Prisma, wirklich krasser next Level Fotofilter Shit

Fotofilter, wahrlich nix neues mehr und man meint auch wirklich alles gesehen zu haben, in zigfacher Ausführung. Mittlerweile nervt es eigentlich nur noch wenn diese immer wieder gleiche pseudoretro Digitalpinselei zu deutlich zu erkennen ist, oder der Kitsch kübelweise das so schon schlechte Foto weichzeichnerisch retten soll. Eigentlich schaue ich mir Apps die, oh so andere, Filter als Hauptverkaufsargument anpreisen schon gar nicht mehr an, bin aber froh bei Prisma eine Ausnahme gemacht zu haben. Klar gab es auch schon zu Anfang der iPhone Knipserei Apps, die versuchten aus Fotos Bilder zu machen, indem sie alles auf Bleistiftschraffierung oder Farbkleckse runterbrachen, die an den ein oder anderen Stil erinnern sollten, aber was Prisma aus Fotos macht ist wirklich mal next Level Shit. Bislang stehen 33 Stile zur Verfügung, die man in ihrer Intensität dosieren kann. Um die Magic wirken zu lassen werden die Bilder allerdings auf die Prismaserver geladen und zurück geschoben, das sollte man, nicht nur im Hinblick auf’s Datenvolumen, wissen, auch wenn kein Login oder Registrierung vonnöten ist.
Ich habe als Beispiel mal ein Foto von der Fusion Seebühne durch verschiedene Filter gejagt um etwas Anschaungsmaterial zu haben:

Das Original:
Seebühne Original

Die Filter:
Seebühne1

Seebühne2

Seebühne3

Seebühne4

Seebühne5

Seebühne6

Neuer Mix: Tanith @ Fusion2016, Seebühne

Seebühne
Dieses Jahr mal Seebühne, ich wußte das das anders als die Turmbühne letztes Jahr werden würde, allerdings nicht auf was ich mich einzustellen hätte. Auf dem Timetable stand vor mir Benga, nach mir Pinch. Benga spielt aber keinen Dubstep mehr und Pinch auch eher gerader. Als ich ankam hieß es zudem Benga hätte abgesagt, stattdessen lief Footwork. Der Vorteil des Digitalen ist ja das man Sets auch noch kurz vor’m Gig umstellen kann und so saß ich da hinter der Seebühne und holte mir schnell noch ein paar Tracks ins Set, von denen ich meinte das die jetzt ganz gut passen. Währenddessen auch immer wieder überraschend wen man da so trifft, Eva Cazal z.B. die lediglich als Gast anwesend war, oder Alexandra Dröhner, die auch aufgelegt hatte. Also, alles mal wieder ganz anders als erwartet und für euch jetzt wahrscheinlich auch beim Durchhören. Nicht das was man sonst so von mir gewohnt ist, aber das macht es ja auch irgendwo aus, gerademal bei einer Fusion, das man sich spontan auf die Gegebenheiten einstellt. Etwas schade fand ich diesmal das die Anlage nachts doch sehr leise ist, gerade bei dieser Musik kann es gar nicht genug Bassdruck geben, lief aber trotzdem. Aber hört selbst, zuhause wahrscheinlich sogar lauter als live vor Ort

Mixcloud:

Metal Riff Generator

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Was’n heute los? Ist heute internationaler Wir-machen-Musiker-obsolet-Tag? Das nimmt ja Ausmaße an! Zum Instant Bach Arpeggiator von vorhin, nun auch noch ein Metal Riff Generator. Die Hölle bricht los wenn man die in zwei Browserfenstern gleichzeitig laufen lässt

(via Nerdcore)

Snapchat Highlights

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Ich hab mich ja versucht in Snapchat reinzutun und nein, mit der Navigation komm ich schon klar allein mir fehlte der persönliche Mehrwert und die Fotofilter fand ich jetzt auch nicht so prall. Liegt aber vielleicht auch daran das ich dort nur mit Leuten verbunden bin, denen es offensichtlich ähnlich geht und mit meinen bisherigen Kanälen schon mehr als gut bedient bin. Aber ich finde das interessant, wenn mal jemand so Highlights aus anderer Leuts Timeline in meine bringt, nicht nur um zu sehen was da so geht, sondern auch über was sich die Jugend, die bekanntlich mehr damit anfangen kann, so beömmelt. Hier nun eine gar nicht mal so kleine Sammlung von Bored Panda, bei denen ich einige Beiträge tatsächlich beachtlich finde und zeigt, es kommt eben darauf an was man aus einem Medium macht, muß ja nicht jedes für einen selbst geschaffen sein.

Instant Bach: Musical Chord Progression Arpeggiator

MCPA

Arpeggiator kennt man ja, diese Akkordarbeiter nehmen einem das mühselige Melodieren ab, jeder halbwegs taugliche Synthesizer und jede DAW, die sich in den letzten 100 Jahren so nennen durften, bringen sowas von Haus aus mit, bzw. gibt es ganze Armadas dezidierter Geräte, die sich der Tonfolgeautomation widmen.
Der Musical Chord Progression Arpeggiator von Jake Albaugh ist ein bisschen anders, mit seinen Chord Progessions und Modes. Bach wäre wohl ein selbiger aus seiner Hose gelaufen, hätte er das noch erleben dürfen.
Wenn das Ding jetzt noch Midi könnte

(via _phis)

Sven Väth’s Auflegen vs. EM Multitasking

SVMultitask
Wie war das nochmal mit Laptop DJs, die aussehen als würden sie nebenbei ihre Emails checken? Klar, Vinyl kann das gut kaschieren.
You sneaky bastard, Sven ;)

(Via Kraftfuttermischwerk & Mr After Party)

Classic of the day: Scraping Foetus Off The Wheel – I’ll Meet You In Poland, Baby

FoetusHole

Gestern beim Kraftuttermischwerk die neue Casper gehört, irgendwie mit JG Thirlwell’s Projekt Scraping Foetus Off The Wheel assoziiert, insbesondere mit dem, sicherlich nicht pcen Track “I’ll Meet You In Poland, Baby” und gedacht, die alte Hole Platte mußte auch mal wieder hören. Dabei festgestellt wie aktuell das Ding heute noch/wieder ist und klingt. Man denke nur an Brexit und das wir dank der, sicherlich in vielen Punkten bescheuerten, weil lobbygebtriebenen, intransparenten, mauschelnden und gleichmachenden EU, immerhin seit über 60 Jahren in einer der friedlichsten Ecken der Welt leben, das war ja vorher nicht gerade so. Umso trauriger und verstörender ist es mit anzusehen was da gerade mit England passiert und wie die Jugend von den Alten um ihre freizügige Zukunft gebracht wird. Man will solche Bilder, wie da oben, schließlich nie wieder sehen.
However, JG Thirlwell’s Projekte waren für mich damals, so 1984, mit eine der größten Inspirationen mit dem Musikmachen anzufangen, oder sagen wir besser, auf Synthies und Sampler zu setzen, alles neu zusammen zu setzen und nach vorne zu blasen. Dauerte aber noch ein paar Jahre bis ich mir einen Mirage oder Emulator leisten konnte. Erstmal war’s ein Casio SK4 und Matell Synsonics, bevor es es ein Ensoniq ASR10 wurde.
Ich habe seinerzeit das ganze Album in seiner Pracht auf Dauerrotation gehört und das geht auch heute noch sehr gut:

Vinylize.it, Vinyl on demand

Vinylize

Kann sein das Vinylpuristen jetzt ganz stark sein müssen, ich glaube aber eher nicht. Vinyl On Demand, wie Vinylize.it das nennt, ist ja grundsätzlich ja keine so abwegige Idee, gerademal mitten im Hype um die schwarze Scheibe. Ich weiß zwar nicht genau wie das funktionieren soll,”rally support for your vinyl record release” scheint mir so als müsse da eine Mindestmenge abgenommen werden bevor die Presse überhaupt anläuft und “Once approved by the artist, your record (with the proper vinyl ready audio files) will be made available to order” klingt mir nach einem für gewöhnlich recht langwierigen Prozess mit ungewissem Ende. Preise sind da auch noch nicht genannt und das wird vermutlich seinen Grund haben.
Also wenn schon Start Up Shizzle würde ich mein nicht vorhandenes Risikokapital vertrauenswürdiger anlegen.

(Via Nerdcore)

Zwei Neuinterpretationen klassischer Werke: T99′s “Anasthasia” und “Der Klang der Familie” im Perc & Truss Edit


Für mich sind viele Tracks aus der Frühzeit von Techno wahre Kunstwerke, weil sie den Blueprint dessen darstellen, was Techno heute noch ausmacht, auch wenn er jetzt ganz anders klingt. Das soll aber nicht heißen, daß man mit diesen Tracks ehrfürchtig und respektvoll umgehen muß. Gerne darf man sich derer bemächtigen und etwas völlig anderes daraus stricken, so wie Perc & Truss bei diesen beiden Edits. Perc verfolge ich ja schon sehr lange und mir geht beileibe nicht alles gut was er so macht, was bei der Fülle an Material aber nicht verwunderlich ist, aber diese beiden Edits, da mußte ich schon süffisant grinsen:

T99 – Anasthasia

3 Phase feat. Motte – Der Klang der Familie

Scheint schon länger draußen zu sein und war ein regulärer Release, herrlich!

Classic of the Saturday Night: Fad Gadget – Collapsing New People

fadGadget
Unvergessen und auch schon 34 Jahre her. Ich kann mich noch gut erinnern, als das damals in Formel1 lief und wir in Folge darauf mindestens ein Jahr lang jede Samstag Nacht getanzt haben. Der Einstürzende Neubauten Bezug steckt ja schon im Titel und war das berlinsehnsüchtige “Sky and Sand” seiner Zeit,irgendwie. Später versaut durch unnötige Technoremixe, aber an das Original, insbesondere mit diesem Video, kann halt auch gar nichts rankommen. So 80ies wie es nur geht und trotzdem zeitlos andersartig, so das es auch heute noch wirkt.