Thema der Woche 165: GEMA

DIe Sache mit der alten Tante GEMA, die vielleicht irgendwann mal eine fesche Braut für Musikschaffende war und heute nur noch als keifende alte Vettel wahrgenommen wird, die sie ja in vieler Hinsicht ja auch ist. Sei es als Mitglied, als Musikkunde, als Veranstalter, als Künstler oder lediglich Youtube Gucker, jeder hat sein Kreuz mit dieser Dame mit der verschrobenen Realität aus einer anderen Zeit. Selten das man nur in einer Rolle steckt in der man mit der GEMA zu tun hätte und je mehr sich die Rollen häufen, desto ärgerlicher wird das.

Ich mußte da in den 90ern rein als ich mich zu einem Majordeal verpflichtete und es war schon damals ein Kreuz, aber so richtig angepisst war ich erst, als ich damals zu Bloganfangszeiten erfuhr das ich z.B. für Streams meiner eigenen Tracks trotz Mitgliedschaft auch noch zahlen sollte, obwohl ich daran exakt Null verdiente. Was mich von Anfang an nervte war, das man sich nicht projektbezogen dort anmelden kann, sondern eben alle Projekte automatisch an die GEMA abgeben muß. Ganz oder gar nicht, das mag zu Zeiten von Roy Black oder Beatles noch gepasst haben, heute ist das ein dämlicher Anachronismus der zeigt, wo in etwa diese Institution stehen geblieben ist. Dabei wäre das bei der Größe der GEMA, den Einnahmen und der relativ geringen Anzahl der Mitglieder, man spricht von ca. 64.000, heutzutage logistisch wirklich kein Aufwand, aber so richtig angekommen im Computerzeitalter ist man dort ja auf diversen Ebenen bekanntlich immer noch nicht. Egal ob man nun selber Mitglied ist und an den Tarifen und Hierarchien verzweifelt, es gibt z.B. ordentliche und außerordentliche Mitglieder, lediglich die ordentlichen sind stimmberechtigt und das sind ausgerechnet die, die das meiste Geld einbringen und daher natürlich an zeitgemäßen Änderungen das wenigste Interesse haben. Dazu mal ein paar Zahlen: Einnehmen tut die GEMA pro Jahr ca. 850 Millionen, bei ca. 60000 Mitgliedern, die meisten sind sogenannte “angeschlossene Mitglieder” in etwa Zahlvieh ohne Mitbestimmungsrecht, dazu kommen ca. 6400 “außerordentliche Mitglieder”, aus deren Reihen dürfen 34 Stimmen deligiert werden und dann noch die ca. 3400 “ordentlichen Mitglieder”, alle stimmberechtigt und mit 64% der Ausschüttungen von ca. 736 Millionen, denn ca. 15%, geht für Verwaltung drauf. 64% von 736 Millionen sind 471040000 €, also pro ordentliches Mitglied durchschnittlich 138541 €, während sich der Rest mit den vergleibenden 36% von 264960000 abfinden darf, das wären dann durchschnittlich 4416 €, wobei die wenigsten der angeschlossenen Mitglieder überhaupt etwas sehen dürften.
Aber der undurchsichtige Tarifdschungel ist auch der Horror derjenigen die an die GEMA zahlen müssen, also Veranstalter, Organisationen etc. Hier zeigt sich dann auch schnell inwieweit zeitgemäß und künstlerfreundlich diese GEMA heute noch ist, denn aufgrund dieses Tarifkuddelmuddels, gegen den sich Telefontarife wie Grundrechenarten im einstelligen Bereich ausmachen, gibt fast jeder schnell auf und zahlt die verdammte Pauschale, auf das eine Ruhe ist. Dumm nur das diese undurchsichtige Pauschale natürlich in den großen Topf kommt, aus dem dann die ordentlichen Mitglieder ihre eh schon gesicherte Existenz schöpfen.
Auch kurios, die Unterscheidung in U, wie Unterhaltungsmusik, und E, wie Ernste Musik, eine weitere Unterteilung der U Musik in entsprechende Sparten wie z.B. Rock oder Elektronik, so das die gezahlten Pauschalen in den entsprechenden Bereich zurückfliessen könnten, geht natürlich nicht. Ein Schelm der da an Absichten denken würde, zumal das Thema seit Jahren immer wieder auf’s Tablett kommt und in schöner Regelmäßigkeit versandet, abgeschmettert oder drumrum diskutiert wird.
Dabei hätte ich persönlich jetzt gar nichts dagegen das sogenannte E-Musik wie Klassik, Jazz, oder eben das was sonst noch darunter verstanden wird, weiterhin groß supportet wird, nur das ein E-Musiker, der auch nicht groß etwas anderes als ein U-Musiker macht, heute von seinen GEMA Leistungen noch ein akzeptables Auskommen haben kann, während der U-Musiker mit ein paar Cent abgespeist wird, während dieser aber wahrscheinlich mit seinen Auftritten und Releases dem E-Musiker das vergleichsweise angenehme Auskommen ermöglicht, dann läuft da was schief. Das dem so ist durfte ich erst letztens wieder von einem E-Musiker erfahren, der ab und an seine Dronekompositionen aufführt, der lebt fast von seinen GEMA Leistungen! Sowas gibt’s also auch noch, man muß denen nur eben ein E für ein U vormachen.
Aber damit hören die Kuriositäten ja noch lange nicht auf, wenn man sich die aktuellen Meldungen bezüglich GEMA und Youtube anschaut ist ersichtlich das die Mitglieder seit 2 Jahren auf Tantiemen aus dem Streamingbereich verzichten müssen, weil keine Einigung möglich ist, die GEMA behauptet das wäre im Sinne ihrer Mitglieder.
Noch so eine Posse die in jüngster Vergangenheit wieder an Aktualität gewonnen hat ist die GEMA-Vermutung, d.h. die GEMA hat das Recht davon auszugehen das bei einer Veranstaltung GEMA-Repertoire läuft und man muß als Veranstalter das Gegenteil beweisen, in Zeiten explodierender frei verfügbarer Musik unter CC ein Anachronismus. Die GEMA brüstet sich jetzt aber, das man irgendwann in Zukunft Playlisten online einreichen kann um das Gegenteil zu beweisen, 2011! Ich sag ja, bis die tatsächlich im Computerzeitalter ankommen, das muß wahrscheinlich die Natur mit der Belegschaft erledigen.
Meine Schlußfolgerung ist daher, das man sich als elektronischer Musiker ganz genau überlegen sollte ob man diesem Verein heute überhaupt noch beitritt. Solange man nur released ist m.E. Creative Commons der für alle Seiten bessere Weg, das Label muß keine horrenden Summen zahlen, die Musik ist für alle frei verfügbar und die Chance über die GEMA Geld zu generieren so verschwindend gering, das es sich um die paar Cent nicht lohnt, das ganze Procedere auf sich zu nehmen. Schade eigentlich, denn ursprünglich war das mal eine gute Idee, die leider irgendwo in der Steinzeit des letzten Jahrhunderts hängen geblieben ist, anstatt sich den neuen Chancen und Herausforderungen, die die Digitalisierung mit sich brachte, zu stellen belies man es lieber dabei die Besitzstandwahrungen des letzten Jahrhunderts beizubehalten. Meine Hoffnung das sich da zu Lebzeiten noch was zum besseren wenden wird tendieren gegen Null.

Update: hier nochmal ein Artikel mit Grafik, was ein Künstler an einer CD so verdient, weniger als die GEMa und alle anderen, nämlich 4%

Kommentare (35) Schreibe einen Kommentar

  1. naja ohne gema eben kein plattenvertrag bei einem normalen label.

    ebenso kein radioplay in einem normalen radio.

    ergo verzichtet man auf viele euros…

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  2. Die eigentlich “gute” Idee entstand zu Adolfs Zeiten um die Propaganda Musiker mit Kohle zu versorgen, damit stehts nachschub wie “deutsche Panzer Rollen” zu Ohre kamen. GEZ kommt übrigens auch aus der Zeit,
    nur die Namen waren andere…..

    Deshalb war die Idee nie gut, weil seit je her nur die VIPs damit Kohle verdienten, nicht aber die die es nötig hätten; kein KünstlerFonds!

    Man könnte daraus sicherlich was gutes machen, was aber dem Ursprung widerspricht; deshalb wird das nie passieren!

    Imho gehören GEMA und GEZ abgeschafft und durch unabhängige, trotzdem öffentlich regulierten Alternativen ersetzt, damit diese Gebühren wieder einen Sinn machen..

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  3. Verstehe ich es richtig? Es ist nicht möglich einen Teil seiner Musik unabhängig der GEMA zu veröffentlichen, wenn man sich einmal mit der Pute eingelassen hat?

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  4. spaceace, das ist Quatsch, die GEMA gibt es schon seit 1902 und Deutschland war damit verhältnismäßig spät dran, vergleichbare Organisationen gab es es in Frankreich und UK schon im Jahrhundert davor. Urheberrecht war mal eine wirklich sinnvolle Sache, bevor sie besonders in der zweiten Hälfte des letzten Jahrhunderts pervertiert wurde

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  5. Der kroatische Kulturverein, in dem sich mein Vater engagiert, veranstaltet jedes Jahr einen Kulturabend. Man bucht eine Musikgruppe aus Kroatien, die volkstümliche Musik zum Besten gibt. Es sind auch jedes Mal GEMA-Gebühren fällig. Aber Gelder von der GEMA hat die Gruppe noch nie gesehen …

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  6. @Berliner Provinzei: das ist richtig, allerdings sind die eben nicht wirklich computeraffin, so das viele GEMA Künstler unter Pseudonym trotzdem gemafrei releasen, nur legal ist das nicht

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  7. @spaceace

    Piraten und Hoffnung.

    Das ist die größte Lachnummer.

    Inkompetente Politiker aller Farben haben wir in Deutschland schon genug, jetzt kommen halt auch noch orange Inkompetenz dazu.

    Einfach mal aufwachen und nicht jeden Hype glauben.

    Ich kenne den Oberpirat hier bei uns in der Provinz und das ist mehr als traurig.

    Also Politik doch besser aus dem Blog lassen. Danke!

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  8. is die gema denn wie die gez staatsterrorismus ?
    oder wer sagt man MUSS da mitglied sein wenn man was raus bringt ?

    da muss man doch irgendwann was ändern können ? wenn doch der großteil mehr zahlt als einnimmt ?

    oder müsste ich dann quasi meine tracks selber pressen und selber vertreiben um an der gema vorbei zukommen ? sprich auch auf einen barcode verzichten ?

    ich glaub ich hab noch nie was positives über die gema gehört…

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  9. @resistance88

    wenn ich deine Aussagen über Audio, insbesondere Mastering höre, ist das eben so traurig….da erscheint mir das was die Piraten vermitteln eher Substanz zu haben.

    @Tanith

    GEMA gibbet schon länger, die Strukturen in der Form seit 3rd Gedanken, hatte ich jedenfalls gelesen.
    Kann auch Quatsch sein, aber wer hat schon Einsicht in deren gebaren?

    Trotzdem muss der Müll aufpoliert werden, ich kenne keinen der sagt GEMA ist gut…

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  10. Also….
    Das mit einmal Gema immer Gema stimmt zwar aber trotzdem kann man sich für einzelne Projekte aus dieser Gema rausschummeln. Auf deren Seite gibt es sehr versteckt dazu einen Antrag als PDF zum downloaden.
    Was mich bei diesem Verein allerdings am allermeisten aufregt und was meines Erachtens nach auch Beugung des Deutschen Rechtes ist, ist die sogenannte Beweisumkehr. Der Verdächtige ist schuldig bis er das Gegenteil beweisen kann. Es langt ja nicht das solche Spielchen das Finanzamt schon treibt.Nein solche Vereine wie die Gema dürfen das eben auch.

    Zum Thema: Ich warte auf die Piraten.
    Megalacher! Das was diese Leute so sympatisch macht, ist das sie zugeben keine Konzept zu besitzen. Das zeugt von grundsätzlicher Ehrlichkeit. Das Politik noch von unserer Regierung umgesetzt wird mag wohl stimmen aber gemacht wird diese mittlerweile von Banken und Großkonzernen. Das werden die Piraten auch nicht ändern!
    Ich sehe tatsächlich nur einen Ausweg aus dieser diktatorischen Demokratie und das ist die Revolte von unten. Und die wird sicher kommen. Nur das kann auch noch 10 Jahre dauern und die Piratenpartei ist es sicherlich nicht.

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  11. @spaceace

    Was hat bitte Politik mit Mastering zu tun ? Sorry, verstehe ich jetzt nicht so ganz. Wenn das die Diskussionskultur der Piraten ist, dann bestärkt mich das in meiner Meinung.

    Mein Thema war Politik aus dem Blog herauszulassen. Hier geht es um Musik und nicht um irgendwelche Parteien.

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  12. @flic

    Stimme Dir bei den Piraten und der Kurzanalyse voll zu. Könnte irgendwann richtig unangenehm werden, wenn die Eliten so weitermachen…

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  13. @resistance88

    Grundsätzlich gebe ich Dir schon recht das man Politik aus dieser Szene hier raushalten sollte nur insgesamt finde ich es schade das die Technobewegung so unpolitisch ist. Ich persönlich bin der Meinung das man viel bewegen könnte und solche Dinger wie “Techno gegen Rechts” gab es früher auch viel mehr.
    Heute tanzt man für das Recht auf Freiheit für die Szene das ist aber auch schon alles…
    Ich schreibs mal ganz derbe…früher nannte man es ReichsKristallNacht. Alles was nicht passte wurde einfach verbrannt. Heute gibt es Gema, Apple, Beatport…alles was sich nicht fügt wird systematisch ausgegrenzt und platt gemacht…Früher herrschte der kranke perverse Braune heute der kranke perverse Euro…
    Mir klar das das derbst rüberkommt wenn man solche Aussagen macht aber irgendwie steckt da auch ein Stück Wahrheit drin.

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  14. @flic

    muss Dir schon wieder Recht geben. Aber dafür gibt es ja den Underground. Schimpfwort zwar, aber mir fällt nix besseres ein.

    Leider passt das zur aktuellen Entwicklung der Musik. Aber wie
    schon in den 80er und frühen 90er. Man kann ja selber was
    dagegen tun. Es liegt mE an jedem Einzelnen selbst ;-)

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  15. Pingback: GE(h)MA! | BLOG.ARTEQCUE

  16. wir dürfen als Veranstalter nun die GEMA Listen per Mail schicken! Nicht mehr faxen! Was für ein Gewinn! x)

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  17. Zitat resistance 88: “…Piraten und Hoffnung.

    Das ist die größte Lachnummer.

    Inkompetente Politiker aller Farben haben wir in Deutschland schon genug, jetzt kommen halt auch noch orange Inkompetenz dazu.

    Einfach mal aufwachen und nicht jeden Hype glauben….”

    Endlich hat das mal jemand erkannt. Ich hab schon gedacht, ich wär der Einzige, der diesen Polit-Clowns nicht auf den Leim gegangen ist..

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  18. is sich schick machen nich schon politisch ? ^^

    alles is politisch… und politik ausm blog halten ?
    wozu dann der blog ? eh ich meine natürlich das blog… :-P

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  19. @flic: das mit dem legalen Rausschummeln wäre mir neu, bin allerdings bestimmt auch diesbezüglich nicht auf dem neuesten Stand, das das dann mal wieder nur versteckt zu finden ist spricht wiederum Bände.
    und diese Beweisumkehr ist ja die Gema-Vermutung, wie man bei Audite auch noch mal gut nachlesen kann, auf diesen Vorfall bezog sich auch meine Erwähnung dieses Anachronismus.

    @resistance88: ich würde die Piraten mal nicht unterschätzen, alleine deren Existenz läßt den Rest der Parteien in Sachen Netzpolitik und Kompetzenz schonmal kräftig aufholen wollen, siehe z.b. Peter Altmeier’s (CDU) Twitteraccount ;-)
    Und nein, bei Bedarf halte ich hier Politik eben nicht raus, weil ist mein Blog ;-)

    @resistance & flic: ich sehe Techno und Szene nicht mal so unpolitisch, nur kann man das eben glücklicherweise gut trennen, es muß nicht in der Musik passieren, aber viele die Techno hören oder daran arbeiten erlebe ich höchst politisch, was auch eigentlich nicht Wunder nimmt.

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  20. Zitat Tanith: “…ich würde die Piraten mal nicht unterschätzen, alleine deren Existenz läßt den Rest der Parteien in Sachen Netzpolitik und Kompetzenz schonmal kräftig aufholen wollen…”

    Wenn bei der angeblich ach so tollen Kompetenz in Sachen Computer und Co. so etwas herauskommt – http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/0,1518,803850,00.html – dann zeigt mir das eigentlich nur, dass die Piraten auf dem gleichen Kurs in Sachen Intrige und Diffamierung unterwegs sind, wie alle anderen Parteien – nur dass sie sich modernerer technischer Mittel bedienen. Armselig.

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  21. @tanith

    ich lese/beteilige mich an dem Blog, weil er sich primär um Musik kümmert und dafür schätze ich Ihn. Um Musik meine ich aber auch alle kulturellen und sozialen Aspekte. Da dürfte Dein Blog wohl einmalig und was besonderes sein.

    Was aber Parteienpolitik angeht und ich bin selber passives SPD-Mitglied muss ich aber sagen, dass ich den Hype um die Piraten eher lustig finde.

    Und wenn Du Tanith dann die Netzpolitik als so wichtiges Thema anführtst, dann sag das halt schon alles wie ernst ich die Themen der Piraten nehme. In Zeiten der Finanz- und Schuldenkrise, Fukujima etc. halte ich das Thema Netzpolitik für ein Luxusthema. In Zeiten von dem Auseinanderdriften von Arm und Reich einer zunhmenden “Amerikanisierung” der Gesellschaft ist mir offen gesagt die Netzkompetenz der Piraten sowas von egal.

    Und die Piraten die ich kenne, die können mir vielleicht was über Apple, Linus etc. erzählen, aber bei realen Themen der Steuer- und Finanzpolitik wird es dann zunehmend dünn. Und als Dipl.Kfm und StB treue ich mir hier durchaus einen Meinung zu.

    Ich habe nichts gegen die Piraten, aber von einer echten Alternative zu sprechen, da fehlt es an einer breiten Thematik und an Kompetenz in Politikfeldern, die nicht mit dem Web zu tun haben.

    Momentan sind die Piraten i.W. ein Sammelbecken für Unzufriedenen jeglicher politischer Coleur. In welche Richtung da der Zug fährt ist und ob die Piraten überhaupt außerhalb Berlins jenseits einer reinen Protestpartei relevant werden, das muss die Zeit erst noch zeigen.

    Mit dem aktuellen poltischen Personal der Piraten wird das jedoch aktuell recht schwer, denn jugendliche Elan ist unterm Strich doch etwas wenig.

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  22. Der ganze ursprüngliche Sinn der GEMA ist spätestens dann obsolet, wenn der Veranstalter aufgrund hohrender GEMA-Zahlung die aufgetretenen Artists (die im elektronischen Bereich fast nie GEMA-Mitglied sind) nicht ordentlich ausbezahlen kann..
    Es sind ja nicht “nur” immer 200 Euro wie im Beispiel von Audite.org.
    Bei unseren Festivals damals ging das schon mal in den vierstelligen Bereich aufgrund eines Quadratmeter-Schlüssels der GEMA und da bist du bei ner größeren Veranstaltungsfläche dann ganz schnell mit hohen GEMA-Abgaben dabei..
    Da bereichern sich dann Leute an einer Veranstaltung mit der sie nichts – aber auch gar nichts – zu tun haben.
    Das hat schon etwas von Schutzgeld-Zahlungen wie im mafiösen Bereich..

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  23. @ressistance88: ..zumal ich jetzt einfach mal unterstelle, dass die meisten Leute mit dem Namen „Piratenpartei“ an erster Stelle so etwas wie „Jack Sparrow“ und „Fluch der Karibik“ assoziieren. Genauso ein Blödsinn wie die ganzen „Fans“ von FC St. Pauli: Kennen keinen einzigen Spieler, tragen aber das Sweatshirt mit Totenkopf – weil’s so cool aussieht. Hätte die Piratenpartei sich von Anfang an „PPD“ genannt, würde heute kein Hahn mehr nach denen krähen….

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  24. Oh je….

    zum einen wird der Underground als Protestbewegung gegen den Mainstream gesehen, kommt aber eine politsische Bewegung in die Öffentlichkeit, aus eben diesem Underground an den Unis sind Sie genau so wie die anderen.

    Mit der Attitüde hätte Techno es nicht aus den Anfängen geschafft, man erinnere sich an die Im Blaumann, Warnweste, Gasmaske und was sonst für Irre für Spaß gesorgt haben. Trotzdem gings ab….

    Und die Kompetenz eines einzelnen auf die Partei zu übertragen, noch ärmer. Noch dazu wenn die Vermutung eines “auswendiglerners” nahe steht, querbezogen auf seine Audiokenntnisse.

    egal, wird vielleicht mal Thema der Woche, die Piraten…

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  25. @spaceace

    Habe mir deine alten Beiträge angesehen.

    Du kannst eigentlich nur kritisieren, oder polemisieren.

    Alternativ noch andere Leute persönlich beleidigen (s.o.)

    Dein Benehmen entspricht genau dem Verhalten, das ich von den
    Piraten aus meinem persönlichen Umfeld kenne. Und solchen
    Leuten Verantwortung zu überlassen, halte ich für völlig daneben.

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  26. @spaceace
    Ich weis nicht, was Dich dazu veranlasst, Menschen die nicht Deine Meinung sind hier so anzugehen. Ich kenne Dich nicht deshalb erlaube ich mir auch kein Urteil bzgl. Deiner Person, denn möglicherweise bist Du ja ein ganz netter :-) . Aber wenn ich lese was Du so geschrieben hast, könnte ich auch von mangelnder emotionaler Intelligenz ausgehen. Mach ich aber nicht, denn wie gesagt dazu kenne ich Dich nicht gut genug. Ich finde es halt nur schade das solche Stellungnahmen wie die Deine, unterschwellig dafür sorgen, daß man keine Lust mehr hat über etwas zu diskutieren weil man eben nicht so angefahren werden möchte.
    Nach der Devise zu leben, daß nicht jeder Deiner Meinung sein muss nur schlüssig genug sein sollte um von Dir akzeptiert zu werden, ist eine Art die einen selbst auch oftmals weiter bringt. Denn manchmal öffnen andere Meinungen Türen die man vorher so gar nicht gesehen hat.

    In diesem Sinne….
    lasst uns alle kuscheln :D

    Antworten

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