Speedopfer Polylux

Gestern sprang das obercoole, trendige Zeitgeistdrittverwertungsorgan Polylux auf das durch De:Bug Haupthema letzten Monat (!) und neue Bücher offenbar wieder aktuelle Themas Speed bzw. Amphetaminan an. Man dachte sich wohl nach dem 3 Tage Wach Beitrag noch einen drauf setzen zu müssen. Aber nicht nur das man ganz entgegen des Sujets, ganz schön hintendran hing, nein, auch der Qualitätsjournalismus der Öffentlich-Rechtlichen scheint vom Praktikantensyndrom geschlaggen zu sein(Speed ist bislang nur in Technokreisen beliebt? Was war mit den Mods, warum heißt das Zeug auch Maschierpulver?), anders läßt sich nicht erklären, das man da offensichtlich in ein ordentliches Fettnäpfchen der Hedonisten getreten ist.
Hier der Beitrag

und hier das Bekennervideo

Herrliche Aktion! :D

BTW: so sah die Absprache mit einem dem Gecasteten aus, der dafür natürlich kein Geld gesehen hat:

regie:
Du wirst in dem Beitrag der zweite Protagonist sein. Im Prinzip würde ich gern Deine Geschichte erzählen.
Bildstrecken, die dazu passen würden:
- Du am Arbeiten, Du schreibst einen Artikel an Deinem Laptop, blätterst in Büchern, lernst, um zu erzählen, dass Du studierst und nebenbei als Journalist arbeitest
Das könnten wir zum Beispiel in Deinem Zimmer machen (relativ eng gedreht).
- dann würde ich gern drehen, wo Du mir erklärst, was Du nimmst, wie oft, was Du zum Runterkommen nimmst
- eine Szene, wo Du Dir eine Line machst (wir drehen die Vorbereitung und faken das dann)
- abstrakt, Deine Schlaflosigkeit, Du wälzt Dich im Bett (angezogen natürlich!)
- abstrakt Deine Wachheit: vielleicht nur Dein aufgerissenes Auge (nur das Auge) oder so und dass auch gern in einem Hörsaal der Uni. Drehgenehmigung besorge ich
- dann machen wir noch ein Interview bei Dir zu Hause und vielleicht ein kurzes in der Uni.

Gecastet wurde so:

Liebe Community,

wir vom ARD-Magazin POLYLUX (donnerstags, 23.45 Uhr) würden gern einen Beitrag über SPEED als Alltagsdroge machen.
Vielleicht habt Ihr ja schon davon gehört: Es gibt ein Buch zum Thema “Speed – eine Gesellschaft auf Droge”, in dem der Autor die Renaissance von Speed beschreibt. Grund für ihn ist der, dass wir in einer absoluten Leistungsgesellschaft befinden, in der wir viel arbeiten, ständig konzentriert und wenig schlafen müssen.
Auf der Suche nach dieser Renaissance suche ich wiederum jemanden (aus Deutschland), der voll im Berufsleben steht und seine alltägliche Leistung durch oder mit Hilfe von Speed abruft.

Der TV-Beitrag will Speed nicht verteufeln (POLYLUX sendet auch des Öfteren Beiträge über Drogen, zuletzt “Drugchecking”), Speed natürlich aber auch nicht über den grünen Klee loben.