon aus, dass bei dem Mix nicht viel mit Clearing passiert ist.
    Wenn schon x (ich sag jetzt mal) Kenner / Liebhaber der elektronischen Musi es schwer haben, alle verwendeten Samples zu identifizieren, wie macht das eigentlich die GEMA bzw. die Rechteinhaber ?
    Im Rahmen der Veranstaltung sind ja wohl Gebühren abgeflossen, die VÖ bei Soundcloud vermute ich damit aber nicht abgedeckt.
    Sitzen da zig Leute dran und versuchen, jedes Snippet zu identifizieren, eventuell über Tage wenn nicht Wochen, oder läuft derart heute gänzlich digital sprich automatisiert ?
    Ich versuche mir nur grad den Aufwand vorzustellen…

    Fangt das Licht, pihkal

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  29. wer das nicht nach den ersten paar platten hört das hier am pc gemischt und mit sehr hoher warscheinlichkeit auch sehr viel playback mit im spiel war, sollte sich doch noch ein wenig mehr damit befassen. dieses geschnetzelte was hier abgeliefert wird ist vllt. eine, in manchen augen “representierende” trackauswahl der bisherigen techno-”geschichte” aber gewiss keine kunst. das ist basteln und kleben, was jeder nach gewisser einarbeitungszeit in ableton genauso schlecht hinbekommen würde. diesen mix mit eigenen elementen zu versehen, so das aus dem ganzen eine tanzbare geschichte wird, DAS wäre in meinen augen respektable kunst.
    ich hab natürlich nichts dagegen wenn jemand das gut findet und gern an alte zeiten zurück denkt aber man sollte beachten das techno nicht tot ist sondern sich in den letzten jahren extrem weiterentwickelt hat und dabei ist immer besser zu werden. und mal so nebenbei weil hier anscheinend viele den alten zeiten hinterherheulen und alles neue scheisse finden… damals waren die mittel beschränkt und in dem sinne war damals techno schon minimal. man denke nur mal an die immer wieder verwendeten 808 & 909 sounds. also klatscht doch nicht alle nur dem alten sound hinterher sondern bemerkt und fühlt doch mal die ganzen ausgefeilten kleinigkeiten die heute in den produktionen stattfinden. ich finde sounddesign ist die wahre kunst am techno und in dem sinne kann niemand bestreiten das techno sich immer noch regelmäßig revolutioniert und immer besser wird.

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  30. Kann man dir Recht geben @jeht da nüscht an, wie schon gesagt, polarisiert das Set ganz gut. Der alten Musik hinterherheulen muss man nicht, eher finde ich es geil, dass es sowas mal gab. Sicherlich ist heute technische viel mehr los, aber musikalisch kickt kaum etwas. Man kennts schon, es blubbert und ich könnte genauso gut nen Wasserkocher anschmeissen und dessen sound zerhacken. Kunst ist ja immer Betrachtungsweise. Wenn Herzblut dahinter steckt und ne gewisse Absicht damit etwas zu sagen, dann find ich das authentisch, die Musik muss mir aber nicht gefallen. Ilsas Musikstück von der Mayday ist ne Klasse Satire-Geschichte, ein Abriss, für oder gegen etwas, I don’t know. Auf jeden Fall ist es da :)

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  31. ham hier einige kommentierenden das nich geschnallt das der mix natürlich vorher schon fertig war (und im netz) ?

    der auftritt selber… irgendwie natürlich ne verarsche für die veranstalter die nen act zubuchen die ordentlich kohle inne hand gedrückt bekommen und dann da so ne “show” veranstalten…

    nur is dann natürlich auch fraglich wie man die “show” von ravers nature betrachten sollte, die ein kaspern rum und es kommt vom band..die anderen tun so als machen sie was live und es kommt vom band…

    natürlich ne nette idee so ein medley aba die zeit hätte man vielleicht auch jemand anderes schenken können… wobei wenns die feiernde masse mit nem grinsen hingenommen hat..warum nich…

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  32. is ja nu nen alter schuh das IG für für die “etwas” anderen auftritte sorgen.
    ich habe 94 schon gut gelacht als ich die beiden auf der mayday gesehen habe..also für mich ist das schon kunst wenn man den auftritt sieht und das set dazu hört..ja das set war schon vorher im netzt aufgetaucht..na und??
    die einen mögen es die anderen halt nicht…

    @ GEHTDICHGARNIXAN:
    ich gebe dir recht das heute auch sehr gute sachen produziert werden..aber der sound von 89-93 und die..wie soll ich es ausdrücken?..die atmosphäre in und um die clubs und der raves drückten ein anderes lebengefühl aus als heute..daher auch das früher war der sound besser..aber das haben wir schon gefühlte millionen male durchgenudelt

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  33. der sound heute ist einfach nicht mehr so energiegeladen. ich weiss nicht warum das so ist, vielleicht ist den leuten die umwelt an sich heute zu hecktisch, dass sie diese “ruhe” in der musik haben oder haben wollen.

    wollte man früher am wochenende sich verausgaben, so scheint das heute nicht mehr so arg zu sein.
    die elektro-technotiker sind mitterlweile so ruhig geworden, dass man sich das zeug auch zu hause anhören kann.
    wenn ich dann noch höre, dass die leute sagen “muss man sich denn noch so kleiden, dass man sieht welche musik man hört?” dann kommt mir das auch strange vor, denn früher hatte man label-shirt, camo wear, neon zeugs… und es war gut! ich finde es auch heute noch gut, wenn sich leute dementsprechend “kleiden”, einfach weils mir gefällt und ich den anblick dieser leute mag, dass sie so rumrennen! ich mag neon, ich mag cyber-dreads ich mag boots… und wenn all das bei den leuten wegfällt, kann ich mich auch in die fussgängerzone hocken und das gemeine volk angucken! wo ist da der reiz? heute hat man angst, dass jemand drüber reden könnte, wie man aussieht und genau das ist auch der knackpunkt in der musik. jeder versteckt sich, keiner traut sich mehr was… alles wird einfach irgendwie langweilig.
    früher hiess es immer, “die musik ist so crazy, dass man sie im club mit anderen leuten hören und “ERLEBEN” will, weil sie nicht wirklich radiotauglich ist, aber von dem “erleben” ist eben heute nicht mehr so viel da… vieles ist so für sich… und die beats und sounds teils schon derart zahm, dass man sie fast schon im radio bringen könnte. klar, dann bleibt kein spannender “erlebnisfaktor” mehr, den man in der “unity” erleben kann/will. die produzenten heute haben auch nicht mehr so den forscherdrang und das ist das hauptproblem… das macht ja auch arbeit ! ;-) heute ist es so, dass alles so standardisiert ist und ja nicht abweichen soll… während man früher bemüht war, gerade das abweichende zu suchen! man hatte nicht so viel angst, dass etwas nicht ankommt. drum ist das Ilsa Gold set eigentlich genau richtig… sie scheissen sich nix… :-)) …der alte schlag… entweder sie werden wieder gebucht, ob nun live oder nicht, oder sie kommen eben nicht wieder, dann ist das halt nicht der richtige platz gewesen… so ist das leben! :-))
    was will man immer mit biegen und brechen es allen recht machen, da kann auch nix gescheites rauskommen.
    dachten sich wohl auch “die 1,5 stunden bringen die leute schon rüber, auch wenn sie da mal nicht abgehen wie zäpfchen, das können sie beim nächsten act ! :-)))
    das geniale tanz-set war das ding nicht, muss man zugeben… da wars eher ein tritt in den arsch. aber es war halt auf deren art “anders” ! und genau “das anders” sein ist es ja eigentlich. sonst könnte ja gleich EIN DJ für 20 stunden auflegen!
    ob man nun auf so nem classic floor das so machen muss, dass man so auf die tanzbarkeit verzichtet, sei mal dahingestellt, ob man es zu hause am PC mischen muss auch. aber sie haben es halt so gemacht. punkt.
    sie dachten sich halt “erlaubt ist was gefällt!” und so wars früher!
    solange man nicht 80% damit vergrault ists wohl okay. ;-) und wie man sieht finden es viele ja garnicht SOO schlecht was sie da gemacht haben und wie sie es gemacht haben. etwas mut gehört da schon auch dazu.
    es wäre ja auch fast ein unding das ding so wie es da ist, LIVE zu mischen, ginge wohl garnicht, weil man den überblick verliert. trotzdem ist es eben “IG” – nur halt nicht live gemischt.

    mich würde ja echt auch das Tanith set interessieren, das da lief und wie man das bewertet hätte… ich würds mir trotz all der glitches usw. anhören, so übel könnte es wohl garnicht sein! ;-)

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  34. @cytekx

    WORD! Ich fühle mit dir *lach* Früher was die Musik irgendwie roher, eckiger und vor allem dreckig. Heute ist es so abgerundet, sauber und weich. Aber man wird heute trotzdem noch fündig in Sachen dirty. Das Publikum ist auch zu sehr verwöhnt geworden. Man braucht wieder ein paar Freaks.

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  35. Danke, alles ist drin was Anfang 1990er die Massen bewegte. Die Jungs haben sogar nicht U96, 2 Unlimited, Felix, Snap! u.a. Overground-Hits verachtet, sondern alle mutig vorgespielt. Die PCP-Klassiker, Messiah, haben mich sehr gefreut, eine tolle Dreiviertelstunde für Nostalgiker.

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  36. @cytekx

    haha zum thema kleidung letzten sonntag geh ich hier in hamburg inne schanze mit freunden treffen..kurze carmo hose, tresor shirt und sportschuhe an…wir gehn richtung schanzenpark und bemerken… mehr schicki micki als sonst im 4tel..absolut überfüllt..was is nur los und woher kommt das langsame klopfen…

    autsch grünanlagen out door im schanzenpark… die leude müssen den ganzen morgen vorm spiegel gestanden haben und sich zurecht gemacht haben… das gute dabei is ja man kommt eh nich ins schwitzen bei der mugge da…

    elevator background music

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  37. wäre früher undenkbar gewesen, stell dir mal clubs vor, bei denen die klimaanlage kaum oder nur garnicht funktionierte und dann willst du den Armani anzug ablegen… und hast kein tresor für das gute stück dabei! :D

    waren grausame zeiten damals, ich erinnere mich noch, als ich mal morgens um 9.oo bei frost und eisigem wind in München Riem knapp nen halben kilometer zum auto rennen musste, völlig durchnässt bis auf die unterhose, das wasser stand mir in den schuhen, weil ich so ne kunstlederhose an hatte und dann zog ich mir daraufhin die erkältung des jahrhunderts zu! whoa, gings mir dreckig, ich dachte ich muss sterben! aber das nahm man in kauf, dass man nicht mehr so ganz frisch aussah… nach 10 stunden rumgehüpfe… irgendwie konnte ich teils 3 tage wegen muskelkater in den beinen nimmer gehen… *lach* wild! :D
    wichtig war, dass genug platz auf der tanze war, lieber weniger leute, das brachte mehr spass beim moven, sonst hatte jemand plötzlich die hand im gesicht… oder platte füsse! *lach* da wurde man mit dem “sorry sagen” garnimmer fertig! :D das war irgendwie alles so “frei” – schön wars.

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