Zu dieser Ten Walls Geschichte

ist eigentlich alles schon gesagt worden, mir fehlte nur das passende Bild

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Seine Musik könnte mir egaler nicht sein, aber Deppen die 2015 noch nicht begriffen haben das es völlig egal ist wie Leute ausgerichtet sind, gerademal im Techno und House Kontext, der historisch schwer von Schwulen profitiert hat, geschieht es nicht besser. Von daher ein gutes Zeichen das die Reaktionen der Veranstalter so einstimmig ausfallen.

Review: Mad Max Fury Road

Am Donnerstag war ich dann endlich mal in Mad Max Fury Road gewesen, eigentlich viel zu spät um noch ein Review zu schreiben, aber vielleicht will ja noch jemand was darüber sagen oder kommentieren, also:
Was für ein Film! Ich liebte ja die ersten beiden Teile, den dritten Teil fand ich schrecklich, aber hiermit ist das wieder gut gemacht. Natürlich hat er die üblichen mäkeligen Kritiken bekommen, die bei diesem Genre üblich sind „Da ist keine Story“, „Die Charaktere sind nicht glaubhaft entwickelt“, das ganze Bla Bla halt was bei solchen Filmen kommt und das mich immer daran erinnert wenn klassische Musikkritiker über Techno schreiben würden. Dabei ist die Story ja nicht mal wirklich dünn, eher minimalistisch was bei cinematischer Action von Effekten und Bildern austariert wird, so wie bei Techno das Sounddesign das Arrangement dominiert.
Mad Max Fury Road jedenfalls wird für einige Zeit der Maßstab für das Genre sein und das ist ein hohes. Die 90 Minuten sind vollgepackt mit allem, keine Pause, Durchmarsch und trotzdem ist es keine sinnlose Aneinanderreihung von Explosionen und Feuerwerk, sondern folgt einem Plot der bis auf ein bis zwei Momente durchaus stimmig ist und tatsächlich eine sehr moderne, zeitgemäße Geschichte erzählt, in fact würde ich mir den noch locker zweimal geben um wirklich alles mitzukriegen. Die Bilder sind fulminant, der Fuhrpark vielleicht das beste was einem bislang vor Augen kam und die Charaktere, im Gegensatz zum dritten Teil, der Donnerkuppel mit Tina Turner, wieder bestes Mad Max Material. Dabei ist der neue Mad Max gar nicht mal so testosterongesteuert wie man vielleicht vermuten könnte, im Grunde sind die Frauen die Helden und nicht nur die Hingucker. Charlize Theron als einarmiges Tank Girl, Ripley oder Lara Croft, alte Omas die Muskelprotze wegblasen und Mad Max ist eigentlich nur das Bindeglied das auf die Frauen angewiesen ist, im Grunde also ein feministischer Film.
Wenn jetzt noch der neue Terminator gut wird, dann habe ich Hoffnung das dieses Genre nach dem Durchhänger der 90er und Nuller Jahre endlich wieder aus den vollen schöpft.
Diese Entwicklung zur neuen Krassheit ist überhaupt interessant, das kann ich auch musikalisch erkennen, z.B: bei K.I.Z „Boom Boom“ oder Romano’s „Brenn die Bank ab“, so klare schnörkellose, polarisierende Ansagen gab es schon lange nicht mehr, ich begrüße das.
BTW war das das erste Mal 3D Film im Kino für mich, aber überzeugt hat mich das nicht, das wirkt alles sehr künstlich und im Grunde auf 3 voneinander getrennte Ebenen reduziert. Im Laufe eines Films gewöhnt man sich dran und Mad Max hat am Ende auch nochmal alles gegeben um den Effekt auszuschlachten, indem Sachen durch die Gegend flogen bzw. aussehen sollten als flögen sie direkt auf einen zu, aber mich überzeugt das nicht wirklich.

Carl Cox @ Time Warp Mannheim 06 April 2015

Coxtime
Von Carl Cox höre ich mir immer wieder gerne mal ein Set an, weil er m.E. von den ganzen Big Room DJs derjenige ist, der den Rhythmus am meisten gefressenhat. Es gibt Zeiten, da kann ich mit seinen Sets weniger anfangen, aber in all den Jahren ist mir zur Gewissheit geworden das sich das auch wieder ändert, so wie bei diesem Set von der diesjährigen Time Warp, das so mit das tighteste ist was ich seit langem von ihm gehört habe, es rollt und flowed das es, zumindest mir, eine Freude ist. Geht auch gut ohne Bild, andererseits geht einem dann auch der Spaß verloren den schwer an der S8 groovenden Carl zu sehen.
Der Mann versteht es mit seinen Kombinationen immer wieder mir Tracks schmackhaft zu machen, die ich vielleicht kenne, so aber nicht gesehen habe. Was kann man von einem Dj schon mehr verlangen?

Doku: Die Oderberger Straße im Prenzlberg

Oderberger

Mit der Oderberger verbindet mich einiges, schon bevor ich im Prenzlberg wohnte war ich fast jeden Mittwoch in der Berlin Bar direkt gegenüber von der vielleicht lässigsten Feuerwache Deutschlands, jedenfalls der ältesten. Später war das Fleischmöbel, direkt gegenüber dem alten Stadtbad, sowas wie die Stammkneipe, auch wenn man vom Mauerpark aus jemanden treffen wollte ging es meistens durch die Oderberger irgendwo hin. Wer die Oderberger direkt nach der Wende kennen lernte, ahnte schon welche Geschichten diese wichtige Prenzlberg Tangente erzählen konnte, die durch die Mauer einfach ins Leere lief und wie ein Wurmfortsatz der Kastanienalle wirken mußte. Jedenfalls erzählten mir Anwohner dolle Geschichten, wie sich Besucher ausweisen mußten wenn sie Leute in der Straße besuchen wollten.
In den letzten 25 Jahren hat sich die Oderberger so sehr verändert wie vielleicht kaum eine andere Straße im Prenzlberg, ich glaube kaum noch einer der ehemaligen Anwohner wohnt da noch, alles ist renoviert und die Geschäfte und Kneipen sind fast vollständig ausgetauscht. Trotzdem ist sie noch erkennbar.
Nadja und Freya Klier gezeit, die beide lange dort gewohnt haben und die Geschichte und der Veränderung in einer Doku gfestgehalten, die gestern im RBB lief und noch ein paar Tage in der Mediathek zu sehen ist

Clubkastaster, ein Verzeichnis aller Berliner Clubs, auch jener die es mal gab

Clubkataster

Die Club Commission hat im Auftrag des Senats via Musicboard mit dem Clubkataster eine längst überfällige Seite mit sämtlichen Clubs der Stadt gelaunched, die auch bereits viele vergangene Locations aufzeigt, aber bei weitem noch nicht komplett ist. Dank Timeline sieht man viel aufploppen und wieder vergehen, sogar die Größe der Clubs wird angezeigt.
Näturlich ist das kein Selbstzweck, sondern soll in Zukunft als planerische Informationsquelle für Bauverwaltungen und Bauherren dienen. Damit soll eine neue Richtlinie für Baugenehmigungen im Umfeld bestehender Clubs verbunden sein. Investoren müssen künftig per Lärmgutachten nachweisen, dass es an den künftigen Wohnungen nicht so laut wird, dass die Bewohner erfolgreich dagegen klagen können. Fällt das Gutachten negativ aus, müssen Schallschutzfenster eingebaut oder Schlafzimmer verlegt werden. Diese Richtlinie soll auch in der Berliner Bauordnung festgeschrieben werden.
Oha, da bewegt sich was!

(Via Tagesspiegel)

Neuer Mix: Tanith @ Double Impact, Suicide Club, 29.05.2015

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Am Freitag war es dann mal wieder soweit, icke und Wolle unter dem Banner Double Impact all night long. Wie immer wechselten wir uns ab und diesmal machte Wolle den Anfang und ich das Ende. Dank eines fiesen, nicht reproduzierbaren Traktor Absturzes ganz am Ende meines ersten Sets ist dieses leider mit in den Orkus der Geschichte gezogen worden. Deshalb kann ich diesmal nur das zweite Set bis zum Ende bieten, welches aber sowieso besser flutschte, weil man zum Schluß hin eben so schön freestylen kann. Deshalb darf man sich auch über einige ältere und neuere Überraschungen gefasst machen, so ist das halt zum Ende hin, welches gegen 9:30 eingeläutet wurde.

Und Mixcloud mit Playlist

Tanith@DoubleImpact_2015 – 05 – 29 by Tanith on Mixcloud

Dampfe des Jahres: Kanger Subtank Mini mit Kanger K-Box

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Ich habe mich ja lange den Fertiglösungen verwehrt und speziell Kanger wußte mich früher nicht zu begeistern, vielleicht hat es deswegen etwas länger gedauert bis ich dieser Kombi etwas zutraute. Nun habe ich seit ca. 5 Wochen den Subtank Mini und bin von diesem restlos begeistert, so restlos, das meine anderen Verdampfer ein recht tristes, ungenutztes Leben in der Dampfen Gallerie fristen, weil der Subtank in ständiger Benutzung ist. Egal ob man ihn mit den Fertigköpfen dampft oder selbt wickelt, das Ergebnis ist runder Geschmack und so vorher in Fertigwicklungen noch nicht gekannte Dampfschwaden, die auch bei höheren Wattzahlen nicht zum kokeln führen.
Trotzdem hatte ich mich noch gesträubt die K-Box dazu zu gesellen, obwohl ich die Optik der Kombination schon sehr stimmig fand, um nicht zu sagen Wow! Aber die Wattabstufungen schienen mir etwas grob und 40 € dafür etwas happig. Wie man sich täuschen kann. Nun stellte ich mit der Zeit fest das die Sweetspots der Verdampferköpfe tatsächlich bei der 0,5 Ohm Variante bei ca. 13 Watt und bei 1,2 Ohm bei 20-25 Watt liegen, also genau wie bei der K-Box vorgegeben. Dann lag die bei einem Einkauf als Sonderangebot für 24,90 rum und da kann man ja nicht anders als mitnehmen. Was soll ich sagen, in der Praxis wird mein Subtank wahrscheinlich nur noch zur Ohmmessung einen anderen Akkuträger sehen.
SturmfeuerzeugDie Kombi ist nicht nur optisch über jeden Zweifel erhaben, das Design der K-Box könnte von Apple sein, inspiriert von diesen alten Sturmfeuerzeugen, anstatt von Rahms zwar, aber die Bedieneinheit erinnert mich schon sehr an die Akkuanzeige meines Macbook Pros.

kanger-KboÜberhaupt die Bedieneinheit, simpler geht kaum, anstatt Menüs mit Watt und Volt, Einstellrädchen oder Knöpfchenballet gibt es derer nur zwei, einen zum Befeuern, der andere schaltet die Watt hoch, mehr ist nicht. Die Anzeige erfolgt über die beiden siebenstufigen LED Balken, Links die Akkufüllanzeige, Rechts die Wattzahl, welche von 8 bis 40 Watt reicht. Erstmal gewöhnungsbedürftig wenn man Digitalanzeigen, 0,1 Wattänderungen, integrierte Ohmmessung, vielleicht noch Temeraturkontrolle etc. gewohnt ist, ging mir jedenfalls so. Aber nur kurz, denn in Verbindung mit dem Subtank braucht es eigentlich nicht mehr und ist völlig sinnig, eine absolute Sorgloskombi, mit der sich auch Anfänger über Sachen wie Subohm oder nicht überhaupt keinen Kopp mehr machen müssen, Einstellungarien entfallen, Werte sind nicht mehr nötig, Großgeräte dampfen ist so simpel geworden wie diese Zigalikes, die aussehen wie Zigaretten aus Plastik, nur mit viel mehr Komfort und Dampf. Das Aluminium, aus dem die K-Box gefertigt ist, ist vertrauenswürdig dick gehalten, was sich an der Logo Ausstanzung, die gleichzeitig als Entgasungsloch dient, ersehen läßt, 2 mm dürften das ca. sein. Schicker Nebeneffekt: Der Farbakzent der durch den Akku darin erzeugt wird.
Trotz ihrer Größe ist die K-Box kein schweres Monster geworden, sondern wiegt etwa so viel wie ein iStick, was wohl am Alu und dem Weglassen liegen wird. Auf’s nötigste beschränken und Weglassen bedeutet aber eben auch, das die Akkus extern geladen werden müssen, eine interne Aufladefunktion gibt es nicht, was mich persönlich nicht stört. Also alles wirklich bis ins kleinste Detail durchdacht und stimmig, so als würde Jonathan Ive neben Apple auch noch für Kanger designen. Mit dem kleinen Unterschied, das die Akkus wechselbar sind und nicht fest verbaut, wie bei Apple mittlerweile üblich.
Die Kombination hat mich so knapp 60 € gekostet, und ich wiederhole mich wenn ich sage, man darf nur nicht vergleichen was man für diesen Preis vor 2 bis 3 Jahren bekommen hat

Electronic Beats Reihe über den Sound of Belgien plus meine Belgien Top 10


Electronic Beats hat die Woche über ein fünfteiliges Special über Belgien gefahren. Im ersten Teil hat Peter van Hoesen über die Geschichte von New Beat referiert, im zweiten wird die Familie Pascuals getroffen, die den Plattenladen USA Import betreibt, in Part 3 spricht Jozef Devillé über seine Doku TSOB, gestern ging der vierte Teil online, in dem Patrick Codenys von Front 242 seine Variante des Werdegangs erzählt und heute, in Teil 5, plaudert CJ Bolland aus dem R&S Nähkästchen.
ZU guter Letzt gibt’s noch meine Belgien Top 10 obendrauf