Ghost in the MP3

ghostmp3
Interessantes Ergebnis das entsteht wenn man das der Kompression geschuldete Rausgefilterte einer mp3 Datei hörbar macht:
The Ghost in the MP3 ist ein Projekt von Ryan Maguire, Doktorand für Komposition und Computerwissenschaften am „Virginia Center for Computer Music“ der „University of Virginia“. Er komprimierte den Popsong „Tom’s Diner“ von Suzanne Vega und machte aber nur jene Artefakte hörbar, die eigentlich herausgefiltert werden sollten. Quasi der Abfall der Musikkomprimierung. Das Gleiche gilt für das Video, hier handelt es sich um die Überreste einer MP4-Komprimierung. Die Wahl des Lieds war unterdessen nicht zufällig. Man sagt, dass im Fraunhofer Institut, dort wo seinerzeit die MP3 im Team des Forschers Karlheinz Brandenburg erfunden wurde, der Song (bzw. die Acapella-Version) als Referenztrack genutzt wurde. Tontechniker sprechen bei dem Hit aus 1987 auch von der „Mutter der MP3“.

So könnte sich auch ein Instant Burial Plugin anhören.

Das läßt sich natürlich auch mit Video anstellen und hat durchaus seinen komplementierenden Reiz:

(Via Das Filter)

Kommentare (6) Schreibe einen Kommentar

  1. ich kann es nicht beschwören, aber dieser “MP3-Ghost” wurde mir bereits 2009 das erste mal vorgespielt. Derjenige hatte das mit Logic gemacht. Er hat mir die Routine dafür sogar gezeigt. Das war so simpel, dass ich dem Test wenig glauben schenken wollte (er nebenbei auch nicht. Aber wir fanden das beide schon lustig).

    Dennoch bin ich ernsthaft der Meinung, dass das Frauenhofer Institut die falschen Monitore benutzt, weshalb die dort die Komprimierungs-Verluste ihres Codecs tatsächlich nicht hören können. Das ist zwar eine gewagt These, doch würde ich dies allzugern gern einmal praktisch überprüfen lassen…

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  2. Die haben das schon gehört, aber es ging nicht darum FLAC zu erfinden, sondern eine guten Kompromiss aus Klangqualität und Dateigröße zu finden.
    Aus heutiger Sicht ist der Fraunhofer Codec natürlich Schrott verglichen mit Lame, aber damals war das schon revolutionär.
    Im Endeffekt macht es sowieso kein Unterschied mehr, da Musik heutzutage ein Begleitmedium beim S-Bahn fahren oder ähnlichen ist, da ist Klangverlust irrelevant.

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    • “heutzutage”? – wie alt bist du denn? ich bin ja bereits sowas wie steinalt. doch auch ich gehöre zu der generation, die den großteil der musik im radio mitgetaped hat und sie dann zu rund 90% auf dem kasetten-walkmen gehört hat… klar, das war noch voll “ANALOG” hehehey!!! – wie cool. doch wer behauptet, das wäre qualitätstechnisch besser, als das, wie heute musik unterwegs gehört hat, der sollte ein wenig aufpassen, dass er wieder zurück nach hause findet ;)
      und davor? oh gott, meinst du die die koffer- und küchenradios? oder die teile, die in den autos verbaut waren?
      ok, es gab einst die qualitätshörer. die zuhause einen echten plattenspieler hatten und die lautsprecher standen dann irgendwo in der schrankwand zwischen den büchern. eine links oben, die andere rechts unten… aber dafür hatte man ja zum glück sowas wie balance-, bass- und höhenregler… da konnte man das dann wieder nachregeln :)

      wie war gleich nochmal die frage? achja, es ging um die frage “wie besser früher alles gewesen ist?” :)

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  3. Pingback: Was von einer mp3-Datei normalerweise weggeworfen wird… | thopex.de

  4. Das geht doch ganz einfach mit fast jedem Audiobearbeitungsprogramm bspw. Audacity. Hochaufgelösten Audio-Track importieren: CD 16 Bit/44.1 Khz. Gleichen Track vorher in eine MP3- Version konvertieren und ebenfalls importieren, Phasen verdrehen (invertieren) und beide exakt zeitgleich abspielen lassen. Müssten nur noch die herausgefilterten Signale zu hören sein. Spielt man aber beide Tracks mit gleicher Qualitätsrate ab, wobei einer davon invertiert ist, hört man nämlich nichts!
    Gibts doch x-fach im Netz.

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