DJ Harvey über Vinyl vs. File: Real DJs don’t give a damn


Ich will jetzt beileibe keine neue Formatdiskussion anzetteln, aber gewisse Erlebnisse in der jüngeren Vergangenheit lassen diesen Satz für mich sehr wichtig erscheinen ;)
“The only people that are picky about formats aren’t DJs. Real DJs don’t give a damn”
Damn right!

(Via Michail Stangl)

Kommentare (16) Schreibe einen Kommentar

  1. Das erleb ich aber anders… nur Djs jammern über das Thema, während es auf der Tanzfläche keinen interessiert.

    Soweit ich das bei uns überblicken kann, sind die einzige Zielgruppe, in der die Gäste sich dafür begeistern können, wenn die Djs mit echtem Vinyl spielen die Darkwave/Goth-Leute. Da gibts sehr viele Kopfmenschen, die sehr viel mehr über Musik reden als sie zu geniessen…

    Ironisch auch: Man spreche mal in der Goa/Psy-Szene zu dem Thema vor. Da werden USB-Stick-Djs teilweise als non-real-Djs gedisst. Weil der “real Shit” ist nur CD (sic!!!!).

    Währenddessen reisen fast alle Techno-Djs mitm Stick an oder (wie altmodisch) mit ner Mappe mit MP3-CDs, aufm Rider steht dann immer CDJ2000Nxs..

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    • ich erlebe das hauptsächlich bei Tonmenschen oder Leuten die DJ sein wollen und das als authentische Note einbauen wollen, Image und so (“pure Vinyl Mix”)

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  2. tja, wo harvey recht hat, hatter nun mal recht! je mehr man sich mit der materie tiefgruendiger auseinander setzt, desto mehr ist es eig. wichtiger was hinten raus kommt.

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  3. wer oder was ist eigentlich DJ?

    ist es derjenige der einen Rechner mit ner Software hat, die von einem Lied zum anderen blenden kann? oder die Software selbst?

    oder ist es der, der auf ner Bühne in die Hände klatscht?

    an bessere DJ-Sets durch den ganzen technischen Überbau und die “Möglichkeiten” hab ich mal geglaubt – aber kaum erlebt…
    wie so oft im Bizz: viel heisse Luft

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    • icvh weiß nicht wem du so folgst, aber in meiner Welt sind DJ Mixe durch die Technik durchaus über die Jahre besser geworden und sei es nur weil die Loopfunktion smoothere Übergänge ermöglicht

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      • … die ich zum grossen teil oft schweinelangweilig finde, weil viele – bewusst nicht: alle – einfach immer den selben mixvorgang als voreinstellung für jeden übergang nutzen und das dadurch gern mal langweilig wird. zumindest kommt mir das regelmässig so vor, wenn ich mal n digital erstellten mix höre.
        positiv aufgefallen ist mir da vor einiger zeit mal huntemann’s “play 05 – vienna” – der legt zwar auch mit files auf, aber mensch hört schon noch, dass er ursprünglich aus der vinylschiene kommt. da ist nicht alles immer perfekt eingepegelt und zu 120% sauber, was auch daran liegt, dass das n livemix und keine studionummer ist, aber dadurch ist bewegung drin und das ding wirkt nicht so steril.

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  4. wie es halt so ist fängt fast jedes Handwerk, als solches bezeichne ich hier mal das Auflegen, mit viel Üben, techniken und Arbeit etc. an. Nach einer gewissen Zeit kommen dann Neuerungen / Formate auf dem Markt die die vorgenannten Punkte zum Teil ersetzen bzw. schneller und einfacher machen Der Mensch an sich ist bequem und wird sich mehrheitlich von den Anfängen des “Handwerks” entfernen und dies, ich sage mal, leichter gestalten. Hier ist es meistens egal um was für ein Thema es sich handelt.
    Nur den Geschmack bzw. das Gefühl im richtigen Augenblick die richtige Musik aufzulegen kann man schwer lernen und macht am Schluß den Unterschied.
    Am Schluss muss das jeder für sich entscheiden was er bevorzugt “altes oder neues Handwerk” Hauptsache es kommt bei den Leuten an.

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  5. Kann man sehen wie man will. Ich bin der Meinung das ein DJ, der digital Musik abspielt, der Berufsbezeichnung Disk Jockey eigentlich nicht mehr gerecht wird. Eigentlich müssten sich diese Menschen Musikentertainer oder so ähnlich nennen. Ich verbinde den Begriff DJ auch mit dem handwerklichen Umgang mit Platten, dem Mixen, scratschen usw. Einen sauberen Übergang zwischen zwei Platten hinzubekommen und dann noch die Meute ausrasten zu lassen, das ist die Kunst, finde ich. Oder was glaubt ihr, warum jeder von Hartz IV bedrohte C-Promi heutzutage als (DJ) durch die Gegend tingelt?

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    • die gehen doch eher ins Dschungelcamp als DJ zu werden, bei den Gagen heute. Die Kunst des Djings ist mit Sicherheit nicht Beatmatching, das ist ein Skill, den man gerne auch Maschinen überlassen kann, die Meute ausrasten lassen hat etwas mit Auswahl, Crowdreading und dem richtigen Zeitpunkt zu tun, das Format ist dabei, wie gesagt, so ziemlich das egalste

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      • naja heute wird doch mehr zeit damit verbracht seinen social media online auftritt zubetreuen als an seinen skills zuwerkeln, was hier teilweise in hamburg abgeht…
        und dann noch nen übergang verkacken bei gesyncten laptop krams is dann schon der höhepunkt der kunst…

        vielleicht liegts am ende daran das einfach kaum jemand die neuen möglichkeiten wirklich wahrnimmt und nutzt und sich vielleicht da wieder die wirklichen djs abheben die eben nich 4 spuren permanent loopen und dabei ne nase ziehn können sondern wirklich etwas aussergewöhnliches schaffen…

        am ende bleibt dann wie du sagst der magische moment den der ein odere andere so hinbekommt… etwa ein sven väth der ja nun aufleg technisch das rad nich neu erfunden hat aber seit 30 jahren genau weiss wie man den kessel zum kochen und überlaufen bekommt…. da bringen auch keine 20 spuren bei ableton was und n fuhrpark voller stuff, am ende einfach gesagt vielleicht nur die liebe zur musik, zu den leuten und zum feiern…

        aber das ganze thema is glaub ich nun relativ eingependelt da sich das ganze langsam festgefahren hat in allen bereichen, und eigentlich nur native instruments mit ihrem steam krams etwas neues aufn markt geworfen haben, was ich schon ganz interessant finde.. aber am ende doch lieber wieder im plattenladen durch die kisten wühl :-)

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