Neue Mixe: Double Impact, Suicide Club, Berlin 14.4.2017 Pt. 1 & 2

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Diesmal wieder ein Tripel, wenn nicht gar Quatro Impact, wenn man bedenkt das das Gespann Lüttringhouse, welches diesmal das Ende bereitete, aus Vater und Sohn besteht.
Es war ein sehr osterliches Double Impact, will heißen es war frühlingshaft, leicht und beschwingt, beileibe nicht so hart wie in den Wintermonaten wo die Reibung noch für die Wärme sorgen mußte.
Das Coverpic zeigt die Aktivitätsringe meiner Apple Watch, mit der ich die Sets diesmal, nach einer Idee von Jörg Lüttringhaus, als Training habe mitlaufen lassen, soll noch einer sagen DJs stehen nur rum, den Bewegungsring mit den Kalorien habe ich in den 3 Stunden fast doppelt gefüllt :D

Pt.1

Mixcloud

Pt.2

Mixcloud

Die skandalöse Geschichte des Ahornblattes

Heute in der Berliner Zeitung. Über das Ahornblatt hatten wir es hier im Zuge des Exit’s ja schon paarmal, z.B. hier und hier und irgendwie erscheint mir, das die Geschichte, wie übel diesem futuristisch schönen und trotzdem ungeliebten Bau seinerzeit mitgespielt wurde, momentan wieder öfter aufgearbeitet wird. Der heutige Beitrag ist da bislang nur der längste. Wird aber auch Zeit!

(Pic via Sined Angenehm)

Google’s AutoDraw, Malen für die Nichtmaler unter uns

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Man kennt das, man bräuchte schnell mal was für ein Logo oder eine Skizze aber die eigenen Doodlemöglichkeiten sind begrenzt, geschweige denn das man ein Grafiktablett zum Abpausen zur Hand hätte. Da kommt jetzt AutoDraw is Spiel, man kritzelt mehr schlecht als recht was mit den Tools am rechten Rand hin und die AI von Google’s neuem Spaß macht Vorschläge was es sein oder werden soll. Das macht sie ganz gut und dann läßt sich das Ganze noch bearbeiten via Einfärben, Verdrehen oder Text hinzufügen, wie man an meinem obigen schnell hingesautem Beispiel vielleicht zu erkennen vermag.
Klappt via Browser auf allen Endgeräten

Neuer Mix: TNT #11

TNT11

Ich bin zwar diese Woche unterwegs, was mich aber weder davon abhält eine neue Folge TNT für den Samstag vorzubereiten, noch die alte hier bereitzustellen. Das mache ich lieber heute schon, denn morgen bin ich ganztägig on the road.
Wir hören uns dann Samstag wieder

Tracklist:
Base Kidd – Hide My Drops
Saimon – Ripped Page
Confluence – Scalar Field
Irregular Synth – Los Matadores
Confluence – Manometric
End.User – Queen City (Darius Twin & Currier Remix)
Jay Lumen – System (Weska RMX)
Klanglos – Acidtrip
Mark Greene – Rain Dance
Sutter Cane – Dirty Funk
Jay Lumen – Azure (Sasha Carassi RMX)

Neuer Mix: TNT #10

TNT10
Für alle die es verpasst haben oder vor der morgigen neuen Sendung nochmal nachhören wollen um der Geschichte folgen zu können, bitteschön:

Die Tracklist liest sich folgendermaßen:

Radioslave – Another Club
Ramiro Lopez – Feel It
Eduardo F. – Crazy Man
Dense & Pika – Cartoon Heart (Slam Track Series Remix)
Slam – Vapour
Ramiro Lopez – Twisted
Schwefelgelb – Es Zieht Mich
Umek – Asiiid
Poty – No Trap
Stephan Hinz – Onyx
Phutek – Dreams
Andrea Natale – Vault

Jetzt wo die Datschenzeit wieder anfängt: Totenkopf Feuerstelle!

Formationcreation
Mein Berlinranking geht ja so:
Innenstadtbewohner: Zugezogenenlevel
Stadtrand oder Speckgürtel: Pro
Datsche: Expertlevel
Dieser Beitrag richtet sich vornehmlich an letztere, da sich “lichtdurchflutete Altbauscheiße” (Zitat Helmut Dietl) eher nicht dafür eignet, es sei denn sie hat einen Kamin.
Mit das wichtigste am Datschendasein ist die Feuerstelle, das geht natürlich auch mit einer handelsüblichen ausgebauten Waschmitteltrommel über den Feuerkorb aus dem Baumarkt, oder in teuer bis zu Designerlösungen. Diese hier von Formation Creation Inc. besteht aus stahlverstärkten Totenköpfen aus feuerfester Keramik in Lebensgröße, wird klimafreundlich mit Gas betrieben und ist beliebig erweiterbar, wie im liebevoll erstellten Beispielvideo erklärt wird.
“The shape of the human skull allows for incredible shadow and light play as the flames dance across the fire pit.”

Gibt es bei Amazon für 65 $ das Stück, wird aber leider nicht nach Deutschland verschickt.

(Via Stawee bzw AGG)

Voltra: Neuer Desktop Musikplayer mit Shop, 100% für Labels und Artists

Voltra

Ich weiß, Streaming ist in Sachen Musik so ziemlich das Medium der Stunde. Menschen wie ich können sich allerdings nicht an den Gedanken gewöhnen, das von heute auf morgen, wegen irgendwelchen Lizenzgedöhns teile der eigenen Playlisten einfach weg sein können und deshalb lieber weiterhin Musik kaufen. Ganz zu schweigen von all dem Kram den man halt so über die Jahre gesammelt hat und der nie in irgendwelchen Spotifys auftauchen wird, man denke nur z.B. an Whitelabels aus den frühen 90ern.
Das Musik kaufen und besitzen nicht mehr der letzte Schrei ist merkt man auch daran, wie stiefmütterlich allerseits Musikplayer, angefangen von iTunes bis zum anfänglich euphorischen Start des Beatport Pro Players, heute so behandelt wird. Bei jedem Update hat man fast Angst darum, das die Fileabspiel Funktion diesem zum Opfer fällt.
Und genau in diesem Moment betritt ein neuer hübscher Client den Markt, der all das verspricht und zudem noch einen Shop eingebaut hat, in dem man tatsächlich Tracks kaufen kann und verspricht die Gewinne zu 100% an Künstler bzw. Label weiterzugeben. Finanzieren tut sich das über diverse Premium Funktionen, die für 10 € monatlich zu haben sind.
Wer Musik nach wie vor gerne kauft und nicht auf die XML Sync Fähigkeiten von iTunes zu Serato oder Traktor angewiesen ist sollte sich dort mal auf die Betaliste von Voltra setzen lassen, ich hab’s trotzdem schon getan und bin gespannt.

Review: Jason Timothy -Music Habits, The Mental Game Of Electronic Music Production

Mental Game

Jason Timothy kennt man als als Tutor von Ableton Tutorials auf www.MusicSoftwareTraining.com, lustigerweise rät er von deren extensivem Gebrauch in seinem Buch eher ab. Was paradox klingt macht aber durchaus Sinn und so geht es in diesem, man möchte fast sagen, Ratgeber öfter zu. So ist das halt mit kreativen Prozessen.
Schon das Inhaltsverzeichnis verrät einen gesunden Pragmatismus und richtet sich in erster Linie an die ewigen Probleme von Musikproduktion wie Prokastination, wie kriegt man einen Track fertig und die neuen, z.B. Ablenkung durch Social Media.
Eingeführt wird mittels 10 goldener Regeln, die da wären:

  1. Your first attempts at making music won’t be great, and that’s the way it should be
  2. Nobody creates in a constant peak state
  3. Most of what you think you ned to know, doesn’t matter
  4. Most of the tools you think you need, you don’t
  5. Your habits count more than your knowledge
  6. Everything you want comes through people
  7. You don’t have to be miserable to make good music
  8. Musicianship is optional
  9. Time is the only difference from you and those who are now sucessful
  10. Everybody steals

Dermaßen geerdet werden dann viele Themen abgeklappert, die einem bei der täglichen Arbeit, nicht nur bei Musikproduktion, so oder in ähnlicher Form begegnen, Sampling vs. Sounddesign vs. Workflow und dabei immer die so wichtige Gewohnheitsbildung im Blick, die die „Ich habe keine Zeit“ Entschuldigung in der Luft zerreisst und darauf drängt einen Track nach dem anderen fertig zu stellen, anstatt sich in zig Projekten oder angefangenen Loopschichtungen zu verlieren, oder ob man das begehrte neue Stück Equipment wirklich braucht, oder ob das nicht nur auch wieder eine Ersatzbefriedigung ist.
Erfreulich das dabei grundsätzlich Elektronische Musik wie Techno, bzw. Clubtracks stets im Vordergrund stehen.
Im Letzten Drittel geht’s dann von der Lebensberatung in die Praxis. Die Essential Tricks beinhalten durchaus brauchbare Pi mal Daumen Hilfen in Sachen Compressor, EQ und Arrangementtips, die vieles erstmal auf simpel herunterbrechen um später erfahrungsgemäß dann doch wieder in der Praxis gebrochen zu werden, aber an Anhaltshilfe durchaus brauchbar. Wie bei so Youtube Tutorials, nur zum lesen und gleich umsetzen, geht zudem viel schneller!

Abgesehen von der down to earth Attitüde und den wirklich brauchbaren Anstößen hat mir das Buch vor allem durch seinen Verzicht auf jegliches Audio Voodoo und Kunst Blabla gefallen.
Gibt’s bei KindleUnlimited für kostenlos, ansonsten sind 8,92 für die Kindle Version fällig und zur Abwechslung gibt es Print mal nicht.
Der Blick ins recht lange Inhaltsverzeichnis lohnt sich falls irgendwelche Fragen offen geblieben sind:

Music Habits – The Mental Game of Electronic Music Production: Finish Songs Fast, Beat Procrastination and Find Your Creative Flow (English Edition)