Goldie’s Timeless analog und im Breitwand Format

timeless
Goldie’s Timeless war anno 95 die Hymne die Drum & Bass für die Allgemeinheit endgültig vom shabby next UK Genre in die Ernsthaftigkeit katapultierte. Normalerweise bin ich Orchesterausgaben elektronischer Musik ja sehr kritisch eingestellt, zuviel Bombast und Feuilletongehabe, aber Timeless schreit ja in seiner Orchestrierung quasi schon seit fast 20 Jahren danach. Jetzt ist es passiert und zwar fulminant, vom Heritage Orchestra in Zusammenarbeit mit Goldie himself. Wieviel Spaß ihm das gemacht haben kann man ca. ab Minute 9 sehen, wobei man den Drummern auch alle Props der Welt zukommen lassen muß, für das was sie da abliefern.Double Drums, bin ich eh ein Sucker für.

(via Blogrebellen)

Kommentare (27) Schreibe einen Kommentar

  1. Hm irgendwie gar nicht mal so gut. Weiß nicht, ob es am Abmischen liegt oder nur die Aufnahme ist, aber irgendwie fehlt der typische drive…

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  2. Timeless von Goldie ist neben der Modus Operandi von Photek das beste Drum’N Bass Album ever!!!!

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    • don’t forget: Boymerang – Balance of the Force, Dom & Roland – Industry, 4 Hero Parallel Universe, Ed Rush & Nico – Torque!

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  3. oh gott wie peinlich. musste das wirklich sein?

    die gestelzten gesichter dazu erinnern an so talenteshowawards a la dsdss.
    es ist schon hart, wie legenden mit irgendwelchem mist ihren lebensunterhalt aufbesser zu versuchen.

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      • da fehlen nur noch die einblendungen der jury-fratzen. dann könnte das auch eine x-beliebige talentshow sein.

        dieses “goes classic” ist einfach nur ärgerlich. immer. diese, unsere musik ist funktionsmusik. sie wird auf computern entwickelt und von diesen auch hörbar gemacht.

        instrumente für auf diese weise entwickelte musik zu missbrauchen, macht aus ihr nix besseres, sondern was peinliches.
        peinlich, weil es den eigenen wert schmälert. weil sie nicht eigenständig bleiben will, sondern es scheinbar nötig hat, um anerkennung vom feuilleton zu heischen.

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        • du bist ja noch verkopfter als das Feuilleton! :D Ich sehe da Menschen die Spaß an dem Ding haben und zwar mächtig. Ich finde das hört sich jetzt nicht sooo viel anders als das Original an und zu entwertest eigentlich unsere Musik indem du sie auf Funktionsmusik reduzierst, das kann sie, muß aber nicht. Wenn du darauf bestehst das auf Computern entwickelte Musik bitteschön auf diesen auch zu bleinen hast bist du im Grunde genauso Stock im Arsch konservativ die die Klassische Fraktion, die meinst sowas habe nicht stattzufinden und Orchester hätten live zu spielen und dürften nicht vom Sampler kommen..
          Ich sagte ja bereits das ich normalerweise solchen Experimenten auch sehr kritisch gegenüber stehe, aber in diesem Fall muß ich sagen, Fusion gelungen, wirklich. Aber ich geh da wirklich auch nur musikalisch und mit Bauch ran, die Kopfsache macht’s vielleicht tatsächlich kaputt ;)

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      • nee, ich habe nur ein wenig zuviel selbstwertgefühl, um mich für so einen mist zu begeistern.
        ich liebe klassische musik und sehe da gewisse unüberbrückbare unterschiede. es sind zwei welten.
        es ist vollkommen bescheuert, unsere musik auf echten instrumenten abzuspielen. es degradiert beides: das instrument für solcherart musik und unsere musik, weil sie nichts gewinnt, wenn sie auf solchen instrumenten gespielt wird.
        goldies track war und ist ein welthit. vielleicht geht er tatsächlich in die geschichte ein. aber nicht, weil es irgendwelche sinfoniker auf echten instrumenten abgespielt haben, sondern weil dieser track das war, was er ohne diesen blöden schmarrn gewesen ist.

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  4. Hm, interessant.Das gabs 07 schon von den Phoneheads in der Düsseldorfer Tonhalle.Bisschen cheesy, aber sehr schön gespielt.

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  5. Auch nicht zu vergessen:

    Klute: Casual Bodies / Cert. 18
    TeeBee: BlackSienceLabs / Cert. 18
    Alaska: Virtual Virtusos / Vibez
    Danny Breaks: Vibrations / Droppin Science

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  6. Es ist schade, dass heute immer noch in Schubladen gedacht wird. Ob die Strings aus dem Sampler, Syntheziser oder von einem echten Orchester gespielt werden ist doch vollkommen egal. Timeless ist einer dieser Tracks die absolut Zeitlos sind und kurz gezeigt hat was hätte aus Drum’N bass werden können. Auch wenn es viele schlimm fanden, ich fand sogar das Experiement von Jeff mills gut, auch wenn es mehr auf die ruhigen Stücke gepasst hat. Die Dynamik eines echten Orchesters wird niemals ein Sampler oder Synthie erreichen. Die eletronische Musik ist heute auf einem Level angekommen wo es gut ist, dass sie Grenzen anfangen zu verschwimmen.

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    • es ist eben nicht egal. weil strings ausm sampler, klingen halt wie strings ausm sampler und die art, wie diese stücke “konstruiert” werden, ist was völlig anderes, als wenn jemand was für echte strings “komponiert”.

      es ist vielleicht ein lustiger gimmick, sich ein stück “plastikmusik” mal auf echtem holz anzuhören. mehr aber auch nicht. damit wäre es dann auch ok. was mich stört, ist dieser gimmick immer wie eine art ritterschlag gefeiert wird. als müsste ein technotrack oder ein produzent erst auf “echten” instrumenten gespielt werden, um die gebührende anerkennung zu erlangen.

      leute, die sich ernsthaft für klassik oder jazz interessieren, die erreicht man mit sowas null. die fühlen sich in ihren vorurteilen und ihren wertmaßstäben sogar bestätigt, weil sie sehr wohl merken, was die intentionen solcher aktionen sind.

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      • ist eben doch egal, weil was spricht dagegen? Es geht doch nicht darum dem Klassikfreund Drum & Bass näher zu bringen und was deren imaginäre Vorurteile angeht, dann erst recht!
        Ich bleibe dabei, du siehst das zu verkopft und mit Hinblick auf Feuilleton und Anerkennung. Ich kann nichts schlimmes dabei finden, wenn ein Track der quasi schon mit klassischen Strings arbeitet auch mal analog umgesetzt wird und was der Drummer da hinlegt ist beachtlich, verstehe wirklich nicht wieso man das jetzt per se schlecht finden muß, auch wenn einem die Gänsehaut über den Rücken fährt.
        Was ich nicht ab kann ist klassischen Techno in Orchester zu übersetzen, weil’s da einfach schon mmal an der Instrumentierung hapert, das verhält sich in diesem Fall aber eben anders.
        Dieses Argument, für echte Instrumente wird anders kompniert, deswegen darf man das nicht umsetzen, das mein lieber, nenne ich konservativ

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        • So ein Schlagzeug-Break klingt nach wie vor lahm, da kann der sich noch so viel Mühe geben. Hab das selber gespielt und die D&B Arrangements sind einfach unerreicht.

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  7. naja bei Mills waren es ja auch Soundtrackartige Stücke neben den Technostücken. Das hatte schon was, auch wenn ich da dann die 909 selbst deplaziert fand neben dem Orchester. Hat dann irgendwie nur beim den UR Kulttrack funktioniert ;-)

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