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  1. hello tanith,

    nur eine kleine bitte, verbunden mit einer Frage nach der damaligen adresse des fischlabors in berlin. du hast in einem deiner blogtexte davon geschrieben. ich selber schreib gerade eine arbeit zum thema “audioarchiv für elektronische musik” und es wär mega gut, wenn ich dazu zumindest nen straßennamen von dir bekommen könnte!
    besten dank schon jetzt, grüße, carl

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    • Also es gab das Fischlabor (Label etc. von D. Hegemann) mit dem illegalen Club “UFO” in der Köpenicker Str. 6 (10997 Berlin) und wenn ich mich richtig erinne gab es auch den Laden “Fischlabor” in der Frankenstraße 13 (10718 Berlin-Schöneberg).

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  2. Hi Tanith, hier ist Vale. Du kennst mich nicht, jedoch hab ich schon seit einiger Zeit in Deinem Blog und an anderer Stelle über Dich lesen können. Was ich denke und mich bewegt weiß ich einigermaßen, es zu formulieren damit es verständlich wird fällt gerade nicht so leicht. Ich probiers mal. wie Du ja gelesen hattest bin ich Ehemann und Vater dreier Jungs und seit 3 Jahren regelmäßig mit meiner Frau in Berlin. Seitdem hat uns Techno und insbesondere die spezielle Kultur des BH in den Bann gezogen. Dadurch hat sich unser Leben grundlegend geändert. Ich hab das Gefühl daß es uns künftig eigentlich nur noch in Berlin möglich sein wird, unser Leben entsprechend zu gestalten wie wir das wollen und nicht wie hier, wo wir es gestalten müssen wie es uns oftmals aufgedrängt wird. Der Techno und die damit verbundene Lebensweise und -weisheit scheint uns regelrechte Erleuchtung beschert zu haben. Dabei stellen sich uns aber gleichzeitig mehr und mehr Fragen, ob es vielleicht doch nur eine Utopie ist, der sich viele hingeben. Ich meine damit, daß wir in Berlin auch damit konfrontiert sind , daß uns Zweifel überkommen, ob Techno und die Klubszene in Wahrheit nur noch eine reine kommerzielle Lüge sind oder ob es tatsächlich noch möglich ist , sich mit dem Gefühl wie Du und andere es nach dem Mauerfall hatten , selbst zu verwirklichen. Nach langem überlegen bin ich mir sicher, daß es nur ganz wenige Leute gibt die mir darauf eine Antwort geben können. Du gehörst dazu, Du bist eigentlich in meinen Augen sogar derjenige der das überhaupt kann. Deswegen würde ich mich freuen wenn Du Dich bei mir zurückmelden könntest, weil meine Frau und ich gern mit Dir darüber sprechen würden, bevor wir die weitreichende Entscheidung des Umzuges nach Berlin treffen. Es wäre für uns eine Ehre von Dir zu hören. beste Grüße

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    • “ob Techno und die Klubszene in Wahrheit nur noch eine reine kommerzielle Lüge sind oder ob es tatsächlich noch möglich ist , sich mit dem Gefühl wie Du und andere es nach dem Mauerfall hatten , selbst zu verwirklichen.”

      Ja, diese Frage beschäftigt mich auch. Ich bin ein Kind der 90er. Als ich zum 1. mal Tekkno hörte (das war 1991 oder 1992), hatte ich sofort Gänsehaut. Als ich mitbekommen hatte, wie die Raver zum tanzen gehen: Mit Gasmaske und Staubsauger auf dem Rücken, da dachte ich sofort: Das ist es! Das ist meine, das ist unsere fucking Welt! Es war etwas ungeheuer Neues, Aufregendes und Spannendes. So etwas gab es zuvor nicht. Ich kann mich an die Zeiten vor Techno noch erinnern. Gääääähn! (Zumindest als Jugendlicher hast du es so empfunden)

      Nach 1994-1995 begann ganz allmählich der Niedergang, das künstlerische Abflauen. Abgesehen vom Untergrund natürlich. Doch auch da war ab 1998-2000 mit Techno definitiv Schluss. Für mich auf jeden Fall. Ok, die Musik lebt irgendwie weiter, Minimal usw, aber ES IST JA DOCH NICHT SO WIE FRÜHER, als es neu und unbekannt war. Und die Tanzkultur hat sich definitiv geändert. Ist alles braver, schicker geworden. Sich einen Staubsauger würde sich heute wohl keiner mehr auf’n Rücken schnallen.

      Ich habe später lange überlegt, ob “wir” – ähnlich wie die 68er – uns vielleicht nicht doch was vorgemacht hatten. Unsere Welt war eine Flucht, eine sehr schöne Flucht, aber eben eine Flucht, aus der Realität. Viele lebten nur noch für die Wochenenden. Einige leben heute gar nicht mehr. Klar ist es geil, in den Club zu kommen, klar ist es geil, sich was einzuwerfen. Aber woher nimmst du die Kohle für den Eintritt und für die Drogen? Hier fängt die Realität bereits an. Das Geld muss irgendwie beschafft werden. Also arbeiten gehen, abends kaputt nach Hause, Rechnungen zahlen, über die Runden kommen, etc. Realität eben. So wie es immer schon so war. Bis auf die kurzen Phasen das Ausbruches, so wie beim Aufkommen der Tekkno-Kultur.

      Gruß aus Neukölln
      Igor

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      • Danke Igor!! Würdest du sogar so weit gehen und behaupten, daß Berlin im Wesentlichen eine Stadt wie viele ist und der Hype um die Musikszene einfach nur deswegen weiter betrieben wird, weil dadurch nicht wenige Menschen Geld verdienen und einige durch die Branche nicht nur ernährt sondern richtig reich werden?? Das spiegelt jetzt nicht meine Meinung wieder, ich stell das nur mal als These in den Raum. Wenn Du Interesse hast mit mir darüber zu plaudern würde ich Dich gern dazu ermuntern mir über meinen facebook-account (stehe da auch mit metric in Kontakt) zu schreiben. Würde mich wirklich sehr freuen !

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      • Die, die mit Techno “sozialisiert” worden sind, so wie ich, für die ist die Kommerzialisierung Ende der 90er ein ewiges Trauma. Ich habe es für mich so zusammengefasst:

        What happend to house and techno music? The family we once knew seems dead.

        Somewhere on their way into the 21st century they died; died by taking to much drugs; died by drowning in their commercial success.
        Now we – the kids of that time – stand here, listening once again to those marvellous electronic sounds.

        We were there as the wave rolled towards the shore, reached its glorious peak and eventually collapsed.
        And we feel like crying because we know this wonderful wave won’t return in our life time.

        Opening up the old record box we can still feel hot energy pressed into cold vinyl.
        We want others to see; we want others to understand. Understand how this changed us, made us better.

        We won’t forget the last steps towards the curtain. Deep pumping drums leading us all the way in.
        Drums re vibrating through the walls; drums re vibrating though our body; drums reaching deep into our souls.

        We were all equal. Colour did not matter. Style did not matter. Appearance did not matter.
        Just you, the sound, the light, the drums beating at your chest and the sweet smell of fog filling your lungs.

        We look back as other generations have done. Music and drugs shaped us.
        There we felt connected, we felt at peace, we were in love and danced till exhaustion.

        It’s true: The family we once knew is dead. – We have new families; we have own families.
        For them we keep the melodies of our past as a present to their future.

        And we preserve this wonderful wave in our heart. To keep it pumping and drumming as we remember it.

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  3. Ehrlich gesagt, wollte ich gern Vale eine schreiben :)
    Dir hab ich auch schon mal gemailt, aber da kam leider nie was zurück :/

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      • Kannst du mir vielleicht die Termine mitteilen? Bin nicht aus Berlin und möchte gerne auf so ne tolle Sause gehen. Da würde ich glatt meinen Terminkalender umgestalten, wenn es sein muss ;)

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  4. Hi Tanith, dein Set von der Nature 2014 ist echt top!!!
    Vielen Dank…. ;)

    LG aus der Tiefsee vom
    Seepferdchen73

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