Da, es geht schon los, wie man es geahnt hatte

Ich übernehme den Text[/url] von Mario Sixtus mal so aus dem Mehrzweckbeutel, weil man es klarer und pointierter kaum schreiben kann:

Patrioten und Terroristen

Der umstrittene Patriot-Act, ursprünglich im Windschatten des 9-11-Schocks, zwecks Terroristenabwehr in Lichtgeschwindigkeit durch Kongress und Senat geschleust, wird in den USA zunehmend gegen ganz ‘normale’ Kriminelle eingesetzt. So berichtet AP über den Fall eines jungen Mannes aus North Carolina, der in einem Heimlabor Metamphitamine (vulgo: Speed) zusammenköchelte und der nun wegen “Herstellung chemischer Massenvernichtungswaffen” vor den Kadi gestellt wird. Drohende Haftstrafe: 12 Jahre.

Prosecutor Jerry Wilson says he isn’t abusing the law, which defines chemical weapons of mass destruction as “any substance that is designed or has the capability to cause death or serious injury” and contains toxic chemicals.

Aha! Demnächst werden also die Tabak-, Spirituosen- und Fastfood-Industrien des Terrorismus angeklagt oder hab ich da was falsch verstanden?

Hat man es nicht von Anfang an geahnt? Hat man nicht gleich gewußt, das der ganze Schmonzes nur Vorwand ist? Nun also War Against Drugs in heimeliger Ehe mit Patriotenakten! Wieso weiß man bei solchen drastischen Gesetzesvorlagen eigentlich immer schon im Voraus, das das dann in voller Härte gegen Menschen eingesetzt wird, denen das bei der Einführung unter Garantie nicht gelten sollte?
Und ebenso wird mir klar, wieso hierzulande die Ostalgiewelle gerade so brandet: Da wir es gewöhnt sind, das die amerikanischen Verhältnisse so ziemlich 1:1 bei uns ca. 10 Jahre später eintreten, verklärt sich in der Tat der SED-Staat zu etwas fast putzigem, im Vergleich zu dem, was uns nach neuesten Meldungen in Zukunft blüht. Gegen das was man aus den USA zur Zeit hört, war das ja Totalitär light, auch wenn es lediglich an den Mitteln fehlte, auch eben an denen, die heute erst so zur Verfügung stehen.

Ankündigung eines Ravewochenendes

Diese Woche kommt’s hier dicke! Nicht nur das nachher im Cookies die Chemical Brothers zum Tanze aufspielen, nein, morgen geht dann auch noch die neue Veranstaltungsreihe HYPOCHONDER hypochonder.jpgin der Pfefferbank mit u.a. meiner Wenigkeit als Resident in die erste Runde und zeitgleich rappelt’s dicke im Friedrichshainer Kino International wo folgendes unglaubliche Lineup am Start ist (Achtung,hinsetzen wär jetzt angesagt): LFO, Marc Almond, Liquid Liquid, Ellen Alien, Isolée, Black Strobe, Psychonauts, Jamie Lidell, Optimo, DJ Oskar, Nathan Wilkiins und Mo Morris.Zusätzlich gibt es Filme von Warp, Chris Cunningham, Designers Republic und Giles Deacon. Da ist wohl Partyhopping angesagt! Der Samstag ist noch unklar in meiner Planung, aber ich bin sicher da findet sich auch noch was um das verlängerte Wochenende abzurunden. Der Sommer ist vorbei, jetzt geht’s wieder in die Clubs! :D

Tanith war shoppen

Nein, heute nix über den Weltheultag der Amerikaner, darüber kann man sich an allen anderen Stellen bestens und je nach Gusto informieren, wat soll ich da noch hinzufügen?

Ich war stattdessen fröhlich shoppen, eine neue Backupplatte war dringend und händeringend notwendig und wenn ich mal so richtig in Fahrt komme, dann ist kein Konsumgüterladen vor mir sicher:

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meine neue Frühstücksteetasse

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meine neue Fußmatte

Forscher verwechseln Drogen, ja wer ist denn nun verpeilt?

Wehe wenn User so nachlässig mit Substanzen hantieren! Die vor ein paar Monaten erschienene Forschungsarbeit, die unter Beweis stellen sollte, wie lethal Extasy ist, ist Makulatur. Die Forscher haben Speed mit MDMA verwechselt,berichtet der Spiegel. Doh! Dabei waren die Ergebnisse ja von Anfang an dubios, wie Kritiker bescheinigten: “Was immer wir über die Giftigkeit von Ecstasy denken, es sterben nicht jedes Wochenende 40 Prozent der Konsumenten.”
Die wievielte Studie ist das nun, die die Gefährlichkeit von E unsachgemäß aufbauscht und überhöht? Ich glaube kaum das damit der Prävention und der Argumentation ein guter Dienst erwiesen wurde. Aber es bleibt dabei: Es waren eine feine und passende Sache als Techno losging, heute taugt mir das ganze Zeug nix mehr.

Powerbook überfahren, lebt aber noch!

Eine gar gruslige Erfahrung mußte Ryo Chijiiwa machen, der mittels des SUVs (Sports Untility Vehicle, so nennt der Ami Geländewagen) seines Vaters sein 12″ Powerbook überfuhr. Der Schreck dürfte tief gesessen haben, aber außer ein paar Dellen hat es das Powerbook gut überlebt. Wenn das mal nicht von einer gewissen Qualität spricht, das wäre doch schon fast ein Werbespot?
Bilder von dem Unfall gibt es hier

Desillusionierung grande!

Hier zeigt ein Meister seines Fachs, wie das Rohmaterial so aussieht, mit dem PrOnseiten ihren Zaster machen und Zeitungen ihre Seite 3 aufpeppen. Die weiteren Beispiele Richtung Industriedesign hauen ebenfalls ordentlich rein.

Die Musikindustrie mal wieder

bietet [url=http://www.spiegel.de/netzwelt/politik/0,1518,264408,00.html]folgenden Handel[/url] an, wobei zu sehen ist inwieweit das fruchtet und ob es für solche Aktionen nicht schon längst zu spät ist, weil man sich sämtliche Credibility versaut hat.
Auch Plattenfirmen, namentlich Universal, grübelt nochmal und plötzlich geht, was bislang als unmöglich galt, CDs werden billiger! Allerdings nur in USA und anstatt 17 bis 18 Dollar, soll die CD nun 13 Dollar kosten, was immer noch zu viel ist. 10 Dollar oder Euro, da würde der Kunde sicherlich die Mühe des Downloads lassen, aber so denke ich mal wird das wieder nix. Untersuchungen und Befragungen, die dieses Argument nähren gibt es schon seit Jahren, aber man glaubt wohl mal wieder mit einem marktschreierischen Trick sei etwas zu bewerkstelligen, oder man hätte die Argumentation dann so auf seiner Seite. Es ist ein kleiner Schritt in die richtige Richtung, mehr nicht.
Hierzulande ist an von solchen Einsichten noch sehr weit entfernt, wie man an Tim Renner’s [url=http://www.universal-music.de/html/index.html]Pressemitteilung[/url] ersehen kann (jaja, der Tim Renner, der mir bei Unterzeichnung des Majorvertrags zum Album Still anno 97/98 die Internetrechte vertraglich mit den Worten “wer zieht sich denn bitte Musik aus dem Internet, das dauert doch viel zu lang” überliess ;-) . Auch die Rede( hier als .PDF einsehbar) des verknöcherten Herrn Gebhardt zur IFA, die mit so sinnleeren Sätzen wie “Die Zukunft des Musikhörens liegt in geschützten Umgebungen.” glänzt. Solange solche Herren das Geschäft hier beherrschen wird’s sicher nix mit dem, ebenfalls in der Rede beklagten, noch nicht erreichten Ende der Talsohle, denn Rechthaberei ist kein gutes Rezept gegen Innovationslosigkeit. Und die Innovation hat nunmal leider schon längst stattgefunden – ohne die Industrie- wegen Rechthaberei.

Gerontologie im DJ-Gewerbe ist mal wieder Thema

Anscheinend aufbauend auf den Guardian Artikel, zu dem ich ja auch schon meine Gedanken geäußert habe, war das nun auch gestern in der SZ Thema.
Die Kritik am Stardj-Bizz und dessen Auswüchsen, wie Konzentration und Fokus auf diese, finde ich berechtigt, aber die Argumentation in diesem Artikel trudelt ein wenig oberflächlich, wenn man daran den Untergang des gesamten Dancegenres festmacht und somit genau die Mechanismen unterstützt, die es soweit kommen liessen. Als wenn die 3 beschriebenen Protagonisten das ganze Technogeschehen ausmachten und die Krise parallel zum Alterungsprozess laufen würde.
Auch wer heute noch Mayday oder gar die Loveparade als Parameter für Technogeschehen einsetzt haut m.E. ein wenig daneben.
Ebenso stimmt zwar “Ein Modell fürs würdevolle Altern bei 160 Beats pro Minute jedenfalls ist bislang nicht existent”, aber Modelle für 90 bis 130 BpM gibt es zuhauf und es wäre ignorant zu denken, das sich die Erstgeneration komplett abgewandt hätte, man raved halt ruhiger, was ja z.B. auch Erfolge wie die Panoramabar im seligen Ostgut ausmachte. Das ist dann halt vielleicht nicht so augenfällig wie Massenveranstaltungen, auch rubeltechnisch hat es nicht viel Impact, aber Clubland ist in Bewegung, zwar in kleinem Rahmen, es paßt sich den Gegebenheiten an und steht m.E. in einer Umwälzphase, wovon man nicht weiß wohin die Reise geht, ob danach Techno noch Techno heißt oder ob dieser den Weg aus den Clubs heraus in andere Gefilde findet, aber diese Transformation geht doch gerade durch die ganze Gesellschaft und von daher spiegelt Lalaland diese nur entsprechend wieder. Schließlich liegen da einige längst fällige Updates vor uns, der Abschied vom Vinyl ist nur eine Sache der Zeit, Clubbing wie es jetzt geschieht gibt es seit nunmehr 15 Jahren und ist durchexerziert, da werden die folgenden Generationen mit Sicherheit neue Formen finden müssen, alleine schon weil der Staat das Ding bis in die letzten Zipfel durchschaut und entsprechend reglementiert hat.
Techno ist nach wie vor ein Ding in Bewegung, sicherlich nicht mehr so prägend wie in den 90ern, aber er wurschtelt und versucht sich nach wie vor neue Wege zu finden. Das die alten ausgelatscht sind, daran besteht kein Zweifel, aber aus den unzähligen Nischen entstehen mit Sicherheit neue Dinge, die noch nicht absehbar sind und sowas läßt sich halt in diesem Stadium noch nicht wirtschaftlich messen, noch bei oberflächlicher Betrachtungsweise sehen.

Googeleism

Auch wenn neueste Berichte bezüglich Google’s gebahren eher Stirnrunzeln verursachen, hab ich doch wieder einiges über die ansonsten wunderbaresame Suchmaschine gelernt. So gibt es z.b. eine Macversion, als auch eine Linuxversion von Google. Windows- oder PCversionen gibt es trotz der Schäkerversuche mit Microsoft nicht.
Noch ein Feature, das mir bislang nicht bekannt war, ist der eingebaute Rechner. Dazu braucht man in der Suchmaske lediglich die gewünschte Rechenaufgabe eintippen und Google liefert das Ergebnis!