Meine Apple Homepods

Homepod

Icke, wie so oft, gern gegen den Strom. Der Homepod von Apple wurde ja seit erscheinen eher verwundert bis irritiert kommentiert. Ein 350 € Wlan Lautsprecher mit der, im Gegensatz zu Alexa und Co, doch eher dummen Siri drin und zudem nur für Apple Music ausgelegt. Klar habe ich für’s Studio seit 25 Jahren meine Genelecs, aber die sind linear, also nicht für den Spaß, sondern darauf geeicht möglichst klar zu klingen. Für den richtigen Wumms Spaß braucht’s da schon was anderes und so wirklich transportabel sind die auch nicht, sondern fest montiert. Apple selbst bewirbt die Box in erster Linie als gut klingende Box für Apple Music plus Siri und genau in dieser Reihenfolge sehe ich sie auch. Mit Geräten quatschen will ich eh nicht, höchstens ein „Hey Siri, lauter“ oder „Hey Siri leiser“ rutscht mir mittlerweile mal raus, das lässt sich aber auch auf dem Touchpad oben regeln, das ebenso anzeigt ob Siri gerade zuhört. In erster Linie ist der Homepod für mich eine wortwörtlich brutal gut klingende Box, die so rein gar nichts mit den sonstigen smarten Bluetooth Boxen gemein hat, die die Konkurrenz so anbietet. Die sind ja in erster Linie eher smart und Musik kommt erst an zweiter Stelle. Das fängt mit der Kompression via Bluetooth an und hört bei der mittigen Basssimulation nicht auf. Ich habe wirklich einiges an Boxen durch, aber so bassbrachial wie der Homepod war noch keine und das mit großem Abstand. Ich habe jedenfalls noch keine Box erlebt, die mir dieses Funktion One Feeling in die heimische Bude bringt, die wackelt ungelogen bei Einsatz der Homepods.

Größenvergleich zum 13' Macbook Pro

Größenvergleich zum 13′ Macbook Pro

Ja, richtig gelesen, Mehrzahl! Ich habe mir nämlich nach kurzer Zeit gleich noch testweise einen zweiten geholt, weil ich nach dem Mono Sounderlebnis wissen wollte wie das nun in Stereo kommt und ihn gleich behalten, weil Ohrgasmus. Und das obwohl ich neben iTunes als Musikmediathek weiterhin lieber Spotify nutze und der Homepod hauptsächlich an einem Macbook betrieben wird, der von Apple dafür offensichtlich gar nicht vorgesehen ist. Mono Multiroom ja, aber als Stereopaar sind die bei mir, außer auf den iOS Geräten und in iTunes auf dem iMac mit High Sierra, eigentlich gar nicht zu betreiben. Für das Musiklaptop mit älterem OS mußte ich erstmal einen Umweg finden um das trotzdem zu realisieren.

Airfoil Workaround

Airfoil Workaround

Dieser war, die Airfoil App von Rogue Amoebia zu installieren, und in 2facher Ausführung zu starten, eine für den rechten, die andere für den linken Kanal, für je einen Homepod. So läuft das aber recht stabil und super. Hat zudem den Vorteil, das man mit dieser Lösung sowohl Lautstärke als auch EQ pro Kanal hat, das ist bei Apple bislang noch gar nicht vorgesehen, ebenso lassen sich so auch Systemsounds oder eben alles was sonst über den Kopfhörerausgang raus ginge über die Homepods hören. Klingt nach einem dämlichen Workaround dafür, was eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein sollte, isses auch. Aber der Klang! Wirklich, von Klassik bis Techno, alles klingt bombastisch aus diesen vergleichsweise winzigen Dingern. Gerade dieser neue Techno mit diesen riesigen Kicks mit Hallfahne dran kommt darüber als wären sie genau dafür geschaffen worden, oder dieser minimalistische Drum & Bass a la Homemade Weapons, da geht neben den Räumen auch noch das Herz ganz weit auf.

so sieht's drinnen aus

so sieht’s drinnen aus

Hinzu kommt das die Homepods mit so ziemlich jeder Aufstellsituation klar kommen, dazu sind rundum 6 Mikrofone eingebaut, die den Raumklang ausmessen und die Homepods je nach Situation für die 7 Tweeter und den oben angebrachten Woofer automatisch neu auspegeln. Dazu bedarf es im Gegensatz zu z.B. den Sonos keine App, die beim Umstellen der Boxen jedesmal neu einmessen muß, das regelt die Hompod Software autark. Ob die Teile nun in einer Ecke oder mitten im Raum stehen macht fast keinen Unterschied, ich hab’s in verschiedenen Aufstellungen in der Wohnung probiert, eine reflektierende Wand oder ein Holztisch als Unterlage machen vielleicht noch ein bisschen mehr Wumms, aber der beeindruckende Bass und Räumlichkeit sind überall gegeben und mit beeindruckend meine ich tatsächlich das man ihn auch spürt anstatt ihn nur zu hören, das hören kriegen ja auch noch manche dieser Bluetooth Boxen mit ihrer Psychoakustik hin. Aber das eine Techno Bassdrum tatsächlich physisch drückt und die Räumlichkeit der Musik trotzdem noch durchkommt, habe ich bislang bei keiner Box und erst recht nicht mit solch einem Format erlebt. Und sie sind laut und je lauter man sie aufdreht, desto besser klingen sie.
Ich will auch die Minuspunkte nicht verschweigen: Für Videos und Games sind die Homepods eher ungeeignet, da die Wlan Übertragung zu einem ca. 2 sekündigen Lag tendiert, so das Videoton nicht synchron mit der Bildspur läuft. Auch bis der Puffer des Homepods vollgeladen ist vergehen diese 2 Sekunden, so das man nach Anklicken eines Musiktitels mal eben warten muß und ebenso lange bis der Track dann nicht mehr zu hören ist, nachdem man die Stoptaste gedrückt hat. Als DJ Monitor z.B. also auch völlig ungeeignet.
Höhen, Mitten, Bässe und Räumlichkeit geben, wie gesagt, keinen Grund zur Klage, aber Vocals in Musik kommen m.E. nicht richtig durch, bzw. bleiben etwas im Hintergrund. Damit kann ich persönlich allerdings gut leben, da ich Vocals in Musik bekanntlich eh kaum mag. Hört man hingegen Stimmen allein, wie z.B. in Podcasts oder Audiobooks gegeben, kommen sie so glasklar, das man denkt die Personen sitzen im Raum.
Alleine für die Einrichtung braucht es ein iPad oder ein iPhone, damit ist die Sache dann aber auch wirklich so simpel wie man das von Apple mal gewohnt war und beileibe nicht mehr immer so ist. iPhone an den Homepod halten, der wird sofort erkannt und innerhalb einer Minute startklar. Das Einrichten des Stereopaars geht ebenso simpel von der Hand. Sind beide erkannt fragt die Home App an ob man diese zu selbigem verbinden möchte. Trennen und wieder zusammenfügen geht dann zukünftig ebenso simpel.
Die Homepods sind also mit Sicherheit keine Smart Boxen für jeden Use Case, für meinen jedoch, also rein für Musikgenuß und Spaß am Bass, definitiv die richtige Entscheidung. Aber auch nur weil ich mich eh nach wie vor im Apple Universum zuhause fühle. Ist man da eher hybrid unterwegs würde der Homepod schon wegfallen, oder man mußte weitere umständliche Workarounds basteln, was ja nicht Sinn der Sache sein kann.

Neuer Mix: TNT #50

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50 Ausgaben schon! Eigentlich wollte ich das richtig feiern, hat dann aber aus zeitlichen Gründen nur für eine Überlänge gereicht und Spoiler Alert: auch die morgige Sendung wird wieder Überlänge haben, kommt einfach zuviel gutes Zeug gerade raus

Die Playlist:
Hector Da Rosa – Broken System
Dandi &Ugo, Gene Garz – Global Fest
ABYSSVM -Apnea
Spectre – Eye Of The Swarm
Juan Heart – Bells Under Sea (Monolith Rem
DMCK – Charlie Gets The Girls – (Vontech Remix)
I AM BAM _ Hell Tell
Marco Ranieri – Violent Strings (ABYSSVM Remix)
The South Junkies – The Good Ride (Terra4Beat Remix)
I AM BAM – Elephant Tears
Dino Maggioria – Scream
Spektre – Soul Movement
Disko Electrofanatic, T78 – Loud
Don Weber – Convievence
M.E.E.O, Michael Monoton – Rippelnd Appearance
Coquillage &Crustacé – Apocalypse (DMCK Remix)

Neuer Mix: TNT #49

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Bisschen spät, aber gestern war dann halt erstmal der New Beat Mix für KilleKill dran. Heute geht’s dann also ganz aktuell weiter, erst mit TNT #49 hier und um 21:00 mit Jubiläums TNT #50 in Überlänge bzw. Director’s Cut.

Aber erstmal den letzten zum vorglühen:

Die Playlist:
JX-216 – Flux
Rocko Garoni -Detection (Regal Remix)
Filterheadz – Think About
DJ Boris – Drumroll
Carara, Kreisel – Model C98
Green Velvet & Coyu – The Last Generation
The Málchico – Save The Rave (Kreisel Rework)
Puncher, Marco Kallas – Anatomic Distortio (Roentgen Limiter RMX)
Ghost In The Machine – Fire Drill
14anger & Dep Affect – Journey Into Rave
Gary Burows – On & On
Gary Burrows – Frequency

Neuer Mix: Tanith @ Tresor 06.10.2018

Tresor061018

Das empfehle ich speziell den Freunden der etwas härteren Gangart und der etwas dickeren Bassdrum. Nach fast 3 Jahren war es nun endlich mal wieder an der Zeit mein eigentliches Refugium, den Keller, zu bespielen und zwar das Closing Set ab 7:30.
Hoffen wir das es bis zum nächsten mal nicht wieder so lange dauert, an mir liegt’s nich ;)
Bitteschön, 3 Stunden Tanith, Tresor, Techno:

1000 Tage Techno Podcast: Icke mit Ellen Allien

Ellentanith
Jügen Laarmann, of Frontpage und Berlin Mitte Boys Fame, ist seit geraumer Zeit wieder in Sachen Techno unterwegs, in seiner Podcast Reihe 1000 Tage Techno rekapitulieren mehr oder weniger die Protagonisten der ersten 1000 Tage Techno, Techno. Simple as that. Bislang waren u.a. Motte vs. die Macher des Zugs der Liebe, Mark Reeder, Anja Schneider und jetzt halt Ellen, mit der ich jahrelang jede Woche sonntags Club The Rest im Tresor gemacht hatte, zusammen mit mir. Jetzt also unsere Werdegänge, Eindrücke und Resümees auf 1000 Tage Techno: