6 Jahre Boiler Room, das Interview


Boiler Room, einige lieben ihn, einige hassen ihn. Ich weiß noch, als die Berliner Ausgabe noch relativ neu war und wir uns auf Facebook zum lästern verabredeten. Natürlich ist so ein Format immer voyeuristisch, aber ich verdanke ihm auch nicht wenige grandiose Sets und nicht zuletzt auch einen eigenen Auftritt dort und weiß das die Leute die dort arbeiten dies mit sehr viel Herzblut tun. Ich finde es großartig auch in andere musikalische Szenen von zuhause eintauchen zu können und den state of Dubstep oder Drum & Bass via VDSL auch am Rand von Berlin checken kann. Klar ist das ein zweischneidiges Schwert, was die Entwicklungsphasen von Szenen angehen kann und es gab auch Ausgaben die ziemlich in die Hose gingen (Richie Hawtin mit Grimes anyone?), aber grundsätzlich finde ich persönlich das der Boiler Room das Internet noch ein bisschen geiler gemacht hat.
Hier ist das Interview zu 6 Jahren Boiler Room mit Gründer Blaise Belville dazu

Neuer Mix: Report to the Dancefloor Mix

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Letzte Woche Freitag hatte ich die Ehre einen Mix für das griechische Internet Radio “Report To The Dancefloor beizusteuern und füge mich da in eine illustere Reihe von Mark Archer, über 808 State bis zu Olivier Abbeloos von T99, bis zu Carlos Peron ein.
Es war mir eine Freude mal etwas ganz anderes abzuliefern, das zwar komplett aus neuen Tracks besteht, aber irgendwie auch damals hätte passieren können, also gewissermaßen zeitlos ist.
R2D hat das neben den ganzen anderen Shows auf Mixcloud gepostet

Von mir gibt’s noch Soundcloud dazu:

Musikverlage ereilt das VG Wort Karma

und ich begrüße das, sogar außerordentlich. Ich kann mich noch gut erinnern, als sich damals zu Napsterzeiten u.a. diverse Musikrechtsanwälte und Labelowner nur so mit Verlagen eindeckten, als die Contentersteller nicht mehr den nötigen Zaster hatten und dementsprechend unattraktiv wurden. Verlage stellten eine schöne Möglichkeit dar, doch noch an ihnen zu verdienen, ohne das man sich dem Ärger ausliefern mußte, die 40% kommen halt immer rein, ohne das man auch nur den Finger krumm machen müßte. Mit dabei immer, die Kumpanei zwischen Gema und Verlagen, wo diese ja in Schlüsselpositionen sitzen, um nicht zu sagen zusammen im Bett sind. Es gab damals wahre Einkaufsexzesse und ein Verlagsgecluster, das mit dem gestrigen Urteil etwas weniger attraktiv geworden sein dürfte.
Verlage dürfen sich nun eben nicht mehr einfach 40% der Urheber einheimsen und das rückwirkend bis zum Jahr 2010, ich bin gespannt ob die Milliönchen fließen werden und inwieweit die überhaupt noch da sind, daran dürften nun einige Verlage zu knapsen haben.
Damit ereilt die Musikverlage das gleiche Schicksal wie die Buchverlage, die ebenfalls nicht mehr pauschal an den Einnahmen der VG Wort beteiligt werden dürfen.
Es wird nun spannend zu sehen sein, wie man trotzdem versuchen wird die Pfründe zu sichern, in Sachen der Buchverlage hat sich ja die Politik schon als willfähriger Gehilfe gezeigt

Das Totale Tanith Wochenende

Manchmal kommt irgendwie alles zusammen, so wie z.B an diesem kommenden Wochenende, 2x Internet Radio und 2x Club.


Am Freitag geht’s los mit Report To The Dancefloor, einer griechischen Internet Radio Station, die mich um einen Mix gebeten haben, der in der Reihe Unusual Sounds läuft, wie könnte ich da Nein sagen? Los geht die Sendung um 17:00, mein Mix startet so gegen 20:00, alle Infos dazu gibt es hier

Für alle Berliner oder jene die gerade hier sind könnte es dann im Kitkat mit der Walfisch Revival Party weitergehen, da dann als Kontrast nur altes abfeiern mit jung und alt. Wer schonmal da war weiß wie unvergleichlich das dort, in der Original Location des legendären ehemaligen Walfisch, möglich ist.

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Samstag dann um 21:00 die zweite Ausgabe von TNT, meiner biwöchtenlichen Sendung auf FluxFM, den Stream kriegt ihr hier, auf allen internetfähigen Empfangsgeräten

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Das könnte man dann als Einstimmung auf die folgende, sehr berlinerische, Veranstaltung Aufschwung Pankow im an neuem Ort wiederauferstandenen Klub der Republik ansehen. Es gibt ein Wiedersehen mit alten Bekannten und neuen Freunden in dieser ehemaligen Brauerei oberhalb der Schönhauser Alle, in der bis vor kurzem noch dieser gammelige Dauer Flohmarkt war, also auch vom Flair her wird das ziemlich original.

Ich freu mich drauf und werde danach vermutlich ziemlich fertig sein :D

Fake Berghain Shop

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Ein offensichtlicher gefakter Sven Marquart unterlegt mit typischer Berlin Touristik Musikuntermalung als nächster Hauptmann von Köpenick oder Eiserner Gustav am Checkpoint Charly:

Auf dem Segway:

Beim Junggesellenabschied:

aber auf dem Bierbike hat mir am besten gefallen (“Marcel Dettmann, Technogott”, “Len Faki, du bist der beste Mann” :D ):

Als Werbung für einen ebenso gefakten Berghain Shop mit käuflichen Devotionalien von Rummelsnuff Actionfigur über Sven Marquart Maske bis zur Ben Klock Banane. Ich vermisse noch die Dose mit der Berghain Luft.
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Dürfte nicht lange online sein, allein schon wegen der unlauteren Be Berlin Angabe. Aber als Satire so wehtuend treffend

Adventskalender is coming, call to… ja was eigentlich?

Die Älteren hier werden sich erinnern, ich hatte hier früher immer einen Adventskalender ab 1.12. Hatte ich in den letzten Jahren nicht so einen Bock drauf, nachdem das in Blogs quasi inflationär wurde. Aber dieses Jahr will ich wieder und zwar ein bisschen anders: Ihr sollt beisteuern :) Will heißen, ihr schickt mir eure Mixe, Bilder, Collagen, Tracks, Gedichte, Geschichten, whatever und jeden Tag kommt eins davon hier rein, natürlich nach vorheriger Qualitätskontrolle meinerseits. Ich finde das eine schöne Win Win Situation für so einen Adventskalender, ihr könnt euren Kram hier featuren und ich hab (hoffentlich) einen schönen Adventskalender.
Ich sag das nur jetzt schon damit die Deadline noch gut weit weg ist.
Wenn nix kommt hab ich noch andere Ideen, aber einen Adventskalender wird es geben, soviel ist sicher!

Schickt eure Sachen einfach an die Mailadresse links oben, da stehe ich auch zu eventuellen Nachfragen zur Verfügung

Electronic Beats Radio Podcast TANITH

Ich habe für die Podcast Reihe von Electronic Beats mal an Beispielen und so gut ich kann in Englisch aufgezeigt warum ich Mitte bis Ende der 90er Breaks meist viel interessanter fand als dass was Techno auf der anderen Seite bot und warum mich die Faszination an selbigen bis heute nicht verlassen hat, auch wenn man sie vielleicht nicht mehr so häufig in den Sets hört. Was aber nicht bedeuten muß das es da keine Perlen mehr geben würde, gerade aktueller Drum & Bass hat da ja wieder einiges zu bieten, auch das habe ich versucht an Beispielen darzulegen und so hat sich eine kleine Geschichte der Breaks über die Dekaden ergeben, was man halt in einer Stunde so unterbringen kann. Ich glaube 4 Stunden hätten nicht gereicht alle Facetten abzudecken

Der Aufbau eines Modularsynthesizers in 360° 3D

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Ich selbst finde Modularsysteme zwar beeindruckend und gerade mit den ganzen Modulen die es dafür heute so gibt, auch faszinierend, allerdings wäre das eher nix für mich. Ich hasse Strippenziehen und Equipment das mir den Lebensraum streitig macht. Bis auf ein paar Dons habe ich da auch noch nichts besonders beeindruckendes herauskommen hören. Der neuerliche Hype um diese Geräteklasse sorgt zwar für ein lustiges Gepiepe und Gezwitscher in mancher Produktion und es gibt natürlich auch Leute die ihr System auf die Bühne bringen, wo es dann mitläuft und ebendieses Gepiepe zeigen soll wie ernst es der Typ damit meint, aber am Ende hätte man das auch genauso gut absampeln und wie den Rest über Ableton laufen lassen können. Was natürlich nicht heißen soll das ein Modularsystem nicht etwas tolles wäre, wenn man den Raum, die Zeit und Muße dazu hat sich da reinzufricken und seinen Zen drin findet und es eben nicht bei Gepiepe und Gezwitscher bleibt.
However, die Red Bull Music Academy hat da mit Dieter Doepfer, seinezeichens Erfinder des Eurorack Systems unter den Modular Synthesizern, ein 3D Modell hingebastelt, das einem die Funktionsweise und Verschaltungen sehr schön veranschaulicht