Oblique Strategies

Über die Oblique Strategies hatte ich es hier schon einmal, jetzt habe ich die mal hier integriert. Da oben am linken Rand kann man nun die knapp 100 orakelhaften Losungen annehmen oder es sein lassen. Ursprünglich von Brian Eno und Peter Schmidt für Musiker und Maler in Blockadesituationen gedacht, taugen diese I chingesken Ratschläge m.E. aber durchaus auch in anderen Bereichen. Ich habe deshalb extra die vierte Ausgabe genommen, da diese in Hinblick auf “broadening the focus of the Strategies, so that they were less about music and painting, and more about universal creative challenges” hin redigiert wurden.
In erster Line habe ich das für mich gemacht, die Oblique Strategies begleiten mich immer per Widget auf dem Dashboard des Powerbooks, well, nun also auch hier, vielleicht taugt’s dem ein oder anderen ja auch noch, so als Losung für den Tag :)

Tip: wenn man in Oblique Strategies über der Losung klickt lädt die Seite neu und eine neue wird per Zufallsgenerator angezeigt.
Dazu hab ich Blogtitel und Blogthema im Adminpanel missbraucht und per WP- Random Tagline die wechselnden Sätze realisiert

iGTD

Letztens schrieb ich noch, das Actiontastic das Programm meiner Wahl für alles Plandende und zu Erledigende sei, nun, das ist seit geraumer Zeit schon wieder anders und das liegt an iGTD. Das Programm hatte ich mal in irgendeiner frühen Version getestet und hatte einen ganz schlechten Eindruck hinterlassen, war irgendwie sehr buggy und unattraktiv. Jetzt habe ich es nochmal ausprobiert, weil einige Leute voll des Lobes über dieses -unglaublicherweise, Freewareprogramm- waren. Nun, mittlerweile ist Bartek Bargiel, der alleinige Programmierer (was einen gleich Journler assoziieren läßt, ein ähnlich geniales Programm, das ich auch schon vorstellte, und ebenfalls aus der Hand eines einzigen Programmiers stammt) bei Version 1.3.4.3 angekommen und es vergeht kaum ein Tag, an dem iGTD nicht mit eiiner neuen Version am Start ist, die oftmals Dinge einführen die mit anderen Progammen bis heute nicht oder schlecht bis falsch implementiert sind, wie z.B. Mails via Mailtags und F5 in die Inbox holen, was seit neuestem (ca. 3 Tage später) auch mit diversen Browsern funktioniert. Ganz zu schweigen von Smart Foldern, einem ausgefuchsten Quicksilver Plugin und einem für iBackup, funktionierender Syncfunktion, der Option das Programm auf USB-Stick sichern zu können, für Leute die an mehreren Macs arbeitebn und derer feinen Ausgefeiltheiten mehr. Also ich habe meine GTD-Dreamapp gefunden und wüßte nicht was das mit Spannung erwartete Omnifocus noch besser machen könnte.

Journler 2.5 ist da

journler25.png

Und das ist doch eine vorzügliche Gelegenheit mal wieder auf dieses famose Programm aufmerksam zu machen. [url=http://journler.com]Journler[/url] ist sowas wie das das iTunes für Schreib und Multimediaaufgaben am Mac. Dank vorbildlicher Eingliederung der ganzen iLife-Möglichkeiten und OSX-features wie Smart Folders ist das seit geraumer Zeit schon das Tool der Wahl für meine diversen Schreibprojekte und Experimente. Läßt sich aber z.B. auch ganz trivial als digitales Tagebuch mit Verschlüsselung nutzen, oder als Bloggingtool, manche benutzen es sogar als GTD-Tool.
Wie auch immer, ich wollte es nur zum Testen vorstellen, die Lizenz hat sich zwar verändert, war Journler vorher kostenlos ist es nun Donationware, aber wie der Macher selbst schreibt, versteht er das chronische Klammsein seiner Kunden durchaus und hat keine Einschränkungen für die Benutzung ohne Lizenz eingebaut. Das elegant gecodete Programm ist auf jeden Fall sein Geld wert und sollte supportet werden, andere bieten weniger, unschöner gecodet für wesentlich mehr Geld!

Yep, iPhoto für PDFs

kip.jpg
Seitdem man in OSX Dokumente so schön einfach als PDF sichern kann suche ich eine Lösung um diese auch clever zu verwalten. How-tos, Tutorials, Manuals, Forenbeiträge, e-Books da sammelt sich ne Menge an. Nun bin ich aus Zufall auf Yep gestoßen und das ist eigentlich genau das Gesuchte, von der Funktion her wie iPhoto plus noch n bisschen Web 2.0 Schnickschnack wie Tags und Tagwolken. Bilder und andere Dokumente importieren geht und den lästigen Papier und Zettelkram importiert Kip per Scanner, ist aber von mir noch nicht getestet worden, bzw. brauch ich nicht.
Wer viel mit PDFs zu tun hat, dem empfehle ich schnell zuzuschlagen, da die aktuelle Version noch kostenlos zu haben ist!

Sommerliches Computerzen

Ha, sowas liebe ich ja, seit Jahren werden die Programme aufgepimpt, hier noch’n Button mehr, da noch eine Verbindung zu anderen Programmen drauf und dann die Notbremse: Writeroom

for Mac users who enjoy the simplicity of a typewriter, but live in the digital world. WriteRoom is a full screen, distraction free, writing environment. Unlike standard word processors that focus on features, WriteRoom is just about you and your text.

Will heißen, es ist wie bei der guten alten Schreibmaschine, keine neuen Mails blinken auf, kein Blick auf’s Dock zeigt sämtliche unerledigten Tasks, nur ein Bildschirm mit getipptem Text drauf und das ganze für umme.
Nicht kostenlos, dafür aber diesen Effekt mit jedem Programm nutzbar macht Zazen:

What is Concentration Mode, you ask? Concentration Mode is the ultimate way to focus on any application. The screen will fade out, and you will see the Application you chose to work with in a bright, thought-provoking way you never thought of before.

Hör ich da einen Paradigmenwechsel trapsen? Den Effekt kenne ich jedoch vom Newton, auf dem schreibe ich nach wie vor am besten, eben weil kein Blingbling stört und kein anderes Programm Hier! schreit.

Review: Yojimbo

yojimbo-crumb.gif
Ich war letzte Woche schon überrascht gerade von Bare Bones ein Produkt wie Yojimbo angekündigt zu bekommen, paßt irgendwie so gar nicht in das Portfolio des Anbieters von BBEdit. Da ich aber gerade auf der Suche nach einem schönen Informationsmanager bin, um meine gesammelten Notizen, den ganzen Krimskrams vom Desktop zu holen (der nun für iCalviewer sauber zu sein hat) in einem Programm unterzubringen und dafür gibt es auf dem Mac ja so einiges. Nachdem ich diverse Tools ausprobiert hatte kommt nun also Bare Bones daher und und kündigt Yojimbo an, mein Favorit bis dahin war Sticky Brain. In der Tat meint man auf den ersten Blick, das sich Bare Bones sich sehr von Sticky Brain hat “inspirieren” lassen, das ändert sich aber schnell, wenn man mal mit den beiden Kandidaten arbeitet, so ist es bei Yojimbo z.B. nicht möglich hierarchische Sammlungen, also mit Unterordnern, anzulegen. Die Philosophie von Yojimbo geht eher in die iTunesrichtung, also mit Metatags, Smart Folders, Spotlightunterstützung und flacher Struktur und Suchfeld. Das mag nun Geschmacks-oder Gewohnheitssache sein, ich gebe zu, zuerst hatte ich mit diesem Ansatz auch meine Probleme, nach ein paar Tagen Eingewöhnung allerdings ist das wirklich praktikabel und maclike, oder um ein Buzzword zu bemühen ganz web2.0mäßig, zumal die nächste Version auch Smartfolders erhalten soll, die man selbst anlegen kann. Bislang gibt es da nur vorgegebene für Notes, Passwörter, Seriennummern, Bookmarksdie man aktivieren kann. Ist aber auch erst Version 1.0 und dafür sieht die Software schon mal sehr gut aus, in Sachen Stabitlität hatte ich bislang auch noch keine Probleme.
yojimbofenster.png
Was das Programm dann gegenüber den anderen jedoch auf jeden fall outstanding macht, ist die so noch nicht erlebte Einfachheit, die Datenbank mit Content zu füttern. dazu gibt es einige clever ausgedachte Möglichkeiten:
yojimboquick.png
Quickentryfield: man drücke die Funktionstaste F8, woraufhin sich unter der Menüleiste ein Quickentryfield auftut, das den Inhalt des Clipboards sogleich zuordnen läßt, als da wären: Note, Bookmark, Passwort, Seriennummer oder Webarchiv, also die Smartfolders.

yojimbodropdock.png
yojimbodropdock2.png
Dropdock: An einer selbst zu bestimmenden Monitorseite wird ein Karteireiter angebracht der sich per Klick öffnet und die Folder der eigenen Collections anzeigt, so lassen sich per Drag & Drop Notizen erstellen, Pdfs oder z.B. auch, Bookmarks einsortieren, sehr slick das!

yojimbopdf.png
Pdf to Yojimbo: eine praktische Funktion die sich im Druckenmenü in der Taskleiste verbrirgt. Unter der üblichen Option PDF im Druckdialog befindet sich nun ein Eintrag mit Nanen “Save to Yojimbo” und genau das tut er! Ganze Webseiten und Dokumente mit einem Klick spotlightdurchsuchbar gesichert! Workflow galore!

Also schnellere Wege Items in eine Datenbank zu befördern sind mir bislang nicht untergekommen, erfreulich auch, das die Wege aus der Datenbank heraus ähnlich anwenderfreundlich gelungen sind, Drag & Drop sind auch hier Freund und bei Unmengen Files reicht es jene zu selektieren und in den gewünschten Ordner auf der Festplatte zu befördern.
Nett und einzigartig auch, die Möglichkeit einzelne Einträge zu verschlüsseln und nicht gleich ganze Ordner, dazu ist über den Einträgen ein gelber Balken(welcher unter “View -> Hide Encryption Bar” lobenswerter Weise auch zu deaktivieren ist:
encrypt.png
Der Ausschlaggebende Punkt aber, warum nun Yojimbo den Zuschlag erhält(neben dem Fakt das ich schon immer einen springendenNinja vor glutroter Sonne im Dock haben wollte, haha) ist die .mac-Synchronisierung. Meines Wissens ist Yojimbo die erste Nichtappleanwendung, die Apple’s Syncservices unterstützt und nutzt, also nicht nur Backups hin und herspielen, sondern echte Synchronisation wie aus den iApps bekannt. Für Leute wie mich, die bevorzugt an 2 Rechnern arbeiten, aber die Infos wie Notizen, Adressen, Kalender etc. auf beiden Rechnern (Desktop und Powerbook) synchron halten wollen ist .mac ein Segen. Leider kostet der Spaß eines .mac-Accounts 99 Euro pro Jahr, kommt also einer Applebequemlichkeitssteuer gleich. Wie schön, das es auch da kostengünstige Workarounds gibt: MySync[/url] gibt es bereits als Beta und wer auf iDisk und den anderen Schnickschnack von .mac getrost verzichten kann hat zudem den Vorteil, das MySync den Syncvorgang über Bonjour abwickelt, also das lokale Netzwerk, das automatisch eingerichtet wird, wenn man z.b. mit 2 Macs auf Airport zugreift.
Hört sich jetzt vielleicht technisch an, ist in Realität aber wirklich ein Klacks, um Konfiguration und ähnliche Horrorszenarien brauchte ich mich bei der Einrichtung nicht im geringsten zu kümmern, auf beide Rechneer MySync geladen, einen Rechner als Master, den anderen als Slave arbeiten lassen, paar Minuten warten und schon sind in der Tat auf beiden Rechnern in Yojimbo die gleichen Daten, samt den Icons auf den Foldern. Es kann einem eigentlich kaum einfacher gemacht werden.
BTW: Icons auf Folder: Dazu gibt es den Inspektor und jedes Bildchen ist ein mögliches Icon für eigene Sammlungen, der Grund warum ich so verwundert war, so etwas von Bare Bones zu sehen, wer sich BB Edit anschaut, der weiß das das seit OS 8 kaum ein Facelift erfahren hat.

Nun muß sich noch erweisen, ob die flache Hierarchie sich auf Dauer bewährt, ich denke wenn erstmal, wie angekündigt, selbsterstellte Smartfolders mit Regeln wie in iTunes kommen und die schon vorhandenen Labels alle Attribute erlangen, die möglich sind, wird man schnell vergessen, wie sehr man mal alles geordnet hat. Stattdessen nun also Drag&Drop&Forget und wenn man danach sucht kommen einem die Smartfolder zuhilfe, bzw. Spotlight und das Suchfeld tun ihre Dienste.
Wiegesagt, der Vorteil der schnellen Einverleibung von Daten und die Möglichkeit des Synchronisierens über .mac bzw. MySync gaben bei mir letztendlich den Ausschlag (+ das Dockicon).
Wer jedoch lieber mit hierarchischer Folderstruktur arbeitet, oder auf Palm und iPodsynchronisation wert legt, der sollte sich Sticky Brain mal anschauen, mir haben die Eingabemöglichkeiten dort nicht so gefallen, insbesondere im Vergleich zu Yojimbo. Zudem macht mir die dort verwenddetze Datenbank sorgen, zumal sich in den dortigen Foren einiges findet was meine Befürchtungen nährt.
Wer statt eines Sammelwerkzeugs lieber eine Organisationsdatenbank hätte, der sollte sich Platzhirsch Devon Think anschauen, mir schon fast zu mächtig für meine Belange und auch ein klarer Fall von Featuritis.
Process hat einen ähnlichen Ansatz, dient sich aber eher dem Bereich der Projektplanung an. Es gibt noch einiges weitere auf dem Gebiet, als minimalitischtes mir bekanntes sei da auf den Klassiker MacJournal verwiesen, der mir bis dato gute Dienste leistete und bis vor geraumer Zeit kostenlos war.

Quicksilver

Hier mal ein Minitutorial zu Quicksilver[/url], einem Workflowbeschleuniger über den ich gar nicht genug raven kann. Im Grunde ist Quicksilver ein Launcher, also ein Utility, das Files oder Programme per Tastaturkürzel starten kann. Quicksilver kann jedoch erheblich mehr und wenn man sich drauf eingegroovt hat, dann ist die Maus fast vernachlässigbar. Jede Programmfunktion ist darüber mit wenigen Klicks abrufbar, bzw. merkt sich Quicksilver auch welche Kombi am meisten verwendet wird, so das diese im Funktionsmenü automatisch nach oben rutscht.
Die Grundfunktion sieht z.B. so aus:

Man drücke die gewählte Kombination zum Launch von Quicksilver (bei mir Apfel + Space)
qs0.png

Tippe z.B. einen Punkt um den Textmodus zu aktivieren und gebe den Text ein
qs1.png

Drücke die Tabtaste um ins nächste Feld mit den verfügbaren Funktionen zu kommen.
qs2.png

Die Pfeiltasten bringen ein Menü hervor, das diese durchscrollen läßt. Returntaste drücken…
qs3.png

Befehl ausgeführt!
qs4.png

Auf diese Weise lassen sich auch Texte an vorhandene Textdateien anhängen. iTunes Ratings eingeben, ohne iTunes aufzurufen, etc pp.
Wie gesagt, das hier kratzt nur die Oberfläche der Fähigkeiten von Quicksilver, wer jetzt angefixt ist findet weitere Instruktionen hier, hier und hier, als auch im Forum von Quicksilver.
Ich kann das Programm, das zudem noch kostenlos ist, jedem Macuser nur ans Herz legen. Wenn man sich erstmal eingefuchst hat will man dieses Alleinstellungsmerkmal des modernsten Betriebssystems am Markt nicht mehr missen. Wie stand irgendwo geschrieben: “it makes you from a User to an Owner of OSX”, nur zu wahr!