Thema der Woche 204: Uncoole Technodingens aus den 1990ern

Ouh, da gab’s natürlich ne Menge! Aber schön das wir das “Früher war alles besser” mal relativieren können, nur wo anfangen? Vermutlich sollte man mit der Mode anfangen, aber die fand ich anfangs gar nicht so schlimm, also diese Futurewear Sachen mit Staubsauger auf dem Rücken oder so cyberpunkmäßig aufgebrezelt, das ging alles noch, solange es nicht die orangene Straßenarbeiter Weste mit Trillerpfeife war. Womit wir schon bei Trillerpfeife und weißen Handschuhen wären, zwei Utensilien bei denen ich nicht weiß woher die kamen und plötzlich, vornehmlich in der Provinz, omnipräsent waren. Schlimm waren auch diese von Sven Väth eingeführten Supersohlen von bis zu einem halben Meter Höhe, am besten noch mit so LED Gedöhns drin, wie man es heute gerne in Kinderschuhen hat. Die Sohlenhöhe hat dann irgendwann Buffalo als Volkssohle übernommen.
Das mit den Modeverbrechen ging erst so richtig in der zweiten Hälfte der 90er los und gipfelte in diesem Antenne Brandenburg Look, wie man ihn hier nannte, der aber auch wie eine Seuche über das ganze Land zog. Also diese Fellstulpen oder glitzernde Ultraschlaghosen plus Spikehaare, was damals vornehmlich in Schranzkreisen le dernier cri war. Wenn so einer ankam, sorry, ich konnte den nicht ernst nehmen. Die waren für mich irgendwie das Äquivalent zu den blinkenden Gifs auf billig selbst zusammen geklatschten Hobbyseiten im Web damals. Frage mich manchmal was die heute so machen und ob diese Geschmacksverwirrung irgendwelche bleibenden Schäden hinterlassen hat, aber wahrscheinlich tragen die heute einfach Glitzer im Gesicht.
Was mir auch immer suspekt war, obwohl ich den Tribegedanken sonst soweit gut nachvollziehen konnte, aber wieso ausgerechnet Indianer? Das war ja im Frankfurter Raum recht ausgeprägt, wahrscheinlich weil’s da ob der amerikanischen Besatzungstruppen an jeder Ecke so nen Bauernladen gab, der neben obligatorischen Fransenlederjacken, Cowboystiefeln und Redneck Speckwesten diesen nachgemachten American Native Tinnef verkaufte. Vorher war mir das nur von so dubiosen New Agern oder verwirrten Amerikafans bekannt das die zu viel Western gesehen hatten. Woher da die Assoziation zu Techno kam blieb mir immer schleierhaft, da hätte Rockabillymode aus irgendeinem dummen Zufall ja auch mal wieder schaffen können, was genauso unsinnig gewesen wäre, aber eben näher an der Zeit.
Musikalisch ist der Fundus der Uncoolness natürlich noch viel größer, da weiß man erst recht nicht wo anfangen und wenn man schonmal damit anfängt, wo aufhören um halbwegs der Sache gerecht zu werden. Wobei man ja den meisten Sachen zugute halten muß, das sie mit besten Absichten gestartet wurden, nur halt irgendwann komplett ausgelutscht und durch waren, was aber natürlich einige erst viel zu spät merken oder meinten es käme immer noch Milch aus der toten Kuh auch wenn sie schon nach Verwesung stinkt und der geschundene Euter bereits abfällt. Eigentlich kann man da jedes beliebige Genre nehmen, ab einer gewissen Zeit war das einfach durchgenudelt und nur noch für die Hängengebliebenen interessant, sei es Gabber, Trance, ernstgemeinter Autorentechno, Progressive, aber auch House und Analogtechno. Alles Sachen die anfangs durchaus ihre Berechtigung hatten und einen neuen Ansatz darstellten, aber eben auch alle irgendwann mal ihren Zenit überschritten hatten und ein Schatten ihrer selbst wurden und dann klangen wie der fünfte Aufguss Tee, gebrüht in Wasser aus einem Fußbad. Einige davon versanken dann mehr oder minder in der Versenkung um nach einer Zeit der Besinnung und Läuterung, gewürzt mit neuen Einflüssen wieder aufzuleben. Andere haben den Schuß halt nicht gehört und machen das gleiche seit 20 Jahren weiter ohne mal in sich zu gehen, was für Außenstehende so interessant ist wie ein schlecht gespielter Witz. Man guckt sich das kurz an und kennt die Pointe schon, die schon lange gar keine mehr ist.
Erstaunlich ist auf jeden Fall wie langlebig sich viele solcher uncoolen Dinger halten, während einiges was cool war einfach halbfertig liegen blieb, in der Versenkung verschwand und nie wieder wirklich aufgegriffen wurde, ich nenne einfach mal als Beispiele Bleeps wie in der frühen Warp und Sheffield Phase, oder House in der Machart von Psychotropic. Andererseits wenn das Schule gemacht hätte wäre die Sache bestimmt so lange geritten worden bis sie ebenso eher als weiteres Beispiel für die Peinlichkeiten der letzten Dekade des vorigen Jahrtausends hätten herhalten müssen.
Jedenfalls war das ja noch die Zeit als Horden von DJs nächtlich durch die Clubs zogen um ihre Promo Whitelabels an die Kollegen zu verteilen, ich hatte irgendwann die Bude dermaßen voll von diesem Promospam, das ich aus Verzweiflung eine Fotosession auf einem Prenzlberger Dach für mein junges Label Timing anberaumte, bei der ich den ganzen Stapel von ca. 2000 Promospam Vinyls, der sich bis 1997 angesammelt hatte, mit der Axt zerdepperte:

timingteam3

Heute ist das mit den Promolistenspam und mp3s viel ressourcenschonender, man kann sie viel leichter ignorieren und auch nicht ignorierte haben deutlich weniger Gewicht.
Zum Schluß möchte ich noch ein paar Accessoires der 90er vor dem Vergessen bewahren, auch wenn sie vielleicht uncool waren, waren sie doch zeitweise stark prägend im Techno.
Nicht vergessen sollte man sicherlich Leuchtstäbe, so lustig das Geknicklichters war, so uncool war es so ein Teil von extatischen Ausdruckstänzern im Vorbeigehen an der Tanzfläche in Nasenloch oder Auge gerammt zu bekommen. Heute völlig verschwunden.
Und was ist aus Guarana geworden? Das Zeug wurde anfangs als Wachmacher verkauft und dann mit Aufkommen des Weichmachers Ecstasy natürlich in Alertgraden mit diesen verglichen, ein Vergleich den Guarana nur verlieren konnte, auch wenn einige Rezepte in petto hatten, die behaupteten da nahe ran zu kommen oder gar die Wirkung von XTC zu unterstützen. Die _breite_ Mehrheit entschied sich dennoch offenbar dafür, das beides vielleicht genauso eklig schmeckt, sich der Ekel bei der chemischen Variante aber duchaus lohnender gestaltet. Die daraus resultierende Überproduktion von Guarana wurde gerüchteweise als Kakteendünger verkauft, die daraufhin angeblich besser und lustiger wuchsen, bzw. Vogelfutter beigemischt, auf das die kleinen Piepmatze mehr und lauter singen.
Noch warten tue ich auf das Revival der Brainmachine, damals teurer Hokus Pokus, der kaum tat was er sollte, der aber heute mittels LED Technologie und Smartphoneanschluß sicherlich leichter und billiger zu realisieren wäre, gewirkt haben diese Lichtblitzdinger auf jeden Fall, wenn auch nicht wie beschrieben und in die Zeit täte sie m.E. auch wieder passen.

Kommentare (70) Schreibe einen Kommentar

  1. erklärung für dieses frankfurter indianerdingens? =
    pilze (rausch)
    peyote (rausch)
    power of american natives (dj dag)
    peyote II (projekt von dj dag)

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  2. uncool fand ich:

    mode:
    - zipfelmützenraver (als synonym für diesen bekleidungsstil, der von den afterskipartys auf die deppenraver-szene überschwappte)
    - stussy-uniformierung (synonym für sündhaft teure skater- und surferlabels)
    - plüschtiere und plüschtierrucksäcke (als synonym für die infantile kostümierung a la marushas raveland (war ganzgroß auf großraves und der lopa – the best: der schnuller im mund)
    - kuhfell und buffallos (hast du bereits beschrieben)

    verhalten:
    - parkplatzraves: viele meist tiefergelegte breitreifenautos mit monstersoundanlagen und integrierten kühlschränken… dieser trend ging anfangs nur zu lasten des getränkeumsatzes, gipfelte jedoch in partys, wo es am ende überhaupt kaum jemand mehr vom parkplatz in die eigentliche partylocation schaffte. ergebniss 500 autos vor der tür mit rund 1000 leuten und eine vollkommen leere party mit bankrotten veranstaltern (selbst mehrfach erlebt)

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  3. ????Ich hatte Schlaghosen und Knicklichter im Schuh aber auch viel Camouflage, Haare in allen möglichen Farbvariationen????hohe Schuhe, flache Schuhe……… und nein …. Ich habe keine bleibenden Schäden davon getragen und auch kein Glitter im Gesicht ????

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  4. @Aki: (Nelson)

    @Wolle: Zipfelmützenraver fand ich verglichen mit dem was danach kam eher putzig.

    Plüschkram und Schnuller als Infantilisierung geb ich dir recht.
    Stussy war halt so’ne Art Attitude, kann ich nix gegen sagen, da schwappen halt noch Reste der 80er mit rein, genauso wie mit diesen Lycra Radlerhosen a la Gaultier.

    Die Parkplatzraves waren aber eine Subkultur in der Subkultur, ich fand das ein interessantes Phänomen, klar für Veranstalter verheerend, aber da ich oft und gerne auch auf Parkplätzen war, das war schon ein lustiges Paralleluniversum, oft schlimmste Musik und noch schlimmere Verpeilung. Jedenfalls haben die meisten bei ihren Ausgaben für Auto und Anlagentuning plus Lustigmacher definitiv kein Geld mehr für Eintritt gehabt :D

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  5. Das die Parkplatzpartys so einen großen Anklang gefunden haben kam vielleicht auch daher, dass damals sehr viele Leute aus den unterschiedlichsten (Indie???)Musikszenen auf einmal in die Technoszene geströmt sind und die Ihre alten Gewohnheiten mit eingebracht haben. Und da gehörte halt bei vielen Szenen die Parkplatzparty und das Pennen im Auto einfach mit dazu.

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  6. haha…dafür hast du einen Journalistenpreis verdient…weiß bloß noch nicht welchen… :-)

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  7. Hihi, Brainmachines… hihi….:)
    Danke für den Amüsanten Artikel. Vor allen Dingen das Bild ist Spitze!

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  8. hach und eine peinlichkeit (aus meinem eigenen leichenkeller) muss ich dann doch erwähnen:

    shakuntala incense (indische räucherstäbchen)

    brrrrr. besonders eklig, wenn damit der modrige geruch von alten sofas und anderen vergammelten utensilien überdeckt werden sollte.

    überhaupt scheinen mir rückblickend viele dinger aus meinen tribalravedingens richtig, aber einiges auch übertrieben. doch zu meiner ehrenrettung sollte dabei auch eine weitere peinlichkeit erwähnt werden:

    die profilierung darüber, dass man möglichst viele verschiedene drogen, möglichst gleichzeitig und in großen mengen über einen möglichst langen zeitraum einnimmt.

    die beobachtung dieser verhaltensweise, insbesondere bei sehr jungen “neu”ravern führte damals bei mir zu einer vollkommen ablehnung aller artificial drugs, also amphetaminen und xtc.
    die idee des “natural high” war eine direkte reaktion darauf. sie sollte jedoch nicht verbietend wirken, sondern zeigen, dass technopartyfeiern und massenweise drogennehmen nicht automatisch das gleiche sind.

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    • also Räucherstäbchen waren schon mindestens seit Punk, also den späten 70ern sowas von over und out.

      Und ich weiß ja nicht mit wem du dich a so rumgetrieben hast, aber eine Profilierung über Drogen hab ich wirklich nur bei Anfängern beobachtet, das angenehme war doch meist das da so eine Art Understatement Agreement herrschte, gelabert wurde viel, aber nicht hauptsächlich darüber

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      • “räucherstäbchen seit den 70er out” – alter mann, was erzählst du da vom krieg? wenn hat es jemals interessiert, was irgendwelche großväter seit xx jahren als out bezeichnen? ;)

        drogen kein profilierungsdingens? – da scheinst du entweder damals einen sehr begrenzten wahrnehmungshorizont gehabt zu haben oder du hast es schlicht vergessen (?)

        was du sagst, stimmt auf einen relativ beschränkten personenkreis. das “understatement agreement” galt bei den frühen ravern der ersten stunden. ja. aber was man ab sommer/herbst 1992 (besonders im bunker, aber eigentlich auf allen größeren raves) wirklich als massenerscheinung sehen musste, dass war einfach nur noch erschreckend. bei den jüngeren neulingen schien es nur eine regel zu geben: “um so mehr, um so cooler bin ich”…

        das bild des zipfelmützenravers, der eine große tüte pillen nur für seinen eigenbedarf rummschleppte und damit eindruck zu machen versuchte, war allgegenwärtig. diese kids nahmen nicht eine, nicht 1 1/2, nicht 2 – die warfen 5-20 pillen in einer nacht ein. die waren bereits um halb eins mit gesichtsfasching unterwegs… ich kann und will nicht glauben, dass du davon nichts mitbekommen haben willst?

        drogen und techno waren besonders in der kirmesravezeit ein und das gleiche. man ging auf diese partys, weil es dort xtc gab. und es gab nicht wenige, die nur deshalb da hingingen, um drogen zu verticken. und es gab nicht wenige, die sowas nur veranstaltet haben, um zu verticken… das ist nicht nur meine wahrnehmung, sondern in “techno” von walder und anz sehr gut und ausführlich beschrieben.

        der “völkische beobachter” des technos, die frontpage, war an diesem verklärten technobild auch nicht unbeteiligt. ich kann ja mal die frontpages rauskramen, bei denen die hintergrundbilder seitenweise aus hundertausendenden kleinen pillen bestanden…
        schau dir doch mal die partybilder an, die da in den technogazetten jener zeit abgedruckt wurden – da gab es niemanden, der nicht mit tellergroßen augen und gesichtsfasching abgebildet wurde. oder viva, mtv – oder gar diese berühmte “einspruch”-sendung, wo sich die versammelte pro-techno-fraktion dermaßen druff darstellte… – “drogen waren understatement” ??? das ist so eine verquere wahrnehmung, da fällt mir fast nix zu ein.

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        • “die warfen 5-20 pillen in einer nacht ein” das waren dann aber mit Sicherheit keine Es, sonst wäre denen vor so viel Gesichtsfasching das Gesicht abgefallen :D

          Und ja, mag sein das das damals auch teilweise verklärt wurde, allerdings muß man auch die Begleitumstände und die Zeit davor dazu sehen. Auch ich fand es viel besser wenn die Leute ihre Pillen klinkten anstatt Alk oder Koks in sich reinzuschütten, wie das in den 80ern der Fall war. Nicht umsonst war die Atmosphäre auf Technoveranstaltungen viel friedlicher und die Erlebnisse auf XTC noch neu und deshalb wurde auch viel damit gespielt, allerdings habe ich offene Propaganda zum Konsum eher wenig gesehen, damit wurde mehr so augenzwinkernd gespielt

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          • tja, auf der suche nach was neuem kann auch einiges schief gehen. lieber eine friedliche person mit gesichtsfasching, als ne´ horde besoffener agro pepp user.
            richtig geaergert hat mich jedoch, den menschen mit der plastiktuete voller 5 markscheine, jahre spaeter wieder mit der selben tuete zu treffen. diesmal mit 5 und 10 euroscheinen. :-(

            techno braucht auf jeden fall mal wieder was NEUES UNBEKANNTES KICKENDES was auch immer das auch sein mag.

            ich suche noch! ;-)

          • ich habe auch nirgendwo geschrieben, dass ich an drogen an sich was schlechtes sehe. würde ich auch nicht schreiben. damals nicht und heute nicht. für mich war das teil des geschehens. aber es war privatsache. als veranstalter wollte und durfte ich davon weder was sehen, noch was wissen.

            wogegen ich mich gewandt habe, waren die auswüchse. eben dieser weitverbreitete irrtum, dass drogen und techno das gleiche wären. ich kannte soviele leute, die ohne drogen unterwegs waren – das waren keine besseren menschen, aber der automatismus, nach dem es den neuen irgendwann sogar unvollstellbar wurde, dass man techno ohne drogen feiern konnte, der hat genervt.

            dass du die “abgefallenen gesichter” damals nicht gesehen haben willst – ich glaubs fast nicht. ok, gegen die extremen auswüchse, die spätere modedrogen wie heroin, crystal, keta, lsd und vor allem ghb verursacht haben, waren die abgefallen gesichter rückblickend ziemlich harmlos. aber für mich war das damals so ein schock, dass ich das xdp eine zeitlang ohne x schrieb: _.d.p. – als zeichen, dass ich diesen automatismus ablehne. ich fühlte mich schuldig für das, was da plötzlich um mich herum passierte.

    • find ich nicht, aber so viel Platz braucht man denen in Sachen uncool doch dar nicht einräumen. Bloß weil du keine genommen hast?

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  9. Haha, Parkplatzraves. Manchmal lustig manchmal aber auch nervig. Vorallem, wenn man irgendwo im tiefsten Brandenburg, mit 5x verfahren und keinem Handyempfang auf ne Bunkerparty wollte, und man kommt früh um 3 hin und freut sich schon, und dann ist da die totale Leere im Club, weil tatsächlich alle im Auto hocken.

    Lustig aber, wenn drinnen im Club noch harter Techno lief und man draussen am Auto schon mal den Grill angeschmissen hat. ;)

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  10. 90erJahre techno ist allgemein recht peinlich und wenig erbaulich. richtig vernünftig wurde es erst mit aufkommen von minimal.

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  11. @petero:

    Das ist nicht Dein Ernst oder? Wenn was peinlich ist, dann ja wohl Minimal! Dieser pseudocoole Langweil-Techno den wirklich jeder Depp produzieren kann.

    Übrigens auch wenn die 90er Kleidungsstile jetzt peinlich erscheinen mögen, ist das immer noch besser als die heutige unauffällige Einheitskleidung.

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    • Das, was die breite Mehrheit so als Minimal bezeichnet ist echt öde, da geb’ ich dir recht.

      Andererseits hat der ursprüngliche minimal-Ansatz in den 90igern von Robert Hood z.B. “Bells at Dusk” (ok, war später, ist aber die “alte” Machart) schon seinen Reiz… wenn auch vielleicht nicht in der “peaktime” wie’s heut so schön heißt.
      Nur kennt halt niemand von den “woah, voll geil, Minimal-Klick-Klack-Schablone”-Partygängern den Herrn Hood (und evtl. noch die ganz frühen Hawtin-Sachen). :-/

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  12. Schön, was die Engländer auch heute noch zum Thema Rave-Bekleidung (oder so) beizutragen haben. Man mag’s kaum glauben:

    http://www.fantazia.org.uk/cyberwear/index.htm

    Im übrigen muß ich ja, sobald ich auf den Begriff ‘Minimal’ stoße, auch immer wieder an Sammy Dee denken, der dessen Frühformen ja schon 1992/93 ‘kultiviert’ hat. Bli-Bla-Blubb…

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  13. Ich muss X101 recht geben. Die 90er Mode mag heutzutage lächerlich wirken aber mir ist diese viel mehr lieber als der heutige Standard.
    Ich mein schaut doch mal alle da draußen auf der Straße an! Alles sehen gleich aus! Das gabs in den 90ern nicht, da war jeder auf seine eigene ausgeflippte Art individuell.
    Und heute fröhnen alle dem H&M Faschismus. Traurig sowas.

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  14. es war schon ne abgefahrene Zeit, … um beim Beispiel des wundgemolkenen Kuheuters zu bleiben, wurde es in der 2. Hälfte der 90iger halt wirklich lächerlich, … “as it went mainstream” In the beginning waren es halt wirkliche bunte und schräge Vögel die man auf Technopartys traf, aus allen möglichen gesellschaftlichen Ecken, jeglichen Alters, Homos oder Heten, alle akzeptierten sich, ganz was neues zu dieser Zeit … spielte alles keine Rolle … alle waren so abgeschossen von der Musik, dieser Art zu feiern, … saßen bei allen bisher bekannten Partys die meisten rum und besoffen sich, waren die “Technopaläste” eher erst gar nicht bestuhlt, … und die meisten zappelten tatsächlich rum, … schossen sich auch ab, sicher, … aber ich hätte in der Zeit nicht eine einzige Schlägerei oder ähnliches gesehen, … auch was ganz ganz neues, … “damals”, … laberte der bayrische “Gottesstaat” doch tatsächlich davon, Techno zu verbieten, … es kann ja nicht gut sein, wenn Sie sich um 5 in der früh immer noch nicht auf’s Maul haun, … wo’s auf der Wies’n doch so schnell geht, … dann hat man die Taktik geändert, und das angestrebte Verbot wich der Taktik, … “make it public” und dann, … dann meinten alle sie seinen schräge Vögel, … waren sie aber nicht, … mit dem bekannten Resultat, man merkte schnell was Drogen in den falschen Händen für Konsequenzen haben, die einen kamen vom Kloo gar nicht mehr runter, die anderen frönten ihren oralen Bedürfnissen mit Trillerpfeife, bunten Lutschern und/oder kauten auf ihren Kaugummis, als gäb’s für jedes mal draufkauen 5 Mark, … zum Hergang des Müllmannkults fehlt mir jede Idee, aber es gab ihn, wie auch die zahlreichen Männer, die nun stolz Plateau trugen, und nicht nur auf dem Event, …

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  15. i´sch hatte gar kein handy,sondern c-netz, bbs, fax, radio! ;-)

    - richtig uncool ware fuer mich die fresse poliert zu bekommen
    (auf der loveparade (!!!) von besoffenen vollspacken, ohne zipfelmuetze, aber mit bauarbeiterwesten inkl. dosenbier)
    und dabei meine schwangere frau schuetzend, unter wie viel auch immer friedlich wegschauenden menschen, sich zum tunnel an der siegessaeule “durchkaempfend”.

    - die indianer, welche eigentlich verkappte schamanen mit “peote” getauften wolfsmilchgewaechsen aus dem baumarkt waren.
    mangels schamanen mussten halt the shamen und die indianer dran glauben!

    - “guano” als “guarana” angeboten bekommen und gegen meine medikamente getauscht. echt bloed gelaufen und nervig, weil die type nicht wiedergefunden.

    - nicht neben meiner heutigen frau aufgewacht, sondern neben katrin, monika, janine und klaus. der paul war schon weg und der bus auch.
    keine kohle, keine klamotten, nix!

    - allerlei mir und freundInnen geklaute dinge auf party´s
    (das komplette spektrum, von platten bis equipment, cd´s bis rauchwaren und selbst medikamente)

    -kaputte autoscheiben bei EISREGEN, im kuenstlichem fieber, oberhalb von 41 grad und dem freundlichem helfer, welcher nach ausweiss,führerschein, fahrzeugpapiere lechzte, anstatt zu helfen.
    die mappe mit der kohle und den dokumenten war ja grad entflogen.

    - alterskontrolle im club, mit wieder mal fresse poliert. diesmal grundlos von der executive, ohne ansehen von person, oder geschlecht. sie war wirklich schon 18 :-)

    - mind. von 1990-2001 die zahl- und zahnlosen technoerklaerbaeren, mit ihrem spaetberufenem obervorturner a.d., herr von und zu abgedreht technowikinger

    - die weltweite drogenpolitik, all seine grenzdebilen gefolgsleute, wie z.b. der beruehmt beruechtigte “schweizer” technoerfinder,
    welche aus meiner sicht, nachhaltig mitverantwortlich fuer die kriminalisierung der konsumenten waren und sind, als auch billigend tod, siechtum, unaufgeklaertheit in kauf nehmen, solange es nicht die eigenen kinder betrifft. ICH SPUCK AUF EUCH!
    (sorry, das ist fast off topic!)

    - als gast behandelt zu werden, weil man gast ist! (erdet unheimlich und hat mich immer beruehrt. DANKE)

    - mitwoch´s bonito house club mit kathleen und danach arbeiten muessen

    - doch das fuer mich allernervigste uncoole technodingens ist–>bleibt die guestlist +2 oder +3 oder +8 oder -1 inkl. identitaetsdiebstahl und noch uncoolerem geroedel im nacken folgend, garniert mit nicht erscheinendem, weil auch nicht gebuchten STAR`DJ XYZ

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  16. Klamotte: POSE Bomber Jacken, war so ein lable was ich seit dem nie wieder gesehen habe.

    Musik: endlose Mengen an Soundmüll, von Blümchen bis Sandmännchen über die Schlümpfe und zurück. Ich glaub Heino war doch auch schon am Start, oder? Gut das ging ja so nebenbei, hat man sich ja nicht wirklich mit beschäftigt..

    Gut waren auch die ersten sampler LP´s “Best Of Techno” von so illustren lables wie polydor und Konsortien..

    Im großen und ganzen hat aber der Kirmestechno doch massgäblich die Schlagerbranche beeinflusst, wenn ich mit Omi mal Volksmusiksendung gucken muss, höre ich nur beats aus billiger software, sogar in bpm Größen, die in den 80ern ja wohl die Ausnahme waren. Und Ballermann Techno, Die Atzen etc. Man möchte nur weglaufen, alles (Abfall)Produkte dieser Kultur..

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  17. och,diese stüssyhütchens fand ich damals garnicht so schlecht und räucherstäbschen,nur original nag champa,kamen bei hardtechno plus essenz auch ganz cool rüber :D

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  18. Das mit den Brainmachines wird es in der ursprünglichen Variante nicht mehr geben., wegen Epilepsie. Habe damals nicht mal mitbekommen, dass die neben mir ‘nen Anfall hatte.

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  19. Das Coolste war vielleicht, dass man nicht cool sein musste. Also nicht abhängig von irgendwelchen Geschmacksrichtern, die einem Dinge verkaufen wollen.

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  20. Nunja, in gewissen Kreisen gerade hier in Berlin wird ja schon eine gewisse Coolness und Arroganz an den Tag gelegt und wenn Menschen hysterisch in irgendwelchen Foren diskutieren, welche Mode am besten passt, um in den angesagten Club XY zu kommen, wo zwar großartige DJ’s spielen, die sie aber nicht kennen, da die nicht in den letzten zwei Jahren auf Ostgut Ton veröffentlicht haben oder im Boiler Room so sexy aussehen wie Nina Kraviz, finde ich das schon bedenklich. Verzeiht den langen Satz. Techno in den 90s wird immer auf Blümchen und die Diskussion “War Low Spirit jetzt der totale Ausverkauf?” reduziert, aber gerade im Kirmestechnopeaktimejahr 1994 kamen auch solche Sachen wie Basic Channel aus good old Germany. Mir passt da weniger der Kram der heute so geht ala “Deko im Club muss auch als avangardistische Ausstellung funktionieren” können, mir taugt da eher der Wollesche Ansatz vonwegen nur Tanzfläche, Strobo, Nebel.

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    • Zudem ich mich ehrlich gesagt wohler fühle, wenn ich von Leuten mit 08/15 H&M Outfit umgeben bin, da ich bei diesen Personen davon ausgehen kann, dass diese tatsächlich wegen der Musik im Laden sind und nicht um mittels im Endeffekt weitaus uniformierterem Pseudo-Individualitäts-Outfit aus der Hipster-Suppenküche ihrer Profilneurose freiem Lauf lassen zu können.

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  21. Was ausser dem noch noch ziemlich peinlich wirkte, war dieser Trend mit diesem Armeeklamotten…Camo-Art… und so

    :D

    aber was solls…jede Zeit hatte ihre No-go’s

    (in 20 Jahren werden sich die Leute dann hoffentlich über dieses fürchterliche Wort unserer Gegenwart lustig machen)

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  22. @wolle: Armeeklamotten waren schon immer total daneben und werden es auch immer sein.. Nicht nur, dass sie an sich scheiße aussehen. Ihre “Ideologie” ist noch schlimmer.. Daran wirst du sicher nichts ändern. Apropos: Du als Person nervst so dermaßen, dass ich gar nicht verstehe, wie Tanith es mit dir aushält.. Dein lächerliches Besserwissergeschwätz die ganze Zeit, nie was Lustiges, Entspannendes… Kommt sicher vom zu lange die Luft anhalten…

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  23. hahaha….

    da habe ich ja noch mal glück, dass du deine generalanmache gegen mich ausgerechnet mit deiner ahnungslosigkeit über die in der technoszene so beliebten camouklamotten verbindest.
    damit brauche ich weder auf das eine, noch auf das andere eingehen :)

    (ps: wenn du von irgendwem ernstgenommen werden möchtest, dann unterschreib’ doch solche anmachen mit deinem echtnamen. oder bist du dazu zu feige?)

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  24. moin,

    uncool ist, was hier gerade abgeht! da kann man(n) sich nur fremdschaemen. auch so ein relikt aus den 1990´er, welches sich bis heute haelt. anstatt zusammenzuhalten, wird nahezu jeder dissenz, zum diss´unterster kategorie. SCHADE *ein strich kein strich tragend im buero, mit weissem hemd und SO EINER KRAWATTE* GRRRR…

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  25. oh Gott, ja die 90er…, ich weiss ehrlich gesagt nicht, warum man immer in der Vergangenheit leben muss. Ich finde musikalisch war jede Epoche spannend und ist es heute auch noch. Mode hat mich nie interessiert. Techno hab ich so 91/92 das erste mal wahrgenommen. Fand das am Anfang sehr spannend. Die vielen Stile..auch die frühen Trancesachen. Weiss noch, dass ich mir aus London ein paarmal Platten mitgebracht hatte…model 500…und sowas. Hab dann so ab 96 keinen Bock mehr auf Techno gehabt und hab dann alles aus den 80 ern verschlugen was so an EBM und Industrial angesagt war. Naja und heute ist die Musik vielfältiger und spannender als je zuvor…klar gibt’s ne menge müll da draussen aber auch richtige perlen.

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  26. nun muss man wegen einem troll nicht gleich den untergang der forumskultur heraufbeschwören.
    tanith ist der moderator. dass wer irgendwas uncool findet, dass wird er sicher so stehen lassen. auch wenn er anderer meinung ist. aber das grobe gedisse einzelner personen gegen andere würde ich vielleicht nicht tolerieren.

    wenn es anfang der 1990er schon onlineforen gegeben hätte, dann würden die dort üblichen schlammschlachten sicher hier ihre erwähnung finden. rückblickend sind die das peinlichste, was es in der szene überhaupt gegeben hat. zum glück weiss ich aus diversen anderen foren, dass dies kein usp von technoforen gewesen ist. sonst hätte ich wahrscheinlich angefangen schlager zu hören. aber selbst in schlagerforen ging es (besonders) am anfang heiss und schmutzig ab.

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    • was du alles weißt, wo du dich so rumtreibst :D
      BTW: Foren hatten auch im Techno eine tolle Zeit, so um die Jahrtausendwende, das Technoforum war da fast sowas wie meine Stammkneipe. Später hatte ich ja auch hier ein sehr aktives Forum und das war auch die meiste Zeit toll. Es steht oder fällt aber mit den Partizipanten und wie die miteinander umgehen und wieviel Empathie füreinander mitbringen, bzw. inwieweit sie auch mal über das verbale über die Stränge schlagen anderer hinwegsehen können, ist auch so ne Art Medienkompetenz, die man in Foren prächtig schulen konnte.
      Das du, Wolle, ab und an mal einen über kriegst liegt aber auch oft an deiner Wortwahl, du warst hier der erste der mit dem Trollvorwurf gegenüber eines Andersdenkenden kam. Denk mal drüber nach

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  27. Die Steigerung des Camolooks war dann zusätzlich noch 2 Packungen schwarzen Krauser umhängen zu haben, ich glaub die waren in den Gurt der Umhängetasche gesteckt oder so?

    Cool. Heut auch noch :)

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    • das war Drum Tabak und es war nur eine Packung, die andere Vordertasche war für das Handy das damals ja noch Antenne hatte, reserviert ;)

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  28. naja, lieber tanith, ich war auch ein haarhorn-schlaghosenraver. davor war ich einfach nur bunt. naja, und davor war ich ganz in schwarz gekleidet.
    tschuldige, ich war eben jungendlich und bin halt 10 jahre jünger als du, hab also auch andere themen mitgemacht wo du schon “erwachsen” warst.

    in meiner alten gegend war ich schon deswegen uncool weil ich techno gehört habe, weil ich fgeiern war auf partys die die anderen kids nur aus der glotze kannten, wenn überhaupt zwischen ll cool j, nana und prince ital joe feat. marky mark noch platz für eine andere musikwelt war.

    ich war halt immer gerne uncool wenn ich mich dadurch nur irgendwie erfolgreich von den schmalspurdenkern, schubladensteckern und jungen, türkischen mitbürgern aus dem sozialen brennpunkt (die mich als nazi betitelten weil ich deutscher bin) abheben konnte. ob ich damit negativ oder positiv aufgefallen bin war mir scheiss egal. und das ist es noch. anders hätte ich gar nicht überlebt.

    trends kommen und gehen, mal hab ich sie mitgemacht, mal war ich rein zufällig trendy, und wahrscheinlich habe ich auch schon unabsichtlich den ein oder anderen trend gesetzt.

    camo-dread-tanith hat, obwohl er auch immer irgendwie anders, dagegen, unangepasst war, auch eine stinknormale, menschliche, vereinfachte, kategorisierende, verurteilende meinung über menschen die er nicht kennt, sondern die er nur sieht, und sich auch zu fein ist mit ihnen zu reden weil er abweichende ansichten und deren personen per se nicht ernst nimmt.

    nachvollziehbar. geht mit auch so. das ist ein ganz natürlicher prozess im sozialen gefüge und auch total gesund. was würde man sich überladen wenn man auf einmal alle gleich behandeln würde und sich selbst zu der immer gleichen beziehung mit jeder person stellt die um einen herum auftaucht?

    es ist das erste mal das tanith sich in seinem blog mal so richtig auskotzt :D ich hoffe es wird kein kotzblog, denn dann bleiben fanboys da und interessante news für szeneinteressierte weg. aber ich denke so weit wirds nicht kommen.

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  29. @wolle:
    Soso, wollexdp ist also dein Echtname?
    Kannst also doch lustig sein. ;-)
    Ahnungslosigkeit über die beliebten Armeeklamotten?
    Wovon sprichst du? Dass die Klamotten beliebt waren, ist doch klar. Darum ging es hier aber gar nicht. Es ging darum, wer was uncool findet..
    Tanith hat es genau erfasst: Du hast damit angefangen Leute als Troll zu bezeichnen, die einfach einen anderen Geschmack haben. Da ist mir der Kragen geplatzt. Außerdem hattest du schon öfter meinen Unmut mit deinen Kommentaren geweckt.
    Wenn du wüsstest, was ich normalerweise für ein freundlicher und umgänglicher Mensch bin.

    @Tanith: Danke für die lässige Reaktion auf meine Camouflage-Kritik. So was würde man sich auch von Anderen hier wünschen.

    Werde ab sofort alle wollexdp-Kommentare ignorieren, dann muss ich hier keine negative Stimmung mehr verbreiten, was mir eigentlich schon leid tut.

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  30. nun macht euch mal in die hose.

    “troll” habe ich geschrieben. oh wie schlimm. muss ich jetzt tatsächlich erklären, was ein troll ist? wenn jemand in taniths blog ausgerechnet camoklamotten als uncool bezeichnet, dann ist das eine trollige provokation. ich hielt das für einen scherz.

    aber schön, mal wieder die uncoole seite des forenbetreibers kennengelernt zu haben. auf dieses “du nervst so dermaßen” noch eines draufzulegen und mir die schuld dafür zu geben – da sage ich danke und tschüss!

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    • nein Wolle du mußt hier nicht erklären was ein Troll ist und deine Scherze kennzeichnest du vielleicht besser, ist oft schwer auseinander zu halten.

      Ich hab auch keinen draufgelegt sondern in sachlichen Worten versucht zu erklären wieso du m.E. desöfteren in Online Diskussionen auf diese Weise aneckst. Wenn du das als Affont verstanden haben willst, bitteschön, meine Intention war es nicht.

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  31. letztmalig: ich brauche von dir weder belehrungen, noch tipps, wie ich mich in onlineforen zu verhalten habe.
    wenn du darüber anderer meinung bist, dann haben wir dafür eigentlich einen persöhnlichen draht und müssen das nicht hier diskutieren. andernfalls entsteht hier sonst leicht der eindruck, du würdest dein forum dafür nutzen, irgendwelche leichen aus deinem befindlichkeitskeller aufzuarbeiten. dafür stehe ich jedoch nicht zur verfügung.

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  32. die einen sagen so, die anderen sagen so.

    h&m

    ps: das gericht ist wieder mal köstlich.

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  33. KINDER! KINDER! beruhigt euch.

    wieder zurück zu den armeee-klamotten und uncoole 90er-jahre sachen die scheinbar bis heute bestand haben.
    1994, ich war 14, wollte ich auch so nen armeelook haben. tanith kannte ich ja schon von diversen fotos.
    dann auf einmal die reklame von benetton. man hab ich mich in den kaufhäsuern wund gefragt und die verkäufer genervt. ich wollte unbeding so ne armee-hose und ein löchriges, blutverschmiertes t-shirt haben. ich hatte keine ahnung was das zu bedeuten hatte, ob es ein politisches statement war, das war mir auch total egal. ich wollte nur cool aussehen, oder zumindest anders, denn was cool ist und was nicht definiert man für sich ja nicht selbst, sondern andere für einen, zumindest in der jugend.

    los, quakt da drüber :D

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    • Echt, Benetton hatte Camowerbung? Ich weiß nur noch das es für mich irgendwann grenzwertig wurde als irgendsoeine Privat TV Show damals Camo in Pink und Lila als Deko benutzte. Ab da fühlte sich das Pferd irgendwie tot geritten an. Trotzdem, als farblichen Tupfer finde ich Camo bis heute noch akzeptabel, nur dieses von Kopf bis Fuß, das hatte halt mal seine Zeit und sieht von heute aus besehen wahrscheinlich unvermittelbar peinlich bis prollig aus, was es damals jedoch mitnichten war, das war ein Statement.

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      • @tanith:
        Er meint dieses Werbeplakat:

        http://www.360-grad-blog.de/category/kunst/kunst-im-20-jahrhundert/page/5/

        War das Camo-Statement eher philosophisch vertrackt, oder sollte es einfach im weitesten Sinne Härte und Untergrund symbolisieren?

        @BenAvion:
        Kann mich an die Werbung erinnern, fand sie allerdings geschmacklos, weil es wohl wirklich die original Klamotten eines toten, bosnischen Soldaten waren.
        Aber ok, ich war damals schon ein wenig älter als 14.. :-)

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        • ach ja, jetzt klingelt’s, war ja damals der Skandal. Well, das war weitab von dem was es für uns symbolisierte, Härte und Underground trifft es schon ganz gut, dazu noch das Gegenteil von Tarnung im urbanen Gelände und halt Enteignung des Symbols von den Militaristen, denen wollten wir das quasi peinlich machen :D Und zudem saupraktisch im Clubumfeld der alten Keller, viele Taschen für Flyer und so’n Kram plus man hat die Flecken nicht so gesehen. Ich hatte das eigentlich schon von vor der Technozeit aus EBM und Cyberpunktagen mit rein geschleppt

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          • Cool, an den praktischen Nutzen im “Clubumfeld” hätte ich nicht gedacht. :-D
            Komme aber auch aus einer viel “saubereren” Stadt als Berlin. Keine leerstehenden Lagerhallen und alte Keller sowieso nicht…
            Ich bin mir nicht sicher, wie ich “das Gegenteil von Tarnung im urbanen Gelände” und “Enteignung des Symbols von den Militaristen, denen wollten wir das quasi peinlich machen” verstehen soll.
            Hier wirds wohl philosophisch vertrackt… ;-)
            Für mich persönlich war die Gewalt/Krieg- Assoziation einfach immer zu präsent..

  34. tarnung als warnung, war doch auch mal so´n “credo” des blogbetreibers. ich habe heute noch angst. ;-)
    umgekehrt hat es doch einem auch jede menge aerger erspart. so frei aus dem eigenen erleben in der s-bahn. “…he´bischt soldat oder wa´sch?”
    antwort: “…das auch!”

    vortsetzung 2 min spaeter: “…. eh´ isch fick deine mutter….”
    antwort: “…das will ich sehen!” :-)

    leider mussten dann arme und beine eine rotierende scheibe bilden. :-) :-) :-)
    aus versehen hab ich dann auch noch name, geburtsdatum und wohnort angegeben.
    nie wieder was von gehoert. YEAH!

    mancher sollte sich vielleicht mal klarmachen, in welch paradiesischen verhaeltnissen wir eigentlich leben.

    was ich damit sagen will?

    armeeklamotten in manchem kontext, koennen durchaus botschaften vermitteln. die nicht gerade menschenfreundlich sind. war auch so ein uncooles technodingens;
    —> die botschaft von techno! “wuergg”

    ach ja, der menschenfreund gehoerte sicher auch zu den uncoolen technodinges dazu. durchaus aufgeschlossen der musik, doch im innersten ein faschist erster guete, mit wechselndem farbanstrich, abhaengig von windrichtung und aufenthaltsort.

    widerstand muss nicht zwecklos sein und manch wilderer tarnt sich auch als touri im sportlich angesagtem outdoor funktions-outfit.
    natuerlich in deiner wandergruppe. ;-)

    so bleibt der fanboy, fanboy und tanith immer noch, was er ist.

    RESPEKT & RAVE ON (*kleines bischen PLUR oben drauf garniert*)

    PS: herrlich ist es doch, in klischees zu waten, auf der reise durch das zweite inferno.

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  35. so leute jetzt sage ich euch mal was die 90er waren der hit überhaupt keine schlägereien in clubs und auf großraves jeder konnte sich so anziehen und sein wie er wollte ich liebte die krassen lack latex lederleute und die bunt angezogenen leute heute gehen fast alle normal angezogen weg nur in wenigen clubs wie berghain berlin about blank underground techno club 1mal im monat homopatik gay und im berghain gibts noch bile mit raingers schuhen und schwarzen umhängen das sind die underground techno leute wie auch viele gay die underground techno hören und keinen komerz so wie die meisten hier und ich gehe immer noch ausgefallen weg was die leute sagen oder kucken geht mir so was am arsch vorbei

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  36. ist das hinten rechts mit der sonnenbrille tatsächlich hawks auf promoshot?

    und btw – timing als thema der woche wäre doch sowieso irgendwann mal angesagt, so ganz grundsätzlich oder hab ich das irgendwann verpasst? die meisten sachen hab ich aus meinen anfangszeiten als musikschreiberling beim damaligen partysan nord noch als whitelabel hier stehen und bin eben nochmal über den ‘junkie xl / heckmann’ remix faux pas beim labeldruck auf der “t.a.n.i.t.h.” 12″ gestolpert… wie kam das denn zustande?

    https://www.instagram.com/p/BvJrJkEHgWF/

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