iPodFutter: Benga- Diary Of An Afro Warrior

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Benga’s Diary Of An Afro Warrior läuft bei mir seit 2 Wochen in Heavy Rotation. Spätestens seit Invasion gehört der eh zu meinen persönlichen Topproduzenten. Neben dem schon vorab veröffentlichten “Night” sind mit “E-Trips” “26 Basslines” “Crunked up” weitere Tracks dabei, die klar auf die Tanzfläche zielen. Daneben sind aber, wie es sich heutzutage für ein Album gehört, auch Titel dabei, welche nicht nur auf die zwölf hauen und die man früher wohl Trip-Hop oder IDM zugeordnet hätte. Trotz des sehr technoiden Soundansatzes von Benga kommen dann Instrumentierungen zustande, in denen auch mal akustischer Bass oder Gitarre oder Saxophon wie in “The Dual” oder “Zero M2” vorkommen, ohne deplaziert zu wirken. Klar, das bei einem solchen Bassvirtuosen wie Benga die Wobbles nie plump und plakativ eingesetzt werden, ein Benga schafft es sogar diese jazzen zu lassen, wo anderen nur ein vordergründiges Whopwhop rausrutscht. Irgendwo minimal und doch mit Visionen beseelt, die man seit den Anfangstagen von Drum & Bass vergeblich versucht. Benga ist sowas wie der Boymerang des Dubstep, auch wenn der Vergleich vielleicht etwas hinkt. Schöne Bandbreite die der junge Afro Warrior da in seinem Audiotagebuch ausbreitet.

Kommentare (3) Schreibe einen Kommentar

  1. Ist eine echt coole Platte, aber Huch Herr Tanith ich höre da ganz klar jazzige Einflüsse….oh mein gott.
    Wird hier etwa ein Prinzip durchbrochen?

    :-)

    frohe Ostern

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  2. prinzipien sind immer scheiße! nee, ich erklärte es doch schon, jazz ist nicht mein lebensgefühl und ich kann jazz schon goutieren, wenn er mir nicht reingedrückt wird, sondern sich in geschmeidiger weise in symbiose kredenzt wird. pickel krieg ich nur wenn mir jazz als etwas höherwertiges präsentiert wird, was das schaffen aufwerten soll. so ein unbemühter und wohltemperierter umgang, in bezug auf andere trackbestanteile, kann mir schon gefallen. aber deshalb rechne ich das auch dem album hoch an, das gelingt nämlich nur selten.

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  3. hm, unter “Tagebuch eines afrikanischen Söldners” stelle ich mir auch eher ziemlich martialische Sounds mit Gangbang Charakter vor, als acid jazz. Aber definitv sind interessante Songs dabei, größtenteils leider nicht unbedingt mein Geschmack, aber ich weiß, wem ich das weiter empfehlen kann und werde.

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