Nächstes GEMA Kapitel Feinde machen, aber richtig: Auszug aus der Einigung der GEMA mit DDU und DDO

Vor ein paar Wochen erklang ja aus dem Hause der GEMA überraschenderweise das man sich mit den Veranstaltern und DJs geeinigt hätte, nur waren das bei Licht besehen ominöse Organisationen von denen kaum einer je gehört hatte, noch das sie irgendwen relevantes vertreten würden, nachdem man das Licht aber voll aufgedreht hatte kam auch noch zum Vorschein das kaum eine der Lokalitäten überhaupt noch existierte die diese DDUs und DDOs vertreten sollten.
Nun kommt die Einigung mit diesen ominösen Vereinigungen ans Licht und die hat es in sich, nachdem man es sich schon mit den Veranstaltern und Clubs so richtig verscherzt hat, sind jetzt die DJs dran:

- der sog. Laptop-Zuschlag (30% Aufschlag auf ALLES!) soll großzügigerweise wegfallen
- stattdessen soll ein DJ für *jede* mp3 eine Lizenz für “Vervielfältigung” erwerben
- die kostet 13 Cent pro Song (bei Songs über 5 Minuten jeweils 20% mehr für jede weitere Minute!)
- bei z.B. 10.000 mp3s auf dem DJ-Laptop wären das nicht nur 10.000 Lizenzanträge sondern 1.300 Euro (wenn alle Songs unter 5 Minuten sind!)
- das ganze wurde mit den branchenintern unbekannten (Schein-)Verbänden DDU & DDO verhandelt, hinter denen zwei GEMA-Spezies stehen. Die GEMA hat also mit sich selber verhandelt – gelten soll es aber für alle!

Weltfremder geht also immer, und wenn tatsächlich vertretene DJs in diesen Vereinen wären, möchte man schon fast Mitleid mit diesen haben, oder wie und warum sollte man z.B. Lizenzen von Tracks erwerben die es nie zu kaufen gab, sondern von Produzenten via Promopools oder Soundcloud verschenkt wurden, die nie eine GEMA Lizenz hatten etc? Versucht man sich hier zukünftig an Dingen zu bereichern an denen man zum Großteil gar nicht die Rechte hat?

(via fb)

Kommentare (67) Schreibe einen Kommentar

  1. Hallo!
    Die GEMA spinnt doch! Natürlich sollen sie die Rechte der Musiker vertreten (bin ja selber dort Mitglied) aber das, was die momentan so alles aushecken, ist doch jenseits jeder Realität.
    Hier wird an mehreren Stellen mit aller Gewalt versucht, jeden möglichen Euro herauszupressen und wenn man dabei über Leichen geht. Das dabei eine ganze Kultur den Bach runtergeht, scheint dort niemand zu interessieren.
    Das schlimmste ist ja, das die ganze Kohle in dem Verein und bei ganz wenigen Musikern versickert, bei den meisten anderen kommt davon leider nix an.
    Die Märkte und die ganzen Medien haben sich eben verändert, das ist bei dem Rentnerverein wohl noch nicht angekommen.
    Liebe Grüße
    Bernie

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  2. Pingback: – GEMA Feels It Isn’t Killing German Nightclubs Fast Enough, Moves Towards Charging DJs Per MP3 On Their Laptops

  3. ach, das wird zunehmend zum trojanischen pferd für die gema selbst. ganz unabhängig, ob diese merkwürdigen verbände scheinverbände sind und die einigungen nebelkerzen sind, oder – wie ich seit heute eher vermute – die gema auf ein paar blender hereingefallen ist, die da ob der publikumswirkung einen auf dicke hose gemacht haben (die möglichkeit besteht ) um mitglieder zu akquiieren.

    folgendes bekommt die gema nämlich definitiv nicht geregelt:
    - der ansturm von hunderten djs, die sich erkundigen, ob ihre tracks gema-pflichtig sind, oder nicht, weil die djs nicht wissen können, ob da einer der produzenten bei der gema ist, oder nicht. auch bei anwendung der gema-vermutung gibt es sehr erheblichen nachfrage- und bestätigungsbedarf, den die gema plötzlich leisten müsste. nicht nur einmalig sondern andauernd.
    - fehlende kontrollmöglichkeiten. es gibt kein dj-register und damit keine dj-erlaubnis von gema-gnaden; die gema weiß vorher nicht wer dj ist und wer nicht. an den laptop darf gema-klaus nicht ran ohne die männchen in grün/blau zu rufen (gesetzliche grundlage wäre da mehr als spannend). alles was gespielt wird, kann gema-klaus nicht wissen und dann mitschreiben. gema-klaus kann nicht auf jeder party anwesend sein. die gema-boxen stehen in nur 120 locations und bieten nur einen überblick. wenn dj-karl seine mp3s umtaggt/umbenennt und gema-klaus zur durchsicht geben würde, kann dieser nichts verwertbares ableiten. eine schriftliche bestätigung ließe sich schneller als die gema “aber” sagen kann, selbst ausdrucken, sobald eine kopie durchs netz schwirrt. kurzum: es besteht defacto keine handhabbare möglichkeit das wirksam zu kontrollieren und ist damit nur noch eine selbstverpflichtung.
    - das den gema-mitgliedern zuverkaufen. bisher 30% aufschlag (tarif vr-t-g) sicher bei verwendung von laptops zu wiedergabe vs. dann selbstverpflichtung und damit gesicherte mindereinahmen.

    hinzukommt, was man so bei gema-dialog, dieser facebookseite für pr, rauslesen kann. die gema hat von der konkreten ausgestaltung bisher keinen plan. am montag hieß es noch: jeder track 13ct, korrekt erfasst lizensiert. gestern hieß es dann plötzlich dort: machen wir pauschal in 500/1000er schritten. und details wären noch in der ausarbeitung. es gibt also keine fakten zum geplanten tarif vr-ö.

    ergo irgendjemand hatte die oberflächlich naheliegende idee: “lass uns den veranstaltern bei der tarifreform entgegenkommen und den laptopzuschlag auf die djs umlegen, dann geht das mit der geplanten erhöhung der tarife seitens der veranstalter schon klar”. DAS dürfte der eigentliche hintergedanke sein. ohne zu merken, dass das praktisch gar nicht gehen wird..

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  4. zusätzlich lizenzgebühren erheben für musik die schon ein,zwei- dreimal bezahlt worden ist schon ne lausige sache..hab mal was gelesen über lizensierung von nahrungsmitteln,demnach müssen wir alle in zukunft an irgendwelchen giergeiern bei jeden kanten brot was wir essen wollen ablassbriefe erwerben und zusätzlich noch gebühren drauf bezahlen..lizenzsierungen in so einen umfang ist für mich finsterer kapitalismus und muss endgültig abgeschafft werden..so,cheers..ärger mich gerade wieder und trink jetzt einen. :C

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  5. also ich für meinen teil habe mir serato aus einem einzigen grund gekauft, damit ich nicht mein ganzes vinyl von meinem 4 1/2 stock ständig rauf und runter tragen muss. die meisten tracks habe ich in mühevoller kleinarbeit von vinyl digitalisiert, wenn mir jetzt jemand obendrein noch geld dafür abnehmen will, haben wir die schallgrenze erreicht.

    ich habe also definitiv ein problem viel geld (2008 500,- euro für digitale dj software auszugeben, damit mir 5 jahre später jemand genau deswegen extra gebühren abnehmen will. ausserdem besitze ich nicht einen track, den ich nicht auf platte habe, die einzige ausnahme sind unlizensierte stücke von freunden und selbstproduziertes.

    ich schaue dann 2013 dem clubsterben zu und lade leute, die gerne meine mukke hören einfach zu mir nach hause ein, mal schauen wie lange das die nachbarn mitmachen…

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  6. Wenn die nen Aufschlag auf Beatport Einkäufe machen, geh ich ab dann immer nach Holland oder Belgien Musik einkaufen ;D

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  7. Denen hat man doch ins Hirn geschissen und vergessen umzurühren aber so ist das in Deutschland allen denen man ins Hirn geschissen hat die haben was zu melden.

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  8. My opinion to this GEMA of group,is that they not only arrogant and ignorant,they are a dangerous criminal,s.Enemies of culture heritage.they are to me the left wing of Taliban in west europe.they are corruipting the jurishdisal system with tricks and theft.i now play only music from my continent of origin.as a matter of fact i have decided leave germany for good.

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  9. That is a seriuos matter the german government have to look properly into.this ransoming and terrorising of people with stupid bills,is a human right abuse,and dangerous for the civiliazation in germany.they work hand with some local courts.this was group formed to help promote the music development in germany in 1903.before the first and the second world war.please will someone tell this guys that we are living in the 21 century.

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