Dampfe des Jahres: Kanger Subtank Mini mit Kanger K-Box

kangerkombi
Ich habe mich ja lange den Fertiglösungen verwehrt und speziell Kanger wußte mich früher nicht zu begeistern, vielleicht hat es deswegen etwas länger gedauert bis ich dieser Kombi etwas zutraute. Nun habe ich seit ca. 5 Wochen den Subtank Mini und bin von diesem restlos begeistert, so restlos, das meine anderen Verdampfer ein recht tristes, ungenutztes Leben in der Dampfen Gallerie fristen, weil der Subtank in ständiger Benutzung ist. Egal ob man ihn mit den Fertigköpfen dampft oder selbt wickelt, das Ergebnis ist runder Geschmack und so vorher in Fertigwicklungen noch nicht gekannte Dampfschwaden, die auch bei höheren Wattzahlen nicht zum kokeln führen.
Trotzdem hatte ich mich noch gesträubt die K-Box dazu zu gesellen, obwohl ich die Optik der Kombination schon sehr stimmig fand, um nicht zu sagen Wow! Aber die Wattabstufungen schienen mir etwas grob und 40 € dafür etwas happig. Wie man sich täuschen kann. Nun stellte ich mit der Zeit fest das die Sweetspots der Verdampferköpfe tatsächlich bei der 0,5 Ohm Variante bei ca. 13 Watt und bei 1,2 Ohm bei 20-25 Watt liegen, also genau wie bei der K-Box vorgegeben. Dann lag die bei einem Einkauf als Sonderangebot für 24,90 rum und da kann man ja nicht anders als mitnehmen. Was soll ich sagen, in der Praxis wird mein Subtank wahrscheinlich nur noch zur Ohmmessung einen anderen Akkuträger sehen.
SturmfeuerzeugDie Kombi ist nicht nur optisch über jeden Zweifel erhaben, das Design der K-Box könnte von Apple sein, inspiriert von diesen alten Sturmfeuerzeugen, anstatt von Rahms zwar, aber die Bedieneinheit erinnert mich schon sehr an die Akkuanzeige meines Macbook Pros.

kanger-KboÜberhaupt die Bedieneinheit, simpler geht kaum, anstatt Menüs mit Watt und Volt, Einstellrädchen oder Knöpfchenballet gibt es derer nur zwei, einen zum Befeuern, der andere schaltet die Watt hoch, mehr ist nicht. Die Anzeige erfolgt über die beiden siebenstufigen LED Balken, Links die Akkufüllanzeige, Rechts die Wattzahl, welche von 8 bis 40 Watt reicht. Erstmal gewöhnungsbedürftig wenn man Digitalanzeigen, 0,1 Wattänderungen, integrierte Ohmmessung, vielleicht noch Temeraturkontrolle etc. gewohnt ist, ging mir jedenfalls so. Aber nur kurz, denn in Verbindung mit dem Subtank braucht es eigentlich nicht mehr und ist völlig sinnig, eine absolute Sorgloskombi, mit der sich auch Anfänger über Sachen wie Subohm oder nicht überhaupt keinen Kopp mehr machen müssen, Einstellungarien entfallen, Werte sind nicht mehr nötig, Großgeräte dampfen ist so simpel geworden wie diese Zigalikes, die aussehen wie Zigaretten aus Plastik, nur mit viel mehr Komfort und Dampf. Das Aluminium, aus dem die K-Box gefertigt ist, ist vertrauenswürdig dick gehalten, was sich an der Logo Ausstanzung, die gleichzeitig als Entgasungsloch dient, ersehen läßt, 2 mm dürften das ca. sein. Schicker Nebeneffekt: Der Farbakzent der durch den Akku darin erzeugt wird.
Trotz ihrer Größe ist die K-Box kein schweres Monster geworden, sondern wiegt etwa so viel wie ein iStick, was wohl am Alu und dem Weglassen liegen wird. Auf’s nötigste beschränken und Weglassen bedeutet aber eben auch, das die Akkus extern geladen werden müssen, eine interne Aufladefunktion gibt es nicht, was mich persönlich nicht stört. Also alles wirklich bis ins kleinste Detail durchdacht und stimmig, so als würde Jonathan Ive neben Apple auch noch für Kanger designen. Mit dem kleinen Unterschied, das die Akkus wechselbar sind und nicht fest verbaut, wie bei Apple mittlerweile üblich.
Die Kombination hat mich so knapp 60 € gekostet, und ich wiederhole mich wenn ich sage, man darf nur nicht vergleichen was man für diesen Preis vor 2 bis 3 Jahren bekommen hat

Electronic Beats Reihe über den Sound of Belgien plus meine Belgien Top 10


Electronic Beats hat die Woche über ein fünfteiliges Special über Belgien gefahren. Im ersten Teil hat Peter van Hoesen über die Geschichte von New Beat referiert, im zweiten wird die Familie Pascuals getroffen, die den Plattenladen USA Import betreibt, in Part 3 spricht Jozef Devillé über seine Doku TSOB, gestern ging der vierte Teil online, in dem Patrick Codenys von Front 242 seine Variante des Werdegangs erzählt und heute, in Teil 5, plaudert CJ Bolland aus dem R&S Nähkästchen.
ZU guter Letzt gibt’s noch meine Belgien Top 10 obendrauf

Tinder meaten mit Tender


Ich bin ja schon lange aus dem Markt raus, aber wenn ich den Singles in meinem Umfeld trauen kann ist Tinder gerade der heiße Scheiß auf dem Fleischmarkt. Nun, das wird einem jetzt noch viel einfacher gemacht, mittels einer Universal Dockingstation für Smartphones und eingebautem Swiper. Nicht vegan, aber effektiv

(Via Death And Taxes)

Radwegestrategie in Berlin in einer aktuellen Stunde im Abgeordnetenhaus

Radweg Brücke in Delft, NL

Ich meine ja schon lange das uns dieser allgegenwärtige Reformstau irgendwann mächtig auf die Füße fallen wird, oder glaubt einer tatsächlich mit mehr Homoehe und Kiffen hätten wir weniger als 0 Punkte beim ESC ergattert?
Wie so ein Reformstau funktioniert konnte man eben sehr schon bei der aktuellen Stunde des Abgeordnetenhauses hier feststellen. Da sitzen bräsige Männer, denen man nichtmal einen Gebrauchtwagen abkaufen würde, für die der Fahrradverkehr in Berlin wahrscheinlich lediglich ein Störfaktor für die Dienstlimousine darstellt. Während andere Städte wie London, Wien und Amsterdam schon längst begriffen haben das eine fahrradfreundliche Radwegestrategie im Mitnahmeeffekt noch ganz andere Probleme wie z.B. die Sache mit der Feinstaubbelastung löst, findet die GroKo hier das das schon alles so ok ist, das hier fast täglich ein Fahrradfahrer unter die Räder kommt, wenn auch ärgerlich wegen den Beulen im Lack. Zumindest kein politisches Thema, denn die Leute fahren ja kein Rad weil sie keine Lust darauf haben, weil die Räder ständig geklaut werden und die Aufklärungsrate bzw. Vorbeugung wiederum auch kein politisches Thema ist. Katze, Schwanz, Kopp, Tischplatte.
Eine Auswahl an Tweets aus der #agh:

Bleibt nur zu wünschen das diese Verantwortlichen einmal dazu gezwungen werden ihre Kinder per Bike zur Schule zu schicken.
Man ruht sich hier auf irgendwelchen “Arm aber sexy” Lorbeeren aus, für die man selber nichts getan hat, sondern die trotz der Politik passiert sind, nicht wegen ihr und kriegt vor lauter Selbstgerechtigkeit gar nicht mit wie dieses Pfund zunehmend schwindet.

RBB Doku: Berlin Pankow

Berlin-Pankow
Der Nordosten Berlin’s ist seit der Wende der Teil der Stadt zu dem es mich am meisten hinzieht. Hier wohne ich seit über 20 Jahren, in Pankow habe ich geheiratet, in Buch ist mein Sohn geboren und jetzt wohnen wir in Karow, am äußersten Rand von Pankow, da wo Berlin aufhört und Brandenburg auf dem Barnim anfängt.
Am Montag lief diese Doku über Berlin-Pankow und ist noch bis 1.6 in der Mediathek nachzusehen. Vornehmlich geht es um die Veränderungen die das boomende Pankow gerade durchlebt, mit der Bebauung jeglicher freier Lücken und Grünflächen, dem das alte Pankow mit seinen Künstlern, Originalen, Villen, Hinterhöfen und Märkten gegenüber gestellt wird. Am Ende kommt sogar meine Hood Karow, Buch und Hobrechtsfelde drin vor.
Schöne Bilder sind’s allemal

Berlin-Pankow

Blast from the past: Teac Open Cassette Wechselbänder

teacopencass
Ein Relikt aus grauer Vorzeit, dem ich mal völlig entgeistert hinterher gejagt bin, bis ich es fast für eine Illusiuon gehalten habe, hat Ronny da gestern ausgegraben. Die Sache war nämlich so, das ich die Dinger tatsächlich mal bei einem über ein paar Ecken bekannten US Soldat gesehen hatte und völlig davon geflasht war. Der hatte lediglich eine von diesen Cassetten dabei und tauschte einfach die Bänder, hatte ich vorher nie gesehen und danach auch nie wieder. Internet zur Recherche gab’s da noch nicht und meine Besuche in diversesten PX Stores der Army brachten auch nix zutage, irgendwann gab ich’s auf. Und jetzt seh ich dieses Tape nach ca. 30 Jahren wieder, hat’s also doch gegeben! Aber anscheinend nur auf dem japanischen Markt, vielleicht mit ein paar Ausbrechern auf den amerikanischen. Wer weiß wie die Geschichte der Tapes weitergegangen wäre, wenn diese Art Tapes nicht so räumlich beschränkt gewesen wäre? Die Minidisc zumindest wäre obsolet gewesen. Aber das Gekniffel mit dem Einlegen ist mir damals auch aufgefallen ;)

Track of the day: Jonny L – Hurt You So ( The L Mix) [1992]

Es gibt so Tracks die an einigen Tagen irgendwie ganz besonders passen,so wie bei mir heute dieser etwas unbekanntere Mix des Jonny L Klassikers, mit großartigen Pianos, Stabs und Stimmungswechseln. Klingt immer noch quicklebendig und hat einen Drive der seinesgleichen sucht

Der Sony Vertrag mit Spotify, oder wo das Geld bleibt (Hint: nicht beim Künstler)

sonify
The Verge veröffentliche vor 2 Tagen einen Vertrag zwischen Sony und Spotify (der mittlerweile wg. Copyright offline genommen wurde) der zwischen 2011 und 2014 galt, also die Anfangszeit bis zu der Zeit als der Streamingdienst Fahrt aufnahm, dessen einzelne Paragraphen für mich als Laien allein schon wirkten wie bestes Mafiamaterial, so Klauseln wie, wenn ein anderer Partner mehr bekommt erhöht sich die eigene Vorauszahlungssumme um das selbige. Kann sein, das sowas durchaus branchenüblich ist, aber das allein wirft aber ein bezeichnendes Bild auf die Branche. Die Summen um die es da geht belaufen sich auf Vorauszahlungen von 42,5 Mio $, der Witz an der Sache ist das diese nie an Künstler ausgezahlt werden mußten, das gilt nämlich lediglich für Tantiemen.
Dazu kommen noch Gratiswerbung im Wert von 9 Mio. zum günstigsten Preis und die Hälfte der nicht verkauften Werbeplätze zur freien Verfügung.
Das weitere Vettragskauderwelsch ist mir böhmische Dörfer, aber Heise fasst zusammen:

Label Fees
Als eigentliche Tantiemen musste Spotify mindestens 60 Prozent seines Bruttoumsatzes an die Label ausschütten. Davon bekam Sony dann seinen “Marktanteil”. Doch Sony konnte auf einer alternativen Berechnung bestehen, falls diese mehr Geld einbrachte.

Dabei wurden 0,225 bis 0,25 Dollar-Cent je werbefinanziertem Stream, plus drei Dollar pro Monat und normalem Abonnenten, plus sechs Dollar und Monat je Premium-Abonnenten veranschlagt. Diese Sätze galten auch dann, wenn ein Abonnent Spotify in einem Monat überhaupt nicht genutzt hatte. Für länger im Voraus bezahlte Abos gibt es maximal 15 Prozent Rabatt.

Top-Up Fees
Spotify verpflichtete sich dazu, mindestens eine Million zahlender Abonnenten in Nordamerika zu gewinnen. Gleichzeitig mussten mindestens zehn Prozent aller User zahlende Abonnenten sein. Indirekte Abonnenten, die etwa über einen Mobilfunkvertrag zu Spotify kamen, wurden nur teilweise angerechnet. In jedem Monat, in dem Spotify diese Ziele nicht erreicht hat, wurden “Top-Up Fees” fällig. Sie waren zusätzlich zu den Vorauszahlungen und Tantiemen zu entrichten.

Richtig lustig werden die Summen wenn man bedenkt das Sony, wie alle anderen Majors, Teilhaber von Spotify ist und für diese Anteile damals 2935 € gezahlt hat. Nun sucht man schon länger einen Käufer, angepeilt ist ein Preis von 10 Milliarden Dollar, womit aus dem Verkauf für Sony eine halbe Milliarde raussprängen, während der vermutlich zu ihren Gunsten mittlerweile geupdatete Vertrag weiter läuft.
Und ihr fragt euch wo das Geld für die Künstler beim Zukunftsmodell Streaming bleibt?

We Are Your Friends, der erste EDM Film kommt

weareyourfriends
Ok, wir hatten Berlin Calling, in Ami EDM heißt das jetzt “All you need is a laptop, some talent and one song”, EDM hat seinen ersten Film. Interessant ist da ja eigentlich wie sich sowas in 10 bis 20 Jahren ansieht. Ab August im Kino:

Embrace The Contradictions, die Geschichte von KLF als Mixumentary

Mixumentary meint hier einen Mix aus Hörspiel und, nun ja, Mix eben. Eine passende Weise um die Geschichte von KLF nachzuerzählen von United States of Audio, die auch schon einen meiner anderen Favourites aus Pretechno Zeiten gefeatured haben, Tackhead

Via KFMW