Eine Acidmaschine im Browser in Javascript erstellt


Acidmachine gibt es, glaube ich, schön länger, habe ich mich aber gerade etwas drin verloren. Ziemlich überzeugend, zwei mal 303 und eine Drumbox, alles im Browser und in Javascript erstellt. Für Offline Use gibt es sogar eine Chrome App
Wem das irgendwann zu wenig sein sollte, dem sei wieder mal Audio Tool empfohlen, was mittlerweile einem kleinem Reason im Browser gleich kommt

Neuer Mix: Tanith @ Double Impact, Suicide Circus 15.01.2016

Doubleimpact2016_1

Das erste Mal Double Impact im neuen Jahr. Diesmal war ich nach langer Zeit mal wieder dran den Anfang zu gestalten und hatte mir dafür extra ein paar Sachen zurecht gelegt, konnte aber die Theorie schon nach ein paar Tracks über den Haufen schmeissen, denn ungewöhnlicherweise war bereits um 0:30 alles auf Tanz und Abfahrt getrimmt, dem kam ich natürlich gerne nach.
Diesmal gibt es auch nur das erste Set online, beim zweiten habe ich zuerst vergessen auf Aufnahme zu drücken und aufmerksamen Hörern würde auch auffallen, das seit den letzten Sets nicht so viel neue Tracks hinzu kamen, Januar halt.

Soundcloud:

Mixcloud:

DoubleImpact 2016 – 01 – 15 Pt1 by Tanith on Mixcloud

und natürlich auch auf Hearthis

Ergänzende Interviews zur Doku ” Berlin 90 – Der Sound der Wende”

Letztens lief doch diese neuerliche Doku mit vielen bekannten Protagonisten (ich berichtete). Nun gibt es noch ein paar ergänzende Interviews dazu, die allesamt recht unterhaltsam sind und in denen z.B Wolle seinen Tanzflächenkommunismus erklärt, Danielle de Picciotto den Erfolg von Techno in Berlin mit beiderseitiger Schnörkellosigkeit begründet und auch das Stimmungsbild das Ulrich Gutmair vom damaligen Berlin zeichnet finde ich recht gelungen

und ich wunderte mich schon warum Gesichtsfasching und Laberflashs so selten geworden sind

Wenn’s mal wieder nicht knallt, seid ihr wahrscheinlich verarscht worden. Shame on you Haribo!
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Wieso die Erdbeere da in Blau kommt, muß auch noch geklärt werden

Die orale Geschichte von Wax Treatment (und zugleich auch ein bisschen von HRST KRZBRG)


Ich war ja nur ein paarmal da, aber es war seinerzeit ein Segen und ein perfect match für Berlin, als Dubstep groß wurde und Hardwax diese Parties im Horst Kreuzberg abhielt.
Hier ist die Geschichte von beiden von den Protagonisten erzählt

Kraftwerk des frühen Sampleklaus überführt

Nice find! Man höre sich den Anfang dieser Sound FX Platte an (sozusagen die Frühform der Sampling CD)

und vergleiche es mit dem Anfang von Autobahn

zu dem Hütter folgendes meinte:

Ja, genau der Hütter, der heute andere verklagt, wenn sie von Kraftwerk sampeln :D

Danke Jonas!

Ziggy’s Dead

Heute ist David Bowie im Alter von 69 Jahren an Krebs gestorben und auch wenn ich ansonsten eher nicht so der R.I.P. Verkünder bin, für David Bowie mache ich da mal eine Ausnahme. Denn David Bowie war für mich eigentlich immer da, sogar als ich seinerzeit eigentlich nur Punk hörte, liefen immer noch die Alben Station to Station, Heroes und Low, die eigentlich schon dahin zeigten, wo es danach für mich musikalisch hingehen sollte. Auf meinen winterlichen Transitreisen nach Berlin hörte ich immer Warzawa, weil das der beste Soundtrack zu vereisten Reichsbahnabteilen und dem was draußen vorbei zog war. In seiner Tin Man Phase hatte ich neben Techno ebenso eine Metalphase. Aber am wichtigsten war für mich damals, beim Aufwachsen als Alien in der Provinz, das so ein Freak mit diesem Aussehen über all den Proleten stand, die einen dafür auslachten solch ein Freak zu sein und wenn ich für mein Aussehen und Anderssein mal wieder auf die Fresse bekam, dann war das für mich ein unschätzbarer Halt durchzuhalten und nicht klein beizugeben, oder so zu werden wie die tumben Orks mit ihren Mopeds und ihrem biergeschwängerten Musikgeschmack. Schon damals machten die Geschichten die Runde, das Bowie in Berlin lebte und das war dann auch ein Ausschlag hier leben zu wollen, wo eben solche Freaks völlig undrangsaliert und unauffällig existieren konnten.
Danke für alles!

Where are we now?

Had to get the train
From Potsdamer platz
You never knew that
That I could do that
Just walking the dead

Sitting in the Dschungel
On Nurnberger strasse
A man lost in time near KaDeWe
Just walking the dead

Where are we now?
Where are we now?
The moment you know
You know, you know

Twenty thousand people
Cross Bose Brucke
Fingers are crossed
Just in case
Walking the dead

Where are we now?
Where are we now?
The moment you know
You know
You know

As long as there’s sun
As long as there’s sun
As long as there’s rain
As long as there’s rain
As long as there’s fire
As long as there’s fire
As long as there’s me
As long as there’s you

(Pic via Deviant Art)

Native Instruments Kontrol S5 Review (für S4 Umsteiger)

S5
Als die S5 raus kam, wußte ich das wird der Nachfolger für meine trusty old S4, die nun auch schon immerhin fast 5 Jahre treu ihren Dienst tut. Die S8 hingegen kam für mich aufgrund ihrer handgepäckuntauglichen Größe nie in Betracht, ich müßte zudem noch eine neue Extratasche für den Transport besorgen. Die S5 stellt sich für mich daher als idealer Kompromiss dar. Nun habe ich das Gerät seit fast einem Monat und bei den letzten Gigs im Einsatz, so das ich mehr darüber berichten kann als einen ersten Eindruck.
Auch wenn es die S4 nach wie vor noch tut, sind bei Traktor doch mittlerweile einige Features wie die Freeze- und Fluxmodes, die ich schon in der iPad Version von Traktor zu schätzen gelernt hatte, oder jetzt eben die hinzugekommenen Stems und die möchte man ja auch nutzen können. Das alles geht eben mit der S4 so nicht. Außerdem Displays statt Jogwheels! Das ist eine Sache die ich mir schon lange gewünscht hatte und die man nach kürzester Zeit auch nicht mehr missen will, zumal diese kalibieranfälligen Jogwheels bei mir eh ein sehr tristes Dasein fristeten. Ich brauchte die Dinger fast nie und auch vom ästhetischen sieht das eher aus wie 2 dicke Warzen auf einem Controller. Stattdessen gibt es nun einen Touchstrip, der das gleiche erledigen soll. Tut er nicht wirklich, also Scratchen schon mal gar nicht und Nachpitchen, nun, da müssen wir beide uns auch erst noch aneinander gewöhnen, aber um im Track rumzuspringen oder Stellen zu suchen, dafür ist dieser definitiv besser geeignet bis ideal. Für die kleine Nachjustage taugt er auch, aber so Vinylripschwankungen damit auszugleichen, das bleibt wohl die Domäne der drehbaren Räder. Da dieser Fall bei mir aber zunehmend seltener eintritt ist das zu verschmerzen, Hauptsache Display auf dem Controller!
Ich befürchtete bei der Größe der Displays ja, das damit auch die Zeit der Lesebrille beim DJing gekommen sei, dem ist aber erfreulicherweise nicht so, die Schrift ist groß und kontrastreich genug, das die weiterhin nicht benötigt wird und in der Tat schaue ich nun um einiges weniger auf den Laptopmonitor, weil so direkt vor der Nase ist schon praktischer, weil die Wege kürzer. Tatsächlich finde ich es auch um einiges angenehmer die Dosierung von Effekten direkt unter den Finger zu sehen, anstatt rüber zum Rechner schauen zu müssen, kurze Wege und so.
bleuwaveWas etwas schade ist, ist das bislang lediglich die blaue Hüllkurve des Tracks zu sehen ist, die sogenannte Spektralhüllkurve, bei der man an den Farben auch die Lautstärke und somit Breaks und Drops erkennen kann, ist laut Aussage zwar geplant aber eben noch nicht möglich.

s5BrowserEbenso sind die Trackinformationen im Display noch nicht modifizierbar, sie sind festgelegt auf Artist, Titel, BpM und Keys. Letzteres ist z.B. für mich völlig redundant, ich bräuchte da eher Comment, Genre oder Rating. Wären diese beiden Dinge möglich bräuchte das Laptopdisplay in der Tat kaum noch, höchstens um einen Titel in der Playlist per Namenseingabe zu suchen.

s5StemsDas mit den Stems finde ich persönlich ausreichend gelöst, im Gegensatz zur S8 gibt es ja für diese keine Extrafader, sondern die oberen Pads dienen als Ein/Aus Schalter und die darunter als Aktivatoren um mit dem Browsebutton die Gewichtungen zu regeln. Ein Klick auf diesen stellt alle auf 100% zurück und mit dem Loopbutton rechts stellt man den Filter ein.
S4 Benutzer müssen sich beim Browser etwas umstellen müssen, nicht nur weil er zweimal da ist und somit pro Seite bedient wird, sondern auch weil diese Einbuttonpraxis des Browsebuttons für Scrollen und Preview nun auf zwei Buttons verlagert ist, Browsen und Auswählen mit dem Browserbutton, Prelistening mit dem Loopbutton. Auch der Return of the Shiftbutton will erstmal memoriert sein, während man in der S4 ja z.B. für Looplänge und Loopposition jeweils einen Drehregler hatte erledigt das hier einer, für die Loopposition kommt dann der Shiftbutton ins Spiel.
Die Pads, nicht nur das die endlich eine Drunkmode Größe haben, die auch das Spielen der Segmente im Freezemode zum großen Spaß machen, daher sind es auch gleich 8 für 2 Takte, heißt auch man kann jetzt bis zu 8 Cuepunkte mit Direktzugriff mappen!
Hardwareseitig hat man aber nicht nur mit den Displays und Pads aufgerüstet, neben einem lauteren Kofhörersignal und 2 Kopfhörerausgängen, einer mit normaler Klinke und einer mit Miniklinke, gibt es nun auch, im Gegensatz zur S4, einen Boothausgang, so das man die Kiste auch ohne Mixer dazwischen direkt an die PA hängen kann. Abgerüstet wurde dafür an anderer Stelle, es gibt nur noch einen Aux Kanal, um eine externe Quelle einzuspeisen, also wer mit Timecodes mixen will sollte da lieber zur S8 greifen.
Für meine Zwecke völlig ausreichend, your milege may vary.
Die ganze Kiste fühlt sich, trotz der gleichen Maße wie die S4, um einiges wertiger an, was nicht zuletzt den Metalloberflächen geschuldet ist und natürlich dem Verzicht auf Plastik Jogwheels zugunsten größerer Pads und Displays, die auch nicht so hoch auftragen, deshalb wirkt sie dünner.
Alles in allem bin ich mit der S5 bislang sehr zufrieden, sie ist auf jeden Fall ein großer Schritt weg von der S4, auch wenn ich beileibe noch nicht alle Features ausgiebig nutze, sind so Sachen wie Stems per Knopfdruck zu Instrumentals zu machen, mittels Fluxmode und Loop Risers an den passenden Stellen zu droppen oder einzelne Drumparts oder Stellen im Freezemode zu variieren schon eine schöne Bereicherung für den Spaß am Set.

Hier nochmal die Plus und Minuspunkte komprimiert:

+Displays
+2 Kopfhöerausgänge
+lauterers Kopfhörersignal
+wertigere Oberfläche
+Stemsfähig
+Fluxus und Freezemode
+bessere, und größere Pads

-einfarbige Hüllkurve
-nicht editierbare Displayanzeige
-Umgewöhnung des Browsermodes wegen mehr Knöppe

Letzteres ist designbedingt, bei den ersten beiden Punkten hoffe ich, das ein Update das noch behebt.

Über was das Internet so spricht

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Na gut, Reddit, aber als internationaler Indikator geht das ganz gut. Jedenfalls hat sich jemand die Mühe gemacht sämtliche Kommentare seit 2005 dort zu parsen, so das man grafisch sehr schön sehen kann welche Worte wann welche Relevanz hatten. Ich habe das oben mal mit Dubstep und Vaping probiert, was ich recht aufschlußreich finde. Dubstep’s Heydays scheinen also erwartungsgemäß vorüber, Vaping schießt zunehmend durch die Decke. Läßt sich aber natürlich auch genauso mit beliebigen anderen Worten veranstalten. Ich als Sucker für Graphen aller Art finde das durchaus interessant

(Via Nerdcore)

Neue Mixe: ACID @ Lost In Time, Griessmühle 02.01.2016

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Herrlich wenn ein Jahr so startet. Lost In Time war ja eher eine Jungleveranstaltung, u.a. mit Nicky Blackmarket, Bleed, Uta DJ Geil, auf der Wolle und ich den kleinen Nebenfloor mit Acid versorgen sollten. Das hat wunderbar funktioniert, beide Floors voll und unserer fast zu klein für den Ansturm. Wir wechselten uns die Nacht über ab, so das ich das Ende bestreiten sollte. Nachdem aber um 9:00 immer noch kein Ende abzusehen war hat Wittes dann nochmal übernommen. Ich war nach 7 Stunden, davon ca. 5 Stunden Set, in der Enge und Hitze auch mal froh frische Luft schnappen zu können. Denn während ich nicht selbst auflegte war ich oben auf dem Junglefloor und genoss es, das der Sound auch mal wieder in Berlin zu hören war. Ich persönlich fände es ja super wenn solche Kombis öfter passieren würden, würde Berlin als offener Stadt für Elektronische Musik sicher nicht schaden, sondern eher gut stehen.
Die beiden Parts unterscheiden sich ein wenig voneinander, der erste Teil ist mehr so klassischer Acid von damals, während der zweite Teil hauptsächlich Acid aus den 90ern bis heute featured.
Verzeiht wenn der ein oder andere Übergang etwas holpert, aber ich übe noch mit den Touchstrips der S5, was bei Vinylrips immer eine Herausforderung darstellt, mit Touchstrips aber (noch?) insbesondere.

Part 1:

Mixcloud

Acid @ Griessmühle 2016 – 01 – 02 Pt.1 by Tanith on Mixcloud

Part 2:

Mixcloud

Acid @ Lost in Time, Griessmühle 2016 – 01 – 02 Pt.2 by Tanith on Mixcloud