Das Medien Supplement “Party auf dem Todesstreifen” zum Buch “Der Klang der Familie” zum Nachgucken

Ich war ja sehr gespannt darauf wie die Doku ausfallen würde, nachdem das Buch die Latte ja sehr hoch gehängt hatte. Klar, das man in einer Stunde nicht so ausführlich werden könnte, trotzdem erstaunlich wieviel man da untergebracht hat und wie der Geist der Zeit von Bildern wieder aufgerufen werden kann. Beide, also Doku und Buch ergänzen sich m.E. als Zeitdokument wieso und warum Techno und Berlin sehr gut. Für mich persönlich wurde wieder mal klar, warum mich diese Zeit mehr geprägt hat als bei den meisten die Pubertät und man wünscht sich diese ganze Überregulierung heutzutage mal wieder weg.
Kann man sich noch 7 Tage anschauen (Depublizierung, auch so’ne Schwachsinnsregelung):

Kommentare (50) Schreibe einen Kommentar

  1. Ich habe es mir auch mal angeschaut. Erstmal fand ich gut, dass der ganze Detroit -Kram entfallen ist. Das fand ich auch im Buch schon äußerst unlesenswert und irrelevant für einen Spätgeborenen. Der Drogenteil und Untergang von Techno wurde mir etwas zu stark gekürzt. Auch fehlten mir ein paar Interviews von Antagonisten wie Dr Motte, Westbam usw. die die Gegenseite zu den Aussagen von Tanith und Wolle hätten aufzeigen können.
    So bleibt es halt als schöner Videoeinblick wie es früher mal war.

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    • @rummelsburgwatergatewartollheute

      Detroit unlesenswert und irrelevant für einen Spätgeborenen.

      Aber dafür Motte, Westbam? Sorry aber mein Jung Du hast gar nichts von der Musik verstanden.

      Detroit ist Techno. Die Generation Berghain schlägt zurück…

      Wenn es nicht so bitter wäre, dann wäre es schon wieder lustig. Jede Zeit bekommt die Generation die sie verdient…

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      • wieso hat einer etwas nicht von der Musik verstanden, solange er nicht deine Parameter favoriert?
        Ich kann nachvollziehen das jemand Detroit im Zuge einer Berlin Doku irrelevant empfindet und lieber Protagonisten von hier darin sehen will

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        • Lieber Tanith, die Aussage war aber nicht irrelevant für Berlin Doku, sondern irrelevant für einen Spätgeborenen.

          Und Techno zu verstehen ohne Detroit halt ich für unmöglich. Aber Du hast recht Low Spirit hats erfunden ;-)

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          • ich käme mir vor wie meine Eltern, also so wie ich nie sein wollte, würde ich vorschreiben wollen wie man Techno zu verstehen hat oder was für den einzelnen relevant zu sein hat

  2. Und morgen kann man das auf dokujunkies.org runterladen. Dann kann man es auch in 8 Tagen oder in 2 Jahren nochmal sehen…

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  3. Ja, die Zeit hat mich auch total geprägt. Habe mehrfach Gänsehaut beim Glotzen gehabt…

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    • Absolut! Ich war angenehm überrascht, wie DJ Bobo sich selbst eingeschätzt hat. Wirkte erstaunlich ehrlich und fast sympathisch, auch wenn seine Musik zum Fürchten ist. Das dieser Nosie fast an allen Euro-Dance-Hits mit beteilligt war, ist auch interessant.

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  4. Macht mal eine Doku über euren irrsinnigen Streit. Berlinintern, ohne Westbam, Frontpage und so weiter, aber inkl Motte.

    Jeder muss es wollen und bereit sein a) Selbstkritisch zu sein und b) nicht extrem nachtragend sein.

    Für mich ist Berlin sowas wie eine Mühle mit 2 Mühlsteinen die Wahrscheinlichkeit extrem darein zu geraten in 1-2 Jahren ist eigentlich bei 100% wenn ich weitermache und weiter in diese Richtung gehe. Das ist super abschreckend, vor allem wenn man schon zwischen den Fronten Tekk und EDM steht und gleichzeitig schon zwischen den Fronten Motte und rest Berlin steht.

    Just sayin…

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    • Dieser Konflikt interessiert eigentlich niemand wirklich mehr. Es ist schließlich nicht mehr 1994.

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      • Ich will mir nicht anmaßen darüber zu spekulieren, aber iwas is bei euch und ich denke du weist worauf ich hinaus will.

        Die Energie, die man Berlin und euch entlocken TekkOpis (:P)könnte, ist zwar ungeahnt groß immernoch, aber arg blockiert und behindert durch das was ich meine.

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  5. Hab da erst realisiert, das die Diste der älteste, “noch existierende” Club ist. (Den ich kenne)

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    • Du sprichst mir aus der Seele. Ich bin allerdings erst 1992 eingestiegen, die frühen Tage hab ich verpennt. Und später war lange Pause. Jetzt bin ich seit 10 Jahren wieder dabei ;-).

      @Tanith: Die alten Fotos … ich konnte mich an Dich erinnern. Plötzlich war alles so wie damals.

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      • 1992 ist schon noch früh genug, würde ich sagen.
        Ich war auch ‘erst’ ab so richtig 1991 dabei. Zwar war ich vorher zusammen mit einem Freund schon mal im Ufo, aber da fühlte ich mich eher noch als nicht wirklich teilhabender ‘Frontberichterstatter’… ;)

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  6. Habe die Doku eben gesehen, auch als Nicht-Berliner habe ich eine Gänsehaut bekommen.

    Meine Frage dazu: Kann mir jemand sagen wie das Lied ab 3:50 heisst (die Doku kann in der Arte Mediathek nochmals angeschaut werden)? Ein Killer-Track!

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  7. komplette Tracklist würde mich auch interessieren, reicht aber auch, wenn folgende Räzzel gelöst werden. teilweise hat man ja sogar die 12″, aber man kommt nicht drauf und weiß nicht, wo man suchen soll:

    02:44 min ?
    07:25 min ?
    14:35 min ?
    16:50 min ?
    18:08 min ?
    25:25 min ?
    30:48 min ?
    37:30 min ?
    37:58 min ?
    41:50 min ?
    42:48 min ?
    43:44 min ?

    doch relativ viel ………. ;)

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    • da haste aber nur wieder scheißtracks rausgesucht. wobei man kaum von “tracks” reden kann.. sind eher nur belanglose, drittklassige looptracks.

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  8. Dimitri Hegemann hinterlässt bei mir in sämtlichen Interviews den Eindruck sich selber überhaupt nicht der Technoszene zugehörig zu fühlen; als hätte er seine Aufgabe lediglich darin gesehen, Konzepte anzubieten die “die Kids” damals cool fanden.

    Mich würde ja mal interessieren welche persönliche Identifikation er mit der Szene hatte. Kannst du da aus dem Nähkästchen plaudern, Tanith?

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    • ne, Dimi ist schon sehr mit der Sache verwachsen und hat durchaus auch persönliche Freundschaften z.B. zu Jeff Mills oder Sven Väth, aber er sieht sich halt in erster Linie als Forscher für Räume und Ideen, er ist nicht einer der sich jetzt nur dem Techno verpflichtet sieht. Er hat ja auch schon ein Leben vor dem Techno mit Atonal und Fischlabor gehabt und später auch Läden wie den Schwarzen Raben oder die Trompete mitgemanagt. Ich find das ja gut, wenn einer über den Tellerrand rausguckt

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      • Du hast hier gerade sehr schön die Lanze für Dimitri gebrochen, vielen Dank dafür. Aufgrund seiner ruhigen – und bisweilen ja auch ein wenig distanziert wirkenden – Art wird er von den Leuten, die ihn damals nicht kannten, durchaus mal gerne falsch eingeschätzt.

        A propros: Ich streunte kürzlich durch Schöneberg und auf meinem Weg kam ich dann auch an der Frankenstraße vorbei…das Fischlabor fehlt mir doch ab und zu…

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        • ja, aber es wäre doch nicht dasselbe. Ich war vor geraumer Zeit mal im immer noch existierenden Cafe M und das war trotz kaum veränderung kaum wiederzuerkennen

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          • Nein, natürlich wäre es nicht dasselbe – und letztlich sind es ja auch vor allem die Erinnerungen an das Fischlabor wie es damals war, die mich (wieder einmal) umtreiben. Davon abgesehen war Schöneberg seinerzeit auch noch ein anderer Bezirk, als er es heute ist.

    • betreffs tresor konnte auch diese doku die wahre geschichte hinter der legende nicht offenlegen.

      der tresor wurde durch johnny stieler und achim kohlberger entdeckt. die beiden waren monatelang unterwegs, um etwas passendes zu finden. dass der tresorkeller dann so blieb, wie er war und dass dort ausschliesslich tekkno lief (also tanith, roland bpm, rok und jonzon auflegten) und eben nicht house (von motte, kidpaul, celal & discomo), dieses “verdienstkreuz” muss man johnnie auf die brust tackern. der eindruck, dass er den “kids eine spielwiese hinstellte”, ist so falsch also eigentlich dann doch nicht.

      andererseits muss man dimitri neidlos anerkennen, dass er ende 1989 das atonal-festival veranstaltet hat und durch das programm wegweisend aufzeigte, dass die weiterentwicklung von “industrial” sowas wie acid & house sind. auf dem festival haben 808-state, gto, baby ford, talla2xlc, clock dva gespielt. wow!
      die präsentation der acts war zwar noch extrem konzertmäßig und hatte mit techno&rave noch so gar nix zu tun, aber die richtung war absolute avantgarde. mir ist nicht bekannt, welches “kid” ihn bei diesem programm beraten hat. achim kann es nicht gewesen sein. also muss es dimitri gewesen sein (?) ein indiz dafür, dass ihn die musik doch mehr bedeutete, als “den kids spielwiesen bereitzustellen”.

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  9. witzig finde ich ja so ein bisschen die Reaktion beteiligter Protagonisten in der Doku auf FB, die wohl die Darstellung des Ganzen nicht so richtig gut fanden … ich fands gut, vor allem weil ur eine Stunde zur Verfügung stand. Da wurde doch ordentlich was reingepackt.

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  10. Also ich fand den Film sehr kurz und schnell. Im Vergleich zu “we call it techno” gab es kaum neue Informationen und ich fand ihn um einiges informationsarmer. Muss sagen, jetzt ist es dann aber auch mal gut. Das finde ich langsam so langweilig wie die 100. Woodstock Doku.

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  11. @resistance88…muss sagen , dass natürlich in erster Linie Berlin Leute in einer Berlin Doku sein sollten, und es wurde ja nun gesagt, dass die Musik ursprünglich aus Detroit, Chicago Sheffield und Genf kam…

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  12. …fand ick allet sehr schön, ehrlich!
    uffjefalln is ma noch die Kapitelüberschrift: PROVINZ/ EN ALLEMAGNE DE L’EST…ein echter arte Scherz :-)

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  13. zu den Kollegen da oben: Westbam hat doch zu uns gesprochen, in der Sendung davor, hat gesagt das er Scooter gut findet, ja ja….

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  14. Die Doku hat mir sehr gut gefallen. Vor allem die alten Aufnahmen aus dem UFO mit Rock an den Plattentellern. Das waren damals dort wirkliche prägende Eindrücke, die für immer unvergessen bleiben. Ich kann mich heute noch an so ziemlich alle Tracks erinnern, die ich dort gespielt wurden. Wenn ich heute z.B. ‘Looney Tunes – Just As Long As I Got You’ höre, bin ich wieder im UFO. Auch noch gut in Erinnerung ist einzige (war es doch oder?) Party zur Love Parade 1990 im UFO. Hat 15 DM Eintritt inkl. eingeschweisstem Space-Beer Getränkebon gekostet. Da war es so voll und heiss drinne, dass man es nur ein paar Minuten ausgehalten hat. Kam leider in der Doku gar nicht vor.

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    • Da hat doch tatsächlich die automatische Rechtschreibkorrektur aus Rok – Rock gemacht. Das geht gar nicht. ;)

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  15. gut zugearbeitet tanith – techno bert.

    schöne doku – der rave dazu fehlt
    hans, wolle, jauche, laurent, du & boris
    special guest: robert armani & mate galic

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  16. Ich meinte natürlich Belgien ;-) ….für mich die Eckpfeiler…Detroit, Chicago, Sheffield und Belgien. Deutschland hat dann später mit Basic Channel/Maurizio auch was recht innovatives beigetragen…

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  17. Habe sowohl das Buch gelesen als auch den Film gesehen. Macht mich mal wieder sehr neidisch auf die Leute, die diese tolle Zeit erleben durften; man wird beinahe depressiv ^^ Bin leider Jahrgang ´88 und habe das Ende der 90er als Kind sehr genossen.
    Sollten Zeitreisen irgendwann möglich sein, sind die 90er definitiv mein Reiseziel =)

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