Berliner RAW Tempel Gelände wechselt den Besitzer


Und zwar für 20 Millionen, womit der Vorbesitzer, der die Fläche 2007 für 4 Millionen erworben hatte, ohne eigenes Zutun mal lockere 16 Millionen Gewinn einstreicht. Was jetzt zukünftig mit dem Gelände an der Warschauer- und Revaler Straße passieren wird, auf dem Clubs wie das Suicide und Cassiopaia beheimatet sind, kann anscheinend noch keiner sagen, aber Worte aus Politikermund wie „Wir hoffen, dass der neue Investor die bestehende Beschlusslage im Bezirk respektiert“ klingt jetzt nicht so wirklich überzeugend.
Ich sag mal, solange sich die mehr oder minder selbstausbeutende Kultur dazu benutzen läßt für andere aufzuwerten, ohne an den daraus gewonnenen Gewinnen beteiligt zu werden kommen wir nie aus dem Schlamassel raus und bleiben eigentlich nur die hilfreichen Deppen für die grauen Herren

Kommentare (6) Schreibe einen Kommentar

  1. Hoffentlich mehr Wohnungen. Lage ist ideal an der S-Bahn und U-Bahn.
    Bis auf den Suicide Circus ist die Gegend auch nicht wirklich erhaltenswert.

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    • Das hieße, im Idealfall bleiben 7 Jahre, was ja für alle Betreiber am Standort eine gewisse Planungssicherheit bedeuten würde..

      Grundsätzlich wird die Clubkultur an den Stadtrand gedrängt, denke ich. Mein Nachwuchs wird wohl in Spandau/ Paulsternstrasse oder in Lichtenberg die ersten tollen Cluberfahrungen machen, da gibts doch noch Industrieobjekte, die weit genug weg v. Nachbarn sind. Der Wedding wird eine kurze heftige Phase erleben, dann wird auch dort saniert und Paris/London/Tokio bekommt hier ihre Kinder. Analog Mitte in den 90ern. Der Leo wird die Blaupause des Kollwitzplatzes v. 05.

      Aber mal ehrlich- wissen wir das nicht schon seit Studio 54?

      Gegenden kommen und gehen. Leider kann ich zu Lebzeiten nicht auf den Verfall des Prenzlauer Berg wetten, ich wünsche es mir so..

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  2. so ‘ne aktion ist eigentlich ja in übereinstimmung (also: konsequent) zum generellen verkauf von (städtischer) kultur in der waren (gebäude)- und kapitalwelt. den aussagen des politischen managements braucht man eh’ nicht mehr zu glauben (behaupte mal, dass diese typen die sog. ‘alternativ’ bzw. ‘sub’ kultur zwar genau kennen (wie ein metzger seine kuh, die er als einzelteile hinter seiner glasvitrine zum angebot macht), aber nichts wirklich damit zu tun haben wollen. eine gewinnbeteiligung von ‘kulturtreibenden’ würde (vermutlich) den ausverkauf dieser systeme/liegenschaften beschleunigen. fazit also (meinerseits): nicht glauben, nicht beteiligen.

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