Vibecoding und Alt. Firmware

I know, KI nervt, dämliche Flyer mit dem ewig gleichen Preset, Cover die den ganzen Release versauen, aber ich weiß nicht ob es hier jemand mitbekommen hat, neben den ganzen Klagen über KI Slop gibt es doch einige interessante Entwicklungen, die man durchaus wohlwollend registrieren kann und deren Auswirkungen noch gar nicht schlussendlich zu bewerten sind. Am bekanntesten dürfte in den letzten Wochen wohl der Nachbau der kompletten Adobe Suite geworden sein, der das Geschäftsmodell von Adobe nachhaltig stören könnte. Aber auch im Audiobereich passiert gerade einiges und leider ist auf den üblichen Seiten, wo über Neuigkeiten auf diesem Gebiet berichtet wird verdächtig wenig zu finden. Am ehesten noch findet man etwas zu den alternativen Firmwares für Elektron Geräten und da insbesondere für den Octatrack Octabam. Was angeblich nie ging geht nun seltsamerweise, z.B. die schlechten Wandler des Octatrack, jetzt kann man ein Custom-OS mit USB-Audio downloaden um die internen Wandler zu umgehen und externes Zeug nutzen – auch die neue Outbox 8 wird unterstützt, was laut Elektron nicht geht. Mittlerweile gibt es sogar eine App um das für so ziemlich alle Elektron Geräte komfortabel zu konfigurieren: Modwerk. Das scheint mir aber nur der Startpunkt gewesen zu sein, mittlerweile gibt es einen wahrlichen Run, LLMS aufs Decompiling diverser Geräte unterschiedlichster Hersteller loszulassen. Mit unterschiedlichsten Reaktionen der jeweiligen Hersteller, während Elektron die Hacks in seinem Elektronauts Forum verbietet, scheint sich ein anderer Hersteller über den unerwarteten Support zu freuen. M-Wave’s FM1 ist ursprünglich ein keiner Synth, den man bei Alibaba für ca. 40 Euro kaufen kann (einen Emulator um die diversen Hacks im Browser zu testen gibt es hier), auf den sich diese Szene gerade stürzt und es vergeht wohl kaum eine Stunde, ohne das eine neue Firmware oder ein Update rauskommt. Das führt dann dazu, das sich einige mehrere dieser kleinen Dinger zulegen, während die eine als 8 Spur Groovebox funktioniert, ist die andere Sampler oder Rythmbox, alle bisherigen Entwicklungen findet man hier: thefirmwarehub
Das ganze Vibecoding reduziert sich aber nicht nur auf Hardware, letztens stieß ich auf eine komplett neue Version von Rebirth, natürlich nicht von Propellerheads, für MacOS, nicht nur als Standalone Version, sondern ebenfalls als Plugin für die DAW: ReBirth-RB338. Die Browserversion gibt es hier.
Nicht nur alte Software wird so decompiled und neu verfügbar gemacht, kaum meldet Bitwig den Rekordbox Import an, findet sich das auch für Ableton, aber eben nicht von Ableton selbst, sondern als M4L Device: rbox-to-live

Ich sagte ja schon eingangs das mich diese Entwicklung in gewisser Weise fasziniert, allein schon weil die Monopole wackeln könnten, denn die Adobe Suite komplett mittels Claude neu zu bauen dürfte weder einfach, billig (Tokens sind teuer!) noch das Ende der Fahnenstange sein. Mittlerweile gibt es sportliche Speedruns um die komplette Office Suite von Microsoft reverse zu engineeren und Seiten auf denen es über 100 Bezahlapps neu gecoded kostenlos gibt: Remade Wiki
Wir sind mittendrin in einem Wandel, sowohl der Hardware- als auch der Software Industrie, die die ganzen Platzhirsche und Aboapps (Fantastical Calender I’m looking at you!) in die Bredouille bringen könnte und es kommt nun darauf an wie die Akteure darauf reagieren werden. Den Elektron Move finde ich zwar nachvollziehbar, sehe die Chancen aber eher beim M-Wave Move.
Was das für den Plugin Markt bedeutet ist auch noch nicht abzuschätzen, bei meiner Suche bin ich auf einige Seiten gestoßen, die ihre offensichtlich gevibecodeten Plugins für lau anbieten, aber was passiert mit denen nach einem OS Upgrade? Werden die dann weiter unterstützt und Bugs beseitigt? Werden reverse engineerte Fabfilter Plugins genauso gut klingen wie die Originale? Kann sich im Zukunft jeder seine Wunsch DAW selber coden? kann man sich zukünftig Wunsch Midicontroller via KI generieren und bauen lassen und was bedeutet es für die ganze Industrie?
Zu einem schlußendlichen Ergebnis komme ich da auch noch nicht, aber definitiv wilde Zeiten ahead!

35 Jahre House & Techno in Jena Set

Ich habe ja schon lange kein Set mehr geposted! Irgendwie hat’s nicht sollen sein, Aufnahme Müll beim Geburtstags D&B Set, keine Aufnahmemöglichkeit hier, irgendwas da, aber jetze!
Am Freitag, der Nacht zum 3. Oktober, gab es zur Feier von 35 Jahre House & Techno den alten Haudegen Foch, Jonzon, The Exaltics und eben mich. In genau dieser Reihenfolge legten wir dann auch auf, natürlich vorher traditionell Essen und Plausch im Turm. Für mich war das eine besondere Ehre, denn ich war vor 34 Jahren der erste DJ, der von außerhalb gebucht wurde, damals noch in der anderen Location, heute Paradies Cafe oder so ähnlich. Umso schöner auch das meine mitgereisten Freunde das miterleben konnten, denn es war von vorne bis hinten ein Fest, das dem Motto gerecht wurde. Der Ablauf, wie man übernehmen konnte, bis zu freundlichem Publikum, offenen Geschmäckern, jung und alt und natürlich dem dort immer herzlichen und perfekten, heute würde man wohl „Artist care“ dazu sagen, aber das hier wäre damit untertrieben, man kennt sich halt über all die Jahre, da ist das persönlicher als „Artist care“.
However, das Set rollte daraufhin natürlich super, ich konnte perfekt von The Exaltics übernehmen und die Party bis zum Ende führen. 3 Stunden Closing, bitteschön:

Amflow TL Carbon, meins!

Ich hatte mich seit Jahren nicht mehr mit E-Bikes beschäftigt, da mich mein Vanmoof immer gut von A nach B gebracht hatte. Irgendwann ging aber nix mehr, Kabelbaum durchgescheuert und das ist so ziemlich das ekligste was einem Vanmoof passieren kann, Reparaturkosten so um die 500 €, mit der Garantie das es irgendwann wieder passiert, weil innen recht scharfkantige Ecken sind. Also fing ich an, mich mal wieder auf dem aktuellen Markt umzuschauen und, holla!, da ist dann in den letzten Jahren doch einiges passiert! Trotzdem konnte mich nichts so richtig überzeugen, bis dann die Eurobike im Juni kam und das Amflow TL Carbon vorgestellt wurde.
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Das Freitagshundebild – Aufmerksame Beifahrerin

Leider müssen wir im Moment oft mit dem Auto unterwegs sein, was Masha am Anfang so gar nicht mochte, Autos insgesamt waren ihr mehr als suspekt, sowohl von außen, wie auch von innen, klar wenn man in so einer Kiste von Bulgarien nach Deutschland kutschiert wurde und dann waren Mutter und Geschwister weg. Mittlerweile findet sie es aber ganz interessant, was da draußen vorbeihuscht und voraussichtlich ab Montag gibt’s ein neues Bike mit Trailer, so das das Auto auch wieder nicht so oft gebraucht wird. Mal sehen wie sie damit klar kommt

Das Freitagshundebild – Ein Monat Masha

Morgen ist Masha exakt einen Monat bei uns. In der Zeit hat sie ihr Gewicht gefühlt mehr als verdoppelt, was natürlich einher geht mit einer unglaublichen Fressmaschinenaktivität, so richtig satt kriegt man sie nie und nichts ist sicher vor ihr. Auch ein Tagesrhythmus ist allmählich erkennbar, pennen könnte sie ohne weiteres bis Mittag, wenn da nicht die Pullerrunden wären, die spätestens alle 3 Stunden anstehen. Aber auch abends kommt jetzt Ruhe rein, man kann sich drauf verlassen das sie zwischen 21:00 und 22:00 abklappt.
Am beeindruckensten ist jedoch die Laufleistung, als sie ankam waren ihr so ängstliche 500 Meter genug, mittlerweile läuft sie auf der großen Runde locker 3 Kilometer an der langen Leine und würde am liebsten weitermachen, was ich aufgrund der noch nicht fertig ausgebildeten Gelenke aber nicht mache. Ab einem Jahr darf sie mich dann am Fahrrad ziehen 😁

Das Freitagshundebild – Embrace Chaos!

Welpenerziehung, insbesondere das erste Jahr, dürfte nicht jedermann’s Geschmack sein. Man bekommt ein drolliges, fluffiges Fellknäul mit fast leerem Speicher und jeden Tag kommt etwas Neues dazu, das durch Spiel und Spaß erlernt wird, nur das dazu eben oft nicht die dafür extra gekauften Spiel- und Kauzeuge präferiert werden, sondern alles was interessant und in Maulnähe ist. Embrace Chaos mit alle 2 bis 3 Stunden rausgehen.
Darüber sollte man aber auch nicht vergessen, was wie selbstverständlich läuft, obwohl es massenweise Youtube Tutorials dazu gibt, weil es angeblich so schwer raus- oder reinzukriegen ist. Geschirr anlegen ohne Murren, klappt von Anfang an. Kann rasseuntypisch durchaus auch mal kurz alleine bleiben, ohne das die Sirene angeht oder die Wohnung umdekoriert wird. Chillt wenn ich arbeite, dreht dafür draußen umso mehr ab. Und „Sitz“ klappt auch schon ganz gut