Serato Pyro, der private Hosentaschen DJ

Serato Pyro

Ich komme oft nicht dazu anderer Leute Mixe zu hören, weil ich schon gut damit beschäftigt bin die eigene Musik durchzuhören. Ich mache das gerne auf einem alten iPhone, das mir als iPod dient. Dabei nervt es immer ein bisschen das die Sachen so abrupt stoppen und der nächste Track unvermittelt nach einem kurzen Moment Stille loslegt. Wäre doch nett wenn die, wie in einem Mix, zumindest halbwegs ineinander übergehen. Genau das geht jetzt mittels dieser kostenlosen Pyro App von Serato und das auch mit Spotify Tracks, wie man verspricht. Ich kann das nicht verifizieren, ich habe kein Spotify, geschweige denn Premium, das es dafür bräuchte. Aber wenn das mit den Spotify Tracks, oder gar gemischt, eigene Files mit Spotify Tracks in einer Playlist so erschütternd gut funktioniert wie mit meinen Files aus der iTunes Mediathek, dann Chapeu!
Bei aufeinanderfolgenden Tracks mit etwa gleichen Bpms ist tatsächlich oft der Übergang kaum zu hören, der ist fließend. Dazu analysiert Pyro die Files auf dem iPhone und blendet, Algorhythmus gesteuert, über, bei zu großen BpM Sprüngen macht das dann (noch?) ein verschämter Echoeffekt, der die Übergänge eher verschmiert als überblendet. Sehr schön auch gemacht, wie sich beim Übergang die Cover übereinander schieben und der Playbutton Feuer fängt. Allerdings sind wir hier gerade mal bei Version 1.1, ich bin gespannt wohin sich das entwickelt. Klar die Übergänge haben jetzt nicht epische DJ Länge, das handelt sich eher um die letzten 10-15 Sekunden, aber die Nahtlosigkeit bei einigen fand ich schon erstaunlich.
Playlisten lassen sich auch ordnen, Tracks löschen und umstellen, das eignet sich bei diesem System allerdings vornehmlich für kürzere spezialisierte Playlists, längere damit zu editieren artet schon in arge Rödelei aus.
Trotzdem, für die einstündige Jogging Playlist oder die Musikeinkäufe der Woche durchzuhören taugt diese Abspiel App auf alle Fälle, gerade auch wegen diesem Überblendungsfeature.
Ich find’s super, damit wir uns da nicht falsch verstehen, weil das auch wieder die Frage aufwirft, wieviel Prozent Beatmatching die zukünftige Definition des DJs ausmachen wird und welche neuen Räume mittels sowas aufgemacht werden. Die Algorhythmen mögen da noch sehr am Anfang sein, aber das werden sie nicht bleiben. Umso erstaunlicher das so eine App dann ausgerechnet von Serato kommt. Erwähnte ich schon das ich es super finde?

Ein Video von Serato das ein bisschen das Voodoo hinter der GUI erklärt gibt’s natürlich, das aber auch ganz gut die Funktion derselben aufzeigt:

Kommentare (5) Schreibe einen Kommentar

  1. Danke wieder mal für den Tip! Mich würde noch eins interessieren: wie findest Du persönlich die App? :-)
    Danke auch für Freitag im Phono, war so schön family-mäßig dort…

    Antworten

  2. Du solltest dir mal Spotify anschauen. Gibt es fast alle Tracks gratis mit wenig Werbung. Spart richtig Geld.

    Antworten

    • ich kenne Spotify und ich mag das Geschäftmodell und das was es mit Künstlertantiemen macht nicht, noch bringen mir Tracks was, die ich nicht auflegen kann

      Antworten

  3. Wie wärs eigentlich mal damit am Fleischkonsum, Benzinkonsum und diesem ganzen Dreck der Körper und Unwelt schädigt zu sparen und mal Geld für Musik auszugeben?

    Antworten

Hinterlasse eine Antwort

Pflichtfelder sind mit * markiert.