Was zu erwarten war: Pioneer’s Rekordbox wird DJ Software

rekordbox DJ

Man hat sich ja eigentlich eher gefragt warum es so lange dauert, schließlich war Rekordbox, das Vorbereitungs und Organisationstool für Pioneer’s CDJs, schon lange mit zwei Decks und Steuerungsbuttons ausgestattet. Also bisschen Midi oder ähnliches dazu, ein bisschen FX und fertig wäre die Laube. Scheint aber nun sogar zeitgemäß mit Sampleplayern und FX Rack zu kommen.
Ob das nun lediglich eine Erweiterung für Nexusplayer, bzw Steuerung durch diese wird, oder auch als Standalone Software funktioniert, bleibt abzuwarten. Auch ob sich auf dem eh schon vollen Markt eine weitere DJ Software durchsetzen kann, bisschen spät sind’se ja schon dran.

(Via DJtechtools)

Kleines Reggae Festival zeigt der bayrischen Polizei was ziviler Ungehorsam ist


So geht das, liebe Veranstalter!
Das übelste was ich, allerdings in BaWü, mal erlebt hatte war, wie ein Veranstalter quasi mit der Polizei kooperierte um sein Festival überhaupt über die Bühne zu kriegen. Ich war im Hotel neben diesem Kontrollpunkt untergebracht und mußte mitansehen wie alles was jung und bunt war durchgefilzt wurde, Karren wurden auseinandergenommen, Leute wurden durch ein Zeltdorf geschleust um die diversesten Drogentests über sich ergehen zu lassen, während die rotnäsigen Normalos vom Weinfest freundlich durchgewunken wurden.
Langfristig wirkt sich diese Kooperation offensichtlich nicht aus, nach zweimal war dann auch wieder Schluß mit dem Festival.
Nach meinen Begegnungen mit der Polizei in diesen südlichen Gefilden kann ich mir sehr gut vorstellen, wie denen ob der unmajestätischen Behandlung der Kamm geschwollen ist :D
Wer sich an der Geschichte weiter weiden will sollte auch den Links in obigem Artikel folgen

Programmhinweis: Icke heute auf BLN.FM bei Maschine brennt

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Olle Mad Max hat ja jetzt einen festen Sendeplatz auf BLN.FM und mich gefragt ob ich nicht mal in seine Sendung Maschine brennt kommen will. Natürlich hab ich nicht lange überlegt und wir haben dann bei ein paar mitgebrachten akustischen Perlen aus der Zeit bis 1995 über alles mögliche gequatscht. Das Ergebnis kann man heute abend um 20:00 hier hören. Weitere Sendeplätze sind Mittwoch um 21:00 und am Sonntag nochmal um 22:00. Wenn die Sendung dann auf Soundcloud geladen ist verlinke ich natürlich wieder

So langsam krieg ich Bock auf Stems

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Heute hat Native Instruments ein Video rausgehauen das en Detail zeigt wie das mit diesen Stems geht. Wenn sich alle an die Aufteilung der Einzelspuren halten finde ich das einen Segen. Mich stören zumeist die Vocals in einem Track, der ansonsten vielleicht gut gelungen ist, mit einem Handstreich wären die weg, Instant Instrumental! Oder pure Beats miteinander mixen, mit den Möglichkeiten die eine S8 da pro Spur bietet, das reizt schon sehr. Allerdings, und das hat Das Filter schon richtig geschrieben, Stems teilt den Track in vier Spuren, was nur einem Bruchteil der Spurenanzahl entspricht, aus der ein durchschnittlicher Track heute besteht. Damit müssen auch unter einzelnen Stems-Spuren mehrere Einzelspuren vereinigt werden. Wenn das richtig gemacht wird sehe ich endlich mal die Remix Decks Sinn machen, das war mir nämlich mit den bisherigen Möglichkeiten und der Verwaltung eher nicht gegeben. Klar, mal eine fette Kick unter einen alten Track legen oder mittels einem zusätzlichen Beat aufpeppen, das ging da auch schon, aber Stems haben m.E. wirklich das Potential das man mehr als zwei Decks dauerhaft nutzt. Ich bin auf jeden Fall gespannt wie das anläuft und sich entwickelt bzw. ich sammele schonmal den Zaster für so ein S8 Monster und mach mir nen Kopp wie man die dauerhaft transportieren kann.
Hier noch die Erklärbärseite von NI und das heutige Video

Neuer Mix: Tanith @ Double Impact, Suicide Circus 24.07.2015

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Der diesmalige Double Impact war ja eigentlich ein Triple Impact weil den Anfang das Vater und Sohn Duo Luettringhouse bestritten. Nicht vom Namen täuschen lassen, das war feinster Techno der bestens ins Konzept paßt.
Danach kam ich von 2:00 bis ca. 4:30, dann Wolle. Stimmung und Fülle ließen nichts zu wünschen übrig, ich glaube jeder der da war wird das bestätigen können, eine tolle Nacht mal wieder.
Mein Set klang so:

Mixcloud mit Playlist:

My Set @ Double Impact, Suicide Circus 24.07.2015 by Tanith on Mixcloud

Der Traum vom kabellosen Studio wieder mal ein Stück näher gerückt: Zivix Puc+


Zumindest was die Midiverkabelung von Controllern angeht dürfte das ein Segen sein und ich schätze in nicht allzuferner Zukunft wird man sich fragen, warum so etwas nicht schon längst serienmäßiger Standard war.
Zivix Puc+ befindet sich gerade in der Crowdfunding Phase und soll OSX und IOS Geräte via Bluetooth mit den Controllern verbinden, soweit sie Yosemite oder iOS 8.1 beherrschen. Denn nur ab dort ist Apple’s Bluetooth Midi gegeben, das Latenzen von unter 15 ms und Verbindung von mehreren Controllern gleichzeitig zulässt.
Der Puc+ glänzt dabei sowohl mit althergebrachter 5 Pin Midi, als auch mit USB Midi Schnittstelle. Logischerweise braucht es dann noch das, möglichst kurze, Kabel zum Puc+ und zwar für jeden Controller eins, aber die Wege zum Tablet, Phone oder Rechner sind kabelfrei und man hat die zunehmend raren Schnittstellen für andere Sachen wieder frei.
Läuft per Batterie ca 7 Stunden und kostet pro Puc zum Einführungspreis 89 $, später 130

(Via Engadget

Review: Philips BT6000 Bluetooth Speaker

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Ich war schon länger „in the market“, wie man so schön sagt, um endlich mal die Musik vom iPod (eigentlich ein aufgebrauchtes iPhone 4, das diesen Zweck übernimmt) überall und zwar komplett kabellos geniessen zu können. Gerade im Sommer gibt es ja mannigfache Möglichkeiten die draußen zu genießen. Meine bisherigen Suchen waren allerdings nicht von Erfolg gekrönt, entweder klanglich zu schwach auf der Brust oder zu teuer oder designtechnisch völlig daneben, gern auch in Kombination und dachte mir daher, laß das Thema noch ein bisschen ruhen, wird schon noch. Als das Thema dann quasi völlig in Vergessenheit geraten war stieß ich mehr aus Zufall als aus Absicht auf diese Philips BT6000 Speaker, deren Design mich sofort ansprach und preislich mit 99 € ebenfalls in einer Kategorie spielen wo man sich sagt, joah, wenn der Rest stimmt. Bluetooth Speaker, die man für draußen nutzen will, drinnen testen ist ja immer so eine Sache und sowieso immer subjektiv. Im direkten Vergleich kamen mir die JBL Charge 2 und die Bose Soundlink vielleicht etwas kräftiger im Bass vor, wenn man bei der Baugröße überhaupt von Bass sprechen mag, in Sachen Klarheit lag für mich jedoch der Philips vorne und vom Design her sowieso. Nicht nur das diese 360° Brüllpille komplett aus Alu gefertigt ist, auch das das Format so gewählt wurde das in jeden Getränkehalter paßt, hat draußen durchaus seine Vorteile.FullSizeRender

Clever finde ich diese Schlaufe oben, die gleichzeitig den großen silbernen Lautstärkeregler schützt und es ermöglicht den Speaker auch aufzuhängen, ob der vertikal oder horizontal betrieben wird bleibt sich ja gleich. Dazu ist der BT 6000 noch spritzwassergeschützt, kann man also auch mal bei kleinerem Regen noch draußen nutzen oder mal vergessen, daß hebt ihn für mich positiv vom Charge 2 ab, diese offen daliegenden Membranen schrecken mich zumindest als Vater eines kleinen Sohnes gehörig ab. Die Bauform ist sicherlich insbesondere an Beats Pill angelegt, kostet aber gerade mal die Hälfte. Letzteren konnte ich leider nicht mit in den Hörvergleich nehmen, da nicht vorrätig gewesen.
Die Bluetooth Verbindung klappt tadellos bis auf über 10 Meter, NFR konnte ich mangels Gerät dafür nicht testen. Der eingebaute Akku reicht laut Angaben für 8 Stunden, da bin ich nun aber schon bisschen drüber. Natürlich kann man seine Geräte auch über Miniklinke damit verbinden, spart im Gegensatz zu Bluetooth auch ordentlich Strom und ein Netzteil um diesen dort wieder rein zu bringen liegt ebenfalls bei.
Andere Geräte bieten zugleich eine Aufladefunktion für über USB angeschlossene Geräte, das ist hier nicht gegeben, auch auf eine Kopplungsfunktion mit weiteren Boxen muß man verzichten. Was jedoch Standard ist, ist eine Freisprechfunktion für das angeschlossene Smartphone, so das die Musik abschaltet und man über das eingebaute Mikrofon sprechen kann.

Für mich ist diese Balance aus Featureset und Preis ausreichend, bzw. ideal, your mileage may vary. Jedenfalls um die Hütte, oder besser Datsche, komplett kabellos zu rocken reicht es allemal.

Ach ja, im Moment läuft noch eine Aktion, bei der man sich eine Tasche für den BT6000 selbst designen kann, die dann von Philips kostenlos hergestellt und geliefert wird. Das Procerere ist etwas kompliziert und umständlich und ich warte noch auf meine, aber halte auf dem laufenden was da kommen wird.

Arte Doku: Bob Marley

Excerpt from an interview of Bob Marley, when asked if he is a rich man, this is his response… as HD as I could make this gif since the footage is from the 70s.

In der Arte Mediathek gibt es gerade die Doku Marley zu sehen, welche genau das richtige für so eine laue Sommernacht war, geht mir weg mit eurem Tatort!
Zu sehen gibt es den Werdegang von Bob Marley, zu einer Zeit als Musik noch richtig was bewegen konnte, was heute in dieser Wirkung schon fast anachronistisch wirkt. Außerdem einen Musiker der alles gibt und dessen Musik mich in meiner heißen Punkphase als einzigste neben Punk begeistern konnte. Ein Phänomen dabei war, das kaum lief Marley ich jedes Spiel am Kicker gewonnen hatte. Und ich möchte sogar behaupten das Reggae und Ska der Urvater von Breakbeat und all seinen Derivaten bis hin zu Drum & Bass und 2Step und ihren Nachfolgern ist.
Auf jeden Fall eine sehenswerte Doku über einen wichtigen Menschen und seine Musik, die durchaus dazu taugt einem das Verständnis für diese näher zu bringen und Marley’s One Love Message ist heute auch noch oder wieder wichtiger denn je.

(Gif via Das Kraftfuttermischwerk)

Herzlichsten 20sten .mp3!

happy Birthday mp3

Es ist ja immer etwas schwierig bei solchen Dingen wie Formaten oder Software von Geburt zu sprechen, aber der heutige Tag gilt nunmal als der 20. Geburtstag von .mp3. Hoch soll es leben, (mp)3 mal hoch! Mp3 ist also schon erwachsen und man kann sagen, we’ve come a long way, Baby! Als ich das Format so um 1997 zum ersten Mal mitkriegte gab es kaum Software für meinen Mac um damit umzugehen, ich registrierte es, ließ aber erstmal links liegen. Trotzdem war es natürlich schon Thema, zumindest bei den Verhandlungen um mein Album bei Motor zu der Zeit. Also Thema für mich, für die Industrie, in der Person von Tim Renner damals noch nicht. Als ich bei den Vertragsverhandlungen fragte wie es denn um die Internetrechte bestellt wäre, kriegte ich so ein typisches spöttisches Rennerlächeln, Internetrechte? Was man denn damit soll, als ob das ein Zukunftsmodell sei, seine Musik künftig per ISDN zu holen und auf dem Rechner zu hören. Dann kam allerdings ziemlich schnell DSL und Napster und von derselben Industrie, die mir zum Albumsvertrag noch ein generöses „Internetrechte? Die schenk ich dir!“ schmetterte, wechselte jetzt auf das Logo „Copy Kills Music“. Mein Einstieg zu mp3 hätte nicht aufschlußreicher verlaufen können.
Mit Napster und Tauschbörsen bin ich trotzdem nie warm geworden, das war mir alles zu mainstream, die Qualität damals mit 128 kb Files zu grottig, das Prozedere zu langwierig und auf dem Mac auch von den Programmen her zu eingeschränkt bis nicht möglich. Das änderte sich erst viel später kurzzeitig mal mit Soulseek, da waren die Musiknerds unterwegs und man fand tatsächlich sehr gut gerippte Files von denen man nie gedacht hätte das sich jemals jemand die Mühe machen würde diese zu rippen und hochzuladen. Dabei ging es weniger um aktuelle Sachen, sondern eher darum, verpaßte Industrialsachen oder seltene UK Hardcore Sachen ausfindig zu machen. Woraus sich auch gleich eine soziale Komponente ergab, denn meist waren die Downloadraten begrenzt, so das man per Chat darum bitten mußte den Kanal für einen persönlich aufzudrehen, man bot seinen eigenen Fundus an und da man es mit geschmacklich gleichgesinnten zu tun hatte, entwickelte sich daraus so etwas wie das erste Social Media Erlebnis vor Myspace.
Wenn man diese Tracks heute anhört stellt man auch fest, das die mp3 Endoder ebenfalls einen weiten Weg gegangen sind um bei heutiger Qualität anzukommen.
Mit iTunes und iPod fing ich an akribisch meine Plattensammlung zu digitalisieren. Zuerst nur für den iPod Gebrauch, aber als dann mit Final Scatch auch noch die erste Auflegesoftware auf dem Markt erschien, war klar wohin die Reise gehen wird und die Motivation mit der Digitalisierung voran zu kommen nahm zeitweise manische Züge an. Jeden Tag mindestens 10 Platten war mein eigenes Benchmark um da voran zu kommen und Neuerwerbe wurden ebenfalls sofort digitalisiert.
Mit Final Scratch konnte ich mich noch nicht anfreunden, das war mir alles noch zu rudimentär und jedesmal wenn mir einer demonstrierte wie cool das ist ging irgendwas schief. Sowas auf großer Bühne wollte ich lieber nicht erleben.
Das änderte sich erst als mir jemand vor genau 10 Jahren Serato Scratch demonstrierte. Das Teil war von nichts aus der Ruhe zu bringen und lief superstabil, plötzlich machten all die Jahre Digitalisierung der Plattenbestände auch noch Sinn! Ich hab’s natürlich sofort gekauft.
Die Nachteile des Systems sollten sich erst mit der Zeit herausstellen, Hotplugging von zig Kabeln im laufenden Abend und eine Brückentechnologie die immer noch auf Vinylsimulation setzt mag am Anfang als Einstieg seine Berechtigung haben, aber auf Dauer doch eher nervig und fehleranfällig. Da kam aber auch schon Traktor und insbesondere die Verbindung mit dem Vestax VCI 100 Controller um die Ecke. Nix mehr Vinyl, komplett digital, mit all seinen Vorteilen. Und seit Anbeginn natürlich hochemotional geführte Vinyl vs. mp3 Diskussionen, die bis heute immer noch ganz gerne mal aufflammen, wobei die glühendsten Vinylverfechter von einst mittlerweile mehr oder weniger leise die Fronten gewechselt haben und gar nicht gerne an die Argumente von einst erinnert werden. Wobei es lustig zu beobachten war, wie das einstige Nogo CD Player durch den neuen Rivalen zwischenzeitlich sanktioniert wurde, der Computer auf der Bühne war dann die Unterschicht. Heute kräht fast kein Hahn mehr danach, wer was benutzt um Musik zu präsentieren, lediglich ein paar Fundis, die zu faul sind etwas neues zu lernen und die eigene Präferenz für alle durchdrücken wollen, gibt’s wie überall noch, der Rest lebt glücklich mit Formatvielfalt.
Was mich in dieser turbulenten Zeit nie verlassen hat ist der iPod, der immer an meiner Seite war, angefangen vom ersten mit 5 Gb bis zum letzten Modell mit 160 Gb, der mir beim Umzug leider verlustig ging.
Zur Feier des Geburtstages ziehe ich gleich los und lasse mein betagtes, ungenutztes iPhone 4 reparieren um es zum Ersatz iPod mit immerhin 32 Gb umzuwidmen. Da läuft dann auch Rekordbox drauf und man kann ihn als Speichermedium an die Nexus CDJs anschließen.
Mp3 und ich, die Geschichte ist noch nicht zuende und ich bin zuversichtlich das es nicht der letzte Geburtstag ist, den wir zusammen feiern