Thema der Woche 170: Klaus Jahnkuhn

Tja, das ist mal einer über den ich so gut wie gar nichts berichten kann, außer das was wohl jeder über ihn weiß: Hausproduzent von Low Spirit und Westbam. Meine paar Begegnungen mit ihm beruhen auf Zufälligkeiten und er erschien mir als netter Mensch, trotzdem machte ich mich immer gern lustig darüber wie man ein so teures Studio wie die Jungs habenund trotzdem so billig und ohne Bass klingen kann. Seine Art des Produzierens kam mir daher immer etwas anämisch vor, aber wahrscheinlich war das sogar gewollt, nette Menschen wollen ja keinem weh tun.
Was er heute macht, keine Ahnung, Discogs sagt immer noch sporadisch Westbam produzieren und die jährliche Members Of Mayday Hymne machen die beiden wohl auch noch zusammen, aber wahrscheinlich hat man in den Kreisen eh ausgesorgt und man braucht sich keine Sorgen um den stillen Mann im Hintergrund machen

Kommentare (25) Schreibe einen Kommentar

  1. Wäre Tanith der Held eines Ego-Shooters und Low Spirit die böse, zu bekämpfende Macht, dann wäre nicht Westbam der Endgegner, sondern Klaus Jahnkuhn. Natürlich würde er sich vor dem Fight verwandeln;-)

    Ich weiß nur, dass Westbam und er sich in einem Schulkurs „elektronische Musik“ oder so Anfang der 80er kennenlernten und seither zusammen Musik machen. Da ich ja ein bekennender Fan der Low Spirit-Musik 1990-1995 bin, zolle ich Klaus Jahnkuhn natürlich Respekt. Live wirkt er tatsächlich etwas schüchtern, verschmitzt, ja fast schon bieder. Er hat aber was drauf. Ich finde, das hört man.

    Super auch die Namensvariationen auf Discogs: J. Jankuhn | Jahn Kuhn | Jahnkuhn | Jan Kuhn | Janjuhn | Jankuhm | Jankuhn | Jankuhun | Juan Kuhn | K Jankuhn | K. Jahnkuhn | K. Jankhun | K. Jankuhn | K. Jankuhun | K.Jankuhn | K.Jank?ns | Klau Jankuhn | Klaus |Klaus Jan Kuhn | Laus Jankuhn

    Wahrscheinlich weiß bis heute niemand, wo genau die „h“s im Namen hingehören. Außer er selbst.

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  2. ja, da hätte ich ja mehr erwartet. da meine technoiden anfänge natürlich auch mit rave und marushas version von somewhere over the rainbow begonnen haben würde ich mir insgesamt mehr informationen wünschen. ich habe mir sagen lassen das er ein genius in sachen tontechnik ist und auch aus der letzten pa noch klang im controller einstellen kann.
    zudem meine ich immer wieder rauzuhören das er könnte wenn er wollte, aber er sich doch eher am musikmarkt orientiert hat. eine art multitalentierter musiker wie dieter bohlen, nur ohne rampensaumentalität.

    ich würde gerne wissen wer er ist und was seine ziele waren, ob er jetzt noch welche hat oder auf einmal hinter ganz anderen projekten steckt wo man es nie vermuten würde.

    ich glaube er hört privat neue musik, jazz und schlager :D

    danke tanith das du das thema aufgegriffen hast.
    bis dann!

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  3. “klang im controller “, “multitalentierter musiker wie dieter bohlen”, ich glaube ich komm da nicht ganz mit ;)

    Mag ja sein das er könnte wenn er wollte, aber warum will er dann nicht? Es gab ja durchaus Zeiten in denen man soundtechnisch wirklich hätte brazzen können, aber auch da klang aus dem Hause alles schaumgebremst, als wenn ein Beamter mit Aussehen wie Wulff versucht die Sau raus zu lassen. Mir war das alles immer zu brav und zu klinisch

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  4. Also Tanith bei Deine Themenauswahl warst Du auch schon mal besser :) .
    Aber ich muss auch dazu sagen das mir dieser Westbums schon immer bam war.. wobei das ja schon wieder eine Geschichte wär “der Westbums und sein Gosejohan” :D

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  5. Ähm, ich such mir die Themen ja nicht selber aus, das macht ihr mit dem Poll… ist das nach 170 Themen noch nicht durchgedrungen?

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  6. Also ein wenig mehr Schuldbewusstsein könntest schon an den Tag legen. Schließlich bist Du hier der Blog Betreiber. :-) :-)

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  7. ” “klang im controller “, “multitalentierter musiker wie dieter bohlen”, ich glaube ich komm da nicht ganz mit ;)

    Nich ? da gehts ja nich um musik geschmack oder vielleicht qualität eben darum zu wissen wie ein hit funktioniert..die breite masse ansprechen… da gibs dann wohl ne 1 bei dem herren :-)

    ansonsten is er wohl genauso ein rätsel wie jens wojnar…

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  8. warum stellt man themen zur auswahl über die man rein gar nicht zu sagen weiss , und dann sagen die leser hätten sich das ausgesucht?

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  9. in der key´s 07.1995 hat er für einen leser-gewinner öffentlich eine produktion begleiten lassen…das gab mir viel inspiration. sollte die zeitung irgendwo im keller noch rumliegen haben….was den bass angeht, so liegt es daran, das so gut wie immer auf mastering verzichtet wurde! und aus gutem grund. so eine electric kingdem sause zeigte es. denn eine membran möchte schwingen um luft in die ohren zu pusten… und mastering ist nicht immer vom vorteil, das sagt dir jeder vinyl-cutter! breitgedrücktes dance-mastering wirkt im club überhaupt nicht!!!!!!!

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    • Wenn nach dem Mastering keine Dynamik mehr drin ist, sollte man den Masterer wechseln. Obwohl Dynamikverlust und Clipping (also das Abschneiden der obersten Höhen) ohnehin eher ein Dancepop- oder Rock/Metal-Problem und nicht immer die Schuld des Masterers ist. Sehr schön bei Metallicas “Death Magnetic” zu hören. Mastering der Songs auf Guitar Hero: So gemastert wie der Masterer es wollte. Mastering des Albums: So gemastert wie Metallica es wollten. Da hat sich der Typ auch von distanziert. “Jungs, das ist zu viel!” “Ne, lauter!” “Aber das klingt scheiße…” “Halt’s Maul, wir sind Metallica! “Ja, leider…”
      Bei Techno sollte das aber kein Problem . Und wenn, einfach mal zur Konkurrenz gehen…

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  10. @tanith…was meinst du genau mit bass? Druckt die Bassline nicht oder Kickdrum bei seinen Produktionen? Klar sind Sachen wie Somewhere over the rainbow nicht super bass drückend aber z.B das Album we nener stopp living this way von Westbam ist z.B schon recht Basslastig…

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    • dazu kann ich immer wieder nur sagen euer Bass sind meine Mitten :D ich fand das was die mit Bass angestellt haben immer sehr schwach bis blutleer und uninspiriert, quasi als wäre der Bass zwar nötig aber richtig damit umgehen konnten die nie, immer zu brav eingesetzt

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      • So sieht’s aus! Das war alles sountechnisch halt eher Radio als Club. Wobei es aber die ein oder andere Jankuhn-Nummern gab, die cool fand. “The Cabinet ob Dr. Westenstein” ist ein volles Album und auch manche Kitsch-Kommerznummer finde ich cool, obwohl ich das nie so produzieren würde. Z.b. “Crash Course”, “Hard Times”, “You can’t stop us” und “10in01″. Ich mag’s halt melodisch, he he he…
        Tanith fand ich ja auch erst dann richtig cool, als er ein bisschen “softer” wurde. Z.b. 1996 im Palazzo, Bingen, glaube ich. Da war “Born Slippy” sein erster Track. Das Break-Zeugs so um 1997 war dann richtig cool. Auf der Sounds of Live spieltest du unten in den Katakomben und das war viel zu klein. Da hättest du mehr Fans als Paul van Dyk.
        Zwei sehr gute Freunde haben dich damals mal ins Mannheimer Genesis gebucht. Das war mal sehr geil. Vielleicht erinnert du dich noch, die Eventreihe hieß http://www.bigbeatz.de.
        Aber das komische 2Step-Zeuge, das ist nix ;-)

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  11. @tanith. Gut ich habs verstanden. Du meinst, dass da ganu unten rum nicht viel passiert und die im Mitten bereich basslastig sind. gut so mischt man ab, damit es auch auf omas radio gut klingt. aber das es unten unter 40 hertz richtig schiebt, da passiert gerade in den 90ern bei vielen Produktionen nicht viel.

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  12. dann haste die Falschen Produktionen als Referenz, hör dir z.B Drum & Bass an und wieso sollte man Techno, der für Tanzflächen gemacht ist für Omas Radio abmischen?

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  13. ja aber gehen die Drum’bass sachen wirklich bis 20 herz runter? Ich weiss, dass da damals auf den parties die Luft vibriert hat bei einer guten Anlage. naja Jahnkuhn war ein ausgebildeter Tontechniker und ich kann mir vorstellen dass der so produziert hat, damit es überall gut klingt. leider auch auf omas radio. halt streng nach vorschrift.

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  14. Sorry. Das ist mir hier schon ein wenig zu einseitig. Mir hat die Masse der Low Spirit Veröffentlichungen nicht gefallen. Allerdings waren da schon einige Meisterwerke dabei. Leg mal in einem Deiner Revival-Sets “I can’t stop” auf. Die Leute lieben den Track. Aus dem Jahr 1991 wohlgemerkt.

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