Thema der Woche 187: Älterwerden in der Techno-Szene

Dieses ominöse Alterwerden scheint ja ein pressierendes Thema zu sein, so oft wie es in letzer Zeit auf’s Tablet kommt.
Disclaimer vorweg: Ich finde Altern super und spannend, vor allem weil es wirklich nichts mit dem zu tun hat was ich mir früher so darunter vorgestellt hatte, in 2 Monaten bin ich 50 und fühle mich nicht wie ein Opa, sondern bin ja gerade erst Vater geworden, die Neugier nimmt nicht ab, die Zipperlein sind bislang ausgeblieben, die innere Ruhe wächst und die Orientierung in der Welt ist besser als je zuvor. Immer wenn einer früher stirbt als man selbst macht man die Beckerfaust und den jüngeren kann man ein kraftvolles “schaff du das erstmal bis hierher!” entgegen schmettern.
Trotzdem scheint es speziell im Technoumfeld eine besonders verunsicherte Fragestellung bezüglich Altern im Techno zu geben, die mit “Kann man das?- “Ja!” wohl nur unzureichend beantwortet ist.
Die Angelegenheit sieht in anderen Sparten doch schon lange geklärter aus, ein Bob Dylan z.B. darf auch heute noch auf der Bühne stehen und es wirkt nicht komisch, bei Konzertgängern wird die Altersfrage auch kaum gestellt, der Bueana Vista Social Club hätte ohne Alter sogar sicher nicht den Film bekommen, aber bei Techno fragt man sich, Älterwerden und Techno, darf man das und wie geht das? An fehlenden Beispielen kann’s definitiv nicht liegen, also wahrscheinlich eher an der bislang nicht upgedateten Vorstellung das Techno so ein Jugendding ist das man spätestens mit Beendigung der Twenphase hinter sich hat und danach jovial über die eigene Jugend schmunzelt, während man bei Rotwein irgendwas erwachsenes, klischeehaftes wie Jazz oder Klassik hört. Kann man ja machen, zusätzlich, denn nicht nur ein Großteil meines Umfelds befindet sich bereits in den Vierzigern und auch wenn viele nicht mehr so aktiv daran teilnehmen kenne ich doch auch eine nicht geringe Menge an Leuten, auch jenseits der 50, die nach wie vor von und in Techno leben, in der Natur der Sache liegt auch das es jährlich mehr werden.
Natürlich spielen da auch die Umstände eine Rolle, in einer Umgebung wo Techno in dieses subkulturelle Nischendasein gehört, wo man auf Veranstaltungen mit einer 3 oder 4 vor der Null schonmal das doppelte des Durchschnitts auf die Alterswaage bringt sieht’s natürlich schwieriger aus mit Würde und Altern, aber auch da habe ich schon genug Beispiele gesehen die die Kurve kriegen. In Orten wie Berlin ist die Altersfrage eh hinfällig weil da von unter 20 bis über 50 alles vertreten sein kann und viele in den Netzwerken schon die meiste Zeit an irgendwelchen Stellen der Szene gewerkelt haben, es noch tun und wenn nicht, dann immer noch ihre Verbindungen und Freunde dort haben, you never dance alone.
Praktischerweise ist man an exponierter Stelle wie DJ oder Veranstalter sowieso fein raus, da hat sich die Sache mit dem Alter eh schon dankenswerterweise relativ egalisiert, man hat sich an Leute gewöhnt die seit nun fast 30 Jahren hinter Plattentellern stehen das bis heute nicht lassen können, da heimst man sich mit dem Alter vielleicht sogar noch bei dem ein oder anderen ein Quentchen Respekt ein. Was natürlich hin und wieder komische Züge annimmt ist, wenn man dann vor dem Veranstalter steht und der könnte der das eigene Kind sein und nun gibt’s da Nachverhandlungen wegen Gage oder ähnliche Sperenzchen, die so schon unangenehm sind, in der Konstellation aber nochmals dämlicher kommen und man sich unweigerlich fragt, was mach ich hier gerade eigentlich? Aber auch da wächst man rein, ist ja nicht so das man von heute auf morgen älter wird.
Eine nicht unwesentliche Rolle spielt natürlich auch schwindende Nachtstamina und diesen Regenerationsphasen die sich auch immer länger Zeit lassen bis man die so nennen kann, die meist gepaart mit sich änderndem Lebensfokus dazu führen das man gar nicht mehr jedes Wochenende auf der Rolle sein will und sich so zwangsläufig irgendwann außen vor vorkommt, was m.E. und BTW immer noch die ästhetischere Variante ist, als auf Teufel komm raus mithalten zu wollen und sich so zum Jugendzwangdepp zu machen. Ist ja ganz schön das Leben eine Zeit lang mal komplett auf Techno ausgerichtet zu haben, ebenso schön ist es allerdings wenn sich der Horizont wieder weitet. Ich kenne mittlerweile viele, auch DJs, denen es so ergeht wie mir und die mir hinter vorgehaltener Hand stecken das sie am Wochenende auch lieber auf der Datsche chillen würden, als im Club oder bei der Afterhour und außerhalb der eigenen Engagements nur noch sehr selektiv ausgehen. Aber Techno findet eben nicht nur im Club statt. Kinderfreundlich gestaltete Open Airs und Technoforen mit Unterforum für Technoeltern sprechen da Bände.
Das Altern im Techno, das will ich nicht vorenthalten, hat auch durchaus so seine Vorteile und diese sind stark angelehnt an das restliche Altern, man ist z.B. gefestigter im Geschmack, und hat schon ein paar Fixpunkte in seiner Historie, Leute die man auf Veteranentreffen trifft kennt man schon über 20 Jahre! Man muß nicht mehr hektisch jeden Trend mitmachen oder irgendwie gut finden, im schlechtesten Fall schön pillen, weil man meint sonst nicht mehr up to date zu sein oder etwas zu verpassen und wenn’s nur die vermutet beste Party ist, die dann doch lediglich die vermeindlich beste war weil man meinte das die Coolen und Schönen sich genau da aufhalten, was sie dann im Endeffekt doch nicht tun, sondern eben nur die, die der Coolness hinterher laufen und eben hektisch sind. Diese altersimanente Zenruhe kann auch dazu führen das das Sendungsbewußtsein auch mal in ganz andere Richtungen schwingt, nämlich nach innen, man muß nicht mehr die Welt davon überzeugen das der eigene neu entdeckte Scheiß der heißeste ist, sondern ist auch zufrieden wenn man Musik für sich hat, soll die Welt doch tanzen zu was sie will.
Weiterer Vorteil: Man hat schon vieles durch, z.B. diese Slowhousenummer gerade, die hatten ältere Semester schon anno 1990, hieß damals Movement 98 und war glücklicherweise innerhalb von ein paar Wochen vorbei, ein Nichts gegen das was da gerade passiert. Ich glaube ich werde nie so alt werden wie diese Musik teilweise klingt.

Kommentare (50) Schreibe einen Kommentar

  1. Zu dem Thema kann ich ja mit reden, jetzt nur erstmal ein kurzes Danke für den Artikel, treffend beschrieben und man sieht sich doch in einigen Dingen wieder, ich schreib demnächst noch ein paar Sachen dazu, jetzt aber zu müde wegen Alt ;-). Merci.

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  2. die gealterten stars aus der hippie-ära wirkten in den 80ern doch auch irgendwie seltsam, ihre platten wurden verramscht. nun weiss immer noch jeder wer jimi hendrix usw ist. ich denke beim techno wirds nicht anders sein. 2020 ist techno voll uncool und total alt, aber 2030 werden die legenden erzählt werden. naja, so, oder ungefähr so, könnte es passieren.

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  3. Hallo Tanith, was ist denn jetzt “slowhouse” schon wieder? Kann mit dem Begriff echt nix anfangen, ahne aber… :) Kannst Du bitte ein- zwei Beispiele von 1990 geben? Danke schonmal! Gruß..

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  4. @BenAvion
    @Tanith
    Ich denke 2020 hat die Menschheit wesentlich trivialere Probleme.
    ala Leben nach dem Nuklearen Fallout

    Soll jetzt nicht heißen das ich Pessimist wäre aber wenn man sich so umschaut auf dieser Welt is ja dieses gar nicht so weit hergeholt.

    Wobei das mal nen richtig gutes Thema wäre
    “Techno als aktive politische Bewegung” hat ja auch schon ganz gut funktioniert bei “Techno gegen Rechts”

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  5. Sehr gut geschrieben Tanith!!! :-) Man findet sich definitiv gedanklich drin wieder! Und gewisse Fragen hab ich mir selbst auch schon gestellt *lach* I Like! Und recht hast damit – Daumen hoch! ?

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  6. ich unterschreibe ja viel, aber Slow House gab es unter anderen Namen immer und wird es hoffentlich auch immer geben!

    Immer diese unfunky Karnickelbeat-Liebhaber…. :-)

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  7. Kann ich fast zur Gänze deinem Text zustimmen und ich bin gerade mal 25 und fühle mich schon so als wär ich ungefähr 20 Jahre älter. Der (Arbeits-)Alltag hat mich in gewisserweise schon eingeholt und lässt mich nicht so oft fortgehen wie es mir lieb ist. Hinzu kommt noch dass in Punkto Veranstaltungen die hier in Wien laufen der Großteil meinen Geschmack nicht anspricht. Dafür sind die kostenlosen halblegal/illegalen Outdoor-Partys sehr abwechslungsreich und gehe da gerne immer wieder hin bzw. bin ich auch dankbar dafür dass diese Leute mich dort auch ab und zu bei sowas spielen lassen. Ist ja schwer in der Freunderlwirtschaft der Veranstalter wieder Fuß zu fassen. Es sei denn man zieht selber was auf.

    zum slowhouse:
    Also was du gegen sehr langsamen House der 105 – 119 bpm Grenze hast verstehe ich zwar nicht. Ich find das eigentlich schön und auch spannend was Leute wie Soul Clap, Ray Mang, Art Department, Motor City Drum Ensemble oder die Typen von Luv Shack Records daraus machen. Bringen auch in Gewisserweise den Soul in den Köpfen der jüngeren Leute die auf (Loop)House-Partys gehen zurück.
    Aber na gut. Jedem das seine. Geschmäcker sind verschieden und wenn du davon halt nen Ausschlag kriegst tuts uns und mir auch Leid. Hätt ich des vorhin gewusst hätt ich auch nix von mir in deine Dropbox geworfen. :-P

    btw:
    Danke für den Movement 98 Hinweis. Kannte dieses Projekt von Paul Oakenfold bisjetzt noch nicht. Vor allem der Future Mix von Joy & Heartbreak ist wunderschön. Finde auch den Einsatz von “Trois Gymnopédies” ist gelungen. Bin da ja meist immer skeptisch wenn klassische Musik in elektronischen Musikstücken zitiert oder gar noch schlimmer komplett gecovert werden. Da haben nur wenige mich überzeugen können. Aber hier funktionierts.

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  8. ok, Slow House pauschal aburteilen mag vielleicht vermessen sein, aber was mir da in letzter Zeit an Mixen untergekommen ist ist so langweilig und uninspiriert gewesen als hätte man Minimal in seiner Hochzeit nochmal um 10 BPM runtergepitcht.
    Was mich zudem wundert, vieles was ich aus diesem Bereich gehört habe ist, streng genommen, gar kein House sondern Downbeat, das man jetzt wohl im Zuge des gewollten Hypes einfach mal umlabelt

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  9. ok, das unterschreibe ich jetzt wieder!

    Aber das ist und war nie anders, sobald irgendwer irgendwo einen Hype wittert, wird schnell alles dazu passend umgelabelt, was nicht bei drei auf den Bäumen ist.

    Mir ist das wurscht, ist schließlich unser Job, die Perlen aus der Masse zu fischen. Ob das jetzt grad Downbeat, Trip Hop, Slow House, Cosmic Disco unter sonstwie genannt wird, beeindruckt mich nicht die Bohne.
    Ich steh seit über 20 Jahren auf die Sorte Sound. Ich weiß nicht, wieviele verschiedene Bezeichnungen und Hypes davon ich erlebt habe. Ich denk mir dann immer “Auch das geht vorüber”.

    Du kennst das doch gut vom UK Hardcore-Continuum… :-)

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  10. Pingback: Anonymous

  11. Slow House Raus! ;)

    Diese Schunkelmusik ist ja unerträglich.

    Wir wollen im Club ausrasten und nicht wie bei einer Volksmusikfeier schunkeln!

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  12. @1991

    ts ts, nicht so pauschal bitte: :-)
    Erstens müssen Geschwindigkeit und Härte nicht zwangsläufig korrelieren.
    Zweitens: Könnte das nicht ein klitzekleines bißchen von der Art der Veranstaltung, der Zielgruppe, der Phase innerhalb der VA use usf abhängen? Von Anfang bis Ende durchbrettern ist doch öde…

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  13. Sehr schön, dass kann ich auch so unterschreiben. Werde übermorgen 47, bin stolzer Papa von ein einjährigen Sohn und fühle mich auch sonst pudelwohl.
    Ein Hoch aufs Leben!

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  14. ma schaun wie ich die nächsten 25 jahre mitbekomme wenn ich dann auch 50 werde :-P

    obs dann noch n dj gibt ?

    und die musik ansich so noch ?

    andererseits gibs den rock kram auch seit 50 jahren gleich nur mit etwas moderneren aufnahme geschichten…

    komisch das inna elektroninschen ecke so ne starke veränderung is.. oder hätte einer vor 20 jahren gedacht mal mit n laptop files zu mixen ?

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  15. “…man muß nicht mehr die Welt davon überzeugen das der eigene neu entdeckte Scheiß der heißeste ist, sondern ist auch zufrieden wenn man Musik für sich hat, soll die Welt doch tanzen zu was sie will.”

    Herrlich entspannt klingt das.

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  16. “komisch das inna elektroninschen ecke so ne starke veränderung is.. ”

    auch andere musikrichtungen bleiben nicht stehen, in death metal-drummer-kreisen sind so genannte “twin-pedals” oder “drum trigger” das, was für den gemeinen techno dj der sync-button in traktor ist, es ist halt irgendwie gemogelt, eröffnet aber auch ganz neue möglichkeiten…

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  17. Ich finde Dein statement großartig, kann nur bestätigen und ergänzen:
    Am tollsten ist, wenn das eigene Kind von “Platten” spricht, nicht von files, mp3 oder CDs. (Mein Sohn ist 9.) Der weiß, dass Musik zum bearbeiten da ist und dass es da gar keine Regeln gibt, der sitzt ehrfürchtig mit Papa vorm STAR WARS Soundtrack (Vinyl) um mal unter Kopfhörern die Magie zu erleben, denn die Filme sind ab 12! (Sag ich so, weil meine Erziehung sieht das so vor.)

    Heute haben wir gemeinsam IMPLOG “Holland Tunnel Dive” auf Youtube geguckt und der kleine Kerl war genau an der Stelle verzückt, wo der “Küchenmixer” einsetzt..

    Auf der anderen Seite war ich heute mal “aus”, wollte DEATH GRIPS sehen, die nun nicht kamen und war schier verwundert über das Publikum bzw. zurückgeworfen auf meine Teenietage.

    Es gibt tatsächlich junge Leute, die machen sich schick für den Abend.. (wo ich dachte dieses typische Disco- gehen hatten wir mit “der Bewegung” überwunden!)
    die tun so als ob.. mit Anfang 20.. Balzverhalten.. Kleiderordnung, die ich nicht kenne.. Posen wie in meiner Provinzdisko 1987..

    Alles Dinge, die mir tatsächlich so fremd sind, dass ich wirklich verwundert war.

    Das Wichtige daran ist, dass der Abend trotzdem gelungen war, der Hauptact den ich nicht kannte (Arabmuzik), hat mich überrascht und ich hatte mit einem alten Freund (den ich wg. Arbeit/ Terminen selten sehe) einen tollen Abend, haben ordentlich abgehottet und das Umfeld nur kurz wahrgenommen- mehr nicht.

    Ich schätze im Alter dieses “mehr nicht”! Geht mir oft so.

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  18. …altwerden und szene joar daaa sagste was….
    heute war ma wieder so ein tag wo ich sag “ne langt jetzt hast kein bock mehr”
    Da quatschst du mit OA veranstaltern und die jammern dir einen ab das sie nen hammann nied bekommen blablabla
    da ich meine schnauze nied halten konnte hab ich natürlich gesagt “jo diesen muschischubser brauchste auch genauso wenig wie nen kalkbrenner für mich sind die der ausverkauf der szene”
    ohaaaa ein donnerwetter brach über mich los wie ich denn so dreißt sein könnte sowas zu sagen.
    tjoar die frage ist berechtigt, wie kann ich nur so dreißt sein zu erwarten das nen 25 jähriger veranstalter versteht was ich damit meine…das mir diese balkan gitarren wir sind alles happy folkssänger poptechnokacke langsam zuwider is.

    eh leute lieg ich so falsch?
    nächstes ding…schickt mir nen freund der eigentlich gute mugge macht und auch in berlin lebt nen neuen track und meint…”eh dicker hör mal rein was sagste” ich gehört und was sag ich…..”eh xyz sei mir nied böse das ding geht garnied die percs hört sich an als ob wer in ner großküche randaliert die vocal wie ne popdiva da geht mehr mach mal bissl deeper das ding” jo und zack wieder voll eins aufs fressbrett…ala altaaaa du hast kein plan das geht hier grade in berlin wie hölle…jo is mir echt scheissegal was wo geht…ich seh nur grade es ist sowas von popig geworden das es kein spass mehr macht…..

    was ist nur los mit dieser technoszene
    wo bleiben die ideen
    diese muschiimponiererei mit techno geht mir langsam derbst aufn sack
    Gisela hört poptechno am autoscooter läuft dubsetp von nem langhaarigen brillenträger ich bekomms nimmer aufm schirm irgendwie mir machts langsam kein spass mehr

    ich werd zu alt für diesen scheiß

    gutnacht!

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  19. Ja, seltsam, dass man sich jetzt schon rechtfertigen muss, wenn man es immernoch “technotisch” mag. Muss mir dann auch so Kommentare anhören wie: “Techno?? Mit dem Scheiss brauchste mir nicht mehr zu kommen…” Spätestens ab 40 hat man sich – gefälligst – mit der guten alten handgemachten Musik zu befassen und nicht mit so albernem Kinderkram wie Techno. Mach ich ja – auch! Ich mochte es schon mit 14 am liebsten elektronisch und mit 40 eben noch immer. Ist halt eine altersunabhängige Geschmackssache. Nichts weiter.
    Nur beim Ausgehen wird’s zunehmend schräger. Die nächste Generation hat die vorherige ja selten verstanden. Muss man aber locker sehen, das war ja immer so. Ich wünsche mir nur wieder mehr Individualität bei der “Jugend”, dann hänge ich auch noch ein paar Jahre dazwischen rum :-)

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  20. Wunderbarer Artikel, bei dem ich sehr viel bestätigen kann. Das einzige, woran ich mich seit Jahren nicht gewöhnen kann, daß mich die Kiddies als DJ mit Sie anreden.

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  21. @flic: mir hilft in solchen momenten zu schauen, was außerhalb deutschlands geht. Die ergebnisse beruhigen dann immer ungemein… Nimm zb die mixe von george fitzgerald oder midland bei boilerroom. House, ja – auch. Langweilig, nein.

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  22. @Quinto
    Danke für den Tipp
    Aber das Problem ist eben das man sich mit den Leuten befassen muss die eben in unmittelbarer Umgebung sind…und ich schaffs einfach nicht nur um irgendwo nen Gig zu erhaschen, die Fresse zu halten.
    Naja den OA Gig hab ich weil er schon lange klar war und ich freu mich auch drauf nur durch das Gespräch gestern weis ich halt wo die Reise da hingeht und eigentlich hatte ich mich auf feiern eingestellt und nied auf MuschiPopTechnoGeträller ala Hemmann…ich kanns nämlich ehrlich gesagt nimmer hören und es macht mich sogar teilweise agressiv und das nicht gut!

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  23. “die Neugier nimmt nicht ab”

    niemals!

    “die Zipperlein sind bislang ausgeblieben”

    leider nicht: Rücken, Tinnitus, stark vorverlegt einsetzende Müdigkeit

    “die innere Ruhe wächst”

    insgesamt ja, passt aber nicht für jede Situation

    “und die Orientierung in der Welt ist besser als je zuvor”

    ja

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  24. @ bw mach dir nix drauss…”haben sie feuer” muss ich mit 25 auch hören von irgendwelchen gleich oda jünger oda älteren ;-)

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  25. bin 40 und grad in reha wegen zu viel arbeit. von drei kindern ist der aelteste grad mal 12. wenn ich an mich selber denke, in dem alter, dann ist der bengel schon 103 und kein bischen leise. schoene neue welt das. nur die staendigen fragen nach bonbons und sonstigem bedarfen bei eleKKtronischen tanzveranstaLLtungen, nerven mich gewaltig. seid wann hat alter was mit dealerei zu tun? was fuer kack-kausalschluss von den nachwachsenden generationen! da wuenscht ich mir manchmal die gasmaske zurueck. ;-)

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  26. hab mal den komischen musik dienst mit namen youtube bemüht um etwas über slowhouse herraus zu finden …hört und fühlt sich für mich an wie deephouse..hat man das jetzt umbenannt wie damals raider zu twix oder wie?
    mmmhhh …ich komm da nicht mehr mit langsam..hat das auch was mit dem alter zu tun?
    ich denke mal unser aller geschätzter tanith wird auch noch mit 80 am pult stehen und “it’s not over yet” spielen..ausserdem habe ich mir sagen lassen das teschnoo jung hält…also auf die nächsten 50 jahre..cheerio

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  27. Tolles Statement, absolut überfällig. Endlich sagt mal einer wirklich was dazu und nicht nur Plattheiten wie “man ist so alt wie man sich fühlt”. Absolut unterschrieben die Ansicht, dass “Mitpillen” peinlich ist. Da gibt es in meinem Umfeld einige, die sich mit Hilfsmitteln zu verjüngen versuchen und dabei nur das komische Gefühl inmitten der “Kinder” überspielen. Mich hat zum Glück noch nie jemand gefragt, ob ich meine Tochter abhole und deshalb gehe ich auch weiter aus, wenn auch nicht mehr so ausufernd wie früher. Geht ja auch gar nicht, wenn nur alle paar Wochen mal ein Wochenende mit Kinderbetreuung möglich ist. Gut so, denn es wird sowieso langweilig bei dem “Techno House” – Gedudel hier. Da wäre Slow House schon besser, aber das ist irgendwie vorbei…

    In meinem Lieblingsclub jedenfalls findet man Leute von 20-50 und die haben keinerlei Problem miteinander.

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  28. gerade erst entdeckt – gut zusammengefasst und wenn ich das so lese dann fühle ich mich alt – was DU so alles erlebst….. ;)

    ach ja alter hat auch den vorteil, dass man doch schon so einiges hinter sich gebracht , viel gesehen und noch mehr erlebt hat. das macht milde und ich freue mich wenn die “jungen” spass haben – ähnlich den großeltern für die das lächeln der enkel und das glänzen der augen unter dem weihnachtsbaum das schönste geschnenk ist….

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  29. Na gut, mit meinen 33 Jahren bin ich jetzt noch kein Alter Hase, aber höre und liebe elektronische Musik seit über 20 Jahren. Hab da schon immer meine Phasen gehabt, hab 91 mit Techno angefangen bis mir das so um 95 alles zu langweilig wurde ich mich dann mehr in der EBM-Szene bewegt habe und vermehrt Trip Hop, Goa, und Drum’n bass gehört habe. Hab halt erst in der EBM-Szene viele alte Platten entdeckt und meine liebe zu Bands wie Skinny Puppy oder zu Indusrial wie Haus Arafna oder natülich den alten Trobbing Gristlescheiben. Die Anfänge von Schranz fand ich noch recht interessant und auch diese Techno-Bodysachen ganz am Anfang. Ich hab mir da quasi immer die besten Sachen aus der Techno und Ebm-Szene geholt bis mir auch die Ebm-Szene zu langweilig wurde. Heute als alternder Technofan höre ich halt viel breaks, wie Dubstep, UK funky, Footwork/juke, find die Sachen auf 50 Weapons fantastisch…

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  30. Schöner Text, hat mir gut gefallen…aber was sind bzw. ist “Nachtstamina”? Ich bin total an dem Wort hängengeblieben und habe nicht die geringste Ahnung, was es bedeutet?! Bitte sei so nett und klär mich auf, damit ich wieder an was Anderes denken kann.

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  31. Wie ich mich gerade so durch diesen Blog lese, stoße ich auf dieses Thema. Und obwohl schon über ein Jahr alt, oder genau deshalb noch ein paar Worte dazu. Bin nämlich gerade 40 geworden.
    Vor 20 Jahren war unsere Zeitschrift bekannt wie ein bunter Hund, obwohl damals noch schwarzweiß.
    Ein Jahr zuvor war ich zum ersten Mal auf der Love Parade.
    Noch ein halbes vorher – erste große Party (Mayday).
    Ab 1994 haben wir die Chillouts der Eastside beschallt.
    Rückblickend bin ich nach wie vor sehr glücklich und stolz, das alles miterlebt zu haben. Ich habe zwar lange keine Platten mehr aufgelegt oder gekauft, geschweige denn einen Club von innen gesehen, aber dafür einen phantastischen 4-1/2-jährigen Sohn und bin rundum zufrieden. Wenn ich D-Mobs “Acieed” (der Living Beat Remix) lautstark im Autoradio höre, stelle ich fest, es treibt mich noch immer an. Gleiches gilt für die BUG-O-FOUR. Und viele andere Tracks von damals.
    Wenn’s paßt, gehe ich als Leipziger zum Wave Gotik Treffen – in der Szene hatte ich schon immer irgendwie einen Fuß drin – aber nur zum Industrial. Da sind Labels wie Hands Productions oder Ant-Zen präsent, Acts wie Winterkälte, S.K.E.T., 13th Monkey, Wieloryb, Projecto Mirage, Architect, … Da steckt viel von der martialischen Energie früher Technotracks drin, wie ich finde.
    Grüße an alle alternden Technojunkies, besonders an Tanith – viel Freude mit Deiner Familie und Deinem Sohn!

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    • Hi ihr lieben…bin per Zufall auf diesen Link gekommen.
      Irgendwie check ich hier gar nix mehr, ausser, dass ich Dj. Tanith noch so aus den ’90s im Erinnerung habe. Ich bin damals mit 40 zur Raver Scene gekommen. Bin hängengeblieben, und geh jetzt noch tierisch drauf ab…Die Kids sind jünger geworden…aber es geht immer noch so hart ab.War am weekend im Polygon..Dj Alfred Heinrichs und Pappenheimer waren am set. Von 23h bis 10:30h…
      Was mich traurig macht, sind Leute, die mit 40 schon ihre Liebe zu Techno verlieren ????
      Ich bin vielleicht die älteste Raverin hier in Berlin…und das übelst gerne.????
      Keep on ravin! ????

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  32. Hi ihr lieben…bin per Zufall auf diesen Link gekommen.
    Irgendwie check ich hier gar nix mehr, ausser, dass ich Dj. Tanith noch so aus den ’90s im Erinnerung habe. Ich bin damals mit 40 on die

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