Ziggy’s Dead

Heute ist David Bowie im Alter von 69 Jahren an Krebs gestorben und auch wenn ich ansonsten eher nicht so der R.I.P. Verkünder bin, für David Bowie mache ich da mal eine Ausnahme. Denn David Bowie war für mich eigentlich immer da, sogar als ich seinerzeit eigentlich nur Punk hörte, liefen immer noch die Alben Station to Station, Heroes und Low, die eigentlich schon dahin zeigten, wo es danach für mich musikalisch hingehen sollte. Auf meinen winterlichen Transitreisen nach Berlin hörte ich immer Warzawa, weil das der beste Soundtrack zu vereisten Reichsbahnabteilen und dem was draußen vorbei zog war. In seiner Tin Man Phase hatte ich neben Techno ebenso eine Metalphase. Aber am wichtigsten war für mich damals, beim Aufwachsen als Alien in der Provinz, das so ein Freak mit diesem Aussehen über all den Proleten stand, die einen dafür auslachten solch ein Freak zu sein und wenn ich für mein Aussehen und Anderssein mal wieder auf die Fresse bekam, dann war das für mich ein unschätzbarer Halt durchzuhalten und nicht klein beizugeben, oder so zu werden wie die tumben Orks mit ihren Mopeds und ihrem biergeschwängerten Musikgeschmack. Schon damals machten die Geschichten die Runde, das Bowie in Berlin lebte und das war dann auch ein Ausschlag hier leben zu wollen, wo eben solche Freaks völlig undrangsaliert und unauffällig existieren konnten.
Danke für alles!

Where are we now?

Had to get the train
From Potsdamer platz
You never knew that
That I could do that
Just walking the dead

Sitting in the Dschungel
On Nurnberger strasse
A man lost in time near KaDeWe
Just walking the dead

Where are we now?
Where are we now?
The moment you know
You know, you know

Twenty thousand people
Cross Bose Brucke
Fingers are crossed
Just in case
Walking the dead

Where are we now?
Where are we now?
The moment you know
You know
You know

As long as there’s sun
As long as there’s sun
As long as there’s rain
As long as there’s rain
As long as there’s fire
As long as there’s fire
As long as there’s me
As long as there’s you

(Pic via Deviant Art)

Kommentare (9) Schreibe einen Kommentar

  1. Wenn man sich so die social network seiten anschaut is da wirklich jemand gegangen der überall was bewegt hat…
    Bei Lemmy wars wohl einfach the way of rocknroll für den ihn alle hinterher schauten und beim Bowie einfach seine art…
    Hero is ziemlich festgebrannt weil ich den film Christiane F. x mal geguckt hab…

    apropo heude vor 10 jahren is Marc Spoon gestorben !

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  2. Schöner persönlicher Nachruf von Dir. Bei aller Trauer auch unterhaltsam.

    Das neue Album von Bowie verstehe ich erst jetzt nach seinem Tod. Die Texte, Videos, Musik und die Ästhetik – alles auf Abgang inszeniert.

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  3. Bei Bowie habe ich eigentlich immer gedacht: Der lebt ewig. Irgendwie seltsam, dass der nun weg ist…

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  4. …mein Bowie-Fansein ist ja 1983 mit dem Erscheinen von Let´s dance dolle zum Erliegen gekommen (wen wunderts) und seitdem nicht mehr so recht wieder aufgestanden, bis dahin hast allerdings schwer gereicht, einen tiefen Eindruck bei mir zu hinterlassen! Danke dafür!!!

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