Endlich: NI Traktor Kontrol S5

S5

Now we’re talking! Die S8 war mir ja bei näherer Betrachtung zu groß um sie im realistischen Cluballtag einzusetzen, das fängt mit dem Transport an, paßt beim besten Willen nicht ins Handgepäck, und hört mit dem meist fehlenden zur Verfügung stehenden Platz im Club auf. Kurzum, tolles Konzept mit den Bildschirmen und Stems, aber leider unpraktikabel. Ich dachte mir schon das da noch was nachkommt und tadaa: Heute kommen sie mit der S5 um die Ecke. Ziemlich gleiche Maße wie die S4, die für mich das äußerste an Größe darstellt, dafür aber Verzicht auf so, für mich läßliche Dinge wie, Standalone Mixer Funktionalität und, vielleicht doch etwas schade aber zu verkraften, die vier Fader unter dem Bildschirm um die Stems im direkten Zugriff zu haben. So ganz raus ist das noch nicht wie man diese trotzdem steuern kann, ich schätze es wird mit Shift und den Effektpotis zu tun haben, damit könnte man leben, aber wetten möchte ich darauf nicht. Insgesamt sieht die S5 angenehm aufgeräumter und dezidierter aus. Macht sich natürlich auch im Preis bemerkbar, soll für 799 € ab 1. Oktober zu haben sein.
Dürfte jetzt natürlich einige vergrätzen die gleich bei der S8 zugeschlagen haben, aber das war bei der S2 nach der S4 auch nicht anders, Geschichte wiederholt sich manchmal.
Hier noch das obligatorische Video dazu:

Kommentare (2) Schreibe einen Kommentar

  1. Naja, man ist noch immer nicht wirklich flexibel. Es wird Zeit für ein vernünftiges, modulares Controller-System. Ich arbeite nach wie vor mit dem Xone 1D und externem Mixer, auch wenn die Midi-Klitsche verhältnismäßig schwer, klobig und ein wenig ungenau ist, habe ich noch keinen vergleichbar gut aufgeteilten Controller gefunden. Meine Kriterien sind:

    Platz: ich spiele in der Regel auf kleinen Parties oder Clubs, die ein Setup von 1210ern, CDJs und Mixer haben. Für einen schlanken Controller brauche ich nur ca 20cm Platz und einen Laptop-Stand der hinter/unter einen Plattenspieler passt.
    Handling: Die Aufteilung und Haptik sollten nicht zu eng, mit einer guten Response und für einen professionellen Umgang geeignet sein.
    Jog-Dial: ich spiele gern zwischendurch Vinyls. Gerade zu Beginn meines Sets, damit ich niemandem mit meinem Umbau auf den Keks gehen muss, verkable ich oft erst, wenn die ersten Tracks schon laufen. Oftmals spielen wir auch ein wenig zu zweit oder was der Abend auch bringt, folglich nutze ich immer den normalen Mixer und habe mein Mapping so, dass ich ohne Sync ein Handling wie ein CD Player habe. Das geht auch mit Knöpfen oder meinetwegen auch mit Touch-Streifen, ist aber vom Feeling nicht vergleichbar.
    4 Decks: Remix-Decks und Stems sind ja ganz lustig, ich bevorzuge aber 4 Track-Decks. Das ist für mich intuitiver und flexibler. Das schichten von Loops, verlängern oder überspringen von Passagen und das Einbauen von experimentellen Soundscapes oder Ambient-Tracks macht für mich das digitale DJing aus. Dennoch spiele ich die Tracks nur ab, dh ich bediene nie mehr als 1 Deck zur gleichen Zeit, folglich reicht 1 Jog bzw. 1 Setup der Transportfunktionen mit 4 Modifiern völlig aus.
    Beatjump, Loop, Hotcues und Effekte. Am besten mit direktem Zugriff ohne Modifier mit LED Indikatoren.

    So langsam lösen sich die Hersteller von dem klassischen “2 Decks und Mixer in der Mitte” Layout. Dennoch sind 90% aller Controller so aufgebaut – vermutlich auch, weil viele Kids das mit einem DJ Setup assoziieren und sie sich so besser verkaufen. Bei allen Innovationen seitens NI sind wir dennoch weit davon entfernt, ein etabliertes System im digitalen Bereich zu haben. Die Möglichkeiten des individuellen Mappings sind – zum Glück – zu umfangreich als dass es einen Controller für alle geben kann. Ein einfaches, hochwertiges Modulsystem ohne viel Bastelei, am besten mit Hersteller-übergreifenden, standardisierten Anschlüssen wäre ein Traum.

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