Adventskalender 2010 -6

GREEN VELVET – La La Land (Poxy Music vs Kid Kenobi Remix)

Breaks hatten sich ja auch dadurch erledigt, das irgendwann offensichtlich die Ideen ausgingen und man sich darauf verlegte Hits per Ableton einen Breakbeat unterzulegen und dann als überteuerte einseitig bespielte Maxi zu verkaufen. Ging auch kurze Zeit für einige ganz gut, ruinierte nur das Genre im Ganzen. Es gab jedoch auch einzelne Ausreisser wie diesen Track, der m.E. das Original noch toppte

Adventskalender 2010 -5

Chicken Lips – He Not In

Dieser Bastard aus Dub und Disco kam langsam aber gewaltig. Kam 2000 heraus und ich spielte den auch ab da, aber erst so 02/03 war er dann in allen möglichen Playlisten vertreten und es gab in Folge auch zig Versuche das Ding zu kopieren, allerdings erreichte keiner die Großartigkeit des Originals

Adventskalender 2010 -4

Zero – Emit / Collect (Rennie Pilgrem Agatha Stomp)

Die Breaks hatten sich mit Beginn des neuen Jahrtausends zunehmend selbst erledigt, es war irgendwie alles produziert was zu sagen war und für mich war dieser Track anno 2002 nochmal wie ein letztes furioses Aufbäumen der alten Partyqualitäten die das Genre mal inne hatte. Spiele ich immer wieder mal gerne, klingt heute noch wie neu und sorgt für wildeste Ausgelassenheiten auf jedem Tanzboden der nicht komplett humorbefreit ist.

Adventskalender 2010 -3

Mr. Sliff – Rippin’ & Dippin’ (Part II)

Wir schreiben das Jahr 2001, ganz Techno ist im Schranzfieber und dann kommt da eine Scheibe daher die Techno und Bass endlich mal auf eine Augenhöhe mit dem bringt was rechts und links davon abgeht und das ausgerechnet von Adam Beyer unter anderem Pseudonym. Ich hab das Ding rauf und runter gespielt

Adventskalender 2010 -2

Skream – Midnight Request Line

Spätestens 2005 war mit diesem Titel Dubstep auch offiziell auf der musikalischen Landkarte vertreten. Es hatte nur 3 Jahre gebraucht, bis aus der Asche von 2Step und Breaksgarage dieser Phönix aufgestiegen war. Ich wage mal die These das sich Dubstep in den Folgejahren zum Pendant der Berlin-Detroit Achse der Nuller Jahre entwickelte, wenn man die gegenseitige Beeinflussung von Techno und Dubstep so Revue passierten lässt

Adventskalender 2010 -1

Nachdem wir nun bald die Nuller Jahre verlassen, hab mir für den diesjährigen Adventskalender überlegt 23 prägende Tracks dieser Dekade nochmal zurück ins Gedächtnis zu rufen und am 24. gibt’s dann den Mix aus allen.
Es geht los mit:
Matthew Johnson – Decompression

Eine der wenigen Minus Scheiben die ich dieses Jahrzehnt gekauft habe und die ich , selten genug, noch über ein Jahr nach dem Release gerne gespielt habe

Adventskalender 23: Bisca – Learn

Bereits aus ’89 kommt Bisca’s Learn. Zuerst auf dem italienischen Flying Records mit belearischem Einschlag im Original erschienen, kamen die J.Saul Kane Remixe auf Vinyl Solution raus und hatten so schöne Namen wie Deep Red Mix oder eben der hier, Inferno Mix, was seinerzeit keine Übertreibung war. Und BTW ein schönes Beispiel dafür, das Techno und Breaks eben zu dieser Zeit durchaus nicht getrennt nebeneinander her liefen, sondern beides unter dem Begriff Techno ging. Well, hier zumindest…

Adventskalender 22: Heaven 17- Let Me Go (Rob Playford Dub)

Das kommt also dabei raus, wenn sich ein D&B Produzent einem 80er Jahre Pionier der Elektronischen Tanzmusik annimmt. 1998 gab es diesen Sampler mit Remixen alter Heaven 17 Hits und Rob Playford, Chef von Moving Shadow, mit 2 Bad Mice Fame und gerade erst mit dem Goldiealbum ein Statement gesetzt, kommt dann mit sowas zeitlosem daher. Ein paar Jahre später hätte man wahrscheinlich Electroclash dazu gesagt, heute vielleicht NuRave, zeitlos eben.

Adventskalender 21: LFO – Tied Up

Ich hätte auch Future Sound Of London’s “We Have Explosive” oder Leftfield’s “Planet Phat” nehmen können, allen gemein ist der Versuch Techno mit Breaks zu vereinen, letztlich habe ich mich wegen des großartigen Videos für LFO entschieden.
Als der Innovationsfluß Mitte der 90er Techno allmählich versiegte, war es ein aussichtsreicher Ansatz Techno mit hartem Breakbeat zu verbinden. Das wurde dann gerne unter Big Beat verbucht, aber der ging dann ja ganz andere Wege. Von daher gibt es gar nicht so viel, was diesen typischen Technowumms hat und trotzdem noch Breaks ist, aber dafür gab es umso mehr Schnittstellen zu anderen Stilen. Irgendwie schade das da nicht mehr ging: