Wie das neue Instagram Logo entstanden ist

Faustregel: Je beliebter der Dienst desto häßlicher das Logo. Instagram hat heute sein neues freigeschaltet und während das alte schon häßlich war, steht das neue in nichts nach. Happy Zuwachsrate!

Track of the day: Daddy’s Groove & Mindshake & Kris Kriss – WOW

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oder warum ich EDM nicht per se scheiße finden kann. Ich kann solch einem rotzigen Track, im richtigen Moment gedropt, durchaus etwas abgewinnen.

Endlich erhältlich: Withings Go. Fitnesstracker mit E-Ink Display der auch als Uhr fungiert und Schwimmen misst

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Seit Januar warte ich jetzt auf das Dingen, heute endlich die Nachricht das er endlich verfügbar ist. Bislang trackte ich Schlaf, und gelaufene Schritte ja immer noch mit dem Mi-Band von Xiamomi, was den Nachteil hat, das man ja immer noch eine Uhr hat und somit 2 Armbänder trägt.
Withings Go soll dem ein Ende bereiten, weil da die Uhr schon mit drin ist, das E-Ink Display wechselt auf Druck seine Anzeigen und misst dazu auch noch, neben dem obligatorischem Schlaf und Schritten, Schwimmen, ist also auch wasserfest. Ein Punkt den beileibe nicht alle Tracker erfüllen, und wenn sie wasserfest sind heißt das noch lange nicht das sie Schwimmen tracken können. Könnte also passender kaum erscheinen, jetzt wo angebadet ist und die Schwimmsaison losgeht.
Withings verspricht, Dank erwähntem E-Ink Display, eine Laufzeit von ca. 8 Monaten pro Batterie.
Withings verlangt dafür 69,95 und wer bis 31.5 bestellt spart die Versandkosten. Ich hab’s mir natürlich in Schwarz bestellt gibt’s aber auch in bunt, wer’s mag. Und wer will kann es auch in der Hosentasche, Schlüsselbund oder sonstwo tragen, dazu wird dieser Clip mitgeliefert:
Withings-Go
Jetzt bin ich noch gespannt inwieweit das GO den Schlaf auch außerhalb der üblichen Zeiten trackt. Das ist nämlich der Schwachpunkt des Mi-Bands, DJ Tagschlaf Zeiten, also die Nacht zum Tag gemacht, quittiert dieses mit nicht geschlafen.
Sobald es da ist werde ich berichten

EP of the day: Alfred English – Piston EP

Ok, das mag vielleicht für manchen etwas gewöhnungsbedürftig sein, aber nach viel geradem 4 to the floor finde ich persönlich das ganz erfrischend. Ist nicht leicht zuzuordnen, Man hört da schon das er vom Dubstep kommt, aber davon ist nicht viel übrig geblieben, wie könnte man das bezeichnen? Wonkstep? Irritations House? Glitch Grime? Spektral Techno? Irgendwo dazwischen würde ich das ansiedeln. Die Originale machen richtig Kopfkino, die Remixe fallen dagegen leider etwas ab, aber definitiv etwas zum öfter hören, ein Grower!

Tourbericht Mayday + Set

Tourbericht Mayday 25

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Um es gleich vorweg zu nehmen, weil ich von diversen Ecken zu hören bekam „Tanith auf der Mayday? Hä? Hab ich da was verpaßt?“ Ja, hat man, wie man hierlesen kann. Verpaßt hat man dann dieses und jenes.
Man lädt mich also ab und an mal auf ein Jubiläum ein und ich finde das nach wie vor eine feine Geste.
Auch vorweg nehmen kann ich gleich, das ich kaum andere Acts bewußt wahrnehmen konnte, dazu war die Zeit zu knapp, ich kam um 23:00 an und war bereits um 0:00 zur offiziellen Mayday Pressekonferenz mit Oliver Vordemvenne von iMotion, als auch mit Moguai und Tom Novy, geladen, bei der ich sowas wie das lebende Fossil darstellte, das bereits bei der ersten Mayday dabei war. Der einzige andere der aus der Zeit noch übrig und gebucht war, war Sven Väth und der legte zu dem Zeitpunkt gerade auf. Die Stunde dazwischen verbrachte man in alter Mayday Manier damit, im Catering Raum abzuhängen und abzuwarten wer so alles angespült wird. Das war schon früher immer ein lustiges Kommen und Gehen mit völlig eratischen Gesprächsmomenten und zumindest diesbezüglich hat sich da nichts geändert. Das schöne dabei ist das man auf viele Kollegen trifft mit denen man vielleicht musikalisch nicht viel teilt, aber die Erfahrungen aus jahre-, oft jahrzentelange Zugehörigkeit zu diesem doch oft sehr seltsamen Ravezirkus bilden nunmal Gemeinsamkeiten, die über das musikalische hinaus gehen. Musik verbindet, Erlebtes tut’s aber zur Not auch.

FullSizeRender 4Bis dahin war ich noch nicht einmal im nahegelegenen Hotel, mußte ich aber noch, denn für das 25 jährige Bestehen der Mayday hatte ich mir überlegt mal wieder Tarn überzuziehen. Dies wurde dadurch bestärkt, das ich angefragt wurde, ob ich für die Verfilmung von Sven Regener’s Buch „Magical Mystery Tour“ für eine Szene zur Verfügung stünde, bei der der Protagonist Raimund das Set übernimmt. Da ich das Buch äußerst amüsant fand, nicht zuletzt weil es mich sehr an Szenen aus unseren Touren in den 90ern erinnerte, sagte ich natürlich gerne zu, nur sollte es dann natürlich auch so richtig authentisch sein und dazu gehört in meinem Falle unbedingt Camo. Also nach gut 20 Jahren mal wieder Tarnklamotten. Jawoll, die Größe paßt sogar noch, oder wieder. Damit wollte ich aber heutzutage nicht unbedingt fliegen, also zog ich die erst im Hotel über.

IMG_9215Zurück auf der Mayday blieb dann auch wieder nicht viel Zeit sich das alles mal so richtig anzuschauen, mittlerweile war es schon 2:00 und um 3:00 sollte mein Set auf dem Classic Floor anfangen. Dazu mußte man aber durch das drägelnde Geschiebe im vollgepfropften Umlauf ans andere Ende der Westfalenhalle. So kam ich zwar an einigen Floors vorbei, konnte aber nur einen kurzen Blick reinwerfen, ohne zu wissen welchen Floor ich da gerade passierte, geschweige denn wer da gerade für die Musik zuständig war, dafür kriegte ich viel Publikum mit. Auch das nach wie vor ein illusteres Völkchen, man kann jetzt da gar keine Homogenität ausmachen, vom Schlaghosenraver bis zum Cybergoth, von Normalo bis Druffi ist da wirklich alles vertreten und nichts davon dominiert, aber schräg wirkt das alles in der Masse allemal, sogar für mich. 20.000 sollen wohl da gewesen sein, für mich wirkte das viel mehr, zig riesige gefüllte Hallen und dazu noch die Völkerwanderung im Umlauf, das hätte auch gut das doppelte sein können.
Auf meinem Floor war gerade Dune dran, die älteren unter uns werden sich vielleicht noch an „Hardcore Vibes“ erinnern, vorher gab es Raver’s Nature. Da sollte ich dann ansetzen, auf den Sound war der Floor jetzt geeicht. Classics, das sagt sich so lapidar, kann aber nach 30 Jahren Elektronischer Musikgeschichte und in solch großem Rahmen für jeden etwas ganz anderes bedeuten. Die einen sind so jung, das Classics ab 2000 anfangen, andere assoziieren damit House, wieder andere Acid, auch die Begrenzung von 88-92 dürfte geläufig sein. Hier war es nun also Happy Hardcore, von wo aus ich ansetzen mußte, gar nicht so einfach! Ging aber. Wahrscheinlich fluktuierte in den 2 Stunden der halbe Saal, aber ich kam mit meiner Definition durch.
IMG_9216Dann kam der lustige Teil mit der Schauspielerei, der Teamleiter stellte sich vor mit „Hallo, ich bin Jakob, du hast mal einen geilen Remix für uns gemacht.“ So viele habe ich ja nicht gemacht, trotzdem stand ich auf dem Schlauch, merkte er. „Icke & Er, ich war einer davon“ Ach! Nun war’s also soweit, die Szene Raimund übernimmt von Tanith das Set wurde aus 3 Positionen, also 3 Mal gefilmt und jedesmal klopfte ich dem geschauspielerten Raimund auf die Schulter und ging neben die Bühne und anstatt meinereiner zuckte da jetzt irgendeiner mit einer Platte rum. Die Gesichter im Publikum waren ein kollektives Errorzeichen, wußte ja keiner was da vor sich ging. Jetzt schon Wechsel? Wer ist die Type da? Huch, da isser ja wieder. Da siehste. Ne, schon wieder weg! Kurz, es war irgendwie fies, aber auch göttlich. So gingen die 2 Stunden natürlich sehr schnell vorbei und schon bauten Hardfloor ihre Gerätschaften auf. Während deren Set traf ich dann olle Lenny D neben der Bühne und freuten uns gegenseitig das wir noch am Leben sind, weil wir uns erinnerten in welchen Zuständen wir uns zuletzt gesehen hatten, was auch schon gut 20 Jahre her ist.

13103405_10153606654497157_1775510993344504953_nFür mich war’s dann auch vorbei, ich hätte mir gern noch Lenny’s erstes Traktorset angehört, vor dem er totalen Bammel hatte, weil erst vor einer Woche von CDJs umgestiegen, aber so nach einer Stunde in Hardfloor’s Set rief das Bett aus dem Hotel gegenüber ganz laut nach mir, was definitiv nicht der Musik von Hardfloor geschuldet war! Also Abgang von einer Mayday, die heute zwar eine ganz andere ist als damals und mit der ich mich musikalisch noch weniger als zu meinen Abgangszeiten damals identifizieren kann, aber Spaß hat das trotzdem mal wieder gemacht. Ob das für mich als Publikum so wäre möchte ich bezweifeln, aber da bin ich ja auch nicht unbedingt die Zielgruppe. Die jedenfalls schien ihn zu haben und das all diese verschiedenen Geschmäcker unter einem, zugegebenermaßen riesigen, Dach feiern, hat dann für mich in diesen Zeiten doch sowas wie Freude aufkommen lassen, weil es trotz aller Veränderung etwas bewahrt hat, was Techno eigentlich ausmacht: Toleranz.

Soundcloud:

Mixcloud:

Neue unveröffentliche LFO Tracks und Versionen aufgetaucht

LFO

Auf diesem Youtube Kanal schlummern seit ein paar Monaten fast unbeachtet 5 LFO Tracks die man so noch nicht kannte, ich embedde mal alle:

LFO – Track 4 (Alt. version)
Very different version of this track which appears on the ‘b’ side of the LFO (Warehouse Mix)

LFO – Love is The Message (Alt. Version “Frequencies” Sessions)
This is an alternate version of this song – diffferent drums, synth sounds, noises, different spatial bits. From the Frequencies Sessions.

LFO – We Are Back ( Alternate Leadmill Version )
This is the alternate gig version of We Are Back. Similar to the ‘ LFO Live In Paris ‘ version but re-worked up for a Warp Records Party Nite at the Sheffield Leadmill.

LFO – Amaterasu
For a LFO gig either at Sheffield Leadmill or Huddersfield.

LFO – Heliopolis
Impressive opening track for a LFO gig at either Sheffield Leadmill or Huddersfield.

(via toci von Rave Strikes Back)

Coil’s kompletter Backkatalog und mehr!


Eines der wenigen Bandprojekte aus den 80ern, die ich noch verfolgte als der Technoschnitt vollzogen war, waren Coil. Das Projekt aus Pete Christopherson, ja genau der von Throbbing Gristle und später auch Videoproduzent für zig Musikvideos auf MTV, und John Balance schafften es auch Techno in ihre Musik zu assimilieren, bzw. dort Impulse zu geben. Leider beide schon verstorben. Neben der Musik war auch immer das Artwork sehr ausschlaggebend für die Band, umso erfreuter war ich, als ich auf Archive.org quasi den kompletten Backkatalog vorgefunden habe, plus diverse Livemitschnitte und Remixe, was für ein Schatz!
Zum Reinkommen empfehle ich The Snow (Answers come in Dreams), aber auch die Alben Scatology und Horse Rotorvator habe ich seinerzeit rauf und runter gehört. Oder Panic, die Version von Tainted Love darauf hält bis heute stand.

Unglaublich das das jetzt alles zum freien Download bereit steht