Thema der Woche 197: Kid Paul

Das erstaunlichste an meiner Kid Paul Geschichte ist vielleicht das ich seinen Vater früher kannte als ihn selbst, denn der war ein Freund eines Freundes und mit den beiden saß ich oft im Cafe M in der Goltzstraße und frühstückte. Irgendwann erzählte er mir das sein Sohn auch voll auf diesem Acid wäre von dem ich die ganze Zeit quasselte. Ich fragte wie alt der denn sei und er meinte 14, was ich putzig fand. Ein paar Wochen später hörte ich von einer Acidparty im Wrangelschlößchen und da legte ein gewisser Kid Paul auf, war das nicht der Name den Paul’s Vater mir genannt hatte? Und tatsächlich, so war’s. Noch ein paar Wochen später und wir legten zusammen im UFO auf, wohin ihn ja in dem Alter immer ein Erziehungsberechtigter mitkommen mußte. In den meisten Fällen war das seine Mutter, die nicht wie eine brave Hockeymom neben ihrem Sohnemann stand und stolz aufpaßte, sondern respektabel mitfeierte.
Ich weiß jetzt aber gar nicht mehr, ob seine “Acid in my House” Sache damals schon gelaufen war oder ob das zu der Zeit noch aktuell war, jedenfalls war es für uns kein Thema. Zu der Zeit spielten wir alle sowieso mehr oder weniger die selben Scheiben, erst nach Acid splitterte das in Gruppierungen auf. Ich hatte große Sympathie für die Englandausrichtung von Paul, bis auf so ein paar Ausnahmen wie z.B. Candyflip, von denen ich lediglich ein paar LFO Remixe akzeptabel fand. Schon bald hatte er damit seine eigene Possee um sich gescharrt, die auch genau das wollte, was er da auslaborierte. Das war dann schon im zweiten UFO am Kleistpark, also ca. 90-91. Da hatte er sich vielleicht auch schon den fatalsten Fehler seiner DJ Karriere eingehandelt und zwar hatte er bei einem englischen DJ, ich meine es war Danny Rampling, abgeschaut das dieser seine Setabfolge auf Karteikarten vorbereitet hatte. Paule hat das in jugendlichem Leichtsinn nachgemacht und kam nicht mehr davon ab, was ihn bald selber nervte, aber die Spontanität war daraufhin wohl unrettbar angegriffen. Vielleicht kam daher später auch diese ständige Unzufriedenheit die er bei seinen Sets hatte. Ich erlebte ihn mal in München, wo er ein Hammerset ablieferte, die Herzen der Leute flogen ihm nur so zu und später im Backstage sah ich einen total demoralisierten Kid Paul, der mit all dem komplett unzufrieden war, worüber jeder andere sich den Arsch abgefreut hätte. Was aber nicht heißen will das es nur noch so abging, ich erinnere mich da an eine Silvesterfeier im Tresor, die wir beiden organisiert hatten, an die keiner glaubte und die ein voller Erfolg wurde.
Das war noch bevor sich die Dubmission Allianz mit Paul van Dyk einstellte, die ja zunächst auch prächtig funktionierte und im damaligen ersten WMF regelmäßig die Hütte zum bersten brachte, also auch die Zeit als beide mit Produktionen zusammen mit Cosmic Baby rauskamen und beim damaligen Siegeszug von Trance auf der Welle ganz oben mitschwappten. Da verlor ich schon ein bisschen den Kontakt zu ihm, allein deshalb weil wir in völlig unterschiedliche Locations gebucht wurden. Ab und an traf ich ihn vielleicht noch in seinem Delirium Plattenladen an, aber das wurde auch immer seltener, es wirkte immer mehr als wäre die Luft bei ihm raus und dann hörte ich irgendwann das er die Sache ganz an den Nagel hängen wollte, was dann auch passierte. Der jüngste Burnout ever vielleicht und auch der erste den ich in der Branche erlebt hatte, der damals nur noch nicht so benannt werden konnte weil das Wort noch nicht so im Allgemeingebrauch war. Er erzählte mir mal, das er aus einem Ibizaurlaub zurück kam, im Club stand und keinen Bock mehr darauf verspürte, die Sache war für ihn gelaufen. Das war etwa zur gleichen Zeit als ich meine Technosinnkrise kriegte, die damals, 1995-1996, ziemlich verbreitet war. Ich verlegte mich auf Breakbeats, für ihn war das Feuer aus und der Drop gelutscht. Es folgte noch eine Phase da wollte er sein Label Ism unter anderen Vorzeichen weiterführen, aber da kam dann auch nicht mehr so viel.
Sein Cafe del Mar wird bis heute quasi jährlich zigmal neu geremixt, allein von daher gab es sicher einige Versuche ihn wieder zu motivieren, aber die darf man alle als gescheitert ansehen. Er hat da noch so ein Blog das er halbwegs anonym betreibt und ab und an taucht sein neues Pseudonym auch mal in meiner Facebook Timeline auf, aber es scheint nicht so als dränge es ihn in die Öffentlichkeit, deshalb werde ich mich auch hüten das hier auszuposaunen. Die die ihn kennen und die er als Freunde bestätigt hat wissen ja wo sie ihn finden können.

Zum Schluß gibt’s dann noch ein Kid Paul Feature das damals bei Viva kam

20. November 2012 von Tanith
Kategorien: Thema der Woche | 44 Kommentare

Kommentare (44)

  1. Ich verlegte mich auf Breakbeats

    Warst doch vorher auch schon breakig oder nicht?

    Hatte 93/94 einige Tapes von Dir mit “Breakcore” – wurden mir leider alle geklaut :) Also lad mal was hoch! *G

  2. Wie kams eigentlich das der alters unterschied so egal war?

    Heute ja fast unvorstellbar :-)

  3. Einer “meiner” absolut ewigen Top-20-Tracks ever ist von ihm:

    http://www.youtube.com/watch?v=SGo1tSw8TPs

    Mittlerweile ist die Originalscheibe von vielen Abspielen dumpfgekratzt und die Hülle an allen 3 Seiten mit Tape geklebt :D

    Ebenfalls mit miesen Systemen und schweren Tonarmen kaputtgespielt hab ich damals “Ignition Expression”

    1993 war Kid Paul hier im Dome (Lindau), kann mich aber ans DJ-Set nicht mehr wirklich erinnern; damals waren die eh alle in der selben Schiene: PvD, Kid Paul, Marco, Lopes, Jonzon – wobei Letzterer mir ziemlich eindrucksvoll in Erinnerung geblieben ist.

  4. Kid Paul war meiner Meinung nach der vielleicht begabteste DJ dazumals, gerade wenn man sein Alter bedenkt!

    Er hat ein unvergessliches Set 1993 in Zurich gespielt! So schade, dass er nicht mehr auflegt!

  5. mich würde echt mal interessieren ob die ganzen releases wirklich von ihm waren oder ob nicht doch cosmic baby im hintergrund alle fäden gezogen hat.soundtechnisch hört sich das jedenfalls so an.

  6. Ich hatte das Vergnügen, ihn auf Tribal Gathering in München zu hören. Für mich einer der wichtigsten Gründe, da hin zu fahren – es war ein geiles Set. Damals hieß es, es sei sein letztes DJ-Set gewesen. Keine Ahnung, ob das wirklich so war, aber danach habe ich leider wirklich nichts mehr von ihm als DJ gehört. Und Cafe del Mar ist eh eine der “Top 5″ für mich :)

  7. schöner, interessanter beitrag
    unabhängig von den remixen und wer es wie viel letztendlich gemacht hat, “cafe del mar” bleibt ein geniestreich!

  8. Man könnte ja sage, Kid Paul wäre eine tragische Figur. Wenn man denn wirklich wüsste, was er so macht…
    Vielleicht ist er zufrieden mit dem, was Café del Mar abwirft und macht sich ein schönes Leben, es wäre ihm zu können.
    Vielleicht verliert man die Motivation, wenn man mit unter 18 schon Sachen kann, die andere nie hinkriegen und damit solchen Erfolg hat.
    Man kann ihm jedenfalls nur das Beste wünschen, denn er hat die Szene Anfang der 90er schon extrem bereichert. Die Sets die ich mitbekam waren toll, aber tatsächlich hatte man immer den Eindruck, er ist nie zufrieden damit.
    Es ärgert mich immer noch, dass ich nicht auf eurer Sylvesterparty war, Tanith (da war ich im Planet).
    Die Einladung war beim letzten Umzug noch da (irgendwo ist die …). Hatte mir damals jemand an einer U-Bahn-Haltestelle zugesteckt, mit ausgeschnittenen Zeitungsbuchstaben auf einfachem Papier. ;-)

  9. “zu gönnen”

  10. na wenigstens den namen des blogs könntest du doch verraten?! es werden ja daraufhin sicher nicht tausende groupies das blog entern…?!

  11. “kid paul” gibt es schon lange nicht mehr. diese vergangenheit ist für paul vergangenheit. dieser paul verspürt nach meinem empfinden auch wenig lust darauf, in diese zeit zurückgeholt zu werden.

    dieser paul lebt im heute und im jetzt. seit vielen jahren. dieser paul interessiert sich noch immer für musik, geht auf partys und legt sogar auf. um nicht ständig in die vergangenheit zurück gebeamt zu werden, tut das dieser paul jedoch unter verschiedenen synonymen. es gibt keinen einzigen hinweis darauf, wer diese person einmal war. er will sicher auch anerkennung. aber nicht als kid paul oder dessen geschichte, sondern als der paul von heute. darauf legt er viel wert.

    um das mal küchentischpsychologisch zu erklären: manchmal hatte ich fast das gefühl, dass dieser paul heute das ist, was er selbst sein will. als “kidpaul” war er vielleicht eher das, was seine umgebung aus ihm machte? heute scheint er vollkommen im reinen mit sich selbst zu sein. wenn wir alle jubeljahre mal wieder kontakt haben, wirkt er auf mich zufrieden und ausgeglichen. ich finde das nicht tragisch. ich finde das super.

  12. …und es gab damals fast kein set ohne marmion schoeneberg remix und sonic magnivica unfuture. im koellner wartesaal e.t.c. waren einfach ultrafette set damals. zeiten aendern sich, wie auch menschen und deren ausrichtungen. wenn es ihm gut geht, dann lasst es doch ruhen. war auch nicht alles schoene heile welt im bizz…….depris konnte man auch ohne das, schon zu der zeit in jedem alter bekommen. leere hat so unendlich viele facetten.

  13. “dieser seine Setabfolge auf Karteikarten vorbereitet hatte.”
    Wie soll ich mir das genau vorstellen? Hat er vorhin Listen abgearbeitet wo penibel draufsteht welche Platte als nächstes gespielt werden soll?

  14. @wolle:

    es gibt keinen einzigen hinweis darauf, wer diese person einmal war

    Naja optisch wird man ihn doch wohl noch erkennen oder nicht? ;)

    er will sicher auch anerkennung. aber nicht als kid paul oder dessen geschichte, sondern als der paul von heute. darauf legt er viel wert.

    Verstehe diesen krassen Cut irgendwie nicht, weil soooo berühmt war er damals nun auch wieder nicht. Sieht eher aus wie ein reines “Berliner Ding”.

    Bei wem würde er denn noch von seinen alten Namen profitieren? Doch sicher nur bei den alten Hasen… weil kaum einer der Kids heute weiß, dass Cafe Del Mar usw. von ihm mit gemacht wurden.

    Ansonsten ist Kid Paul irgendwie an mir total vorbeigegangen damals… bei mir zumindest hat er den gleichen Rang wie DJ Taucher :)

  15. @wolle
    mich interessiert ja der paul von heute-ohne kid und ohne dessen geschichte. aber wenn’s ihm gut geht und er zufrieden ist, dann soll es so sein.

  16. Was vielleicht auch noch ein Knickpunkt für ihn war, daß ein gewisser Paul van Dyck sich nicht nur bei MfS eingewanzt hatte, sonder auch noch Style, Producer, Setlisten und sogar den Namen bei ihm “entliehen” hatte, um dann ziemlich aggresiv seine eigene Karriere ohne Rücksicht auf Verluste zu pushen. Das war für ihn halt völlig konträr zu dem ganzen Familygedanken oder Spirit, der damals noch viel essentieller wichtig war. Wie Quasi wie der Judaskuss. Zumindest hat er das mal privat so geäußert. Hell, Mark Reeder und sicher ein paar anderen könnten das bestimmt bestätigen.

  17. @Mike
    DJ Taucher > Thema der Woche 198;o)

    ansonsten:
    nicht immer dieses pvd bashing…

  18. ach so, aprpopo “Cafe del Mar”
    http://www.youtube.com/watch?v=C-toi76eC7U

  19. @robotron sommerda
    pvd kann gar nicht genug gebashed werden für diesen musikalischen und intellektuellen durchfall den der verzapft.
    kid paul war damals bei dubmission meiner meinung nach einfach der viel bessere dj.

  20. @ nick:

    Right Said Fred! (pvd-mäßig)

  21. ich glaube kaum, dass ein gewisser pvd heute noch irgendeine relevanz für ihn hat. damals hat es ihn sicher gewurmt. nicht aus neid. eher aus unverständnis und verachtung. aber vielleicht noch mehr, wie sich die umgebung darauf verhalten hat.
    das ist eine ewigkeit her. aber ich weiss noch sehr gut, wie es sich anfühlt, wenn sich ein (vermeintlicher) freund wie ein arschloch verhält und der eigene freundes- und bekanntenkreis sowas toleriert, als sei da nix.

    aber sie wurden am ende alle “belohnt”. alle. auch pvd selbst. ich glaube ja sonst nicht so wirklich an karma. aber das ist ein anderes thema…

  22. @wolle: Es freut mich, dass es Paul gut geht. Was ich “gehört” hatte, klang nicht danach.

    Wie kommt Ihr schon wieder auf PvD?
    Dachte, die Dubmission und Café del Mar sei eine Win-Win-Geschichte gewesen….

  23. @hmmmmm

    hoffentlich nicht ! :D

  24. Ich verstehe dieses PVD gebashe auch immer nicht(mag seine heutige Musik aber auch nicht). Mensch Leute, seit doch froh, dass es da jemand aus dem alten Berliner Kreis geschafft hat, international so erfolgreich zu sein. Mag sein, dass er sich Leuten angebiedert hat und Ellenbogen ausgefahren hat, um ganz nach oben zu kommen. MFS und die ganzen Geschichten sind 20 Jahre her. Habe nie verstanden, warum Cosmic nicht seinen Tranceweg weitergegangen ist. Der hätte das Talent gehabt, auch ohne extremen Kommerz, auch auf längerer Sicht erfolgreich zu sein und seine Theatersachen hätte er ja trotzdem machen können. Auch Kid Paul könnte heute ganz woanders stehen, international gesehen. Habe echt respekt, wenn jemand nicht mehr will, aber die liebe zur Musik kann ja nicht verschwuden sein, und dann ist doch auch keine Schande, mit Musik Geld zu verdienen, vielleicht auch mal ein bisschen mehr, als der Durchschnitt.

  25. kann mich mal jemand aufklären was da war, damals, mfs, pvd, kid paul etc. habe nämlich keine ahnung….

  26. MFS wäre vielleicht tasächlich mal ein Thema für sich wert. Gerade über dieses Label hat glaub ich so mancher seine eigene Geschichte zu erzählen. ;)

  27. ich bin gespannt :-P

  28. Erinnert mich ein bisschen an Eric Cantona. Meines Erachtens ist es entscheidend, dass er mit der Entscheidung für sich im Reinen ist. Allerdings hatte er damals eine wunderbare Plattform, von der er aus viel hätte (musikalisch) bewegen können. Auch gab es Mitte der 90er einige großartige Klubs. Ob er Etwas verspielt und er letztlich “falsch gewachst” hat, ist für Außenstehende wahrscheinlich schwer zu beurteilen.

    Man muss PvD nicht mögen. Man sollte allerdings eingestehen, dass er sowohl beim Auflegen und auch beim Produzieren sehr begabt ist. Das Output selbst und sein Auftreten ist sicherlich eine andere Sache. Ich erlaube mir an dieser Stelle tolerant zu sein. Am Ende des Tages lässt sich für jeden Geschmack etwas finden.

  29. ich fand die mit abstand besten kid paul produktionen waren die collaborationen kid paul+cosmic+dj henry

    und wie schon gesagt wurde, aus der welt isser ja nicht, nur hat party momentan keinen platz in seinem leben und das ist doch was durchaus nachvollziehbares :)

    wie sich die geschichte damals so lange und hartnäckig halten konnte, dass paul’s mutter immer dabei sei weil er noch nicht 18 ist, hab ich allerdings nie verstanden. westberliner nightlife-underground und alterskontrolle?!

  30. pauls mutter war immer dabei. das ist kein gerücht. doch nicht weil sie aufpassen wollte.
    ich habe sie zuerst nicht als pauls mutter kennengelernt, sondern als tanzwütige raverin. ich wollte später gar nicht glauben, dass sie pauls mutter war :)

  31. hier im düsseldorfer raum konnte man sich in der jugend mitte der 90er als insider darstellen wenn man kid paul wenigstens vom namen her und ein wenig die story kannte :D das er ungefähr in meinem alter ist hat mich damals inspiriert.

  32. Paul hat für mich damals immer die besten Sets abgeliefert. NUR er war der Grund, warum ich zur Dubmission am Freitag in Frankfurt am Main losgefahren bin, um im E-Werk zu tanzen und dann am Samstag morgen wieder zurück. Und immer super zuvorkommend.

    Persönlich hatten wir uns kennengelernt, als er am Freitag in Mannheim augelegt hat und ich mit einer Freundin vor ihm getanzt hat. Am Samstag sind wir zu Cles Geburtstag gefahren und haben wieder vor ihm getanzt. Da kam er in seiner schüchternen Art schon etwas durcheinander. In seiner Pause sprach er uns dann an.

    Wir hatten uns dann so gut kennengelernt, dass ich ihn – wenn es meine Zeit erlaubt hat – in Westdeutschland immer vom Flughafen abgeholt habe und zu den Sets gefahren bin. Nürnberg, Saarbrücken, Frankfurt, Düsseldorf, Köln.

    Wenn ich die Sets heute noch höre weiss ich immer, warum ich bei Paul nur am Tanzen war. Schade, dass ich jeglichen Kontakt zu ihm verloren habe. Das letzte Mal hatte ich ihn auf der Demo der Loveweek am Adenauerplatz gesehen. Würde ihn gerne noch mal fragen, ob er noch ein paar Sets für mich hat. Die sind noch wie vor der Hammer, da ist man mit den Gedanken gleich im E-Werk oder in der Turbine.

  33. “…hatten uns dann so gut kennengelernt, dass ich ihn….. immer vom Flughafen abgeholt habe und zu den Sets gefahren bin. Nürnberg, Saarbrücken, Frankfurt, Düsseldorf, Köln.”

    …und seine Plattenkisten geschleppt hast? ;-)

  34. @prinzmike: wenn du paul gekannt hättest bzw kennen würdest, dann hättest du dir diesen blöden spruch gespart. ein grund, warum er sich aus dem business zurückgezogen hat ist, dass er niemals jemand war, den man auf die von dir beschriebenen oberflächlichkeiten reduzieren konnte.
    er wollte das nicht. er wollte so nicht sein. er hat daran geglaubt. als er gemerkt hat, dass dieser traum nur ein traum war, hat er lieber darauf verzichtet ihn aufzugeben, als sich dieser verlogenen realität zu beugen.
    respekt!

  35. paiul wollte einfach ein mensch bleiben. kein star.
    insofern ist dein abwertend gemeinter kommentar zu holms erlebnissen einfach nur daneben.

  36. @wolle

    ich glaube, will heissen, weiss es nicht, das des prinzen kommentar nicht so abwertend gemeint war, wie du es verstanden hast. eher ein nicht ganz ernst gemeinter scherz. unpassend sicher, aber immer noch ein scherz.

    mit rheinlaendischem humor umzugehen, musste ich auch erst lernen und war anfaenglich oftmals durcheinander, ob wie es wohl gemeint war.

    heute, mehr als 20 jahre spaeter kann ich z.b. drueber lachen.

    humor?
    auch dir hoffentlich noch nicht verloren gegangen?

    herzlichst und frohe ostern, tief aus dem “feindlichem” hinterland & dann die naechste woche von hier: 52.893681,4.731503

    da gibt es auch kein fernsehen. :-)

  37. Hi Tanith, wir können uns glaub ich nur flüchtig. Paul hat damals oft bei mir im DOME gespielt – später auch mit der DUB MISSION – mit dem anderen.
    Da ich ja sein Alter Ego auf Facebook nicht kenne: Habe seine Zusammenarbeit sehr geschätzt – und insbesondere ihn als Mensch. Kannst du Ihm ausrichten das es mich sehr freuen würde von ihm zu hören?
    Grüße aus dem Süden

  38. Also ich bin es noch mal: ich habe zufällig ein altes Set vom Paul von der Omni 92 im Omen gefunden. Lief damals auf der Clubnight. Ich bekomme hier beim Hören gerade wieder eine Gänsehaut. Kein Wunder warum ich ihn so Klasse fand.

    Paul, wenn Du das hier liest: Du sorgst nach wie vor für Freude in meinem Leben. Und das nach 21 Jahren. Ich danke Dir dafür. Schade, dass wir keinen Kontakt mehr haben. Mit Mandala bin ich immerhin noch per Facebook befreundet. Schaue mal unter H. Vielleicht schaffen wir es mal wieder.

  39. Ich kann mich den letzten Beiträgen nur anschliessen. Paul hat damals Geschichte geschrieben und hat das Maximum daraus gemacht. An seiner Stelle würde ich mich gerne auf das reduzieren lassen, was ich damals gemacht habe. An seiner Stelle war es das Maximum und Geschichte.
    Es gabg so viele Livesets von ihm und wenn ich nur and diese Paul & Paul Clubnight denke. Wer hat denn damals schon so guten Geschmack gehabt und z.B. X-Buzz mit Beyond the Hills gespielt? Ich schätze ihn und danke ihm als Produzent und DJ!

    Grüße aus Hessen….

  40. Das für mich immer noch meistgespielte Tape (mittlerweile MP3) ist Kid Paul’s OMNI-Clubnight von 1992. Das war vor “Cafe del Mar” und kurz bevor Trance richtig groß wurde. Klar ist das keine “coole” Musik, aber für mich ist dieses Piano-Diva-Synthstab-Geballer unvergesslich und gerade wegen den obskuren UK- und Italien-12″, die nie zu Hits wurden, irgendwie doch zeitlos.
    Ich find’s gut, dass Paul immer noch auflegt, auch wenn wir es nie zu hören bekommen werden. Tanith, kannst du wenigstens kurz umreißen, was er heutzutage so spielt, rein stilistisch gesehen?

  41. Der war der Hammer, im UFO immer geil. So schade, …

  42. Hab den mai seiner Freundin oder Groupie mal auf ner Jungle-Party ganz in der Nähe der deutschen Staatsoper in Berlin getroffen. – das war in so ner kleinen Seitenstrasse & er hat mir gesagt das er den Breakbeat/Jungle-Sound als Inspirations-Quelle sieht. – haha :)
    schien auch a bissl was genommen zu haben, zumindest einen gequarzt

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